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Jüdische Volkszeitung · 1919-01-03 · 1 (3.1.1919) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
25 (1919)
Issue
1 (3.1.1919)
Date
1919-01-03
Page
Seite 5 (sequence 3)
Language
German
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Januar 1918. Bellige zur Jüdischen VolkSzeit««-. (Aonfegoog ao» r«M Haop-Uou; dies«» Kriege die Einigung de» jädischen Volke» aus de» Baden de» nationalen Gedanken» erfolgt sei und e» wild di» grüßte Ausgabe der nächsten Zukunft sein dieser Einigung organisatorisch Autdruck zu geben- E» »uh die Repräsentanz geschaffen werden, tue da» gesamte Judentum vertritt und da» wäre der Weltkongreß de» irdischen Bolle», der Kongreß de» Judentum» in der gonzen Welt AI» ein Teil dieser Kongreßdewegung soi der jlldisch« Kongreß in Deutschland ndtig durch den stch da» deutsch« Judentum dem GesomtjnGntum ein» sägen werde, Herr Dr. Klee ging von den inneren Notwendigkeiten und Ausgaben de» jüdischen Leben» in Denis: land an» und zeigt» die Fälle der Ausgaben, die jetzt )u läsen sei. Er wandte sich unter stürmische« Zustimmung der Versammlung gegen da» undemokratische Gemeindewahllhstem, sordert die Demokratisierung der jädischen Gemeinden, die Erweiterung ihrer Ausgaben und Tätigkeit, die Schaffung der jüdischen Schul» Er wandt« stch gegen da» vreußische Ministerium, da« jüngst erklärt hat, daß die Demokratisierung aller Neuwahlen nicht sär die jüdische Gemeinde gültig sei. Der jüdisch« Kongreß in Deutschland sei ndtig. um da» gesamt» jüdisch« Leben in Deutschland neu zu ordnen und zu gestalten. Unter begeisterten Kundgebungen der Versammlung, die von mehr al» 1860 Teilnehmern besucht war, wurde schließlich aegea etwa SO Stimmen ein» Resolution angenommen, die Einberusung dr» Kongreffe» »aller Juden, die im Bewußffei« ihrer Zugehdrigkeit «um jüdischen Bolk» an der Entwickelung eine» lebendig,n Judentum» Mitarbeiten wollen.' Biel« Hunderte von schriftliche» Erklärungen, in denen die-Bereitschaft zur Teilnahme an den Kongreßwahlen lundgegeben ward, wurden abgegeben. «er«». «t»e bede»t»»M»Ie ,e»e Stift»», ist mft dem Nachlaß der Frau Mathilde Priester geb Kuotzs bei der jidijche» Gemeinde begründet ward«». Ein Kapital von 360006 Mk, ist zur Unter ätzung jüdischer Kriegsteilnehmer bestimmt, die iasolge de» Kriege» durch verwundu»gen ober a»d«re Krieglsolge» hilslbedärftig geworden find; auch Witwe, und Waisen gesallener jüdischer Krieg»teilnehmer kännen au» dieser Stift»»g Zuwendung»» erhalten, Mn zweiter 8tistung»fv»d» in Hähe von 150000 Mk, dient sär solgend« Zwecke: 40000 Mk, find zu Stipendien sär jüdische Studierende an der Universität Berlin und an der technischen Hochschule zn Eharloftenbura bestimmt, r6000 Mk, «rhäl: alljährlich da» Irdisch« Lehreriuaenheim, 10000 Mk, find sär die Irdische Taubstummenanstalt bestimmt, 10000 Mk. sär di« Irdische Blindenanstalt sär D»»>schland. 80 000 Mk, sär Ferienkolonien irdischer Kinder. IdOOO Mk. sär da» Irdische llebrlingdhetm in Pankow, 15 000 MI sär dt« Gesellschaft zur Vertretung de» Handwerke» unter de» Juden, di« Zinsen von r6000 Mk. find zu Stipendien sär jüdische Maler. Bildhauer und Musiker bestimmt. Eine dritte Siistu», im Betrage von 50000 Mk, ist zur Hälft« zur Einrichtung von zwei Zimmerstistungenin derAlterversorgung». anstalt bestimmt, von dem Rest sollen Kapital und Zinsen fär den Ba» »an Kleinwohnungen oder zur «nfiedlurg von Gärtnern und Handwerkern aus dem Lemd« verwendet werden, Berli», Die «er»»«»», »er Jlraelckische» Gtz»»g»ie»V»«i»>e Adaß Jiäroel, welche di« streng konseriativen Kreise de» Berliner Judentum» umsaßt, hat di« Begründung einer eigene» Darlehen»- und llnt«rstützung»kass« beschloffen, die zur Unterstützung non Gchneindeantgliedern bestimmt ist. welch» durch den Krieg oder die w^tschastlichen Folgen d«»silb«n in Rot geraten stad. Die Verwaltung der Unterst Stzunalkaff, soll von der Stiftung»-Kommisston der Adaß-Jilroel- Gemoind» gesährt werde». Die Kaffe soll Darlehen mi Grändung neuer Ezistenzmdglichditen gewähren und ft, solchen Fällen, in denen ein» Uuterstätzuug ohne lächznhluuglverpslichtung erforderlich ist, eim angemeffe»» Beihrls» gewähren. Die Kaffe hofft, Handwerkern und KmfllGtm »ei der »iederauftichtun, ihrer Existenz Mirkstam Hilft leisten zu kbnnen, Ei» Rundschrei»«», ftch di» Stist»B»-Ko»»isfi«n der Adaß-Jiäroel. «ewilnde oersandt hat, ha« »er nenen Kaffe bereit« mhetliche Mittel zuchisährt, klus dem Reicfje r «M*. vhmhhm» *M antts'mttisch- »etza^t» m. I» Läbau sMestpreußkul mranstaltete der ttstcheb-m-rreiilch« »«ü« eme Versammlung, in der :>«ed»Mm-Gch»ili»» d«» hanotvortra» hielt, I» i SUtt» UMmJ« mitA^-Hm »»lerer J»»ni>. , Stndtwmsseffor <«t,>, mm Ghwuasiuw uu» der ummtälhhrrr llnenti», da» Kraststtck, au« anftnitischrn Hetzun» «hmthschreste» Stäche n»r,»lesen sts» chm Jndmhetz» zw mrnnstnlten 1» »«rsch-- tm Stet» de» CuM mum Schäl» »ostioeh die > Gm Wich» :« diefte betde» Kednrr dm »ätip» iemschrte». Gr mitnwift » de» sttckstmT.mnltr, iL WimM |Hi MM "’t* " ' Aus dem Auslande! tUkt die ZentraIlster»», »er jstdische, (ittnH- »ttt»»ei i» Wie» meldet J.P.W.: Um bei de» durch di« Kriegenot und Pogrom« gesteigerten An sprächen ein« Zersplitterung der Hilsätätigkeit zu oerhätea, hat stch in Wien au» allen Schichte» und Parteirichümge, der jüdischen Lenülkerung unter de» Vorst» m>, Herr» Ernst Simon eia ,jüdische« Zentralhilftkomit««' gm bildet, dem stch di« einzelne» Färsorgestellen angeschloffen haben. Wir». Eine istdtsch» TnDestzel nng t» deutscher Spreche. Gegen Mitte Januar begiuut i. Wie» da« erste Itdischpoliiisch« Tageblatt in deutsche, Sprach« zu erschemen, besten Programm wir «ntnehmen: .Getreu den Grundsätzen moderner Demokratie, erblicken Mi« allein in der Freiheit und Selbstbestimmung aller Ratianeu die Gewähr für den Frieden der Well und di« Versühnung der Volker, Diese Freiheit »nh Selbstbestimmung auch für da« jüdisch« Volk zu erringe» und e» im Kaums um di« religiäft, bürgerlich« und nationale Gleichherechiigung zu untrrstätzen, betrachte» mir all eine« unserer Ziel».' Da» neue Organ, bi» .Wiener Morgeftzeitung', wird di« »pffentlichleii über all» Frage» bei ludischen Leben» informreren und austläre» »ad stet» fstr eine dem wahre» Staat»«ohl bienend« Politik emirfton, _ H*K »er »ewe» steil in de» •nN*tek*ftsfc«s. Bndnpest. I» der a» 11. Dezember 1018 atgo» haltene» außerordentliche« Generaloersammlung der Budapiper Jlraeliftsche» KultuIgemeinG hat hör gesamte Vorstand sein« Demission gegeben. Di« Reuwahlen »erbe» binnen kurze« aulgeschriobe» werden, Berti», Ein« »Grtnnng der jstdtsch-metionale» Parteien be^eb stch zom Knltu^räfideerte» NN» sordnh sosortige Reuwahl«» aus Grund de» »llgeweine» Wahleuchi», Der Kultuiparsftmh soll demrsstmeiere», Mtbling, Hier hat sich «ft, Komitee m»«Gt, da« di« Borärbeite» der llmmandlnna der Knünlgrnieiud» in eia« »atienale Boll»,,m«e,d« bnrchfthie» will. Tnrno». Die Kultnlgemeinb« hat sich unter he« Druck» der volhftimmun, neu konstituiert. Il neu« Kultnlräte au» all« uaftaualen Partei» wnrde» kooptiert- Folgend« »nrschgffe wnrde» eingesetzt und haben sofort ihre Arbeit ausgenommen: sär Wahl» rrsorm, PnGet, Beamteaangeiegenheitea, sozial» Fstr» sorge, Jugendsärsarge,! fl*» de« BralmtT SochGstchgstch, ♦»♦♦♦»»♦»i ****** »»‘ijiVw f i* Getzwutsutto» kn stftz» ,* Erst spät, wohl Mich nicht ganz ftontom ist der Lorstaftd unserer ShnagngentzemetnG in der lleter» zengnn, gekommen, daß «änderten verplltniffe» I» Staat« und in der Gemeinb» auch ein« verändert« Verfassung entspreche» muß, daß manche», wat dt de» alte» Odnaleitlstaate wenn auch reparatnrbedstrsftg, so doch Rechten» war, in die neue Irei« Republik ganz und gar nicht hineinpnßt. Die Bersnffnng der ShnagogemzemeinG ist in de» Gatzungen »eränkert, welch« aus'den Bestimmungen bei JudengeleNe» von 1847 basteien, und denn Renisto» durch »dwKmnmfffion, »°n der bereft» in einer der »origen Rnmmer» berichlet wnrde, in n»be «uistcht genamme» morde» ist. Im Lause der Jahrzehnt» find di» Statute» — van diesen spricht da» Judengefttz, während di» Shnagogengemeind« dnrnu» Satzungen gemacht hnt — häufig geändert, in mancher Veziegoog Verbeffert, znweile» aber anch verbbsert mmben. Sw stab besonder» nach der Plotolea tischen Seite hin »erschlechtert worden und paffm txihalb weder in die dem akratisch« Gegenwart noch in die Zukunft, find deihnlt sicherlich renisinnNbedstrstig, Roch de» Satzungen besteht di« Stznagogrugemriad« zu Sreila» au» allen jstdische» «nmohnern de« Stadl, und Laadkreffe« Breilmi, Männer ub Frauen, soweit aus dies« nicht die Bestimm»»«» de» Gesche« »am 58 Ina 1174 betreffend den »»«tritt «,« den Stznagogengnmeinde« tzfiemendnug fiudeu. I» der Spche der Gemeind» seht «tu »»« 7 Mitgliedern uW r Stelloertrrtrrn znlammeugesetzler Dorstmid, »elcher von der Repräftutanteunersnmmlnug aus I Jahvt ^»»hll »lrd nnd setumseit» »Itäbnllch au» ftinee »ckb» «ine» v-rsttzende«. «tue, stchftertreteiG» Garfitzend«», eine» Kaffe»oorsteha, und eine» Kasftuknntroiftur wählt, »m, 3 zu 5 Jrhrr» scheidet di« im Amtei älter« Gruppe der 8-rsteher »nd Slet- »ertretee a-Ml »nd kan» natürlich l» Wege der Wiedermihl Iwa «ne» »erde»; Di» Re»»e»ta»t«»»ers,m«<»»g setzt stch «n» Ist ebkusnstä ans 5 3ihr» ,-wählte, »!t^i«ru znsa»»»«, sär »elche zntzleich dieselbe Wizahl von Strävertrfter» «wäh« »irdUch hin scheidet .1. 4 Ich« dl. t» Ami« tlftr» Gcapp» aa«, Zar »rhl Gr Reprtft»- Matr» fiud mmftich» mtmfttche», noffisthntOi», «- Gschaltene» »^w-inbeMtftslftG, bemchvat, Mich« der SemeftlG »ätzmwb de» letztM 4 On»>Is>,ggGstl> «*» Seit, st. ^härt haben «nd di» — him r plutokeatisch« Eh-rakter der Gstchwch« sich selbständig ernähren, zn de» Mm , , . -n veranlag «am» NN» mit her» Antrtchft.»» *>ch« tm RäckftÄe ««bliebe» sind. AstiihI,,»» stmk «*» hft von GeweinbebeiträM» Gftefl» GemNGnnlt^lchw berechtigt, an Gr «»hl der RHGlmGGu« ftstD. nehme», wen, fi« »ns ch» Stemnsreih*« ,I^M>* habe» und 4 Inh» hftldmch Pt AH»G» hwnoomiß« worbe, sind; »raktisch ist «kt tt« ftkch»H»>L» j, »inmul twrHeGmnm». Arwementerstätz«, MM isftntlichen Mittän »nd dl» Entzfthon, G4 «msügungtrmbte» »der Gs »mmig« «G» Gsft» Bl» Walt»», schließe» nntar «Im, UmsttnG, »m, Ge Teilnahme an her Wahl zur Och,stsinl,»>»,„. Die Wahl »schah fräher in her »ekft. Gch Gmch Stimmzettel s» »uh Person«» 4»>hlk mmckmä M Repräsentanten» NN» ShkldertmlmstG sroi Mm, Mk daß diesmilDi» Knndkdnte», »*chl dm «etshu Gldlmw» »ns sich MKhritta, «II H RchlifflnMiGl. dle NuGr» all |» Chttnhfhca gewtd» t&m. «chchch « mm. daß «ege» «hu» Kandidaten, Gr G* G« Mlstm Heft »l, Repräsrntan» in Auäficht |hmm War, M eim erhldlich« Opposttio» «HG «G Hst, 9mm äsk mnl» m, der Liste gistchchrn s» «hhkt « mnm Rnch^rn mA naramm ■myn vvormm ot p«» w s« k»n»t» «* komme», daß chH MH micht Mr MN Miudnhe« M i, Gr Hem» hatte, «ha, MMm Remäftntmtrn hei Gr Rmwnhi » dl« »Me Gr Stestnertreter hernhmMäift«. «m «mH«mm dm WnhlmMM wurde »ähr tu G» Shem, GH dl, Repräftutante» «ch G» i MMkU wmG». 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