Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 45 (2.12.1921)
- Date
- 1921-12-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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? tfiKöibrr fv Sr. rL «ttr»' r. .! stch Dr. H »Nä » der »a de» G»eral-»dendvrit. Mtcher hftaartrt: ^M» Fr»vtrrich »nd E«gland £a*b n> fvanfc «rWücir W Obnfrftv^ il»rf4» «rffr« 8irQri« fi&rt, ft, Ende. Sie M IW» .tw/nVn Welckriei al« da« iRir/l ««, ihre K>ti»tch»u wai anti tjßifrn Zeie d»rchiu>etzei. t«a I«de» in Vatsst a ei» Staats b«ei and Lneetmnunq als B.'lk » er»erden »»d rt»e« i» E»r-« »»d A»»«tL ei"f fibfifhitlMfc, »nd tderkaoitaltOifche B»r«a<möhe>«nza verschaffen. Ruf dem De^e zar BerMrLichang dieses Zieles erfiqbkeu die F-iden in TeuNtzlaad diefelch- Swte Me » jene» -ändern. die sich chnen schon ergebe« hatten. Da», draachl« da« fldifche «vif di, N ederlazr Deulkchtands. Teile dieV« jüdischen Bottes Landen mnerhttd unserer chren,m Da« Sch»e,ße. M( nun Menschen Vorwerken kann, i* an« all« von Ende»do« ff »9tqm«Tfrn »orden. De« Gestbte» der devsschrn Jüdinnen aab Fra» E'se Dor - »itzer Dar» Rär»derz Lusdruck. Luch die jü"ilche Frau leider schwer »»ln der annse«it'sch«n Hochflut. Sie empfinde e« als Schmach sanderzleichen. daß »ir al« Mentchen zweier klaffe qedr»»d»rrkl »erden sollen. Lo »ir qeden und ftffjni. hören »>r llberaü de» geLenven Schlachtruf: .Der Jude wirb verbrannt-. Was »a» ans deale andichlel and antut überbetr>ff, die Zeilen de« fiafierfie» Miliejalker«. Unsere Rinder sind in der Schule da« Ziel ßs» «scher Angriffe »an MnkHälern und all,uosl auch ihrer?eh>er Staatsrat Loh». Deffao »erlunqk. daß der Ramv' um« Recht mit »^ianlkcher Würde geführl »>rd Der Kampf muß sich auf olle Wartete» im Judentum stützen. Jüdisch« Lrverlaedee und Lrb« t- »estarer lnüffea i» ihren Kreisen sür un'ere Id-e ffreriei. Besonder« »tchltg ist der Kampf i» den Lrdeileikresen. d,' den Lntilemiten stark »»»oiden »erden. Venn die deui'chen Arbeiter d^m ünlise- «itismu« verfallen, ist »»sere ftaaksdü'uerl iche Zrellung air« kch» rffe -eRhrdet. Der Kamps must destolb auch in den voMi chen P„re,en Okführl »erden. Immer »„der müff n die Juden >n den »olilffchen Waneieu, denen ste »«gehören da« Problem de« Judentum» aus »erfe». L s Iade» und al« Deutsche »ollen «ir männlich für unsere Rechte Umpfea. Dr. B r » d » j tz-Danzrg tzberbrin r der Versammlung den Dank a»d die Grstste der lsdisch," Bürger seiner Stadl. Rechtsanwalt Dr Haase-Berlin sfrlther Vasen) 'prach namens der Jade» der Provinz Posen Rachdiner Dr. Braunschweig,r» Appeln: C verfchlesien ift d»rch die Entscheidl.ng de« Völkerbunde« vom deutschen Heiinamitande «ch-etrnuu »orde», trotzdem die Loftimmang de« Uederzewicht de« depffche» Elemente« klar gezeigt hat«,. Tie Juden Tber*chl> ff'»« Faches ta dem Lvst>m»ung«fam:f ih.en Mann ge>tand'n. obwohl e« ch»e» nicht leicht gemacht wurde, sür Deutschland einzureeten. da ein deifpielsloser Terror alle die bedrov'e. besonder« a er die Juden bedroht«, die für Deukfchlmid eintraren. Besonder« qetäbrdei war d„ SleKZmq der Jude» i» den kleinen Lrten, wo sie 'a«i kre einzigen Vertreter de« deutsche» Gedanken« waren. -e-der da: b-ete L/veu »tcht das «'wa,ttte Ziel erreicht. Lu« Otoerschlrsien ,k ein vslnische» Oeschüft gemoeven: wertvolle Kuliurffättei, ,i1d>>chen?ebe--« g hen Dn«schla»d verloren. Der Zentraloeeein verliert glübe d, Crt«. «»pp». - Kein Jode in Schl-sten w^rd seine siaatsbUrqerl'chen Pßlichteo dem Staat evtz ehen, dem die No«wei'digf«t iü>n g «gewiesen »der i» ihrem herz» »nd der alre Gerü de« BeLle» und der Grrrchtiqleil weiter leben. Ll« Vertreter der Frontsolda'en sprach Dr. U i , a « > Hamburg Dte jllrisch» Krontsoldaiea. die mir Gut und Blut in schw rer Zeit de« Vaterland« dienten, empfinden di« antisemitische Hetze al« schwer H» Schimpf. Die antisemuisae Statistik der lü'isch'n Rriegsttil. »ehmer ist ei»e Fälschung von unglandl-cher Torheit und ffie-ertracht. Dm Zählung »ar »oa den Imtfratiteu für den t. November 1916 »«gezeichnet vorbereitet. Man beurlaubte d e ,irdischen Soldaten, sthrred fie ho»f oder schob ste schnell in die Eravve ab. um einen jldenrn»» Aro»tapparat z, schaffe»^ Gegenüber diesem Machw-rk spricht dir Statistik des Lusfchuffr flle Kriegsstanstik die eindringliche, ernste Sprache der vahrh-it Bon den 5>0Ü00 deutschen Juden stunde" 100000 l» Heere, davon 62000 an der Front Noch hSder «her würde diese Zadl beziffen »erden können, wenn auch alle die a»k die Randfrage härten annvor en (9m en. rer» Mund für ewig »erstumm« ist. Besonder» schmerzlich ist e« daß man auch die Loten rin must. Die jüdisch» Aroaksoldaien fordern, baß. ebenso »„ sich im Krieg Mit tkeib und Seele einiefeyt haben, auch heute der Kampf ums Recht mit der ganzen Bersogsichkeit g<sübrt wird Tann wird der Antisemitismus tvezaesegt werben von der Straße de« d»kschen Volkes auf d» Kehrrchthauien.. aus den er gehün. <Ststr»ischer Beifall.) Mineefchullehrer S t e r a »Kaltowitz bcrich'ete namens der grtzstt» Lnsgruppe »n Tberschltfien tief empfundene Uti t-ed-work, a» die Versammlung. Er schloß se-.ne LossÜdrungen die inteleffante Schilderungen der jüdische» Arbeit au« be» Lbftimmung«kagen bracht», mit der Bitte, i» kiebe ond Treu« der Glaudensgencflen C bedenken, die vom deutsch» Balerlanbe losqeriffen wurden Tann rach Rechtsanwalt Bruno Veil »Berlin (früher Straßvurg). B>n einer Ln,ah! Deieg'erten M'rde kol'e'ide Resolution ein» gebracht - ,Der Aeniraiverein deaticher Staatsr-urger jddischen Glauben» lchaart seit seiner Gründung die deutsch n Iakeu nn da« Ba ner de« Deu'kchtumt t^sn der treuen und trechigen E-süll^ing klar er .kannter vaterländischer Pfi chren werde i n t weder durch ölk' he Irrlebeen. nach durch ani>semi»'lche Droh ingen ober B schi-nvsllngen vn» abrrängen llffer. Zn dem un; ausgeiwu'genen L.wehrkampf um unser Vechk und unsere Edke. leben w r eine wertvolle u >d not »end ge deistung gag eich sür ii>„7 deu'sde« Baterlinp. dessen V! ederausrlchiung der M «arde » r'Ier ',!N'r Bürger S'barf W i tret m Schlier, gedenken w:r d-r E i du'ren de« Neiche» a^ Me, lchen u.^t Bindern, den staatteechrl ch v n uns geire-nien Mltbtlriern aller Bekenntniffe verfprech'n w:-' unwiudeldare Treue." - D>e Resolution wurde nnstimml i angensmmei. Zust',rat Brodnitz: den Lagen de« N:ederbrucheS in e« ein erhebende« Z ug>n« 'ür dr« deanche Vaterland, w e sich leine »inber zu lhm bekenne ■ Es ist le'chr >m »ci'gervecein p'tnotische Reken zu bal'en. Schw'rer. stch in unsere«!agen ,u einem gedeurte i Volke »u bekennen. Fester al« k tebe i t e k nulchen Z.'ke.' zu ihrem Vakertande und rum de»a«schen "otke L2ir w"ien e« m:t aller Entschiedenheit »nrUk. Zwischen' hichtler ,j :: s. Sr sind tiS bodenständigste tlemenr. tief verwerzel» .in den zwei ^-.lellen u "'ereS -ei>»« D-uii'chrum und Zudentun haibinhi>id in«est!,schl.sie>«kr Reihe, sieben w>r deutsche■< Juden ,u unserem Baterlande. Die Nachmittag«. 2 yung defcha't'gte fih zrerst nrl der Fioa-zberatung. über de Henri) N v t dl Sil b - Frankfurt r. Pi em eingehend « Referat erstattete. Sch -n :m S.’rjiö-f »t»ll'e e» sich heran«, daß der Tu ch ch'l'li-deiirag van Mk ss — d'n Lnsoidrrungen der Organisation „ ch; mehr enr^orid Die T.irch'übrunz geer,:kt,r organstat 'rischer Maß ahui'N war sehr sch »„r, we 1 e« an t e i gneten hauptamtlichen kilardettern «n der P'ovrnz f bl ir. De "niell.ing van Si)->d!.: >, \r r'a-ike-roecba Sri d tor«. wie Wichte d:'e Frage ist -San, L'.i>chla-,d mußt.- mit ri -ein ffev v n Sondikaien uber oaen Werder, kln geeii «?<>> Mikar'.vi'ern w rd et ">ch! ledlkn. da-4 ist >« eine und bii'gte N'iwenb: >tn«. ist au« reichende Besolkuna d e^ r Herren ,n s.-r,eit. d e o.'ii allen finairz„rle» Sorgen be'reik. fich ihrer idealen Aa'tade w>'iitm fontfii. Zm neuen Fadr» muß erreich, w-rden daß rro »opf und Ml'g leb o.»n kanb-'sver'andeti unk ^tiSgruop'ti nuntesteii« Ml. Üb) — a>',e bracht werken. T„»e r'e^stu-g erscheint nur aur den rft«' B ick auß rorbentl ch. Opfern d.'ch die Bergrrb.-i'e:;a:11 b Ml. — die Mitgliede? der L ui'chiia«io.,a!en .yin.'lutidrz ht'fklt.Veeda:ideS Mk. 210.— für idre Zwecke. Ter F-nan,bericht fand d:e allgemeine Z istt-ninung der Versamml inz au« der '.mmer wieder dei^nt ward . d \v, t-.t Lr/eit ru« reichend besoldeter baupiam licher Synd.c! das NSckgrat der Verwa.tung bilde > m uß. Sebr eingehend erört'rt avarke die Frage der inneren Mrfsion Da« cr'te Referat eestattekr -siechisaiiwalt Tr. Eugen Strauß» Lugrbuig Vom Stanvvirnkt der Frau beba^d U» F'au Henriette F ll r l l, - Frankturl n. M. diese wichtige Frage. Sie tarn ,u dem Ergebnis, daß der Lntil m't:«mu« uns zur Seloster,>e»>u "\ , cmqt. Sir muff n w„der er'eiinen. biß ,'tcht die Ehre äußerer Art. lonL'rn d.e innere Ehre un« z„rk. »crp»rtiche. geistige u>k fi >>iche Ertstchk gung unserer Jugend if) die wichtigste Lusgade Mil der neu n luk schen Iu^enbdeweiung. durch dt^ ..»am-r den". L-e .Blauweißen". desonber« durch den Zionismus, ist e n neuer Lu'^chwung in dir "eben unserer Iurend gekommen. Tie w>edeterwach„ ideale G,fi nung unserer Z qend ist der stärkste Faktor für un'rre Arbeit auf dem Gedrete der inneren Mifion. Tr. Z«mar F r e u n d. Berlin stell' fest, daß die biSberigen Maßnadmen auf diesem «Aediete versagen maßien. weil ste die »r-'i?e »lchk er eichten, in denen mitgeardeilet werken muß ES «nutz ver. sucht werden, gerade die Kreise z» erlaffen. d„ am jübffchen r'eden teinerlei Aniest mehr nehmen. Broschstren, welche da» Problem erörtern, müssen m irde« jüdische Haas gelange". Die Rabbiner m ffen sich in den Distnst der Sache stellen und v r allem die edrer. Denn e« nicht anders - gehr, muß de Zu eird ihre Eier» .'ziehen. D»n die Kinder ior Einfachheit erzogen w. rden. wird da« au» LaS Llt.ruhau« zuruckwcrk«', Ein bloße« Abwehr Programm genügt n-chi tür anfbauende Tätigkeit. L.r müssen m t Ernst an bi, Er« . ueueruvg deS Zud.ntunr« hrrang-he». Tie ley-en hundert Zavre! b'.den da» relia ole ^zbea drS Judentum; vrrarm'. e» wurde ad i gebrochen, aber nicht ajifg-baut. D-r müssen der Jugend Witter ein ie.iglö'eS Ideal gebe», nicht ein kaltes rdil.'sor'bischeS System, jondein ein warine«. lebendiger^ ludil deS d'e'oe:;. M t Ke e und Schwert. w:e unsere Väter vor zwe tausend Jahren den Tempel erbaute»,! müssen wir unsere Arhz,r leiste« «n Ausbau und ALwedr. j Unter de» TiSkisst n«r>-d:iern wnen d„ Ausführungen deS I Ehrrnv.'rsitzeiidtii de« Ze.ilcaloereii S. -seheimen Iilstlzrat Dr. Eu,e>r! Fuch». vau biso.idmm Interesse Äv.b er steh: aas dein Stand- ' punkl. daß die auS'chli.-ßuche Auwehrtatigkeit nicht genügt. Ter Zentralvere i, muß pafi ive Iudentu,nFpolltlt ireiven und stch ein farritl begonnen. D«r Klal'Derlay hat sich zum Ziele aeleLt. gute Werke auß den verschiedenen Aebleten der Nasnschen und neueren Literatur pädagogischen, populürwiffenschostlichen und belletristischen Inhalt« in moderner Autstattuffg zu volkstümlichen Preisen den breiten Kreisen des jüdischen Publikums;u bieten. Der Verlag verfügt über eine große jüdische. Druckerei mit Handsatz und Eeümaschinen und einen den Bedürfnlsien der Neuzeit mtsprechenden technischen Apparat, der es ermöglicht, die Uusstottung der Derlagsausgaben aus der Höhe moderner Literatur zu halten. Die redaktionelle Leitung liegt in den Händen des bekannten hebrärschen Schrislstelle''S Prozessor 6. Hurwitz. p»« pchlitilchutzl«»te». Ein praktisches, und man kann fast sagen, anmutiges Büchlein läßt Beorg Bormann im Verlage von Max Hesse in Leipzig erschienen. Es gehört in die Folge der Deutschen Dolks-Turnbücker und behandelt in knapper lehrreicher Form das Schlittschuhlaufen. In ll sorg« fällig durchgearberteten Kapiteln und an Hand zahlreicher instruktiver Abbildungen bietet der Verfasser einen regel» rechten Lehrgang dieses gefunden und wertvollen Sports, sowie auch gute Anregung zur weiteren Ausbildung über den Durchschnittslauf hinaus. Ern besonderes Kapitel ist der noch oft sehr schlecht gewühlten Kleidung beim Eislauf gewidmet, ein anderes, sehr beuerkenswert. der Beschaffenheit des Hchllttschuhs. Fast jedes Kapitel ist mit einem hübschen Gedicht eingeleüet oder klingt in ein solches aus. Doch liegt wohl der Hauptwert des Büchleins in der klaren Erfassung der Notwendigkeit des Sports im allgemeinen »nd des Wintersports im besonderen und der unbedingten Gsichllchkrit und SachverstLndigkeit des Verfassers. Dir empfehLen es allen jugendlichen Lesem. besonders solche», tz«k» Santtrn und Sport ohnehin Lebensbedingung find. Kapitän P dtow über das Zndentum In der Synzgsqe von Kleiup.'st fand ein jüdisches Kulturfest statt, zu dem ein überaus zzhlreich.'S Publikum erschienen war- TaS Fest begann, mit einer Nede des OverrabbinerS Dr- «>mon H evefi. wo auf Ludwig Szabolcsr ein dramttich-S Gedicht verlas. Der Kieinpester Oberräbbiner Dr. Lande widmete dem ebenfalls anwesenden Kapitän Pedlow eine warmempsundene Begrüßung«» ansprache. m welcher er besonders der Wohltaten gedachte, deren der Kapitän bie Kleinpester Armen int Namen des amerikanischen Noten Kreuzes teilhaftig werden ließ. Hierauf erhob sich Kapitän Pedlow und hielt folgende englische Rede, die ins Ungarische übersetzt wurde: ..Es ist der erste Fall seit meinem Verweilen in Ungarn, daß ich mich vor der großen Oessenllichkeit eingehender äußere und über das Judentum spreche. Doch tue ich cs. weil mich die Ehrungen, deren ich hier terlhastig wurde, ungemein warm berührten. Ich danke hiefür nichi nur im eigenen Namen, sondern auch im Namen der Vereinigten Staaten und des Roten Kreuzes. Ich achte das Judentum in hervorragen-em Maße, namentlich wegen seiner urültrn Gesetz*, seiner Ethik und seiner religiösen Ivee. Wenn das Judentum irgendwo einer Verfolgung ausgesetzt war. so geschah dies meiner Ansicht nach nur deshalb, well sich einzelne Iud.m vom Ptade der uralten jüdrichen Gesetze und Gebote entfernt hatten. Ich bilte £■«, seien Sie stolz aus Ihre Ahnen, auf jene rellgiöse Kultur, dte der Welt einen Moses, einen David »nd einen Salomo gegeben haben. Vermeiden Sie. materiell zu denken, beten Sie niemats das goldene Kalb an und errichten Sie sich keine fremden Götzen in der Gestalt von irdischen Gütern. Und rch füge hinzu, was ich in der unganschen Iudenheit auch bisher in so großem Maße wahrgenommen habe: Seien Sce gute Patrioten und lieben Sre auch fernerhin unerschütterlich Ihr teures Vaterland'. Die Festgemeinds nahm die Worte des Kapitäns Pedlow mit tiefer ErgnssenheU und großer | «Wftrnma auf. Programm schaff,li. daß lief veranker» ist iw Deoi-i-rui» o»d Iade»iv». Iw Namen d'r Iiivnd des Zeniraloereins verlanate Herr Brsdniy jr die AufH,llu-a eine« > ofitiv jüdisihen Lrdeiisvr». zraniine«. Tie Jagend kaon unmöa ich auf die L wedrart«» deiweänke». Sie ver'anq» ideale Li.'.!aben. er> e Delianfchauunq Er b> l>'i starker a!« bisher, auf die ^uqenb Ri-ckstchi ru ueh»» w Uhe d>e Zukun't der Zei-rralverririebestridun^en dar'ielli An diele 2rö,teru"ren >chl>?ffen sich t« VorfiandSwiblen. bei ffic: d.'i biSben I, Bon'l-Nd nh-zu nufumn». wlkderg wahli »Uid«. -v^i« >-in,k Ti. Max Na um ann nahested«ntri. -,»«. ti keinenn Ui-lerstlitz.-na d. ward« D'. Paal Rarhan anzrziissrn. dem dir r ersaminlun.z 'psnian tbr Venratien ausdiückle. X r Zweite Berbandlunisiaa wukde vom Boifitzenden'ml! einer Mineiilittz Uber die Ksnstilaieru-g de« Vorfiivde« rrtff -ri der zum eisten Bvifitzeiiden Iustizral Brodnitz zu deffev Slelloerlr-tee Dr Paul N a l d a >«. Ivstizrat Sonnenkelb und Baiiker Ernst Ütallach. z m qrfchätiFfübrenden Vcrstandsmirglied Lvndi'us N.'Lrsaiiwili Holländer gewählt trat. Lr. Herzfeld äffen >p,ach lirrr die Pfamra ien Satzung«. anderu:,,en b«.- nach den Borfch'azen des Haur». onstande« ange ttemin^li warben. Ein lebende Nefer'te über: ..M»ket u-d Dkl, zur Eulzif'unq der Besolkerui'.z ojh oaß u»d ©jturtril qegen dir Juden erfi.>lel» Pro». Tr. Julia» G o l d st e i n - Tarmstabk. Nabdinee De Feii« «8 o l d in a rc ii l'erp ,.z und Tr MixKalnzec Arautfiin a. M- L:e an'chl eßente Debatte er.^ab wertvolle Eraänjun-z'vorkPlLz« zu d.n AuS'udrun i<*n der Redner. I» der Nackimn« igStitzuna erl.akle PincuS-He-ldstn daß er nach den B-.'rkomnissen deS letzt» -N-ch:n >aies v?n dr sta»man:-fche» Richiung «drück. Tr. ^a ro -Ber'.i» brachte nachstebenbe Rrtoluiien: Tie Nau» manniche vtr». d»u > w>:b als überfiMfig bereich, rl. weil da« nattan l ceuitche Ideal im Z.'n'ral'k-ei'i lebst vertreten w,:d Jede «Sr mein'chaf« m«r de:, Nati^iial uaeii und den Zionisten toll al» unser e:»vrr nur den Satzungen des ZeniralvereinS ad.ietedn' w rden ". Tie Re'ol,«lo:i w:rd.' mit au» gegen 6 Sunimen unter dem Beifall der Ve taniinlung abze e mt. Tr. F o e ' d e e Breslau bittet, de» Zi-»-'«»»' v,» R»u«,v» fich f l ff ji üb rl ft» dim t e>»e unatz'snvg Ml» »rw riß rr» wög.'ch ,n. ver z»ei - de. L» erlichfrll or-to n Tr 2 o d n - HilbeSdeun wüni vl stärkere Heranziebnq der Zuzent. — R otendeiin»»onlzs»-'rz wü-ich! ein Zu'ammenarbriien mit de i V-Utssch.n Par'eien. Er will be'anbeiS die Palrei'unkiisnäre informiert w.sten und vertanrt en Zuaeichdezernal de, der t'eiluna in Berltn. belandecem I,:-reffwar die LuSforache über die innerlüdss tzrii Fragen. t>e ei» Referai v,n Dr. A l « r a n d e r . Krefeld einleiteie Er be'chätil,te ssh zunächst m» der ' a:L tina-Arbeit bie a:ch von den Mi g re'r n des ZeniralvereinS nrchl verneint werden akn-i. für dir ste ,-baL nur al» reliqioteS und philaniropifche« Problem 'N Frage kommen kann A s der natianaie Ldaraiter der Arbeit starke' in den Parderurund trat, mußte der Per tq a « lsicher van b r Arbeit Drückt «r.-n. doch stebl e« jedem Miez „d. auch ,ed»m Parsta idSmilPied. a>S Einzelpenon frei. u..ter Währung de« deutsch, va'erländiichen ^tandoankteS »ach freiem Ermessm sine St lluag oiee ,u nebmm An dem Ostiudenorabiem ist der Zrntraloerria »ich: vrrdeifgr gen. weil bie'e A veir eine lüv.tche Pfl.ch» ist. Durch Initiative des Zenkralverems ist löckO das Lkdenersürsorzeamt eiilstaiiden. Aus aller Ü>di. Die Legaiificrunq der jüdische» Vw'^ratio» aus Lowjerrußland. I i Kopi'.o fanbfn in der letzten Woche Besprechungen strt't. die zu e:ner Uebcreinkun't von weittragendster He deutung tur di> k!?.zelung der jüdischen Emigration auS Lvwjetrußlgnd führten. Die Litauische R-'gieru'tg. vertreten durch den Mi"ifter deS Innc-n SkipitiS. den Minister sür jüdische Ange» legenheiten Soloweltschik und den Vertreter deS Land« schuytNlui'leriums Hrtgrdechef MerkiS einerieits und bie Reprä'e-ttanten de; Ec-'kilti'''Komitees der jüdischen We 1» hütsko i'k'enz die He,re» 5 Roten bäum. PräfiSenl deS jüdlschei Ril'o-iairnt -I t.i L't,l,en. Reht;anwrlk Dr Klee, Her!'» M Kceintn. Mo»k.:-t. X'- N. Kowalsktz. N w 7) - k. Recht-ranwrlt Dr. Leo Gläier. PtriS. anderer' ieits. hiven einen L-rtrag abgeschlossen, vessen Inhalt wlr ^lgenbes entnehmen. \ Nach diesem Vertrage gewährt die Litauische Regierung denjenigen jüdischen Emigranten ungehinderte Einreise nach Li'auen. deren Ausretsc dre Jowjetregierung. mit der ebenfalls dauernd Verhandlungen geslihrt werden, gestattet, d. h zunächst vor allem den nächsten Verwandten in Amerika naturalisierter Bürger. Es sollen in Litauen alle Einrichtungen getroffen werden, die genügende Wahngetegenheit. die nötige sanitär« hygienische Hilfe und nötige Verpflegung garantieren, um; eine geregelte Durchwanderung zu ermöglichen. « Auch in Bezug auf dir Erteilung der erforderlichen' Viten und Leg tim itionen find eine Reihe erleich'ender Maßnahmen getroffcn worden. DaS Exekutiv'Komitee übrrnimint eS. der Litauischen Regierung jeweils die Listrn der E-angrantrn vvrzulrgrn, die sür die Einreise in Aus» sicht genommen werden Abschcii't dieser Listen wird die Litauische Regierung ihren Vertretern in Sowjetrußland und in der Ukraine zustell-m mit der Anordnung, den in die Liste eingetragene» Emigranten die erforderlichen Visen zu erteilen. Mi' dem Bau der Baracken. E,nrichtunqen u a m.. den das Exekuliv-Komitee der jüdischen Wetthilsskonierenz übernommen hat, soll tunlichst sofort begonnen werde». D^e Registrierung der Emigranten ist auch bereits in die Weze geleitet, so daß zu hoffen steht, daß im nächste» Frühjahr eine geregelte Emigration über Litauen ihre« An'ang nehmen wird. Tie Haltung der Litauischen Regierung, — der Minister des Auswärtigen Punzkis erklärte.'daß es ihn freue. einem völkerverbindende» Werke der Humanität ' zu können. — wird nicht nur den jüdischen Eui zu Gute kommen, sonder» auch ihre Wirkung; I titauisch.jüdrsche» Beziehungen nicht verfehlen. 'w^ \