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Jüdische Volkszeitung · 1919-12-12 · 47 (12.12.1919) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
25 (1919)
Issue
47 (12.12.1919)
Date
1919-12-12
Page
Seite 5 (sequence 3)
Language
German
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II. StpmkR l»lb. 6ruppen<Perband der Bgudas Arroel Mr Deutfdiland Poktlckeck-Lonto 18901 Berlin. «eilige zur gßWße» Bolrsrett»vg. Um Chanuka Spenden kür den Hguda>Hauptfond bittet dringend (*i. Mt SrnppahVerfMMf der Sgvdas Sisroei für Deutldüantf Pobldied^Confo 18901 Berlin. Nundschaid. (geitfryeag «n# Wn HaLpMati). Ei» »elßer K«Ke. Hainoder. 5. Dezember Die .Deutsche Bolkszeitung^ i, Hannover, da» Partei- Organ der Deutsch-Hannoverschen Partei schreibt anläßlich der Stellungnahme der Deutschnatioaaleu und der Deutsche v-llischen zum Antike»itis«vs folgende»: .Zurttichaltung in dieser Frage ist umsomehr am Platze sttr eine Partes die. wie die deutsch»Hannoversche, die Vertretung de» Stecht» auf allen Gebieten auf ihre Fahne» geschrieben hat. Gewiß, wir verkennen keine» AugenÄlck. daß an neanche» Unerfreulichen Erscheinungen unsere» Wirtschaftslebens di» Juden einen großen Anteil habe», und Henso wenig der» schließen wir un» de» unheilvollen Einfluß, den «muhe jüdische Elemente aus Kunst. Literatur und Presse, d. h. auf da» sittliche und kulturelle Leben de» deutschen Dolle» ausüben. Auf der anderen Seile müsse» wir jedoch rück» haltlos anerkennen, daß gerade unsere alteingesessenen hannoverschen Juden sich vielfach durch eia überaus strenge» ßtechtsgefühl und einen stark entwickelte» Heimatsfin» aus» zeichnen, undso erklärt e» sich, daß unsere deutsch»hannoversche Partei, der gewiß niemand den oft so freigibig erhobenen Vorwurf der .Verjudung" zu machen »atzt, stet» auch jüdische Volksgenostea al» gern gesehene Mitglieder in ihren Reihe» gehabt hat. Aber auch davon abgesehen, schon als Rechtspartei müssen wir gegen unsachliche Verallgemeinerungen und ungerechtfertigte Borwürfe Front machen." Li« «»«*» ,«tis«»Mschr» Hrhdlriit. 6lr<ff|u«b, 6. Zvjembei. $a* Ctralfunbn Zagtblatt* ist birfrt Zage wra Mn Emmerichen Land Kunde de» Kreise» strauzdurg äuge kauft morde», um irr der goe» eilet «. m. b. H-. wie Bet* Intet, zu einem »grarifth-autifemftifcha Parieiblatte schärfst! > Richtung umggstoltet zu »erbe». , Der Kaufprerü MMet »60000 5X1 Mn s«ht. Me Heere, kbne» stch bie Prupogonda de» värgerkriege» ei Nur» koste, kaffe». ♦ ♦♦♦»♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦ l Bus Der Reichshaupistadi j Berli». Zur Begrludung einer Stiftung für- Kbnsilerinnen ist der jüdischen Bemeinde ei» Kapital »an 100000 Mk. geschenkt worden, au» dessen Zinsen jährlich zwei Stipendien für weibliche Studierende bei bildenden Kunst oder sür »»»gebildete Künstlerinnen beunlligi werben sollen. Die Stipendien sollen begabien Künstlerinnen bie Mdglichkeii geben, sich in freier Arbeit zu enlwickil« Für da» Urteil über die Befähigung der Strpendiotinna soll nicht die Hähe der erreichten Leistungen. sondern lediglich die Stärke de» künstlerischen Gefühl» »nb de» Willen» zur Kunst maßgebend sei». Wen» eine nngewbhiilich begabte Künstlerin sich bewirbt, s» darf ein Stipendium ihr ins mehrere Jahre nacheinandee zugewendet werde». Die Berteiluiig erfolgt olljührlich am b. Dezember. Die Arbeiten oder Forbäskrzzeu von Be» »eederinnen, die solche freiwillig zur Serfügvug stelle», sollen in einem Album, da» im Besitz de» Stistungzkura» toeium» »erdleidt. gesammelt werde». Die neue Stift»»« welche den Kamen .Helene Zischdein-Stifturig für Künstlerinnen' trügt, wirb von eine« Kuralorinm verwaltet, bem unter ander«« ber jeweilige Direktor der National» Galerie, der Kunstkritiker Fritz Stahl und ei» »0» Lorstand der jüdischen Gemeinde zu ernennende» kunstverständig«» Mitglied angehbren. Da» Stipenbinm fall zwischen einer jüdischen und einer christliche» Bewerberin Geteilt werben. (Diese Zweiteilung ist sehr hüufig bei Stiftungen zu bemerke», bie «0« Juden errichtet werden. Leiber sind die Stiftungen, bte mm Angehbrigen anderer Kunsef. ftone» errichtet werbe», wenn auch nicht immer in ber Zhevrie. s» doch leider fast regelmäßig in der Propi» jübifchr» Bewerbern nicht zugünglich. Die Schriftleiknng.) Berli». Ein neue« jüdische» Jugendheim i» Oste» Berlin» Hai die Miürachi-Jngendgruppe begründet. Im Scheu neu viertel, i» dem die ärmste jübifchr Beväikernng wohnt, ist bo» neue Heim miiergebrocht. An jedem Nachmittage kommen die Kinder hier zuiamme», nsi unter sachkundiger Leitung sich >« jüdischem Wissen Weiler zudilben. Die Idiperliche Ertüchtigung der Jugend wirb durch Leranftaliung »an Zürn- und Bander-Nochmiilage» gesdrdert. An den «identen oersmrmell sich die jchvlentlafsene Jugend de» Bqirl» i» den Heimrünme». um fllbische und allgemeineAnregung und Belehrung zu empfange«. Berlin. Die Verbindung im K. S- Sprevia- »erliu hat au» «»last ihr«» Ibjährigen Slistuugüsestr« den Gebeimrn Justizrat De. Eugen Fuch» den langjährigen Borfitzen den de» Eeutralieeein» deutscher Staatüdürger jüdische» Glauben», i» Anerkennung seiner dedeuienden Berdienste um da» deutsche Judeutu» zu» Ehren - milgliede erwählt E» ist da» erste Mol i» ihrem Idjthrigen Bestehe». Hatz die Sperma diese Ehrung verleiht. Bus dem Reiche II! Stelle». Dir Jüdifche» Jugendvereine in Sachsen habe» sich i» einer am Srnüag. de» 7.November i« Kote» Saal der 8ra>er»ita»-Lege odgehaltene» Tagung p» einem defoudeee» Landestverdevt Sachsen im Bettanbe der jgdische» Jugendverrine in Deutschlnd zusommeugeschlosse« Herr Heinrich Gutkm»»». Loefitzender de» jüdischen Jugeuddunde» zu Ehemmtz. gab in einem nl’ führtiche» Refetal ei» Bild bei Seit und Aufgabe» de» neue» La»de«verbände», beste» Ge»»dun» einstimmig dm schloffen werrbe. Nachmittag» hielt ber BerdaudstvorfGende RechlstanwaU Dr. Alfred Apfel-Berki» eine» Bartrag über „Die deutschen Jude» i» erste» Aenolurivustjahre"-, mvstkolische Vorträge de» Dreebmer Snogogemhor» »»irr Leitung de» Dirigenten Dr. |a«l( schlpffen stch n de» Vortrag a« Abend» vereiuszje etae Beine geiei, zu btt der hiesige jüdische Jugeutveritzl al» Gastgeber eiugelode» Halle, Me »elegierte» ub Gäste Mllucho. Die >»tise»üta> stich dom Gummikuüpvel odgerüikt und bediele» sich jeG de» Gummistempel», mit de« sie die freie» Wnkstkchhe» .verfchduer«' Neuerding» habe» sie auch dazu grastste« ns Paviergeld, Darlehnstkaffenfcheina »f». mit Schreidwaschine ober Gummistempeln gthüsiige Aenßernnge» üdee da» Judentum auszubruckr« Sie schäbige» de» Verkehr, Mil die für de, Geldumlauf zur Verlegung stehe»beu Zohlu»g»»ittel n llmlausstsähtgkeU verlreraT^a ldie «e»»llerr»g »icht deicht sei» wirb, bertr* verunzierte. I gciegottiub nch »eil u»- Ve»erk»ugo> " . . MB! mit, bat die «ntd» UMf bereit Gchz selche« Patziemgld I» einwandfreie» Geld uwzvtausche« Zrotzde» wird »n der Potizeidireftio» ausgesardrrt. zur Beiämpftmg de» Unfug» solche Scheine lm Berkehe zurüstzumeise« Be»« Der stelloertreieude Borsitzerche de» Borsteude» der hiestgen khuagogengemeinde. Malier Maz Herschel. konnte am kd. November ns eine fünfzigjährige Zätiokett in der Gemeindeverwaltung zurückdlieken. Herr Herschel. der im 7». Ledenäjahre steht, ist durch sein Werk .Im Zale Sarou' al» feiufionigee Dichter heiemnt gemeeben. Elberfeld. Die aubouernben Verkehesfchwieeigkeile» »rochen e» notwendig, baß der Jüdische Frauobnb seine» stir den S. und IO. Dezemdev tu Elberfeld ngesetzte Delegiertentag z»r Zeit »icht stattfiube», sonder» sür da» Frühjahr persthiedt» läßt. Weinhrt» I» einer stark besuchte, Sitzung de» Bürger-Auüschuffe» brachte Rechtüamoalt Dt. Vfülzer eine Jnteepelliitio« ein, i» welcher er mit« eingehender Begründung Schutz der jüdische» Bürgerschaft gega bi» Uederschwe«Ölung bei Stadt »ft antisemitische» Fluasißriftm fordert. Professor Keller lDemoku.) sprach sich a»f da» schärfste gegen die »ergifteube Hetzprvpognba der ttitifcariien au». Die Sprvcher der Deuifchrültumale» straktian erklärte», der aulifemilifche» Prvgggnb» fenrzrffkehe», wurde» oder un de» Reheheftefozialrste» Schäfer und de« Unabhängigen Eller de» verkappte» Uütifemfti»«u» bezichtigt, DÜ mehrstündige Debatte geftoilkeke sich zu einem scharfm Protest gegen de» infame» Unfug de» oiülsrmftischo ZekkAnkleden» n dir Häuser. VÜrgermeistir-StSvertreier Fichtner erklärte, hiß dt» Schutz« LMlschast »»Weisung eehieü. gegen sei« Zeiteleukleder r»ftfichl»le» «rplgehe« t Am bm Brtslautr Sovededelk b«, Tu i ■ 11111111111111 ♦ „ * Brr«la». 12. Dezember, vrffotlichr Berfemml»»» best Zotralveretu». Die für Sonntag «omritMg »ach de» Mazartsaal en>- deestfene üsse»tliche Berfa«»lang de» .Zkvlrelverei,» deutfcher Staatedürger jüdisch«» Glaube»»' stand unter keinem «Luftigen Sire« Adgesehr» bnv«, daß ero» mit de» Beginn der Berfammiuug »her eiue holde Stunde « E. nnbtig ^gerte, »eie, «üß Mt mm,kündigten Rebe«, Shndilu» Dr. Holländer nb J»stig>»tBr»b»ttz Nitht erschiene« Für st, mar Me stellvertrete^ EgnMkr»« Dr. wiener i, dir Bresche gespenge», ber i» sehr iemppramatvalle» «»»fghruxge» über Me derMige Leg» Me Juden in De»ischla»b. de» Umfichgeeife» Me ermsemitischeu Vewegeeg, hie Siellnn Mr pekiiifchee Pertetnr dazu »ed die MkgliHeftee einer eqelgreicho Abweßr spolß, Er M*»afc Mi «rüg Mr «Ohe mW im »«eaMe Mge M mch, »> mMchrul« MM« Herum» de» ,,«M» ligLMt Maststm 2»M». e» Amt»»«« »e mcheee «stea MmN» lOMt MAwM chrd, iiiete «r. m» rmicha M-tUu mW meueiela etNiw» eie Aech- __ M v«r bfaa erst teervarrche Ermrrrm ie ra- «tme taeagn Weste MMre lmrgstepl mM. «M «M fc*» »gstchm weeda m, mm Wageaa» ilmea >efeiM MM. kiwn le» Me»r,lmm»Me i Man bei 2tza mm vMcha geOia^bb ."VLLLVI _ —« )äig ekrw »aaad! 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