Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 5 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Swtnaat 1921. 3ftbcf*c Srtttirttu« fc.1 GM» Jojrnblt^f N-. Krim n* IWrrJt b* Pn«tfeeze»te» fro--«urcgtnffrtl J. ft tbn He kpattzyzinnj»«, taf. - r,'?ü,isch<, ®ofeMa*rtf»»f9e oa»a»gi»g )r> 1 «j Ba»vel.»tdette1fe sprich Slxr fei, K^twevfeizteit *n. ' -. 3f«lialr#fnirq der jLdischn, fBcWartfyfUjf Di, vielltn * .ad," brr fenittgffl illdische» WshltahktSpss,Z, and dt, >ß-, * ,'.-d<ninz,n. d„ aoch von auß^hald an die l»ka e jüdilche rd, r --ltt.! werden, verlange eia nvfenUiche« korgehen der tu * ,.-.wenden ©tgaatfatieiim m der, L»«agogengememden. .7 :--mntschluß 18 einem örtlichen Sohtsahrlsvervande an. D^r Bervaod soll die LinhnUichkert dir jüdischen ir*!'-*. j*r jjtn «nahrnd trnngnt Ubi Mrttet ont »osganasbrr nl'chev WohtsahNtpfle^e za tftii. maß der Vrrfeanfe fax a,r G^chsftsssrll, oder no,4 WohisahnAamtee Sorge Tw Zentrale soll, ohne die ,fer,namütch' Arderl aa» Lurch eme sozial gelchvltr v rvsrtrast vermaltet werden. Dr. Ollendors-Berlin bedandelte in eingehenden ^rr-urr" die .jüdische Aufe^anL«d>ls^' Diele AollaLdshUs, nah .».ische Notwendigkeit des Äudgleichs der netwendigllen . .denLbedllrftiiss' verstandn, werden. Sie tü vorlidergehend ovd hat n»r dann stnen ausda^enden Werl, wenn au> «Kr ein starkes Oe»einicha^t>dewilbtje,n als Neues entsteht. Diese Hilfe ist der gaffend inaerlicher brüderlicher wemnnlchait. Dre deutschen Jaden mißen Brnnnler des großen Hilsswerles für die nottkidende jüdisch« Brv-Uenng des Lastenwiden Hier können die deutschen Juden •nBTii'am mit der Juden den der ganzen Welt aulbauende Arbeit Alße» D>e auf der Welttzillskonsereuz in kkarlsdad angekoüpsten Bqietzvagen muffen vernelt werken Dl, Zenttalwohliahrisstelle ist das vernsene Lrgao für d:e ersten Schutt, ans diesem Wege. Dr. Allred »lee-B-klin sprach Über de Bedeutung der Larlsdader Welihilsskonferenz für die indische Wohl, sahrtsylleze. — F. Ä Aaullmatin-Beriin besprach dl« ..Probleme feer Ostjvdenlraae in Deutschland Dt, Wanderung illd:scher Mastm. feie ans der Holle de» Ostens ohne gretsbare» Ziel stieben, ist e ne Erscheinung d-r letzten Jahre, die p'essach auch bn Jaden annerstanden Hefelieden ist. Bei der Gründung des Arbeiterfürsoezeamtes trug dessen Wirken zunächst provisorischen Eharakter. im erheblicher Teil feer Müch'linqe sind gelernte uud hawzelerntr «, beiter, iw Netz ms Astrleruefhrllerr verhinderte die Zentralisation dar Massen m den Oeoßstsdte» D>e Ardntsreschafiung dildite d t weseviltchste Htlse. Mehnrre Daolende sind in der rheinischen and odersch eftlchen Bchwer- Mfettstrr, und Leichtindustrie, besonders aach im Bergbau unterzedracht »mdeo Die sornchrklteiide iSutschastskr'se eischwette die Arbeit fcfer. i» ist ersltulich. daß die Gewettichafien gegen die üntlaßuvg ktznt »übischrn »ollrgen prsirftirrrn. weil sse vorzüglich mtt chr.rv ^skommen ''lach J>ank.e>ch und Belgien konnten größere Arbeiter, maße» verm:i',li weiden, dis die ausbtechenbe ens, aach hier grove Echwierrgkeiten »chus Die Aonsetzuoz der Arbeit ist eme moralische Pßlcht des deuische» Judentums gegenüber den ^üiuden Mit d-.eskn Ntferatku ist die Dagesordnvng erledigt D,e vorechlagenen reitiätz, werden odne weitete Debatte ancetiotnmen. die regungetl (o;,r. deatbettet werden In seinem Schlußwort gibt Dr. Baum der deiechtigten Besnedigung lld«r den verlaus der Dagunz Ausdruck Die ,Übliche WchlsaKrtSpstege ist durch sachliche Arbeit gesorden worden. Der Geist der r^ogen. in deren Hau» die Tagung stattsand. welcher der Geist der Wohltätigkeit, der Bruderliebe und der Eintracht ist. vereinigte sich mit dem Begriff, der züdischen Wcd'.jabn»pst,ge. der Zedakoh. zu rtuem harmonischen Ganzen In diese» Geist wird die Zentralwohfiadttsstell» >dte Arbeit weiterlübren zam Sohl, des Judentum», il'rbhaster Bel'all.» t Aus öem fluslanöe; Oesterreich uud d e Ogjude«. In drr Wikner ^rmetnderaifefttzung am 14 Januar Kachle ln Führer der Chrtstttchsvzuürn ttunfcha! einen DrtllglichkeUsankrag ein. der dte Äußwcrjung aller £)ftjnbrn auS SBvrn rerlangl HierLber entwickelte füh eint stürmische Tkbatle. Der DringlichkeitSontraq wurde jchliktzllch angenommen Jstr ihn summten autztr feen ChrtftltchioztLten auch dte «soziaidemotraten Wie». Tcr Stretk der jüdischen RelrgionSlehrrr dauert a», doch besteht Aufesicht. dost rn der »tüchsten Zeit eine Euugung zwlsch'n den Lehrern und dem Kullusvorstande justande kommen wird Bei einem Empsang im Bundes' der Erkafsung drr reltgtösen Luellen des Judentums gestellt werden rnust. Und buch ltegt gerade hier der schwächste Punkt der Broschüre. Wenn man nämlich wissen will, wie die GprachvermitUung nun tatsächlich vor sich gehen soll, so wird man mit einigen nichtssagenden Sätzen obgespeist. Am besten fange man im südischeu Kindergarten mit den Kindern an zu sprechen. .Etwa wie die Kinder oornchmer Häuser noch ,vor Beginn der Schulpflicht einer?tranzvfin ober Engländerin onoertrout werden^ um diese Sprachen stch recht früh praktisch onzueignen." Lb diese (^ouver- »cmtermethode für größere Massen wirklich heilbrii'gend Hist, kann man füglich dezweifeln. Denn aber, was oft sber Fall sein dürste, kein jüdlschtr Kindergarten da ist? So beginne eben die Volksschule in dieser Weise, ehe ne Kind ]um Buch führt'. Hier tfi aber doch die Zeit id beschränkter als im Kindergarten; hier wird doch heute saß durchweg auch nur m zwei Wochenstunden BeligionSnterricht erteilt. Die .Verse' kann doch hier daher cht gut dieselbe sein wie dort Und dann, .ehe sie da»!ind jum Luch führt'. Ja. wann ist dar? Wieviel >L denn vorher erreicht ft in? Und nach welcher Methode soll dann das Kind leien lernen etc? Ta» Ningi alles recht einfach und grostzügrg. wie fenfeld das jagt. Tem aber, der dte Schwiengkerl de» bräischen Unterricht» kennt, ist damit gar nicht gedient. I fern, dast RojenseldS B'o'chüro -ehr al» Propagandazu werten ist. Aiß AN haben. An solchen bald üdersättrgt. tz Belebung des He-. recht, wird heute al gewünscht. Nur streitet man sich ' des hebräische» w, alterten wollen, kci rt. kie grMn Pr^ra»re. v. sie rhre Wirkung Entwürfen find vtr uns keinen Schritt rchts. darin hat R. i notwendig allsnt» tufemast de» zu Erst ct alle, die an erner urt; ichts Ul aqmb einer . rü daher hotte nicht nd<rn prakvsche BoefchUye «inisterium für sopole Verwaltung empfing vkinistniol rat Professor Pribram die Lehrer und bezeichn«»» gleich' soll» die Forderungen derselben al» »ästig und begründet. Der Verband drr Angestellten der Gemeind« Vien hat den Aeli-ionslehrrrn zugefichert. dast ihnen, fall» der Streik über da» Monatsende hinaus dauern sollte, du fülligen Monatsdezüge einstweilen von den städtischen Angestellten vorgestreckt werden. Lischt»,». Die Kaufleute in Jassy haben einen Vernn zur Wahrung des Todbat» gegründet, der solaenden Be« fchlust bekannt gebt: -Wir Unterzeichneten verpflichten uns. von heute ab den Sabbat mit drr ganzen Strenge des ReligioerSgesetze» zu beobachten, und zwar tn drr Weise, haß per jeden Freitag eine Halde Stunde vor Sabbat> teingang untere Geschäfte schließen und bis zum Sabbat 'auSgang nichts kaufen noch verkaufen noch sonst irgend welche Geschäfte treiben. Am Sabbat darf keiner von un» Waren heraufegeben. auch nicht wenn fie vor Sabbat gekauft find ' Es folgen 5b Unterschriften der größten Firmen der Stadt. Warschau. Mit dem Rücktritt des Dizepräfidenten des Mivisttttum» Dafchtnrki find dte Derstündigungbverhan^ungen, wie die R^ierung milteill. nicht abgebrochen. Das Kabtnetj Wtttost wird die Verhandlungen auf Der ßändi^ung zwischen den Juden und den Polen werter sortsetze». Nig». Ende Dezember v I verschwand hrer ein djrift* liche» Mädchen auf unerklärliche Weise, und sofort fanden HL Leute, die gesehen halten, wie da» Mädchen ein jüdisches Eeschäsl betrat, au» dem fie nicht mehr herausgekommen wäre. Leider ließ fich die lettische Poltzei vom Pöbel lazu bewegen bn dem beschuldtglen Jüdin Haussuchung ebzuhallen. Man fand auch bei dem Juden ein blul Efleckte» Säckchen, da» dte Familie zum Fletfchholen «brauchte, und nun war der Ritualmord .sestgestellt". )llw Glucke kam. da dte Hetze schon ziemlich hoch ging, te Mutter mtl der Mittetlung. daß fich die Tochter vieder eingestellt hätte. Lpotzs». Die englisch, Rcglerung hat das Dlze hntgtum vou Indien, wie bernts kurz gemeldet, dem litztgkn Justizminister Lord Readtngß üdcrlragen. der G Iah» alt ist. Er heiß! eigentlich Rusus Isaak. Ir feiner Jugend wirkte er erst als Zchiflrjunge an Bord ehe» Dampfers und wurde dann nach Deutschland geschckt. Nach England zurückgrkebrt. widmete er fich teils d» Ftnsnzen. teils dem TerichtSweftn. und hat auf diesem Esbiel eine große Autorität erlangt Während des Krieges wtrbe er mit einer außerordentlichen Mission nach den Dpetnitzten Staaten geschtckt. Seine dervorragenden Eigensaften al» Diplomat ließen ihn für den Posten eines Vstekbntgs in Indien geeignet erfcheuten. As»»o». Englisch« Zeitungen berichten über die Ausrohen de» Lberrabbiners Tr. Hertz in Eüdaftiko. wo e: jtht die jüdischen Gemeinden besucht. Aus einem großen Aanitt in Johannisburg hielten der Ministerprüfident von rüdafrika Smuts. der Oberbürgermeister der Stadt uno ,ielr andere hochgestellte Persönlichkeiten herzliche Begrstuogsansprachen. Dr. Hertz wies in seiner Er» widerug aus da» unbedingte Vertrauen, da» die englische Judenltzl und die Judenhett der Welt auf Englund setzt und au die Bestrebungen tnnerhalb der englischen Juden» deck, da-, rtlig'.öse Leben zu stärken und zu fördern. Ne»)ork. Dte amerikanischen .Lhurches os Ehrist' egen den Anttsemtttsmus. Die beratende Körperschg der ^Ehurches of Ehrtst". in welcher zirka 149 000 tolestantische Kirchen mit zirka 5000000 Mitherous Sckuldetrieb selbst. Genau umriffene Pensen, Dünung der Schwierigkeiten an der Hand fleißig gesammelten W<aate, Amzeiaung gangbarer Weg«, dir wirklich zu e^m erreichbaren Ziel führen. Denlgcr X^t also auch in diesem Falle mehr gewesrn. Lisa der ^öriitzer .XrdctI»ziemr,»Ich»ft. I« Aafemen , vt>L i'triaritche, B^mckaNvnqtt, feer anargründetttMrbetugnnnnichaft Jüdtfchet »«Porattsoet, zu Gorlttz faoden ttlrfei jtnn D'chtnadevfee ftan. Beim erüen V. tas Aiior Silfeerglett aas seinen Werk,n: Sch«<r nmg ftch \ bkitraumfeaft adyZch'edene Htimme des Lichters datch den itxr bald erfaßte ß, fei, Gleferiatzt feer H»r,r. Der Dichter 7^ann mti ,mer Äftfe, ton Gefetchten, «it rutnn köMrche» Bettsqen „Alt, Bdafet" und emer No»r1e .,A»s feen Lmiten «nes ttfrT,'' Anor Stlt>,rgl,lt- »srfste Dtchvmqen ßnk mifet RachdtibUBg« gef,bene»?,feen». sind ntcht Srefeerqafee, ssßerer Etofetütte. lovv« -rletmiß,. rie sich avs feen rstfelpollen Tufe» frmes Jnnern Pornngen. Hufe is find feie ltchnmgen ..Aas fern Stuodeo nl Iranlro" vnfe ..Der »erlsrene Lahn" Hchfeptvnv». fewwt ^«man den Dichter 'ftfeft fpsn nn, tzsnfetg nnge»fe<. stch zertkfenntd, frivviutzkn! Am Ende fees Adenfes las der TichUr dte Ver»dtchuii„Dn verternr Svfen" Dieses Wert, das z» de» ftttfftm fees 3>fr| qffe0rt, bat Bilder von zwmgnder, emfenngltcher »rast Art»» Gildergleti 's ii,d,ns«ütdtgr, „fc^trs". Er i| nn, fchlichi, xnt ehrliche ^enUchsttl. d', sich mn ßch ieldÜ ansetvovfeettetzi. Jrerltch iß Spr^ust >o sei» von der?efe«M de« große» Dudllkvtn« Verfvtqler. Der zvnte D^chterafeendMI I,. Aa»l Mvhsarn zktvidmet. Im siuni»,ntzsvsll verfeunkelslas der Dichter et», hrtj« >vs»abl avs seinen Wette». etnttze» Lapsteln avs .Worte a» »»nn, Dochte," fotzte» fe»Ert»ni. n»drt»glichße» Dtcharvze» des Adenfes: ..Gott v»d der d»nteri»o" ul ^Gefprsch, «u Go«" vnfe z»n Kapitel avs eq vrtvnessenktichHen Weist ..Wetzr Mensch". T*rf, Wett« erfealstn«, »mrfeervolstr Gedanken, i» »echerlich, Sp»chschfe»feett ßeL^ jjrt Dichter fe»t seim Avfe svr LeldKfee*»»-»- f* »ach Vjchkchkest » feiest» Dichtnnzni »lcht i» literat^haftt». -tttge»K Schirnone a*#*T*tt M feat sein« Aedanstn in »oUendtt frntstnenaer KSWchst«^ AeMssst. Estchet« fuMtikia »afe ctnac - »er eaffatafl fettchstßn, fee» M, fee» fet)MR vess»! gliedern vertreten find, hat in ihrer alle vier Jahr» fett» findende» beschließenden Sitzung ein« Vesodttion o»* genommen, tn welcher fie die sortdaunnden Angriffe gegen die Juden deNagt und da» awenkanische Volk ermalptt. eine derartige schädliche Propaganda zu mißbillige», der«» Tendenz es ist. ein« übelwollende VrstenstrÜung in das politische System Amerikas einzuführrn. »*+++++**++»+++++ 4 4444444444444««m4 : Aus öem Reidje Berit», lieber die Frage .Gleichberechtigung od« Verhetzung' sprach kürzlich Hermann von Wicht. Pfarrer an der Simeonkirche. tn einer Versammlung, di« vom Verband Groß-Verliner Ortsgruppen des Zentralverrins deutscher Elaatebürge: jüdische» Glaubens aach den Kammersälen einderufen war. Ter -leöner führte u. a. aus: Die Tatsache, daß der Anfrsemitismus noch dem Kriege in der aLrrschliwmstrn Form wieder in die Erscheinung trete, beweise, daß große Dolkskrrise nur aus Schlogwort» reagieren, und auch die hohe Auflage des Dinterschen Buches sei ein Zeichen für mangelnde Kultur. Do» nationalen Gesichtspunkte aus kommt es aus die gleichartige Gesinnung, aus ein gleiches, freundliches Zusamme,- handeln an. Jeder, dsr sein Volk lieb habe und für dessen Ausstieg mitkLmpfte. bekunde seine nationale Gesmmmg. Man sollte doch nicht übersehim. daß die keine Gruppe der Juden stets bereit gtwesen sei. wohltätig zu wirken, wo es daraus ankam. ^lot und Elend im Vaterland« z» mildern, und daß andererseits unter den Kriegsgewinnler» mindestens ebenso viel Mitbürger chnstlichen als jüdische« Glaubens find. Mit Recht haben dte deutsche» Juda« betont, daß fie treue Anhänger ihres Glaubens, aber auch ebenso gute deutsche Bürger find, die mit uns im gststige« Kampf um den Aufstieg des deutschen Volkes ringen, und fie erklären mit glnchem fftafcl den für einen Mörder, feer ihnen das Vrcht drr Gleichberechtigung absprechen wifl. lLebhafter Beifall.) -kach dem Vortrag fand ei«e frei» Aussprache statt. Verli». Der .Misrachi' hat am Schlesischen Bah»' Hose einen Nachtdienst eingerichtet, wobei die Emigrantea in einem vom Bahndtenst zur Verfügung gestellten Saal zu effen und dann auch eine Schlafstelle kostenlos für die eiste Nacht zugewiesen erhalten. Ferner steht den E«i» aranten eine warm« Küche zur Verfügung, wo str aus Kosten des .Joint" Brot und Konserven bekommen- Für die anderen Spesen wird durch eine Privattammlung gesorgt. Berlin. Drr allbentsch«arttisemitische Prediger Dr. Maurenbrecher, besten polüische Der»»andlun-AühiaIM unseren Lesern bekannt lein dürste, hat sein sächstzches Landtagsmoittat nirdergeleat, »»eil er su« Gebaitwur bor .Deutschen Zeitung" gewählt worden ist. Sein Vachsolaee im Landtag wird der dentschnationale TutLefitzer Pietzfch werden. Dressbe«. Julius Saliuger. der seil etwa \% Jahre» der Verwaltung unserer Religtonsgemetnde angchörte. ist rm 66 Lebensjahre gestorben. Seine Wirksamkeit ga« vornehmlich der Synagogen- und Schulverwalttma. Als Vorstandsmitglied zahlreicher Dohlfohrts07ganisatione« entfaltete er eine große soziale Tätigkeit. Seine Witwe ist die Landtagsabgeordnrte Frau Jufte Saling er- Este». Ein jüdischer Saft in einem jüdischen meßauavt bestellte eine Speise und mußte aus die Erledig«»» sei«» Dünsches ungebührlich lange «arten. I» Dertauf ei»» Gespräch« erklärte der Kellner: .Ihr Jude« gehört »ach Jerusalem, oder ihr müßt allesamt erschosten »erde»/ Als fich der beleidigte Gast daraufhin «it Recht an de» Geschäftsführer um Beistand wandte, wurde er von diese« völlig im Stich gelosten und verließ darauf da» unoastliche Lokal Der Vorfall rst s» bezeichnend, daß er verdient a» den Pranger gestellt zu »erden. Soweit ist es also fcho« gekommen, daß selbst in angesehene« Hotels ei« Odor« krllner ohne den Einspruch des Geschäftsführers anständige Gäste jüdischer Abstammung beleidigen darf Vtr glauben, daß das Hotel .DereinshauL" nicht mehr oft Gelegenheit baden wird, jüdische Gäste zu beleidigen Schreiber ha». Gegen dte antisemitische Verhetzung, welch« aus unserem idyllischen Kurort ein d«utfchaatio»ales Buen rrt ro machen will, fand eine große öffenttihe Prottftverjammlung statt, rn welcher die antise'nrtischen Bestrebungen allgemein verurteilt wurden. Besonder» scharf mnchte ein Vertreter der Gosthausanaestellten Front gegen dre Hetze. Die Gastwirtsangrstellten seren keiftetsalls gewillt, sich ihre Existenz durch diese Bestrebungen untrrgrabe« z» lasten. Auch alle anderen fliedner wiesen dowuf hzn. daß ein Fortgang der Hetze unseren Ort a»s das schwerste schädigen müsse, vre denn auch schon Fremde angewidert durch diese« Treiben in andere Gebirgsorte gezogen find. Für die Gemeindebehörden schloß sich Bürgermeister St a eck el diesen Ausführungen an. der noch betonte, baß die Derkebrsorte wahrscheinlich keinen guten Zette» ntl* gegengehen, umsomehr müßte «an alles bekämpfe». Was den Fremdenverkehr schädigen könne- Es wurde dringend empfohlen, m allen Fälle» antisemitischer Anpöbelung pB Selbsthilfe z» schreiten und sofort der Poltzeidehdrv« Anzeige zu erstatten. Votibor. Am hiesigen Platz« hat sich ei» Komiwe gebildet, dos sich «it der Aufgabe befaßt, nach SUitlor und de» Kreise Stabtet kommend«» jüdische» Aßsirmmiufeg» berechtigten mtt »tat und Lat. vor alle« teptztzlich U»fcN bringung, z»r Sette zu steten. As ist ' tbu rituelle Verpstegu»g»»Ut zetttge ll»»elte»g erforderÜch ist. -- ertettt der Vorstand der SynagngenGNnetndt Mntttee.