Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 18 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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I Dir exMvttmq" iti^anliA an irtm Jrrtmj nt Ion lM»il b.:0 d„ «»ft, »» mich b«4 tu •tttiWB'B' l*m Putz« Mu •UnrfWd.it 9t1. 4» kiKuu atthn, hi UMbi -» »n «7. 4,86! 9wtdat Ihtmmtn 40 Pf. Scrnfl>r.'flnf41iit 372 p»ftsch«ck-X»»to Bnslau Nr. J73#3 OUT s. DOnftM «koM. b» 10-4, b« C4itWtg. KnUj, M'iwiig unb Doiwerewg. 11 — IUhr. Anzeigen werten nnch gtiliimeieen berechnen Do« Müiwerer bee nchigetvnlbe«» steil« irtr: 70 M, Iga»llie»m4eig«« 4L Pt — Bei Etirveetzeinag Grwttzignng Echrisileiiung, Beklag und Geschösirstelle in Bre»lau >, Schweidnitzerstraße 37 Zulchriften und Geldlendungen Knd dorthin zu richten. — Die Geschöftiffelle ist Sonnabend«, Feiertag» uich Sonntag« grlLloffen, gar die Mit Namen gezeichneten Auilötze. welche die persönlich« Meinung de« Dersaffer« zum Ausdruck dringen, abelnimmt die Schrisileitung nur die preßysetzlich» Nr. )S vre»lou, den I). Mat S92|. MWH XXVII r Zusammenstöße in Ja In der AUstadl von Jaffa haben am \. Mai Un» ruhen stattgesunden. denen 22 Menschenleben zum Opfer gefallen find. Die Anzahl der Verwundeten beträgt 141. Diele Geschäfte wurden geplündert. 9Bu wissen bei dieser Niederschrift nicht, welche Tatsache diese Zusammenstöße auögelöst hat. denn die Nach« richten, die bisher zu uns gelangten, find aufgeputzt, verschönert oder verschlimmert, wie «S .die hohe Politik" oder .das politische Moment" erfordert. Hier einige Beispiele chronologisch geordnet: Äin 2. Mai verbreitete daS 2B- T. B. folgende Meldung: Pari». 2 Mai. Nach einer HavoSmeldung au» Kairo kam es in Jaffa anläßlich einer bolschewistischen Demonstration, an der russische Zionisten teilnahmen. zu einen, Kampfe zwischen Christen und Mohamme» danern einerseits und Israeliten andererseits. Es soll etwa 20 Tote und mebrere hundert Verwundete gegeben haben, hauptsächlich J-raeliten. Diese Nachricht wurde von den meisten führenden deutschen Tageszeitungen am 3. Mai veröffentlicht. Nur die „Lentsche ftflgrweine Zeitung" vermochte einen politischen Zusammenhang zu erfassen. Sir schreibt: In dem Augenblick. wo der Oberste Rat in London üb« das Sorge?»* gegen Deutschland verhandelt. Utt es Mt Agentur HovaS für «Agebnocht. di» fngfcsl* k—bt« tn Mwimmawm gf Irm ~ * wSf Mcht dar Änfachf^müer ihnen bildet die Krage des Verhältnisseder Mohamme» daner und Christen in Palästina zu den jüdischen Ansiedlern. Churchill hat bei seiner letzten Fahrt nach dem Orient auch Palästina besucht, aber sür die Siegelung der Beziehungen zwischen den Zionisten und den eingesessenen Bewohnern d«< Landes kein anderes Mittel als schöne Redensarten gesunden. Am'4. Vku» VoWenr As* Meldung der Telegraphen-Union aus: L»nb»N. 3. Mai. Offiziell wird aus Jerusalem gemeldet: Am Sonntag hat in Jaffa ein Zusammen» stoß zwischen Arabern und Juden stattgesunden, Gedenket der Jüdischen Kinderhilfe wobei 20 Personen getvtef und 160 verwundet wurden. Truppen, die hinzugerufen wurden, vertrieben die aufständischen Plünderer. Wer die Verhältnisse im Orient nicht auS eigener Erfahrung kennt, wird und muß auf den Gedanken von .rein kommunistischen jüdischen Unruhen" verfallen, wo» raus die Uebrrschriften einzelner Zeitungen hindeuteti. DaS erscheint dem Eingeweihten unglaublich, denn die Bemerkung der .Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird verstärkt durch die im französischen Senat über das englische Mandat in Palästina geführte Debatte. Auch im französischen Senat Hot das englische Mandat über Palästina den Gegenstand einer erregten Debatte gebildet. Der Senator de Lamarzetle führte in her Sitzung vom S. April heftige Klagen darüber, daß nicht Frankreich als die auf Grund ihrer traditio nellen Vrotektorrolle (lief: tfoUtyhmg französischer Jestztlerrschulen. die «rtional» in erster *** «r hchst« mo fttaug sogar |« ba Behauptung. di, sronzöfi. scheu! Geistlichen i» dm AttfUra Mrbtit durch deutsch« (!) Priester ersetzt unb unter de» Juden herrsch, dal deutsche Element vor Paul Briand hatte Mühe, den Watenden mit der Zusicherung zu beruht,««, er Hab, semen Freund Churchill bereit« daran, ausmerksam gemacht, daß England und Frankreich «ine „action commune fr«leme!le“ im Orient unternehmen .wJ'^iVn. Bon zionistischer Seile erhalten wir salzende Darstellungen : lieber die Ilakuhen in Jaffa liegen salzende offizielle Meldungen vor: Telegramm de« Oderlammlffar» Herber« Samuel da« L Mti«, Am I Mai sand in der jüdischen Dorstadt , ein« Maifeier statt, dir ran jüdisch«« Kommunistin | wurde. Die letzteren wurde« i« dc» maham» ' jüdisch« Liertel. woher ste gekommen waren, zurück. Ed ist noch nicht aulgeklört. »»durch «» hierbei za et ernsten Zusammenstoß zwischen Araber» und Ixte» wobei mehrere Juden und Araber getötet murtzen. wurden lotort Regiert>ng«truppei> au» flabb, samt» nniga Panzerouiomobile »u» Jerusalem Herbeitzeruse«, hi» htzö Nutz« ohne w«>ler»« Blutvergießen »lederheesteile«. Dtp. Nacht verlies ruhig. Am folgenden Morgen blgeanm tltz,- Unruhen von neuem, un» einige weitere Juden «ab A«stW wurden gelötet, Ez mußten «eitere Drudtze«, Paffst»-. automobile und Polizei herbeigeholt werde». Bet M>. ersten Serücht über di» Unruhe» b«a»b (ich chenmal Deahestt. nach Jaffa Einige höher» Beamte, sawi« dntzesehrn» ssttha» der Araber unb Juden gingen durch dl« Gtraßen, und ffstj gelang ihnen, da« Bolk zu beruhige«. Der Belatzimmststjr, zuftand braucht« nicht »erhöngt zu »erd««. Im ganzen wurden öder 80 Inden und 10 getötet mb 140 Jieden »nd 87 Traber Mehrere Löben wurde» tzetziöatert »ich Ute (0, verhaltet, A» tzhrtM Aha» La»» Am ». «ai erneuerte» sich dt» s1»r»h>», I ibmiat. Seitdem Zst bk Dtzdtzt M.. ixuie Q« pe*9mnra«*i mpfnt pptwii Di» BeerdigUffg der Opser sand am 8. Mai untm , Deilaahme der Brvölkrrvng statt. De« bekannte hebröisch« Gchrtststeller I. Eh. wurde in seiner Wohnung ermordet ausgchmtml. * / 8ts4 ist der Augenblick nicht gekommen, um hi, > eianisse im ganzen Üeberdlick zu werten. Adert jetzt ßttzm»-, erhebe» vir unsere Stimme und fordern, daß. nach «»» | varteiischrr Untersuchung, di» Pchaldigen von dar »aTMr ' Schtrie de» Besetze« getroffen meiden. Feuilleton. Der Sohn des Königs vo» Aegypten*) von Io<e> Popper--ynkeue. Pharao, der König von Mi,raim. war von einem ruhmreichen Feldzüge in fein Laub zurückgetehrt. er gab ein Festmahl und versammelte alle Großen fernes Reiche«. Oben an der Dasel saß der König, zu seinen Seiten die Heersührer, sodann die drei Minister, wriier die Weisen de« Landes, die Schrisigeledrien und die Aeichendeuier. Dir drei Minister hießen: Hiob, Jethro ind Bileam, Hiob, ein schwergeprüliei Mann, war sromm und weil,; ,)eihro milde und versöhnlich; Bileam klug und voll Eifer, Sprach der König; .Am heutigen Lage ziemt e« dir, Hiob, an meiner Seite zu sitzen, damit ich in meinem Glücke mich nicht überhebe', Hiob stand au, non seinem Platze und begab sich zur Seite Pharao« Da erhob sich Bileam und sprach: »Dein« Demut, großer König, ist nicht geringer al« dein« Lapserkeih und drine Weisheit, deren Rus die Welt erfüll. Jedoch dem Hiob erzeigst du zu diel Ehr«, wenn du ihn al« Mahner an deine Delle russt, Hiob ist ein gewöhnlicher Sterblicher, du aber bist Pharao, drr groß« König in Mizraim; wa« Galt im Himmel, da« bist du aus Erden; ein Gott gegen emen anderen Gott-' Der König nickte mit dem Kopse und blickte fragend aus Hiob. Dieser stand aus und sagtzstl .Großer König, di« Wort« Bileam« find klug, doch nicht weise. Wenn Ich auch hm König war, so war ich doch möchtig, reich uud stark; da traf mich da» llaheil aus allen Sette» und hilsloö und elend stand ich da, ein Jammer Mt dem •) tat bim „Mattfa timtl «e»z>e, M l»»f»» Bo. l-ger, Bah, m «»»«-itzoer, tnibm « t(iN>«. 1«. Laasen» Herrn. Sind w:r nicht Alle sterblich? Bist du, o Kdnjg, ist dein Hau», dein Sohn, vor jedem Unglück gesichert? Und Ibnnrn wir Menschen in die Zukunft sehen?' Der König schnaubt« -u» den Rüstern und er erhob seine stimmt furchtbar: .Glaube nicht, Hiob, daß du dich überheben darfst, Werl ich. der König, dich an meine Seite ries. Vergiß nicht: Ich bin Pharao, der König, Und du, Hiob, bist mein Knecht.' Darauf erhob er sich von seinem Sitz», seine Stimme witerhallle im Saale und er schritt in da» Innere de» Palast^, Unruhe eutstnnd au der Lasel; die Miuiftrr und die Großen de« Reiche« und die Zeichendeuier verlieben ihre Plötze und entfernten sich nach allen Seilen, Bileam ging nach der einen, Hiob und Jethro nach der andern Seite; da sprach Hiob: .Mr ist H schlecht ergangen!', und Jethro elloiderte: .Demut der Könige ist noch vast von Hoffart!', und beid« gingrn alöheüd au« dem Palast, Al» sich der König zur Ruh« begeben hatte, und e» still» ward, da sah er immer mehr da» Bild Hiob« vor sich und hörte seine Worte: .Können wir Menschen in die Zukunft sehen?' — De» anderen-Morgeu» aber gab ci «int große Unruhe «n Hose Pharao« t* wurden zusammenaerulen alle Seisen de» Lande«, »Ile Schristgelehrlen, all« Zauberer uud Zeichendeuter, Im Saale der Beratung war ei» Thron errichtet; um ihn herum wartcke» sie All«, und durch dl« hoben Fenster de« Saale» mar Gel Pol» aus dem Platz» zu s«hen; <4 hatte sich versammelt uud wollt« vernehmen,»»«« e« mit der Unruhe fttr »bä» Lemandlm» Hab«. Da öffntte sich di« groß« Lör und t» trat Harri» her König mit her Königin, ihae» nach di« Hrtnölliil die Lochter Phozao«, Ter König h>b aai .Ihr Waisen de» »eich«, ihr «chrtst»hhrt-n, ihr Z-Xöerrr. chr Zeichendeutml Rächt eine, tösm, Lennm Mir trtumt», - - " ... l^dt»^> riMH Ich HM», dente R-cht e iumte, et M,W an» »einer 1 - , . k der war noch mtt seiae» Unterleib in meinem und schon ^strickt« er sein« Hand nach autani Hots» I er wuchs immer mehr und inehr an« mir haaanö » ' er heronreichte, umschlang er »riM, Hnlö att Hönde» und wollte mich erwürge». Da schrt« ich ans und erwachte.' «U di« «eisen Da« ^hört hat»«, ha vnrh« H still«, und niemand regt« sich im Saal» bei Beeaiang In diese» »na-nöttck« kam gätzchch, hl schönst» . edröilch« Seid in Mtzmim, de» Wege» dich«, ntlipt doch schwanger war, »ich ihr da» Balk wer Sette. Phon»» bemerfte tznrch da« hoh, Feäster, Mi» d«. Balk Mr »ine« «eite znr Sei?« wich, rn» <N1 er htnWtz» war e« Jokrded, Da zuckt, »« in ihm »ns. rnd sttn AntÄtz »erdasterte sich. K-iiur waßte, vo« da» tediati« saAta, Da sprach der Kbuig mtt htser und heiser» Sit»»», .Ich Hab, Ewern nichj »ehr not, Ihr könnt all« »hm,!' De» anderen La»« lies «in «esehl da» AMU »mch ganz Mizraim, all« tbröi scheu Knoden, di» «etarm I ' soll« man »mdriugen, di« Töchter fall«» lebe» UM Jokebed abar kam nieder, getar nnm Knabe oerbar, ihn drei Mmmte Da stih» berge» könnt«, macht« ste et» Kößche» No, l et mtt Erdharz «nd Pah. lmh da, Kdad trug et aus dem geh«»«» mag. da, st, war. i» den Garte» de« König». -i«r hiß» st« « 1 Schilf a» User MHl dm httcher da» «nrte» t (1*8. « »>- Prftvfft, pt M« »Mt. Ui» die rähter Pharaa» Mahämßch«r *U \ bade» » Babr. Da M stU» MM« M Kwööleiu. welche« melah; Mach st, m ■ fro*: .DiM Kinb *WÄfcT_.. Mn tf Mt aHMt; fSrhHMäCiB toi •W M» »«Bchem Skat. »r mM « i nnyiehe».' ihnÄLL^^L^^-^ **•