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Jüdische Volkszeitung · 1921-04-22 · 16 (22.4.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
16 (22.4.1921)
Date
1921-04-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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U Wril ltil. 3*6 HA* VoMzeitun» I«. Mit.. Hur SeiahbmiB von Mißverstündmsteu Mribt mir Mch |u foflcn: Di* Aiftnbunfl einer ritzeneir Äftbrroiton Bedeutet innen Sultntl auf der zionistischen Oi^amfitum. Föderationen sind innerhalb der zionistische» Organisation zuläffig Sie bedürfen der Genehmigung de» Aktion»» imnitee» zo ihrer Entstehung Ueber die Frage der Genehmigung ist noch nicht entschieden. Rechtsanwalt Iaeobsohn. Vorsitzender der Breslauer Zionistischen Bereinigung. ♦ ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ : Aus dem Auslande! Wartchsi Oefkcn tabfliurtr der polnelche Seji» der, Rigaer tzr«d«*»enrL4 nit ffowirtrotlanb. FRr die szstiffziermig H»rüche p»Urische Panne» naschlteßlich der Sozt«llKe». dogeae» tu»»le imr die Ferkti», der tutiraoltn Juden, und z»ar lpegea «mer verrraq*dest,«m»ag öder die Erwerbung de* Bsrgerrechts. Die »ach Raßchl der FraNron voa palu^cher Serie hmerngebrachl wortze» itz. um den in Rogla»d geborenen, m Polen »nt-ffig ge»»rdenen ^nde» da» Vtrzerrecht vorzaenchaüev Ibsich. Ja der letzten Sitzung de» Zllncher Kavlsvraie» er. Harte Dr. Mooffon. in Beantwortung einer Farrrpellavon. daß dre Stern, welche dre Vefrnunz chiei tmder vorn Schreiben am Sadbath vertaaze». zurrden Beweis erbringen aUisten. daß sie selbst dre j0' dachen Sadbath-Geletze genau beobachten. ReWtzark. Die gelamte Revyorler Prelle »ch»et der Nntonst der zioaiGilchen Detrgrtio» tpatientLnz« RrNkel Sie belchreidt de» #*ffong der Delegation durch oulc Tapsende ooo Juden als die ge- «altrgffe Dnaooftralion und einen geradezu triumphale» Einzug, »ie m lat der RLcktehr «oosrvetts au» Uganda m «ewtzvrf nichi bage- »efe» ist. Speziell« KiMrl »erden der Persönlichkeit KldeN Ewffer^s lewibmet Der Vürgermeifter li.j d>e Delegation in feinem voat «■*?csk bringen Aus Palästina. 3t»Uch.aradilchr *,sa»«e»arbett t» Galälia». De« Goa- »ernevr poa Haifa ist es gelungen. zwischen den jstdrlchen Nnffeblern »»» Ttzedera und de» denachvanen »rabischen Grunddefftzer» rw Sebernnkomwea zu erzielen, wonach die Juden sich verpflichten. aus chrr Losten die Lampte »oo >Ehedera rrockrnzulegen. wogegen die Araber aus ihre Elgerttuv.-aasprache an dem trockenzelegw» Teil der Ostmple verzichten. Lhedera zewinul dadurch einen erheblichen Zu« »ach* an Boden, und die Kalar^aqefahr wird dort beieürgt sem. Die deutsch'! V'iedttti,»: »,etzee tu Zerifelt». Die deutschen Venedrkkiner auf dem Berge Zron. dre im Rooemder 191b Jerusalem Hatte» verlassen muffen, ßnd in diesen Tagen aul Grund der vom pberkommiffar Sir Herbert Samuel enerlten Urlaudnl» nach d»N ^rrstckgekehn. Sie haben Kloster und Kirche in gutem Zustande vor» Jesundeu- Dre RtUkreise erfolgte über Re«, wo sie vom Papste ew» tzsaagen wurde». Zeugt diese Erlaubnis de» irdischen Oderkommiffgr» «och etwa von kakuoflgknt gegenüber dev religiösen Gefühlen der Gtzrifie»h<it7 Krrchat« der Geteetdea»sf»tzr a»> G«Ußr»u. Infolge der sehr tzstnstige» GrnteausKchrev m Palststlna hat dre paUlstraerrsttche Re» gieruug sich earschloffeo. die Lusfuhr vvu Terzen und Meht nun- «ehr steizimeben. 600 OOO Dsllae Gpe»ve ffir tz»lißt»e»sifche tnMmU. Rach rmer Mirtritung Str Alfred Movd» hat Mffr«. Rar, Fel», tu Witwe und Ruardeuerr« Jateyh Fel», de* BorkLmpfer» für Boden- »ch»rw »ach B«»r, Geer««»' »e,Sätzen. mUqeheUl. daffr dem Keren Hajesiod OOO 000 Dollar für Lundkauf« in Palästina zur 1 Oerfstgaag stellen wolle. E» soll eine Form gefunden »erden. Wonach d,Ae Stiftung innerhalb de» Ken» Hajeffod ausschließlich Mr de» Bodeukaus im Sinne der Bodeafteuersordenmg Henry George» verwende« »erden soll. Rffr». Fel», die ein prominente» Mitglied der amerikanischen zionistischen Epekuiioe und eine der Ver» treten»»«, der amerchmofche» ZtmtGin»» i» zritze» «tu.»*tu»*»» ist, begab sich n»ch PaGstma. »» wrtznu M^alitstten seftz«GeLe» lu»s»»Gpefche GntchM» «M Iud^rte«r»»e, t» Die «e»b>ch»»>e«r Iemffalew—Jaffa ntzllU zur Zeü er, »e»es »Gchftch atei» zu» Reer«, wodurch Det-Lwr» «tl de» t» »erde, begriff»» Haft, verb»»de, wir». I» Zcha»»«^-»g »tt der Gleismffatz» »ud er» Gstterdatz^af errichtet Au da» »eue «lei» wir» auch »w iw Bau begnffene Bauwaierralie^atnk .Surkar». {•»« da» ao, Schlaga»« m^^chlaffe» U werde» of dies« Weife bie Bae bebmgmrge, f«r er» ne»e» I^nffriepiertel in Jaffa ^schaffe». -» Jaffa wurde var kurx» u* er» Fabrik pr Herff«»«g m «e» mtdel» erbstner. ♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦»♦♦♦ ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Aus dem Reiche ► ♦ ——4— kc* Zr,tr,I»rr«i»» |lt D»1Lst»«fr«,». 39irt die.Besiedelung von Palästina uitt» »eiier ul« ein große« soziale« Hilstweit. so wäre vom Etandpmiki de« Zentialveiein« gegen die stdederung diese« Weese« nicht« zu sogen. Die Besiedelung von Palästina ist ober in erster Linie da» Ziel nationallttdischer Politik. Ist« Forderung und Unterstützung ist da der abzulehnen. Solang! die soziale» und geistigen Einrichtungen de« deotschen Volke« und bie religiösen und kutturelen Bedürsaisse de« deutschen Judentum» bitterste tziot leiden und solange zahlreiche heimatlose Juden nnserer ougendlichliche« und dringenden Hille bedürsen. hot jüdischer Pemernschastsgeist und Bohltttigleit«lüu> überreichlich« Gelegenheit und Psticht zu srnchtborer Arbeit innerhalb der deutschen Potlügemeinschaft- _ Borll». Zentrolveiein und Jugendbewegung. Wie wir von gut informierter beite erfahren. Hoden Dr. Alfred Apfel und Fräulein Dr. Berliner, die, wie wir in unserer letzten Rümmer mitteilten, ihre Aemtrr im Houptourftond de» Zeutrolverrin« niedergelegt hoben, in ihren Abschiedöworten ouüdrürklich zu« Ausdruck gebracht, daß sie sich den ganzen Dag noch zu einer Verständigung mit dem Zentrolveiein zur Beifügung holten werden- Wie Mir werler ersohrru. hoben auch die führenden Persdntichkeilen de« Z-ntralverein« versucht, eine Verständigung mit der radikalen Majorität herlntzusühien. um zu erreichen, dost der Beschluß in der Jugendsrog» bl» zur Hauptversammlung de« Zentroloerein» zurückgestellt wird, um inzwischen einer ruhigeren und leitenl<hast«loseren Be» trachtuug de« gesamten Fragenkomplepe« den Weg zu dssnen. H»»»»ver. Wie bereit» in Rheinland und Wrstlateo geschehen, steht nunmehr auch die Gründung eine« Proviuzial.Verbände» jüdischer Frouen-Lereine für die Provinz Hannover und angrenzender Gebiete bevor. Eine vom J«r. Frauen-Berein Hannover L V. zu diesem Zweck einsterusene Tagung wird am D. Mai d I in Hannover statlfinden. Man will eine Zentrale schaffen für die Gemrinschustüarbeit. für Wahrnehmung gemeinsamer Interessen und für gegenseitigen Beistand zwischen Stadt und Land. An die Tagung schließt sich rin» tssrntlich» Versammlung jüdischer «onun. in drr ch» P»rst»»d»«itglich de« Jüdischen strauen-Bernd«», pützm Justizrat Paula vlle«dors-Bn«lau »her da» TWG» .Die jüdisch« Frau im »«rein und Gemeinde' spevche» »t», Pein«. Bi«her nach unermttteli« Tätrr Heck« A« hiesige« jüdische« Friehhvs da« eiserne Tor gesprengt. h«> Ehrendenkmal für di« gefallenen Krieger tchwer tGchWtzp und Leichenfteine umgeftrzt. Emde». »mlz.1haIHerrv-udiaddin-rDi.H-ss»»»» unser» Stadl verlassen. »« sei» neue« Imt all GenwinAp» rabdrner in vreüla» anzittwi-n- Im Vahnhvs» hat!» M außer dem Gemeindrvarstand ein» Inznhl »an Grmeil»^ Mitgliedern eingefunde», um dev. I, deiiedtrn Führ« »GH einmal ein herzliche« Lebewohl zuztmes». Die ptilw-. schichung van der Gemeint« hat», am letzte» TO» sh»- g^unde». M Herr Dr. H. »an drr Knnzel «G sch glänzender Red« nochmal« der Gemeind« var Rügen wofür er in den säst » Jahren seine« Hiersrin« und gewirkt hat«. I» kurzen, schr beim^m dankte daraus der l. BvrsiMnd« Herr Jaaad Pel» Dr. H. für sein« herrlich« Insprach«, dankt» ihm kür Mi fruchtbarr« Wirke», str sein» aukpsrrnd« TütigmiL sM sein« so oft bemiesrn« Sstenschenliete. »»»»ich der MM Dr. Hossmann sich ein bleibrnde« Denkmal in nnschO Gemeind« erwarte» habe. — Im Sanft der Wach, MI noch mehrere Ibschich»ftier» zu Ghrrn Dr. H.V statt» gefunden. Im Ptütvmh Aden» mar di« BmatschiMg, »am varstunt und Reprüsenianz der Gemeint« samt» tzWt de» Lerioaltungen de» Waisenhauft« und de« AlterühchüG <»shl»>. Letztere heidi» Anstalt»» ernannie» Herrn Ach. G. für die grnßen Dienst-, dft er hier stet« g-irtstet z» ihmM Mrenmit^iede, «ährend dft Gemeindeoerlvaltu»» e Ehrengabe üdereeichft. Am gtliche» Tnge» halft» ftch, jüdisch«! Lehrer de« Bezirkt van ihrem Führer I wobei der greift Vorsitzende de» Lehrerverein». Heer I a. D Wolss-Aurich sowie Hrr Apl-Emve». I Dr H. in kurzen Worten ihre» Dank abstatftten. in den Gemeind«» de« Landeattinat». dft Herr Dft Gl noch sämtlich nur seiner Abreift desucht heil, snnfteft Abschledtftiern statt. AI, aSrr, «U Frtchenüsürl he» Herr Dr. Hoffmann hier gewirkt! möge e« ihm^am» Mch» günnt lnn. IM gleiche» Maße in seinen neuen kreis Br«»lau hineinzumachft». *♦♦♦« ♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦■; Ru* t«m Brt*i«n(r Semtinüaleta» «»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ********* Krpriis»»tchch1»chBtz»»D •iifttnat M Mn Gemetadeenttlneal. Mittwoch, bai 30. April. «ach«ittz>Lff. f—6 km faol der fb^dfaUaiUe, di* seiertich* Gt«fLtzr»»ßdMi»W»^' Gemeinderabbiner» Dr. Hoffmann i, f«, Amt Der festlich gefchmAckt« Saal war dicht gefffllt »tt dm. ' Herren de» Vorstande», de» Vabbtoat» and der mit besoader» geladenen Verttttaru der Bemeindedehdrd« und Kommiftionen fowre mit zahlreiche» Hascha»«». MtN« f ffesttegen? Allktn. meine Andächtige». baS xfi ti eben, warum MoseS sich so vorsichtig aurdruckl: ,Tenn die Aegypter. wie Ihr sie heute gesehen, werdet )dr niemal» Wiedersehen!' Er meint: Gewiß werdet Ihr ihnen oft ^enug begegnen — aber e« werden doch nicht dieselben Aegypler teil», denn die Aeghpter von ehemals, sie waren «icht von der Freiheit obgelallen. sondem sie kannten sie Oberhaupt nicht. Sie kannten bloß da» Recht de» Stärkeren. Die ffegypter von heute jedow. sie haben die Freiheit Aekannt; sie haben rhr sirahlrndes Bar-ne< ftrsthrn und sie verraten und verkauft Aber mvgen die Aeghpter noch so zahlreich sein, wir fprrchen w:e elnft Gideon: .Noch 'ft de» Volke» zu vrel. Br Gott zu kämpfen!' Wir aber wollen kümpsen und siegen und dann sprechen: 'S 'n nrv ht .Um deswillen, was Gott mir getan!' Meine Andächtigen! Der Auszug aus Aegdpten var nicht nur eine Befreiung von äußerem Zwang und Druck, sondern eine Befreiung der Seele von innerer Knechtschaft. Von dieser inneren sireih.'lt gilt besonder da« Wort: *} *n . Um deswillen, was Gott mir getan!' Don ihr gilt dejondrrs der schon erwähnte Ausspruch unserer alten Weisen: .In jedem Zeitalter betrachte sich der Mensch. alS wäre er selbst au» Aegypten gezogen!' Denn jene innere Freiheit ist gewiß etwa», da» man nicht von Anderen erben kann sondem selbst in hartem Kampfe erringen muß. Wenn wir diese Seite de» Feste» betrachten so zeigt sich nn» ein ganz merkwürdiger Gegensatz zwischen der Gegen« wart und einer nicht zu weit zurückliegenden Vergangenheit. Unsere Dorlahren lebten in der Knechtschaft unter hartem ffusteren Truck - - aber ihre Seele war nicht geknechtet. Sie gingen nich' ' m den kleinlichen Sorgen des Tages, sondern bewahr im lebendigen sinn für die religiäsen Güte m kein Opfer, wo ei galt, ein« aufrettn für d z der Lehre, stlr da8 Erbe der Derganzenheit n in der Freiheit, aber in der Üoßeren ist i;e Freiheit verloren gegangen. ist unt adhand, r. n die BegeisterungKsähigkeit und Opferfreudig'' > ' .?ie Gäter des Glaubens. Don unseren Vorfahren .ur die Schrift von den Gefangenen Vrbukadnez e .U-ch der König" — heißt e» - .sffhrtr sie . . nah BabU. die Helden allesamt', wozu unse:- r i bi« Qufn>erfeii: Das für Helden warm denn . 2'"b) v'vznviz* nv 'S' ** r;"r- Heldentum fönnnt an den Tag Mmschen legen, die in Banden und Kesseln finbf Aber — so antworteten sie — sie wäre« Helden im Kampfe für die Thora. Und die», meine Andächtlgm. gilt von unserm Vorfahren. Sie waren in Bandm. Sie warm in Fesseln- Aber fi* waren Helden im Kampfe für die Lehre, für ihr* Ueberzeugung. für ihren Glauben. Sie lebten in engm dunklen Gassm. wohin selten ein Sonnenstrahl sich verirrte. Aber ihre Seele war nicht eingeengt, und in ihre« Dohnunaen war e» hell, strahlte da* Licht de» Glauben» und de» GottverlrouenS Sie mußten jeden Augmblick auf den plötzlichm Ueberfall gefaßt s^in. aber ihre Seele war todesmutig und unverzagt, und sie sprachen: .Wenn unsere Feinde schnell sind wie die Adler de» Himmel», so gib Du AdlerSschwingm unserer Seele. Schwingen der Hoffnung und der Zuversicht gib uns. daß wir uns trh^»*n zu Dir!' Wir. meine Andächtigen, leben in der Kttihett — aber unsere Seele ist in Banden Unserer Seele sind die Schwingen gebrochen und warum gebrvchm f fragt Ihr. warum? Woran fehlt e»? Run. meine Andächtigen, wir haben bereits die Krankheit unserer Zeit gerur ml: die Zweifelsurft, den Mangel am rechten Glauben! Unsere Vorfahren waren von einem unerfchütterlichm. felsmfesten Glauben getragen. Darum warm sie nicht bloß Helden rm Kampf für die Thora, für ihren Glauben, ihre Ueberzeugung. zeigten sie sich nicht bloß heldenmütig und entschlossen in den Stunden der Entscheidung und Gefahr, wenn eö galt. Alle» an Alles zu fetzm. Trotz -u bieten einer Welt von Feinden — sondern ihrem täglichem Leben, wenn es auch kümmerlich und dürftig war. fehlte nicht ein hoher Zug. war der Stempel religiöser Weihe aufgedrückt. Es war durch einm idealm Zug verklärt, von Frömmigkeit. Zuversicht und Gottoertraum getragen. Den Mmschen von heute jedoch fehlt der in sich gefestigte unerschütterliche Glaube. Der Glaube der Seele ist innerlich hohl, von Zweifel« angefreffen — tief auf dem Grunde der Seele will der Wurm nicht schlafen. Au» Zwelftern sedoch. meine Ändächtigm. aus Zweisteru macht man keine Helden, sondern höchstens zweifelhafte Helden, die m der Stunde der Gefahr nicht staadhalten und die Fahne im Stiche lassen. Daher fehlt eS uns an Helden im Kampfe für die Thora, werden immer seltener die Männer der Treue, die im Stande sind, für ihrm Glauben, ihre Ueberzeugung alles zu opfern. Und nicht bloß dies: Auch unserem täglichen äben fehlt jede religiöse Weihe, jede Gehobmheit, jeder ideale Zug. Und geschieht es einmal, daß wir den Stand de» UlltagSledenS alfttttahi und unsere Seele sich erheben will zu Gott, dich st« höhere Sttmmung un» überkommt. daß ein befferW M» langm in unserem Herzen sich regt, daß ein* innere G>W»p./ un» zürnst, tt könne doch SitU» besser sein »l» »G Wy '. geschieht e« einmal, daß un» plötzlich in unsere» Hffß» und Dränge« der Gedanke an dst Richtigkeit uns«» T»M überrascht, daß un» plötzlich — wir wissen nicht »te nkf warum grade in diesem Augenblick« und an dies«» Orte ~~ ~ der Gedanke kommt, daß doch Alle» einmal er» WM haben wird, fodaß wir betroffen still stehen und mW wundern, warum wir an etwa» so nahe Liegende» so ka«ae . nicht gedacht.-so vergehen doch solche Gedanke» «W - Mahnungen, solche Stimmungen und Stimmen sv toitff, wie sie gekommen sind. ES laffen die Augenblicke da Andacht und Erhebung keinen anhaltenden Eindruck jtuftf und e» heißt von un»: ITin O'2«fO7b2np3“]^»03T0m . .Ihr Beste« ist wre die Morgenwolke und wie der Frühto^ \ der verschwindet!' Aber gerade der Gedanke de» Peffachjeste». »reine Andächtigen, der un» so handgrersiich das Waltm Gotte» mm«. Augen stellt, ist geeignet, un» de» verlorenen Halt, die innere Festigkeit wiederzugebm, könnte in un» das Vnnda der innerm Befreiung erwirken, könnte di« Knechte d» Zweifels und de» Unglauben» beftrim. wmn wir un» «a * ganz in jene Gedanken versenken. So möge denn da» Fest der Erlösung sffr uns auch ein Fest der inneren Befreiung werden, möge e» für «W werden ein HeilmUtel für die KrankheÜ unserer Zeit. Laßt uns Gott suchen, wenn wrr sein, Spur verlöre» haben' .Wie das Morgenrot ist sei» Ausgang sich«!* Dann werden wir. nach der Bedeutung unsewr Feier befragt, auch in Bezug auf die innere Frnheit mllrtuf J. '? ’n nt "12P2 .Um deswillen, was Gott «rr getuk^ * ■ Zu Dir aber, v Herr, rufen wir: Laste das Fest schm Kraft in uns bewähren, lafie uns nicht u«ko««en i» der Erstarrung und Külte de» Zweifel». Schwinge» der , Hoffnung und Zuversicht gib un«, auf daß wir Über di» düstere Gegenwart un» erheben, linen Ausblick gewinne« < in eine swhe. lichte Zukunft! Laß' uni wissen, daß e» noch einen Frühling gebm wird, wenn wir ihn auch seW» vlcht mehr erleben. Laß' un« wiffen. daß einst^mdreche« i - wird der Tag. von welchem Deine Propheten verkünde»; .Der Tag. an welchem die Herrschaft de» Frevel» und der \\ GewaU vertilgt und die Erde voll sein wird M« der -ette» 11 erkenntni« wie die Waffer da» Meeresbett bedeck«'. Anunk * ■

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