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Jüdische Volkszeitung · 1916-12-07 · 48 (7.12.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
48 (7.12.1916)
Date
1916-12-07
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Mische veNMmg. BreslM, de» 7. DtjmWr (9|6- «r.»: L»gl«iö. ftau tlmrtfif4( (Zion Mol» »oip«) hat sich auf (cile der Engländer an der Gall'pols - Aktion beteiligt, was erjetzt durch Patterssns Such »Uh the Zionist in -allipott -tLandon ly 16) in weiteren Kreise« Wannt jo »erden scheint. D«e Legion haue sich Ende 19J 4 w Lexandrien gebübet, zum GroßteU aus jüdischen Slndevte». die ans Rnhland nach Palästina eingewandert und von hier bei Kriegsausbruch durch die türkische Resterung ansgewiessa worden waren. Die freiwillig zu den Fahnen genUen Jüngling« waren nicht zu« wenigsten durch den Umstand begeistert, daß zum erste,»a (seit oer Zerstörung Jerusalems) eure rem jüdische Trupp« «U hebräischer Kommandoiprach« »nd de» nat. - jüd. Abzeichen I (de« David»Stern) ins Leben gerufen werde, sollte. Sie leisteten ihre« schweren Dienst — wobei über die Hälfte der Legion als Lote und verwundete in kurzer Zeit fiel — mit einer u«so größeren Tapferkeit, als es ja galt, da- Heilige >> Land —s» lautete der in »ussicht gestellte edle Preis für ihre dgrgebcachl«, Opfer — «rterober« zu helfen und an der vortzereit^ig der Zukunft ihre« Volke« sich zu beteiligen. Rachde« da« ganze Pallipoli«Unternehmen mißlungen war. wurde die ziomstssche Legion, die inzwischen u« ISO Köpfe über ihre ursprüngliche Höhe hinaus vergrößert worden war. zu» Teil entlassen, zu» Teil stellten sich dre Legionäre »oa selbst wüd.r in der englischen Armee ein. Der »it den Schicksale« dieser Trupp« näher vertraute Overst Patterson, der sonst io seinc« Buche mrt ebensoviel Humor al« Wahrhettstrnte dft nuerqu ckliche, Zustände auf Sallipolt während der ganze» ungluckuch verlaufenen Expevüton kschtndt, weiß über den Mut, die Ansdauer uv» die guten Dienste de« zioutftischen Truppenteil« nur Rühmliches zu sagen. r . L. B. Inden Ans Are» Dte Juden des Easteuds. die jetzt »it allen Grwaltmtttela zu .Freiwilligen' der englischen Armee gepietzt werden sollen, »erde» diese« Schicksal mit de« r Bewohnern Irlands teilen müsse», falls die englische Regierung j es wogen wild, die Dteiftxfiicht auch in Aland einzusühieu. ' In die,e» Zasaw wenhange ist es von Interesse, daß da« erste , Maffeu-Meettng der Eastenc-Jndeo, das am 30. Juni 18*6 t ’! in London stattfanv, zur Vesprechnng der Howe-Rule-Frage ' etvbeinfen war. -000 Teilnehmer erklärte« sich mit großer! vegetsteinng für d« Selbstverwaltung Irlands. Dieses Maffen- { i Meeting war übrigens die. erste jüdijch« veraastattung, die in i. I England unter stete« Himmel ftattfand. pit rnssttche» A»tze» t» Hnglowd Infolge des Antrages < des engl'tcheo Mintsters Samuel detr. die Dienstpflicht der j rnsfiichen Jnoen wurde vo» .Rational Work men! Lommittesof Ie »rsh Rights* eine Proteftver- \ sawmlung berustn. Der Jurist M » r r i s 'H i l q n j l sagte in seiner R<de: Die Juden nach Rußland zurückzusendeu, de. deutet für fie Wiel wie der Balgen oder Sidtrie»! Der Vorsitzende Sjiplakv» war der Meinung, daß England nicht das Recht habe, politisch« ruf fisch« Flüchtlinge feinen Armeen einznverleibeu. Am Schluffe der Versammlung wnrd« ein Telegramm an den Minister des Aenßere« gesandt, worin es heißt: Die Inden werden nun in fast allen krieg'ühreadea rändern Opfer bringe« müssen. Es wird ein großes Unglück für die Sache dee Menschlichkeit sein, wenn England, das tradikwnelle Land der Freiheit und Demokratie, sich den Mä4 te« anschließt, welch« die Inden unterdrücken. — 8« 22. Oktober fand in London eine von de» rusfischen sozialistischen Gruppen in London und von den jüdischen sozialdemokratischen Vereinen in England anbernuntte Versammlung statt, welche fich gleichfalls gegen die Vorstellungen von Minister Samuel wandten. Rachde» viele bekannte Persöalichkeiten auder ruffischen Arbeiterßeroegung gesprochen hatten, wurde einstimmig ei« Beschluß angenommen, in de« erklärt wurde, daß die Politik der englische« Regierung in dieser Sache gegen die Flüchtlinge gerichtet sei and die Berntchtuag des Usylrechtes bezwecke. Diese Politik, hieß es weiter, sei ein schwerer Schlag für die internationale Arbeiterbewegung. Darum fühle die Versammlung fich verpflichtet. zusammen «it dem internationalen Proletariat .jene Uederetakunst «st Rußland' zu bekämpfe«. Ansse» im englische« Leere. Der .Berner Bund'- »eibet: De rnffijchen Konsulate i, Kairo und Alexandrien haben alle in Aegypten wohnenden ruffischen Untertanen in dienstpflichli. ge« Alter angewtesen, ins englische Heer eiozvtrelen. (Das find die russischen Inden). Ruhla«- Anden find kein« rnsflsche» Anterlnnenk Ein >« Charkower Jnsh'iij Kraj abgedruckter Befehl de- General- Vrujßlow vom 10. August 1916 Rr. 1193 über das verbot des Photographiereni» Gebiet der Eisenbahnen. Waffer- und Landwege der Südweftsront enthält unter Rr. 6 folgenden Satz: ,DaS Photographiere« für den dienstlichen Bedarf muß vorzugsweise Militärperssaen des aktiven Diensteübertragen werden und nur als Ausnahme Zivilpersonen, aber nur russischen .Untertanen, keinen Juden,' Aädische Kchntresorme» in Alatzland? Die vom deutschen Generalgouvernement im Königreich Polen jetzt angebahttte Einräumung größerer sozialer und politischer Rechte für die jüdtsche Bevölkerung scheint bereits eine Rückwirkung auf die russische Regierung auszuüben, wenn man dem Petersburger Korreipondenten de- Rew Dort Herald (Pariser Au-gade) Glauben schenken will. Danach soll eine Reihe von neuen höheren und technischen auSschließtich für Juden bestimmten Schulen erlichtet und jüdischen Studierenden auch der Zugang zu den rusfischen Universitäten erleichtert werden. Für Petersburg ist angeblich die Errichtung jüdischer Gymnasien und für Jekatarinoslaw ein neues polytechnische- Jnstitul für Juden bewilligt worden. Auch wirb bnranf hingewwsen, baß die Petersbatller Universität in diese» Wtotersemesier etwa 11'/» pEt. judisther. Studenten (94 unter 807 Studierenden), die Peter-borger Franenhochschule 53 jüdische Studentinnen »ater den 450 eingeschriebenen Hörern anfweist bei einer jüdische» Bevölkerung von nur - pEl. der Hauptstadt. — Dte letztere Ziffer dürfte weit zu niedrig anaegeden fein, und besondere jüdische Schulen gab es in Raßland schon immer. Kine« wahren Kern mag die Meldung aber insofern enthalte«, als die rusfische Regierung mit Rücksicht auf de« amerikanische» Geldmarkt und namentlich die Rew-Forker Hochfinanz den Juden wahrscheinlich einige kleinere Erleichterungen einznräumen gedenkt.' Amerika Di« i« »es hie» »« Sonnabende in eine große Berfammluna unter Vorsitz des fr. Präfioenten Taft ab. Ja der Besprechung wurde hervorgehoben, saß es fich de» den Bestrebungen der Lga nicht sowohl um den Abschluß des jetzigen Krieges, als vielmehr um die Sicherung dev Friedens für die Zukunft handle. Einer der bedeutenssien Fioanzmänner von Rew-Aork, Sankter Jrkob Schiff, hob hervor, es sei schon jetzt «y oer Zeit, in dtesem Sinne vorzugehen. L. ß. Ja Mew-^orll soll eia neues jüdisches Krankenhaus errichtet werden. Da< Kuratorium des Har Norijah-Hospitalhat an der 14. Straße einen Bauplatz erworben, auf dem mit eine« Aufwand von 400000 Dollars ein . neues Krankenhaus errichtet werden soll. Zu den Bankosten ist ein Fond von 50000 D. vorhanden. Wertere 50000 D. hat ein ungen. Wohltäter gespendet. L. ft. Herr Aattza» Ltranß in Mem-Horll hat die Zahl der bisher von ihm unterhaltenen Ausgabestellen für etnwandsftcie Kindrrmilch um!0 neue Milchläden vermehn. Der unermüdliche Philaatrop kau, in diesem Jahre auf ein 25jährige- Wirken zur Versorgung der undemiltelten Rew-Aorker Bevölkerung mit guter Ktndermilch zurückblicken. Hi» chebenlllag für die nmsritnnlfche» Indem ist der 21. Rovember 1886. Vvu diese« Tage ab wurde den Kindern jüdischer Ellern zum ersten Male gestattet, an jüdischen Feiertagen dem Unterricht in den öffentlichen Schulen fernzndleiben, ohne daß dieses Fehlen als Bersäumais vermerkt wurde. Zur Erreichung dieses Resultats bedurfte es eines dreijährigen Kampfes, in deffen Verlauf die Gulachlen verschieben« Rabbiner Europas eingeholt wurden. Es äußerten fich Dr. Adler, Ehief Rabbi von England. Dr. Isidor Grondrabin »»» Frankreich. Dr. Jellinek in Wien, Dr. Kayserliag i» Pest nab die Oberrabbtner von Marocko und Jerusalem. Die Rew-Aorker Judenheil vertrat Rabbiner Browne. Das llftgebnis seiner Bemühungen wurde begei'tert ausgenommen. 8v6h6N 6?86tl16n: ’ 1917 Ansgabe: Büttnerstrasse 82-33 (Neben dem Postamt II), zu den bekanntgemachten Preisen. August Scherl Deutsche Adressbuch - Gesellschaft m.b.H. H«saf[),eheinfrele Weihnachts -Artikel Korsetts Seideae Dnurrftek« \ Seideoe ) Schlüpfer Seideae DnUrhltucc S«deee Strfinpfe Seideae TonlO- ,..»6-1- ,on6-M an 211 lf.aa Itrnmpfbtfidcr von* M mn in reichhaltiger Auswahl. ' Grösstes MOIRA lomtt-Hins Schlesiens Louis Freudenthal Breslaa, Ohlauerstrasse Nr. 80 Fepanrf 1147. I Weihnachts-Verhauf Billige Angebote ln allen Abtellnngen. Kupferschnledestr. Nr. 42. Robert Beil Bank-u.Weehselgeseiräft Breslau I, Albrechtstr. 54 )Uiü VertaiJ aller Wertpapiere Ciarfchtemf m SparkassaUcktn Ytraktiq vtnckltesslam dstntr SchraskfScktr , 3 WIArk-Bazar Breslau, Sebweldnltzerstr. 7 Reizende Geschenke rar Weihnachten! Qrosse Auswahl ln Lozoi-, Chdantarln-, Mmu«,; BlJoatarlnn. 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