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Jüdische Volkszeitung · 1920-07-16 · 26 (16.7.1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
26 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Bamkibor, dnrch btt Wüste hoi t! an! gtft|ri 3)o4aaU zühll tt nni in ftuttnt letzt«, Abschnitt die Stationen ans, die den Leiden!»«» Israel! durch die to«3e lekuzeichnen Sin »ar langer und beschwerlicher Marsch »ar ri gewesen. Jtnmei »ieder glaubten die Kinder Israel am Ziele ihrer Reise tu sein. »Und sie lagerten fick.' glaubten endlich zur Ruh« lammen zu können. Vajieu — da muhten stschon loieder ansdrechen, weitermandem durch die Wüste, sttiemal! Hütten ste den Au!««» au! der Unendlichkeit dieser Sinüde ge sunden. nie Hütten ste den Le» gesunden hinein in! Land ihrer Sehnsucht und Ruhe ohne die Feuersünle. di« ihrem Zug« Voranging und sie ihrem Ziele langsam aber stetig znftchete Bonidbor. dnrch di« Wüstt «andern auch wir schon seit einer Reih« von Zähren. Auch wir glaubten schon io oft, nun endlich müßten di« leiten der Rat, der Ent- »ehrun» und de! Elend! aushdren, nun endlich mAßte unser Leihen!««» durch da! Aal de! Jammer! und der Gensterni! aqfhöegh UW endlich müßten wir tommen tön n en ht net n inÜtLub' der streiheit »uh de! ftrttbena. Aber nach immer war «! ein» Lüuschung. Dich un! bleibt nicht! agtere! übrig, al! den Rünneen und Frauen in der Wüste, auch wir künnen nur au! de« Wirchal dieser Tage hernulkommeu. auch mir «erden nur dann eine Zukunft hüben, wenn wir den Blich erheben von dieser wüsten Erd», wenn wir Mt! leiten lasten von der stentrsüule, van »roßen leuchtenden Sedan len und ztntouton Veen, van denen die Molkümasteu erg ersten und ju neuem Achen em»argeristen «erden. G! muß zugegeben «erden: Die Führer unsere! Voll«! misten da!. Sie »isten, daß die müden Wüsten- «ae derer unserer Zell nur durch einen all» ergreisenden Gedanleu ausgerüttüt und zum weitermarschieren angestaehelt «erden kbimen. And st» glauben, diesen zündenden Gedanken auch »sunden zu haben. Er heißt: Di« Juden sind an allem schuld. Di« Juden lasten toiannllich daran schuld sein, daß der Krieg auügebrachen ist: sie sollen ihn, um eigensüchtigen Seldintevissen zu dienen, verlüngerl haben, sagen die Einen; sie lasten her Front srühzeitig in den Rüchen nesulen sein und so den schlimmen »nügan, de! Krieg»! herbeigeführt haben, sagen die Antem: den -eben sei«! zu danken, heißt H schließlich nach, daß unser» Oan Wunden zerrissen« Heimat immer «ieder aon neuen Fieberschanem a dnrchrüttelt wird und nicht itt Ruhe kamoeeu In na. Zur Ehre der geistigen Drdger aud Berbreiter dichte Wahnideen sei e! gesagt: Di« selche München der Well aarsetzen, glauben tn den «entasten Güsten selbst dar!». Sie «ist«» ober, daß dl« Mosten immer »ieder auf diese Schauergeschichten hereinsalen. And »tgen die aergebrachten Schichtungen auch noch so abgenutzt und noch so oft widerlegt worden sein, aus diesen Leim still de! Sbll doch immer «ieder herein. Warum denn euch nicht! 6! ist für den Bürger dach so erhetond, in dem Gefühle leben p, dürfen, selbst Oblll« unschuldig an allem Unheil unserer Doge m sein, Und t* ist auch für »«»ist« Kreche am bequemsten, die Ausmerksemtett von stch otzulenleu und .Haltet den Dieb' zu rufen, wenn ein Jude aarbeigcht. So kommt «!, daß sich bei an! Menschen der »i ischledtustka Parteirichiung und der Verschiedensten Berusüschlchhiu», die sich sonst bi! auf! Messer bektmpfeu, versöhnt dH Hand reichen, »enn ch gilt, »egen di« Inden zu schiüpsen und zu hetzen. Dator kommt «!, daß bei un! i! Deutschland augeubliulich kein« Literatur so gut gcheihh so viel« Bearbeiter und Leser findet, »i» die antisemitisch. Ahamberlaiu! gelehrt tuende »Grundlagen de! 19. Jahrhundert!', Dinter! etikhafter Schundraotan ,Gi« Sünde »ider dal Blut'. Delitzsch! »istsveienb»! Prnphlet »Die groß« lüuschung' find die «eitmttreitester nah meist gelesenen Bücher unserer laae. Kein Jweesel, der Anlisemitilmut ist die Feuersünle, zu dm unsere Fell endeten» htonnshlitkl, van der ste sich leiten und fühlen laßt. Wo! ater da! Belltbeudste an dieser heilasen Geistchveemirmng ist: Bei der Wüsten «an derung der Kruder Jürckel waren e! die Alten, di« durch ihr» veekehet» Leben!' richtung den Etnzu» in! heilige Land immer «ieder verzigeeten und ausheelteu. Di« Jugend aber lebte neuen Schänken und Ideale», fie «rktmpft« sich den Weg hinein in! heftige Hand Bei un! ist' ü gerade umgekehrt. Gerade die Jugend füll bei un! anbeteud Var toa Uri Autiftmitiümn! nieder Gerede di« Jugend fühlt bei un! berusen. di» .Weltanschauung' 0) de! Anti, semllitmu! za leben und Pt aertairklichen Di» ganz Jungen tuen dich, indem sie jutenfeindlich» Glngtkttter aalte den. oder mit Stolz und Würde da! erllisemllische Hakenkreuz vagen. Du Erwachseneren scheu ihm» Ehrgeiz darein, imchmeisen zu können, daß di» Familien. in denen sie Verkehren, daß die Strtint, denen st» angehöreu durchau! juderireiu find. Am peinlichsten steht ater der Student aus unbedingt- Raffenreinheit. Ein Presessee, der nicht im entif-mttischen Fahrwasser schell, hat heut» einen schweren Stand seinen Hörern gegenüber. (Retontei sei gesagt, daß sich «enig« deutsche Professoren dieser Gefahr autsetzen.s Wenn ch der deutschen Studentenschaft nachginge, dürfte überhaupt kein Jude mehr an einer deutsche» AniaersUüt llhren. ja noch »ehr: Di» Kbnigöbergtr Studentenschaft hat. «it «tt bereit» meldeten, den BesÄuß aesaßt. daß die Juden in Zukunft nur «nt. sprechend ihrer Prozentznhl zur deutschen Beadlkerune zu» klnioerfitütlslulnum zugelasten «erden dürfe». Bereit! find Viel« Zufiimmunaüerkltrungen au» anbeten deutscheu Aniaersitüten emgetraßeu, und «mm nicht ekle! trügt «M man auf dem aetontllche, Svt«nv>»q?1it Wd»HI,L nach Söllingen einternfen ist, «eueu ' der gemeinsamen Kmumtffion hat denn ^lch^üch dem"». 2.' S. B. aorgelegie. de» metgeteill» Ent«» ,if de! Herrn De. pttti, Wß» on snstw tuvn i» « eine zum größten Deft «örtlich» Wiedergabe nnfitol I «urft! uni nuferer nachtrüglichen tzkbünheenugm dach! dem er sich nur in uniaeftnUichen WnzeshetAch hiü - im übrigen al! GerbeAeeung nicht aezmetienm "• unterschmtet. Sachliche tHftraurn in —— Dersastnng der m schaffenden SrfanrtotgB—- tigen mithm di« Gegnerschaft dal Berbaudeü .in Weste. Sein» Polemik gegen den D. I. G. B. über.blök de! Borgehen! zur Schaffung »er “J— " " togiebt tot Berband mit tot Behaup—. G. B. glaubt am leichmsten dadurch zum Ziel» ga Idaß er aus seinem Gemllndetagi die Berfuffm» gm > nehme bringt und denn di» «iugekneu Gametlato» I Beitritt eiLtot.' Dtosüchttch tst der Wm. toA Gemeiudebund gehl. tor umgjhhr», M dach Im aU gUtto« toa chHfchm. In. so «chet de. GtodeeAeiffchast die Vielen Heldengrüber chom Mölschen Kammftlloneu! «toe solche Jugtod ist de» aachicheuin Leodto nicht wert und »ürd«. Sie wird ui «mal! unsere GesOAschnff de! gelabt» stand hinei uführen können. Sie wird nicht, wie st» stall auttzlbl, di« Erneuerung Deutschland! herbei' führen, sondern «ird, «MM st« fich Nicht üudert, elendig ich mll Schmach und Schande in der Wüste eutkemmen müffen. .And ich werde z-rfiüeeu mm» Höh« und Vernichten eure Geuuenbftder, und »erd« legen mm» Leichname aus die Leichname eurer Gdtzen. und meto» SM« »erd euch mll Ekel aon sich stoßen', heißt «! i» *. Buche Mos«! M, SO. Dr. H. H. Die Sntttert krtf D. I G. L. Wir veröstenUichten in der letzten Rümmer auözngö- «eise einen Briefwechsel de! .Berband«! der Deutschen Juden' beMglich der Frage der Gesamtavgunisatiau der toustchen Juden. Der Gemeinde»«»» bittet un! um Berlstkitstichung solgeuder Richtigstellung: .Der Verband der Deutschen Inden hat in Sachen der Gesamtorganisatton an ton Borstand der Berliner Jüdischen Gemeinde unter dem 7. Mai 1990 ein un! durch nahem Vorsitzenden in seiner Eigenschaft als Mftglied de! geschüftüfsthimden kluüfchnffeü toi Verbände! erst jezft bekannt geworden«! Gchreiben gerichtet, du! tor Verband nun auch zu oerdffeutNchM beschloffen hat, da! Oder nicht uinaidersprochen bleiben darf, da «» unrichtig dorst-IIIlft. Dastochm E! ist zwar richtig, daß der gemeustamm Rammiffiau de! D- I. G B. und de! Derboiid«! ein. uüd mm tot in der Anlage bergestgle Enttanrf de! Bertanto! dum tgen hat. Dieft Barlag« ist jedoch, nachdem ste stch in toi tor Beratung der erste» 1 Paragraphen al« ungeeignet erwiesen hat. mll Zustimmung der Bmtand!- aertreter sollen gelassen Worten, Den wellermr Beratungen 99 Abonniert aut die! Jüdische Voiksztg. .!! tnt.3.66 tont« wohl bekannt sein zuerst du Genuin»«» rnvours zu üußeru, toz». ihff» stüstsMMnng and «ist denn durch tou to die «es »tor .Gchwterigtellm,. mll dtorn touu «ch LkrK Bachum. «, ' rnu to» to» .. togm, fnon am ton . Bmuemtou u», ftv die ulr frag« kommt, fa 1 •dUmHOt der goutsetia» «in de. __ Deß WtoWtot nach alcht »ng-n aeenutwa Mkich,!t»e Mc ftycn vttt. Wo! tor Berdnnd ton Wechduud toe l._ amtnbe «mlft, amschlbto, tot het eks» her D. Völlig hu «UM toömrtkdchö «7 to P toullg getan. Hiernach sia» die vchrechiumg»», du unter Rr. 1 M 4 OMBg a gMßmdRlI Schmielighihg. die ems dem tou tom D. wllkvch eengeschiogeaeu Wege gumllchd to! können. I» übrig«» gtonto Mahl rnch hm nicht ernsthaft, daß m heute euch ' ' Gesemtmiguuisatien de« deutschhn N'LWl d?^^- und diese» llm Bersn sutton. di» ms setcheep» vuumfl mc vpnpi würde to dem Zchtchdm toi - namtoßNffx, intorttli adtotoM llnkrrgengch «m Oeeu herein k stch Rur ungern hutou wm uu» toto» tonßchmch»! iührungen mrstnnton. to ch uu» »ihmsttudt, «to» i Sach, toech llnuüch. Dietnsstm, hmudmigmra». kstch almbrn cheunde toten wie auch »chchm dm» to» nisotinn, die eto» Wtowlfoa totouwt. M gfÜtoto» «tot toamf " WM*. to»

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