Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 3 (17.1.1919)
- Date
- 1919-01-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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3b. S. Seit« 1. Jüdische Sottynhmg. 17. ^txMi mr bn eigne» Wert, hausbacken Brot am beste« nährt. Tamß wünscht a»ch der Simtaul die l«frfnmu«g der staatsbürgerttch« Rechte für die außerhalb Palästina Lebende» Jude». aber solange er die Anschauung vntntt. hast da» Indent»« seine Nationalität trotz jahrhundertelanger Entfern»»- «es Palastino nicht verloren hat. kann er nicht »nt der »üttgen Energie oder wenigstens nicht «it Anästcht ans Erfolg diese seine Forderungen vertreten. Wie muh demnach die Stellung derer, die auf meinem Standpunkte stehe». und da» ist die weitaus größte Zahl der deutsche» Juden, dem A,ovisw.us gegenüber jeint Man hat »»cht da« Stobt, dem Z>om»mus feindlich GGenüder zu stehen, denn er ha: unendlich viel 6>u!es Ickeisttt in der Erweckung »on jüdischem Seldstbewußtieni «d in praktischer kolonisatvn'cher Arbeit. Es liegt uuch G«r kein Grund vor. warum Btr denjenigen Juden, d e als Palästinenser leben »ollen, nicht dafür dieselbe L'e- «chtigung zuerkennm sollten, wie den Juden, oie in Dnttfchland oder Griechenland in Serbien vdrr Meeiko »der sonstwo al« Bürger dieser Staaten leben wolle» Wir haben sogar di« Psticht. denjenigen unterer Glanbeua« Ienoffen. die fick in ihre« Hermattande nicht wohl suhlen, die sich nicht assimilieren können oder wollen, zu einer paffenden Heimat zu verhelfen. Dir können aber mit |Ufct*it, daß bie jüdische Natiov welche vielleicht in Pala' fim entstehen wird, al« e»ne Mußnatton der in der IM* zerstteut lebenden Juden angesehen werbe, sie kann tttfefofll •(< eine palästinensische Nation angesehen werden Da« aber »alle« wieder die Ziomstrn nicht, sic Halen dieselbe, nach mein« Überzeugung falsche Auffassung. d,e »tr bei unsere« Feinden finden, daß sie die Juden aller Länder al« eia einheitliche« jüdische« Volk, al« eine südliche Ratio» angesehen wissen wollen. Deshalb können wir auch keine Zionisten sein. Per richtige Standpunkt liegt in der Mitte, er ist der Standpunkt, daß »an für die Unterdrückten in J«rael eine öffentlich-rechtliche gesicherte Heimstätte schaffen Hilst, am heften sicherlich auf dem historischen Boden von Palästina, daß »an aber nicht den Nationen der LeU da« Stecht zuerkenne» darf, zu ihre» jüdischen Staat»- bürgern zu sagen: Ziehet hin nach Palästina, denn dort ist euer Vaterland. Den» ich auch überzeugt bin. daß die «eisten deutschen Juden diese Ansicht teilen »ettai, so schließt da« doch nicht au«, daß man auch andere A«scha»»ngen vertreten kann und sie insbesondere iu unsere» Blatte zu Worte kommen lasten muß. Unsere Gesinnungsgenossen ab«, die da glaube«, daß wir den Zionismus mehr, al« chm zukommt, unterstützen, möge» uns durch r«ge Mitarbeit in ihrem Sione dazu verhelfe», unser Blatt dem Ziele entgege» zu führen, da« wir erstreben, daß rt zu einer Zeitung werde, welche die Jntereffen der gesamten Judenheit vertritt. daß e« die jüdische Zeitung für den östlichen Teil Deutschland« werde. Der Delegierteotas «» tfaffel. (Io» rr&jftiontfica Gründen verzogen) Tie Agudas Jisröel Jugendorganisation hatte zum l. Januar ihvrn Drlrgikttrntag »ach Cassel nnberusen. Trotz der außerordentlich schlecht«« Verkehrsverhältrnffe waren ca. 100 Delegierte erschienen, bte etwa 70 Gruppen verträte.^ Berel» am Vormittage mnt> eine Besi rechung der E»ra-Delegierte» statt. Ott am Adend nach fer Delegier' tenla^ung fortgesetzt wurde. Di« Vertreter 2er einzelnen Esragruppen tauschten ihre Erfahrung au« und gaben sich so Anregung zu werterer Arbeit. Man sah deutlich, wie intensiv allenthalben :m E»ra gearbeitet wird, und welch außerordentlich große Erfolge der junge E4ra bereits in den Wangen Monaten snnes Bestehe»» zu verzeichnen hak (De:g.. .Die Esraorgamiati»«' in Nr. % der Jüdischen $oJ?l*)tttunga.) Der Tel^ietteutag selbst wurde von Herrn Direktor l)^ Längs, Frankfutt o M. eröff»et. Nach Einsehen einer Qahlprüfnngskommisston sowie nach der Bildung eines Büro» wurde der Tätigkeitsbericht erstattet, der auch wieder deutlich zeigt«, welche große Arbeit seit dem Würzburger Bundestag geleistet und welche schön« Erfolge in dieser kurze» Zeit erreicht wurden. L« war die Stede von den Führerinnen-Kurfen. die leider, nachdem sie bi« in die letzten Einzelheiten organisiert waren, durch die politischen und Derkehrsschnnerigkeiten ausfallen mußte,, es war die Gebe vom Ausbau des Verbandsorgan«. da« vom Beginn de« neuen Jahrgang» ab in erweiterter und verbesserter Form erscheine» soll; die Firumtzlage wurde berührt «nd betont, daß die regelmäßige» Einnahmen in gar keine« Verhält» i« zu den Ausgabe» stä»de» und daß nur durch mtenstde Sammtttättgkert aller Vr»ppen «nd aller Mitglieder die wertere Arbeit der Organisation ermöglicht Verden kann. Die Bundesabzeichen ferm auch bereit« i» Arbeit gegeben, der Herstellung Künde» aber durch die Kriegsverhältniffe enorme technische -Schwierigkeiten entgegen. Die Schweizer Jugendorganisation wolle sich a» der Redaktion der »Blätter" beteiligen und habe die teil» weije llebernahme de« Verlags .Arzenu" angeboten. Endlich werden von einer Schweizer Jugendgruppe 10000 Mk. bewilligt, die al« Grundkapital zur Erwerbung einer Juqendkolonie in Erez Jisrsel verwandt werden sollen. Die Ausstellung ei»e« Arbeit-Programms führte zu tiefgreifenden Me:nung«verschiedenheiten innerhalb der Beveguog. io daß zur Ueberbruckung dieser Unterschiede ei» außerordentlicher Delegiertentag nötig erschien. lieber den Tätigkntrbericht entspann sich eine kurze Diskusfion. worauf in bi» Verhandlung über den zweiten Punkt der Tagesordnung: die Ausstellung eine« Arbeitsprogrammeingetteten wurde. E» tagen der Versammlung neun Programmentwürse vor. von denen acht sich im wesenttichen auf die Stellungnahme zu einzelnen Puukken beschränkt. wahrend em au« Frankfurt eingereichter Entwurf ein vollkommen ousgear« beitete« Pogramm für die Gesamttätigkeit der Jugeudgruppen enthielt. Auf^chieses Programm hatte sich die überwiegende Mehrheit der Frankfurter Delegierten und der <V A. geeinigt. Man begann nun damit, jeden einzelnen Entwu:« her gründen zu lasten Werl wurde daraus gelegt, dasi nur die Punkte, in denen die einzelnen Programme von einander abwichen in breiterer Darstellung auseinander gelegt wurden So sprachen: Emil Lichtigseld für die Frankfurter Richtlinien. Helene Baer für den Halberstädter Entwurf. Or Meier Hildesheimer für die Berliner Hauptrichtlinien. Martin David für da« Berliner Programm. Rabbiner Dr. Klein für den Nürnberger und Herr Lehrer Amtmann für den Münchener Entwurf. Weyen der vorgerückten Tageszeit wurde der Au- (Aonfeyonz in der Beilage.) Aus H. Sraetzen» Lehr und Waudrr> jichren 1) A» M. Braun. »<»««». Don den großen Pfadfindern der Wissenschaft des Judentums haben die allermeisten de» dornenvollen Weg der Selbstbelehrung zurücklegen müssen. Es macht dabei keinen wesentlichen Unterschied, ob sie im Westen oder i« Osten Europa« heimisch waren. Von unfern enger« dwttschen Landsleuten Hoden Nathan Adler. Julius Fürst. Abraham Geiger. Hirsch Graetz, Salomon Herxheimer. Samsim Raphael Hirsch. Samuel Holdheim. D»»id Joel. Saul Jfak Kämpf. Lazarus Landslsut. Jakob Levtz. Salomon Pleßner und Bendix Zucker- »o»n sich mcauilft des Vorzugs erfreut, am methodisch geordneten Lehrgang einer wohleingerichten Unterrichts» anstalt teilznnehmen. Ihr Lebensga«g. und die Art und Weise, wie sie die Schätze ihre» Wissens erwarben, ver» tieften und verwetteten, wie allmählich bei ihnen Aufklärunq. Bildung und wissenschaftlicher Sinn erwachte und forischntt. ist an sich schon ein wichtige« Stück der neueren Knltnrgsschichte unserer Glaubensgemeinschaft. Ter unwiderstehliche Wissensdrang, der für den gesamten Geschichts- Verlauf der Judenheit charakteristisch ist. bewährte sichdier wieder einmal in glänzender Weise. Wie er angesichts der neuen Bewegung der Geister still und allmählich selbst hier in der Ostmark aufkeimte. gedieh und sich zu erstaunlicher Blüte emporentwickrlte. läßt sich an einer kurzen Reih« von Ereignissen und Vorgängen, die an sich wenig auffällig sind, lehr wohl veranschaulichen. Am 12. Dezember 1769 schrieb Moses Mendelssohn foine abwehrende Antwort aof das zudringliche öffentliche Sendschreiben des Diakonus Lavater in Zürich. Die Nochricht von der klugen und mannhaften Entgegnung erweckte überall d«e Teilnahme der Juden Selbst in der Jndengaffe des weltentlegenen Städtchen« Wolcz < jetzt Deutsch-Krone» erwachte die Wißbegierde Es hat allerdings reichlich zwei Jahre gedauert, bis die Nachricht von de« »»»derlichen Briefwechsel dorthin verschlagen wurde. Wie überall brachten wohl auch hierher die Kaufleute, die «Gelwäßig die strankfutter Meffe besuchten, die Kunde dewon mit. Ihr Rabbi, der davon erfuhr. N. Simcha Akchienafi — fein Zuname Aschkenasi, d. h. der Deutsch«, war wohl da« einzige echt Deutsche an ihm — wünschte der Sach« auf den Grund zu kommen. Einen seiner Lalm«djünqer. der in Berlin seine Studien fortsetzte, beauftragte er darum, ihm die Schriftstücke zugänglich 411 machen. Al« er sie aber in Händen hatte waren sie für ihn wie da« versiegelte Buch, von dem der Prophet (Jesaia 29, 12 f) spricht, da er sie weder lesen noch verstehen kannte. Er ließ deshalb nicht ab. seinen Schüler z» bedränge», daß er chm da« Schreiben verdolmetsch« und ersüMere. Sner seiner Mahnbriefe vom 4. April 1772 ist u»s erhalten. Nach langem Sträube» unterzog sich der junge Mann der Aufgabe, die weit über seine Kraft ging, weil er selbst die deutsche Sprache keineswegs beherrschte. Aber dem Befehl de« Meister« gehott'a«. üderfetzte er wrrttich Mendelssohn» Brief m« Hebräische und schrieb »ach der Weise eines richtigen Halachisten einen umfangreichen hebräischen Kommentar dazu. Allerdings hätte er bei der Niederschttft in seinen kühnsten Träume» nie geahnt, daß das mehr oder minder mangelhafte 8* zeugni» femes Fleißes jemals einem Sprachmeister wie Hartwig Wessely zugeschrieben werden würde. Acht Jahre später gab Moles Mendelssohn feine hochdeutsch« Pentateuch Übersetzung heraus und ließ sie mit hebräischen Buckstoben drucken, um seinen Glaubensgmoffen deren Verständnis zu erleichtern oder wenigstens zu ermöglichen. Der erste Er'oly war mangelhaft. Ein zuverlässiger Mewährsmann Prof Toderlein. stellte in einer iehr anerlennerchen Anzeige de» neuen Buches di» Taifache fest: .Wir habe» diese Übersetzung vett'chiedenen. nicht eben ungelehrten Juden vorgelegt, aber es war ihnen schwer, dar Deutsch« zu lesen, oder den Sinn zu finden. Noch sind sehr wenige an Geist. Genie und Sprache so gebildet daß sie gute unp reine Übersetzungen mit Vergnügen und Nutzen leien". Die schnell aber selbst hier im Osten die Wendung einlrat. lehrt ein andere«, erst jüngst in den Besitz des jüdisch-theologischen Semjnar» gekommenes ha«dschriflliches Büchlein aus dem Beginn des. 19 Jahrhunderls- Danach saß in Schmiegel. emew unbedeut»den Städtchen der deutschen -Ostmark, ein mit Name» nicht benannter Jude, der mit rührendem Meist und hiogebendem Eifer die Schriften Herder« und EchleiermacherS la« und studiette und sich daraus offenbar für seinen eigenen Gebrauch in jüdisch-deutscher Schrift mit erstaunlicher Genauigkeit und m gewandter hochdeutscher Darstellung reichliche Auszüge machte. Nock mehr al» ein Jahrzehat verging in jener Gegend, bi« unter der wiederhergestelltrn Kgl. preußischen Herrschaft die Regierung anftng, sich um den systematischen Unterricht der Jugend zu küm»»ern. Diese Fürsorge übte schon nach kurzer ihre wohltätige Wirkung selbst in den engen Konventikeln der Lalmubjünger in Glogau. Lissa und Posen aus Fast jeder .Lachur" bemühte sich, in Watt und Schrift der hock^euffche» Sprache kundig zu werden, und mit e,nem hohen Grad von Befriedigung über die mahiom errungene Bildung verabscheute er von Stunde an jede» jüdisch-deutsche Watt und jeden unangenehmen Nedenton selbst in der Umgangssprache. Der und jener wagte sogar, die sauer erspatten Bwschen dazu zu verwenden, um sich bei eiunv Gymnasiallehrer wenigsten« einmal wöchentlich eine Anleitung zum Sttldium der lateinffchen oder französischen Sprache, geben zu lasten. Hm und wieder war einer sogar schon so modern, daß er sich nach der Weise der damalige» bürgerlichen besonder« der studierenden Jngend, ein Stammbuch anlrgte und sich von seinen Freunden Eintragungen, und zwar am liMen solche m hochdeutscher Sprache machen ließ, die selbstverständlich Versicherungen ewiger Treue und Zuneigung ^im Inhalt hatten. Es ist nicht »rel. was vv» dieser Literatur in weiteren Kreisen bekannt geworden iß. Zwei solche Büchlein «ur dem Anfang der dreißiger Jahre liegen mir vor. Beide waren einst da« Eigentum von jungen Leuten, die in Lisi'a den Talmud studiette«. Die Eintragungen darin rühren teilweise von Männern her. die nachmals Ruf und Ansehen m wen«« Kreisen gewonnen hoben. In dem eine«, da« dem ,n Samotschin (am 6. Januar 1871) oerftord«»en Heimann Cohn gehört hot. hat L. Landshuth. dem wir dal sehr brauchbare und »ielbenutztr Oiiomasticoci auctorum hymnonitT. hebraeonjm »nd eine vortreffliche Geschichte des Bettiner Rabbinats verdanken, sich verewigt. Einige Blätter später ettcheint ein älterer Zeitgenosse Joseph Toeplitz, der sich mit einem gewiffen Selbftbewustffem als den Dersasier der preußischen doppelten Buchsühtting bezeichnet. In der Tot ist sein Buch 1832 in Berlin unter dem Titel: „Preußische doppelte Buchhaltungs- Methode' im Truck erschienen. In Lissa unterttchttte damals der Derfaffer die wißbegierige» jungen Talmudisten für billiges Geld in der deutschen Grammatik nach den Durst'schen Lehrbüchern und in dtt Mathematik nach dem ins Hebräische übersetzten Euklid, und seine As^fahmS. sind bis aus die Gegenwart den mathematischen Studie» treu geblieben. Das andere schöner ailsgestattete Büchlein ehemals das Eigentum des in Posen (am 4. Mai 1903) verstorbenen Abraham Loh», weist eine dreisprachig« Freundschaft«verftchrrunq des sind. phil. Wolf Landau auf. offenbar desselben, der nachmals Zachanas Frankels Nachfolger im Lberrobbinat in Dresden geworden ist. Dann begegnet uns sogar ein mit allen studentische» Sinnbildern, mit gekreuzten Schlägern und einem innig verschlungenen Händepaar geschmücktes Blatt, das von Friedrich Wilhelm Levysohn hrrstommt. der als Buchhändler in Grünberg u A Geigers Zeitschnft s»r wiffenschaftliche Theologie verlegt hat. und nachmals Vertreter feines Heimatkreises in der Paulskirche in Franktutt a. Mgeworden ist. Damals gerade tat die preußische Regierung erne» weiteren Schritt, u« die neu gewonnen« Judenschast des Großherzvgtums Pvsen zum Vollbesitz der bürgerliche» und staatsbürgerlichen Gleichberechtigung vorzubereiten. In der vorläufigen Verordnung wegen des Judenwesen« in der Provinz Posen vom 1. Juni 1883 wurde den jüdischen Derwaltungsbehürden zßr Pflicht gemacht, dafür z» sorgen, daß es keinem schulfähigen Kinde am gehörigen, Schulunterricht fehle. Schreiben und Lesen in deutscher Sprache wurde immer -mehr da« Gemeingut de« Heranwachsenden jüdischen Ge- ' schlecht«, inenngloch die Leifttmgen der damaligen DolkÜfchulen noch recht unzulänglich waren. Niederschrift« i» hochdeutscher Sprache und in deutschen Buchstaben w«rdon allmählich die Regel. Dem nachwachsenden Geschlecht erschien da« bald so selbstverständlich, daß es die älterm Zeu,niste dieser neumodisch« Geistrrfichtun, meist achtlö« zu Grunde gehen ließ. Nur hin und wieder sind Lebensrrinnerungen. Brieffamm1»ngen. Darstellungen einzelner Ereigniffe. Gedenkuad Tagebücher von pietätvollen Enbeln und Urenkeln aufbewahtt worden. In diese Ltteraturgottung. die den Reiz einer ganz besonder« eigenattigen Frische on sich trägt, gehött das umfangreiche Tag^uch. da« uns über H. Graeüen» aufsteigenden Werdegang Auffchluß gibt. Hier ist sogar der^Derfaffer selbst eirnmal der Aufbewahrer geworden. Er begann mit den Aufzeichnungen in seine« sikchtzenten Lebensjahre i» [da! 8593=] August/September 1888 und setzte sie 23 Jahr» lang bi« zu seinem dtttten Amtsjahr ia Breslau (90. Sep. tember 1856) fort. Don den sechs Hefte», in dene» sie niedergelegt sind, erfahre» bei feinen Lehzetten selbst sei»« allernächste» Angehöryzen nicht ein Wott. Erst noch seinem Tech« st»d sie »ohlverwahtt »on seiver Nit»« in sei»em Schreibtisch g»tt»de» »»eben. sFemfe«»«, (fCgt)