Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 16 (22.4.1921)
- Date
- 1921-04-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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hat 1 Jk 1« 3*kij«t Er Weiterung örr ziouiftischeu Plattform. Z» »er Rov, fr« wix wart tor »orMeafrn» Ucfar J4nfT in »ft k%irn fhnnmrr mrfrtfi ZeltUW, bn+in, ertzaLte» »ir kv »eiben nachf»l-e,lS«M ZNfchrrfttK. Sn Heben »erde AnfchriN» -nnerttir» »iefrer and «chlie»e^ frtait zn-lei» »W Sitfifisa ftfcer ,Sat» v > Vom Vorstände der Brest. Ortsgruppe der Zionistischen Föderation Binjan Haarez wird un» mitgeteilt: .Der deutsche Alonlimu» ist in fine neu, Phafe der Untwicklimg getreten Das zionistische Ideal, da» vielen «U Bunfftflbaif schädliche Movie giU. die Schaffung einer ^tionale« Heimstätte in Palästina, ist durch den vertrag w, San «emo und den Völkerbund praktische Wirklichkeit MMisdsn Da» bedeutet nunmehr ,Ür alle Zumisten. und «tterhin fftc alle deutschen Juden überhaupt, eine andere Mt^che und taktische Einstellung. E» bedarf keine» foVpHt mehr darüber, ob die zionistische Idee berechtigt fei. denn sie ist verwirklicht Darum tritt nunmehr die rein theoretische, politische Agitation innerhalb de» Judentum» und de» Zionismus i» de« Hintergrund, und e» gilt nunmehr alle Glieder «d Lichtungen de« Judentum» zusammenzusaffen zur ««Mischen Mitarbeit am Aufbau von Erez.JSrael. Diese Afficht muh zur Ehrenpflicht de» deutschen Judentums W»rde«. wie sie bereit» rn allen übrigen Ländern der Welt Worden ist. Dieser Aufgabe ist die neugegründete Z-oniü SMrrafan Binjan Haarez gewidmet. 1. Die zionistisch« Föderation Liajan Haarez verlangt M» ihren Mitgliedern da» Bekenntnis zum Baseler Pro- «««». da» nunmehr, nachdem e» durch den Spruch des 'MßÜerbnnde» anerkannt ist. praktisch zu verwirkliLen ist. Sie begrüßt herzlich die Mitarbeit aller nicht zionistischen 'Keden. die dem Aufbau von Palästina mit Lat und Tal dienen wollen 8 Dir Föderation Binjan Haarez will daher über «Le parteipolitischen Differenzen innerhalb des Judentums hinweg da» gesamte Judentum sür diese hohe GegenwartS- «nffion einigen. 8. Die Föderation Binjan Haarez will ihre Anhänger «nd Freunde nicht auf ein bestimmte» Dirtichaftsprogramm für de« Aufbau Palästina» verpflichten. Sie ist der Auffaffung, daß nach der politischen und ökonomischen Konstrllaturn Palästina» der Ausbau sich voraussichtlich tm «Ifltseiien auf der Grundlage der Privatwirtschaft ent- Wihin würde. Sie will e» der ökonomischen Entwicklung des Lande» selbst überlaffen, ob im Einzelnen andere Wirtschaftsformen angebracht sind Sie vertraut darauf, daß der soziale Seist de» jüdischen Volke» den richtigen Weg Säte* wird. Sie verwirft daher alle Bestrebungen, .die de» Aufbau de» Lande» einseitig an sozialistische und temmunistische Dogmen von vornherein knüpfen wollen. 4. Die zionistische Föderation Binjan Haarez erkennt M, daß die Juden aller Länder, unbeschadet ihrer Zu- Gkhörigkeit zum jüdischen Volke, durch vielhundertjährrge Lutter. vildnnG utk Sprachgemeteschaft mt ihre» Geb«rt»la»te «anni-fach und innig verbunden sind. Sie hält die ffkge dieser Ve-iehu,ge« mit den zionistische» Grundsätzen für durchaus vereinbar. In einer demnächst stottstndenden öffentlichen Be»- scunmlung weiden die Ziele der neuen Vereinigung de» großen Publikum noch näher dargelegt werten. Eine Erwibernng. .Binjan Haarez' heißt ui* Deutsche übersetzt .Ausbau de» Lande»". Diesen Ehrennamen darf heute n»cht eine Sondergruppe der Zionisten für sich reklamieren. Diesen Ehrennamen darf nicht einmal die gesamte zionistische Organisation als Reservat beanspruchen. Denn un* allen — nicht uns Zionisten sondern un» Juten — ist diese» Land gegeben worden. Semriniam wollen wir e» auf', bauen Binjan Haarez — so sollte nur die Organisation heißen, die alle Aufdoueuten umfaßt. Nie haben wir Zionisten Palästina nur für un» geiordert. Stet* verlangten wir e» für alle Juten Nie haben wir un* vermessen, das Werk te» Ausbau» allein meistern zu wollen. Wir wußten und wissen. daß wir nur ein Teil der Juten sind, unh daß da* Große nur erreicht werden kann, wenn alle dazu helfen. Nie vergaßen wrr. daß wir nur die spontan ausgetretenen Vertreter der gesamten Judenheft waren. Die Gegner waren e». die unsere BertretungSbefugni» nicht anerkannten. Wir nahu»en da», was die Balfour» Deklaration, was San.Nemo gab. nicht für un». sondern für alle Juden an Und an alle Juden wenden wr uns jetzt, in der Zeit der Eriullung, Wir wissen, daß nicht* ander* geworden in im Streit über Theorien und Probleme. Wir wissen: da sind Orthodoxe. Konservative. Liberale: da sind Zionisten, Nichtzionisien. Antizionisten. E» ist ein Unglück des Judentum*, daß es zerklüftet uird gespalten ist durch S'reltschriftell und Diskussionen. Aber ichon sind wir mitten im Erleben einer befferen Gegenwart. Schon haben wir jüdische Volkshochichulen und jüdische Arbeiterlüriorgeämter. an denen alle .Richtungen" Mitarbeiten. Wolönntm Partei Tendenzen leidenschaftlicher nach Geltung streben Mt im Erziehangswerk der Volkshochschule? WaS ist streitiger als die Ostjuten-jürsorge? Und dennoch haben wir sür dieie Streitfragen die Einheitsfront gewonnen. Utter allen Diskussionen steht hier die jüdische Tat. Eine jübifte Xat muß auch der Ausbau Palästina» werten. Er soll die größte jüdische Tat sein. Dir alle wollen ihn. Auch diejenigen wollen ihn. welche — gegen erne starke Minderheit übrigens — den Verhängnis» vollen Beschluß herbeizeführt haben. Denn selbst dieser Beschluß lehnt den jüdischen Aiifbau Palästinas nicht schlechthin ab sondern stellt ihm nur andere Au-gaben voran. Tie E nhertcfront. die sur Volkshochschulen und Ostiudenfuriorge besteht, sie muß erst recht sür den Aufbau Palästinas gtschaffen werden . _®*** Ä Le Mfct sag« lassen, daß. vir btt Jtaffc mit atmiw^frn konnten t Die Kraft, dt» zu mhmen. IS*?*!, uns.gab? An» Wb. ohne daß »ir miliöärische Macht. RepeeHalien. Kompensationen in die Wagschalt ul legen hatten f ^heorien. Richrnoge». Parteien mögen, werten. soRen bestehen dlerben Wir vollen ten Gesmnungte kompromiß. vrr Zton.ste» sv venig wie die Antrzionisten. «ine Lügenbrücke wäre e». die tet der ersten Belastungs- Probe zerbräche und unser Werk in den mühsam übet» brückten Abgrund stürzen Ueße. Licht* soll vertnscht verte». Dir wollen offen und ehrlich unsere verschiedenen Meinungen aneinander meffen. Aber wir wollen un» nicht rn dieser Tätigkeit verbrauchen. Da* ge»e»nsame Werk soll un» in praktischer Arbeit veibinten. E* gibt keine .Erweiterung der zionistischen Plattform". Abei eine neue Plattform ist im Entstehen. und sie muß so weit werden, daß olle Juten daraus Platz haben. Da» ist die .Plattform kür den tüdiichen Ausbau Palästina* " Die» »st da» Programm der ganzen zionistischen Devegung. nicht nur der »ruppe Binjan .Haarez. Und e* bleibt nur noch wenig zu den einzelnen Punkten de» Programm» von Binjan Haarez zu sagen: 1. Da» Baseler Programm ist und blerbt da* Programm der gesamten zionistischen Organisation, orcht nur eine» Teile». Die zionistische Organisation, und nicht nur ein Teil von ihr. verlangt die praüische Mitardefter aller Juten. 2. Wir wollen die Gnigkeit aller zur praktischen Arbeit. Wrr vollen nicht Überzeugungen in Gesinnung»« kompromiffe hinnnzwingen. 3 Tie zionistische Weltorganisation verpflichtet niemanden auf ein bestimmte» WirtfchaftSprogramm. Sre ist von Sozialisten kapitalistisch, von Kapitalisten sozialistisch genannt worden und ist in Wahrheit kein* von beiden. i Wir haben stet* gewußt — olle Zionisten haben e» gewußt — daß wir .durch Kultur. Bildung und Sprachgemkinsckast mit unserem GebiutSlande mannigfach und innig verknüpft find'. Ta* hat un* nicht erst Binjan Haarez gelehrt. Ich selbst habe e* vor mehr al» 2 Jahren in dieser Zeitung betont.*) Und er wäre hirnverbrannt, diese Verknüpfung leugnen zu wollen Wir bekennen un» gleichwohl — und auch da» habe ich in jenem Aufsatze auSgeführt und begründet — zum jübi'chen Volke Aber daS tut ja auch Brnjan Haare;. Und so komme ich denn zu dem Ergebnisse: l. E» gibt keine Unterschiede der Grundsätze zwischen Binjan Haarez und der zionistischen Gesamt-Organisation. 3. E» gibt keinen Ausbau von Erez Jisroel durch eine Sondergruppe, keinen Aufbau auch durch die Zionisten allein, sondern nur einen Aufbau durch die gesamte Jutenheit. 3. E* gibt keine .Erweiterung ter zionistisch»» Plat^ form'. Wohl aber gibt e» für alle Juten die gemeinsame Plattform des jüdischen Aufbau» Palästina*. *) Bergt meinen Auf*atz „JtjmJmal iinb 9nti)iom<mui" m der „Jüdischen BslktzeUang" »cm -I. Januar 1919. lonb gekommen sind ' Ihr seid nickt bloß einmal dem Meere entronnen, sondern unzählige Male trug Euch ein Hchvankende» Brett über Brandungen und Tiefen, *?.> nroj nnu Betet nickt Großes Großes! Schmück- Gnrr Erzählung nicht mit Wundern aus! Indem Ihr ha« Wunder zu vergrößern sucht, verkleinert Ihr es! Denn da» größte Wunder seid Ihr selbst. d:e schlichte Tatsache, die niemand leugnen kann, ist Eure Existenz. Eure Fortdauer. 'n “try Sprecht: Wir feiern das Fest um deswillen, war Gott an un« aetan: Ihr seid ha» Wunder aller Wunder, da» Gott erhalten hat zum ewigen Denkmale seine» Namens, und wäret Ihr nickt Über die ganze Erde zerstreuet, so würde man von Weiteni kommen, um zu sehen, ob noch leben die Nachkouuuen jene» uralten Volke», jene* Lklaoenvolkes au» Aegypten. '227 'nmp ircriei *2 .Bereit» in seinen Jugendtaqen — spricht Gott — liebke ich Israel und von Aegypten her ries ich meinen Sohn und sprach zu ihm: .Gehe hin. ick will Dich zum Leckte der Völker machen". Und wenn olle Welt sich bückl und meLerkniet vor den Götzen de» Wahnes und Truge-:--Tu sollst Efrecht stehen. Du sollst ter Bannerträger meines Ncchus. iner Dayrhert sein! Ihr seid die lebendigen Zeugeii »tte« und seiner Allmacht aus Erden! Ihr habt da* Frührot ter Freiheit in Aegypten ausgei,en sehen wie einen zchvachen Lichtschimmer im Osten und iahet da* Lickt immer höher steigen, vi» e» den ganzen Hinurul üderstvtele.' fahrt den fortschreitenden Sieg der Wahrheit und des Leckte* und seid mit ihm fortgeschrittrn durch dre Jahrtausende. Ihr seid die Zeugen de» Gottes, ter am Sinai «fprochen- .Ich ahnde die Schuld der Väter an den Kindern und Kmteskindern bl» in» 3. und 4. Ge'cklecht an Denen, btt m'ch hoffen und erweise Gnade dlS in-; 1006. Geschlecht Denen, die mich lieben. Und er gab Euch Beweise von.Beiten und hat Euch niemals verworfen und fortgefchleudert vor seinem Angesicht und Eure Sendung ist noch nicht erloschen. Da» ater, was Euch in den Sinn kommt, indem Ihr sprecht: .Wir wollen gleich sein den Anderen!"-Da* soll nicht und wird nicht sern. über glaubt Ihr. die* hinge bloß von Eurem Belieben ab? Glaubt Ihr etwa. Ihr seit frei, weil Gott Euch aus Aegypten tefteit hat? Wer ist denn frei? Frei ist niemand. Und wer es am meisten zu fein glaubt, der ist es am wenigsten, ist fein eigener Knecht. Ihr habt nur den Herrn gewechselt. Au« dem Sklavenjoche Aegyptens befreite Euch Gott und »ahm Luch in seinen Dienst. Ihr hattet nur die Wahl: Entweocr . te Knechte Gotte* oder die Knechte Pharao* uno iemer '.-cnoster,. Jener Dienst Gottes ober sei Eure Freiheit. Euer Stolz. Eure Kroi"-. Eure höchste Rnhmesz:er! Und :na.z auch die Dell Euch 'chmäten und ver« achten. Ihr bleibt denncL das Volk Go le* C.i: durch seine bloße Existenz Zeugnis ableqt von Ihm. Und tollte die Menschheit jemals durch die m.terialistiicDe Weltanschauung ihren G'auben an '■an; verlieren, to wird sie doch auch l'en Dig wiedersinden zu Got:. >:nd wäret Ihr verstreut dl* ans Ende der Erde, ans Acußerste de* Meeres '» wurde man von dort Euch hüten, um die Lehre der Wahrheit.aus Eurem Vtunde zu vernehmen, w>e e» Ijubt: .So spricht bet Herr der Heerscharen: In jenen Tagen werden zehn Männer von allen Zungen der Völker den Zipfel des Gewandes eine» juoifdjen Manne* ergreifen und sprechen: o:r:y roS: Wir wollen mit Euch geheii. denn wrr haben gebärt, daß Gott mit Euch ist." Sollte einmal der Eoltesgedanke gänzlich aus der Welt geschwunden sein und der Name Gotte» den Menschen nur noch Hingen wie eme verichollene Sage, wie eine Kunde aus fernen Zeilen, wie etwas, was man nur noch vom Höienjagen kennt, denp wird die Menschheit wicter ausgoricktet werden durch Euch. Den Saum Eure» Mantels wird man ergreifen und sprechen. .Wir wollen mit Euch gehen, denn wir haben gehört, daß Ihr wegkundige Führer seid zu Galt. Wir haben seine Spur verloren. Von Euch aber sagt man. baß Gott mit Euch fei ' Sogt man — sagt mau. — Ist es aber auch wahr? Gill es auch von Euch, oteo habt Ihr selbst die Spur von Gott verloren * Kennt auch Ihr Gott nur noch vom Hörensageil' Erkennt Ihr das wunderbare Wirken Gottcs an Eurem eigenen Dasein, in Eurem Fortbestand und in Eurer Erkaltung >. Oder sprecht Ihr bloß: '■ly'ZW'l'Ml cn'e*2 Sy£ *2? v£C 'irrviK „Slit unteren Ohren buten wir e* vernommen, uiö unsere Väter erzählten uns von den Werken, die Tu getan in ihren Tagen.' Tou, t o tollt Ihr nicht sprechen. Sondern so sollt Ihr sagen: nry nt "zyz .Um deswillen. waS Gott mir getan!" I Ihr sollt die Macht Gotte* an Euch selbst erkennen und I' Ihr sollt nicht sprechen von dem Werke. daS Gott getan rn Eurer Väter Tagen, denn w tagen unsere Wclten. Hin k*' v?to 'yyyr'brS cn z"r, -rr m bzz I .In jedem Zeitalter betrachte sich ter Mensch, als ob e r selbst au* Aegypten gezogen." Der AuL.zug aus Aegypten! toll für Euch nicht eine bloße Erinnerung sein, ein blaffer Widerschein einer Begebenheit au« längst vergangenen I Tagen, sondern lebendige Gegenwart, denn noch immer gilt es, den Kamps ouszunehmen gegen den Geist Aegypten* gegen den Geist der Finsternis und ter Knechtschaft, ter Menschenvirgötterung und der Machtoerehrung. Oder seht Ihr nicht den Kamps m Euren Togen? Habt Ihr nicht selbst einen AuSzi g aus Aegypten erlebt? Ist nicht vor Euren Augen bas gewaltige Reich de* Nörten», ter mächtige <>crt de: Knecktfchajl zusammengebrochen. Und würde J:t'aia deute lebe", er würde wie einst über ten Nebukadvezar Bibel* über den Nebukadnezar k<4 Norden» ausruien: -nnz T)%n ö'ZV'z rot: yn .Sie bist Du vom Fimmel ge'allen, sunleinder-Lohn der Mo.ger röte!' Unv dennoch — Obgleich der Kamp» sich beständig erneuert, rst es doch nickt ter alte Konivt, >tt ein Unter» schied zwischen dem Kampf von ehedem und von jetzt. Und der Sieg ter Wahrheit und des Rechte« schreitet trotz aller Rückfälle unaufhaltsam vorwürt*. Darum heißt es auch heute: 'n pyr nn ter" i;rnn . Stehet fest Ihr werdet sehen die Hilfe Gotte* Und hat es auch zuweilen ten Anschem. als würde die Welt rückwärts schreiten, so steht ste doch in Wirklichterl niemals heute da. wo sie gestern gestanden hat. Terjenig.', welcher den Gipfel eines Berges erstiegen und dann ins Tal zurückkehrt, steht zwar da. wo er früher ge'tandeu - aber er ist telbst gleichsam ein Anderer geworden, denn er hat ten Fern» blick, die weite Aussicht genoffen, und die Erinnerung daran bleibt ibm im Gedächtnis haften- Unb ebenso verhüll efi sich mit der Menschheit, wenn sie einen Höhepunkt erstiegen und dann einen Rückfall erleidet. Dann steht sie zwar da. wo sie früher gestanden und doch ist e* ein Unterschied, denn sie hat ihren Gefichtskrei* erweitert, und dre neu gewonnenen Ideen könnm nicht gänzlich aus dem Bewußtsein schwinden. Und wie es ein Unterichied ist zwischen der Menschheit von einst und jetzt, so ist es ein Unterschied zwischen dem Finten der Freiheit und des Rechte» von heute und ehemal«. Die», meine Andäcktigen. rst ter tiefere Sinn ter Worte: nty cnbrn '.renn k1? dvh o"5£r:n or»*r -vh '2 oV'imy .Denn bie Aegypter mit Ihr sie heute gesehen, wertet Ihr niemals Wiedersehen!" Wik. meine Andächtigen, könnte man zunächst ftagen: Sind wir denn ten Äegyptern feit Mose» nicht oft begegnet? Don Israel heißt e», daß e» d;e Aegypter tot am Ufer sah. wozu unsere Weisen bemerken: E» geschah, damft Israel nicht sage: Wie wir von ter einen Seite au» de» Meere gesiiegen. so die Aegypter von der anderen Seite. Möchte man nicht, wenil man die Aegypter von heute sieht, meinen, sie wären wirklich von der cmteren Seite an» Ufer