Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 45 (28.11.1919)
- Date
- 1919-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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ZS. Jbteaks 1919 «fc 46. OM»» . >fet Ge»emschast «Ü diese» Jude» «t. die ßselbst r» triacs Leise nl« pun Judentu« gehtna sichle» oder Hetllügen. Lievett der Dezernent mit dieser Arvßernng seine eigrm Meinung oder die Anschauung der Polizeidirekt ion zum Ausdruck bringe« wollte, ist nicht Kar. Immerhin ist e« "ein bemerkenswertes Zeichen der Zeit. d«st der offizielle .Bayerische 6t*at*anjeifttt“ in seine» Bericht über die Intervention der jüdischen Abordnung die Meinung des Referenten breit abdruckt. Mllnche». Die Ueberschwemmung mit »antisemitischen Flugzetteln. die unser Stadtbild verunstaltet, und die Gemüter auf dal höchste erregt, hat am letzten Freitag einen gewiffen Höhepunkt erreicht. Derartige antisemitische Zettel find während der beiden .Revolutioustaoe" in Tausenden von Exemplaren anscheinend in den ersten Abendstuuden des Freitag im Innern der Stadt und diesmal auch in den Außenbezirk«» an Läden und Häusern angekledt worden. Diese Zettel erregten großes Aufsehen Biele israelitische Geschäfte hatten infolge dieser wAterrden Hetze am Samstag geschloffen. — Vor der Geldherrn «Halle in München kam es am Sonntag zu alldeutschen und judenseindlichen Kundgebungen einer größeren Menge, die hauptsächlich aus Studenten bestand. Die militärische Dache säuberte schließlich den Platz. Zwischensälle ereigneten sich nicht. Ur»»rd««,, der Ke««te»»ertzS1t»tsse i« G-Prelltze». Der Verein jüdischer Religionslehrer Ostpreußens hat « einem Gesuch an den Verband der Cynagogengerueindeu Ostpreußens folgende Notstands-Mindestforderungen für Beamte kleiner Gemeinden erhoben: 1. Gewährung eines Mindestgehaltes einschließlich Teuerungszulage von 5000 Wtl beim Kehlen einer Amtswohnung oder von 4500 Mk. neben freier Dienstwohnung. 2. Anstellung des Beamten nur auf Grund des »stpreußischen Aormalvertrages. 3. Entlassung des Beamten auch bei Lblauf seines Vertrages nur beim Lorliegen eines dringenden Grundes, worüber das Schiedsgericht des Synagogen verbändedie Entscheidung haben soll. 4. Mitwirkung de» jüdischen Lehrers und Kantors im Gemeindevorstnnd oder in der Schul- und Kultus» kommisfion der Gemeinde bei allen Fragen der Jugend-Erziehung, de» Kultus und der reUgissen Gemeindepflege. Der Ausschuß & Synagogenverbande» wird gebeten, die Durchführung dieser Mindestforderungen der ostpreu« Gischen Lehrerschaft zu unterstützen durch Aneckmueng dieser Mrbmwgen ttnd rmSsa«»' LintrtteL^Lt 'dleseMd" bei den Gemeinden - durch Aufnahme der betreffenden Bestimmungen in den vstprrvßischen Rormalvertrag. — ry»d durch Versagen jeder Beihilfe fetten» des Synagogen» Herbandes bei solchen Gemeinde, die diesen. Mindest» bedivgungen bei der Anstellung ihrer Beamten zu ent» sprechen fich weigern. Pie Lr»tzti,»lrr «I» »««*,,»». Leipzig, 24. JUtembtz. Eine vom Deutschvdlkischeu Schutzuad Trutzdund in Leipzig abgehaltene Versammlung, die fich mit der Judrnsrage deschiftigt», nah« einen stürmischen, echt antisemitischen Verlaus. Andersdenkend«, die ihrer Meinung durch Iwischenrusk Ausdruck gaben, wurden niedergebrüllt und unter Tätlichkeiten an die Luft gesetzt. Ihren Hihepunft erreichten di« Tumulte, all der liefere»!. der vBlftsche Persersorscher vr. Heffwauu-Rufchke m Halle, di» Hoffnung a»»sprach, dah Hindendarg »»d Lpdendars, bald Deuffchlubs ««schick in tu Hamb »chmr» »tlrden, und di« Anwesende» »uffnMrt». sich z» ei« Huldigung fitr di« beide» Herrsthrrr »o» de« Plitz« zu erbebe». Da dieser Auffächerung «in« ganze Reih« v« Personen nicht nachkame». entsiand ein« gro h e Schlägerei. Di« .Missetäter' wurde, »ft Fa»ßschlagen. Bierglasern. Spazierstdck« und Glüht« traktiert und zum Saat» hinautgepiügell, — Gene besser» Ldsuug der Judensrage i« »dikischen Ginne kifft fich »ich« denk»! ftrtri Protzschrijee. (nlii, 21. JtoMato. Der Orisderft» Echinederg der Deutsch« valitpartei richtete an di« darlammtarische Vertretung der Detftschm Bvllspartei ein Gchrriben, in de» er sei» Bedaneru darüber autsprach. daff in de« jetzt tage»ln» Pariamentarisch« UntiersuchungsauSschuh jüdisch« Mitglieder in »tergroffer Anzahl (!) vorhanden find, .fl beleidigt dal deutsche Volksempfind«, daff die Vertreter des tUn Deutsche» Reiche« gerade Par Juden all vor ihr« Richtern erschein«^« affen, Gerade «eil wir als Partei antisemitisch« Tendenzen ablehn«, Haft« wir hier mehr Rück» fichtnahme ans da» berechtigte Selbstgefühl dft deutsch« Volke» und ein« grdffer» Jurückhalluna der beteiligt« jüdisch« (kreise erwartet'. Die .Deutsche Lalktpartei' lehnt »Lmlich — d« Antisemitiswus ad. Je nach Vedarf. Man sieht, fie kan» auch ander«. ,Ir»rr nmr M fern Thor», 21. Rooember. Die hiesige .Bazeta Tornntk»' hetzt »ach guter pft. nischer Manier zum wirtschaftlich» und aesftlschaftliche» Lahloll der Jud« in der neugewonnenen Provinz. Da« Vtaft zahlt «in lange» jüdisch«» Sündenregister auf, um di« «gitatian für den Batzkattiampj nach Warschauer Muster nach dem nmen Tefte Pol«» zu Übertrag«. G» gibt alt offizielle Bopkattkornul de» Parol« »ul: 8v»e»j cto »ueaffo (Jeder nur dei dm Seiuige», «in Wart, da» wir niese« Glaubensgenosse» auch zur Beherzig»»« cwvfiht« d. Schriftl.) und sagt hinzu, .di« Wirksamkeft dieses Mittel« hat sich bereits bei uns gut dewthrl. G» wurde in den letzt« Jahr« «ft vorzüglichem Gesvig in Warschau angewandt- Wir wvllm dam« de»!«, und diese starke Waffe unsere« grüfft« «ingesleffchtm Feinde gegmüber schonungslos anwend«. — Die Jud« bä ehemalig« Provinz Posen wiff« jedmsall«. was sie do« Mn neu« Machlhabe» zu erwart» MM*. ' > 9«t IiUic iir fidwittl «t* Wien, 20. Rooemder Hoftat Schwindt. der Rektor der diesig« Universität, hat bei einer studentischen Bersnmulung «ine wüste Hetzrede gegen die jüdische» (komilftonen gehalten. Gr Mtzeichnete die „traurig« Zustande, hi» heute an der Wie»« Univerfilai herrsch«,' als eigen» Schuld der Deutschen» die et« zu w«ig gearbeitet hat». .De« lletel z» steuern, gibt ei aber nur rin wirksame» Miftel, und dar heifft: ardeitm und arbeite»! And noch eines. Ich weiff nicht, ob es »och h«te Io ist, ftsber war es aber in der deutschen Sludentenschaft eine wert verbreitet» Auffaffnng: „Da find znoiel Juden, da gehen wir nicht wit!' Und gerade da« Gegenteil wäre das richtige gewesm! Wall« wir unser« Platz behaupt«, so «Offen wir tderall aus nsere» Pust« sein, auch dort, wo es »ns ftcht« ist. Ra»w« wir ihn. so »iw»ck ihn ja der jüdisch» wrchseiud kawpfta« «i»-' <» sagt amu, »»d üeüt de» «it», llniverstgta genügend tut der Well dloff. daff hier »»» oberster Mb Ardeft unb Studinw nicht «» ihrer selbst willlen, seude« gewiffrrwaff« aus Takt», al» Mittel de» (knwpsft geg« di» Juden ««»sohl« wad. Oot fagn die jütisch« Proseffor« zu dieser llftstung des Rektorstz i»twMt|ilw>»n«w teyili». »»»do», 10. i Der katholische (kardinal i» Jerusalem, Diosteni, hat dem jüdische» Richler Raddstwr Frankel mUgeleill, daff dm Papst an dt» polnisch» Regierung «in» Rote gerichtet hat«, ackch« «in« schach» Protest geg« di« Pogrom« «chalt« saüe. »ie filmte )iin fir k’Jlmnnfi«. Finwr, 12. SiihOii Drei Tag« »or d« Gewaptewahl« eftchiem» tu Mt Lilsaffstnlm folgend« Plakate: .Israelitisch» Geweiudm In Erwägung der politffche» Gituati« der «M tat tu der Ueberzeugun», daff M« (a|t 3t»It« «iw uMH» lich» Feste der Gewiffeassreiheit, Mi Gntwicklww «fc Energien ermt^iche», «ch all, Borteil« eilwr htztsw» (knltnr diet« wird, «rill», di, metrisch«, «stwichchtzch» und deutsch« Israelit« ut stiu««. Mi st« tzbchMWs. der »n«iim, Kinwes a Jtalw» sffch w dicheid» nt» stütz« .»u ft, geg« deuorstehmde» sü-tzis»»-tzs geschisssx für dieselbe stimau» wert«'. Dich, Resolution wurde dei ch«, Gitzn» tos iüru» ckftisch» (kultuogeweiude tzesafft, «, der «>ch zwei jütisch» offizirre »»» Gtab» VAnupnzio» teilulihow» ******** - -** * »^ * - - a r Aus der l^eichshauptstadt 9M Wahlrecht der (krteMetiuetzwrr nt kh 0mOm» Du» Wahlrecht Mt ikriegtMlnchwer Mschüftchte dt, Neprtsoetauteuoechnuwln, in ihre, letzt« Sitzung- ~ httüaß pK IsnsspTHEt jpA iim Mfl It sentemtm GagparR hi, sMgende» Wertiaut Hot: .Die »ideistzristiudst» Gerüchte wert« tk Verhalt« M GewckwMoochMoM . Mt Mi Ml « sch«, di» wie gcktsoostlch d« veoetun, über dm G. Rochirog Mw reitdirrten Statut sür di. WstA »«w«b>»« p> veelin u, Jntrrrff« Mr WahlleteÄnun de« Kriegsüilnehwer »tudert habe», ^recht Pt waMst. Wo» g edenft inobesonder» Me Geneeiilbeuorstand zb in. ui li letzter CtamM zu oeihüte», baff Mnt groff» Apzah, tut »«ubchewftKdn, di« X» nähme nt bn an 22. Ronewier k I». stattstndeud« Wahl« zur Reprasentanteewersawwlnng unmügltch gemachi wbdtz' Rrprchentant Las».« sthrt» mt. daff zwisch« MM Mi Bnahnp Ms 2. RwM ^^te^Mff dtchtÄGnPtanMrn, nur als ft« tÜ Ratgesetz detrachtft «erd« Sunt», »nd daff »n gruadlegend» Aendernng lediglich Aber nicht nur von mir. von jed«t fftner Schüler wühle er sich mehr oder wmiger »erstanden, kannte er doch genau die Seel«, die ihn erkannt« und grüfft«, der« Vater er war. die er verwandftt hat, in den« er sich ersüllte. Er belast die Sehergabe, dm inner« 8usammenhang der Dinge, die in un» Vorgehen, entwnft »or fich zu seher., weil er da» »erkdrprrle-Gewiffm selbst war, eia Echo der Ratnr, der Gottesstimme, die in uns lebt. Deshalb trügte ihn nicht da» Lügmbild der Zeit, machte der Alltag kein« Eindruck auf ihn, deshalb «uff!« er da» Reue und Moderne immer richtig zu beurteil«, d«n sein Mobstab war die ewig« Wahrheit. Da» war es. was ihn zum gwffm Lhacham machte. Wie in seiner Szesrr Torah las er i» d« Herz« seiner Schüler, di« sich van selbst vor ihm anftat«, der« Herzmsklang er so gut »erstand: wie M» Bidftoers, Mn er wnndersam zu Mut« wühle, daß die Hunderte »an Schülern ihm «tzückt lauschten. ,Dn willst sort und machtest zugleich bleiben', mit dies« Woft« kam er mir «tgeg«, als ich, Abschied zu «ehm«, bei ihm eintrat. Mir stft «in Stftn »am Herz«, al» er LUsgesproch«, was wir schwer gefall« wäre, ihm j» sage». .Ziche hi» im stried«. doch »ersprich wir, wenn mdgluh, Mich einwal i» Jahr« zu besuch«' And wie Olkan» «lljahrftch »ach Schilan pilgert», reiste ich »ach Hunsdors, die hohm Feiertage in der Rahe de» Rabie zu oerdrinam, in dem Heiligtum, da« i» Hunsdors stand und deffm Priester wieder «in Sawnel, Sawuft Ro mbcrg war. Rm»sttr» »»» Seg« «eines Aatd, trat ich dann wieber heraus ms taknM Leb«, «ft», wenn mein jüdisch« Seele schwank«» wird, lud. »»»«rhafft au» de« »ahnen «einer «dauMst». eine Sicht»st»n hwuar, wie Josft ,Me Gestalt.sennBeckerü' sah. Siu Sildeogreis wit blftch« Wngm, Me treu« bgn «it Lüm» Mut, M srme «UteaMa Ha»M uf uwi, Gutz« nd wftut. Ab »ww«Me mich ft, AM» «attft. M-V «e «nw» i» nMe schwache Seele, bis sie fich losgewimd« dom Sinuensihlnft, auffchaingt zam Weltengeist, emparseführt wird zu dft Glauben» Sonnmderg«, zu der Tagend steil«, Hügel, und gereltft ist- Sfttlich reine LedmSenergie rollt wiedä durch mftne Adern. Wifft ihr. was meinem Rabdi jenen Vollkloug der schbnm Menschlichkftt »erliehk Ihr Idnnl es nicht «iffe», w«n ihr nicht an seiner Seite gewesen seid, wenn er nicht über euch sftiun persünlichm Zauber ausgegoff«, w«n er euch nicht gesegnft Hai. ' Diese ReninisPttz dedeutft nur eine lleme Halde Stunde iw segensreich« Lei« und Wirk« dieses Gao« So lebte er Sei» spendeftd — eine Erschftnung, die ftuwal i» ftuem Jetzrhundert auftrill — dieser »errhrnuaswgrdige Mensch i» der alleiiescheidenft« Sospruchslefigkeft, i» (treffe ferner gollessürchtig« Jugendschar. In Talmttd «iS «zähll: Der Weitdauwftstrr samwfti die Tri NM der Frvwmm, um derriust aus ihn« die diawantenm Saul« des Heftigtuws, Ms uiewal« perst»rt wird, um zu «richt«. (trtstallrftuer, 4SI Mt Zita« wriuft Rabdi warm, gibt ft kftm» Diawnft«. ««,»» Lehr» lebt in sei«, Schtlrr» fint. Seime Trta« umd sei» Geist kristalister« shh M ihr« Hin» I» Ml Stal« Ms Heftigtuws, da« ewig destvh,» wird, »ftchichltichft Wer Me Bibed-JIMsttatt««. Di« vehubln, biblischer Gt^s, hat Mi ailbeuM» all« ZviskR m Pit-«» Ibnft «ß« , Gstwr nd <illtWtir die ' Mm All« oder Ren» Testaweut.- Das stMß, Jachw hundert war da» uta* Lenaklft der tSAschm Mftewb Durch zahlreich, Rochdichlneam »ft PnftaMuch» «md» eine Menge M» Rüwn» dt» dahin iiatckunwe G» ngniffe sowohl M Jtali», ft» in Gftst« »ftkstswlich 81 di. Darstellung der «chthtcht« IRnel» bilMM, stiff bald Rornun, s-deff Mn »erschiftin» BilMerfthm die iradiftonell werdend« Aiqs»ff»»g der «eschichw »ft jüdlsihM Volle« nachweism lliffl, Bon bestmberew ' di« Mosaftm in der Bafillka SauM Muri» ' in Rom. diin de» Jahn» U» M* 440 w»rM». Sme udere itftenssnft» DaesteAng i bershmle Gedicht Ms r ' -- M MSHMt ziffiunm, fit S-pfn Mmtts StAMiNt PA die (ktastler hat«» nefttwl- N»d ftelllm in »0 saht MB ganze Alle b-ttzloftsGeuG ' Darstellungen I von Pmdüftius dar aus der Bidft Me Geschichte der HobrMr tut »drahaw Mt Mi Mm. Mehrer- »itlffch, welch« die (ktastler »ft stasWU J»tz»h»pMetzt Mrstftsm, stich seither ns Me chltsttichm Knpi^ p-TpGW»ßM. JA figf^i Immmi Mt Ichftftauwelit, sich dft AÜe» Testewnft Pr di» mit Miaiftmr» M Mu BiAifthfte, der Greffm mer wwffnck WlDällsÜtt W99M, WWsßM M tMoA 41 miiiffcir fSTmakmäUmm «ck Sbftfai SSS. Sa » ».». sesttzistckst, Mff M, BilM. Mt Mi «ftulchm «Ml. bi. an M» süechie» Mn Gnwffs, Wahl M« alleste i Ähftüw jbm i Gß-chs-üM Hst» Mt fttftschs I