Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1921-04-08 · 14 (8.4.1921) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
14 (8.4.1921)
Date
1921-04-08
Page
Seite 2 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/6682508-6377574-6450511--1499-4851156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

rtt. 14 Sette 2 Jüdnchr Bollszettung. Amtt t-ri. »urzeU. in unserer Zeit besondereingedenk fern. denn wie die Lehrer nach dem Talmud die eigentlichen Wächter und Hüter der Stadt sind, so sind auch die Mütter die berufenen Hüter des Glauben» und der frommen Sitte in den Häusern und Familien. Um dreier Pflicht genügen ja Vnnen. erscheint e» daher notwendig, daß auch dre Frauen mrt dem Rüstzeug de- Wissen» versehen seien, und daß sie auch über die südlschen Lebei,»vorschr,st«n und Sitten genaueren Be'cheio misten, damit sie die Kinder «it Herstänbni» darin einkühren können." Seit vielen Jahren widmet »ich der an .der Aellgionsoastalt l bestehende Mädchenfortdttdungskursu» dieser Ausgabe. Sein Ziel rst zunächst. Sieligionelehrerinnen heran' zudliden. Demgemäß bildet eine Prüfung, in der der Kachwei» der Befähigung nach erfolgreichem Besuch de» Kursus erbracht wird, den Abschluß der zumeist dreijährigen Studien. Ader auch aste diejenigen jungen Mädchen, die diese» Ziel sich nicht stecken, nichtsdestoweniger aber wünschen, boft ihre jüdischen Kenntnisse hinter ihrer allgemeinen Bildung nicht zurückbleiben, können in den Mädchenkrtbildungtkursus ausgenommen werben, zumal sich sein Besuch mit dem de» Oberlyzeums. der Universität. de» Lehrerinnen' oder Kindergarlnerinnenseminar» mühelos vereinigen läßt. Lehrgegen-ände sind: Hebräisch. Bibel. Jüdische Geschichte, sowie -leligionslehre on Hand der Quellen. sBrtr. Anmrlduugrn siehe Inserat. D. SchrrftltgJ Zeit erzielt worben sind, sind dank der vorzüglichen Lotung außerordentlich befriedigende Tie Vripstegung rst gut und reichlich und was btsonder» hervorzuhcben ist. streng rituell, den Forderungen des AeligrogSgefetzes ent: sprechend. Der Schocket rst von orihodoren Rabbrnen geprüft und eine eigen» dazu engagierte streng religiöse Dame, dre best nS empfohlen ist, überwacht die Küche Tie Pflegeküsten sind in allen Abteilungen nach Einheitspreise» geregelt, und für minderbemittelte Patienten gewährt der Hilfsoerci». sowert seine Mittel e» ertauben. Zuschüsse an d:e iy.''ell'chaf:, l'- Patienten bat er briher unentgeltlich und r.ft gegen ermäßigte Pflegesatze ausgenommen. Er ist i'cho-t am Ende lemer Kraft, da dre Beiträge wohltätiger Glaubensgenossen noch zu spärlich eingehen. und um auch wertere arme unglückliche Patienten aufnehmen zu können, beSan es der Hilfe aller edlen Klaudensgel oflen Mögen tieSpenven in reichem Maße dem obigen Hilfsverein für die einzige jüdische, streng rituell geführte Hervcnonstutt in Deutschland, dre eS sich zur Aufgabe gemacht hat üblicher, Nerven- und Gemütskranken ein schönes Herrn zn bieten, rn welchem sie sich unter Inden befinden, m reichem Maße zufließen. Tann werden die .Israelitischen Kuranstalten >n Sayn' sich bald durch Ifleabauten vergrößern, sich als ein leuchtendes Denkmal der Fürsorge für dre Aermsten der Armen dauernd zum Legen ker Judenhe-t erheben Die «warten dab«. daß alsbal« 1. Ldera2 »rtlicke Lawwelftellen m„ txx bf<»n*«fB naljabt degrSnd« werden, an de» btntfonbtn One 08«»«. dibt-srheken zusammen zo dringen. d.e mi, dem One and seiner Seschlchte m nnem des»nd«en ^vsrmwendanqe Sebea 2. rmzelonssneu. dre dazu w der läge oder bekond«, quslifizien M, solche Sonderbiblioihetea fflr die -raiisnal- Viblioldei stiften. .1 jeder lLdöche 0chriflst<Lrr rmd Geirtzne. jed« »uchdändl« mrd Trucker vcn jedem seiner Dnrckwette der Iervsalnner Vchimrtzet ij zwei Sbre«pslichtere«piare stisr«.- tzsache jede» jüdischen Autors, jese» jüdischen Verleger« I unserer Stadt muß eS sein, dreier neu entstehenden I Bibliothek ein Ehrenpflichtexemplar feiner Werke zur Der' sügung zu stellen. WaS könnte es auch Schöneres für den Schriftsteller geben, als unsere Werke dort ousdewahrl zu sehen, von wo unsere Religion, unsere Kultur ausgegangen ,st. Der aber in fernen Bückerschähen nichts findet, was er spenden kann, der stelle eine Geldgabe zur Verfügung, damit oon ibr Bücher für die Bibliothek systematisch erworben werden können. g,n gewaltiges die Iübende,t -inrgendes Werk it zu tun! ^r- C- | Aus dem fluslanöe j Die iSrael. Kuranstalten in Layn. Vom Hitfsverei» für ,Üdckche Nerven and «Aemitr«. kra»te E. B. »trd an« d« folgende Lrukel Sbersandl Dir gebe» ch« gern z»r LeruiMl» unserer res«. w«l in »ne« kremen em« jüdisch« und qesUdrir Nerven. »ntaa»«lt oli dringenve» BtdLrftrr» empsvaken w rd. and leid« die Anstalt i» Sayn noch viel zu wenig txfjnnt ,st. fl war ein kühner und gewagter Entschluß, als der Hilfsverein für jüdische Nerven« und Gemütskranke in Bad ' Ems auf Drängen seines Begründers und langjährigen Vorsitzenden, des BezirkSrabhrnerS Herrn Dr. Weingarten m Bad Ems sich durch Ankauf und Beteiligung ein Mit Bestimmungsrecht auf die bekannten, in gutem Ruf stehenden Israelitischen Kuranstalten in Sayn" vor nunmehr einem Jahre erworben hat. Diese Anstalten sind von dem Kaufmann Isaak Jakoby im 1868 rn kleinem Maßstabe ^gründet worden und hatte', sich unter seinem Sohne Benno Jakoby zu einer herrlichen Grüße entwickelt. Schloßartig in einem großen Park gelegen, erhebt sich m einer Entfernung von zirka 30 Metern von der Straßenfront da» weitläufige Hauptgebäude der .Israelitischen Kuraustalten'. die mit allen modernen Bequemlichkeiten. Heutralheizung. elekrischem Licht. Turn- und medizinischen Apparaten eingerichtet sind. Tiefer imposante Bau. in 'dem sich auch eine Synagoge befindet, ist für Nervöse und leichte Gemütskranke bestimmt. Vollständig getrennt hrer- ,vou in mehreren Nebengebäuden werden schwere Patienten untergebracht. Dahinter befindet sich ein großer Gemü'e- -rrten. ein große» Treibhaus, ein Lawn Tennis Spielplatz: an schönen Togen kann man sehen, wie Patienten sich vergnügten Sinne» hur im Gartenbau beschäftigen, dort sich r» Spiele freudig tummeln Ta» Grundstück umfaßt «scnnmen 60 Morgen Garten und Ackerland. Wald und Diesen, wo sich für die Patienten Gelegenheit zu landwirtschaftlicher Beschäftigung bietet. Alle Patienten werden den modernen hygienisch psychiatrischen Grundsätzen entsprechend ohne alle Zwangsmaßnahmen behandelt. Tie Leitung befindet sich in den bewährten Händen der beiden Aerzte Dr. Fritz und Dr. Paul Jakoby. dre in der Psychiatrie eine langjährige Ausbildung bei bekannten Autoritäten erlangt haben, uvd da sie in der Umgebung der Kranken ausgewachsen sind, besitzen sie besondere Eignung, mit diesen Leidenden umzugchen und sie ver- Kndnisvoll zu behandeln. Tie Anstalt ist gegenwärtig r gut besucht, und die Heilerfolge. bu in der letzten Jyür die llmverfitatSbibUothrk in Jerusalem. längst braucht man eS nicht mebr zu betonen, daß ter Auibau Palatinos Sache der >^esaml:udenhe,1 geworden ist Es ist dl.« <:iu öilcn.iiuiu, öie qtulc dtn meisten überhaupt irgendwie bewußt ihr Judentum erlebenden Menschen aufging Tlkjenigen. die m Jerusalem n:cht ein nationales Zentrum sehen wolleir. werden aber zum mindesien in ihm on geistige» erblicken, von dem neue Gedanken und befruchtendes Leben fick auf die Judenhert der Draspora ergießen soll — Tanut ab'.r bie Hauptstadt von Erez Israel dies» Ausgabe erfüllen kann, muß sie im Besitz der nötigen Buckerickätze 'e,n. die den Gelehrten erst die Arbeit errnö.^licken. Tie» aber soll durch die un Entstehen begriffene Unlveuitärsl'ib'iolhek geschehen. Ausgabe jedes Juden muß es sein, hieran Mltzuarbeiten. Wie das im Ernzelnen geschehen kann, jagt der folgende Aurruf. den wir im Auszug viebcrgeben: '<blr bt? ttfu yacfcttn^ün^i t« UmverftiLi. Ulan kann keine WittensLafi 'reiben, wenn man nicht eine wiisenichaftiicde Vrdliorbek zur Lrcrfüqung har. Diele «-1e tlnieriaqe rrber zei!».ien qrcßeren Nrdeik müsien imr daher zuerst nnmal r^rildien rrenn e« un» qrlmzen frü. überhauvr ae» Leb«, im i'ante z:i rflanzen. Tenn nit« blaß die Untt>«siiLi ist obne vorber> ,e E.^chiuna ^er V'^lioibet undenkdar. auch alles Echuirverk. ,eke -verkchun, ebenso wie lehe großzügige Xoio n isai: ci;*» urt r? -k e?t>i1 'urardeI' find von der §cha"un^ einer >-»ren>IE z,er ^ibliolbek und eine» geregelien wenzuri'e,, V't-i orbetiwesenS abhängig. Te«. bald 'oU'k ieker. te: ^ineresse on ten, '^ekklben Le» neuen jutifchen i'kbeitS!«:: '.an r cr.J üblichen Volkermr:,r:,{. an der Schanung eine» ly''le::ra:-''.:,-n ^^i-rlt-^-n-r;. n? nurnürken. .?S k.'ine tan e^ --„.-7 Anregung bedan. dami« sich lau ende v.-rril'N'»' '.-Vien wiide - Zacher -ür d:e llniverfiiü'»- unk Nar:ana:b,dli.'ii'ek;u w.-nden Nder e---e m ke-n i-an'f i:: ^iteri:. m4t r.rmai Li.& e:> e -Lammlnr a t.-n . - ordne' n Sucher:- -t/ ein rrohi. nf;r.Knf:cr unC ch erTvachleuder mu'>. TeSba'.b •S noiweiiti.,. ker re! n u d-e .:ekr?.l:i iei» «-»e lr m - nel zur'5er>üaung zu stellen d>e rue W;t:;:r' .inr;un ’flu.'tau e,n« ivlblloibtk i:cittcii'i; ’-vi. : .* rf-J, ..: c." der-änlw'ckiung rer Lolcniiar>r''. ÄnvU »<tr.fn w.». K'b.'/iiÄ j.t ft,n. d.e Mine! zu b.^chakk i:. --n den Van. ^e tV-vnlnn; nnd die .rgani'che Forisüb.-iin, d.-r :vt zu J^er allem lellre , e: - r ludi'che .» k t e 1 t e r ij 'il: nir tf* hal!«, fistitc foiv besten SlrL'.e;n irü.-nfn. P«rnnag fär Swigraatea! Bon den amerikanischen jüdischen L.rganlsattone» «r^ hallen wir die Mitteiluug. daß durch gewissenlose Agenten Einwanderer^ die nach den Hereinigken Staaten wollen, denen aber Schwierigkeiten seitens der Paßbehörden gemacht werden, verleitet werden, statt aus dre legale Besertrgung der Schwierigkeiten zft warten, nach Mexiko zn sahrrn. Bon dort aus sollen diese Einwauberer versuchen, über die Landgrenze nack den Vereinigten Staaten zu gelangen. Die unglücklichen Emigranten, die von die'en Lgmten zu solchen Schritten verleitet worden sind, werden dadurch in die unglücklichste Lage gebrockt. Tle Landgrenze von Mexiko nach den Vereinigten Staaten wird strengstens überwacht, sodaß keine Möglichkeit vorlirgt. sich nach den Vereinigten Et raten einzuschleichen. Zahlreiche Personen, die dieversucht haben, sind in dem amenkamschen Staate Texas interniert worden, haben nun ickwrr« Brstrasung und Rücksendung zu eiwarten. Andere sind nach Mexiko zurückgesandt worden und befinden sich dort in der schlimmsten Lage. Durch ibrr Uudesvnnenhett haben sie sich außerden die Möglichkeit, nach Amerika zu kommen, für immer verscherzt. Es ist selbstverständlich, daß keine jüdrsch« Erganisatron eine ungesetzliche Einwanderung dieser oder anderer Art unterstützt. Die Emigranten müsien aber e,ndnnglichß gewarnt werden, den Lockungen gewissenloser Agenten zu folgen, die es nur darauf abgesehen haben. auS der UnwlüenheA. der begreiflichen Ungeduld und dem Elend der unnlücklichen Emigranten Kapital zu schlagen, und sich nichr darum kümmern, waS schließlich aus denen wird, die sich in leicktsinniger Deiir ihnen anvertraut haben. E» muß daraus brngewiesen werben, daß jeder Versuch, in illegaler Wui'r mit mcht ordnungsmäßigen Pässen und Papieren die Vereinigten Staaten zu erreichen, die Emigranten nur m dauerndes Elend führen muß. 8ie«. .".n; 11*. Marz war« .V*> Jahre wrilcfl«. Iftt der unter tun Ham« „Liener Geterah" ftarkgehabtea -roßen Jode»^ verbrennuna \n ’\‘irn In V;tb«n und Lnzsthiun^en. in Tchorh und Vtncrb ist ii rr -riebenherr den ipfit«« OMrt)ifd)Uni üb«1ifff»t worden Hm den iniarrdeosw. tiri und die Niederwnlung vor de» Kreuzr haiiln die Dien« Juden ihr ktden unk ihr Uim um da» e»' dem ^er;v-r Aidrrlh: ia nur zu 'un war. reNen krn7-en .Lie zog« aber den T.d durch elgen» od« Jreunte-band od« ao' dem?ch<n«- bou'fii em> 1» rr*ubrud> qeqe» Wott und ckr» korkabren vor Er« qrel'end stnt t:e ecivildenrnaen. wie Mürwr du» Teuerste, ihre Winter tolete::. wie einer. Ä Jona», ficki Nick: bedackie. 'einen U»-; Israels Gestirn *' vetrackiunq zu JTH PltT- Alte Erbweisheit las in den Stirnen bas Sck'ckial b<r Völker und Manschen. Jsrgel erkanntc als Herrn seines Geschickes nur seinen Gott. Tech auch 'eine Trcktcr apd Deuter liebten es. scm Los dem der Stcrne :u v>7 gleichen und wählten als Lieblingsgestirn drs BLlk.-s den Killen, bleichen Beherrscher der Nacht. Ter bescheidene Sinn unsere» in Wahrbeit e?ec tteberbebung icr::en Stammes wollte sich nur a!» dierrelden Lrabanttn gelten lassen. Seine leucktende Sonne wn und blieb chm »ein himmlischer Schöpfer. &c sollte der Milielp.ii'kt imi- - Leben» fein. Um ihn bewegte cs ft.t, in ewig gleichem vorgeschriebcnen Kreiie. Keines fremden Gcstünes Air ziehungSkrast sollte es aus seinem Laust reißen Mit der Erde verlnupst rollt der Mond um die iir.lir, >? C-idlf des LichtcS. Al'o fühlet auch Israel sich mit de:» J:d '-.ben verbunden, erdgeboren und empfängt doch seinen » erst vom Himmel. Die der Mond, so wechselt auch t - dre Zeiten. Die oft tauchte es auS dem Dunkel zum hellen Dollmondleuhtcn, um mählich wieder in schwarze Finsternis zu versinken! Ader es weiß. Der Abstieg ist nur scheinbar. Immer wi.der muß ein neues Leuchten folgen. Seine schönste .^Lnuung rst es. Einst wird der Mond im Lichkr der Sonne glüh'n. I -rael bat fein Ziel erreicht, wenn es zum Sonnenglawle des Göttlichen emvor- -tstiegen. ^Wenn du die Feste und Z.rten meinem Volke frfisetzen willst, so schaue zum Monde", io iprack der Herr ' zu snnem getreuen Diener. Tu sollst Herr ui'.d Meister der heiligen Tage fern. Im hehren Ausblicke zur himmlischen ' . Leuchte sollst, du an ihnrn in der Seele dc; Volkes dre heiligen Gedanken wecken. Blicke cni zum Monde und heilige durch ihir die 2:ge und heilige durch sie dem Leben. So soll das Volk des Mondes zum Eonnenvolte. zum Träger des Lichte, zum t^ottesvolke. werben. l. T. Johob iüalTfrraann: Mein Ulkß als Lkagcher »nd 3ubr, ^'<rlaq i. .-»gi.r. Trf vf. J2 A’f. >i«b. 17 I'.k. liegt in den Krank''.ki!siymptc:i!.'n unserer Zeit, daß e.n Diäter w:e Jrkob Waistrmann in sich den Drang 'ublt. eine Bekenntni.'chrsit Uber st:n VerbaltnrS zu Tcut'chtu::: und Judentnm \u schreiben. Tas Problematische die'.r beiden Begrr'g* in ihm erst alln-adlich aittgeganaen. und er sieht auch reute ney k.rne L<stungt — Und vielleicht iri:*{ Iiki'm- »*ui: io h^i r.bctö w -HIlinnd. iveil es kerne lloii'tniktu.neu b:etet in.u'. e--> nur Erleb»'-: ist. — Jakob Was'crinann hur . ein (sieirihl des Leidens Ausdruck gegeben, dem Kfir ';n L -den. t,:s der aci'N.z und sittlich hochstebt-nde Jude ,-.-ke im i'nem A» 'e:.dt:ck m sich durchmacht, da er den tlaren Mg 'e:ne-^ Lebens nicht vor sich siebt! — _2ik5 'ollen aber dre J>:dcn hm"; io kragt er. Uud die Antwort.' . £ vsir sind n:cdt zureichend. 2r)nbung wird mißdeutet. Vernirttlung stoßt auf Kälte, wenn, nicht auf Hohn. Ueberlaurertum verbietet sich dem. der sich achtet, von selbst. Ar'pg"'unq in Hcimluk fett zährt zu einem Ergebnis nur rnr d-e. die zur Anpaüung geeignet sind, also für die sckw'.cisten Individuen. Beharrung m alter i^orm bedingt Erstarrung.' Wie aber steht Wassermann zum Zionismus, der doch für viele vo» uns den Weg zum Lichtbedeutet^ .Mein persönliches Derbaltrn zu dieier Bewegung rvar unsicher, bisweilen schmerzlich unsicher .... Daß rch von Inden immer wieder für diese lebenSwicksige südliche Sache ge» fordert wurde, ist begreiflich." Ter Konflikt blieb für Äaffermann btfiehen. Er ist für ,hn unlösbar! — Wer aufmerksam verjolgt, welch' gewaltige Menge Bücher heute die Judensrage behandeln, wird feststellen können, daß ihre Tiefe in umgekehrtem Verhältnis zu ihre: Zahl stebll - Aus dieftm Meer ragt wie ein Fels die Schrift Jakob Wasiermanns. Er verdient es. gehört zu werden, nicht nur. weil er als deutscher Erzähler eine große Gemeinde besitzt, sondern auch, weil er in icküichter Klarheit aus tiekstcr 3ff(cnqual von dem bericksit, waS er erlebt hat und noch erlebt- — Dieie Zweiheit deS DesenS kann sür viele zu: Tragödie werden. Kurz vorher las ich KlabkinS neues Buch ..Krisis und Entscheidung". Eckart denkt dirsir die Probleme zu Ende und führt sie zur Lösung im südlich nationalen Sinne. — In gewisser Hinsicht — nickt in seder — bedeutet Wasiermann den Gegenpol! — Und man sitzt grübelnd über beiden. l)r. W. C# Hagadah. HebrLi'cker Ztu. Mir 26 Bildern, nack Raderungen ven Jr'eph Sodk^. v«taz R. fcrvlt, Dien-Bei^-.n -z-rci» geh. Mt. 2b. Wir wollen nicht nur den edlen Inhalt, wir wollen auch eine schöne fann! W,e anders spricht die uns s» lieb gewordene Hagadah aus diesem vollendeten Truck mit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.