Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 14 (8.4.1921)
- Date
- 1921-04-08
- Page
- Seite 3 (sequence 4)
- Language
- German
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s Apnl 142! .jüdisch« Lolktzeltung Ar. 14. Sdtit.' Shiri^e» und gr.-rmden k-rn Tve^goß zu verhetzen. at» da» Lo» «uf I l fiel. um jii am Schieb kW »non e<v,,rertzaosn, za orrichton. J flnfcatct- T„ nächilicheruistewalkiaren q,z,n die Pfoten lebe» I Mitdf7 aal So txricfetft „tf&Q" #brt einen Uederfall emer qr»ßen j Grnxpe Iogontticher imd Swdepien aus da» Botap^ter Lite Jvkni- « «terlei, wrbei der jüdisch« ViN tzamuel Stern so dtmig -eschlaqen 1 »vr»e. daß er da» tkmuttfrn di» Herne nicht wieder erlingen konnte. Slero ist schwer »erwundet. Die Pslize, »ras »ohl m Automobilen pam Schutz de» Oden»» ein. aber ,rtz. al» di, ilrzede»ten ILnqß »eeschwunden waren. Bitzaprl. Tre Liner israelitische Julius,»nnd, hielt ao den Lfteriagen ein, Heoeralversammlun^ ad. deren Hau»tqeAevkla»d em Antrag aas Bereinigung der Lsner Rultusgemernde mit der Petzer Oememd, war. Den Bsefiv sllhrte Bliepritzdeot San.oel Baratt. Den Antrag ans den Anschluß der Ltner Vememde an drr Petzer «nterbreik^e Bela Alap i. Ter Anttag ries große Arregnnz beroor: Prsf. Samuel Laß und Bros. Lbois Strauß sprachen sich au» hitzsrische« und ethischen ltzrtznden gegen d»r Beniirigunau», di» von Dr. 4rnK Schwarz m«l jvntzlkchen Araomenken dektwpst wurde, tzl» der Borfitzende und der «ft,rar iahe», daß die Majseltät der BeisamTnelren «egen die Vereiaigung sei. «erzichtesen fik ms ihre Stellen, woraus Prof Adals Strauß mit dem provi« sanschen Präfitüua betraut wurde. Bei drr Abtzimmuna wurde der VerennganqAantrag mit überwiegender Dta»oniäl abgelehat. Lber« radbiuer Dr. Arnold Rif» und Pros. Adel' Strauß ersuchten hieraus die Versammelten, über den Zwischenfall zur TaAesordn«»g tzherrazeben und »raten wännfien» für den Frieden und die Eintracht der Gnuemdk ein «»»,». Dir .Lownoer Stimme" teilt an» sicherer Quell, mit. daß io der tdegrad von Lojew. PaliNch. Lubawicz. im Gouvernemnet Poenel. fotz alle Joden in den Sttzdien durch Bauernbanvea. welche rih di, von den Bolschewisten oorgenommenen Reqoifitioom «ach, nehmen wollten, autgeplttndert and ermordet wurden. Eine sp,,„>r ktzdesche Deleganon sn in dieser Angelkgeuheit nach Mo»kau gernll. >m der Rezrerunz da» beztzzliche Kat^irl und eine Litze von H 000 getöteten Jude, za überreichen Warschoo. Ter Deputiert, Gründaum lnfifiene >n »nee langen Rede den Mioitzerprafidenln, B ito» «ür Nichterfüllung seiner de» Jodea gegebenen Bersprrchonge'i. Er Nagle -ha de» tzkrsuche» a», aodwtzrr» durch pr»,vdlsche ErNörvngen einen guten Endruch zu erwecken, während er »ede projüdische Handlung oerw'cd Die ttztzischen Deputierten interpellierten auch dei der Regierung »egen der Schtietzung der jüdischen Bol!»vinverfiibi >n Ezentzochou und '»cm der schlechten Behandlung der ^tudeu durch die Polizei >m Ga»»ow>rzer Bezirk tzoatz»». Zuloire einem Mit dem Driefier Llüvd getrofienen Abkommen w:rd dirse Sesevschasl ein bZontere» Schiss für die Beforderuag von llbalozim von Tnrtz nach Jaffa za ermößizien Hrntea aasrüve«. Außer den Paffagieren der l. tlafie wird dre» Schiff «och 4000 tzbaluzim aufnehmen können Die ThaloziM »erde» rituelle Loft erhalten und wenn möglich, loll »och die Gchifisdefatzuog eine rüdlsche lern. Aus Palästina. Z«>e«»rrf»lgu»igr» in N««r, In der letzten Zeit haben in fsemen wieder schwere Judenverfolgungen stattgefunden. Ter Jüdische Nationalrat in Palästina (Waad (tuau) wandte sich an den Oberkommiffar Samuel mit der Bitte um Intervention bei der englischen Regierung zugunsten der Juden iu Jemen. Der Oderlommisiar nahm sich der Angelegenheit lebhaft an und veriproch. die englische Regierung um schleunigste Intervention :n '^emen zu bitten Ter Ma»h«löeut»orf. Tie englischen Mandat?enl«it>k für Palästina und Skdcpciamtm. wie fie v?n Balsour am 7. Dezember dem Rate des Bölterdunde» voraelegi wurden, wurden nunmehr vom englischen A^ßenminiskelium vercsfenllichi Ter Lepl de» PalStzmU' Randals deckr fich mit dem bereus von pnvaler Serte vercfientlrchlen Wortlaut. -- LL'e au« London benchtet wird, dal die englische Regierung genitinsai» mit der Zionistischen Lkganllation „neu Avmmenlar zum Palast,na-Mandat auSgearl-eilel. der zwar keinen offiziellen llharaller trögt. ,,doch erhebliche politische Bedeutung dal Der Kommentar bebt die zloutste»,freundlichen Betztmmungen de» Entwurt» de'inder» hervor Aaöha, »er jürische« Autonomie. Ans Grund r.'iti Besprechung mit dem iltdischen Ranon>altom:tee versprach Lderkemmiflar Sir Herbert Samnel. Zntzrukiionen zu erlaffen, wonach die chdischen Sladträ'e cl» die alleinige jüdische Repra'entanz in den tzödtischen »nd ländlichen S'edlnngen anerkannt werken sollen. Ak!> oberste Vertretung soll das Rat«onalkr>m>iee <Vaad Leom,> gelten Ten kommunalen Britretungen soll ferner da» Besteverung»rechl eingeräomt werden. I Aus dem Reiche : InagltarwgrtS. Die .Kuhrauer und Kraustüdter Neueste Nachrichten' benchten über einen Vorfall in der deutschnatlonoten Jugendorganisation .Jungsturm', der auf die von den Äntlsimirrn verschuldete Verrohung und Bergistung der Jugend ein grelle- Schlaglicht wirft: .Am Sonntag, den 6. Mürz unternahm der Jungsturm unter Führung des Studenten Knobel eine Wanderung über Kainzen hinaus. Beim Anblick eines Kirchhofefragt Knobel, was für ein Kirchhof dar fei. Alr er die Antwort erhält: .Der Judenkirchhos!' bestehlt er: .Halt! Dreimal ausspucken" Und das Unerhürte geschah? Die Feder sträubt sich, eine derartige Gemeinheit und Gefühlsroheit niederzuschreiben. Die unglücklichen Opfer dieser Verführung bezeugen unter Tränen in den Augen, daß sie es selbst als etwas Unerhörtes empfunden haben.' Die heftigen Angriffe, die das genannte Blatt aus diesem Grunde gegen die Organisation . Jungsturm" und die für den Dorfall Verantwortlichen richtete, hatte zur Foloe. daß die Schulbehörden dazu Stellung nahmen, worüber der weiteren berichtet wird: .Unser Appell an die Schulaufsichtsbehörde ist nicht ungehhrt verhallt. Es hat bereits an unseren Schulen eine amtliche Untersuchung stattgefunden, in der einvand« frei festgestellt wurde, daß Knobel bei Anblick des jüdischen Friedhofes kommandiert hat: Dreimal ausspucken? Unsere Darstellung ist ausdrücklich als in allen Dellen Wahrheit«» getreu von den Zeugen anerkannt worden. In der Mittet» schule wurde daraufhin am Sonnabend vormittag durch den Rektor Schwabe sämtlichen Schülern die Teilnahme am .Jungsturm' und das Tragen der Abzeichen verboten. Gleichzeitig wurde das Uebertreten des Verbotes unter Straft gestellt.' Ter Vorfall ist so grotesk, daß er in der breitesten Oeffentkichkeit gebrandmarkt zu werden verdient. Mit Recht bemerken die .Guhrauer und Fraustüdter Neueste Nachrichten" über den sauberen Herrn Knobel: .W«nn im übngrn jemand vor Knobel auSzespuckt hat. möchten wir auch unsererseits darüber unser Bedauern aussprechen, zumal es wirklich zweifelhaft ist. ob jemand mit solcher Gesinnung wert ist. daß man vor ihm ausspuckt.' Berli«. Der Derrin für jüdisch« Sftschichte und Literatur hielt vor kurzem in der Loge Kleififiraße eine Gedenk» seier für Profeffor LouiS Lewandowsk'. den Reformator des jüdischen Tempelgesanges. ab. aus Anlaß von besten hundertjährigem Geburtstag. Nach der trefflichm Auf» führung eines seiner Prvsanwerk«, des Trio Omofl für Klavier. Violine und Diolineell. durch Prosestor Bernhard Destau. James ^Limon und Ewel Stegmann, schilderte Rabbiner Tr Hochfeld die Verdienste Lewandowskis. der in seinen Tempelgesängen Ueberzeilliches geschaffen und mit Feinhörigkeit den Psalmen den Stimmungsgehalt abzu» lauschen gewußt habe- Seine besten Werke könnten wohl an die Seite der musica sacra beider christlichen Kirchen gestellt werden. Oderkantor Tavidsohn schilderte Lewan. dowSkiS Schaffensweise und den Stil seiner gotteSbienstlichen Melodien, von denen dann Proben durch den Svnagagenchor unter Leitung von Theodor Schönberger unter Mitwirkung der Konzertsängerinnen Agnes Lenbach. und Dero Goldberg'Konewtzft vorgetragen wurden. Verlitz. (?m Dorortblatt. der .Berliner Süd-Ost» Anzeiger', enthält eine mit dem Hakenkreuz .geschmückte' Einladung des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. Ortsgruppe Treptow-Baumschulenweg. zur .BiSmarck-Feier am 1. April im Treptower Spreegarten lznter Mitwirkung der Kapelle her Reichswehr - Fahrobteilung Nr. -T Festfeinen schönen, klaren Buchstaben und seinen wuchtigen Bildern zu uns als aus den Üblichen Heften, wie sie ,m Mastenvertneb verkauft und gekauft werden und die nrcht geeignet waren, der Jugend die Achtung vor dem Inhalt einzustößen. - - Wie sprechen die Zeichnungen BudkoS zum Herzen, wie hat er es verstanden, dieö mit seinem Stift auszudrücken, was uns alle bewegt, nenn wir inner ich erschüttert die Hagadah lesen! — Nur der kann so zrichnrn. der ouv der tiefsten Tiefe der jüdischen Volksseele schöpft. — Hoffentlich findet diese Hagadah außerordentliche Verbreitung. denn auch der Preis kann angesichts der unübertrenlichrn Ausstattung nicht als zu hoch angesehen werden. Dr. \X\ C. Das Dklavenrrcht im allkn Israel. Ter toziale Zug. der das ganze mo aische Ge'eh durchzieht, wackle auch vor dem rechNosen Sklaven nutt Halt. Zu einer Zeit, da menschliche Ware dar billigste Handelsobjekt war und bei den westlichen „Kulturvölkern' der Besitzer der Sklaven der Gebieler über Leben und Tod feines TienerS wurde, war der Sklovr im alten Israel durch ein 'orgsältig kodisiziertes Recht geschützt. Ganz bestimmte unt auch streng durchqesührte Rechtsgrundiätze regelten das Derbältnis des Herrn zum Sklrvrn. Sv durfte der Herr den Sklaven bei begründeter Ursache müßig züchtigen, aber Ueberlchreltung des Züchtigungerechts war ihm verboten. Be» dauernder Mißhandlung war er gehalten, ihn freizulaffen. und schwere Strafe traf ihn. wenn der Sklave infolge erlittener Mißhandlung starb. Erne ganz neuzeitlich anmutende Bestimmung verlangte sogar die genaue Regelung der Arbeitszeit. Ohne vorherige Bestimmung der Tauer der Arbeitszeit wurde kein Sklaven» vertrag abgeichloffen. woher eine gewrfie Arbeitsruhe vor» gefchrrebrn war Ter Sklave mußte ganz genau wiffen. wann er seinen ^eurabend hafte, denn »nichts ermüdet s» sihr, als wenn nan den Eintritt des Zeitpunktes der Ruhe nicht kennt'. Nicht nur d-m He-rn auch der Außenwelt gegenüber war der Sklave dii'-chauS nicht vogelfrei. Das talmiidifch« Recht hatte M\x Las untm Sklaven zugefügte Unrecht die gleichen Strafen sesigeieht wie bei einem freien Manne. Denn jemn-d cirnn fremden Sklaven beleidigte oder tätlich angriff. >o wurde er nicht andekv bestraft, als wenn er es irgend einem anderen Bürger t-ee Staates gegenüber begangen hätte. Auf vorsätzliche Tötung nnes Sklaven stand die Tod-:nr.r'e uns aus sahrlä'sige die Verbannung nach einer '.ludererftits batten :i:M die Sklaven, wenn sie sttst sich irgendwelche ^iergeben zu Schulden kommen ließen, k^i-ie schwereren Strafen zu gewärtigen als die ireirn Burger. Sie standrn beide rinter einem czltichen Strc.'rech.t. Älasiensustiz war al'o selbst gegenüber dem Unireien eine unbekannte Sache! Don ganz beionderer Wichtigkeit »n Bezug aus das Verhältnis des Herrn zum Sklaven ist im übrigen die Tatiache. daß der Vertrag strt-r nur auz , Zeit" grichtosien weiden konnte Derjenige SNave. der sich l-.us freiem Antriebe verkaufte, weil in fernen Vermögensoerbältniffen heruntergekommen, konnte sich, wenn sich feine Dirdültniffe befferten. sederzeit wieder lpskauftn.. liegen Erlegung deö KaujgeldcS war er wieder ftci- Sehr häusig trat der Fall ein. daß Verwandte des in Dermögensverfall Geratenen die Kaufsumme zusammenftgten. um ihren Angehörigen von der Sklaverei redner ist der bekannte völkische .Dichter' Eberhard Kbrtttz^ Juden haben krinrn Zutritt.' Die Herren btt Blndlerstraße müssen sich schleunigst dazu äußern, »ie st» derartiger Skandal paffieren konnte. Oder steht nt«ti # an .maßgebender Stelle' als mit der Dienstordnung dtzk Truppe der Republick vereinbar an. daß ein Kommaude« seine Kapelle den Pvgrompredigern zur Verfügung stellt t * Mit dem offiziellen Ausleihen der von der Republik W* zahlten Truppe an die Umstürzler von Rechts sollte ftte» Haupt endlich radikal ein Ende gemacht »erden, da f«st *< billigerveise — morgen auch die andere Richtung— die des Sowjetsterns — Militärkapellen verlangen tftsafc. Fra»tf»r1 a. M. Am 29. März wurde vormittatzg im Dorhof der Synagoge Friedberger Anlage 8 von ei«» Unbekannten ein Kaionenfchlag gelegt, welcher aber Nicht zur Explosion gelangte, da er rechtzeitig bemerkt und da» dem Kastellan durch Begießen mit Dass« unschädlich gtz» macht wurde. Die von der Polizei sofort norgeno»»«« Untersuchung hat ergeben, daß der Täter »ahrfchoinÜch nur beabsichtigte die Synagogendesucher zu erschrrcke». b» nach Lage der Sache eine Beschädigung der BäülichkoiA» selbst wenn die Explosion erfolgt »4rr. kaum eingetret» »ta. H«»ß»r^ Ein Verein Jüdisches Volkshei» Hamburg-Altona wurde hier gegründet, die tn Mt»e»< wo mele ostjüdifche FlüchM»jMa»ilien sich anfhnkbm.. soziale Arbeit leisten will. G» soll ei« Hei« gefch^» - , werden, das auf die Heranwachsende Senerntio« Etnsusst. , gewinnen will. Für die Kleinen wird ei» KliidnWtzitM errichtet, die schulpstichtigen Kinder sollen in den mittaosstunden mit Htzndftrtigkntsardeitrn beschäftigt »erdm, u« ste für ein Handwerk vorzubereite» Die Ailtta» sollen dort abends Geselligkeit und Belehrung ffndcn. 1 »«»«« ^»»»^»»«»,»»4 »m»» »»»♦»»»»♦»♦< Au 6tm Srt*lö*tr 6cmebikcUNii «♦♦»»♦♦♦♦♦»♦»»»♦♦» ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦< / Breslau, b. April 1W1* -»«r» ,», fr. O»r»»ch'. Drmslag. den 5. April, fand nachmittags um 4 llhr die Beerdigung des Seminarrabbiners Dr. Horovitz staA.i'' Da Dr Horovitz im Jüdischen Krankenhaus gestorbon «t - und man einen Rücktransport zur Vallstr nvn ovo J wegen der Ehrfurcht vor dem Toten vermeiden wollte..^ konnte eine besondere Trauerfeier in der Seminarfynag«» •$ wie sie früher vor der Beerdigung von Doztttttz« übitzch gewesen war. nicht vewnstaltet werden. Ir doch auch bah der schlichten Beerdigungsfeier in der Salle des FriidhoD » Lohestraße konnten die Gefühle trauernder Liebe und Dank» barkeit. mit denen das ganze Seminar Dr Hornvttz Mg , Ruhe geleitete, zu Worte kommen. i' Rach einleitende» Lhoraesang nahm Rabbm« Dn^. Simonsohn das Dort zu seinem Hesped. Er schÜdosätz . die Verdienste Dr. Horovitz' für das Judentum und «4"* dem Schmerz der Gemeinde Breslau um den Verlust diwtz» großen und edlen Manne» Ausdruck. Besonders gebachhtz er de» Lerdes der schwer geprüften Familie, dar treu». Gattm und der Kinder, die den Heimgeaangenen wLhmD'^ feiner langen Krankheit mit größter Aufopferung gepstsgk' -. hatten. Hierauf sprach Semmardozent Dr. Heinemag« .. im Namen des Seminars und schilderte Dr. Horovitz dl den Mann, der wohl eine Ehre kannte und hoch {Mt,., und nicht duldete, daß man ihr zu nahe trat, der abtzll - alle Ehren verachtete und verlachte. Unbekümmert um den FliUerkram wiffenschaftlühm Aufputzes habe er echtes, unverfälschte« Äiffm «« bia.z Urquellen des jüdischen Geistes erworben und gchehtzt. Ein Feuergeist lebte und rang in dem Ncinen. kränklich» j Körper. Sein Name wird unter den Größten in. Jüroat' und besonders unter den vlroßen des Semmars stets «ibz tiefster Verehrung genannt werden. — Namens der SchRlae zu befteien- Aber selbst wen» sich niemand fand, tat'* Unfreien zu erlösen, so leuchtete ihm dennoch spätestenA, nach Ablauf von sechs Jahren das Morgenrot der Freiheit. Mit dem Beginn des siebenten Jahre« war er ein frei« Mann, auch ohne daß das Kaufgeld bezahlt wurde. Ne» wollte, körnte er natürlich weiter S'lovenbienste «*.*' richten und viele machten auch davon Gebrauch. Sitz'. zogen d!e gesicherte Versorgung al« Sklave der unfichet» Erifienz des .freien' Arbeiters vor. Sie blieben lebend » länglich Sklaven aus ftriem Dillen. Sir »rrfilmtr Mtl Nachdem bereits die Estergeschichte und daS Bach Ruth dem Film euren dankbaren Stoff geliefert habe«, sind smarte Amerikaner daraus verfallen, gleich das ganze alte Testameni zu verfilmen. Tiefer Ries»nsilm, geg». den selbst die muesten Lt'stungen unserer Filminduf^i» verblüffen, wird oraenwürtig in London ousgesührt. Sr ist betitelt .Dns alte Testunent" und soll »ehr oft JiO Millionen Ml. orlostet haben. Ursprüngltch war er 250000 Fuß lang, ist a'-er j.tzl aus rZ000t» Fuß zusamme« ' Q'brdfigt wordkn. In dem ,0!m werden alle uns der» träuren Ereigniffe der ledlischen Weltschöpfung sowie dt» Schicksale der Kinder Jcrael nach den Büchern Moft< vorgefübrt und zwar wir hervvrgehoben wird, .von eine« rern geschichU'ä^n Standpualt' aus. Mrs der Inszenierung de« Paradieses hat man sich besondere Mühe gegeben.- Aber auch die Sladfl.it soll sehr anschaulich wirken. u«tb der Auszug d.r Kräder Jcrael au«Aegypten, ihn Wanderung^ durch das Note Meer, sind natürlich nicht vergesten.