Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 18 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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6ctU , Xi. 18 ZLtilch« BrMjkivulg 13. Mai 1921. rJt ■ Der Beth-Din in Berlin abgelehnt. A» der letzten Repräsentantevversammlung knüpfte sich eine lebhafte Aussprache an eine Petition de« Neuen Jüdischen Hemeindeveretn«. der die Einsetzung eine« Beth'Din fordert. Ter' Antrag wurde von Herrn Dr. Löb (Jüdische Dolkspartei) vertreten, der aus den Unsfchvßverhandlungen mitteild. daß die Ma,'ori:ät den Antrag abgelehnt habe und auf einen Dernüttluiigsantrag de» Magistratsrats Dr. Neumann, der die Anhörung der Rabbiner über diese Frage wünschte, nicht eingehen wollte. Die Lolkspartei. kür wftche der Recmer »prach. fordert trotz dieser Dorvethandlung die Snirrchtung eines Beth-Din. da« einer religiösen Vorschrift entspricht. Ta« Beth-Dtn wurde bei Beginn der Emanzipation-Periode in Berlin abgefchaftt. während r« in anderen deutschen Städten. z. Bin Altona, noch bltz zum Jahre 1865 unter dänischem Einfluß bestanden hat. Tic jüdische Bevölkerung hat ihre Streitigkeiten vor dem dur^t'.lichen Gerichte auSgetragen. Während dies bei den Wcftjudcn ohne allezu große Schwierigkeiten möglich war. haben sich die Verhältnisse durch die Einwanderung aus dem ^sten «etndert. da die ostiüdifchen Glaudensgnivft'en .gewöhnt flnd. in Streitfällen das jüdische Gericht anzuruie. Zur dies« Kreise mußte da- Beth-Din wieder .^esckaftin werden. Es äst für den deutschen Richter schwrer:.!. >i.r, in den G^ft und die Empstttöung der Ostjuden f?nz:ftühl-n. Gegen den Einwand, daß die klagenden Parteien .sich dem Urteil de- Beth Tin evtl nicht unterwerfen wurden, ser geltend zu machen, daß die klagenden Parsiicii v.'r Anrufung diese- Gerichts erklären können und tiflArtn müßten, daß sie da- Urteil ins für nt. als rechts« verbindlich ansehen. Es ist dann nach gelle.dem Neckt Möglich — ebenso wie d es vielfach bei Scki.'.'.p'rickleu der Fall ist — die Eiftscheidun-ien endgültig y\ trcrrm. In Handel nnd Industrie sind derartige S.i.nl-rg.'nckre sehr beliebt, weil ste schneller arbeiten und ihr ft.ckkundiges Jnlerefle eine gewissenhafte Bearbeitung gewährleft'.ct Tas jüdische Gericht ist ln Altona auck. fetzt w:cvrr zuerst eingerichtet worden: die bisherigen Ecfah: ungen sinv durchaus befriedigend. Tie Autorität der Gemeinderabbiner soll durch .die Schäftung des Beth Tin kemesiallS geschmälert »erden, ste sollen vielmehr — mit Ausnahme einiger ultra radikaler Herren — ,m Beih Din sitzen — Herr Dincut (lib-j will den AuHsührun..en de; Vorredner« eine gewisse Berechtigung nicht vertagen, kann aber al. liberaler deutsche: Jude kerne Notwendigkeit für e-.n ständiges Bcth» Din zugeben. — R«htSonw-lt Stern (Ub ) glaubt, dost.vom juristischen Standpunkte, falls be:de Parteien bas Urteil de» Beth Lin als rechtSverbinvirck vü'.her auelkennen. keinerlei Schwierigkeiten entstehen können. Außerdem ift iu Berlin die Möglichkeit, ein jüdisches Gericht zu finden, seit langem vorhanden: ans den drer konservativen Gemeiuderabbinern. den Rabbinern bür ':-bventionter'en GemerndtN und der Adas Jisroel töi.nen ieoerznl Defti- Dins gebildet werden. Aus luvi'ch poltt.'cken Gründen sei die Schäftung eines Bnh Ti.r in Berlin verl.ä:t.^.moo'.! — AmtsgenchtSral Halle gibt £*ox daß das Beth-Tm nne Aue.'.alrm^t^llulig fir. Juc-Ut schaftt. für rtnscre l^laift-etrH. euosien r:lt als Ofututic Staatsbürger das deutln,c und :ua.t c.iv iitau.iiC Die Recktlpreckung nach ju.'n'.bein wncke r>ns iamcic Rechtsbeugung bedeuten Tic lllai.v>uer in;' al.- Schi..-.-' ■ rechter ungeeignet, wril ihnen die Kenntnis de« Recht« fehlt. — Dr. Klee lJ«d- Volttpartei) wendet sich gegen den Vorredner, besten Ausführungen eS ihm begreiflich machen, wenn man in der breiten Orffentlichkeit von einer Weltfremdheit der Richtung spricht. DaS jüdische Recht bat eine Entwicklung brs rn die heutige Zeit erfahren; die Rabbiner find autorisiert, nach jüdischem Gesetz rechtzusprechen. Ter Wun'ck nach Einrichtung eine« Betb-Tii, werde auch von erner großen Anzahl deutscher Juden! geteilt. Auch er schätze den Pflichteifer und die Obiekftvität des brutschen RrchterstaudeS. deck gebe es auch Richter, welche sich in die Mentalität judi'cher Parteien nicht rin* finden können. Er mterstrerckt bie Derzflichtung beiker Parteien, vor Anrufung des Bell) Tin besten Uiteil als rechtsverbindlich anzuerkennen. fodaß eure Austragung dieser Streitigkeiten vor dem ordentlichen Gericht nickt mehr in Zroge kommen kann. Das jüdische Gericht rst ein obligatorischer Bestandteil jeder jüdischen Gemeinde. Rechtsanwalt Stern hake richtig bemerkt, daß in Berlin berens die Möglichkeit b.steht. ein Beth'Tin zufommenzubringen. denn in der Tat werden m Berlin täglich zohlreicke Urteile gefüllt, aber viUfach von. Männern, deren Autorität niemand nackgeprüft habe. — Magistratsrat Tr, Neumann nimmt eine vermittelnde Si.lluug ein Eine Erörterung, ob das deutsche oder jüdische Reckt bester sei. gehört nicht zur Lacke. Es ist Pflicht der Gemeinde, denjenigen, welche eiii Beth'Tin wünschen, Diesen Wunsch zu erfüllen. Er bttict, den Gememdeooriranv n« veranlassen, mit den Rabbinerl» rn ei.tiprechende Erwägungen ejnzulrclen. — Herr Plotke tirb.t macht gegen das Betb-^)jn geltend, daß es notwendig ist. der Allgemeinheit za bew-nsen. daß die Streit!.'',leiten unter Jaden völlig harmloser Natur sind Es gilt, hier der LegendenUldung vorzudeugen — Repräsentant M. A Locd (tont.) tritt energisch für die Schäftung eines Bckh Tin ein. Seine Partei wird sich mit der Ablehnung des Antr..ges nicht dernh'gen. sondern immer wieder a.'.f dre Einführuni diese, wichtigen Einrichtung drängen. Ter Verein zur Erkaltung de« überlrefeNen Judentums vertrete fcipfe >oiteru»g bereits seit langem. Bei der Abstimmung wurde sowohl der Antrag der Jüdische« Volkspartei als auch der Vermitrlungsantrag Tr. Reumanns abgelehvt. Aus aller Welt. 200 000 hriuiatlost Jude». Kowao. Aus Rußland sind in tauen nngciahr (X)O lUdifcke Flüchltittge eingeiron-,,. Dre meisten non ihnen halten sich in der Stadt Kowno aus. Im Hasen von New $)orf sind im ANonat März 18 000 (smigrantru anS Polen, Bitanen, ftiumnnien und Beftarabien angcfommrn. G«t»L. Der twfaf Obrrra«6t»<r, Boziori U f t r 1, «et ttcfri di« jtttHfn Direktoren der hiesigen Großdanken zasa»Me»- qerufe«. und ist«» euLri»zllche vvr-LlUmgen wege» re« Ue«erh«äv. nehme»« de« «hiLu« Sch»«d»s io BanSrersen gemacht Die vertrmmlvng halle ,i»e» Üderau« erfrnrUchen Ersatz. Die Danke», deren «enreter eiuzekaden war«, tzeschtoffkv. von n»n «a ihre Bureau« an Dabbai und Hedlagen zu schl>e«»n und ihren An^edelltea vollkommene Zabdakrvhe zu gewähren. Ae» stört. Zusolqe dem loebrn verefienttrchren I^hre«denchte ber jüdischen aarrkuliurellen Äeselltchaf, ,n den vereinigten Staaten befinden sich gegenwärtig >n U S «. 5/xiX» illdisch, ,Farmer und AUerfiautrklbende. tic über eine Mi^ion Hektar amerikanischen Bad»« leidst bestellen. $o»a?rft. Dr. t^udw'g Blau, der Luekior der D'anz-Iotes- Nabdinerdildimgeanstalt. volleiidcie am 4pnl da« fi«>. k^emljatzr. L:z Schüler unterer ihe.tog'schen Hochschule bat er den Geist der un ibr tebrenden oerew-a>e« -oben 2)i.rin: vloch Wikyelln Lacher und Tavie. «ausmann 'N sich aukzenoiiimen Im »eite» llnitrene l:e'e« tfiediele« qidr e» kaum «üi ^eld. auf dem Blau «ttch: Bede.-reeide« gefchasten bäkie tpserch berosrrageifl oks Bibelkentier und!alinud,tt. al« Auliurhiftoriker und Geichicht«for>cher. deckt er >n innen zadtreichen Serken die tiefen inneren Zusammenbänge zmi'ch.tt kud-'chen« und auverlüdüchem Denken. Iü^en und?eden auf u..d bewe/si iinwiderlealich die Wahrdrit. da« da« Judentum durch seinen ed!.-,'. klag^chen Üon'ervati«!nuS aosdavenbk Arbeit geleistet bat. die?/amen enki-rer msqen errväbnt werden. Zur Einleitung m die He-l. ,e Eibiiii. taS aliiübische Zauberwelen. Ltvkium zum alibebcai'chen ^i:chw!teii. Br.eie und schrillen de« t'eo von Modena, masforeii'che lliirenuchanaeu D«e klldk'che iLdescheidung und der jüdische SLeidedries. b avyn und Talmud in .^z.-nseisi.)er B,leuchU,ng: naiUrlich j' ti auch t;i der Landessprache, in besonderen Lu«goden. Dieke <Arai,tI>chk--'s. turchdrin:ende riklck'Lärie und mathematr'che >^enL!iizkril kennzeichnen die».- Tarstellliiigen. die dem i'eker keinen kleinen t«i,nuß die en Tade> bar ^lau vielen luench-wifienschakkllchen -rachbla lern im Hui'.v tr m len vet'luelenstett Disziplinen wichtige und au'schlußreiche Veuraae iel>.-ser' 3cit Leo, Iabre 1H01 ret,qi,Je er die von LSitbelm wacher und Ie>'ek Van>-rzi 1**4 gegründete e'nzi .c ,ttdiich wissen'chatlsi k^ .jeilichrikt n tiniarn- Magyar- Z'ilo Lzenile I Die Toten der Woche. i Rabbiner tzalpern. Am Montag, den 25. April starb plötzlick der 1?odzrr ürabbtner Mvtct.b Et'.'.hu holpern. Ter Verstorbene ftand im 4st. r; usiahre. mar Seiliiabgeordlnter von Lodz und einer der 1 k'ah'g''tc;i Politiker der polnischen L'tlbodoLie. Er stand an der Spitze der Aguoah-Bewegung in Polen und »uhrte gem,i ia.n mit dm A'siMlla.it.n einen rucksichtssviei« Kamps g. en Len Z-omsniuv. Bei der Elntragring in kii ^rste der Sc,mabgeorbi etcn erklärte sich der Vel» storbene als zur pvlnttcken Nation glhvrig. An seine r-telle uutt nack '-er Wahlordnung Rabbiner deiner au« t?sdz av'. V ite krr angesehensten Rabbiner Polen« eilten zu fe:ner Be.'.dignngsseter. Während der Veeedlgung warm in Lodz last alle jüdischen (ftesckäfte geschlossen, nnd TouiiNdnon Juden begleiteten ihn aus seinem lickten Gang Pr«f. Evgar Z«ffe. In München ist der Volk--wlrtschri!slihier E cg a r 'affe im Alter von 55 fahren - - ' * nnn Kurt Eisner eingesetzte stipr»!taft<!!. T»S jüdrtLe k t.t IilNiaNi'.' zvr >5>nb.-r.>kin'a nv.'ck« -'rtpr cknng kk' I-r. «iutzlai't. .',u tir»rr S .n'crn’j ‘-‘.u'3pa kingetaden w. cden. «trvom. lül.'.eaar'r; t--' g'e . aan; pi'lkii 'a!.re er: rairt. I.:i ^>' dli:fr. Z.:r sten. ir 'L, zur N'r Ldtü'k.klir nicht ruzritafien. er Advokaten «>« '!iad.! Sor'--lw:rt'ckatt und Soi . lcerien N'.n.cn gen rlpctltil rcht. Prosesior gestöcken. fick- -Heilisttcir t!'nracht>-:> .>n > Z'Z’~~ Der Begrrft des ^«lUgerr als euk.s au« «'t 2)!a’v [ ber Gläubigen hervortretenden. sich durch, besondere Frvminigkeet au-zeichnenoen Menschen liegt der uriprüngirüien! jüdischen Denkungsart fern, gnelligkert wird vrelmehr dem! gav-en Dolke als Ideal ausgestellt: .'(.'e lu 'ollt Ihr ’etn. | beim heilig bin ich. der Ewige. Euer Gott." Hestig »V:m I heißt also wie Gott kein. Wie dir >ub ische Gvltesdrgrin Gott nickt rn der Welk ruhen läßt, sondern ihm ein gesonderte« Sein, getrennt von der Welt, über d.r Welt Hverkenttt. so soll auch das judiiche Ball ieine .Helligkeit dadurch beweisen, daß e« «rn gesonderte-.. Dasein, wenigsten« in religiöser Hinsicht, getrennt von den übrigen Lütke.-n j führt So erklären auch die Alten: >lhr sollt berlkg sein. I b. h. Ihr sollt gesondert sein. So wird aus den Heftig' | üeitsgedanken Bezug genommen bei denjcnigcn Gesetzen, wie beim Sabbat, den Sveije- und Ehegeietzen, die Israel nötigen, sich von den anderen Menschen zu io'ldern. Treser Heillgkeitsgedanke ist aber nicht ein Ausfluß de: lieber' Hebung, al» ob seine Träger etwa-3 Befleres sein wollten alt die anderen, sondern nur der Ausdruck des Gefühls, daß e« ihnen bestimmt ist. anders zu sein. Wie im Reiche der Natur nicht Gleichförmigkeit und Einerlei herrscht, sondern Mannigfaltigkeit und Wechsel, so soll auch dem Reiche de« Geiste« jede Uniformierung und Gleichmacherei ferngehalten werden. Unter den Blättern desselben Baume« finden sich bei näherer Beobachtung nicht zwei, die einander üöÜig gleichen. Da« tut seiner Schönheit, irische nnd Kraft nicht im mindesten Eintrag. Wenn die Völker Blättern gleichen am Baume der Menschheit, so wird auch deren Vlütze und Gedeihen nicht ' DveintröchÜgt durch den verschiedenen Inhalt ihre« geistigen Mb seelischen Leben«. Uno wenn da« Streben unserer fvGkimnnten demvkratischea Zeit daraus geht, die Menschen jjSn Eigenart zu entkleide» und ihnen auf geistigem (vediilc eine Ur..'u;:i miiilznckcii. gegcn l < sic Coi. nuf j rnftiri'ckcin Geb.ck so bork rnkämpft. io ci'.jobt d t invriche! WUkon'ckarrunq Protest n »nt dein Rufc.- ä?cilrg! »oll» Jb: fein, vba »ein £i:’.tc:b.i'iin führen, jeder sich 1 seine Eigenart erhallen. Tenn d:e wahre Harmonie ergibt l sich nicht ans der <*!klchbk,:. sende: u an) dem Wechsel ' nnd der Marmigsaltigfeir. 1 T.! Buchkrbrsprrckuiili. Z.Ies Weil! Geschichte der Jude» in Polen und Wußlnnd. I fml. t5ft 4 V Sckiwei'cb't u. $obn. Berlin 1921. Jo'ej Meist hat 'ckon ourck sein Werk: LaSkalab. Geichickte der Rufklärungsbeweg, ng unterKv^odrn Rußland?' bewiesen, welch' ausgezeichneter Kentier^der Geichickte des Lstjudentums er ist. Nun legt er von einem neuen großen Werke den ersten Band vor. der die Grichichte der Juden Rußlands und Polens von den ältesten Zelten dis zu den Kosakenausständen in der Mitte de« 17. Jahrhunderts dringt. Eine ungcheure Fülle von Material ist hier hmeingearbeitet und zu klarer An» schaulichke«1 gebracht und damit eine Arbeit geleistet, die ungeheuer nötig war. T-enn trotz der räumlichen Näht der Juden deS Lstentz weiß man doch in der Regel von ihrem Entwicklungsgang recht wenig. Daß in den allgemeinen Darstellungen der Weltgeschichte ihre koloni» satorisch« Bedeutung nickt in " Maße hervorgehobev wird, wie die« bei der geu * anzuschlagmde» Vesiedlung des Osten« durcl . r't.t:: ae'ckieht. bars un« nicht weiter erstaunen baß da«, wa« die Juden Gute» . ii'; siVi h^en. mit Stillschweigen Übergang w... u.ru 1 minder Gute« oder dazu Gestempelu. unterstreicht. Hier verbreitet nun Meist eine Füll« vgn Licht u:.t zeigt, wie man im Osten lange Jahrhunderte den Juden gern ia-. : > . r freut si.'idc irfiliic und wie erst auS dem dockkull'\tc:i Wesicn der Ji dendaß dabin .'ftn^n wurde. Adrr lange dliei- Polen un- Rußland e,ne,»jusluchtsitätle f.ir die durch woiftofe Getzäsiigkeit aus Tkutschlao- Per-rckebrnen unv unt Recht weift Meist daraus hin, — wir mil'icii uns schämen, daß dem so in — -aß nun in drr Gegenwart, wo -ie Tinge umgekehrt liege» u»d die Jude» -es Lstens -ei uns />uftuchl suchen, »au ihnen nicht in -er gleichen Werfe entgegen kommt. Aus der großen Fülle de« gebotenen Stofte« ist e« ichwer, da« Eine oder Andere hcrauszugre«fen; vielleicht besonder« interessant ist eS. was Meftl au« der Ent» stehungSgeschichte der jüdischen Autonomie. t e«Kahal, mit« teilt, weil gerade diese Tinge von un'eren Feinden stet« so falsch anges.'hen worden sind. Nur den einen Wunsch möchten wir aussprechen, daß die künftigen Bünde de« so ausgezeichneten Werke« eine knappere Zusammenfaftung der Darstellung, in der sich mancherlei Wiederholungen finden, dringen. Tie Lesbarkeit de« Buche« wird dadurch gewinnen und durch straffere Gliederung werden die leitenden Gedanken und die Haupt» tatsachen veutlicher hervortreten. Doch soll die« nur ein kleiner Wink, kein grundsätzlicher Einwand sein, denn e« ist ein Fehler, an dem unendlich viele Gelehrte kranken, in der Fülle de« Material« zu versinken und den Blick dafür zu verlieren, wa« auch dem intereffant bleibt, ber in die Speziolprobleme nicht so eingedrungen ist. Vielleicht wäre e» gut. wenn Meist auf Grund diese« umfassenden Werke« M z»»iteS schriee, daß auf etwa 100 Seiten die Kenn Ms von der ..Geschichte der Jude» in Polen und Rußland' dem wetten Kreis der Gebildet» vi'-mittelte. )- '»nstg aber wollen wir ihm kür dieses machtvolle * Dr. W. C