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Jüdische Volkszeitung · 1921-02-04 · 5 (4.2.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
5 (4.2.1921)
Date
1921-02-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I ftv . JSM$e Btftttnsng'* kochet»! Wlchtaatch an Irtca Arristaonfc taui I durch dt» f«C, vir »uch »urch b« •fWttffrllr »»» Mn I tkxtdifttfliA ML 4,40 bcMra Mtbrrn, bei IbMunq a bet G<ich4ft»L,ll «L ijäb. «B|dw fbnnKt 40 91 ZerNspr.-ttvs-luß 372 postscheM-Xo»to Breslau Nr. 17303 MBt*T S. cutächchb emaaibm b» «EkwAwro-s. be»OchmWM»MU-t»>G A » , t i % t ■ »eiben m4 SUOtaetea bwinn- Das Mali bei achiackvaNeAc» Zeile Mel TO ff-, a kmqßfm Dicke *0 ff. > 4L «. - vei ttkbeibeiwt tarffta» SchrifNeitung. Verlag und Gsschäflssielle ia BtetUu I. Schweidnitzerflraße 97 Zuschrtsten und &dbfcnbungeu sind dorthin zu richten. — Die ift Ccnnübeuba. Feintags mrd Goantag» geichioHau Nr. 5 Breslau, den 4. Zedruar 1921. xxvn Die Gesamtorgauisaliou. lS’njn on»M O'Jiy "«an Cttwua «a Götzen gechmben. fft lat eSI" l$*(. 4.17) WH' nny oaS pVi ..Ji itz. Ginn gefeites, 1» jnatt» ße La Gchvld I" v H»s. 10,*) Diese beiden Stellen aus dem Propheten Hosea. die .ede für sich schwer zu oertzehen sind, verbindet der Jalkut mileivander und gibt ihnen dadurch folgenden Sinn: Selbst wenn Israel den 9tyen dient, tann ei nicht so tief in Schuld geraten, arte «enn rf uneinig ist. E« gibt aewiffe Götzen, an denen die deutsche Indenheil mit größerer Treue frfthäll. als a« Gotte der Väter. Der schlimmste Götze ist der Utilitarismus in der Gemeindepalitik. der nach außen zu uumünnluher Rücksicht ans den Feind, nach innen zur Verkümmerung des Geistes ge» führt hat. Wir hoben an dieser Stelle jene traurigen Erscheinungen bereits gebührend gewürdigt und verurteilt. Heute jedoch, angesichts des großen Werkes vom 29. Januar 1921. »ollen wir nicht von den Götzen sprechen, sondern von dem. was sie bannt: der Einigkeit. In der Lol. »as dem Oötzendrentz und dem Verfall dieses verflossenen traurigsten Jahrhunderts >n der Geschichte des Judentums erst seinen eigenllichen, tragischen Hintergrund gibt, ist unsere grauenvolle innere Zerrissenheit. Wir haben uns nicht nur in Parteien gespalten — das ist ein natürlicher Vorgang und keineswegs das größte Unglück —. und diese Parteien haben sich nicht nur tn unbrüderlichem Haß bekämpft, sondern wir haben auch m unbegreiflicher Setbflrrlöluag hundert Jahre seit der Eßionztpattvn dtrflrelchk» lassen, ehe wir uns dazu' atfgerafft haben, uns eine süßere Form für Zusammenschluß und Selbstverwaltung zu zimwern. Wie ist es möglich, daß eine Gemeinschaft, dre so wie die unsrige von Feinden und Neidern umgebe» ist, so blind sein tonnte, sich gegen »ine von der Geschichte geradezu geforderte Einheit zu sträuben und so das Werk ihrer eigenen Feinde zu besorgen 7! Denn darüber besteht kein Zweifelt die Iudenemonzi« »ation in allen Ländern des europäischen skontingents verfolgte den ausgesprochenen Zweck, den prachtvollen Geist der Kehillotße zu brechen, die Juden zu entwurzeln und zu entjuden. sie dem Sinn ihres Daseins zu entfremden. .Hier. Ihr Iuden.'wir schenken Euch huldvollst die Gleichberechtigung'. so sprachen zu ihnen die Herrscher der Länder, .nun zeigt Euch dieses Geschenkes würdig und gebt Euch selbst aus'" Bnb die braven Juden befolgen prompt und gehorsam diesen Befehl. Die kürzlich erschienene .Neueste Geschichte des jüdischen Bottes' von S. M. Dubnow gibt ein erschütterndes Bild dieser traurigen Entwicklung. Die humanitäre Bewegung die in oberflächlichem Berbrüderungsknltus die urwüchsige jüdische Kultur einer «eist nur in der Einbildung vorhandenen .allgemein-menschlichen" Jtlltur opferte, und die ntilitäre Bewegung, die die ANunlotion um des bürgerlichen Vorteils willen förderte, haßen in gleicher Weise am Mort des Judentums gezehrt. Eine Epidemie von Taufen folgte jedem Emanzipationß« akt. llnd von denen, die die Taufe scheuten, hielten es die Meisten für ihre Staalsbürgerpflicht sich jüdischen »nhrilen recht lern zu hatten, um nur nicht in den zu kommen, einem .Volk im Volke' avzugehören. Noch heute scheuen sich ja sehr vie e Gl mbensgenoffrr. in größerer Gesellschaft auf der Straße stehen zu beiden, .weil es Risches macht!" Dieser ganze unwürdige Widerstand gegen jedes jüdische Zusammenhalten hatte einen Denkfehler zur Voraussetzung. Die Emanzipation war nämlich kein Geschenk, für das der Spender einen Gegendienst verlangen durfte, sondern ein elementared Recht, das den Juden vor Gott und den Menschen zukam. und das man ihnen in schändlicher Vergewaltigung vorenthalten hatte- Nicht demütig dankend, sondern stolz ihr Recht in Empfang nehmend hätten die Inden in die Verbände des Staates einziehen sollen. Und sie hätten den tückischen Plan jenes Danaergeschenkes durch desto kraftvolleren Zusammenschluß zunichte machen können. Spät, sehr spät kommt jetzt endlich den deutsche» Juden die Einsicht, daß ihnen ihr serviles Verhalten keinen einzige» Freund eindrivgt. daß sie sich selbst helfen müssen, wena sie nicht untergehev vollen. Sdüt. aber nicht zu spül! Trotz des entarrveudu, Jahrhunderts, das hinter uns liegt, leßen iu der deutsche» Iudeuhett »och «mg frische Kräfte — bester gesagt: stob neue frische Pwfbi erwacht, die der MtnsAgvlm, «fstMLatwn die Stmw Ma »erd«. Gam» Die Juden iu^ Polen. Warschau Die Polen haben noch immer nicht genug jüdr'ches Blut vergossen. Wieder »erden Juden ohne jeglich,n Grund geschlagen. Es traut sich kein Jude in den Bahnen zu fahren, denn dort werden die meisten schauderhaften Gewalttaten an ihnen ousgeübt Warschau. Der jüdische Reichstagsadgeordnete und berühmte Schriftsteller H. D Nowberg legte sein Mandat nieder und fuhr noch Amerika, um dort dre Redakttou de» .D»rwsr1s' zu leite». Warschau. Die Polizei hot hier ei» Eheder. vo 129 jüdische Kt,der täglich unterrichtet und verpflegt wurden, requiriert. Die Kinder wurdest hrnausgeworfen und die Schule inrichtung beseitigt. * Wtluu. Der .Orient' meldet, daß unter den neuen Mitgliedern der zeitweiligen Regierungs-Kommisiron auch ein Jude sei« wird. Die Zeligovrki-Regierung scheint es also »ötrg zu haben, sich mit deu Juden gut zu stellen. Gege» dr» Fleischwochrr. Der letzte» Berliner Repräsentanten»Versammlung lag folgend« Anfrage der konservativen Frattion vor: .Die Preist. die in den Koscherfleisch Schlächtereien verlangt werden, sind erheblich höher als die Preise für nicht rituell geschlachtetes Fleisch. Wir fragen an. ob der Gemeindevorstand die Gründe für den erheblichen Unterschied bereits festgestellt hat. und welche Maßnahmen er zu einer Verbilligung das Fleisches zu treffe» baabffchttgt." 3« der Matt» ahnt» fest,»stellt. *** ** fntf» fftfr gleichwertiges Ueisch bei de» nichtjüdischen glleijchhüudksr» ungefähr die gleiche» sind, wie sie für gleiche Qualitäten in den koscheren Geschäften verlangt werden. Es solle jedoch n» Versuch gemacht werden, auch Koscherfleisch i, billigerer Qualität zu beschaffen. Es wurde jedoch erwiderte daß die Preisdifferenz, die für da» Pfnnd bis zu 6.— Mark betrügt, teinesfalls durch die Qualität allein erklärt werde« kaan. Selbst unter den unter Gemeindeaufsicht stehenden Schlächter» bestehen erhebliche Preisunlerschitde. Der Vorstand gibt daraus fckgende Erklärung ab: U» jeder Uebettrurrung vorzudeugen. wird sich die Kaschruth- Kommiffion in Zukunft das Recht Vorbehalte«, di» Bücher der ihr unterstellten Händler zu kvntrollieren. und sPei scher, denen Preis treibereie» nachgewiesen werde» tbaae». »aa der Beaufsichtigung auszuschließen. Da die Konkurrenz unter den Fleischhändlern in der letzten *Zeil stark angewachsen ist. wird eine Verbilligung des Fleische« ein« treten müffen. Es ist aufs Wärmste zu begrüße», daß endlich einmal energische Maßnahmen gegen die unerhörte Verteuerung de« rituellen Fleisches ergnffen werden sollen. Wir empfehlen in gleicher Weise die rituellen Restaurationen m den Bädern zu kontrollieren. Die dort verlangten Preise sind ezorbitaut. Es wäre eine Ausgabe der Gesamt organisativn. alle beteiligten Faktoren zu der Einsicht zu zwingen, daß rituelle Kost kein Borwaud zur Ausdeutung des Publikums sein darf. «inkSksamtorgauisation en miniature Dessau. 30 Januar. Ein SanbtfMifanfc der an. halliiten idraelitischeu Gemeinde» i| hier in einer 8er. ireter Berlanimlnn, allrr itraelilische« Goeinde« unser»« Lande» gtfäaffnt wnrden. Der neue Bertant wird seinen €i> in Dessen h»ben, Ldmttuh» Genrrulde« Hoden sich der Gtlamiorqanisatian angeschlassrn Jtdilch« Gemeinden in Anhalt destehen in Dessmi. Berndnr,, Edthen. gerbst. Eaiwi«. Sander«!,den Ballenstldt. Grdbziz und Jeserrtz- Ter Berband ist aus stieng demokratischen Grundsätzen a-isgebaut, die Bertretunfl wird aus Urwahlen hervor»!«hcn. Do« Wahlrecht wird Männern und Frauen «utehen. Den vorläufigen Vorstand bilden: Etaatlnt tn Cohn in Destan. Dr. Paul Mosr», Landratbiner Dr Walter. Laut« Ealm.Kernburg. SlhSnseld-Edihen. ste>ser-3»dst. Herj-Jeseritz Der ne» «schaffen« Verband de«i»«<kt di« Vertietmig der Besamlinterissen der aadaltrschen ätischen Gemeinden «ezrntder dem tzieich und de» Freilaal Anhall, tzieliaids» und >»rteiv»lltisch« Keaae» ßnd — de« Anstzateaireil de« Verdande« mG^schloff« wie vor hundert Jahren wird auch henk» di» k . »ul einer Humanitären und einer »tikitärv» OneUe l nur dah der dür^erllch» Vorteil in sehr »ltziäteidii i da» de, ««item überwiegend« Storni tztwaedi» ist,! der Schicklichkeit halber ei» mruschheitliche« M« »mgehäntzt wird. Noch »ird G »d,lich sch», schlimme» Gtzffen seine veckotz» Sülle hernnkMPl Di« Kräfte, die NN« «um rnhmvale« üü- Jenner: »estthrt haben, türqen dafür. streilich nicht da« »eil de« 38. Jenner, seldst. der Geist, an« dem heran« di» Gesamktwtzanisalli» stch ist. bars MI« «u Sich« NN» ffrend« Iisüst» versaffuxtzMoerk selbst dftgt »vch «»ach» Mä»>ch gemischte» Gesühl«» detrncht», wir de» tom. BartM der sich »»« de» Deietzierie» der Gemeinden | setzen wird. Wir fttrchtr» sch», daß hi« et» > »an Wtrdentrttzern tzeschaffr» »mH»» M. dal «tmtz i Aulwirknn» de» jüdische» Gcha»m»il«»» »Atz wohlwollend g^enüderstrheu wftch. Di» Lnft » B NN betrat wird etwa« baatyf »ad »»«schlvff« sch», k wie i» »»seren Gemeindestuden. Wir kl»»»» de» Vedenken» nicht erwehr»», dast die im drrsammeiken Herren Jnsti«. und Geheimrüde Ln,gaben einer «oh>«mdne>e» Veewellnna. «G dürsniff» de» jüdische» Geiste« i» >»« hato »äl t» gering ist di» stahl der K,ddi».r t» > rat. Drei Nethixer. di« »ach de«» »m»! nvmiaieri werde» swarn» nicht vo» Kai «erden nicht in der finge sein.- di» für hi« I notwendige jüdisch, tomätzhtre m schätz». Doch tratz aüer «t»»l ist^, mm,m Ma»' tm «onoM«. CM u4 'dnrch M tMi Utz Gesamtvrgairisaki»» nach nicht »Im, sch»«» l tehato ja iü hach »»igst,» da« Z»ßr,»„ HeibtNß «schaff»». De» ViMetäaa, «chm grvstch s M hem sch« Sud» m>d jede güdi» »ach toi» wahkktzstem wühl» wir», ist »er tbitokt, «a°i»a de, 3». Januar. I» CMMta »' di. «imme der deutsch« J^mchcht smi nah > ertüae» kianen. Dert »ft» tat» »I»« Varftie» der Will« «nr Einheft »>d pm seine >>ch»>rk»»ü staden, llnd s, rnse» wir «undMM, en» »eie» chm«, hm, Wisttoim, mtt de» einst Ich« in ftt, Amt eingchcht' tvi opn r* ‘mn rrm ’3 fowi pm .Sei »ar, »nt ftst. dmm d, ftEst dies« M I Erd« einsetzen." Daß «I dm GchimkMHichschiia« mdge. di» deutsch« daiftt di» Gesmatzaft Erd«, ihrer »ei»mvestimm»», Mther ft , unser heißer Wansch vü l Etwas über deu Glaaßtü^ v» Mvff ü O n e U. Vvstckaa. .Ich glaube, da« t« »«IV» nfMl'. — -Ich ch» dah «ein Freund »ich nicht im «tich, wjf. glante. dah her Hesse» Deik von »tr in >M und wirkt» — Wir habe, hftr dmi «üh, « denen jeder «ft «MM. .Ich chmed«' Ujmt hat jch»« davon saaea eigenen «herekftr. ist Ich«» -»»ergleich. I» de» erst» üaü hinchchs m ein» Voreassage, für hi» «an aüe di« Ersahrnng »jch durch du dft aber IM Grnnd« »ne ein» , , ist. dm edens» sehlschlag» -I« zutreff» lau», ist e« schm, rm Weift» Fall. Die Bejahang auch von der llrsahrnna an«, daß hchht, «ü h NM ei»» Schloh de« Deik»», ha« »u Währung der Foenndeätrene rechnet, »hm t» I »ft de« rein Archnerischen lies« seelische Im drill« Fall« ist alle« Rechnerische oersch wägt nicht mehr die Müglichkeit» ad. sontern hm t sieht »1» eine »iwerletzte G««hcht da. Whr f ' da« erst« untrügliche Merkmal de« mahl» < wonaen Dm» der echt« Gl-üdeVattchtch . Prqentm »nd Bmchstrichm; man tzft ihnchG «Ui »der «an hat ihn nicht. Dm «lauüe hchi^ seiner Rch« »ch mft hm»ß rimmn. ft i» bu p “ - •tofc ant akmr «ui. m * Vmrnmtm stersswa kmalmoa» aa « i vvkstRahig M Ihm rnü

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