Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 16 (7.5.1920)
- Date
- 1920-05-07
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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7. RRm 1» < wC MMwaiilMMir ÜM):rnin| <r* «tschlost«. tot bestehend« Gchwmngkril« zu e<n tmb hie Reise der amerikanisch« jüdisch« Ruhland |u acftttrx. Mr. Urne ft^rt 1Ü4 IPpt-cU-i . rt< und hofft, die Reise bald antreten zu nt amerikanische HUfswerk für die russischen n uikiten. r- Rundschau. fit «fr. Berlin. 28. Aprrl. Gestern abend um 8 Uhr fand wiederum eine große Razzta tot Scheunenmertel statt. Die Beamten stellten Ober 200 Personen fest, und da ste sich nicht olle auS- »eisen konnten wurden sie zum Präsidium gebracht München. 25. tpnl. Die zu Pefiacd erfolgt« und dann, dank den rührigen Bemühungen einiger Zerren, verschobenen Ausweisungen find dieser läge »on neuem ergangen, sodaß in bieUr Woche zahlreiche Ostjuben. von München allein vorläufig mindestenb«>0, Bayern verlassen müssen. Bet der Denkungsart der bayerischen Regierung war eine neuerliche Milderung Nicht zu erreichen, tm Gegenteil ist zu befürchten. daß den bisherige» Ausweisungen bald weitere f»lgen werden, wenn die Landtag-wahlen. die in 8 Wochen stattfinden sollen. Nicht eine grundl.'-endk Aenderung der Regierung bringen werden. Ei« Prrb«nb F«yrisch»r A«rLet.Ge»ei»de«. München. 28. April. )» einer am 20. und 21. Aprst in Nürnberg zu« sammengetretmen. von mehr als 200 Kultusgemeiuden beschickte« Tagung wurde ein Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden gegründet- Ter Verband s»ll als sstentliche Körperschaft tm Einne des (ri 137 der Retchsverfaffung die jüdischen Gemeinden in Bayern zusamme«- fasten. Die Hauptaufgabe des Verbandeü wird die Fürsorge für die nicht genügend leistungsfähigen ll»i»en Gemeinden u«d ihren Beamten sein Au diesem Zweck ist de« Verband ein Besteuerung-recht gegenüber den Derbandsgemeinden zugest«nden worden. Die vorläufige Derfassung des Verbandet wurde auf Grundlage einet von Obdrlandesgerichtsrat Dr. Reumeyer, München, verfaßten n»d i» eingehende» Referaten Vertretenen Eatwurst beschlossen. Organe des DerdrndeS find hiernach die auS allgemeinen Dahle» her»org«henb« Tagung. sowie der ans Vertretern der Gemeinden. Rabbinern und Gemeindebeamten bestehende wettere Rai. sein Ausführungsorgan, der engere Rat. Dahle« zur Tagung und Rat sollen erstmals tm Oktober 1920 stattfinden. Die Darbereitung der Dahl »bliegt einem in Nürnberg gewühltm neungliebrigen Ausschluß. Mit der Schaffung bes Verbandes ist eine seit mehr als einem Jahrzehnt bei dev Bestrebungen für dte Revision des bayerischen Iudeaediktet von 1818 stets in erster Linie ausgestellte Forderung erfüllt: Die Heranzteb»«g der Leistungskratt der Vroßgemeinden zur Erhvltunv der tandaemeinde». Da i« übrige» die Varm* ®m*tmW» aewähckeistat ist. habe. Wart to, .feto» fioastostmbnng«'. di, seit be» Mo 1907 bi, jüdisch, u»d allgemeine Oefftntlichknt beschäftigt hatten, ihr« erfalgmiche» Abschluß gesund« Die ttati bet au ermüdlichän Vorkämpfers der ftoifto« bet Inbenebiktt. des Kommerzienrats Sigmuad grä»kel, MDtch». «ad d»s Schöpfers der Bersaffung. Obe rtanbeip r ichttrat Dr. Reuweyer werben mit da» neNgeschafftw» Verband und der Geschichte der bähen sch« Indeaheit bawrnd »er du Tiden werde«._ In |8llf4n K»tzrrr»»r»»d» »Par eine i» d„1schr»M»ich Jraaksart ». M., 21. April. Dte Mischen Lehrrrvernne haben eine Arbeitggewein» schaft begründet. Folsi«de Vereine gehören der Arbeit»- gemeinschost an: Verband der jüd. Lehrrrvereine i« Deutschen Reiche. Bund gesetzettrruer Lehrer. Vahnscher Lehrrrverein, Israel. Lehrerkonserenz Hessen. Die Geschäftsstrllr besindrt sich in Frankfurt «. 5R. Ihr gehör« dir Henen Dr. phil. Höxter. Realschullehrer Ochsenmav« und Mittelschullehrer Flörsheim an. Zuschriften find an Herrn Dr. Höxter. Frankfurt a. M, Friedrichstr. b0 z» richten. Dte Arbeitsgemeinschaft sieht sich zu folgender Erklärung veranlaßt: Die vo» Tag zu Tag sich stetaernden Teuerungswr» hältniffe zwingen d,e Arbeittgeweinschost vo« den jüdisch« Gemeinden, die Gewährung des Existrnzwinimums für ihre Lehrer zu fordern. Et ist die unabweiüdarr Pflicht der jüdisch« Gemeinden, ihr« Lehrer» Bezüge i» solcher Höhe zu sichern, daß die jüdischdn Lehrer den in denselben Ort« wirkenden Dylktschustehrern im Gehakte gketchkomw«. Leistungsschwach« Gemeind« wall« sich um Zuschüffe an die in Betracht kowmmd« Orgonisatwn« wenden oder sich z» leistungsfähigen Verbänden mit Rachbarge, meinden zulamwenschlteßen. Die Ardeitstzemeinschaft hat den Anschluß «n de« Deutschen Beamtenduiid in die Wege geleitet. Die A-»schr,it„,r, i» Wir». Wien, 28. April. tie Prügelei zmifchen t*ut|d)nati»naUn nnb jtüschaalionaltn Stuben tm jetzt, sich heut» fort. All zur Unterstützung der jüdischnotlonalenStudenlen kommunistisch« Arbeiter unrürklen, Wühl« »ich beritte»« Buht «I»schreite». Mehrere Personen «urden oettetzt >r»b «iedern» et» Trrpeob Vertzoftungen X>e,»no»me» I» her Ulfa», ft,OB« mißhandell» ein- Zug dantschaati-aaler Ctubnrtt» einen de» Seid kommend«, Hb Heren itallmif 4 t* Cffi)iei. der ti er»ft zugerichtet wurde, dast die Jtetvnig»- gesellschoft genifen «erden maßte, Di« Uaioerfiläl »erd« zunächst hib L. Mai geschlofsen Wie an» »itgeteilt »mrd«, sind ans der Wiener Universität gegen»»! ig et»» 12000 Studenten eingeschrieben, darunter etwa b400 Juten, on» von diese» »ehr all 8000 Anl. linder — Polen, Tschechen, Südslamen nn» indbei andere Ungarn, Sa fdH »ei den Deutfchnatioriale» Eichitterang erregt haben, daß sich anch Lente von ett»» 10, ja 90 Jahren all Hörer einschreidea lassen, am aas dies» Weis« dir d-'-llieseraag zu entgehe», Seat», dir Ach angeblich - . lit Schiedeegeschäftm all Bit de» Stadium tc satte, San» dehaapft» kii d»h di» Aialada», dn Sch«, Stadeadea za timm Grhaianglmchmchatt daälht» m P» nm delhat» rttekgbngig gemacht »aaü» sei. »u dar dn JirifeorgaarfatiHa »«»astrngtt Dr. La», der sei, ia di» «», Nicht aa, aavaehbltarpaMhr, mch, Stadeaten, fvndera auch ans der llaidersittt »schneden« Ara», ein^schmnWelt habe v» guten aas Wahrheit berühr», muh er» die Uni ergebe», Jnsalg» der anüsemitische» Hede Ia» «l zu »che«»» Zafammenßbhe» an aerschickene» Sichle» der Siadt. Dm zu» Aeil konunanißisch» Aelkmaehr nimmt Pari« gapr» die Aalifemitr»,_ Du» pUrtfri— drr »»,«rikch»» likw. > Der .Abend' berichtet an« Santzhab im Achnaaa Uomüat solgendetzi Am ersten ftdtfchen vstreseiert«. den I, April, »». ,in,eiten die Prachraltrappen de» De»»Hader Learpch. i» dem die artlansässigen Juden dm> Gattesdienst» di imehaM» Die Soldaten entsandten einen Wann in den Lem»«l »M der Aasforderuag an die ihr» Andacht Verrichtenden, sasaat da» Debet «iazastellea. Den Aultapaarsteher, dchse» di« Soldaten zuerst ansichtig »ardan, »»»achten, st« s» blatig, daß er megaeschasst merden mäht». Set» Schichsnl teilten dann die ttrigen Lempelbchacher. Di« Barstdnda der deiden Van^ader christlichpdlitische» Partei«». -NM« Molnor and Jstvaa Weber, leaie» sich in« PtMch mrd je, nahmen zum Schuhe der uuschuldi»«» Jude» am» ht» Hortdh-Hard» Stelung, Ihren Pratcht lphnden die Vnnchich- Männer, indem sie sie dluttg schlagen. Stnem ch>» jährigen leidenden Inden schnitten die Soldat» den OM ab, tauchten ihn in Acht and zmengen d» Oechst HM varthaar auszuessen, Di» Achereiea der BrachichtrUM» in Bonhhad »ringen samohl di» christlich» »i» anch dtp Mdisch» «evälleran, zur Berlmeistang. Di« LrMp», dtd^d' dort ihr Uaroesen tre«. hat stch srlher aater der »chM» schaft von Salgatarsan di« aamenschlichstea >r«»somDch>» «aschaldea kämmen lassen. 80000 »»st lut, PciM.. 9ta(, tt. Ipchl.'> : Die jldtsche» List» in der lschechaslamatet hat» stch j den »ahtra am lg, d. Pttd. iadmsamt 7» K4 «t aas sich aereiaigt. Trag dem «aie kch» «ratz», st «andidat »Wählt, meil die tädisch« Portch i» »Mch»ff-la »i, »«Mhaftgmm i Wlchch " Stimamn errrechte. Jnsaloe der d» ] BaVtnmthi* bleib» Ia ch» stattliche ' «raertret». Oft« ist schon i» Jadrmss« M selbst za bedoaera, dar et» d»ch »aerlenuaag der j Patumalitt« and ihm« Ansprache» aus dft " - >» e-*»!-• < »■ « ■- . _ a».. geDüpvMfw»« w»Mä«HmMwHW M> «MgW doku»«tieit hat »«b «>» Mu W WÜWwtt hat, btö h Vertreter bi es« MiaWcheiöReatiM » bar g Vertretung z> höv«. D« Abgabe Van^aß t für bie jüdische Aanbtbat« hiäät aber gewalttge« «vrattsch« Erfalg. der bte ll jüdisch« Mtaartät i« Gtaat »« all« auch zahle»«ichig klar erwies,« hat. spredigers i^ioaer. rtue uei B„;0 »ch Wien, von wo er nait, Vorübung zrhlreiLkr * t i ereien roifbrr fiüchtig wurde. Sepicmder 18^8 '-au'-e er in Pola oerdasttl. nian nahm indes davon ftbiano, ihn wegen der von ihm verübten Belrögereten Hochstapeleien vor zu ziehen, sondern beschloß, - »der die Grenze zu ichasien In Trieft gelang es sich durch die Flucht dieser ZwangSmoßregel zu ent- -r Seitdem hat inan nichts mehr van ihm gehört. « weivt. daß er bald daraus gestorben ist. ».re Sudeleien eines i,lchen Schurken aber bilden das t» ' zelium. auf das die heutigen >«tisamiten jchwörev. Dir Kattzschilb» ,i,b dir Dapllr. -üanchm Leser wrrh sich zach brr interessanten K«irern>«t erinnern, welche zur Zett bH unglückseligen 1'.,-tt«pr,,effes der Londoner Lorö Rothschild mit de» Kl.."»!»«! Merrh be Val führte. Da einer der im Derlo-se d« Vr»zeffes geführten .SachVerstünbigen" von einer D^ch'schrift des Kardinals Ganganel«. des späteren Papstes T.t,-i«s XIV.. gegen den Rrtualmorb gefproch« batte, weadt» sich Lord R»chschild an den päpstlich« Staats- -?:rlär «it der Bitte um den aathentischen Text bes zi»,?rt« Dak«»en1es. Der Kardinal bestätigte fofort a»f fcir Gru»blagr bn i« päpstlich« Archiv ausßewahrwn 2.ct«»«Mr die Avthentizttät des gebrNckt« Textes j«er S<nst. in welcher verschied«, Fälle von sogenanntem li7t»ak««rb^ »nterfucht werden u«d die z«« Schluffe srnmt. Wß H sich um eine lärmte und unbegründet« *-?•», W»dle. Die Denkschrift selbst hat s»lgenden!i''rn»g: Zeit des Peßach.Fest^ von 17öS fand man in in Pole« eia« getöteten Ahnst«, und die «nwrstüpi van d« kirchlich« Behärd«. die I»W» des Mordes. Die polnisch« Ge. -ru ichickö» «in« AWesandw» in der Perso» eaws ffen W Mft «ch Mt b» bte I>blp,«fWt bes ' h- -ckiR» Mr. «ch «mttft XN. •ii. die Anklage zu prüf«, und zufolge der Ar» - - dieser Prüfung erhielt der päpstUch« Legat von Warschstu den Auftrag, die Juden gegen die Blutaollag« zu vertndigen Damals veröffentlichte August HL Mit Polen sein vom 28. März 1768 datiertes Edikt zur Verteidigung der züdischen Untertanen. Das Haus Rothschild hatte übrigms wiederholt Gelegenheit, beim päpstlich« Stuhl für die Jude« zu intervenieren, und die Rothschilds könnt« dies u« so leichter tun. «eck sie di, schwach« Kaff« des Kirchenstaotes stützt« und daher zu d« Päpst« gute Beziehung« hatten. So zum Beispiel zeigte sich einer der größt« Reakttonäre unter d« Päpst«. Gr^or XVI., wiäsholl rntgrg«kv«»e»d gegenüder d« Wünsch« der Inder von Rom. um dre Freundschaft des Haas es .stothschild zr behaupt«. welo-es ihm im Jahre 1888 ein Darleft« anbat. Während der Aholeraepidemi« M« 1887 stellte der Papst der jüdisch« Gemeind« ein« Palazzo z»r Verfügung. um dort ein Spital zu erricht«. Als Bswn James de Rothschild, der Areavd von Heinrich Heine, bei «ine« Besuch« in Rom b« Papst bat. jüdische Knad« zur Erlernung Mn Handwerk« ruzulaff«. was big dahin verbot« war. beschloß der Papst sogar, jüdisch« K»sd« z>« Zwecke der Apsbildung zu Handwerkern in Regierangggedäud« uuterzubring«. v»stSs»»»»»e»Iu»«U »»t»r dr» »nttschM )iln. Es dürfte fü» manchen vo» Wert sein, zu erfahr«. — so schreibt di« .stranksnrirr Zeitung^ — dach sich bie alteingeseff«« deutsch« Iud« i» eine« ganz aucherordenllich schnell« Austösungsprogech bestich«. Ob man diese Tatsache bedauert oder begrücht — »«leugn« läßt sie sich nicht. Drei Kräfte wirb« ia dieser lluchtung: Dte Lauf», der Maltvsiamswns und bie Mischehe. Vo» dies« fällt bie Lauft am wenig-« ins Gwvicht. UzbchLch bedeutsawer ist es. dach in wenise» Ishchchrt« per sprichwörtliche Kdchenvichi,» iss WWwwtl EWMW» ist. MPB vor WS» wrwgo «r»ww MWWWWM M WU deatfchea Jaden die zahl dar Gedattea nicht mehr Stert,fälle. Seit 1914 ater IR sraalo» 2 " ein ganz nuherardentlicher Fehltetrag m har bilanz erngetrrtra, Und aaa za« diittea, h» SrLhn, bei der arahen Abae>chlasi«»heii der Ja>», Ne noch za» großen Aeil i» chhetto Mp a»M ' Plätzen »ahnten, zähl«, «in» chheschlftßaa- «dtsch' and Jatan za den Seltratzeitea, M IR in Johrzehnian and Jahren »ft «jaer geradezir, Schnelligkeit andere pemarben, Aajttiches hieräder »nld« zuerst säe HM Jechr 1901 und diese RtiMRatiRit reicht Ml Auk 100 ttiajädischt Ihr, 1901 -1908 1907 1914 äanu (£Si 17 50 il «erden faaut ia den letzten d bn _ I» «ul Mischehe» vmjche» Sah» Uhtr h» Recht m l jütische «hen ^lchAsor »er di-Rrin, dann etztzM Manl aued sich «der dich Die» ch »ft ft» dchch chm I Do« Siasträm» der Au»« aa« pi^Meaen. — da» Ghetto ia di» mthamm Geaßstädä na «t n. lasse» dm miiGdfta Obseeeeaz aa» « LLLch-ßu. SftRaa, »der dem Durchschnitt rdreo > ^e m t htraachemachlen« Juden den meitoad f — - da» Dttscheh» Rasten and hä rigea dar ftcha varase. e aadar«,oa ai» mmils» Aast» < «.schhe sast zur »ft»< dft, aahina za mmdaa bagianl. p dah ari» dar saetscheattand») anttsemitisch» gähaat »M j jitdischaa Fr-maa iaima» t_ - a.' »et- - m oqjrbm wnpR 5^. s> v, DitttMimb.W» Jß W« W*v,; rtwi!