Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 42 (18.10.1918)
- Date
- 1918-10-18
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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|cb« Sirophe »hört. Irtttf «eisbe« Machwerk« lautm: c, ba« rar rin giaSe* Sagen l j In den ersten Kttrge». tagen, | | Li« btt gan|t Judenschaer, I | einfach nnahkömmlich »ar, | | HenI ficht man in allen Straßen | | Ihre langen, großen Hafen, | > Und in alen Schre»erfinhen, | | «(gen »eisten« jukenbaken. | | Unk a» «chlnße tobt«: | | Zn dengelk ist'«, ba» den großen | > Seltcnkeank kat angefaigt; | | Anken fink e«, die ihn schürten, I I Di» oon England geschmierten ns», D, Flugblatt wird non »anchen Buchhandlungen in der Heimat und an der Front oerkrritet. Sin Soldat an der Front, der bei der Firma Richard 11 n ge mittet, Stuttgart, Schotlftr, 42, ein Luch über Gesunddrittpftege bestellt h,, fand zu feiner Enttnftnng diese« nab andere Hetzblätter alldeutsch« Richtung deigepackt, Die Gemeinheit, die in dieser Beschimpfung jüd. Koidalen liegt, weiche feit «ehr alt 4 Jahren an der Front ihre Pflicht Inn, dringen wirklich niir die Antisemiten fertig, E« ist deklogensw«!, daß die Militäidehäide» noch iwwer kein dnrchgreisrnde« Mittel finden, die füd, Soldaten i» dentichen Heere »an derartigen Vernngliwpfnngen zu schützen, Vielleicht wird der neue Kriegs«!-^ nifter Epzelleoz n. Scheuch, de« der Ruf e. unparteiischen Manne« vorangeht, hier endlich Abhilfe schaff«, , Meter die Anden nn» da» neue Mentschkand schreibt die Berliner .Große Glocke': .Da« deulfche Volk ist einen Riesenschritt vortoärt« gekommen, e« hat eine parlamentarische Regierung, e« hat die Freiheit und damit, ausgenommen einige rechtssteheude .Einbuchtungen', eine innere Einheit«. front von seltener Geschlossenheit, Sin« aber fehlt noch in s tiefer Front t Sine Kundgebung über die Gleichberechttgnug der deutschen Anden, Sir haben in keinem demokratisch re-, gierten Lande Snropa« oder »merika« den Begriff de« >nti-I femititmn«, geschweige kenn diesen selbst alt bestehende Ein-z richwng, nur Deutschland hat ihn noch unter allen Kultur- «ächten. Sollte mit diesem letzte» Rest einer sehr dunklen Epoche nicht aufgeräumt werde» kinnen? — Die Ausrottung kt« Roffznhaffr« innerhalb eine« votktkärper« gehbrt genau so gut zur Demottattfierung, zur Freiheillichkeit, wie die Um Wandlung gemisste »erfassuogstechnischer Einrichtungen, die «oir fetzt erreicht haben, liebet diese« Thema wird in der nächsten Zeit noch viel zn reden sein, e« bleibt aber zu hoffen, baß tiefer wichtige Programmpunkt der neuen Regierung nicht entgeht; denn ste würde dadurch von Beginn ihrer Tätigkeit nn eine nicht wieder gutzumachende Unterlaffungifnude aut. fich laden'. Vnnlan. (Kamps gegen die Auken s Zn welchen Ungeerlichkriten die Polen in ihrem Kampfe gegen die gatizischen n greifen, beweist eine Meldung te« hiesigen »Rom, mir wa 14. September, nach welcher der Direktor de« Shmuastum« TU in Krakau, SchulratRieolal Razanovdki 0» 11. v. Mt«, folgenden Urlaub bekannt gegeben, .Da e« zu nuferer Kerrntni« gelangte, daß Sgmnafialschnler mosaischer Konfefflon fich bei Pripatlehrern versammeln und dort die Bibel und Hebräisch lernen, so wird diese« hiermit unter Androhung von Dilziplinarstraseu eventuell de« Ausschdrffe« von der >nstall verboten'. Unterfchrist r Direktor de« Sumnastum« VN ß,. io!-.r«. wo.^.soeeo'. PctfOMliM- MerNn fine Grnnerseier fit Albert Ar enden berg, den Mitinhaber de« bekannten Kaufhauses,Hermann Gerfon, fand am I I, Oktober vor Vertretern der Hrmdeltweli, >bge- »rbveten der Hondeltkommer, der >ettesten der Kaufmannfchaft und einem großen Freundedkreise patt, Oderkavtor Magvu« kavidsohn erdffneie die Trauerandacht mit eine« ftimmnngllvollen Gesänge und schloß mit eine« >bschied«iiede, Rabbiner Dr, Warschauer sprach die rituefien Gebete, Merdienfillrz f. Aniegoh,: Werkin: Direk. «apGatln«, Gersteminke: Cynagogenvorst,, Louis Biummau: Mastenllnrg iOftpr.s: Reut, Aul, Lewinnest Kantor U. Davidsohn, Wa» Aassendors Ksw, Heinrich Aauoschowitz; Aachan i. Po«,: Ks«, «tan Lev,! Mole Ar, Me»: Merl-n: Mop Hirsch, Kn, n, Bursch,-Kl, Fahr,, Jvvalikenstr. I, ^ndw.-Apz,: Mittentzerg: Kan, Aae, »lüneban«; Mai. Adkerorden IV.: fffen: >mt«gerichl«r. a. Geh, Justizrat Maren«, Ehar. a. «atz. Sanlkäiaratt Pros, Dr. Strauß. Leiter d, inn, Slbt. d, Berliner jüd. Kranstvnh., San,-Rat, Dr, Benjamin Auerdach-Töln. SfOMt. Merkienfillrz f. Ariegohilse: ».na: Fr, Adols Stern, Anh, e. Kn. n. H kekl gesch! (Ha: Frau Martha Codttn,. Borst, d, KIriderk, d. nat. Frauen gpmeinsch,; »ote Arr Me», S. Al,: fetnbanfen: Martha Strauß, T. d, Lehrer« Sk., I- Irene Dienste in Verwundeten Pflege, «ata Lrenimedaiie: 2, Kl, den Frauen »eh. Kommetzienrri Doris Aronsohn-8r»»d«g, Generaldü. Slise Aetrkow« Posen; », Kl, d, Frauen Mr^Marg, W»W| I* «*>' iobn-Sohensalmr, Anftizrat Smmo Pehser geb. Reunadt-^etchen; %tl, Rosa Rosenthal-Ostrowo, Saniiäibrat Knna Warschauer ged, Kurtzig-Hohötsalza, 8ki-««sschti, Werkln, De« Privatd ozenten svr reine Mulhemaiik a» der Berliner Technischen Hochschule, Oberlehrer am Kaiser- «ilhelm-Gymnafium Dr, Ernst Jarod«Ihal «, d, Prädikat Proseffor verliehen. PaHfHM. IDilltf Du roirHich öem Uaterlanöe, öem Du altes xdas t)u bM. OBrönnPft. ÖQ3 'Darlehen x>erroexßeTn,um bas es Dich in schiDerer^exi bittet — für das es Dl* XDdreTt s uicn lU-icaiwecKvocu uiu-er — un 3infen aerodhrt? TDürbeft Du fo hanöeltvDu ft kein ‘Oeuffcftgrl — Darum 3 e i c h ti e! »« 6er Provinz Pos««. Mosaw. Siadiral Jakob Schleper beging am 3, IO. seinen 70. «ebnrKtag. Seine Wohnung war an diesem Tage rin Wallsahrtdort, zu de« viele Hunderte von Gratulanten pilgerten, um dem Jubilar ihre Verehrung zu bekunden; eine «rzähiige Menge von zumteit kdftltchen Blumeugebindeu Isüllie die Wohnung, in der fich die Scharen der Glückwünschenden drängten. Genen l Uhr etW^*»» M« Verketer der ftädt. Kdrverschgüan lMagistratomriglieder und ooo nruro orr Stadiverordnetenversommlnng), um die Ernenunng zum Gtadtältesten der Residenzstadt Posen zu überbringen. In Vertretung de« an den Verhandlungen de« Wahlautschuffe« de« Herrenhause« in Berlin kriluehmendeu Oberbürgermeister« Dr. Wilm« würdigte Stabttat Stiller die 27 j, Tättgkett in kommunalen Ehrenämtern, sein verdienstvolle« Wirken in der Krmenvernaltnng, wo er so manche Träne getrocknet, in der Leitung der Ilmschlagstelle, die zum wirtschastlichen Kusschwung Posen« ihr Teil brigriragen, namentlich in der Grundstücktverwaltung, wo er Persivimte« uachgeholt und durch Schaffung eine« ftädt, Grundbesitze« einen schweren Fehler der Vergangenheit wieder gutgemacht habe, wofür ihm noch kommend« Geschlechter danken würden. Mit dem Wunsche, daß er seine Krdeitdkast »och lange Jahr« der Stadt widmen möchte, überreichte ei die Urkunde, die die Ernennung zum Stadtälteflen auäspricht, Sladtverord.-Borst, Anftizrat Piaezek schloß sich in warmen, die Perlänlichkeit de« neuen Stadtälteflen würdigenden Worten den IlliGsihrungen de« Magiftrattverteeiei» an, woraus der Audila> feiten herzl. Dank »»«sprach, — Such Vertreter der Shn,- 8, », und mehrerer Vereine, denen S, nahe steht, erschienen .» Beglückwünschung, — Stadteat Lchleh.-r, der i» Rydnik ge oren ist, hat Pharmazeutik studiert und kam vor langen A hren al« I, Provisor der JagiejSkischen Apotheke nach Posen, D mn übernahm er die Verwaltung der Brandenburg, Kpo- Ih Ec; 1871 etablierte er rin noch heute bestehende« Drogen- > Ehemikaliengeschäst, da« er 1801 veräußerte, 1881 wurde zum Stadtverordneten, 1801 zum unbesoldeten Stadtrat gewählt, Namentlich aus dem sozialen Gebiete hat er sich deandere Verdienste erworben; u. a. ist er Borstaudtmitglied de« Verein« zur Fürsorge für kranke Arbeiter, In der jüd, Gemeinde führt er seit dem Tode de« Geh, Kommerzienrat« Michael Herz da« Borsteheramt, An Autzeichnnugen besitzt er den Roten Kdlerorden 4, Kl , den Kronenorden 4. Kl, und da« Kiiegtverdienftkreuz. — An der Schwelle der Siebzig erfreut fich der in weiten Kreisen der Sürgetschasl werigeschätzte Anbilar der »ollen Rüstigkeit de« ardeittfreudigen Manne«, dem e« noch lange vergönnt sei, weiterhin wie dither erfolgreich i« Dienste de« Gemeinwesen« tätig sein zu können, — fen. Ruch kurze« Ariden neeschkd Ks«. Wvkff Anff« im 87, Ledentsahr, Sets 1803 im Vorstände der Sparkaffendeputation hat er fich bte Förderung der Sparkasse mit regste» Eifer angelegen sein laffen. Am Kuratorium d, jüd. Itterversorgnngöanfialt, Mor, Rohrsche St. seit 1314 hat er mit mildherzigem Sinne stet« für da« Wohl der Anstalt gewirkt. Die Herzeuögnte, die ihn kennzeichnete, fand in der Fürsorge für die Zöglinge der Ritsche-Flatauscheu Mädchen-Weisen-Erz,- Austalt ein »eiche« Feld der Beitiigung, Durch bewährten klugen Rot, liebevolle» Znleieffe hat er fich um die Anstalt Verdienste erworben. Unter zahlreicher Beteiligung sank eine Trauerfeier im Hause statt Die Leichenrede hielt Gem.-Rabb, Dr, M, Lewiu-Wreschen für den durch llawohlsein behinderten Gem,-Radd, Dr, Freimann, In ergreifenden Worten zeichnete er da« segensreiche Schaffen und Wirken, seine Liede zu den Menschen, wie seine Treue, die das Kleinste so ernst nimmt wie da« Große, die den Verstorbenen von Erfolg zu Erfolg führte, Oderkantor Wilkomirok sang ergreifend da« vorgeschriedene Totengebet, Sin unübersehbarer Leichenzug bewegte sich nach dem Friedhose, Auch die Zögün^ chee Mstdchen. Waisen-Anstatt folgte geschlossen hinter dem Sarge, In der Friedhosohalle brachte im Gebet, Dr, L, nochmal« zum Inldruck, aal der kirrst, seinen Angehörigen und der Menschheit im allg, gewesen. Die beiden Söhne, welche im Heeresdienste ihre Pflicht erfüllen, waren herdeigeeikl, um dem Vater die letzte Ehre zu erweisen, Rogasen. Bei der Stadlo.-Slichwahl int der 1, Hb«, wurden die Kaufleute I, Lißner und Loulr Wache gewählt, List». Dem Lehrer Behle w, d, Adler d, Inh, tz, Hohenzollernsch, Hausord. verliehen. WnUfirtt« steht heute wieder mehr al« je im Bren». juttlte de« jüdischen Aulerrffe«; alle Fatschergeduiffe, die dazu beitrage», Kenntnisse über da« hetligr Land z» verbreiten, w von einem großen Jntereffeukrrise frendlg' begrüßt. Gerade Palästina bietet für bte verschiedensten wiffenschasllichen Diszipliven »ielsetiige« Material, weil diese« kleine «ittelmeerland « Nlmattscher, Melereol. und historischer Beziehung zu de» merkwürdigsten Teilen der Erde gehdri, «ährend »er Hermon in ewige« Schnee den «eßhauer grüßi, geht« da« Aordantal >u den heißesten Srdgegenden üderhanpt, wie nennding« dnrch lahrelange «eodachtungen Prof. Bla^nkenhorn mit wiftenschastl. Zuverläffigkrit rrmlttrlt hat. Trmperainimrffungrn Hab«, dri, am «er «rxzarrlh uod in der Elmgrdung von Aench« stattgesuicken, »ine dies« Stationen zwisthen Anicho "sid Token »e« liegt 800 w unter dem Spie, el de« Mmnmrnß, auf biefer uogeNröhsItchrn Tat fache beruht rriM großen Ter! die antzeroidenlliche Erhitzung de« Boden«, die tzi« rin Jehretmsttel oon mchr als 28« hervoe dringt,. Dies« ütznmäßiaen Erwärmung entspricht ans d« and«en Seite eine ebnts» üd««ißrge Trmkenhrit nnck eine höchst bedeutende »adtntstung der oorhandrnen «affnstächen, Dr, Sch», »eist in der .Zeüschrist für Balneologie' »och eine »eson». Ursache für die Hitze im Jordanlal nach, daß sich die Luft j auö d« Umgebung sdhnaitig in die versenke Landschaft hinab- stürzt und sich dabei in ühnlichem Grude erwärmt, wie es v, »pensihn bekannt genug ist. Heiße Winde, die mit dem eigmen Kamen Backosentuft belegt w«den », d, Beobachtern im Jordanlal vielfach «wähnt, auch die unvergleichliche Durchfichtigkeil d« Lust erinnert an dir »pensdhur, von denen die bekannte Warnung in den Weißbuch«» lautet: Bei nagewdhuticher guter Aut sich! von einem Berggtpsel muffe mau. fich schnellsten «nach einem guten Luartier in Sicher heil bring,», «ril bann ein Unwett« unvermeidlich bevarstehe, wie es eben d« Föhn in den Alpen anzrigl. Uebrigen« wird gerade Jericho wegen dieses Klima« al« Kurort für Lungen-, Gichr u. Riereukankhesten ewpsahlen und in dies« Hinsiiln den im Frieden vielbesuchten äg,pttschen Bädern an die Seite gestellt, Zwrisellv« »ird nach Sirderkehr normal« Vnhättniffe Palästina al« Fremdrnlond eine große Zukunft haben und einen Teil de« ägisttl, Fremdenstrom« an fich ziehen. polt». T«dz Die Geweinde-Berwattung beschloß 30 000 M, z. Anweisung d« rückständigen Zuwendungen an die Wohttäligkriitanftntten laut Hau«hatt«plan 1917/18 zu bewilligen Für Kind«heim und Jrrenas,! sollen Etat« ausgestellt u, d. Arme,, depntal-on »orgele,,! »«den, D« Schristsßhr« der 'Gemeinde wurde beauftragt, die Heberolle für 1318 aufzuftellen; al* Grundlage soll die Einkommensteuer bienen. Dem Cet'nnge» d, Ministerium» für Kultus u. Unterricht wegen Zustellung o, Daten über d. Prüsungikommisfion bei d« Gemeinde w, "tsprochrn. Aus Wunsch de« Schulinspekor« wurde eine Kommissin. zur Ouulistzierung de» Rel!g>»n«Iehr« gebildet u, Vorschriften für d, Kommission bestätigt. Die Rückstände an Gemeindestrueru betragen: 1913 58 641 M,, 1914 69 857 M. 1915 97 822 M, >916 107 704 «,, 1817 132 345 «,, 1918 235 047 M, Die Summen werden zwangtweise eingezogen. Die Frage der Renovierung der Synagoge w, den Mitglied«» der Berwattnng Monitz und Szplier.zur Erledigung überwiesen. Zur Errichtung e. Graddrnkmat« f. den »erst, Radd, Sega! «. e. Betrag bewilligt. KlmilikAllachrichlei, finden durch die Jidifch, Pokkozritmng die weiteste Verbreitung, Antbesondne haben Heirat «» ni eigen, S Ie11 en-GeIu che, S1 eli en- 1 nn er Helen, sowie Ge s ch ä s t «-A n z e lg e» all« Art den größten Erioig,