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Jüdische Volkszeitung · 1921-01-07 · 1 (7.1.1921) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
1 (7.1.1921)
Date
1921-01-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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mir.. LkLLL"fff?ffHrfFJ»Äiri8-l4!LMI*sr?JEi!JIIf*|If!|KI*Ii»f*l»l*Meifif -JOPesche Bollszettvng 7. Januar' Urtfetft Dr. Dünvald gerichtete« Kundgebung beehre ich »ich ergebenst zu danken. Do ich persönlich in gleicher Lage Dar und im vorigen Jahre nt einer unerhörten Werke persönlich beleidigt wurde, ohne daß dafür irgend' er»e bühne gefordert wurde, kann ich mich dem Wunsche des ZentraloerernS nur von Herzen anschließen. es möge di« öffentliche Rede und ebenso die Presse mehr Gewiffeahafti-keit lernen. Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Dr. M. Kaulhaber. Erzbischof. 444444444»SPSS»4»S 4 44-4 444444444444444 t 4 X flu» tan Bralcuer Semetntaeden t 444444444444444444 4 444444444444444444 Breslau. 7. Januar. Ti» A«chtsrr1i,H»»»schr«ite» dr« V«trrlli»>ischr» Fr«»r»»erri»«. Boa der hiesigen Ortsgruppe des Zentrolvereins wird »»s nütgetellt: I» der Schlesischen Zeitung vom 5 Novewber d. I. War ei« Anzeige erschreuen, in der das Mutterhaus vom Noten Kreuz des Vaterländischen FrauevverrinS Provinzialverband kchlefien christliche junge Mädchen aus gebllbeten Familien zur Ausbildung in der Krankenpflege suchte. Auf eine Anfrage des Vorstandes der hiesigen Orts- «ppe des Zentralvereins. ob die Anzeige den Ausschluß Mischer Bewerberinnen bedeuten solle, und auf den Hinweis ttf die Bewährung der jüdischen Krankenpflege während des Krieges, lief von der Vorsitzenden. Frau Marie »o» Klitzing, ein Antwortschreiben ein. aus dem folgende Götze hervorgehoben feien: .Die betreffende Anzeige stammt nicht aus unserer r* (folgt Erklärung), und ich bi« fest überzeugt, daß nur in Unkenntnis der Verhältnisse in dieser Form »schien. Dir haben bisher in unserem Hause stets Schwestern jeden «Glaubens willkommen geheißen. Dir werden niemals bei der Auswahl der jungen Mädchen «ach ihre» Glauben fragen, sondern nur nach ihrer Eignung für diese Arbeit, und wir hoffen, daß die jungen Mädchen Ihres Glaubens gern bei unS Weiterarbeiten werden, und dvß sie uns helfen »erden, neue Kräfte für diese Arbeit M »»«um». In welch bedeutendem Maße die jüdischen Mitbürger uuserrr Stadt immer uad^ganz besonders in diesen schweren Krtagsjahren uns durch Geldspenden und durch persönliche Arbeit geholfen haben, das haben wir immer dankbar «erkannt Wie vorbildlich das Israelitische Krankenhaus für seine Verwundeten und Kranken gesorgt hat. ist allgemein de- Inst, wie seine Aerzte trotz Ueberlastung mit Arbeit inet noch Zeit fanden, auf unsere Wünsche einzugehen, wem» es tzalt. Schwestern ausbilden oder dergleichen, das »erben wrr nie vergessen." Oßstdischer tzumoristtscher Ave«». Der ostjüdisch« humoristrfche Abend, veranstaltet von W» Ostzuden-Derband. welcher am 23. Dezember im Goal, der Hermannloge stattfand. zeugte von der großen Etz»pa1ie der Destjuden für oftiüdisch« Schöpfungen, denn der Saal war überfüllt. Als erstes wurde der Monolog .Die Ezo" von Scholom Leche» gebracht. Und sehr gelungen charakterisierte der Herr Rauch den jungen Ehemann, der sehr eifersüchtig «if den Doktor ist. und den Dichter Scholom Bleichem u» eine» Ratschlag bittet, ob er sich von ferner Krau scheiden solle oder nicht. Emen rührenden Eindruck mochte das Bild .Ast» Pripetfcheck". Für die anwesenden Destjuden war es ein lebesdes Bild des oftjüdischen LehrhauseS: und für die Oshttden eine warme Erinnerung an die verflossenen Thederiahrr. Großen Beifall erntete Herr Golomdek Mit feinen jüdischen Eouplrts. Fraglich erscheint es nur. od das jüdische Wederrrportoir so arm ist. daß Herr G. das Schlechteste wählen »ußte. Dir »vollen hoff«», daß er beim nächsten Male mehr Geschmack als dieses Mal wird. Zum Schluß lachten die Gäste recht herzlich Aß» den Einakter .Nur a Doktor" von Scholom Aleiche«. Freilich wäre auch an den Darstellern dieses manches ouszusitzev. Dir vollen aber Rücksicht ttf die kurze Zeit des Einstudierens nehmen. Im Ganzen und Großen war es ein Abend mit echt jüdischem Progrttn». der den Außenstehenden einen Begriff von der aßfldische» Kunst geben wollte. J. M. Bl. Dar Harbaid kt Oßsnde« bittet uni» um Ausnahme folmnder Erklärung: .Dir erklären hllrmit. daß Herr Jobob Lewkowitz aus Praschka, z. Z. in Breslau. Dalltraße Z$, »rcht mehr Vorstandsmitglied des D«chandes itx Ostjuden ist (an besten Stelle ist der Kandidat Herr & Ailienstein ringetreben) und daher nicht befugt im Rttmi des Verbandes aufzutreten." Eine Schnribergr»»ße»fchnft .Asre" (E. G. m. b. H.) ' iß kürzlich hier. Schillerstraße 5, gegründet worden. Sie ßestM aus ostMischen Arbeitern der Schneider- und Gchuhnracherbrsruhe. denen aus diese Weise Gelegenheit zu ehrlicher, produktiver Arbeit gegeben »verden soll- Die Mitglieder unserer Gemeinde seien hierdurch auf dre Genvsirnschajt .Esra" hwqewieien. Freie jüdische Bollöhochschule. Im Anzeigenteil veröffenllrcht die Freie jüdische VolkLhochsckule das Lorieiungs- Berzeichnis für da» 4. Holbtemefter Januar-März lS2t- Die Vorlesungen beginnen Montag, den!7. Januar. Dir weisen hierdurch aus daS Inserat hin. Die grtriu Schnppelius st) Ahreuvr ersucht uns um Aufnahme folgender Feststellung: Die Eintragung der Firma in das Verzeichnis christlicher Kaufleute (siehe den lolalen De»! unserer vorigen Nummer) ist ohne Dlffen und Zustimmung des Inhabers erfolgt. Herr Ahrendt hat den Schutz- und Lrutzbund ersucht, m der genannten Liste nicht mehr geführt zu »verden. da er mit dieser Bewegung keineswegs harmoniere. Silberhochzeit. Am 12. I. begeht Herr Schneider- Meister Stimm Draier und besten Ehefrau ged. Fretdels Poststr. 3. das Fest der Silbernen Hochzeit. Herr Draier hat sich als Vorstandsmitglied des Handwerkervereins um dessen Gedeihen erfolgreich bemüht. WizzsttzpersorgNAg. Die wir von zuständiger Stelle erfahren, wird für die Mazzothverjorguag für lV2l ein genaues Verfahren gehandhabt werden, um jede« Mißbrauch aüszuschließen. Die Bestellungen sind direkt beim Vorstände der Synagogen-Gemeinde aozabringen. Hier hat -jedes Gemeindemitglted ein Formular auszufüllen und eine eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben. Aller Vorausficht nach wird es für rituelle Hausholtungm für den Kops 3 Pfund Mazzolh (eivsckl. Mehl), für nicht rituelle l Pfund geben. Dieses Ouavtum ist überaugeriog; hoffentlich ist eine Erhöhung desselben durchzuführen. Mit Rückficht au» die wirtschaftlichen Derhältniffe werden die Gemeindemitglieder sich den getroffenen An« ordnungen fügen müffen. lieber den Zeitpunkt der Anmeldung. der genau »nnezuholtm ist. gibt das Inserat in der heutigen Nummer Ausschluß. Fr», Direktor Ci«r, P«wel. di, Leiterin des Pavel'fchen Lyzeums. teilt uns mrt. daß die Anstalten nach wie vor unter ihrer Leitung verbleiben. Die das Lyzeum betreffende Notiz m unser vorigen Nummer beruht auf einem Irrtum. Eingesandt. Bvn Herrn öaukier Loewz geht uni sagende Zu^chnsi zu: I ^Sehr geehrte Redaktion! Die ,.^vd:sch liberale Leinrnz" - brachte io ihrer leyieo Hammer zwei Amsel, die zur ^raze der ILdischeo Schul, Stellung oahmen. und in denen sich einige sachlich« Irrtlioin besanbnu Ich bai dader die Schnfilnroog der ^ILd.-lid- Zig", zur Elarsegung der d,tr Lugeleqenheil nachstehendes Schreiben zu vercfsenilichen Da >eb»ch d^ Lchnsi» lerkung dre ungetsrzre Nnnahme abgrlehni ba>. sa «ende ich i»rch an Sie mit der Litte um vollstündizen Lddrrck in der .Iübtichen LoUszelluoz". Sir milprtchrn ^ern de« Dünsche de» Herrn isoewy. damit die durch die ^)<td.«!,d. Ztq ' »erorsachsen Irnumer >dre Nichng. ßellunq sinken. <D. Schnftlig ) BreSlau. den 2. Januar 1921. Sebr geehrte Redaktion' In Nr. 5 der.Jülisch-liberalen Zeitung" beschäftigen sich zwei von Herrn Dr. Dohlaurr und Herrn Dr- Dog»l» stein verfaßte Artikel mit der Frage der Jüdischen Schule. Zwischen den Anschauungen, die in diesen Artikeln bargestellt werden, und die angesichts der prominenten Stellung ihrer Autoren als Vorsitzender der Repräsentanten- Dersommlung. bezw. Rabbiner an der Neuen Synagoge als die in ihren Kreisen allgemein herrschenden wohl gelten dürfen, einerseits und den Anschauungen, die in den mir nahestehenden Kreisen andererfnts herrschen. Aaffen Abgründe. Als Illustration hierfür sei es mir gestattet, auf die Stellung des Dohlauer'schen Artikels zur Sabbathruhe hiuzuweisen. Auch Herr Dr. Dohlauer bedauert es. wenn sie den jüdischen Schülern versagt bleibt, .aber auch das Leben gönnt sie nur wenigen" fährt er fort, .und ein schmerzlicher Verzicht ist immer noch bester, als ein untvahrhaftiges und scheinheUiges Umgehen kau» «ehr erfüllbarer Vorschriften". Da scheiden sich die Geister; was für Herrn Prof. Dr. Dohlauer .kaum mehr erfüllbare Vorschriften" find, ist für uns unabänderliches Gottesgebot. das nicht nur nicht unwahrhoftrg und scheinheiltg umgangen wird, sondern das unbedingt und ungeachtet aller Schwierigkeiten in Wahrhaftigkeit und Treue erfüllt werden muß. und von vielen Tausenden auch in praxi erfüllt wird, an dem es kein Deuteln und Rütteln gibt, und deffen Helligkeit und Unverletzlichkeit die jüdische Schule zu lehren hat. So klaffende Wgründe Iaffat sich durch Zeitungs - Polemiken roeder ans der Welt chaffen, noch Überdrücken. Zlidem halte ick, eine Diskuffion über die Krage, ob in VreSlau eme jüdische Schule ernchtet werden soll, für überflüssig, da die hiesige jüdische Schule bereitseit dreivrertel Jahren besteht und ihr Kortbestand als gesichert gelten darf. Denn ich trotzdem oas Dort ergreife und um Abdruck meiner kurzen Ausführungen bitte, so geschieht das. well ich — der Vorsitzende des Jüdischen Echulvereins E. D. weiU gegenwärtig fern von Breslau — mich für verpflichtet halle, einige tatsächliche JrMmer. die in dem Dogelstein'schen Artikel enthalten find, zu berichtigen 1 Herr Dr. Dogelstein.schreibt: .Diele VersammI tellnehmer waren der durchaus irrigen Meinung, daß' sich »m eine jüdische Schule für alle jüdischen Ki: also in erster Reihe um eine jüdische Dcllsschule ha Das ist keme-wegs der nall." Der Irrtum lisgt nicht aus seiten jener Dersommlung-rnlnehmer. fonJ auf seiten deS Herrn Dr. Logelstein. Unsere jüdü Schule ist gemäß den B^timmunpen von Artikel 146 Artikel 146 Ads 1 der Berfassüng des Deutschen vom 14. August 1919 als »eine für alle gemeinsoi Grundschule", also als Volksschule eröffnet worden: deren Prinzipien findet der Uuterricht in der bereits folgreich bestehenden untersten Klasse statt. 2. Herr Dr. Logelstein schreibt: .Es muß klamesiel werden, daß die neue Schule offenbar als höhere Schn geplant ist." Tatsächlich ist für di« Schule Genehmig«! als Volksschule gemäß Ärtifri 147 Abs. 2 der Retchi Verfassung tanttagt worden. Darüber, ob außer de Volksschule später auch eine höhere Schule begründet mb« wird, ist bisher etn Beschluß nicht gefaßt worden; die! Frage »st auch, da für die ersten Sc^lljahre nach Artib 146 Absatz 1 der Reichsverfaffung für oll« Schüler n» die gemnnsame Grundschule in Frag, komwt. »icht tftud 3. Di, Annahme des Herrn Dr. Dogelstein. d« unsere jüdische Schule .eine Schule nur für di« Reich« also eine höchst unsoziale Schule" werde, und daß an iß hohes Schulgeld erhoben würde, entspricht nicht den Teck fachen. De facto ist an ihr entsprechend Artikel 146 b« Reichs Verfassung der Unterricht völlig uoentgelttich. Uns» Schüler stammen aus verschiedensten geselljchaftliche» uni virtschaflllchen Kreisen; ein« Sonderung nach de» Besitz Verhältnissen der Eltern, wie sie Herr Dr. Dogelstein an nimmt, würde den Borschriften des Religionsges^es. ba die Schule zu lehren berufen ist. übrigens auch den reich» gesetzlichen Bestimmungen widersprochen Dgl. Artikel 141 der Reichsverfaffung. 4. Herr Dr. Voqelst^n schreibt: .Ich weiß nicht u| glaube es kaum, daß die Schule auch für di« Mädcha geplant ist." Tatsächlich ist die Schule nicht nur ontz sür Mädchen geplant, sondern Hi werden an ,dr bereist gegenwärtig Knaben und Mädchen nach dem Prinziz der Kondukation unierrichtet- HochachtungSvoll L o e w y stellv. Vorsitz, des Vorstandes des Jüdischen SchulvernnsE-D. Kleine Chronik. 4ta»8clMg Gh«»»k«Ie»cht»r». Tie Cbanuka-Woche in Frankfurt a> M lenkte bk Aufmerksamkeit auf die ausgezeichnete Sammlung i Ehavuk»Leuchtern. welche sich in den Sammlungen unfi .Gesellschofl zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler^ befindet. Ein besonders schönes Stück ist eine!0t(Mil| aus Geldkupser mrt reich durchbrochener Rückwand, die Spanien zur Zeit des Maimonit^S entstanden fern dürft». Andere ähnliche Stücke weifen an Stelle der DlwE* brrchungen Tiergestolten auf lGreis. Seepferde u. dgk.). Auch ergcnartige hochausrayende tlhanukalampen gotißhni Stils finden sich in der Sammlung, dre aus SüdfrankrrlE stammt. Diel bewundert und nochgebildet ist eine Arb« der italienischen Renaissance mit anmutigen Körpern Delphinen Die hiesige Sammlung enthält ferner ei» ganze Reihe von Ehanukaleuchtern aus dem 17. »»> Id. Jahrhundert, die sowohl in Deutschland wie in Jtaffl entstanden find und an denen di« Verzier»ngm hervortretrn. vielfach sogar in krauser Farm den Leuchter förmlich überwuchern. Familirooachrlchte». am fco frftrtzrif« Set» ervtascht.) Bar Mizwah. Alte Synagoge: am 6. 1. Her»a» Frrudenthal Sohn des Kauf«. Alfred F.. Zrmwerstr. tL Bcertifunfcn. Fnethol kobestr.: %m 81. 12. Pr»4 kc. Hoe« A»ldsch«ldi. an 2. 1. Clara »logaaer jrt. OiaKi, an 4- U Aafcha ©r|mb«rg grt. eflartf, ui 4.1 Pasi fre«(a»T, nt U Tiara Lach». Fnedhol Lotet: am 2S. 12. Lmua Sold», »er». Sw»eri»8r. 4. am 30. 12. ftpettrifr Sailna, LarüorSsr^ _ ttta|r 78. an 31, 12. Lacharin, Vchtleri». SirhdchäPtatz % an 2. ]. M»ri, »üeu-erg. Okor-.-sr. 3. 1920 i«U»»rr. M«! KonoJ j I . i CabbatV «»Z j 31 oslchmv i Labvoch | 7; 27 i : l| M :vrraüu»4-! 1! i KNn II. M. cp.! 'Dt< ro i 'Epo*«( Ex. cp. ■ 28»-Ü» ■ Vrvck sä» BnUg: «. «ilienfti» lJah. S. S. »Mich. irt&0B»9rtI>4 ffti 6m Dr. Friedlich «sts. der», i» Vrostou. $ c@ Werbet für die „Jüdische Volkszeitung“ 9»

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