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Jüdische Volkszeitung · 1918-05-31 · 22 (31.5.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
22 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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*■ I. Pfiugstsauutag bot oaf kn ifi. Friedbofc ei»« gratze Sraargiatfabc an datai reich mit Palme, geschmückten karge xreiaigt, der die sterblich«» Reste t. Mannes barg, beste, Ra»e, i» K>liste,Iriise» der ganze» Beit ei«» Ittn, Klang batte Dem laugjühr. aerdienstaole, Direkt» ». Krststal-Palast-«-»., Ka»milst»»«r« Sieg«,»» «ah», Ritter pp., galt di« erhebend« Feier, her Berafsgeaasteu. zahlr. Wttistr» aas Dachte» »nd de« gange» Reiche n»d verirrter Vereine» teiwohnlen. Zn Warmherziger «edächtaUrede hielt Rabb. Tr. * a l b m a » » Räekichan ans d. erfolgreiche» Lebeasweg, dabei santgez. perstnl. Etgeaschafteu. seit. lat. kraft, «chaffentsrendigkeft, »orbüdl. Pflichttreue, Schlichtheit s. Beten«, großen Mentchenlieb«, de« ftrencen »errchtigkeii«. gefilhl« gede»ke»d. Dem »aftlchtigen Fremd« «nd tiedeus- Werlen Mealche, galten d. «. inniger Fremdtchast zengenden Rtschiedkwart« d. Rabb. Lr.Larlebach. kr kennzeichne,e d Hili«. bereitichast, d. ltebentwitrdtge.Lesen. Liebe und vadrheit »aren in seiner Seele dereinigt; herzlich« Danketnoilc w,d- »et« er ihm fär s. Verdienste um t. isr. Schnloerein. Der. vreischneider-veili» dankte sür alles. »a« er siir die Organ,, satio» ». Znt. Varilee-Lhealcidnektaren-Verdandr« getan. Sie er zn» Segen d. hies. Vlaubenlgenoffen gewirkt, bekundete C- Satin« na», d. Vor ft. d. Hilfeoerein« jüd. Geaeerbeneidender la bewegten Barten. Innige Danketwone Widmete Direktar-Verol-Konorah-Berlin für stete Förderung der Ve. strebnngen der Zaternationalen Krtistealoge Sie »rliftea- »elt aerliere e. eitrigen Förderer jnnger. ausstrebendrr Talente, d. gesa»te Artistenschast e. verkämpter ans soziale» Gebiete, bei alt erster f. gute Beriragtverhbliaiste eintrat. Für d. Jaternationalea Arttftenaerdand .Sicher Wie Z»ld-, über- »ittelte Herr Gaul Zunge s. Shreamüglied AdschiedsgrLße, an», d. Russtchltrar« u. varfload t. L Rrgstall-Palast-A.- G. ries Ks». Cari verker-verlin s. anermüdliche. krnfiaolle. ». künftleitlche» Lerstüadni» getragene u im Zatereffe d. Gel, geleistete Ttligkeil r. .Hab« Dank' in die Ewigkeit »ach. Anerkeuaeade ehrend« Borte sprach noch Direktor Gaumganen. (Etabl. .Battenberg)' a. e. Vertreter d. Z aetist. Fachbkütter. Rabb. Dr. Goldmaan Würdigte noch als Vertreter d. Präsidenten der Loge »Vene vrith' d. treae Mitarbeit d. Heimgegangenen. Saun «. d. sterbt. Hülle der Erde übergeden. Zgerkta. Prof. jo. Eppeahetm. der bekannte Berliner Rearalogc. w. ». verein für Psychiatrie und Remotogic in Sie» g. Ehrea»itskied ernannt. »eriietze»: b. T. Sanittttrat de» Eerzten Dr. Magnu», Hirschfeld-Verlin and Di. Ke»paer-Lichterseld«. Aabrkttesttzer Moritz Aoseathak, Berlin, mürbe in den varstand de« vaterländischen Frauenaerein« (Prodinzialoerein Berlin) gewählt. Htettaagome» : Oderapoth. Her». 8 t r a u ß der Reserve (II München) einget. b. « Feldlaz. f. ». Rett. e. krainsold. vom Tode d.' Ertrink. vi< dSrgsrliche ltti«-5b«schSdi-teiistrsorge. MotR»samwt»«g der ^ude»dorff--pe»de. Eine unserer wichtigsten Ausgaben ist jetzt uutz für viele Jahre nach dem Friede« die Fürsorge für diejenige» Kriegsteilnehmer. die m Kampfe für da» Vaterland durch Verwundung oder Krankheit Einbuße an ihrer Erwerbs fähigkeit erlitten Haber. Rat ihre» Berufsleben heraatgertfseu und durch Leiden oder Bersiümmelungrn gehemmt, finden sie au» eigener Kreit häufig nicht den Deg in da» Erwerbsleben zu« rück. Zwar hat es die Heeresverwaltung übernommen, die Verwundeten und Kranken nach bestem menschlichen Können I» heilen, und man wiro anerkennen muffen, daß sie sich dieser >»faabe mir allen tör znr Verfügung stehende« Kräften unter« ziehe. Die an» dem Heer«»»erba»b enllaffenen und trotz aller ärztlichen Kann in ihrer Erwerbssähigkeit beschränkt gebliebenen Kriegsteilnehmer kann sie aber »ur in der Seile verse-^—. daß sie ihnen eine dem Grade ihrer körperlichen Leer, ach« tignng eutsprechende Rente gewährt, die für sich allein verhältnismäßig selten den Kriegsbeschädigten und ihren Fa:, fiten ei» sorgenfreie» Leben ermöglicht. Diese Lücke in der veriorgung in anderer volttwirt' :>aft« lich richtiger Seile ergänzend a,-zufüllen, nämllch die L eg», beschädigten wieder in den SirtfchaftSkörper an paffender teile tunlichst im früheren Lerüfskreife einzugliedern und Mmit wieder zu vvllwerrigen Gliedern unserer Bvlkögemeinscha'r zu machen, ist da» Ziel, das sich die unter Leitung oder Mit« Wirkung der Bundesregierungen errichteten HauptauSschüfse für die Kriegsbeschädigtenfürlorge bestellt haben. Für jeden Bunde-« staat, in Preußen für jede Provinz, find Örgcmsatione,-. ge« schaffen worden, in denen die militärischen und bürgerlichen Behörden, Handel und Gewerbe. Indnfttte und Landwirt'chaft. Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Soziolverficherung und Ardeils- »achwei». die medizinische Drffenschaft, wie auch die National« Ükonomie und die charrtativen Verbände durch maßgebende Persönlichkeiten vertreten find. Ein Retz von Beratungsstellen innerhalb de» ganzen Bezirks fördert die rechtzeitige und sachgemäße Bearbeitung de» Eiazestall», die mit der Beruf»« bcralang schon während der Lazarettbehandluag de» «ne,«, leilnehmer» beginnt, die fortsetzt in der Berns«au«bildang >» geeigneten, zun, Teil eigen« dafür geschaffenen «crkstättea and sonstige, Lehranstalten und zunächst ihr Lade stade« mit »er Bermiltelung eines geeigneten LrbeitsposteaS. Auch ln ber Folgeze« steht die »erolungSstele den «rieg«befchädiglca durch Beratung und Erbet,sbefchaffuag. unter Umständen auch durch »-Währung -ine» Heilversahren» zur Btseiiigun, nachträglich »der neucrdings hernorgelretener körperlicher »riegsschäden. zur Seite. Die viellei,igk-it diese» Fürsorgegeb,eie«, da» M,I jede« Zweig, unsere« öffentliche, Heden« in Berührung komm«, hat je länger je mehr di- Rotwendigkeit ergebe», einganze Reihe von Frage» wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die«-, samtsürsorgc einheitlich für da» ganze Reich zu lüsen. Um dieses einmütige Zusammenarbeiten aller dundesftaatlichen und provinziellen Fürsorgeorganiiatione, zu gewährleisten, ist im Einoernehmen mit der Reichslcilung und allen Bundesftaalea i» September ISlü der Reichsauilchuß der Sriegsbeschädigle». lürsorg« begründ-l worden, der seinen 8t» i, Berlin.Hai. Die notwendige Fühlung mit der Reichsleitung wird durch einen »om Staatssekretär de» Znaern ernannten Reichskommisffar aufrecht erhallen. Zur Erledigung der einzelnen Aufgabe, ist ein Reick-arbeitsaus-chuß der KriegSbefchädigtensürlorge. destehend »ns Be,Ire,er, der norddeutschen, mittel- und süddeullchen Staaten gebildet worden. Dieier Reichsarbcitsaa«. schütz hat eine Reihe »on Soaderaulschüssen sür die verschiedenen Arbeitsgebiete oorjjefthrn i» die neben verlrelern der de leiligtrn Behörden, veibände und Hauplsürsorgeorganisalionen die lellende» Poftönlichkeilen au« Wistenschasl und Praxis in Stadl und Land derulcn werden solle». Eisre-.liLenoeije gehört das klrbeftsgebiel »er öiriegsbeiäiädigiintütiorge antd zur Zeit »och zu den nicht mehr allzu zahlte,che», in denk» völliger Burgfriede herrscht. Brrtreler allen Parleien arbette» in den Eusschüffe» der Hanplorganisatio. e» und namentlich auch in Reichlauischüsten einmütig an de, Lötung der zahlrkiche» und schwierige» Ausgaben mit. — Diese« verständnisvolle, von jeder Partcipotitlk sich sernhaltende Zusammenwirken kam gerade IN letzter Zeit wieder zum Ausdruck de, der Durchführung der.Ludendorff-Epende'. Alle Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben den Aulrns zur Letkssammlung sür unsere Kriegsbeschädigten »ordehaltlo» unterzeichnet und schon dadurch eine Bewähr sür einen großen Ersolg dieser Volksspende gegeben. Polen. W»yt«ttbe»«tz,»D feit wieder *mf. Die ,Gazeta H»ra»«a* (Dwa groSze) hat wieder eure Ableilang .Oekono« Wischer Slederaufdqzr' etv-mchtel. i« der fie uvler der allen Lsfroa .swoj d» fwego" (Zeder kaufe bei den Seivev) Boykott betreibt. ZrdeS Sittel da< »erianel ist, tt« eine Hetze ein zu« letten, wird «ngeweudet. Alle Zettunßen betonen aufreizend. die Jude» m der Provinz die Polnische» ntchrgefetzlichen Pettnoße nicht dnrch GeschättSschlntz feiern »nd stellen die Jude» deshalb als Feinde des karh. Glaubens nud der poln. Nation hin. Dos /«»berwerbsoerllot ftr -»de» noch »ichk an her Aratt ßchetzt. Entgegen den »on polnisch propagandistischer Lette vielfach verdreiteten Nachrichten ist daS Gesetz. daS den Znde» Erwerb von bäuerlichem Land verbietet, noch nicht ouftzehoben. da die^ österreichischen Gerichte gemäß den alte« ruffrschen Beschriften vielfach Uneile zu Unguvsten d. Juden ertasten und einzelne polnische Gerichte in ähnliche» Fällen b. ProprS unter Berufung auf die OkkupationSmÜchle bereit« willigst »achahmen. Eine Zivnistenkonferenz in Warschau hat dagegen protestiert und Abschaffung deS Gesetzes, das in Rußland dvrch die revolutionäre Regierung sofort avfgehober: w., gefordert. Die endliche Anshednvg des Gefe,es, wird von dsr jüdischen Bevölkerung mit Ungeduld erwartet, umsomehr als »v» pvIuisch-anlisewitischo^Lttte Saterialien gesammelt und Gchritte vorbereitet werde«, u« e» Gesetz zu erwirke». ba< den Zvden die Anfiedluvg aus de« Laude nvmüglich »acht. >nch die Agndath Orhoövxim »nd die Zrouiften richteten Ein« gaben an die polnische Regiervng. Der Kampf der beiden Richtungen wird wahrscheinlich i» EtaatSrat ouvgetragen. Dem poln. Ztoatorat gehöre» 7 jnd. Sitglieder an: ») dnrch Ernennung nach oem Beschluß de< pol». RegentschaftS« rats vom SA. 4. 18: 2 Astnntlatoren: Boleölaw Esger und Zofes R alausvho, 2 Orthodoxe: VojzeSz Bester und Joel Leg« «elfter, d) durch freie Lahl d. Stadtverordneten: d. Rationattft Dr. Rojenblatt-Lodz. aus Warschau: Advokat Rvah Prilucki nutz Adolf Leißblatt (Bolkspartei). AnvschNeßnng oo» Ktndente». Der Senat der Lechnischeo Hochschule hat, nachdem er über daS Verhalten deS PräfidiumS >vd der Vertreter der gegenseitige, HUfr jüdischer ^krudeuten in der technischen Hochschule, die am 23. 3. stattfavd, Kennt« »is nhalteu. Dilziplivarverfabreu erngeleitet und festgestellt, daß dcS Präfidiv« die Borschrittev ißr die Ltudeutdn über« schritten h. Aus Grund des h 23 der Gorfchriste» sür Studenten beschloß der akademische Senat die Ausschließung von g Gtudenttu von der Hochschule. de< I. und 2. Korfitzendeu der Versammlung sowie 4. ». Veifitzer. Die Mitglieder der durch deu Senat des Polytechnikumgeschloffenen jüd. Studentengesellschaft .Gegenseitige Hilfe*, erlaffen e. ErNäruvg. »der um eineRemfion de< Urteilgegen die g von der Hochschule relegierte» Vorstandsmitglieder erlucht wird, da alle Milglied'er gleichmäßig d. Verautworwao für d. Protest gegey da« Verbot der Gesellschaft t agen. I» ähv« Uchem Ginne wurde auch eine Berufung gegen de» Ausschluß an da- Ministerium genchttt. — Der ,GI^ Aydowski* vom IV. L. bnugt ein Artikel von b. Eokolom, öder die An^chUeßung der 6 jnd. Stndeuten de- Polytechnikums. D. Urteil d. akad. Senath. in jüd. Kreisen Entrüstung und Erbttteruug heroorgerusen. Der Vorfall bringe Zeiten e. Apnchti». Schwarz, vtelajew zurück. D. Benehmen akad. Behörde» sei in mancher Beziehnvg viel schlimm», sei ti doch ungleich schrecklicher, wen» die Vehövden e. fteie» Staate» in der Lheorie den Inden Zntritt zn Hochschulen ohne jede Eia« schränkuvg gewähre», tu -er Praxis von de» jüdische» Zög« lingen fordern, ihre Rationalität z. verleugnen, die ihnen ebenso teuer wie ihre Bildung ist. Eine Gßr»»g Werell -vselowicz' Zn diesem Jahre ist. wie der .Knrjer L arszawski* vom 2. 5. «ittcilt, der 103. Todestag von Berekt Joselowicz. der im Kampfe sür die Unabhängigkeit Polens, fiel. Der Schöpfer M jüd. Regiment-. Verteidiger Prag«» und polnische Patriot, fiel in einem Treffen »tt dem Feinde unweit von Kock. Zn seiner Ehrung wird von «ne» Eomjtee eine Broschüre unter dem Lite! »Verek Joselowicz* heranSgegcben und demnächst in der Piulbarmvnie unter Sümirkuna erster Kräfte eia -»azert veranstaltet, dessen Erlös zu einer Gedächtnistafel für I. verwendet werden soll. Hoarfcha». Seit Einsetzung einer polnischen Verwaltung hoben die Juden stch unausgesetzt bemüht, die Aushebung de- Verbotes de» L a z t n s k i«P a r k s für Kaftan.Iuden zu erreiche». Alle Bestrebungen scheiterten am Widerstand der führenden anüsemitischeo Kreise. Die ,Gesellschaft für soziale Arbeit unter den Juden* hatte fich an da- Ministerium für Landarbeit und Krvngüter mit einer Denkschrift gewandt, in der die Beseitigung der Aufschrift gefordert wurde, oach der Leuten in nichteuropüischer Kleidung der Eintritt in die La« zienkigätten verboten sei. Das Ministerium hat die Denkschrift dem Regent scbastsrale writergeleitet. weil die Lazien ki« gärten der augenblicklich durch den Regentschasl-rat repräsen« tierten Krone gehören. Dieser Tage hat da- Ministerium die Aotwon de- Zivilkabinets d. RegentschaftSratS erhalten, daß Leute in nicht eurvpärfcher Kleidung nicht einzulaffen seien. Dieser Bescheid ». b. .Gesellschaft sür soziale Arbeit unter den Juden* mitgeleilt. Das ist Sieg des offizielle« Antisemitismus in Polen. Warscho«. (Stodtverordneten-Berfammlung). In der letzten Sitzung brachte Stadtverordneter Prilucki einen Dringlichkeitsantrag ei« über die gegen die jüdische Bevölkerung erichletenAufrufe. Rach Ausführungen der Stadw. Brzezinkt. tdicki und Tarczyn-ki wurde fvlgender Beschluß ausgenommen: .Die Stadlverordneien.Uersammlung gibt ihrer Ewpöruvg über die in der Stadt angeschlagenen Aufrufe gegen die jüdische Bevölkerimg An-druck und hält sie für eine Tat von Provokotoren, die außerhalb der polnischen Gemeind« schaft fteden'. Marscho». Z. Leiter d. jüd. Preffe-Abteilung d. pvln. Minister deS Innern w. d. bek. Ierzy Orenstcin OrenSki ernannt, al- .Ueberfetzer* aus d. jüd. für d. poln. Presse u. alt jüd. .Sachkenner* der .Gazetta Pvranna* (antisemitisch) dekaunt — Leon Berenson. Chef der BerwaHuugSseknoa in Joftizministeru« hat sein Lmt niedergelegt. Gin erstßreckendeo HOlaglicht «ns die wtrtfchoftliche ^vg, der -»de» har onlüßlich der bevorsteherden jüdischen GemeiodeLadle» e. Zählung ergeben. Festgestelll wurde, daß über 300000 Juden regelmäßige Unterstützungen erhalten d. h. V» d. Sorschauer Joden. >«3*C3<». Rach der BolkSzählu,g im Februar find 372l Einwohner aofäffig (1714«. 2008 Frauen. 1460 kath. 38 2233 Juden; üt Lowic- 17078 Einwohner (7679 Mä»»er »nd 9299 Frauen). 10344 kat5. 268 e*. 4t gne« chisch-katb 187 Mariawaten. 5698 Inden. . Pkozt zählte am l. ö. 30313 EiaL.'huer (30194 Shriste». 10119 Juden). Winoll. Schwere Ausschreitungen der poluifche» Legionäre veranlaßte» die jüdische Fraktion uns. Gtadlv.-Bers. e. Protest gegen die autisem. Roheiten von Angehörige» dieser Truppe einzudrmgen. In zahlr. kleinen Orten de< Gonoer. nemenl« MinSk kamen abscheuliche Greueltatr» vor. 80—70 jährige Greise wurde» öffentlich geprügelt, andere wurden an Werve gebunden und durch die Straß« geschleift. In einem Falle errichteten die Legionäre für einen Juden in Gegen wort der Familie dev Galgen. Die Interpellation öer jüd. Fraktion wurde vvn einigen Mitgliedern der sozialde«. Fraktion mit unterzeichnet. Rach längerer Debatte wurde folgender Entschluß emstimmig angenommen: „Rach Anhörung der Mitteilungen der jüoiichen Fraktion aber die Taten einiger Abteiluügen der polnischen Legionäre gegen die jüdische Bevölkerung einiger Onschasten spricht die MinSker Stadt».«Hers, ihre tiefste Entrüstung über diese Vorfälle auS. Sie ist öaovn überzeugt, daß die pvlnische Bevölkerung diese Ereignisse in gleicher Leise verurteilt und alle Mittel erareife» wir», um die einzelne« Borjülle auszuklären, und daß sie derartiges Unrecht »om Anfang an unterdrücken wird, um die Herstellung normaler brüderlicher Beziehnnge, zwischen beiden Völker» zu ermöglichen". Lodz. Aüdttche chemeindeverwatt»«» Am L. 5 . beschloß die jüd. Gemeindeverwaltung die Synagoge auf de« Friedhof auSzubeffe^n und eine Kommission zu wählen, die bestimmen soll, ob der Zaun um den Friedhof aus Steinen »der Ziegeln errichtet werden soll, didahin sollen 2 Wächter angestellt wer^rn. Da< Gesuch der Gememdedeamten um Gehalt-erhöhuug w. adgelehnt. Do« verkauf des Ostermehls w. ein Reingewinn von 41546.48 M. vom Zuckerverkauf 122100.78 M. erzielt. Davon w. verausgabt: f. Teuerungszulage a. d. Rabbinat 3400 M.. den Gemeindrdeamteu 3000 M.. den Schächtern 2300 M.. Aufsehern über da- Koscherfieisch 300 M . 4 Küchen 2000 M . jüd. Lohlrängkeüsvereine 43000 M.. Verpflegung der Häftlinge 4000 M.. Ofterspeisen für jüd. Militär 4320,7V Ui., Matze für Häftlinge 2589,50 M.. Osterweiu sür Häftlinge 490 M.. Matze für da- Bettlerhei» 141.50 M.. Kinderheim 5000 M. Heim für gefallene Mädchen 200 M., Komite gegen den Bettel 150 M.. PoznanstischeS Hospital 500 M., Konstadtsches Greisenhei« 250 M.. Waisenschntzverein 250 M., Dienstpersonal der Synagoge 300 M-. Jrrenasyl 500 M.. Bekanntmachungen und andere Ausgaben 1472,90 M.. verarmte Kaufleute tyrt Handwerker 9676 M. verpfle« gütig verwahrloster Kinder und Waisen 15000 M.. Kinderhei» 10000 M. Rach der Abrechnung mit der Zentrale der vereinigten Kooperativen wird ein besondere- LiquidalionSkomtlee eingesetzt. — Pie Geschichte der -ladt bildet nach Beschluß der Verwaltung »eS jüdischen Klubs Gegenstand e. Preisausschreibens unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte ber Zudea. — Per verband der hesrä,scheu «Beßrer hielt am 4. 5. eine außerordentliche Versammlung, vom neuro Schuljahre ob sollen die Lehrer die Erteilung oon Unterrichtsstunden nur sür die Zeit e. ganzen Jahres anoehmea; die Schüler haben auch für die Ferienzeit Schulgelder zu zahlen; für Monat-- stunde» werden bizum Beginn deneuen Schuljahrenoch besondere Bedingungen au-geardeitet; die Lehrer sollen auch ^r die dieöjührigen Ferien bezahlt werden, sämtliche hebräische Lehrer sollen registriert und ein Arbeitsnachweis gegründet »erden. Per jüdische Poudwerllerllk«», dem 800 Mitglieder angehören, hielt am 28. 4. seine Generalversammlung. Die LebenSmtt telkvoperativr nzielte mit 1200 Mital e Umsatz » bit S“*aUe 19640 M.. «bendküche »eradfolgte 28000 Mahlzeiten. Der Klub erhält eine Lesehalle. Bücherei, är-tl. Ausschuß Kutturkommiffion. Er hat e. Handwerkerrat gebrldet, dem Vertreter sämtlicher Handwerkrrvereive in Lodz angehsren. Die Ausgaben betrugen 1917 15396 M Mal »Ca«, der Lddzer jüdische Schriftsteller, besten eiück- »lederholl la Lodz ansgesühe, worden sind, «rdefte, gegcn»te> ttg ou einem großen »erk natcr de« rtlel ,vie Zudea der Zukunft-. Der erste Teil des Werkes ist bereits beeadigt, den zweiten Teil wird Herr Platt erst nach dem Kriege schreiben.?* " »«fc' »NN Schauplatz der Haudluug. Paltftiaa. ftubiea. halber besuch«, „I.

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