Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 1 (7.1.1921)
- Date
- 1921-01-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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7. Sumk ine. » Wari kbeftearkud ub auf nttt Ataife Mt* pwmnä «htm. Sa. tau Schul« k, Neichen 1*1 ft» Mak» iukm du Reicht» au» der richtig» Eikeuutni« kr Vwpstichvuig kl Vieichtmn» kraut durch reiche #okn an tan Aultuttonf, da« für bi« Kinder Aller testdumt ^ift, mitbaue» hcksen md«t». , Und wtzu der Hinwei» aus die Industrieschule, die .mcht leben und sterben kann, weil an ihr weder Liberale »och Positive Interesse bade»! Sollte Herr De. 8- »nt . wirklich jo gründlich mißverstände» haben? — Immerhin, die Tatsache konstatieren wir gern u»d sreudrg: >»ch Herr Dr. Vogelftei» ist heute kein prinzipieller Gegner der jüdische» Schule mehr. Vielleicht kommt i» nicht all )U lauster Stil der Log. an km er und viele seine« Ptrifc» zu Frrunkn unserer Schule werk». schanuftste» «nziehe» Müsse» Seit S»h,e, wird die Sstdische Valktschul, «esvrdert. ohne daß die Sern ei»k i» dieser Fr»» etwa« Veto» hat. gedistüch die Idah-Iitrvel-Semeak hak dar brqn eine eistine Bolk«- schul« errichtet, str weich» di» vedtrsuitsroste durch di« «oft» Schülerzahl bereit» beoutwartet sei. Hm, pvnPscher Seite wurden oadf»fi| zwei Privatschule» IM Misdm und im Sentru« der Stobt einsterichtet. Die Errichtuni jüdischer Lolbtschule» ist eine K»f|ak der jüdische» Gemeinde und wird von alle» ftutfn «esvrdert. Die Unter, richttkurse str bieligioackehrerinne» sind so eiusertig likrnl geleitet, bah da« rrligits« Sessthl der juugr» Lehrerinnen gesohrkt wird. Lither ist der Schul, und Xalmab Tornh- Larßand bei kr Anstellung von Lehrer» parteiisch »argegangen. indem er konservativen und zionistische» Lehrkräften Schwierigkeiten gemacht hat. Schuldebatte auch iu Berlin! Nicht nur in Breslau. sondern auch in der Reichshauptstadl hat sich die Repräsentantenversammlimg der jüdischen Gemeinde mit ernsten Schulfragen beschäftigt. Da» Bild ist ähnlich w'.k bei un«. Die pofiliv^üdffchr Minderheit erhebt Einspruch gegen die von der liberalen Mehrheu geübte Praxis, da» Schulwesen lediglich iu liberalem Sinne zu gestalten- Sie fordert eiae Ermuenrng bei Vorständede- Religion-schulwesen« u,d beantragt, die Errichtung jüdischer Doll-schulen in Angriff zu nehmen. Nur insofern ist da- Berliner Bild lichtvoller. als dort die Liberalen scheinbar mehr Verständnis und Entgegenkommen für die Wünsche der Konsttvativen und der Jübischen Doll-partei aufi^rngen. alvvz^lzpS Mäße daß Berliner Vorbild auch in unserer Gemeinde anregend und befruchtend wirken! Dir lasten den in Frage kommenden Lei! deinteressanten Sitzungsberichtes folgen. Die Konservativen und die DolkSportei wünschen, durch eine Dermehrnng der Mttgtiederzahl de- Schulvorstandes die Möglichkeit. Vertreter ihrer Anschauungen al- Ge» meindemllglieder in diese Körperschaft zu entsenden. M. A Loeb (Kons.) betont die Wichtigkeit dieser Forderung, da »ineStärkung de- Einflusses der positiv jüdischen Parteien im Schulvorstand unerläßlich ist. Der Redner bittet, zwei Repräsentanten und vier Gemeindemitglieder aus den neuen Parteien in der Versammlung zu wühlen. PorstandSdelegierter AmtSqericht-rat Wolfs wendet sich gegen die Vermehrung der Sitze im Schulvorstand. Der Deine Kreis soll die Intensität der Verwaltung geväbr» keiften und darf nicht ins Ungeraesserw wachs«. EM.bittet. die Wünsche der Parteien bis zum Ausscheiden eines Teiles der bisherigen Mitglieder zurückzustellen. Seminardirektor Outmann bemängelt die Zusammensetzung de- Schul» Vorstandes, dem mehrfach Leute audem eigenen Schul« wesen der Gemeinde ongehören müßten. Recht-anwalt Stern (lib ) kann nicht emseheu. welche großen Schwierig« keiten sich dieser derechtigten Forderung entgegenstrllen. Die geforderte Vermehrung des Schulvorstandes fei nicht fo groß, daß eine wesentliche Erschwerung der Arbeit eintreten müßte. Dr. Klee (Dpt) gibt der prinzipi»llen Unzufriedenheit seiner Freunde mit der Arbeit de» Schulvorstandes Ausdruck. in den mit den neuen Männern auch neue An» Ein liberale» Mitglied tritt diese» Ausführungen ent« gegen: Die Gegensätze der Weltanschauung Bimen durch dir Stimmenzahl nicht ausgeglichen »erden. Die Richtung de- Schulvorstandes ist durch die historische Enttoicklmrg gegeben. Er steht H als seine Ausgabe a». die jüdische Jugend zu gut« Deutsche« zu erziehe«. Er glaubt, daß der zu guten Deutschen erlogene» Mensche» auch gute Juden sein werden (Stürmische Proteste.) Heute, wo i« Osten auf dem heilige» Bode» ein neue- Gebilde im Entstehen begriffen ist. dem die S-m-athi« der Liberale« da» Beste wünschen, mag eine neue Situativ»Entstände« sein. Die Gemeinde hat bisher keine feste Schulpolitik getrieben, weil sich dieser unüberwindliche Schwierigkeiten entgegengestellt habe». Ei» ganzer Komplex »euer Frage» ist aufgelaucht, dere, Behandlung Ausgabe daß Schulvorstande« ist. Die Zahl der Mitglieder de- Schulvorstandes ist für diese Frage belanglos, weil Weltanschauungsfragen doch nicht durch Abstimmung entschieden werden können. M. Ä. Loeb (kons.) legt Wert auf die öffenlliche Feststellung, daß nicht nur die Zionisten mit der Arbeit de- Schulvorstande« unzufrieden stad, sondern daß die gleiche Unzufriedenheit in allen konservativen Kreisen bi« wett nach link« hin herrscht JameS Goldschmidt Ikons.) unterstreicht diese Ausführungen. Plotke (lib.) bemängelt, daß Dr. Klee den Liberalen da« jüdische Empfinde« abspricht, die ebenso sehr w'e die anderen Parteien dem Judentum dienen wollen. Dr. L ö b (Vpt.) fordert die Vertretung der neuen Parteien im Schulvorstand zur Durchseüung der Wünsche weiter Kreise der jüdischen Gemeinde, welche mit der gegenwärtigen Schulpolittk un« zufrieden find und andere Austastung von den jüdischen Idealen hoben al« die liberale Mehrheit. Prof. Loewe (Dpt.) protestiert dagegen, daß hier lange darüber beraten wird, ob je zwei Vertreter der Opposition i» den Schul« Vorstand zugelaffen werden. Die Aufgaben der jüdischen Schule ist nicht die Erziehung zu guten Deutsche», sonder» zu aufrechten Juden. Die deutsch« Erziehung ist Aufgabe der Staatsschulen. Die Folge dieser Anschauung de- Schulvorstandes ist die Entjudung der gegenwärtigen Generation. Tie Gründung jüdischer Schulen aller Grade muß ernstlich in Angriff geklommen werden, um wieder ern volle« jüdische« Leben zu schaffen. Bei der Abstimmung wird der Antrag der Volk»« Partei und der Konservativen angenommen. Al« Repräsentanten werden die Herren Dr. Klee (Bpi.) und James Goldschmidt (kons.). als Gemeindemitglieder die Herren M. A. Loeb. Dr. Bloch (kons.). Rabbiner Dr. Lieber mann und Recht-anwalt Dr. Läb (Dpt ) gewühlt. Nehmen stets die Farbe an Wie die Krlla sie will Han. Solch Chamälecnerich Fühlet sich noch tugendUch. In recht salbung-vollen Sätzen Kann von Religion er schwätzen. Ja. eS gibt Rabbinertypen. Die uns alle sehr betrüben. . Auch der Vorstand birget Leute, Die nicht immer find gescheute. . - . Bisher Hab' ich räfoniert Aber jetzt sei konstatiert. Gibt e«. ach. Gemeinden, wo Man oft dreschet leere« Stroh. So gibt es auch deren viele. Die erkennen Zweck und Ziele -, Der Rabbiner mit Bedacht Gibt auf Achtenswerte« acht -. Und der Vorstand, klug und weife. Fährt auf alttewährle« Gleise. So erzählt der Dersaffer in seiner launigen Weise von Bewerbung. Probrprrdigl, Amtseinführung, von Hochzeit und Bri« Milo. Da« Büchlein will leine Kampfschrift sein, sonder» ist für denjenigen bestimmt, der einen derben Spaß versteht. Rur wer gemeint ist. dürste sich getroffen fühlen. Wir roten ih« aber, sich nicht z» verraten, sondern mitzulacheu, Vat* wer sich über die Mißstünde »srrer Zeit nicht ärgert, sondern au« vollem Herzen numal Über st« lacht, hat sie bereits innerlich überwunden und befindet fich aus de» Wege der Genesung. t Möge auch der Dersaffer, der seit lange» Wochen ins Krankmzimmer gebannt ist. durch fernen Humor mtt Gottes Hilfe z» einer vollkommenen Heilung gelangen und bald mar fftff»lm($« Lehrtätigkeit wieder ausnehmen kö««»! 8« diese» Wunsch kleide» wir den Dan! für ein« der« g»Ügtr Stunde, di« er uns durch fein Büchlei» bereitet hat. _- _ _ £ Dr. f, A. -er»«», Z.Ztr,ck: Attisch» Getzeimgesetz»? veNm 1320 L. «. Schattlchke». C<tfo, verl»gab»chba»vl»»ß. -fi ist erfreulich, daß ei» Gelehrter van dem «tanze Hermann Strack» da« Wort ergreift, umjnil der Pseudowisteuschaft adzurechnen, die da» Judeatum beschäm»! und befleckt! Er weist nach, da« e» keinerlei jüdische Geheimgesetze gibt, daß da» jüdische Schrifttum der Wissenschaft in seiner Sisamtheit zugünglich ist. .Innerhalb de« gesamte» Judentum»', Io jagt er, .gidl e« weder eine Steift noch eine mündliche Tradition, welche kundige» Ehrifte» mizugünglich würe. Weder juchen die Jude» vor de» Christen etwa« zu verbergen, noch Snnen sie vor ihnen etwoü verbergen,' Strock ftüichl dann weiter van der angebliche» «tichtü» Würdigkeit des jüdischen «ieiPanüaesnü, Euch hier kommt er zu dem iiejultat, das, diese Lehauplliiig sich in keiner Weise aufrecht erhalten laßt. Cs ist ei» Seiche» für he» geistigen Tiesstand, in km ein großer Teil von Deutschland sich bestuks, haß «in Mann wie Strack mit Seiften wie «tohling und Erker erst eine Abrechnung halte» mnß; er iul die« in vorbildlicher Weise und zeig! nach ergehenden Darsegmegen, daß e« nftt der Bernsnng ans bio hling und Erter ein Enk haben muß. Aach glanzender ist das, »M« er über Artur Deuter und sei» Verhüftm» zu ltllnst. Wissenschaft »nd Baterland zu schreite» weiß; er kommt hier z» dem bteklkt. daß sein Buch: .Die Sstnk wider M Wal", vor allem eine Sünk gegen die Wtstenschast ist, Schließ, sich muß fich Strack noch mit ka Weisen dem Mo, besassen. Hier ist da« Ergebne«: ,Fttr deutsche Leser find die .Berhandlnngrkrechte kr Weise» von «i»»* vbllig »ertlo». Daß man dem Geschreidsel bei un» Bedeutung znaeschlichen hat, verdankt rt geschickter stieklame u»h kr »eit verbreitete» Adneigung gegen die Jude». Die Zukunft gehört der Wahrheit' Mft diese» Warte» schließt er sei» Buch, da« sstr jede» noch 0» de» Sie» k* gute» glankuk» Menschen die Haffuuug hi»teitüßtkW«I»k>«chk G, in Schluß m^k»k» kr __ ScaKiaa, «>»e gemischt« D.zntatie» zue E»richt»»A jüdischer »alt,schule, unzuftk». wird di« zur «dchWU Sitz»», »erkgt, ._ veschlßffe M jib. 8ehrrrA«rh«»de». Der geschtftsfüheenk I»«schNß k» Eiebeudm dm jüdische» Lehreroerei» im Deutsche» Seiche hat tu friMt Sitz«, i» Äaflri am 17. Dezember soi^uk SeschSG» »saßt: >, Die Mitwirk«, her jüdische» Lehrrrschaft « har vom D, I. >, 8, ^»lanie» Gesamtorgauisatia» hm deutsche» Inden sali» »an svigende» Didiuguug» abhüugig gemacht werden, a) Bewilligung einer Vertretung kr jüdisch«» Lehe»» schuft im grvßm Gat de« nene» Gemadckakmßali d) Gegeluug der Anstellung. Sesalduug und Gersaagem, kr jüdisch«» Semetuklehrer und stnüuükamk» durch di« Vunküversoffung. 1, E» wird mit Hchßlrm Badauer» ftftgeftelt daß «k» groß« Anzrhl jüdischer Gemeinde» kr kdtüngk» wirk schaftlich» Lag, ihrer Lkhr-r »nd Gulküb-amw, nicht dir nötig« Beachinng geschenft und «ine Besftrnng ku Beamtenverhöltnisse noch nicht herdeigesühri hat. Der geschüftüsührenk Anüschnß apeullurt nochmaG dringend an hi« rückständige» Gemmnk», daß ft» IchM im Interest« de« Judentum« besten Aftch-r» und >W> tretern, kn jüdische» Lehrern, ein« würdige SlrlinG mG zeitgemäßer, anükbmmlicher Besoldung gewahre». , Lolrraoz christlicher Priester. Al« vor einiger Seit Aabbinei Dr, varMülß ßü einer Bersammlung kr eztremmnftsemiftsche» «chmMg soziaftstischen A-deiterpartei in unvernntwettlichm Wchgz angepOkit und sogar tätlich bedroht warb«» im ihm vom .Sentralverein' in München in einer i kr Dank str sei» manhafte« Verhalte« Diese Erklärung Work in kr Preste »er «. a, auch km Erzbifchas Dr. Faulhaher^ Dr, Veit Präsident kü protestantisch«. Ober zugesandt Veik Hoden daraufhin brieflich , verein ihr, Uebereinstimmun, mit kr IiftltstUg ih«» Abscheu vor dem Treibe« der Pogroagßelha» >_ gedruckt. D. veft schrieb: .Für d!« güti« Ska>k»G, de« an Herrn Ikbdiner Dr. «Orwold gerschwii» <Wtm. gednno, di» üleich-rwfts« den EmpsOngee mi« die Gtzichch»- ehrt, dank« ich eraeienft, E» ist dichaneftich, haß «, chm, Seil, in der aste Greis«, di« M mft unserem orum» Mb* ' lande gut meine», nur daraus bedacht sei»- soEten, »Mt allem m ihrer eigene» Mitte, alles Böse und dam Gmmk», wähle Schsthlich« zu tekümpsen «nd adzutii», smuchlW' Leidenschaft an der Arbeit ist, einen Haß ■ schüchch, li» die wahren Quellen «seres Elend« verkeant «d,dk inneren SusaannenhOng« übersieht wie sie dt» QsteuburmvE - Gotte« zwilchen Judentum «d Christentum für all« Mn', geknüpft hat, I» Verehr«, ergebenst , gez, D. M' Denselben Geist atmet auch der Gries de» Herr» Erzdchchas Dr. Faulhaber: .Für bi« llebersendun, einer 0» Hern ’ doch noch einmal die deutsch« Weit »an all der ümmchm heü ftei macht di« gerade bi« BlldungHchichi M Ir< . giften droht _ Dr. wiüy Ulk, yakümfekiiMBUNf« t* Gßafrlk«. Gev. Jahn Goüroe, einer kr bekannteste» Ethnaiam», England», stchrte unlängst van einer fast einjüßrküL: Farschungareije durch Slmasrila zurück, wa er die SAm» «d Gebräuche kr darftgm StOmme studiert», Mr. ' IMcm bewie« auf Grund seine Feischimgvieftckkli, ' semitisch« StOmme eutlaug k» Pit» »ach Süd, wanderkn «d sich «tma d«t sestsetzte», wo setzt dt» 1 wohne» Mr Goßcae ist üdirMgt, daß kü GswaßckßttttN, mb tttwSi 0u kr n» ihm besuchte» Stamme kn» dir altm!. schr nahe stehe»; er behauptet akr inkj daß! asrikaaer, M« iu. sehe frühe» Sette» aM iT' gewaut ert find, ganz kstftnmt von Mvftü nicht« «» ihr, Sitte» «iujchließlich kr «eschua »ick frühere» Epache ak kr dal Mas«» l *i»a Ptzckr»««»schl»cht Di« lugftjch»» A uHgraba nge» k kr hettischm > Snriemisch hak» bei Sn Anmak«« ein» gmchm ( gr„f* IwMO Jttßß HMWStt». 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