Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 22 (10.6.1921)
- Date
- 1921-06-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22. Seite 6. fische VolkSzeitung. 10. -uni LSLl. Ae»tzer»»g »er G»tte-tzie,ß<r»»»>ß i» »er Neueu £»Uf*ge. ,1n der Neuen Synagoge ist im Minier mit Rücksicht auf die Kälte der Gottesdienst am Sabbath dadurch verkürzt worden, daß derKaddisch vor dem Muffaphgebet, da» Enkelohenugebet und der Umgang mit der Thora abgrschafft wurde Nunmehr ist der Sonnabend' Eommersahrplau wieder eingesührt worden und da« Enkohenugebet und der Thoraumgang, nicht aber der Kaddisch vor Muffaph wieder zu seinem Rechte gekommen. Hoffentlich führt de« Sommerhitze in der Sqyagoge nicht dazu, daß die Abschaffung der alten Gebräuche wieder von Neuem notwendig wirü. Oe. Schl. Ii»e#f*fl. Hm 58. Leben-iahre verschied m Merlin plötzlich Herr Fabrikbesitzer Td Lvwenberg Herr Löwenberg hat m rastlosem Eifer sein industrielles Unter« nehmen, die Berlin-Botngwalder Metallwerke. Löwenberg A..G. au« kleinen Anfängen emporgefuhrt. Mit besonderer Trauer verzeichnen wir diesen Verlust. den da« Iutentum 'durch da« Hmscheideil des H. Löwenberg erleidet. da er als Vorstandsmitglied Mischer Organisation nen im öffentlichen jüd. Leben eine bemerkensweUe Rolle spielte Auch in Bre-lau besag H. Löwenberg viele freunde und Bekannte, ist doch leine Lebensgefährtin b:e Tochter de« Herrn Radb. Tr. Rvi'enthal s. A. für »»sere Klciuea". Am Mittwoch. den 6. Juli 1S3l. nachmittags. findet im Bürgeipark Krietern ein .Kinder- und Spielsest' statt. Neben turnerischen Vorführungen und anderen „seinen' Sachen hat da« Komitee ein paar sür die Breslauer Jugend noch unbekannte und btex überhaupt noch nicht vorgetührle Programmpunkte vorglfehen. iDas werden wir un i- Akt sehen! 2er Setzer.) Auch 'ür Leckermäuler und unruhige Tanzderne wird Vorsorge getroffen. - Am Abend desselben Tages findet ein .Sommerfell' sür Zionisten aller Schattierungen mit Tanz. Lampion« uiw. statt. Preise sehr mäßig. (Für Jugendliche nachuilttag« 3.— Mark, für Erwachsene zum Kinder- und zum Gartenfest (abend«) 10. Mk.j Bar-KochtzO. Lu dem am Sonntag, den 5 d. Mrs., stattgesundenen Slanellaus . Ouer durch Breslau' vertrat der Jüdische Turn- und Sportverein , Bar-Kochba" die jüdischen Farben und konnte im Hauptwcttbewerb den sechsten Platz belegen. An dieser großzügig angelegten Veranstaltung beteiligten sich 45 Mannschaften. Nicht orientierte Kreise haben sicher erwartet, dost die Mannschaft de> .Bar-Kochba" noch bester abschneider. würde. Kenner beurteilen die Sachlage anders. Nach einer schweren Krise innerhalb de« Verein« wurde eine Neuorganisation vorgenommen, die bi« setzt noch nicht in allen Teilen zur Durchführung gelangen konnte- In Anbetracht dieser Umstände kann die jüdische OefienlUdkeil mit Stolz aus die Vertreter der jüdischen warben blicken Vi»j«» HäLrez. Einer Zuschrift der Breslauer Ort«« gruppe de« Binjon Haarez entnehmen wir, daß an Stelle de«^zurückgetrrtenen Herrn Rechtsanwalts Dr. Galland Herr Dr. Malter Steinitz den Vorsitz der Ortsgruppe übernommen hat. Herr Rechtsanwalt Tr. Galland gehört weiterhin dem Vorstände an. Gedenket der Jüdischen Kinderhilfe Die Pläne Ruthenberg«. Mitteilungen der „Jimf«". In einem Artikel der .Times" über die heutigen Derhältniffe in Palästina wird folgende« über das Ruthenberg sche Elektrisizierungsproiekl berichtet: Ueber die Pläne zur Ausnutzung der Wasserkräfte Palästina« sür Bewäfferung und Kraft durch Vorrat«' reservorre. welche von Herrn Pincha« Ruthenberg. dem früheren Poll;eic:es der Kerenrkq-Regierung, einem russisch' jüdischen Ingenieur von großer Energie und Klugheit, ausgearbeitet wurden, ist folgende« zu sagen: Herr Ruthenberg hat die Genehmigung der pvlästmensischen Regierung und die nötigen Gelder für die Nutzbarmachung de« Audschastuße« bei Jaffa, für die Bewäfferung der Orangen» gärten der jüdischen Kolonie Petach Tikwah. für die eiet» Irische Beleuchtung Jaffas und seiner Neustadt Tel Awiw und sür Kraftzwecke erhalten. Es bleibt nur noch zu entscheiden, wie die interessierten Gemeinden an dem Pkün teilhaben sollen. Von weit größerer Wichtigkeit aber ist ein Plan für die Nutzarmachung der Wasserkräfte de« Jordan, wofür die technischen Einzelheiten und allgemeinen finanziellen Pläne von der palästinensischen Regierung und ihrem technischen Sachverständigen. brr Iodn Snell, genehmigt wurden. Ter Plan zerfällt in zwei Lefte. Im ersten wird oorgeschlogen. ein Stauwerk, genannt Kinereth-Damm. am südlichen Ende de« See« von Galiläa (Kinerethsee ist der hebräische Name) al« ein Hauptreservoir für ein Zentralkraftwerk de« Jordan zu bauen, da« in der Nähe von IiSr-el-Mezami errichtet werden soll. ES wird angenommen. daß die« 100 Millionen Kilowattstunden jährlich ergeben wird. Diese Kraft soll benutzt werden zum Pumpen der Bewäfferung. für elekrische Licht- und Herzzwecke, sowohl öffentliche wie private, für industrielle Entwicklung und mbglrchenveise auch für die Elektrifizierung der Eisenbahnen. Ferner soll zu BewüsierungSzwecken ein Kanal erba.ft werken, der sich am Fuß der Hügel westlich de« Iordantal« entlang zieht. Wenn die Derhältnrffe e« zulasten. soll ein Parallel Kanal an der östlichen Seile de« Iordantal« angelegt werden. Der zweite Teil de« Plane« umschließt die Trockenlegung der die Malaria erzeugenden Sümpfe de« Huleh» jee« (die Waffer von Marom), und die planvolle Bewässerung der dadurch gewonnenen 50 0^0 Morgen. sowie die Konstruktion eine« Kraftwerke«, um da« Gefälle de« Jordan zwischen den beiden Seen (fast 700 ffuß in weniger al« 16 Meilen) für Krafterzeugung auSzunuhen. Wird dieser Plan verwirklicht, so wird dadurch da« Niveau des Toten Meere« finken und auf diese Weise ein Teil seine« BetteS freigelegt. wodurch, wie man glaubt, verschiedene Chemikalien in lohnenden Mengen gewonnen werden könnten. Auf den Einwand, daß die Wallfahrer durch die graße Abnahme der Iordangewäffer enttäuscht sein würden, erwidert Herr Ruthenberg, daß man e« ein* richten könne, den Fluß während der kurzen Wallfahrt«» Periode wie früher stießen zu laffen. Denjenigen, welche bezweifeln, ob Juden rmstande sind, in dem tropischen Iordantal zu arbeiten und zu siedeln, weist er nach, daß ein Teil de« Tale« bei Beisan mit großem Erfolge von Juden bearbeitet wird. Andere Bewäfferung«- und Kraftpläne sind in Vor» berkltung. jo die Nutzbarmachung des Litani iLeorrte«) sür die Bewäfferung von Galiläa, die Bewäfferung de« öst. lichen Teil« de« Iordantole« durch Reservoire, dl« am 'jjarmukfluß und im Wa^Zerka (Jabbok) errichtet werden sollen, aber ihre Ausführung ist von der künftigen politischen Entwicklung abhängig, betreff« derer niemand etwa« sichere« sagen kann. Herr Ruthenberg schlägt vor. die Chaluzim. die in kooperativen. Arbkitergrupven zu organisieren, von europäischen und amerikanischen Instrukteuren zu leiten und durch eine Arbeillrbank zu unterstützen wären, bei diesen neuen Arbeiten zu beschäftigen. Er schlägt aber gleichzeitig vor. auch den Arabern jede Chance zu geben, au« seinen Plänen Vorteil zu ziehen und glaubt, wie viele andere, daß der Erfolg sehr zur Herstellung wirklich freundschaftlicher Beziehungen zwischen Juden und Arabern beitragen würde- E« ist ihm bereits ein großer Bettaz de« für feinen Plan erforderlichen Kapitals zugesagt worden. Inzwischen bemüht sich die Zionistische Organisation ein große» .Gründung«»Darlehn" zu Kolonisation«» und Entwicklungszwecken aufzubringen." Zur Beachtung! Die zuuehmeade Ausbreitung unsere« Blattes veraulatzt die Lchriftleituug, dt« Sprechstunden auszudehueu. Der Dchristletter, Herr Robert Lpitzer, ist außer Lonnadend, jederzeit »»«er Ring iVi tLilienseld) »der ChU 736 (Nathan) zu erreichen. Familiennachrichte». (SNitieiluiigrn au! bitn?rfcrfrri<r flrtl Vecr»iß>»ge». Friethos üosel: an, l •; ^rasjilla €&m. «Betlmerflc. 19, Isidor tfubtitlfi, Reuborfsir 77. am 2. 6. kesier tfeuaurm. garuiöftr h. Victor Jfaro, Erünstr. 42. am ä. 0. Star t'andSberz, Brandcndurzcrsir 56. üolhar Seivmani-. Mariannrnsir 21, am 6. 6. Heinz Isidor §turm. AntonienKr. 14. 1921 f«U»>rr M81 mct^eteilt ccn Xr.' Heppner. 1 Vschrniaz; Eabbaitz. Thorastrapbeienahschnin ScHilt 11 . 5 12122 iL0v H'n «srataav- IV. M. IM* Hoa.21-“ Perek VI \ Sanntag 12; b Ganz Halle!' ITlantofl 13 7 myi2y tut UIW - Ijbl-TllliW1 *) Zndalr der Tidra: Zahkonz aller sircichare« Msr-ner vom 20—50 1'edenSjable. Ti« fagkroidnanz ^«htvoq der keviie» und Lrstgcborenen. üebertrazung dc« h. Dienste« von den Erstgeborenen aui die feottes und Tienstordnung bectelben. 10. 0i»att 1641 geb zu Tworoq der gelehrt«. früh. Rabbluer und Prediger becPolener «Seineinde Pros. Tr. Philipp Bloch. Bers zahlreicher vorireiilicher Werfe 11. Juni 190‘j starb in BreSiau Dr. Sie.zm. Kränket, orden». klcher Profes>or für femitiside Sprachen. Drod nnfc Vertag: S. f i l i e n | e l b (Iah. Tun Brahn), oeraui»ottlich für den Inhalt :Boberi Spitzer, beide ü» Breslau B i 11 i ge St r u m pftage bl« Souunben«!, IR .Tuu 1 D.m«n«trumpf Ä', "„•J}“' 4.»° ‘“'„lÄJSr*" B«l(ftmrrlff s;“«“;;, 12.86 4 f~\o/ Mdanflor;i*n.5:!J; 24.*s I W /0 M. Metzner & Co. 8rMlau 5 G«rt«n*tr.53 66 (L^ebichhaus) SEIDENBAND UND STRUMPF-HAUS ,r.D3 1*5* H!Da« t D il^1; I jpf * 5 li ^sr| » j — "* m O » t 535 1 | Ijt3 ff I «33 5 3 S- Dtc Mitglieder unseres Vereins laden vir?ur d«neralvenuunm lang »,f Dons«rtUt, den 16. Juni «bd«. 7 Uhr in den Kinderhort, Sonnenstr. 25. ergebenst ein. ' Ttgesordaung : I. Berich! Aber d.VereirwtiHgkeit d.jshre 1019/20. j. OenehmJeung der Jahrevechnung und Knt* lutug aes Vorstandes. J. Nenvahl des Vorstandes uuj.Rechnungsprüfer. IliOrgtnn ind Kinderhort Tmlilrnr JU. fnm 8. V. 8r«lu. I Photographla Samson & Cio. I MpiMatl *0 Toi. »«Mg «SM I Aufnahmen und V«rgr66«rungen I to wdira^ «mOMwi t« to«p>i I PaBbHdar i. 2 Std. FahrstuhtbanOtiung I ]nseraten-F\n nähme ■ ta Mittwoch nachmittag 3 CJhr Bankhaus Hermann Loewyl Brestaul SchloBstr. 3 zwiachan BlOcharplatz und Karlstr.) | Talafon Ring 7667. 7668. 7689 Talagramm ■ Adraaaa : Loawybank \ Poatachackkonto: Bratlau 240 Girokonto : Ralehabank tn unserer Gemeinde at die Stelle eines Kiltnsfamtii If durch einen seminaristisch gebildeten Lehrer zu besetzen, der die Punktionen einesReligionslebrer, Kantor u. Schichter zu versehen bat. Das Oehalt betrlgt einschliflil Teuerungszulage.Mk 15.000 - Beverber.norReichsargehörige, velcbe d. I.ehrerprüfung bestanden hab, vollen Bewerbungen mit Li benslaufu Zeugn-- Abscbnften alsbald einreichen. Oela L Schl , den 1. Juni 1921. I« (will! I« JintHtiimiiii G. Toattu. fVVoi Znaeriert MTolkueltang D