Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 8 (27.2.1920)
- Date
- 1920-02-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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» »»»»o t**”i tLßjsaxia.iisii»; ÄWMe SottptaMi 1 27. 9^nur 1090. 9abc*( tlab m gar, Mn darauf noch der durchaut aaguechlftrtigte »ab nur als antisemitisch zu charatte» HtM«aß» Pafsas folgt, daß die D. V .rubefaudere bekämpft die seit der Revolution einge trete« Leberstutung (! f> Deutschlands durch fremd' ßü»»ige Eindringlinge (!). die unsere Wohnungsnot vergrüßern und größtenteils f! k) dem mternationlen Gchtebertu» mmdesten» sehr nahe (.'!) Keden" >»d Meun sich doroa die Aufforderung schließt .derartige l!) ßchsdlrche Eruflüffe aus unser Volksleben tu brechen Rur mf diese Weise kann der deutsche Gedanke wieder zur fttcbitntm Geltung kommen.' .... Gibt ct dafür eine andere Charakterisierung als Rassenhaß. als Antisemitismus? Roch Schätzung sehr vor- Hchtiger Beurteiler. dir sich eingehend mit der Frage ost- Mdischer Einwanderung in Preußen in den letzten fahren ßlsaßt hoben, handelt e« sich da um höchsten- 20n0o juben Hab nur diese sind natürlich hier geweint und wcht die baltischen Barone und russischen Granden, tit;q auch in Wmtschtond eine Zufluchtsstätte gefunden habeund von fcata vermutlich jeder Einzelne mehr Solinraiim in An- Istruch nrmmt als vielleicht 3V oder 40 Qst,uden. die zu- »eist m Maffevquartieren in drangvoll fürchterlicher Enge Msammeugepfercht leben müffen. . . . Gemeint sind sicher aach sicht chriftlich-galizische Arbeiter, die immer noch trotz deutscher Arbeitslosigkeit nach Deutschland bereu,geholt »«den. . . . llad von diesen un Höchstfälle 2V 000 . Rstiufchen. die wahrlich nicht zu ihrem De.gnüqen noch Deutschland gekommen sind, soll Deutschland .üderstutetefl Von diesen soll e,n Volk von über «->0 Millionen .schädlich' beeinflußt werden, daß nur durch ,Bre1ung g Einfluffes' .der deutsche Gedanke wieder ^,ur verdeeutev Geltung kommen kann'?! Kann etwas anderes als Gehässigkeit die Feder geführt h.iben. d:e solches schweb? Kann etwaanderes als ganz gewöhnlicher Rassenhaß die Männer triften, die so etwa; p.rbl'.zreren nab Verbreiten? Welches Eingeständnis von eigener ^chwäcke. von oller» Gsnagstem Vertrauen zu deutscher Art und deutscher Tüchtig' Mt, »eiche Feigheit, wenn man diesen 200no Flückt- Hage», und stünden sie dem internationalen Schredertum Nach so »ohe. einen solchen Eurstuß auf das deutsche EG Millionen Volk zutraut! t Und sie sind nicht freche .Eindringlinge', sondern zum ^ergrößten Teil arme Flüchtling». o»e teil» vor P.gromen rgchtet sind, teils vor dem polnischen Militärdienst, weil nicht für nn Land sich nrrderschießen lasten wollen, das ste trotz Friedensvertrag so entrechtet und durch Pogrome gl dezimieren und vernichten sacht Natürlich sind einzelne unlautere Elemente unter ihnen. aber jeder, der nur ein Wsuig vorurteilslos die Truge zu untersuchen sich Mühe «gcfitn hat, we ß. daß drese Lniuden nicht au» eigenem »Otxwfc und nicht aus ,reiem Willen zu uns kamen.^.Un A»ü von ihnen ist ja noch aus der Knegszert hier, wurde HM dem früheren Regime tu nicht immer ganz einpandtzwier Weise zur Arbeit in deutschem Inlereste herübergtboft und hier festgehalten sWer Näheres darüber erjafcttn will, dem fei eine kleine Broschüre von Julius Jüdische Familienforschong. Bon Pa»l tz*l Tramaal. Es läßt sich kaum bezweifeln, daß die Methode der Mdifchen Geschichtsforschung noch in mancher Beziehung «rbefferungssähiq ist. Und dies, trotzdem wir jetzt erheb» Lch weiter sind, ein heutiger, jüdischer Historiker von vielen Geschichtsperioden ein klareres Bild hat als G r a e tz im K0.. David Gans im 17. Jahrhundert oder gar Lenstöain von Tudela. der erst eine Weltreise unternehmen «ußte. um einige statistische und historische Daten zu «rfaagrn. Doch darf man nicht allzu stolz aus diesen Ivrtschritt sein, denn vir wüsten es uns osten eingeftehen. aast wer ihn nicht der eigenen Kraft verdanken. Die neu gafgekommene Babelforschung hat unsere Kcn itm* der biblischen Zeiten vertieft and erweitert; Ausgrabungen in chgHptifchem Kulturgrunü und in den Katakomben Roms «Hellen uns viele bisher dunkle Punkte des jüdischen Altertastl; das inteusiv« Inlereste. das man der Finanzwtstenttofl entgegenbringt, hat ganze Gebiete der jüdischen Geschichte und Judenpolrtik unserem Verstältdniffe näher gebracht. Der Grund dafür, dsß wir fremder Arbeit und Nicht eigener so viek zu verdanken haben, liegt nicht darin, baß sich in dm letzten Jahren der historische Sinn, wie »a» vielleicht glauben könnte, bei den Juden nicht vermehrt Mfe. sondern wir meinen, daß verschiedene Mängel in der jstetbode unterlaufen find. Als einer der haupttächlichsten Mängel erscheint es uns. baß «an die HilfSwiffmschastea und da vor alle« die DaMlieuforschuag nicht in dem Maße herangezogen hat. »w es m der allgemeinen Geschichtsforschung seit Ottokar Lvreuz Vorgänge geschieht, lind doch wäre gerade bei den 3ubca Lmeonläffung dazu vorhanden gewesen. Das Jaterest«. das in der Bibel der Genealogie entgegengebracht Mtb, ist An außerordentliches. Eie beginnt mit Familiengeschichten. sie behandelt Dblker» und Elaatengeichichtr «uf ««alogischer Grundlage und setzt bei de« Volke der KM einen regen historisch-genealogischen Sinn voraus, b« ste in nachbiblischer Zeit, wenn man Jvsephus stlaviu s tfntni darf, dazu geführt hat. ein Archiv» und Matrikel. Wsf«U auszubilden. Di« große Rolle, die die Genealogie ia der Literatur dar Diaspora gespielt hat. ist allseits ßRbaut. Die rationalistische Aufklärung der MendelssohnpH bauchte der genealogischen Forschung weniger Jnterrffe Whgegea, and Groe tzens Werk, die gewaltigste und um- Berger, erschienen im Welt-verleg. Berlin. kffV 7. Dorolheenstr. SL. dringend zur Lektüre empfohlen.) Diesen Leuten dankt nun so das deutsche Volk durch so edle Blüten deutschen Geistes, wie sie in der Deutschen Volks- Partei'sich zur Rettung Deutschlands aus der Rot der Gegenwart zusammengefunden haben, die aber nicht umhin können, den Instinkten gewiffer Dolkskreise entgegenzukommen, weil es wohl den eigenen Instinkten letzten Endes entsprach. Aber warum sollte die Deutsche Volks- Partei anders handeln, als das offizielle monarchische Preußen-Deutschland, nach dem sie sich so zurücksehnt?- I Wie ein Vorurteil»! rerer christlicher Deutscher über d,e .Osijuden' urteilt, zeigt ein eben (20. Februar) in der .Lostischen' erschienener Aufsatz von Herbert Eulenberg, de« bekannten ^rchristnrller. der im Kriege lange unter 0en Ostjuden geweilt hat Er schildeN da u a. wie deutsche Offiziere e, verstanden haben, .die Freude, um nicht zu sagen Vrgersterunq. m:t der die Oftjuden den einrückcnden deutschen Juden entgegenkamen' in Per Kimmung und tiefe DerbOterung umzuwandeln. Deutsche Reitpeitschen spielten dader rj*9 qrotze Rolle . . . .Man hüte sich', sagt dann Evtendcrg. .w:e eor Allgemem- Helten überhaupt jo auch davor, die Lstjuden unter dem Decknamen .Galizier' als Eck'eber;n einen Kehricht zu 'egen Es gab und gibt in, ost,ndisch-n Proletariat beisp»elsDei''r viel, Handwerker, durch deren Aufnahme wir nur gewinnen könnten . . Eine Lordkit cdnegleichen ist er. die'e ^eute mit Grw^'t und Verhetzung eiligst aus Deutschland herauszudrüngen. Man erwedre sich nach Kräften »rrm'ttels Le» Ltrasgsfetzbuches und de: vielen Zllsatzqesttze Ln,er Znt der schl.chlen uno unehrlichen tklasten und Kreise unter den »>nqewanderirn Oltjuden Sie rn Bauich und <ogen zu verdummen. ,st ebenso töricht wie niedrig. Auch ist er irr.g, wenn man glaubt, unter dem oNlüdischen Proletanat. das!0bi» höchstens ,.',000 Kopie stark nach Deutschland gekommen ist. seien lauter bsllLewistjich gesinnte Seelen zu finden. In Äah'helt haben die meisten dieser armen Leute, die noch den Schrecken von den heimischen Pogromen ,k den Knochen ipüren. neben der Rustensurchl nur den Hauptwumch. möglichst bald in den Westen oder in neutrale Länder auszuwandern'. E» Eulcnderg. deff.n ganzer Auitatz übrigens auch manchem deutschem Juden sehr zur bektüre zu emrsehlen ist. - - Ken Kliosiu Die vstjuden in Berlin. Der Pollzeipräsident von Berlin. Herr Eugen Ernst, will den Kamps mit den Bewohnern der Grenadier» und Tragonerstraße aufneh.nen. oder bester gesagt, er hat ,ha durch die Kriminalpolizei aufnehmen lasten. Razzien über Razzien werden abgehalten. .Herr Ernst begründet doS besonders fchwrfe Vorgehen gegen lue Bewohner jener Gegend mit dem Hinwe-s. dotz jene Gegend angeblich der -Lchlnpswmkel aller dunklen Existenzen, der Lchieder und Verbrecher der Etedt sei. Dagegen mäste mit aller Rücksichtslosigkeit oorgegangen werden. In einer Eingabe an den Minister des Innern lätzt Herr Ernst u. a. schreiben: .Seit »usbrach der Revolntioa hat sich i, eine« Teil des alte» ScheuaeuVierlels. der Grenadier-. Dragonerstraße uub Amgebung ein wahres Ghetto ent« wickelt Es wimurekt hier von großen Mengen Elementen unlauterster Art. die nutzt nur in kriminalistischer, sondern euch politischer Beziehung überaus gefährlich sind, weil sie aus ihrer polmsch-ruffischen Heimat dolschewistiiche Ideen hier einsühren und weiterverbreiten. Dazu wird die Dolksqesundheil durch diese Einwanderer stark gefährdet. Dl» mit Brwohnern unglaublich überfüllten Wohnungen sind angefüllt mit Lebensmitteln und Delikatesten aller Art. die im Wege des Schleichhandels erworben und weileroerfchoben werden. Tchließlich jei noch erwähnt, daß die vorhandene große Wohnungsnot zum Nachteil der einheimischen steuerzohleuden Bevölkerung durch Aufnahme einer solchen Menge von Ausländern unnötigerweise werter gesteigert wird. Irgendwelche Rücksichten auf diese Existenzen, die hier keinerlei ehrliche Arbeit leisten, keine Steuer» zahlen, si.h ,egticher Kontrolle entziehen, andererseits aber ,ede velegei.belt benutzen, um die deutschen Grenzen zu umgeheu und das deutsche Vermögen zu schädigen oder gar zu vernichten, dürfte völlig üderflüstig fern. Vie!m,hr wäre es mehr als nötig, diese Ausländer bi» zur .'ibschiebung in ihre -Heimat in Gefangenenlagern lmterzudriligen oder, richtiger gesagt, unuvüdlich zn machen " .Soweit cS sich um wirkliche Verbrecher handelt'.schreibt dre .^rerhe-k'. das Orgin der Berliner Unabhängigen, .wird gegen ihre Ergreifung kein vernünftiger M'njch etwa» lagen, da die Allgemeinheit daran ein Jnterrffe hat. ob wohl ,n erster L»nre unsere sozialen Zustände für da» Gedeihen der Verbrechen verantwortlich zu machen sind. Hier wird aber ganz allgewern eine starke Ausländeruno Judenheye getrreden. Ter aus feinem Lande Vertriebene ivll obgejchoben »der unschädlich gemacht werden, nur weil er Ausländer ist. Man fragt gar nicht danach, ob der Mann sich etwas hat zuschulden kommen lasten. ES gerügt, daß er Ausländer ist. Und dadn ist kürzlich schon in der Berliner Stadtverordnetenversammlung von einem V.rireter d.s Magistrats und auch u, der Preußischen Landerversammlung darauf hingewiejen worden, daß viele au» Polen Vertriebene zunächst wieder zurückzebracht worden seien. Man habe festgestellt, daß solche zwangsweise Zurückgejchrckte ermordet worden sind. Aus MenschlichkeitSqründen habe man dann dos Verjähren nicht fortieyen können. Und heute kommt Herr Ernst her und treibt eine Ausländer» und Judenhetze. die einzig in ihrer Art dasteht.' Das Poqromelend in Rußlaud. Im .Berliner Tageblatt' entwirft Dr. Paul Nathan ei»-erschütterndes B-kd d«S ClMds. dos die t«ttz»setzten Kämpfe und Pogrome in Südrußland über die Bevölkerung gebracht haben. Seit Oktober 1918 finden in diese« Gebiet fortgrsetzt Metzeleien. Plünderungen. Pogrome statt, unter denln namentlich dre jüdische Bevölkerung entsetzlich zu leiden hat. Wie Dr. Nathan an Hand eine» Berichtes fastendste Leistung der jüdischen Gejchichtsforschunq. berücksichtigte die t^enealogie nur in äußerst geringem Maße. Erft rm letzten Viertel der 19. Jahrhunderts war e» Prof David Kaufmann, der da» Aschenbrödel Genealogie wieder zu Ehren brachte und in fast jedem feiner meifterhasten Werke samilirngeschichtliche Zusammenhänge erivrschtc. Dieser Bahnbrecher der famillengejchichtlichen Forschung hat glücklicherweise Schule gemacht und unter den heutiger. Historikern gibt es manche, die außerordentlich Wertvolles auf diesem Gebiete leisten. Man kann bei der Genealogie die formale-und die angewandte unterscheiden. Tie Ausgabe der formalen Genealogie ist eS. Stammbäume zu entwerfen. Ahnentafeln zujammenzustellen und überhaupt so viel als möglich familiengeschichtliche Zusammenhänge aufzuhellen. Die Ourllen für den jüdischen Genealogen stießen ziemlich reichlich. Zahlreiches wertvolle» Material bieten die Maskirbücher. die jene Namen enthalten, die bei dem Seelengedächtniffe genannt werden sollen, die Ehewrabücher (Protokolle der BeerdigungSgesellfchaften) und die Mohelbüch er. da» find die Aufzeichnungen der Zlrkumzisoren. Grabstnninichristen liefern eben so genealogisches Material wie da» Vorwort eines auf seinen .Jschus'*) stolzen Autors, der den lieben Leser mit seinen sämllichen Vorfahren bekannt macht. Doch auch dort erschließen sich heutzutage neue Quellen, wo man sie früher nimmermehr gesucht hätte. Die Archive der Jvquisitionstribunale. die G:werdüch»r einer mittelalterlichen Stobt und die Finanzurkunden einer fürstlichen Kammer bieten wichtige Behelfe zur formalen Genealogie. Doch ftnb damit btt Hilfsmittel noch nicht erschöpft. Zur Aushellung der Genealogie einer jüdischen Familie der Renaiffancezeit bedan es manchmal der Medaillenkunde, und selbst in späterer Zeit kann man Heraldik und Eiegelkunde als wichtigste» Hilfsmittel der samiliengeschichtlichen Forschung heranzl-hen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist «an bei uns über dieses primäre Stadium der formalen Genealogie, über die Tätigkeit des Materialsammelns noch nicht zur angewandten Genealogie, zur Verarbeitung des gesammelten Moleriols vorgeschritten. Da» durch die formale Genealogie gewonnen« Material wird nun vom Ekotiftiker geordnet und gesichtet und ist der Rohstoff, der nur der Bearbeitung m den verschiedenftrn Wiffensgrbirtm harrt und ausgiehig Gelegenheit •) 1trK,«( VMuH. bietet, hergebrachte Leitsätze zu überprüfen, sie. falls nötig, durch neue zu ersetzen. Wenn man nun den theoretischen W.'rt der Familienior'chung zugeden würde, oder den aktuell praktischen Werl destrnten wollte, so genügen einige kurze Hlnwe-.se. um die Hivsälliglrrt dieser Behauptung darzutun Wie unendlich wichtig wäre cS da. genau zu wiffen. ob die bei Juden so häufigen Derwandtenehen wirklich kur die DolkSgesundheit io verhängnisvoll sind und. wie man allgemein anmmmt. den großen Prozentsatz voa Geisteskranken erklären Es ist ferner niemandem unbekannt, welche Verluste da» Judentum durch zwongSwnsen und srr>wllllgen Abfall nn Laufe der Jahrhunderte ettitten hat Die Nachkommenschaft solcher Täuflinge — wenigsten» für die letzten 200 die 800 Jahre — zu ermitteln und in Evidenz zu führen, ist trotz vielfacher Schwierigkeiten möglich und eine dankenswerte Aufgabe der Familienforschung. Denn der damit erreichte praktische vrfog ist ein doppelter. Vor allem können wir dann mit wiffenschaftlicher Genauigkeit feststellen, ob und wüchen Verlust das Judentum durch den Abfall erlitten hat. wenn man sich die Leistungen der Konvertiten und ihre Nachkommenschaft vor Augen hüll- Man war nämlich in dieser wichtigen Frage mangels jeder exattenU ntersuchungSmethode bisher auf Vermutungen angewiesen, die kein irgendwie genaue» Resultat ergebe» können. Und weiter versprechen wir uns von dieser EvideitzHaltung der Täustinge auch einen heilsamen Ein. fluß au.' diejenigen, die heute auf dem Sprunge zum Abfall stehen. Denn gar mancher wird erkennen, daß seine Absicht, für sich und seine Nachko«men dem Judentum zu entrinnnr. vergeblich ist. da die genealogische Forschung diese Absicht vereiteln kann, wie sie es bei den Marannen früherer Zeiten getan hat. Zu« Schluffe wolen wir nicht unterlaffen. auf den wichtigen praktischen Nutze» der Familiensvrschung. auf die Stärkung des jüdischen Selbstgefühl», hinzuweiseu. Wie die mangelhafte Kenntnis der jüdischen Vergangenheit in allgemeinen ohne Zweifel eine Hauptschuld an dem JndifferentiSmus trägt, da« »eite Kreise der Judenheit gegen das Judentum bekunden, so wird die durch ttitetl» aisch« Forschung vermittelte Bekanntschaft mit der Vweutuag seiner Vorfahren manche» eingelnen Juden enger an sei« Ahnenrrihe ketten._