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Jüdische Volkszeitung · 1920-07-16 · 26 (16.7.1920) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
26 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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ftt. M Ctib t 9*Mf4e IS >S 1999 Zt» A»»<reß i» »er rschech»-Glo»«ke1. »d w» «M 108 StftpKla «»* tlta Xtilai Wr Mn*« Wf<W*ttn Aenept n*aüdt Sk. Gl»,er. ln Orttkot M Ikkischen Xntionnlutrl 9m). km. IMnUtftikmtt In kn FUchMn»»»» tnt kn Kntinaalrat in Schatze kn laklrtuktn. *»f km Mid kn fbkaklif MtaMuW" Änejtonfn nf«i,reich ,e< ■oft, UM»en1lich M fcra Schntz Wk Ertzent,«» bn re. {•ttidtrakai HÜchUinne Wtrof. Dir Heimkefdrdmi», kn flMttfo* lelkß k°i sich *U nnverm »blich ciBiifn. Dn Kchermt bespricht snan fci* Unni niprietzliche Wifbit WS AmuM kn jskische» Sdcgationn in Pari«, Wftn SnUu|a kit «nnironunj bn jtblschea 9)inkn< k«l in bn rschöka-SlaNal-i »il «u banken iß. kr de» Wal namentlich bi« »ichti,leit bn »rbeiten auf tnllurrllem Gekid. namentlich in kn Frage kn länstißea Schnlpelilikl Dm Wrrch reiche Daten Wiegle Hitigteitsbnicht wirk mit nrifem StifnO ansgeoammra nnb Dr Singn bn wtrmße Snnf Mdnt »ach «nhknin« brt Organifatianlresna» nnb bn gfinanpbnichieT nah» kn Kvnnreß «m .Organi- )atr»n»Aat>i kn »ertretun, bn jkbisch-eihnilchen Miabnhmt in kn tfchecha-slawakifchen Pipablik' au, Rn« bea «eiteren Lnchanklunge» iß Wsvaber« ka« Gchnlresnat kernarzicheWa. «eiche« Profeffar Dr Tlsreb Engel kielt- Dn Rekner ichilkert ken Ka»pi. «eichen km Jckbiich« Natiaaalrat am bi« Ertzaltn», Wr zaklreichen Wch-kenken jübischen Schalen in Wr Siowalei ju flikren heckte, unk Wkiagt ben Mangel an verßckabni». ben bie Gchnlfrage Wr w» i-jirlistischen Unterrichigminißei sanken kaW. En blich fei kn »aschla, auf ki, jlibifchen Echnlen in bn Sawatei zaschaaben ,«Wurden In Mähren saßen bie fgbifchen Schale» al« Minorilckltfchulen erklärt «nken. In Manlac« fei kie kekrckische vailafchule bneii» kemißigt »arbea. In Brünn solle mit kem Nächsten nljahre ein silbische« Resoim-Pealgiimnafium nbffnet ' m. eWnsa eine Pailsschnle, auch in Mäkriich-Ostrnn ‘ ähnliche« geplant. Die »ersprochen« Echalenqnete. . > schan hätte ßattsinken nnb ba» gesamte l«b,lche Echnlprnklem nnhankeln sollen, «erbe in bn nächsten Zeit ^nttfinWn mtßen. Die Erage ba StaatSkurgerschast. welche gegenwärtig in km. Dsthecho-Slotnalei geregelt werben soll und sgr bie Aasten in kn Sinwaler besondere brenneak iß. soll j»n> «tust»« emn eigenen Kommihira ilbrrmiesen «ersteu. Nnter allgemeine« S-ifnl würbe ein Untrag aagenammen an ken Bark-mpin sckr bie ,«bische Sach« in Oesterreich. Ubgeochnetrn Stricker, eia Begrüstungktelermr gu entsenbea an« ber .Wiean Morgeageitaag' ihr» großen Bnbienße um b>« Bnbreitang bet jt>» - bischen Sestanlea« nnb ihre Berteibigung kn bekrängtra sßkitchen Pafitianen nur bn großen Oessentlichleib bea «ärmsten Tank be« Kongreße« au»iubr«cken. Rundschau. HrUtrn>MOhlfn>,rt»steste her he»tsche» ßnken. Berlin. IL Juli. Die Jentralnwhlsokrtkßelle ber Wutschen Jubea hat i» letzten Halbjahr bie von ihr emgeUitet» Arbeiten erfolgreich fart^setzt. Da* besondere Bestreben der Zentral« wohtsahikAßili iß dar«f «richtet. fmtU GesichtüMockte mm der Siryamkit der ihr «ßeschloffmen Heremr «d Lnstalte» na Durchführung ju dri»gm. Die Zentral- »ohlfahrtsstckle iß wiederholt nx zahlreichen größer» Gemeiud» ersucht worden, die Prüfuno vo» Subvention*' gefuch» von Vereinen und Anstalt«» ftlr die betreffenden Gemeinde« zu übernehmen und durch eingehende Gutachten die für du Verhandlungen in de» Gemeindevertretungen erforderlichen Unterlagen zu beschaffen. Die neue Ae«tral« institution hat sich mit großer Bereitwilligkeit i« eiuem Rundschreiben allen großen Gemeinden für die Erledigung dieser wichtigen Aufgaben znr Berfügung gestellt und auch von den «eisten Großgememd» ein Verzeichn!« der von ihnen subventionierten Anstalten erhalten Gegenwärtig wird da* vorhandene Material gesichtet und die Förderungswürdigkeit und Bedürftigkeit der in Frage kommende« Institutionen festgestellt. Die großen Dohlsahrtßaktioneu de« letzten Jahre*, wir ei«e zentrale Hilfsaktion für Palüstiua und Fürsorge für die notleidenden jüdischen Kinder in Deutschland und Oesterreich haben die Zentral' wohlsahrtsstrlle stark in Anspruch genommen. Eine besonder« rege Lätigkeit wurde in der Amerikahilfe entfaltet. Die Zentralwohlfahrtsstelle ist im Zentralau«' schuß für Amerikahilse. welcher zur Verteilung der au« Amerika gesperrdeten Liebesgaben geschaffen ist ebenfalls vertreten. Sie sorgt dafür, daß rechtzeitig alle Gemeinden von der auf ihren Kommunalbezirk entfallenen Verteilung von Liebesgaben Kenntoi* erhalten und macht sie mit den Richtlinien bekannt, welche vom Zentralonsschuß für den Ausbau der Lrganifation aufgestellt werden. Durch die Vertretung der Zenttalwohlfahrtsstelle im Zentralausschuß ist erreicht worden, daß in allen Orten, in welchen Wohlfrhrtsausschüße eingesetzt werden, welch« die Derteüuvg im Einzelnen vornehmen, auch die jüdischen Gemeinden daS Recht haben, einen Vertreter zu entsenden. So ist eine Gewähr dafür geboten, daß in gerechter Weise die Gaben auch unserer Gemeinschaft zu Gute kommen. Die ZentralEohlfahrttstelle hat sich bereit« zu einem wichtigen Zaktor in der vielgestaltigen Dell der jüdische» Wohl« fahrtsflege entwükelt. Sie ist berufen, durch die Einführung einheillicher großer Gefichtspunkte eine zweckmäßige Verwaltung der vorhandenen Mittel zu gewährleisten und neue Quellen für die stet« wachsenden Fürjorgeausgaben der deutschen Juden zu erschließen. Eime A«1h«Uschr PalLßi»«- K»»ferr«k Der Vertreter der holändische» Zeitung ..de Maasbode' Halle dreser Tage eine Unterredung mit dem Vertreter de* hl. Stuhle« in Bern, um ihn wegen der am 12. bi« 18. Juli in Einsiedeln statlstndenden internationalen katholischen Palästina-Konferenz zu befragen. Msgr. Maglione gab ihm darüber folgende Luskunst- Der Plan der Konferenz ging schon tot Mai vongen Jahre« von drr Schweizer Vereinigung für da« hl. Land au«; es wurde ein besondere« Schweizer Komitee zur Vorbereitung der Konferenz gebildet. Die Konferenz wird einen ganz universalen Eharvkter trage». Sie verfolgt den Zweck, die katholischen Interessen in Palästina zu beschützen. Vor allem wird dabei gedacht an die Gefahr eine« stet* zunehmenden Strome« von Joden nach Jerusalem — m« «b ynrnfbHbfn« V<l(* "»eschene, «ntknliien in Mim, keck Herrn KmI Mußnl,. ßker .ßi»n>«»a§ unb Pnltßiaa' ka> bi« >nf»nkla»keii bn Kntkolikrn ans kie Gesakren grimfl k« «in lWbngrnichi jübischen «nßuHeä sür ki« «aikolcken »» ken keiligen Slttten »ii sich brinzi. Diese «christ kai auch nicht «eni, ftt Einbnafun, bn Ponfmnj bntd»(«n. Dnä bleibt ab|«»artfn #fcert*fcki«er gjh« enthnftrl. Wien. 10. Juli. «,e enbgüli,, omelbet «iib. kat ki» Badapeßn Qderftaat«a«u»attfchast »hre Zustimmung dazu erteilt, daß kn Szegekinn Oberrabbinn Dr. Im«anue> Li«, beßen Berkaftung aus bie keamijiatarische Fälschua, 'bei in W,ea beßablichea H-laff, nsbl,t iß. au« bem SeiänWi, enllaffea «nbe. Dr. Lb> befiabet ßch ia seian W-knuag. die von der Polizei überwacht wird. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦ : Aus der lreichshaupistadt : ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ >»» d r Ue»rSft»tck,tr,»rrs«m»l»ag. Die erße Sikuag bn ßtepräsenianienbnsammluag auch bin ßieuwakien uakm einen W»,rken«n>erlen Beriaus. Sebeimrat Dr. Stern, ber varfitzenbe be« Semeiabevorstaabe« sührte bie neuen Mitnlieber mit einn Unfprakbe in lkr 8mi ein. Die Leitung ber wninen Bnkanblungen übernahm al« AltntprSsibent Repräsentant Weile, bn bem Boißtzenben de« Gemeinbevorstanbr« sür feine Begrüßung«worle bankte unb um Vorschläge sür bie Wahl bn ersten Borfitzen ben ersucht- Bon liberaln Seile würbe bie Wiederwahl be« bi«herigen Borfitzenben Drrekior Minden beantragt Für bie konsernalive Fraktion widersprach M. «. Loeb biesem Borschlage au« prinzipiellen Erünbeu. Er verlas eine Erklärung, »ach «elchn ba« Recht bn Libnalea aus Srunb ber hichßen Manbatzahl bea Borsttzeaben zu präsentieren, -nnkanut wirb. b»ch seien seine Freund» nicht in ber Lage, sür Seheimrat Minden zu stimmen, da dieser Bor> sttzrnber ber R-Iormgemrinbe ist. welche ihre» AolleSdienst von Sadbaih ous Sonnlo, »nlegt hat. Die Konservativen lehnen eine derartige Personalunion ah und werben be«- halb unbeschriebene Settel abgeben, zumal diese Aemter- Verbindung auch bem Empfinden ber Mehrheil der Kemeindemitalied^- An-«, »>.. ei,*»«;— ke. n uu|Ui. Uuy wiederum der Vorsitzende der Reformgemeinde zum Präsidenten der Repräsentantenversammlung vorgeschlagen wird, ausschließlich die liberale Traktion trügt. Pwfeffor Dr. Türk iLlb.) wendet sich gegen Loed« vehauptung. daß die Gemeindemitgiieder die Kandidatur Minden mißbilligen. Dr. Minden habe in 3V jähriger Arbeit in der ReprÜsen» 1a«tenversammtunq der Ktmeinde hingebungsvoll und un« War Zesuö ein Lrier? v»> vmverMäl«»r»fk«zr Br. P »arge Der bekannte Affyriologe Delitzsch bestreitet in seiner «xdsemitischen Kampfschrift gegen da« Alte Lestucneui Tre HBoßr Läutchuerq (besprochen KB Rr. 4k>4 vom t->. Jnnr) »«wr vielem anderen auch, daß Jesu« jüdiscken Blute« gewefn» fei. Da solche Behauptungen au* Gründen der »Gexstianlsierung de« Ehriste«1um«^ und der .Verdeutschung de« Jefusdildes" iu den letzten Jahren öfter, ausgetreten ßnd «nd sich in ein wrffenschastliche« Gewand zu hüllen plste-en. so soll hier einmal auf rein historischer Grund« läge gezeigt werden, wa« davon zu halten ist. Delitzsch schreibt S. V4 seine« Buche« .im Anschluß an Schleiermacher, man könne da* Ehristentum auf keine Werse als eine Umbilduag oder erneuernd« Fortsetzung de* Judmtum* an sehen. Sei doch nicht einmal Jetu«, der Stifter de* Christentum«, jüdischer Adku,st. und da« viel zelefe,e »«d gehörte Wort, daß da» Judentum .das Heil der Welt' dervorgebvacht habe, fei lediglich eine Sentimentavüüt. Geschichtlich uagleich zweifelloser sei da* andere Wort: Da* Judentum hat da* Heil der WeU getötet. NamiNeldor darauf führt D. fort, jedermann wisse überdm*, daß der geschichtliche Wert der Genealogie Jesu. Matth. 1. 1—18, gleich null fei. .Jesu* Eltern und Mnsahrea waren al* Galiläer nach «MestamenUrcher wie «ychMlicher Bezeugung ga»z gewiß nicht jüdischen Ge- 8üt« (dazu. An». 33). sondern gehörten zu der großen . Zahl galiläifcher jüdischer Proseltztrn. Da« Jesu* kei« l Prophet jüdischen Geblüt* war^ lehrt sein dem jüdischen ' diametral nttgegengeietzter Gottesdegriff und bekräftigen s «Le seine Reden mitsamt seine« ganze» Leben »«d Sterben." Mm» wir die «AgemeiM, lediglich gefühlsmäßig begründete Dehauptuag de* letzte« Sache« einmal außer acht laß«, stellt also D. rm vorstehende« folgende Sätze auf. Erst»*: Jedermann weiß, daß der geschichtliche Wert der Gemalog.ie Jesu i» Math. 1. 1 — 1« gleich null ist. ' Zweiten«: Jesu Ater» und Horsahrrn »arm nach altteßUMMtlicher «nd keilschristücher V^mgung ganz gewiß Wcht jüdisch» Geblüt*, weck sie Galiläer warm. Au* Um«. 38 geht hervor, daß D. sie für Arier hält. Dritte«*: Jesu Ellern und Dorsahrm gehörten zu der großen Zahl galiltrscher jüdischer Projelytrn. Der Hauptsatz ist der zweite. E« wird darin der Anschein nnc« au« inschrifl« lichen Quellen beruhenden Urteil« erweckt, da« volle wiffenfchaftlicke. dokumentarische Sicherheit über die nrchtjüdiiche. vielmehr arische Herkunft der Vorfahren Jesu und damit Jesu selbst bietet, da sie GalUäer waren. Tie Frage nach der Raffenzugehörigkeit Jesu wird also von D. aus seine Dciie durch den Hinweis auf die Vevölkerungsverhältnlffe Galiläa« gelöst, welche die jüdische Abkunft Jesu au«- schlössen. Wir sind darum gezwungen, einen Blick auf die Bevölkerungiverhältniffe Galiläa« zu werfen, um un« an der WirÜichkeit zu onentieren. Wie standen die Dinge zur Zeit Jesu? Unmittelbar an Anmerkung 33. S. 114. fügt D. folgenden Satz: .In Galrläa gab e« schon fett 720 v: Ehr. keine Israeliten mehr. vgl. 2 Kg. 15. 20." Diese Bemerkung ohne »eitere Erklärung erweckt hinter de« Satze, daß Jesu Eltern el« Galiläer .za.lz gewiß' nudtjüd,scher Abstammung seien, beim unkundigen Leser die Vorstellung, e« habe auch zur Zeit Jesu in Galiläa keine jüdische Bevölkerung ge« geben, nachdem e« .schon seit 730 v Ehr. dort keine Israeliten mehr gab". Diese Vorstellung ist aber durchaus falsch. Zunächst hat Liglatpckeser IV. im Jahre 733. wie wir der oben zitiert» Stelle de« 1. Königsbuche« IL. 29 und den Annalen Liglapileser« (227) entnehmen können und wie e« in solchen Fällen immer geschah, nur die desitzmdm Schichte» der israelitischen Bevölkerung au« Galiläa weg» geführt, die Maffe der einfach» Bevölkerung aber zurückgelaffm. Rein zahlenmäßig betrachtet blieb also di« Hauptmaste der israelitisch» Bevölkeruig auch nach 783 i« Tande, allerdings führerlos und »ational zersprengt. d»n Galiläa war ein Bestandteil de« astymsch» Reiche« ge» ward». Durch Vermischung mit d» verschieden» Rachdarn »nd fremd» Zuzügle» wird i, Galiläa eine Mischbevölkern»- »tstand» sei«. äh«lich wie es später in Somalia und Judäa geschah, der» ursprünglich israelitisch« Gmndcharakter i« der heidnisch» Umgebung immer mehr, wenn auch uicht ganz verlor» gegangen sei« mag. Jedenfalls -ad e« r, der Mokkabäerzeit wieber eine jüdisch, Diaspar« i, iGaliläa offenbar m ei»ge»a»bertm Jubüeni. Gehr stark kan« sie nicht gewesen sein; ba* steht man am besten au« der Art. wie derMakkadäer Simon sein» von den Heid» bedrängt» Glaud»*genossen in Galiläa half. Er besiegte die seiden mit 3000 Mann (1 Makk 5. 20—22) und ließ die in Galiläa wohnende« Juden mit stamilim nach Jadöa audwande» H Makk. 5. 23). Das war um 165 v. Ehr Diele Ausvanderunq war k^rum erne voll» ständrge Immerhin wird durch da« Vorgehen Srmon« die jüdische Traivoro Galiläa» noch schwächer geworden jei«. Erst zur Znt des Ariftobul l (104—103 v Ehr.) trat in dies» Derhältmst» eine gewaltsame Aenderung ein. Damals halten sich dre Jturäer. ein ursprünglich arobi'cher Stamm, der früher im Ostjordanlande hauste, insalge der Schwäche de« Seleucidynreitbe« de« ganzen LlbanangÄiett« «nd Galiläas bemächtigt und nn Jtu: Erreich gegründet (vgl. Luk. 3. I). Aristobul l eroberte nnn etwa 100 Jahre vor der Geburt Jesu einen Üerl diese« Jturäerrriches und vereinigte ihn mit Judäa. Die Bewohner mußten, fall« sie dort wohnen bleib» ^oollte«. die Beschneidung en7"'.m» und nach jüdisörem GeiGe lebt» (Joseph««.? ltertümer XUI, 11,3). Dieses gewaltsam ludaisierte Gebiet ist nicht« andere« al« da« später iüdrsche Galilto ber Zeit Jesu, da» von der heutige« Landschaft Galiläa nur tir.cn Lei' emmmmt. Tie Bewohner drese« Gcknete«. die um 100 v. Ehr. dem Judentum-zwangsweise zugeführt wurden, wi. ±29 v. Ehr. «chon die Jdumäer. bildeten ihrer ethnographisch» Zugehöngkert nach jedenfalls eine recht bunte Gesellschaft. Da gab e« außer de« alt» galilüisck». aus d» mannigjachsten Be»dlkerung«öesta>chteil» zulammengeichmolzen» Landesdewohnern. ustprü«glich israelitischen Kern», noch Jturäer, Shrv-Phöchkrr. Aramäer. Griechen u»d Judm. Wer wollte, konnte »»«wandern, die übrigen wurd« durch Beschnnduig und jcuchbad als eigentliche Prvseltztm in das Judentum auschnomm» »nd galten damit bürgerlich «nd religiös als eimnÜiche Juden, wenn sie auch al* Rm» belehrte ivrierhalb de« Judmtum« noch einig» Beschrä»- krmgen unterworfe« war». Delitzsch hält H non oh« die Spur ei«g BAveisS für ganz sicher, daß Jesu« als Galiläer ous ein« wlchm Prnselhte»tamU»e hervorgegang« sei. mckhin nichtjüdstch» Blute« sei. Denn die vo« ihm angerusme .atttrstchnmtliche «ud keUschaiftlich« vezeugmig" detrrfft nicht etwa diese Behauptung, sondern die «nt d« Herkunft Jesu ta«» in Z«sa»»mdaag ßehmde Tatsache.

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