Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 38 (8.10.1920)
- Date
- 1920-10-08
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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'MWUWWVMWWWW 8. £KMr l«0 Megnttz. 3nWtt kn pckitilisch» UraAlimtra i» Mi letzt» Iah«, ist hin 'in großrr Snjuj an» Sen- Fel» und Obrschstsstu zn verzeichn». Zn hn anläßlich kn b»arssthe»d» Rrpräsentonstn-Wnhlrn »uthtnDnbn Liste find hj« Knut, brr neu ftninä'Mrara Mcecffn ■öden, da sich di« 8etti(f«iit«n bt hn Vrauinb nicht angmtlbt und rum |ti§tra Ztil auch bau Stenn» bezahlt hatten- Nnmnehr hat sich dn Baistand direkt Mit dn Stenerdehärde in Verdiudung -eicht, um sämtlich« Hamen zu ermitteln. In jede» Falle ist die Wählerliste bsolg« Protist von gd Mitgliedern neu nnznsertigni. — Hin Teck dn nthodazen Gemeinbmitglstder baten den Barstand n» Ueberlaffnag «w* Betrauen«» i« Gemeinde- Han» und Thoraroll,v. um dort mihrend dn hohen Festtage beten zu können. Dn Borstand gab ^«rzu di« Genehmigung, aber die Reprösentante» stiestm im lchten Augenblick den Larstandöbeschluß um, mit dn Begründung, dach solchen Sonderbestiebungen kein Borichub geleistet Mnden dürfe. Die abgewiesene» Herren mieteten nunmehr «inen Prioatsaal, «o sie unter sachgemäß» Borietern ihre Andacht »errichten konnte». — Mitte Oktobn lüllv stabet hier dn Bezirkst», dn neutralen Iugendnereine statt, der zahlreich« Bertretn dn jüdischen Jugend Deutschland» in unseren Mauern onsammeln eoird. ********** * Aus dem Auslande ♦♦♦♦♦»♦«♦»♦♦»♦♦♦♦»♦♦♦« $«*«. Pi« holländisch« Regierung hat die Ernennung »on Proseffor Einstein jusf außerordeullichen Prosessor an der llnwersittt in Lehden genehmigt- Die» ledeutet nicht, -daß Pros. Einstein dauernd nach Holland über» siedeln «erd«. Vielmehr wird Prof. Einstein in jede» Jahre «ährend einiger Frlthjahrümochen Borlesungen über die Rckativitätäthearst und ander« Hapitck der theoretischen San der Unioersität Lenden feite». — Wie inbekannt geworden ist, hat sich Prosessor Einstein ie dringenden Bitten de« preußisch» Kullnüminister» und »ielei bedeutender Gelehrten Deutschland» bestimmen lasten, di« Berliner Universität nicht zu oerlasten. Ob und «a» er n» Wintersemester in Berlin zu lesin gedenkt, ist noch nicht bekaiknt. stkmterg Di« erschütternden Nachrichten über da» Wüten der Peltjura-Banden in Oftgalizien mehren sich andauernd. Seitdem da» polnisch« Armeekommimdo dem Oftukrainischen Banbuhäuptling Peltjura di« Verwaltung Oftgalizien» bi» zu» Duiefter übertragen hat, hat dort «ine systematisch« Raub- und Mordjagd gegen di« jüdische Bevölkerung «ngesetzt. Schtndungen und Vergewaltigungen jüdischer Fronen und Rädchen gehdien zu den gewdhulichen Erscheinunpn. Kein jüdische« Hau« ist der Plünderung entgangen, und wer nicht» herzugeben hatte, wurde kaltblütig niedergelchoffen. k» wiederholen stch überall dir «Ittn bestialischen Exzesse wie in der Ostukraine. Sehr oft schießen die Soldaten zum »Scherz' blind in dir jüdischen Häuser hin«», wodurch wiederhalt Hinter ihr stieben oerloreu haben. Eine bei» Generalkommistar in Lemberg oorgrtragene Beschwerde über diese ostukrainischeu Pogromspezialitäten hatte ein Verbat der Publikation dieser Vorfälle in der Preste per Folge. Budapest. Am 21. September Verstarb »löblich Herr Hosrol Juliu» Winterberg, der Pitsident der Bester Hhewra Hadischa, IM 7t. l!eben»jahre. Bermbge seiner Vielseitigen Bildung, seiner heroarragenden rednerischen Begabung und seiner den öffentlichen Angelegenheit» der sstelizjon aewidmeten Dütigkeit «rfrent« er sich in den > mit de» er Jahrzehatelau, durch Dmebsami» FaeschMi weitesten Kreis» allgemeiner Wertschttznng. Winterberg. I und »rnktische» Wirk» eng oerbund» gewes» »ar, war auch Präsident de« Bankomitee» für da» jüdstch« Nach de» Erkling» de» ei Mole rortiemlm IchMB' GhmUasiu» und hat sich »nch in dich« Eigenschaft nn- I ward» di« sterblich» Nest, Pmfestm Brunn» an» d>S Verwewiche Berdienste ermmben. Seda Ableben ist «in ' Hanse heronpzetraa», VMi de» er rin Miustjwmktm l & Verlust jür di« ungarisch, Judmheit. In» unzertmnnlich gewes» war. dem sch« gn» LchmEmch— n de» Verewigten so> ei« ptster» Stistun, >>- sein, ganze Vielseitig« SchastnMkraft DDlt» halb. 9m richtet werden groß» Schaar Van Miltruneend» solgt, de» Armwrgng» An» da» Bmtaur gl* »astatlUn, Prwsrffnr Brau. •I st»» Sb Synagoge de» jüdisch -theologischen Seminar» kannte am Mittwoch, den 2». September, di, frzfat Meng« der Erschi»»» nicht lassen, di« gekamm» war», um unsere« olloerehrt» Prosestor Brunn da« letzt» Lebewahl zu saD,. Der schlicht« bin um zeigt» w»» de» Halbsrsttoge» irinerlch äußer» Lranerschmnck- Aber di« Kolleg», Fmund», Schüler und Verehrer best», der dort im fchmucklch» Sarg« den letzt» Schlas tut, bracht» ei» Gesinnung trauernder Anhänglichkeit mit, di« der Stunt» di» »tckst» Weihe gab. Dt« 8« er wurde erüssnet durch ch» G,denkred, deü derzchhg» Vorsitzrnd» de» Lehrrrkvleginm», Her» Dr. Sewkowitz. In tiestewegt» Wort« buchte Dr. 8den Schmer, de» jtd. - theal. Seminar», inltesonde« de« Ledrerkoftegiuw« zum Auldmest Er rühmt« di« au» der Tiis« seiner Persönlichkeit stammend» Leistung» dm Histvrikirü Bronn, dem die Beschicht» de« Jndantnmg «in lebendiger Strom war. in welch»« stch -Mich» und EwiD», Weltliche« und Neligtbse» innig dnrihdringiu .So war ihm die Beschicht» de» Judentum« heilig» Bad», ans dem stch di» «leih» der Ahn» erheben. Von Gatt geruf» zu Träge» seine« Willen», religiöse Persönlichkeiten, die in aller Klarheit de« Tagm dach im Ewig» leben. So zog ihn ein« tiis« relizitse Sehnsucht hin zur Mlkomm«» Erkrnntni» de» Leb»« der Aha», war ihm di« Geschichte ein Jistkor, «in Buch de« Gedenk»» * Weiterhin gedachte der Vortragende der eng» Verknützsthett Bronn« mit seinem grüß» Lehrer Armckck, mit dem ihn di« seit»« Fähigkeit oerband, d» Geist der Vergangenheit sär die Gegenwart fruchtbar und wirksam zu »ach». Vereint mit seinem tief verehrt» Freunde Rabbiner Prosessor Dr. Jakob G ui tu, am» Hab Braun der jüdisch» Gegenwart nnoeroängUch» Dienste geleistet durch sei» Arbeit in der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft de« Jlibentumt, sowie durch sein unermüdliche« Schaff» für di» Monataschrist und »blich sär di« jüdisch» Bull«» Hochschule Breslau, Im letzt« Tckst seiner >»b ließ Herr Dr. Lewkawitz sei» eigen» und sein« Haste,» Empfiichung» zu Wort« komm», d» Schmer, derer, den» der lreue. gükig« Freund und Berater entriss» wurde. 13ptt npr -3 mp#tt .Du wirst Vermißt wert», dem, an deine» Platz« wird man dich Vermiss»', in diese Wort« klang di« tief empfunden« Sebnkred« au«. Nach dem Vorsitzend« de» öeherriosteginnet rief der stelloertr Vorsitzende de« Höreraudschusse«, Herr De. Schiss, de« dahingegangen» Meister di« letzt» Grüß« und den Dank seiner Schüler »ach. Wir bring» die stieb Dr. Schiss» im Original unter de» Feuilleton unserer heutigen Nummer. Di« synazagast Feier fand ihr» Abschluß durch ein» Nochrus, welchen Herr Rabbiner Dr. Noseuthal seine» streunst und Weggenoss» widnwt». Dur« »»warf Herr stü»bm Dr. Bagelstain «b Mob*» Bild bi B» starb» n, widmete bn Hiwwm; HM»» War«, bl Tr «ste» und b»ch auch »» stdacht dersdulich» Bmiehuna» m Prusessm Brann. (Mi. («et Herr «4 Jz-P»i »aldseld na«« der Mch^ Mästung der ShuuWbnMwtnb «tui^ stbrt» b» DaachGi wt flt wm MWWWfl MB IWMWWM m Bmlin war diAmtiß durch Her» Prafessm Dr. Julia» Suttmann. der st, gMchumt» Au»k»ßrun»n b» Bur» dienste Braun» um dä» jgdtsche Wisseuschast darstchst» »ch ImV m( Mt Uni MRMOMQIMll M MP i IWwWl Hn VCnWt MMR OWW* PWM, RMPMR MÜ fdltl Bette, 1MMI mM|4B4R ||j^- manu, bi am sttbn Tag, aar Juhmatrist in tzt^„ **. ***** ♦” Bft Mi MMVRRt RMf POT Mt PMMI^ Wrssenschaft _ Dn gnm-lMn, (b bn Bmstaud jgdisch» Mm» W- Schlest» und Pas» Here Pmbgm lli>ik,»,r-Gch»' und «blich für di. AmtÄi». Gliiiacha», jüdisch» «Lj, liGM, Wttti fttttgriUbs tmmt 9Mmrm. Braun »mch» tt, Herr Dr (in In» Schluß baWl Herr «abbstwr &. S »»ns,hn da, «kl de» II. Psalm. Bon fedwn «bA»» »ch Schülwu »Grub »urb Mnrrn» Brmch der b» bub »dm ‘ Vnborim mird ta7n|nr,l<MU» b «sstuschast und st, dm »chmt» butsch »«MlHDUßlich stp. 9*. Zbtarbrch linr Ata feg* ta ^gf |y|U|| tjdBMRBBt Mt ImIm Hot am Damwmbg, bg-sto. Satzbbbr, Herr Dr. ' nach lljührigem Auch» ilirrin, bbrsst Inerbach, dm »u» Er» J»r»A wert» Bort», st, Pböstdm'. Bilb Mn —, ^AWWDWMaRchggt tDNM M» bdb» " Slestnug —» Wir sasttm nn, lieb, Cr »an Person», Haft hintii nt bitnami nMOTnMit Herr Dr. Auerbach »ermistein, wist» he» Vorträge« ftt .In der »rsrenlich. n« . dieser Fchsstllun, Vertzültniss, des! Politischer Hinsicht. Aus rrligiöse» lbbiest Während noch oor dew ist. An» höchst bgimst höchsten SchöPser in der Lehre vom Sinai gespendet. Nicht zwar bürste e» darum aus seinem LebeiMaana, träger Nub sich hingebn; sei» Schaffen «ar: diese Lehm oerwirkliche», im Wart de» Geiste« und st» Weil de» Leben». An» seiner Lehm l<Suf sich Jtrael da» Wort de» Geiste«, seine Lileratnr. nnd da» Werl de» Leben», seine Geschichte. Und die» aste» will in seiner Diese erkannt sein — ihm ^alt dein Studium, da« bi» in di« lcht» Lage biuein wo« Ersorscheu und Ergründen nicht ablässen wallst^ und die» alle» will iu seiner Innigkeit erlebt sein. — ihm gast ferne Frömmigkeit, di« dich auf allen dein» Weg» begleitet und ,um Friä» dem«» letzten Versthnonzatage» geführt hat. So verband sich Wiff» und Set», um bin» amu Seele groß zu machen, sie beide ein Gewinn her Perstulstchkeil. E» gibt aber ein«», wa» über bst eigene Persönüsthleit hinautsührt: wenn, wie du «» tatest, bst ganze Tüncht jener Verwirklichung gelehrt, 8 h. in Hst Herz» fe» kommenden Gischlechst» gepslanjt wird. Da», mein Hehler, war dnn Lebenlwerl, war bei» Arbeit an dieser bsonderev Ltätle seit eine» Menschenalter. Faeschuug Und eigene» leben sst schasst» ja bst Hülle deine» Lehrmut«. zu-nol bn der ganze Welt sttdisch» Sem» au» bn Htnden der »äler «rupstngst. Denn als» hast du nn» »mefe» erklärenb Wart der Hehre »sagt, da» kein» Heber sestgehalien. da! von dir nur überlrestrt ward- Du wußtest Var «iserem lrogcud» Blick dst oersihlungeust» Psab non Geich,i..le und Listeatur zu entunrreu. «eil sich in biuer Hand all,« Gejcheh»» in Lebu und alle» Tütig b Perloaiichleel. alle» Pergangene »behaupt in lebendig! Persba'ichtertm v nvondelst. Sv war» Unschützbar reich deine Milleiiencen an» dem Leb» geschjchtlicher Vorgüuo« amd großer Pienih» Misere» Judeutum», denen dn selbst zu» Stil nco ehegeftenid». Wem- - alle« in der Pödagagik de» Unterricht», I» hast du ab-r a>. r in der FieundiichkÄt pripat» U»M»g» UII» solch lass», immer wallt» ja dst Wrge deine« .'l in dst Herzen deiner Schüler hi»«i»sühr»; fein dir voll ,. hier ein Han» zu bau« str dst Wahinng Gatte». A» war nnd ist da» Streb» «st deiner Schüler, b sst in ihrem Herzm Galt anhing». und da st« allezeit dein« rüstige Miiarbit dankbar empfang» durstenststin Wunder ist n denn; wer» stch auch dst Vedrüngniü manche» Herzen» in vertrauender Krag» zu dst sunt, wen» Lehrer »um Freund, Schüler znm Besrrundet» ward- Dein Wort und deine Hüse gabst du uu», «st bin» Schülern, dst leidst längst Lehrer genwrde» sind, s» nn» selber, dir e» bi« piletzt waren, und dst nach bn Jnhmn de» Hrstge» und b» Verluste» dst Notweudigbit biuer hilfreich« Förderung |o lief in ihm« Her^n empfand». Sa hast dn in m>» wahrhafte» Geist »c« Judentum gepflanzt, da sich mit Ehrfurcht und Lieb auch Dank b» Herzen» »eibinden darf. E« ist der Dort derrr. denen bu gabst Lehre. Geist nub Geschehen b* Judentum»; in den» du mit solchen Mächten erricht» hallst dst Stüve für bn Caipn. , llud da» «ar da» «hoteuji« Fiel dein« ganzen Lebwünheil: in bin» Schstle» für bn lwch, n zn schab». Lebe» wiff». Leb». Lehre, weih» sst lhr» »hefurcht. ihr» Hieb »ich ihr» Dank. L»ch»esprech»»g. K. W«i»ß»>»»: „Grrsg» Argr»,st«w»»r", »t, fiistischer famtt. aolH OIVb, 8bb IMD. Heimatluft wcht W» an« dieser «qihluu, «Ria»»u, bst im fern» Zürich erschi»« iS nab hoch ein« Smlestm zum Verfasser hat, brau» Dtzhernsurth stammt und uu» «in« «stdlick tun läßt in Hst «eschichst diesig Orst». deffeu jüdische Gemeiub «inst «ine große üble b dem Stbn der ostdeutschen Jute» spickt». Lud dach ist da», wo» er ichöhlt, ganz «oder», wenn <t axch scheinbar Mt einem heilten Jahrhundert «der «ch länger spickt. Dem, dst Fra» der vernsäumschichtung der Jude», ihm Rückkehr znm Ackerbau ist mach decke Mieder »in» bmnnenb gewordeitz ja »an kann Ist säst al» die jütisch« Frage »er Zubmft »nseß». Hanl b Gerson Reanisturgm, br schlichst und Held der ErckMnng — er selbst wtstb stch M» dick» vqckchnnn» «ch«b — sstht d» Inden haß b der XÖfMt’ daß pmicke I, treib«; s» will er «m Gib«!sein. Mil sckwer Hamilst »erltßt er seich« ebmschlestsch, Hmmat stch in der Rüst dm Sstbtchst, jMnjbG , «n Banernmet. Zuerst ch» Mw Dwrs, einem gemiss» Mißt» ckne geachtest Stellirng sich lebe Hind« an '' sich zarte vanb David und der kennt der Later, Rmm&otb ilMtttt Ms' S|b M gl-tchung nicht »std «chsth» übneu. Dm ftlhck zu seine« früh«, Hub- Dfemb» sei ob», dst tr» am Glmck» br Väter hstest», da» Dorf M Verlass» «S stch mtt ' Juden darmes »oiMbmft», »ach s n» dort da» Land zu distan», denn mm b Ilmsttung käun» Juden alz'vamrn DÜ ' Ganz pemhtm«, Ttzp» ßnbm stch b . zihlnng: der Uadüber dM Gstütch»» b sein« keil und der mit Verbindet. Warm«, 'smuntliche Stimmm»» Legt übr da» s, sehr Dschast» » chm» (Za Ab, lststr Stub «ch wühamkzrlGMstmbetsDsts» E» hat aber auch ebchr tststu Gimr: ck Legende, daß »st Jnd» — ---» - i a — M ■pHHQI BBW» Gees» Regen tdu «per Gegenteil sch» Vor ' Jnd» j sebml : »er Rabstner st» MMaai m |M« h fi,chischckk„iift sest Efeostmrsthn » . Mt 1***g&* Mi Anfssni tw fcilrt tk, pr dMb tMt 9ttpR KapPlRns fl m **d.