Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 45 (28.11.1919)
- Date
- 1919-11-28
- Page
- Seite 5 (sequence 4)
- Language
- German
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»z>» Oefltgt r»r Jttifcheu BolkSzeitnuß. SM, ». Rr. «, BtHU*. 18. Romala. MUl fc T MUnuMUtM^ •«3-8. R«4 taM* ma Woch« Mn ha Zone, btt bit Ei» «Mtgfni Ir 3nbcn Stdlool im Zeich« ba .Palästina MHnnwoche' baitau Bob, aba f4*n jei*! et fick, baß Hl fsffnaagm bei Artritea MO üb goo« in CtfUin« Rtatf, Mi I Sre Da lafntf na Heisa nnb Helsanm« hat tu Mnbi|U Echo in Itt GenwinM grfüntan imb e» hak« stch Sauen unb Har« pi iRüaibeü bereit erklärt anf Kicksen, bin bii Mt kurzem jeglicha Polästinaackeit obllig seen pesttaMn haben. Das ifi ans Mehlsecken Otlnben ackl mnigfie p tcylfcen. Ist doch endlich ein geweinsnae« Arbeitsgebiet äfunben, ans bol Partei unb religiöse Wchtnng leinen Wnslnß haben, bann berbient es ab« auch ba 8ae0 selbst. Senn bet Zweck — c< kann nicht oft Wag gesagt werben, na auch btn letzten Juden in begcksbrn — ist bie kchessung Ir jtbiiien Heimstätte. Wer non benen. bit in einig» aasten geficherten Verhältnissen leben nnb Um Ingen» ans gelebt haben, kann " am biesel «net ftlr Jene bebeutet. bie bie »an Hornel nnb tktschtnea, »an Silna nnb Kralen nnb Lemberg am eigenen Leibe eru- Wer, »er mit natlrlicker Selbstvafitabseiner Wohnung Herr ist, bann begreise», aal 0 hetstt, tibaelM ualeaixmnf Palästina» bi» Heimstätte fit bie Juden! Einen •M «cke ab» a sotten aben. ae bea jebet gabt bt» »chtigten Ausbruch bat. ent Zit, bit sich ihm öffnet aan er bat» Aassachnst Mrtrieben Bat, ein Doch, bot fick sckltzenb aber ihn wälbl. aenn tt hilsesuchenb bie Echwellen ba HOujet gbetschtiitet. Unb unter neuen SebenlbebinWnan Becken die Leiber neck bie Pinne ba GetanWn nutz »ebtfcften fick ouft nsthäm. — Das veansttsein. nur oll Mensch gewettet zu nack«, acht wehr oll Jude gehostt a sein, aitb auch ach btn Charakter her Menfthen nerebelub Birken, bie wir Wt.'hut Baren all uunbetaertig p beurteilen, weil Me » ick«» aeuMBün 3nbitabumu ofenben ebien (nlafen Jl^^lb» bei Dasckck nicht zur Entsaltnng komm« > ... pa .Sanaachache ba Scheit nnb «cherheit wecken Ktücks»! Mehoubeueu aber nicht ia Velen unserer N^.^Echea»a» voaeckab Nn« Ü» durch r**"* aÜMfraHUn OUngei unb «chalchen Diesel Ziel p erreichen aick Me Gesamtheit ba •narfnbe «aGon ibt Zeit beätoau Beck fich erweisen, lost sorton auch in data« PmckBn Uckeocknstiaaung und Miternontarnckeiteu aaichbni ist, wenn iamet wie ia vorliegenden Halle ba Wcke Wille und bie vegeisteaug aus allen Serien fie 9>b»i» Kba ba Ersalg ba Polästiua-tzlusbauwoche wirb »OUR leine», welche Kräfte, weil oeeeinteU. fich Miher lätzl nä nufigeairtt haben, üb Wal fie sbr die Allgemeinhckt gn leisten imstanbe find, wenn fie durch eine Iba ckchaaaeuaeschaeistt aalen. - Hub, swie MeJmenb sich pr tätigen Mithüft HM, » Becken Sttana unb grauen fich p den Der- »staltungm bange», ua ihre» Materiellen Ersalg p ba Erüste üb Leifiungäskhigkeil ba Gemeinde ~i ft - " |K MMststsUggNgUggM^st, 9m WM |nfleitt<i Sn» bol Hinschecken bei Henn Rabbiner Prüfest« l». Elltt»«»» 9Ük i» snfem tmeaifc eine &äm obt ait welcka fich bie Mische ivestmtlichkeit schon lonp stchchtfkigt. El honblt fich na bie beMistehenbe Robbiner» aohl. am Angelegenheit »an snnbamentola Bedeutung Kr Me gesamte Gemeinde, da hierdurch Mrautsichtlich aus Gehrgehnte hinou» bol Gepräge da Gemeinde entschieden aick, Dnß mm in da Stellüg da Rabbin« Verschicken« aaberunga Baba emtreta atfleu, holte ich sbr nu» Ackstlich- Zunächst ifi prin^piell gn dem bisherig« vahnltuil da Robbina zuemonba Stellung |u nehmen. Kol hilherige Ggftea einet 1. tziodbinerl unb seinel GtellVertreter» wog bei ba Iberrogenda Bedeutung und bea hohem Rita unsaa «raeiuberabbina gerechtftrti^ GBeien sein. Da nun aba in obsehbora Zeit junge Kräfte fich zu betätigen hoba werden, st, erscheint die subockinierte Stellung des 1. Rabbiner» nicht mehr zweck- •%!, chewist ist a asrenlich, wenn a gelingt, aiffei» schchutch bebaute ab, 9Hüa flr unsar Geaeinbe pi gebckuwa Dckck beas cka nicht Ibaseheu wecke», dost a >r ae Gemeinde in ersta Necke wichtig ist, Männa a ka Spitze gn hoben, die oll Seelsorpr innige Ftihlung Wck ba Geaeckeackglieberu sucha üb Mr ollem de- Ecksterte Lehar ba Jugend find. Dia ktnuen notur» Dtaäst nur «tauet fiiu. Me fich noch nicht in etuea so chättz^ckla» Atta bestudeer. last Mesa da inuiga Noutoft Mit der Jugend peehiubat. So e>uibt fich oll eir eige Sora »r die Zukunft bie «lckchstaluu, becka " Gchaeerigbuleei bärfta Hieraul bei gerechter , da »eata keiuelaegl entstehen. Eia ähnliche l stoben wir bei da Kirche, wo Me Geistlich« in ober aaaMcha EtzAa elaichscknt Mi Hochzelta aba veeckiguug« amtieren. Handelt a fich um raddinische Entscheckunga, s» aick durch Hin|U|iehung da Ra bbinotlassessor» jcke Dissereaz beraieMn; bei Pieinuugtaerschiebeuheita gibt Me Majorität da jo |ll. suaaeugesetzta veth Ding da tzlulschlog. Eine »weile Frage ist die Stellung da Rabbiner» zmu Publikum. Da ist « wahetich au der Zeit, daß die uu> wäckige, ru bol Belieb« da Einzeln« gestellte Art da direkt« Bezahlung aushärtvielmehr ist ben Gemeindemitgliedern Me Pfticht nuszuerlegen, bei Inanspruchnahme ba Rabbiner» oder ba Beamten einen, feinem Steuer, sage entsprechende» Betrag au die GememMkaffe obzu, ftthreu, und Mesa Betrag »ick nach bestimmt« Norm« unter Me beteiligt« Funktionäre verteilt- E» ist mit Sicherheit a erwart«, dost unser bewährta Gemeindevorstond fich dies« Erwägung« nicht verschließ« aick. Wir leb« in ein« Zeit, in welcher jeder Einzelne ahbht Me Pflicht hat, au dem Wahle de» Ganz« mit» zuarbeiten, svbast bie Gesamtheit bol Recht fit fich in Anspruch nehmen bars, bei solch wichtig« Oemeinbcangelegen heit« gehärt p werden 9m Jükmk(u giaRilk Zilstertzergi. Ein« ädernu» schmerzlich« Verlust Hut unsere Gemeinde, ,n«desondere oder bol orthoboze Judentum durch den srtthen Heimgang da Her« Leopold Silberberg dLt erlitt«. Aul einer Geiehrteusomilie in Kempe» stammend, widmete a fich säst oulschließlich dem ThoraftuMua, und eignete fich große! Wist« an. wobei er auch ba profan« llmsseoschaft rege» Interesse entgegeodrachte. Sein Streb« galt nur da AulLbuug da Gebote, und war besonder« daraus gerichtet, seine Keneetniste b«en zuzustlhr«, die dal gleiche Ziel suchten. — So lehrte er jahrckang. ohne Entgelt. Me Jugend ba Zolmud Thora Schule, so hielt er an den Woche aalenden im viuchfike Thora-Berrin Vorlesung« und wirkte auch all bekannta Mauhel in Stabt und Land. Die Verehrung sär ihn zeigte fich in da reg« Teilnahme bei seiner Beerdigung. Herr Robb, De. Rosenthal hob Me stete Pflichterfüllung ba verklärt« hervor. Ul» zweiter Rebua sprach ba Schwager unb zugleich Cousin ba verstorbenen, Herr Rabbiner De. Silberberg an» Pos« in ähnlichem Sinne, nnb betonte, best da Heim gegeng«e den Schmerz, dm ihm da Tob da p ba schbnst« Hoffnung« baechtigeuben Sahna, Robb. De. Bruno S. verursachte, nicht verwinden bunte. Mige ba Elloota Me Hinleidlieben« trösten. Irr >»tismtt «ri» OachstiPlir. All Mr einem Jahr» av politisch« Partei« Me vackareitung« ft ha Wahl« trasea mb in säst täglichen versawMlung« p ihr« Anhänge« sprech« lieh«, mochte sich namentlich in den Versammlung« da Deutsch, national« ein Hea. namoi Stein, in Mn Dilkuffion« bemerkbar, ba sich nicht genug in Beschimpfung« da Iubm agehen bnnte. Schon bamall erschi« dieser neue Prophet im antisemitisch« llaga eingemeihten Kreis« Nicht ganz gehemr; heute, wo a b» vralnua Stand von sein« stästm geschüttelt hat, tant man nun sein Tun unb Treib« etwa! näher kennen. In da letzt« Rumma da .Bralaua Revue' veckffenüicht -ritz Emst Bettauer uuta dem Titel: .Ein jaurualistischer Hochstapler' ein« Artilel, ba die Grsehäfttzprazil diese» Her« Hanlkarl Stein ein« scharf« Kritik unterzieht und schließlich p dem im Titel schon «gegeben« Ergedni» kommt, daß St. nicht» andere« all ein gernema Schwinbla ist. Er hot a nicht nur in russiuierta Art urrstaub«. durch serue Beziehung« pr Schweriubustr« bephlle. die Industrie sehr »taeffierrnbe Rotizm in Me Zeitung« p l-npean. der« Wirkung« wieba «s Me Pläne der einzeln« Unternehmung« p verspäten waren, worau» El. Kapital zog. lande« n sammelte auch durch eine grostjbgige Reklame Geldmittel für die Orttaruppe da Sntibolschewistisch« Liga. Dal Gelb stoß chm pou b« um ihre Existenz bongend« Schwerindustriell« in Stckm« zu. Imma größere Inserate fordert« pr fimmziell« Bei- Hilfe aus. All dal Geschäft nicht mehr zog, legte fich St. aus den Aulwanbererschwinbel- Bor nicht longa Zeit Hot a dal DomizU gewechselt. Jetzt wirkt tt wohl in Hamburg all eine Leuchte de» Schutz» und Zrutzbunda — uub ali Repper bera, bie uichi olle werden. Aul beu Repräseutiutrupalageu. Da am nächst« Sonntag ßattfinbenbe» Repräsenlantenuersammlung liegt ein Antrag da Lorstonba ans Bewilligung ein« einmalig« Zulage, ein« ftinbequlage sowie auf doppelte Anrechnung ba Jtriegtjeit fit bie Beamt« ba Shnagvgengemeinbe. sowie Zulog« für die Ingestelltm da Shnagogmgemeinde vor. Ferna bittet da Vorstand um Genckmigung von Unterfttltzunglgeldem ia Hähe von 13880 Mk. an Anstalt« und Vereine au» dem kleberschuß von 1919119. Da Hauptpunkt ba Tagckocknung bete aba wohl die Zusummensetziing ein« Kommission zur Borberrituug da Robbiuerwohl und zwar hinsichtlich bä Person«frage. * -RmilieuR »chrichteR. (MMiikMGiR AE>A sti» kchertulze Zkst» RU» vVKv-vzr: am t>. N M»M> tilnt, Aus Schlesien und Posen | Ai« UmtisrMilische Hetze Ia OßreschlrEra. Beutheu. 22. Rovemba. Auch iu Oderschleß« hol sich in setzta Zeit eine heftige antisemitische Kampagne «lwickell. Die Neuwahl« p bn Stabtürlameuten war« einerfeit« den Pol« ein willkommener Anlaß, ihr« Haß gegen die Deutsch« mit ein« Jub«hetze p sabmben. «nbaafeit» glaubt« ada auch gewiße deutsche politische Parteien beim Wähtersong da Antisemitilmu» nicht entbehren zu können. Rotlrlich erlebt« all die alt« Märchen wieba ein luftige» 8ufersteh«. Die Folge blieb denn auch nicht aul. Dia. Kurzsichtigkeit der Llldentschm chat Mn Pol« zu Erfolg« vaholseu. Aul But backda, und iu da falsch« Ru» aahme. bie Juden bitten Mn Palm geholfen, geht mau jetzt in Oderschlefien an Me Grttubmig rein onftsemitischa Vereine. S« sucht Mr Oderschlefische Hommaduub lHouptgesch»st»tzelle Kottowitzs Mitglieba. Me Mi Mr LnmelMmg verfiche« mlffm. nicht jlbischa Abstammung zu fern. Er macht tt sich zur Ausgabe, ilba Wesen unb Umstag bn jüdische» Gefahr auszoklür«. — Durch eine Reihe beutscha Zeitung« ging dar einig« Tag« solgenM Notiz: tzlnbenbarg. Im .Kurter' werMn in eina Anzeige redegewandte Herren zue Gründung eine« Anftsemrteo- Lerein» in HinMnbnrg gesucht. Will mau die antisemitische Hetze von Rußland und Pol« auch nach Ober, schlefieu verpflanz« t Wo» sagt bie offizielle SentraBI- Partei dazu k Tuch mit Mn Boigäng« Mi Mn HinMnburgknub» gedungen geht man in vberschlefi« hausieän. So erschi« im Oberschtefisch« Suzeiga, Rotibor. — bie jüdisch« Geschästüleute werMn fich die Zeitung merk« müff« — eine achtelseitige Anzeige da Inhalts: Deutsche! Volks Dein Hinbeilbueg, da dal englische Urteil bestätigt: Mb Armee ist von hinten erdolcht worMn. muß Rede fiehta einem Cohn, Mr mit «fflschem Gelde Me Mutsch« Reü» lutim ootienitet Hot, einem Siuzhermer. einen Kotzensteiat Da Zweck derortiga Auzergm ist p burchfichtlg, oll daß man darüba noch etwa! schreib« beancht. El bleib» aba unerklärlich, wie sich Zeitung« von Ruf zur va> üff«tlichung derartig« Hetzinserate hergeb« Dunen, — Su* in pasünlich« Verkehr bekomm« die oberschtefisch« Juden die Wühlarbeit ihr« Feiade p fühlen. Mauaanschläge socke« zum LoßloU jlbischa Geschäfte ans mck allenthalb« geht man daraus aus, Mn JuMu wirtschaftlich kateziiff-g-n. El bärste seikeul Mr g-qß-« jgbftcheUi Organisationen endlich ^in der Zell sein, energische Gea«. maßnahm« p taffen, ehe bie vaDpshche so Meinftußt ist. baß eine wohrheitilgemäße Aufklärung zu spät kommt. Ciw Erlrlciraug »erKLstischea GrguuisalieU. Kurz vor Rckaktionäschluß geht uv» die noch stehende Notiz mit da Bitte um Ausnahme zu: .Tine äbereinftimmenM Preffenotiz. die fich in Mn jüngst« Tag« mehrfach in Mr jüdisch« Presse fand, besagte, boß Me neu gegründete Jüdische Emigratioul» Organisation borum kein« original« Zweck erstille, »eil die praktische -»rsorgetäftgkeft sür die osteuropäisch« JuMn in Deuischlaud bereit» von ein« genügend« Anzahl von Orgauisatiou« betrieb« werde. Diese letztere Tatsache muß ohne weitere« all richtig anerkannt weck«. Die JüMsche Emi^atiau»-Oeaauisat>on ist denn auch nicht gegründet warb«, um iu MrselMu Weise wie die älter« Orgimisatroum praktische Hilsltütigkeit auäpübeu. fonbcni sie stellt eine StuMengesellsüst bar, die sich sorUaufeub mit den Gruublag« und Erscheinnngen ba gesamten jüMschm Wandaungssrage besaff« und die praktische Fürsargetütigkeit da ander« Organisation« bnrch die Schaffung stzstrmatischa und wiffmschoftlicha Grundlag« unterstütz« will. Ihre Lnsgade ist aulschließlich die ideelle und prinzipielle Behandlung Mr Wunbersrage; fie geMnft ihr Ziel zu erreichen vornehmlich durch tortlausenM Herausgabe geeigneter Publikation«, so eina Miiteilungsdlotta .Die jüMsche Wanderung' üb eina Emigrationsbücherei, b. h. eina wissenschaftlichen Schrifte» folge zur jüdisch« Wanderungssroge. Sie erstuu demnach eine LusgaM. Me bilMr nicht von eina da in Deutschland destedend« Organisation in Angriff genomm« worb« ist.'!l!l Anle»ber. SU Nor. 30 t CWn 99 t e*buiv lolpag atfraü Srtltt, 20 6 Mtn ssjr MtM| 29 7 mcHla Ua. 9S»-K Hoata m. leeettiMien, gnetftf ftfti: « 11. 1L Ae», tecac, 11, tm 2S. 11. Perm Über, liiu.iiMr M, tm ab. tl. I Sobald Ihre Sehorgane versagen, «n«*n Sl« ca mH aduaa AucaMHaMB Optik» Oarai, Bnilii, ABmekBfci I