Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 5 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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fe *. Mi f FWtfch. NlW,iilii» 4. Febru« lttU D»m da» Msse» hat ferne» Platz i» Gehrr«. Der Glaube «Ger ift viel mehr em >«gelegen Herl de» Charakter» als de» GrLbeln» und Rachdenkens. Aam Mauden gehört A»t. sehr viel Mut. und wenn mir Heutigen an seine Mete die Statistik und was damit zusammenhängt. gesetzt Habe», so beweist da» eben, daß wir zum Glauben Zu feige stad, auch wenn wir uns Helden dünken Die jüdisch« Religion verlangt den Glauben und sie verlangt den ganzen Glauben. Diejenige.- aber, die bloß p«»mt»kise glauben, stehen de» Heidentum viel näher §U solche, die «ehrere ttütter verehren- Denn nicht die Metadttern macht da« Deien de» Heidentum» au», sondern der Umstand. daß die Heiden ihre Götzen selber au»« stdapsen und ausprvbieren ließen, wer der stärkste van Hnen war. und sich dann dem Sieger unterwarfen und Ihn anbeteten. Dar da» etwa» andere», al» daß sie ihren Mauden zu einer Rechenoperation machten, die sich auf Pkvzente und Dahrjchemlichleit-werte stützte' Und sind Mir Heutigen über jene Art de» Heidentum» erhaben? H»»d aus» Herz. Wte viele stehen, mn der Türklinke in »irr Hand und wollen Abschied nehmen. Ein bi»chen Pietät, et» bischen Gewissensdängni» hält sie vor dem letzten zurück. Me zögern und scheinen auf etwa» zu warten. Da bricht Wötzltch ein Ungemach über fie herein, da» ihnen zuwider ist. Jetzt ist der Schuldsall .konstruiert', wie e» so |A5u ftttfct und man e» au« den Beispielen der jüngsten Ge schuhte genugsam kennt. Und diese Prozentgläubigeo sogen stch mit lerser Genugtuung in Gedanken: .Halt, jetzt hat Er. »» den meine Väter al« den großen Helfer glaubten. Deinen Vertrag nicht gehaUen. Wahrhaftig, mich trifft Mim Schuld, wenn es zum Bruch kommt. Sie ziehen tfccn Hut und gehen. Und daheim erzählen sie ihren VekanNten. da» Schicksal habe sie in ihrem Glauben wankend DMvacht. Die Loren, fie haben nie einen besessen )a aber, gestalte» sich viele zag einzuwerfen. wenn »o» un» nur beweisen könnte, daß der Glaube notwendig »»d nützlich ist. Da» ist freilich schwer und auch gefährlich Denn würden vir e» beweisen, dann würden wir den Mauden zu einem Wiffen machen, und seine Ganzheit damit zerstören, seine Reinheit trüben- Doch halt, vielleicht können wir doch so etwa» wie beweisen Folgen Sie «tr. lieber Leser, und verletzen Sie sich bitte in die Seele «ive» kleinen Rä'ers. Ter fitzt, vom Äinde verschlagen, »rttei aus einer Straße, hinter ihm lo»mt ein Wagen tat lrab Da k.iegt H das tkäserlein der Ä.iqst zu ü»n and beginn: die Beine zu gebrauchen. Doch auch von v»me kommen Menschen, die ihn zu zertreten droHn. Von recht« urd links droht Gefahr, überall Pferde und Rüder und Mruichen Der Käser weicht aus. dahin. Mrthiu. dreht 'ich un Kreise und vergißt vor lauter Angst, daß er noch Flügel hat. Da w-.hk von fernher der Duft staer Blume aihm hinüber. Da» schmeckt -vie Heimat. Mi« Schönheit. Sehnfuchtserfüllung. Ter kleine Mund seine Flügel au» und fliegt mitten durch das Getümmel schnurstrack» aus das duftende Ziel los Der Mensch ohne Glauben gleicht dem Käfer, der von Mfichrra bedroht, fich rech!» und l:nf3 wendet. Er fieht M» Schicksal kommen, weicht au» hierhin, dorthin, stürzt «jeder, rafft fich empor, und dteieS wilde Fluchten uns Rennen nennt ec.Leben. Ter Mensch aber mit Glauben erhebt stch über da» niedrige Treiben wie aus Fküaeln. Mgezpgen von dem Duft einer überirdischen Gewißheit. Er steuert flink aus seine Blume koS und schaut von rhr Vertrügt und außer Gefahr auf den wirren Tumult um stch her. Freilich — sagst Du^ lieber Leser — bloß die Rüser haben ja aber Äügel. doch wir Menschen Ru» ja. wir'» beliebt, wir können auch so leben, und schließlich kann man ja nicht beweise», daß es ans der Vlome schöner ist al» aus der lauten Fahrstraße, die man Leben nennt. _ _ Tagung der Ieutralwohlsahnöstellr ker deutschen Juden. £u Zevtral»otzlsabrr«ft«Üe der desrschea Jude», der deren« mehr als vo zübtsche gemeinden in Deutschland. wvte dte großen Orgjntftlioarii de« deutschen Juden tv in« anaeschloffen find, hieli am 24. and 25. Januar un rogenbau« >n Bereit ihre ersie qrvLe <3ohtf2dn«tag»ng ad. Line große Anzahl mieresfierler Delegierter , an» Gäste folgte den it-erbandUingen. Nesrrr:« von hohem fachlichen Ken« retteten die Ti-kuffion eia. die für alle, die id der lüdilchen Sohftatznspstege stehen. Bedeutong«»-lle« und Neue« erbrachte. Gebeimer Iastizra: Ttmenvorser bot den Telegcerien und ttzästen den BjtÜksminknaruß Tann ffcrlr er au«: Ter Endzwecl asier »rdert in der ^eniralwohlsahrtSirellk ti die Emiracht de« Judentum«. der öreg der edelsten menschlichen Nezunaen u.er alle perloattcherr ood reilgl-iea Mernar:g«:rmer'S:ete. Tie Zenrral» wobUrdNsstelle fieO: eine der vielen zu schaff.-nten LmheilSfrsnieo tonerhald de« Judentum« dar Ta« große lu-ert ist di«her durch kernen Parke,gern und keine Lrzewuchi cedemm: worden. Möge e» auch wei'erhm se ne ^anze Aral: den Tienst d-t gesam-en Juden« low« stellen tonuen. s Lager» Lafpary-Berlin. der den Se'Las:«dencht erstaue:«. gab in fernen »u«sübrung>-n zunächst eine kurze Gelchichre der Zentral» wohlfav'.rrstelle B. r Ihrer ivegrUudong herrschik da« LhaoS. Taufende von Bercinen and Anstslirn und L)cblfahr'«instiillien. die »euwerie g^rvalnge Lmzelleistungen vsllbrachien. arderkeien zusammen» hangto» nedeneinarrder. Uederffüff-ze Nev^rünbungen und zersplntene Rkironen kennzeichneien da« r^ohljalüisw^en der druifchen Juden. Die Zentralwshlfahn-stelle verfuchre an der Hand Le« dürftigen Material«. welche« La« Handbuch kr« D I. B. bot, da« Vorhandene feftzustellen, uw al« erste Aufgabe eine Au«kunfi«- und VeraianqSftelle einzurrchien. ^n da« junge Znstriui »rar eine große )illle von Aniraaen. Wünschen uuv Anregungen, weiche ein» gehend studieri und nar ti gnorten wurden. Immerhin konnie dre uirundlage geschast.'n werden, die cnien Äri«dau und Auf bau and e»ne vlaauiaßi^e Ionenrwict'ung b^c indischen Lohlra'rt«» pstege ermeallLl. Tr. tzegaIl»Berlin bewerkle zum'?e:LLiiSberichi. daß di« zur GrLnduna der .z-mra w^bl^hris'telik iete Neprai.niaiion der viei» leiiigen {übt <tm Wobliahnrpstege fehlie. Heuie ermöglich» e« di? Z--Mralw:bi'ud-.l«ste!le. an allen >nierton'efficrellen isodlfahrl«» aoigaden airiorita: o mnzuarderien. wie z V. bei der AnSland-Lilse, »rkegtbuirerbli,denen» .^llrforae. üinterdrlfe u'w. Tiefe Mitarbeit qewShrleiste«. daß uu« den arcßen allgemeinen Mitteln auch die istdiicheu Instiiuic bedach» werden, lpegenwariig delchofirgt sich die Zenkra wo>.lfahriSstelle gemeinsam mi« ankeren rganilanonen >n der Hauvrsach» mr» der üo'tzereiiung der Begründung von HkilstLiken für > jüdische l'ungen» und Nervenkranke, der «Lchastung von Heimen 'ür schwer erziehbare Kinder, einer Hilk«akkion für da« jüdische Rind und ker jüdischen Liubenienhil-e. Piele« von dem Lngestredren ist bereir» erreicht: „ne große Iiille von Problemen harrr ncch ihrer ^v'ung i» gemeinsamer Arbeit de« deutschen IndentumS. Nach erne» Boiiraae von Iustizrai E al o m on«BerliN werden die neue' Satzungen der Zeoiraiwohllahrisstrle genehmigt. Fiau Heneteiie May erstattet den Lastenberichr. der mit 31 H33 4)ik adfchlceßt. Ta« neue Iabr mit lernen erwe'ter».en Aus» gaben wirb den L^at auf etwa lOtt OOO Mk erhoben. Die Zencral» wohlsahrtrstelle erwartet, daß ,hr dieser größere Betrag zur Erfüllung chrrr ^LohNadriarnkgaben von den anigelchlosieneo Lrganitationen z»r Berfüguag gestellt wird Frau Liddy LronSky behaadelt cn einem groß angeiegren Nelerai die Forderungen der ÄegenwaN an die lüdifche Dohliadrt«- ^D>e anschließende Ti»kufilon wird von Frau Lllendorf» Breslau eröffnet, welche »or einer Uederschhtzung der ^elstung«» täbigkeit der Gemeinden und der Aebekreudigkeii der Besihenden warnt. Die Mittel der polttiichen tKememden und der allgemeinen Stiftungen müffen starker al« b:?ber in Anspruch genommen werden. Tr. Klee wie« auf die Nviwcndigleii lachmannischer Beratung , de, der Abtastung von Testamenten hin. Biele Testamente, welche Stiitungen enthanen. sind teil« durch Formiehler ungültig oder mit so erschwerenden Bestimmungen belastet, daß sie prakkijch unauSlübrdor werden. Tie ZettverhLtinlste sind der Errichtung »on Ltifwngen günstig, weil da« Geld heute einer getingen Der» bat. Da die EiifkAngen ,edoch für die Zukunft bestehen bleiben, werden sie an der iit erwartenden Eerrsteigerung de« Gelke« ieilnehmm. - Tr. Albert e»i» forden eine Bertiefang der jüdischen Oohlfahrt«arbeit. deren SwrstrrlnO»»«» tä» e^st»«e»»e fffatofr ntM«ag! erforvnüch ß»h •c beklagt Me heutig« msaaetm* E^mwg »er «itarßeüer. — »edakreur »l»,el befchstfttat stch erngehenb »it der BcnrWftttimc, deren Maßnahme, bebauerÜcherwetft »^Ifach »»»«stlfsibte« a»f den A,tts,mitiS«u« bennßoßl »erde». Der Mangel an Mittel» für jüdische WohlladN«rfie-e ist im wesentlichen auf da« Fehlen einer geeignete» Propaganda »«Lckruführe». Dv aktive Mitarbeit an dteseu Aufgaben muß als Berpfitchtung für reden etazelnen devtschen Joden propagiert werden. Der Gedänle. daß erne lüdilch« DohlfabNAstruer bezahlt werken muß. mt bit Ltaatlsteuer. muß sich durch ehen Dorch die Kuriere Heranziehang der Jugend muß nn stärkere« -eben in die Arbeit hiueingetragen werden. Rechtsanwalt Dr. Bar», der. aenaewstblte Borsitzende der Zeniralw^hlfahrttstelle. ersiattet ein umfasieude» Referat über dr« fragen der lLvijchen Sozralpollttk. Im deutschen Lrrrkchaft«leden ist eine enk^chieden auuiemttifcbe Tendenz grge» die gefelllchastirche and w nlchasiliche Stellung der Jaden unverkennbar. Die jitdtlche Sozial» poiilik in Deaftchland ist nur möglich inner bald der deutschen Lirischat'. aus deren Boten fie sich stellen muß Eine Ehaiatterrstik der deutschen Gtnschaft drldei gegenwärtig der Abstieg derjenigen Schicht, dte man vor dem Lriege den neuen Mittelstand nann> In dielen Beruj4jch,chten. dte Akademiker, höhere Beamte und leitende Angestellik umfaflen, stad die Jaden besonder« stark vertreten. Edens» liegt (f de« den Reninertr. Hier muß die jüdische Sozialpolitik etn» sehe . Ibre Anlzaven liegen innerhalb der deunchea Wirtschaft, niemand kann daran denken, kür die deutschen Jude» eine onnfch»'tliche Sendeistellung zu erstreben, di« uafedlbar zu ihrer vvst» kommenen Aus chaltang füdre« müßte Unter den Linzelaufgadrn der Sozialpoliik hob der Vortragende zunächst die Beru'«l»era!uaq hervor. Bei der 1015 erfolg en Begründung der Hauptstelle für Betuflderatung wurde al« Endziel eine großzügige Bervs«iimschtchionz der keui'chen Iudendett. di« Zusührnng der Jugend zur Beamtenlavfbabn and z^r Landwirtschaft geplant. Die tetzige Unsicherheit aller wirrlchastliLen r'erhältnisie zwingt dte Zurückstellung diese» Plan'». Tr. Baum beurteilt dann die AuLsichten ui den einzelnen BerusSjwclgen. Tie akademischen Berufe sind überfüllt, etwa« günstiger find die Luafichien in den technkchen Berufen. Lulfichiavcä ist vor allem da« Handwerk, defien Aufdlüben zu erwarten ,st. Io der fandw ri chast ist die Möglichkeit innerhalb Deutschland« außerordentlich geling. Ter Mangel an Lehrstellen und später an Arbeit«» mcglichk':t?n für jüdische fkandwtNe ist sehr drückend. Im taufmanns» stank lr'gen dr, BerhLliniffe völlig unklar. Die Hoffnung aus eine seldügntige Lristenz ,st noch geringer geworden al« vor dem ünege. D e iud:kche Anzestelltenschaft muß dazu erzogen werden, innerhalb der allgemeinen BerufAorgrmsation den Kampf gegen den wirtschaftlichen AntilemltiLmu« mit aller Jtn<t avfzvnebmen Diele jüdische. Angestell'enpoliiik ist von größter Bedeutung, eben'» eure ziel^ewußte jiid'iche Berrlkerunzspolitck Die Jugendpflege tritt dadurch in den Bordergrnnd aller Arbeit. Die Famil^eng^2n^u^'g muH erleichiert werben durch Beschaffung von Wohnungen. Modilar und 4u«» stattvnq. Alle diese Ar'->ntkn find von den hierzn errufenen Londer» organisati-nen unter zieldewußler Zukammmsasiug durch k,e Zentrol» woh''adn«üeLe zu leisten. Lmil Daldüein.Breslau retiriert über..Tie Nor der juei'cheii Waisen und ErziedungSanstalten". dik er zum Te^l durch eine Zusamwenlegrinq schwach be''etz'er Anstalten desenige., will. Dagegen wende: sich Nrbb ner Tr. Emil Eodn-Bonn de: in der Bereinigung destebender Heime nne Gefährdung ibrer Arbeit^ ggalnat sieh«. Etne Frage non höchster Bedeutuvc; ist d e »instellung der Prefie >n den Tienst der Drhifabrt«pstege Die Werbung von M:fedr von votenten Elnzelverionlichkeiien wöre eine Aufgabe für kie Raddine». die «emeindeoorstände und d:e l'oge:,. San:täisrat Hanauer- FranftuN a. L'k. feitci: d.e stärkere Heranziehung der rffentlichen Bebördeu. zu den Ausgaben der jüdischen Walfenpstege. Iräuletn Berta chavveode,m»Kranksurt a. M spricht sich energ''ch >'egen dir Belobung lüditcher Kinder in christlichen Pstegestellen au«. Auch die KittLer au« Mcschebe« muffen erfaß« vnd sUr da? Illdenku» erhalien werden Eine Lifparun-g an den Etat« der denebende.t An» ftaltrn dilrtre schwer sein. Am Esten kann ke:ne-'all« aeipart werden, ebensowenig an den niedrige» Oebaltern der Errlekuiigsdeamten. Den» die jüdilchen Wohlfadrt«organi»ationen 'i;nemat''ch arbeiten würden, wären die fteien Plätze mehrfach zu bnetzen. Ter Mangel an Pfteaestellen verstärkt da« Lnstglt«bedllrfr,S. E ne Bkreinigunz aller d:e<er Anstalii: :n einer In'erestengemeiTi'chaii ist unbedingt erforderlich Sedr bedauerlich ist der qennge Nachwuch« an Lrz>ebungkbeamten. Es Mliß bewemden. daß dir destekeiiden Anstalten e« nich' versieben, au« ldren Zöalinqcn Mrtartrtter zu aewinnen. Tie^e Tatsache beweist, daß die Anstalten :n technischer und pädagogischer Hirfichi die'e« höchste ErziebungSresullal nicht leisten können. Den zweiten Berhandlting«taq leiteten Bonräge vou Profestor Dr Toby Lohn und ranttätsrai Dr. Feilchenfeld iowte SanitätSrat Tr Nowratzktz über d>e Schaffcwa von Fürsorgeeinrichtungen für jüdische Nerven» und dungenkranke und sür geistig Der qedcctte Lisch. Zn» LoiberradschniN .Du ließrfi tbn berrscken über bema Hände Wer! Alle» lesiteff du ihm;u Fußen. Schafe und Rtr.xr allzu »al und auch da» Gelter der Fe'.de-,. die Pögrl de» Himmel» und dte FtscKe der Meeres, olle--;, was die Pfade fett Ozeans durchicknetdel'. Retck gedeckt ist der Tisch der Rat»r AlleL ist deren zum Mahle Alle Kreatur staden- Äuch der Mensch dal seinen P^tz an der un' «Glichen Keftestalel. .^st nicht alle Müde der Menschen ffr f«nen Mund? In uichl das Hauplziel unserer LedeNsarbeü der Genuß" Zn nicht der junger der Arenge Meister, der daü irdische Getclebe ie^elt Wir irfÜgcn zur Zeit d<S Pflügen», su |5en;ur Aeit de4 Säen«, ernten zur Zeit desi fcimert*. breidrn zur Zeit fccc Dreschens, windschaufeln zur Zett des Dindichauielns Mo blerbt da Zeit übrig für die Pflege un'errr Zdeale^ Galt bei idjGit iur den einfachen Dicnii.u « ne: schlichten 3<ü mit geringen Bedürfnissen, um n»icv:el!:.rhr für untere «ktwickette Aulrur mrt ihren versein.rten und ausaeiuchten GeAuffe-rsorderungen? Trum ist dem jüdisch, n Menstren Noch ein allder<r Ttrch ^ed.ckt wurde:' ^Tte-r sind dte Rrchte. welche du ihnen vorlegen solln" w:e aus einem «deckten Tttch. Der Tisch des Zuden ist gedeckt mit den Ufatzten. mit fittltckkn Forderungen Dad jüdiscche Rcchl d«körpert nicht die FcrLerung drs jkweillg starken, der tz»n Schwachen ausnutzt und von der Tafbl de^^Ledcns »irdröngt. Es beginnt mit dem Menichenrechtr des Sklaven imd schlreßt mir öem Schutzreckl des Fremden. Der Aude hatte oft genug die Faust d.s Unterdrückers zu spüren Kekommen und wußte, wie es dem Fremden zu Mute ist. 3» stolzer und bewußter Erkenntnis des eigenen Wertes »»rstond er es doch stets, fich in das Seelenleben der anderen >ß»z»sühlen. Israels große Männer fühlten das Leid der Mckt. Seine Propheten klagten selbst, wenn fie die Herrlichkeit ihrer Unterdrücker in Trümmer finken sehen. Dem Juden war das Recht nickt etwas Geworden^, wcittr Werdendes und sich i^ntwtckklndet. ei^as fich dcm Lallte der Zeiten und den Wünschen wechselnder Gewalt« Hader Anpaffendes. Es wurde ihm vorgelegt wie die Svene auf dem gedeckten Tilch als etwas Fertiges. Unwandelbares. Ihm »st kein Traum der Gedankt von de: ewigen Rechten, dte rn den Sternen geschrieben find. Wohl finit auch;r den .''egr:" der Sntwicklung Doch er verleg: fie in das Seeienke...'n 'Lkenfchen. Ewta. unwandelbar und unabänderlich lkuckken aus hrmriltick.-n Höhtil dte erdabencn S'erne der n'llrch'n Forderung. Ste trösten »ns Menschen wenn wn tn der dunklen ^Lacht unterer r?rdenlcdens zu tdnen empon'ckauen Der All« mäckttge de: Hüter de-: Rechts und der Sittlichkeit ruft au« Berge^Köhen und Mole, der ideale Menich. st-tat zu tbm errvor s > Neue Bucker. Besprechet» von Tr. \ Hab« - Esten >r»f. r». ». „per f»>ischr sielt,i»»»««trrricht. " zN Lcwit. Wien und Berlin U-» l Wer dem Pr.dlem dt'ebeut-aen jüdi'chen (^rrvliung^'! weiens einmal klar tns Auge get^hen hat. wird gerne nach | Vorschlägen greifen bte rne Bet'erm g de? beuitgen l Zustandes versprechen. Von den .Nestenonkn" Rr.ten'e!ds muß man trotz aller ehrlichen Begeisterung, mn der fie geschrieben find, unbesrtedtgt sein. Nicht weil nch seine Kritik des Bestehenden ausschließlich auf Wiener Per» hältmffe beschränkt- Das er da sagt, bat allgemeine Bedeutung. Tie Mängel de« dortigen Systems find meist auch die unfern. Die einzig wirklich durchschlagende Geiundung sür unsere Jugend könnte nach Roserffelds lleberzeugung nur durch die jüdische Schule kommen ^Allein", so charakteristert! l der Dersaffer auch unsere 2aae in Teu'ihland sehr zutreffend. ,i;v! dfis.n schöucn Iin;r: :'i iu! . oße Masse unserer Jugend »n abiebbarer Zeit n'ckt zu rechnen * Da an ein: Vermehrung der zwei > t>lt#tte:i steligionsstunden innerhalb der Simultanschule" auch r.tck! zu denken tst. so will Noienfad sein jüdische« ^'zieh!:ng:t.''eil innerhalb diet'er beiden Stunden erfülle", t^tn an und für fich sehr praktischer Gedanke, ^roqt fich nur ob er fich realtiteren laßt. U:n so mehr als Nosenield in dielen rme» Stunden natürlich viel mehr erre chi haben will als dies bisher der fiall war. Er will vor allem den siiel'gionsuntcrncht. der dem Judentum allein nie gerecht werden körne, durch einen Iudentumsur.terrickt ersetzt wifien. Im Mittelpunkt eine? solcher. Erztedunf,«tdeals mi ß der DebrSischunlerricht stellen, der den Schüler befähigt die Quellen des Judentnmd in: Lrtginal zu verffeden Tie Tnti'a^e daß aut der Poicner Tagung des liberalen Juden! .:n« :m Jahre 19!^ cejc;1 wurde: ..Damit unsere Jugend die religiös» ethischen An'chauun.en des Iude"tums aus der Urquelle V.t icköp'en imst''nde set. aur der allein fie rein, un» geirudl gewvni en werden können, zu tirsem Zwecke muß fie im Hebräi'chet'. tn der Sprccke der Neligion unterrichlel werden', zeige klar wie fich hrut-'-al!» fttctfe de« Judentums übe: d'e Vedeutung des Hedräiick Unterrichts einig find Daß oas angettredle Ziel aber dt« heut, kaum erreicht wurde, liege vor allem an der falsche» Methode des heutigen hedrütscken Unterrichts. D'e Ge» sundung kann nur durch die Belebung des Hebräisch» Unterrichts »m buchstäblichen Sinne >"8 Werte« komme», d. h. durch Erlernen de» als lebendiger Sprache. Run spricht dte Parteillung. dt« Rosenseid innerhalb des Jude» mmt. de» düfa Forderung stark mrt- Was o aggebend ist: E> ist Rojensüd selbstverständlich ,n solcher Sprach» unterricht des Hebräischen ste -» in den Eiach