Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 9 (4.3.1921)
- Date
- 1921-03-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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«i. ) Mi2 Jüdische LolkSzeitunq. L. «trz l-ri. ihn bei aller GefüklS'remdheit achten müi'e ZwilL-'n ten national-deutschen Juden und den J:c>ni'N"' aber die Liberalen, vom Verfasser .Zwi'che::'.h'cht,'er" genannt die haltles hin und her schwankten und die clgontt'.-k.on Vertreter deewig verneinenden jutilchor'. Geistes b'^ton. Wenn ein Umstand meine zicnüu'chen Ueb.rze::.::: .■;( erschüttern könnte, so wäre es fctc be' k.. ueilde ft ii.::’.:. die sich der Zionismus 'ci: ns der ..national dc.:ün Juden" bieten lasten must. Ich beneide die liberal n>. um den'Vorzug, da- Mißrallen dieser Herrsche.'len crr^.t zu haben, Es ist natürlich nnrichtta. daß der so.,ouau:ile .Nationalismus" der Zionisten - ein notäuriliger Äusdruck, der dasWe'en der 3iii« ittir .rnaeiiaa um'ä>7-.:l.t mit dem Nationaleqch.smus der e,.:o; u'-l-en VNlcr und ihrer entarteten jüdischen Mttlä.i'.r in L-'raUclc 'etzon sei. Wenn der liberale Jude ticsin cnr.a .n'.b.en Nalio ralis muS. den er — irrigerweise — t*: den Z.vnt'len wieder» rufinden meint, im Namen dr chNen'chl.^rsidee lek:.:ipft. so leitet ihn ein tief sittliches und echt jugi'ches E-npst:den. Ewäre ein billiges Agilotronsmickol. wc-n wir Z onisten den Liberalen die Behauptung des Herrn Tr. Na inarin Vorhalten wollten, daß die liberalen ihrer sur.i'chcn Gesinnung nach zwischen uns und ihm sränd.n Ate: diese Behauptung ist so flach und schief, wie die ir<sf:on Behauptungen der Broschüre. Zwischen uns urb ibin la"'k unsichtbar der Trennungsstrich, den trüber die Taufe v".'i,- kundig machte. Tie liberalen und :o r stehen Urs-r'.j der Linie: Herr Dr. Naumann steht jen'.nks. Was L.erste und Zionisten sich zu sagen haben, denen cs Boden Uiis^er Ernst um das Judentum ist. da: ge t den .i:ar<:iildeutschen Juden' nichts an, der ron der ja>tjrfien (>V:r dürgscha't nichts wcitz und nichts wi-sin ir:U Das Einzige, was Herr Tr. Naumann von» Ju^eu unbedingt fordert, ist .das deutsche Gei.stst"; das E::,i,ze waer ihm unbedingt verbietet, ist darjn B'che Go'istl. insbesondere die »Hostuung ölst den Me'sta-:' u:.g rie .Sehnsucht nach Zion". Tie jüdische Abstammung dagc>,en gestattet er den Juden. Tie Abstammung eines Mcn'ch.rn sei ein .Zufall", für den niemand vera-rwortl-.u; zu machen sei, und laut verkünd.-t Herr Tr. Naumann — höre Israel! — daß er sich der s.luen nicht schäme. Ich bekenne, daß er Mich in dustm P..nk!c ubertn'tt: ich schäme mich seiner Abstammung. Herr Tr. Nauma.rn also schämt sich derselben Nicht und lehnt es deshalb ad. als .Affimilant" bezeichnet zu werden. denn cr w. n-cht scheinen, was er nicht ist". Er vergleicht sich o elmehr mit den französischen .M'ugivz". .»'ochlölumde Namen klingen ihm" bei diesen Vergleiche ..uw Shr". TaS Wort R6sugiß-tönt in der Tat nicht >:vel. u:n io ubeler pißt eau/'dest Fall des Herm Tr. Naumann T:e sranzö''uü:cn R^suaieS wurden um ihres kalviinstlschen Glaubens w.llen au< Frankreich vertrieben und fanden bei ihren d.a'jchen Glaubensgenossen freundliche Ausnahme. Sie wurden vertrieben, von ihren eigenen Lindsleulen. und zwar um ihre- Glaubens willen Leute, die freiw'llia und ohne Gewissensnot. gezogen von irgend einem . Sondcrgefühl". auihrer Volksgemeinscha't zu einer mächtigeren, reicheren oder angeseheneren Gemeinschaft überlaufen, pstegte man bisher nicht als Refugiet zu bezeichnen. Man hatte einen anderen Ausdruck. Herr Dr. Naumann ist also ein Rösi:?. 0 und verspricht seinen .deutschen Brüdern", st.ch zum jüd ichen -ianun ebenso zu stellen wie die brandenburgiichen Hugenotten zu Frankreich, jene .Männer französischen Stammes. aber m:t echt deutschen Herzen", die ja 'V, -- deutsche Heere ge'ührt l l alten - gegen Frankreich Ne.-r!\*\ war der Bersassec wobt i a: dc-rhalb iucht a:i:;r.uf vttonk. no.l er es als Nkannl v^aa-.'edt Im Falle ei st:.ttl:chn Pogroms 1 nach nngarisch-m Muste» dürr nwn Endendem.:-.'.chw<>l.!d'.mtt s re knien. Herrn T: Na.:mi:.u -.ne Adteilun z 'r,-,\x deutschj l n.:'?nal>n Biude: a!-' ^I'.ast.nl.alna/l in:Ge''kt jutncn .za irden. JJi :f; tiu-.-.; Xcit*!. .::i iii.it die iprud st. n deutsch nationalen H'rzcn vezw'.uao:: ' Kann :* d:e stiartZ immer ncid nu':q<\u, »Leei-idu-chen He'.inn one.ck'ich >ie Hand zu schütteln^ Noch j-de.n Tl.ii'k n. 'o ver'ich-rt da' ^r-'ichu'e. der ncii von eiiem nationa' deiN'tcn A'!fc;n d''ni lstest"n.:ng li.it. entwrckrlu lastent sei „mit i.st i:nm r d n Z.lcknn i!t?o.!en btt eista.in'e W-ii.n.n r' knl'chtup'r: . Z.» nnn« alle ^nten so wäre». iv'>' c-’c'" Ich br.z e>'.' d le r der oNirsten en Tcutiche.'. nud-iunne Herl« Dr Nai.m'.:'N v^n He.zeu die rhu der!, ck-.-nt . io originelle Wcu'.-un.; freilich, ’ol•*» reine Jreuden uib't Herr Tr. Nauru inn n:i,t alle Tage aa jeuien derit'chen Brüdern. Eö gibt, er kinu nicht le.:an<n e:ue Avrrt des Änt'ieiuil!-:- mus. die samt'iche Jaden li.n d-7- ..Zu'alls gcmtin'amcr Aöstarnmurrg" willen in eine:: Te:i w.ift. al>o auch ihn in denselben Tcps. Geg.-n d 'e Erscheinung, erkl:.: er. nnlsie man 'ist web'.en. W.-7 eagen'n der Lid rale unter *A!iT:»cmitisns;:•* verstehe, je: eui'-nll'v gar kan Ant stau!'!' runs. Tas i.'i sachliche <tr:::k. '..r d:e der J,.r>. '.cn rel t'we'en -'a kbar 'ein im:'v v.'.der grrnten de and-rr die rtN-eralen rol-chrn ballen l.n.chl .in den :) n r.nd hi<stc: l'Scrci'.th-'it", statt .'ln'n..chke 're.m.i". z üe.n Me''er rr-"7z a>t>.'i D^r ed'r deutsch na'ionat.' ^o-rnigu^' Ist en: Wunt.r. daß Herr Tr. Na um :nn jkrnderliche H nnei'.uiig' za ist n ru'.p'i.'.dct. b.'onle:; ic-^t. da eben die!.r viv:!. d r in erstinder i.'ie'e die ganz- Welt an scineni junkerlickiil'ilitar,Nischen Wesen g.'neien taisin wollte, selbst krank darNikderliegt krank an den .xolgeericheinungn des -Krieges und der bö'-n Nevolution' Als zärtliche TiakoniNin. sorgend nna h-.'sti.d. wa.til Herr Tr. Naumann on iemem Lager. i:nabla''!Z bemüht, .alle schädlichen Einstüste von außen der", inabesondere .die ge'ästrlichen tzvaste aus dem T'ien t.m i.'?:öenden scrnz rhalten." Und wenn der P iticnt ihn auch b.oweilen durch .Trott und verständnislose Bcr'klojsenb :t" bekiiu m.ri. Herr Tr Nauinann bleibt ..ii''beilit" und flüstert sch.naätend. ..Wenn ich dich liebe, was gestks auf" Taa nenne ich einni/.l ein Zitat am rechieu Platze! H"r e.itsch.id.,''. uns Herr Tr. Naumann vollauf 'ur d-'i niiß.unr'nen .N6sug'6 Vergleich. „Wenn ich dich lieb habe, .war g.-stl» dich an-'", so spricht Plnline. Lcha:"'"-'" und Tirnchcn von tlstruf. za Wilhelm Meister, sich beharrlich und itnir.er wieder anbietet, io v. ' auch feine Verachtung bekundet. Als er 'chlie Pi'tulenkamps verwundet wird und sich nicht rühr, drängt sie sich ihm als ungebeten.' Pst-gerin auf t«..o geht nicht nr.ch.r von seiner Teit.': sie kennt die Ehaneeu der <kra:.ken'ch.ire'tcr! Tie setzt sich an 'ein Le'.r und lagt, »sie gelte durchaus für Wiliulins Iran, introvuziere sich ern jur alle mal bei itrm in d.e'er Dualität und werde nicht zugeben. daß er si.st nach einer anderen WarLtng umsehe". ,Pgil:ne", sagte Wilhelm. >ich bin ihnen bei dem Unfall, der une begegnet ist. schon nianchen Tank s.l.uldig geworden, und ich wünschte nicht, mei'ne Verbindlichkeiten gegen S'e vermehrt zu sehen Ich bin unruhig, solange Sie um mrch sind Geben Sie mir meine Sachen, die Sie in Ihrem Horror gerettet haben, herau-, schließen Sie sich an d,e übrige GkicllschL't an. suchen Sie cin ander Duartier. nebintn Sie meinen Tank und die golbcne Uhr als kleine i5:kenu!l'chk.':t. nur verlosten Sie inich!" ..Tn b.st e:n Tor", sagte sie. .Du wüst nicht kürg werden. Ist weiß bester, was Dir gut ist; ich werde bleiben, ich weide m-ch nicht von der Stelle rühren. Auf den Tank drr Männer habe ich niemals gerechnet, also auch aur Deinen nicht; und wenn ich T:ch lieb habe, was geht« Dich cm'" Pstiliiiens Bemühungen bleiben bekanntlich erfolglos. m geflissentlich sie sih auch als Gattin .inteodugiert". Cb Ort modern? Wilhelm Meister sich stündlicher verbi!t-n ivi:d. steht dahin; am Ende verzichtet Philine gar aus 'eine L.ebe und begnügt sich taute 6e mreux mit den kleinen gv'.de en Eikenntlrchke ten. Aber wie die Abenteuer d's dei.t'.k iiationalen Wilhelin und der nitronal deutschen Pßrline sich au.k. gestalten möaen: ich als Zivnr't bitte die Tain-e in'tändigst. uns kniittig mit Aeußolungen ihrer Achtung au!:.;st zu imr'choneii' Wir Z-onisteu sind, wie d:e Taustud.n ohne Wasser aus drejrn Zeilen erseb.u luogen. durchaus nicht die bejahenden Naturen, als die sie uns rühmen, sondern wir lä lepp-n — gerade so wie die Liberalen - ein erheblicho« C'.antum des verneinenden jüdischen Geistes in unseren Seelen h'rum. Tie etvig dezahonden Pseudojuden mögen ^al.er getrost die Liberalen und uns a!» eine Einheit \ tr.rk.ten.und behandeln' r Aus dem Auslande I Oie {jenailTjiice bet ieph,rdischen Zobenheit Eines der ki'itiülchsten »ind interestantesten Momente :st d:e W'edcr'.d.ut der 'rphard,scheu onentaliichen Jud.'n» heit, de.en E>lst'!>eii und ^ortschrelten w:r ii:i Lause der letzten I ihre decbich'en können. T:e Balsvur Deklaration hat .iiiü» im a r'tlgen Leb.n unserer sephardl'.chen Brüder riiien st .!.:! Uini.t.wung heri.'orgeri.f.n. Allen: Anscheine nach steh :r n\r i n Beginn einer neuen Epoche im Leben und Tenkcii Ni grer vrientali'chen Bolkstcile. Von Bagdad bis Porsitil. vo:i den zcistreuken Gemrlnden in Algier und 'INaro'kp. rv'n Balkan d:s w it rach Nordair ka hinein, iekcil imr di: Wcrdu, u”b Entstehen einer tikjgchenden NakidiialbewegiiU.i. bas Er.v.ichcn sü.lummcirder. lebendiger juü'ch'r 'Ji'1' f- J:::k.-sondere i mt großer Begc: igibt. Ja't uderai. lj.brä'iche Abeiitkur Probleme des neue ... ^-s luvi'chen Palästinas, behandett und de- 'p.ochen ttNerall macht sich eine ^.nke T-ndenz i.lalbt.r. i'.: üi■.t n außcrorientaüichen Teilen der Juden» hni ideell z veilliiiden u::d oemeinjam für die Sache des judl'chen CK'li.j zu arbeiten. Bedenkt man. daß diese 't-gcner.tt ci'.Lbewegur.g weit mehr als eine Million sephar» dl'cher Jude:: uiniaßt, so ist leicht rrkenntlich. welch gristizer Gcwliui di? Judentum durch die Wiedergeburt und den Arrichttiß sti.'.r unterer seit Generationen von nn» ferngebliedc.'-'n Bruder, zu c: warten hat. Zm schalten Gottes. Zum DoLei'.ad'chnirr Denn der erste jüdische Künstler den Namen Bezalet d. h. im Schatten Gottes, fuhrt, so dürfen wir dar::: vielleicht -einen Fingerzeig sehen für b:c Austastung welche bal Judentum über die Frage des Verb Bknistrs von Nel. ßion und Kunst gehegt wissen will. Alle Kirnst :ft aas der Religion geboren und ist trotz aller Aorrrungen ihren wahrhaft großen und E.vigkeilr-.vtrt leanwrrrchenden Schöpsungen immer wiede» zu ihrem eihadcucil ttr'prnng zurückgekehrt. Der Künstler ist von Gott persönlich L’ciu'cn und vom Gerste Gottes erfüllt. Hier schon wir den Vorgang der Inspiration, der aus religiösem Gebiete von so vielen geleugnet, al' Tatsache vor uns. die weder »och in ihren letzten Gründen rational erklärt werden kann. Kein Wunder, daß vielen die Kunst zur Religion geworden iß nach dem Dichterwort: Wer Wi'ienichttt und Kun>r besitzt, hat auch Religion. Und doch kann Kunst nur eine Dienerin der Religion, nicht Religion selbst 'ein. Religion, jüdische Religion auf jeden Fall, verlangt den ganzen Menschen, seinen strebenden Geist, seine suhlende Seele and seinen wagenden Willen. Aiag Wissewchast dem Geiste genügen, Kunst die Leele besriedigen, es fehlt der Zügel und die Zidsetzung für den Willen, wie erst Religion sie unzu geben verniag. Die Schwäche und Haltlosigkeit, drr Wahn, sich alles erlauben, sich ausleben zu dürfen, wie er sich-so h-usig heim Volke der Künstler findet, erklärt sich aus dem falschen Glauben, in der Kunst schon alle-, also auch Religion zu besitzen. Luch aus Bezalel ruht der Geist de4 Allmächügen. aber nur in Weisheit. Einsicht und Erkenntnis. eS johlen die ethischen, den Willen und das Tun bestimmenden Attribute. Den vollen GotteSgeist wrrd einst besitzen der ideale, religiöse Mensch, wie er uns im Messias verheißen iß. Er besitzt dazu noch den Geist des Rate- und der Etürle und der Ehrfurcht vor dem Ewigen Drum muffen »ir d«< Dichter- Wort wandeln und sagen: Der Wissenscheft B*b besitzt, der habe auch Religion. Hat er 'ion ioc;.' rom Götkli^en. warum will cr untren aur .'o::; Wegen stoben bleiben und ca nicht tn seiner ganzen Re nhe.t und Vollkommenheit zu cireichen ’tüjcn? Tamil ist die Stellung des Judeittums zur Kunst gcgclcn. Es verwirft alle ttunst. die das Gort.icke ersetzen oder gar l rabwurdigen null Es 'oie.t t:c Kimst. d:.' da wohnet n Scd rtten Gottes. l T. Cie iotiale Fraye. i;cn 2r. r: :i e ut a :t it. .1.1? tru: pjif ..jcifraren :« iütri-or ^ftfnSaiifiiauiiii.V Ät;:",iu.ir. f rj’itiar» a. ±H.. m;t *reunt::cber Gcläubn:« tti Lei'ossolS uet dei-erls: i Im G-gensatz zum Urchristentum lehrte das Judentum ,u allen Zecken den Wert redlich crvoorbencn Besitzes und der Arbeit, die zu ihm verhil'l. Kein Paradies schlaffen Genusies steht am Anfang der ttN-schlchiej in den Garten Eden werden die Menschen-ofubrt. ..um ihn zu bearbeiten und zu behüten" : nur die unlohnende Arbeit, die Sckwriß und nur Tarnen bringt, gilt allerdings als Fluch Und am Ende der E'.ckw.cktung ersehnt der Jude nicht das SLlaranenl'.nd. dar uns halb scherzhaft, halb ernsihast schon ein gr-.cchi'cher Lust'p'.cldichtcr des juu't.'N Jahrhunderts schildert: vielmehr sollen an Stelle von Schwert und Lanze: P'lug'char und Winzermesser Irctci:: j.der wohne „unter feinem Weinstrck und seinem Feigenbaum". Tein entspricht das Brld tcs häuslichen Glückes, mrt dcm der Jude nach der Sadbathruhc die Arbeitswoche begrüßt (Piatm 126); .wenn du von der Mühe deiner Hände lebst. Heil dir und wohl dir. Tein Weib, rin blühender Weinstcck. an der Ntauer deines Hauses; deine Söhne wie junge Lolbaumsprosien. rrngs um deinen Tisch." Nur wer das .>amilrer:leben so gering wertet, wie das Urchristentunr unter dem Einfluß des Glaubens an das nahe Weltende es getan hat. kann den sittlichen Wert der Lerussarbrit verkennen. Aber religiöse Wertung der Arbeitsamkeit und der wirtschaftlichen Selbständigkeit führt keineswegs zu einer bedingungslosen Gutheißung uferlosen Lnverb-drange- und der Anhäufung von Rercktum. Im Gegenteil: eS besteht auck nach jüdischer Auffassung durchaus die Gefahr, daß einer .die Welt gewinnt und Schaden nimmt an ferner Seele". daN mit der Armut auch die Temut verloren gebt; auch in der jüdischen Gemeinschaft haben die bedeutenden materiollen Erwlge. die sie während der letzten hundert Jahre zweifellos gedatt hat. wahrlich,nicht zu einer Steigerung der religiösen Innerlichkeit geführt. Don hier aus b.greijt man die Nedenklnauderstellung der wrrifcha'tckch und geistlich Armen, der Änijun und Anawim. vcn welcher oben die Rode war. — feie Empfehlung einer ..Einschränkung des Erwcrbesinues" in den Sprüchen der Vattr Wenn aber las (shristentum solche Warnung nicht nur auinimmch sondern eiveri Schritt wer^r geht, nur d.e Ä'inen selig spriche. die Reichen vom Himmelreich aussch'ießt, so scheint »s sich auf dem er n,irf von der An'chanung des Judentums nur den .'ach zu unterscheiden, eine Gefahr, die auch r bis zur Unentrinnbar lnt zu steigern, bis zur »losigkeit zu verallgrmernern. Verfolgt man ab equenzen beider Standpunkte, so ergibt sich ein r. diätzllcher G-'gcns-rh. Das Christentum nimm'. ten Leben alle Sprnnung. dem sozialen Kam». nd Triebfeder. mährend das Judentum, inoe ^ließlich die allzugrvße. rücksichtslose Ausbrerluno auf Kosten Anderer verwirft, geradezu zur )es sozialen Fortschrittes geworden ist. die W -m Ausdruck eines chnstlichon Gelehrten das 2 wts" gelehrt hat. Tie Worte unseres Prop t denen, dre Haus an Haus. Acker an Äcke- ^it sie allein ansa'Ng sind im Lande!" haben , eefunden bis in dre'Predigten christlichksozralk r hirrin. die im Gegensatz zu den grundlegende -?n des Neuen Testaments auf den uns und . .-ea-nnsanen Besitzstand unserer Bibel zurückzugr Mn gefunden haben. - bi4 hinein in die S' Botmreformer. deren Führer. Henry George «.: I "' 'afchke. sich mit vollem Bewußtsein empfinden j.*’ ■ Durchstzrer der soziale» Gedanken unserer Bide' 1 .'tiw Berachrug bei