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Jüdische Volkszeitung · 1916-11-30 · 47 (30.11.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
47 (30.11.1916)
Date
1916-11-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Brcsn, kt 30 Sinter «tatet* ziehnnassrage »ird ische» Merkmal i tie ktEPEiß Hum JO. $terteta(r ta» Dichter» 6n »■(«•»!»■■. »» 2t. ttamber 1886 schloß 2 e» p l K e ■ p e r l, 1 der Dichter der Judeugaffe. die Angen pick letzte» Schlummer.!Jh» gebührt das Bereit»ft, »er deutsche» Dichtung ei» ,e»es! chediet erschloffrn ZU haben, das findende Otzetto. taffen oerdietzstaoller Chronist er ntnrta. — Leopold «ompert m»rde »« 12*. TOai 1822 in der .Gusse* dem Zatanvienei des kleinen ' böhmischen Ortes Münchengrätz geboren. Sein Boter stammte an« einet alten jüdischen Patruierfamütt, die seit Menschenatier» daslelde Haut in der .Gaffe* bewohnte. Er mar «in tüchtig«, klug« «ansmann, dem oas »ertrtnmte Seien seines «indes eher Kummer als Arende bereitete. Umso inniger war das Serhäitni« de« «naben z» seiner Mntter, in deren Idem Künstler dint slotz und »on der er die ^nst zum Fadnlierrn* und die Boilieta für Bäcker geerdt hat. Inch in seinem Großvater mütterlichsrits, »er die lenurr de« Rabbiners, Echäch- . »er« n»o Reliaionsiehrera in sich vereinte, sand der «nade einen denen Kren»«, der Ihm die sehienden Spielkameraden! »ollkommen ersetzte. Phantast nn» Dilettant in vielen schönen «Softe», lehrte der »de seinen Enkel srihzeiiig die Augen für! alle« Schöne «nt Beachtenswerte offen halten. Sin niederer j nichtigere Faktor ta der Erziehung de» Dichters ftu» die .Schnorrer*. I fahrende Beider, gemesen, denen die Gememde Unlerknnst an Saddaten und Feiertagen gemährte, nnd die. durch ihre »benleuerdchen Erzählungen «ohi im Stande Maren, die rege Phantasie de« «indes zu seffeln. Dem ungetrübten Ghetloidtzll machte indessen die Schulpflicht ein jähe« Ende, «ompert «nrde nach Juagbunztau in» Gymnasium geschickt und halte j manchen schmeren «omps mit de» Spott seiner christlichen j «ameraoen |n (impfen, der die «mnciiit seine» »tlnlrchen 1 Glauben« in erschauern drohte. Sr hosendete seine Gymaasialtzuoten. in Prag, mohizi er ohne llnterftütznng seiner in. »ische» perarmten Eltern ziehen mußte nnd ging dann nach Wien, um die dortige Universität zn beinche». Sine paffende Hanstehre, pelle hals ihm llder die schwerste Hnngerzeit hinweg, und da» zieht er, von den Gedichten Lenau« für Ungarn be> aeiften, nach Pest nnd von da an« nach Bukarest, wo er mit . Hilfe seine« Ingendfre»»de« Joseph Neustadt Mnardeiter der Zeitschrift .Pannonia* wird nnd in den .Eonntagtbtättem* feine» fpiieren Förderer« nnd Freunde« Ludwig August Krankl feine eisten jödtschen Märchen geiruckt sieht. Sine Stelle bei den Söhnen de» «ammerherrn Grasen Georg Sddraffh. mit denen er nach mehreren Jahren nach Wien zog, beschließt seine Wanderjahre. Sr deendete nnn seine Studien und übernahm 1849 die Redoetton de» Feuilleton« im .Oesterreichischen Logo* der späteren .Oesterreichischen «onstituiiouellen Zeitung*. Ader bereit« I8L2 gab er diese Seschistignng aus, weil sie ihn in seiner produknven Tätigkeit beschränkte nnd übernahm «ine .neue Stelle al» Hauslehrer im Hanse de« Generalkonsul« Goldschmidt an. in de« er sich frei seiner Arbeit widmen konnte nnd da« ihm die Bekmtnts-llaft der hervorragendsten Männer nnd Kranen jener Epoche «schloß. 1852 heiratete er Marie Pollak. eine junge Witwe, die durch ihre große musikalische Begabung und ein seine«, empfindsame« Wesen chm eine paffende Letanagesährtin wurde. 1857 wurde er Beamter der Credit, austall. und im seiden Jahr erhielt er den Titel de« Ehren- Mtor« von der Univerfilät Jena nnd snnd Eingang in die literarisch-adlige Gesellschaft Weimar«. Sr wurde Vorstand«. Mitglied und »ach Moser« Tode Präsident de« Wiener Zweignereine« der Schilerftistung und leistete in diese» Amte Hervorragende«. denn er verstand e«, die Dolentvollften und Bedürftigsten unter den vielen Bewerbern au»zuwthten und sie durch llnterftütznng ünd Beratung in ihrer Arbeit zu fördern. Seine Bennögensverhültnisse gestalteten sich immer besser. Ai« Mit. dfteftor eine« Bankunternehmen« wurde er zum Verstand der Wiener südischeu Grweinde gewählt nnd »1« solcher 1870 Beztrkesäiulmt, 1876 Landesschulrat sie Nietaristerreich Am 2t. November 1886 ftard er 84jthrig an einem Schlag, ansal. » «ompert geht« zu denjenigen Schriftstellern, die bedeutende« geleist« haben, ohne einen weit über ihre Zeit reichenden Erfolg zu erringen, weil sie von anderen Sberholt werden. Auf Ittnarischem Gebi« har er bahnbrechend gewirkt, denn er schuf an« der kühlen, leblosen Schilderung de« jüdische» Leben« eine« Aron Bernstein und Hermann Schiff die technisch vollkommen onsgediltate Novelle. Au Stelle der ftastloseu, blutleeren Gestaiteu, die entweder unualirlich in Größe und Edelmut »der minderivertig «schienen, gab « Typen, wie sie wirklich leben, mit Fehlem und Eigenschaften und sand mft einfachen Mitteln den Weg sllr sie zu den Herzen der Juden nnd Nichjudm. «amperl« schriftstellerische Tätigkeit »urze.t mit allen ihren Kasern in sein« Kindheit, ohne die kau« eine - von seinen Skizzen auch nur denkbar ist. Ja,nur wird« find e« die alten liebgewordenen Gestalt!» de« böhmischen Gh«to. nntei denen « oufgewachien war. Sine iut«effante Entwicklung läßt sich in fein« Tätigkeit verfolgen. Seine «firn .Ghettogelchiehteu*. hie « aus Hvspirrth, dem Gute de« i Grafen Andraffy entwirft, find ledi^ich Blüten ein« tiefen; Sehnsucht nach Heimat nnd Familie. Allmählich Irin da» sozialer Element hinzu, und d« Dichter nimmt Fühlung mft! den Srngaiffen »er Zeit. Schon in den .Boehmischen Juden* 1 nnd in .Am Pfing* beschäftigen ihn zmei wichtige Probleme. Beide hängen sie e», »ft politischen Ereignissen zusammen. .Am Pfiug* knöpft an den Erlaß de« «aisn«, tat tau Juden Landbesitz gestattete nnd tarkSntat, daß Ackerdan und Handmerk die Erlösung an« dem Ghetto »crtan. .Die Kinder tat Randars* nn» .Zwischen Ruinen* beschäftigen sich mit tar Frage tar Mischehe, die damals gesetzlich gestatt« wurde. Zu. nächst ist seine Stellung noch schroff nnd nnerdfttlich —; tar Jude muß sein« Liebe entsagen nnd in da« Gh«i» zurück, kehren. Ader schon in tar .Verlorenen* zeigt « ein »fttare« Gesicht. Die »B«lorene* Meikt noch als Getaufte Jüdin, «ährend in .Zwischen ttainen* beide Liebenden ihrem Gtanbeu! treu bleiben nnd trug dem sich tat hohen »U« znsommenfinden. In seine» letzten Roman ,D« Geschichte z sprich« tar Landschnlrat zu nn». Die ' «öitert mit dem fllr Kompert chara! .«»zig charakterstarke tleiti die Jüdin. «ompe« lebte in ein« geft de« Zwsespalte«. Seine grvß» tarzige, tiesempfindenta S«le hals sich au« dem Zwiespalt, indem sie den dornigen Weg tar Komproapffe eiuzuschlageu tarsuchte. Er würde heute in seinen Anschaltungen wohl zu glücklicheren Resultaten gelangen. Nchtjutan «a schwereutan. Aus diesem Unterschiede zwischen in Form, Tempo besitzt eine frivole ssche schwerfällig und Vit 3kMi Aid h« veutlch« Stift. I«. 8. Im B«lin« Lit«atnrv«eü> sprach Julius B a b ütar die Inden und den deutschen Geist. Er tazeichuete die Klärung tar Seziehuugen zwischen Deutschtum und Judentum al« wichtigste« Problem d« deutschen Jutanheit. Während -die Frage nach dem deutschen Geist mit dem Hinitai» ans die State und Werke eine« Goethe, Fant. Bismarck otar Rembrandt beantwo«« werden kan», ist die Frage nach dem Wesen de« Judentums schwer« zu erklären. In d« letzten Zeft ist viel vom Judentum unt« besonderem Hinweis auf die Juden im Osten gesproche» worden. KG diese Unteisnchung ütar tau südlichen Geist sind jedoch nur die deutschen Juden taranzuziehen. die feii Jahrhuntarten in Bdnnkreis der deutschen Kultur leben. Ihr Jutantnm hat zwar jius dem Osten seine Urkräfte gezogen, sich »tar seit Jahrhunderten mit dem deutschen «elfte amalgamien. Um das Wesentliche des Gemeinsamen zu erkennen, müffen zuerst die zweisellosin Unterschiede ftftgestellt w«den. Der geistige Unterschiedist da nun deinahe der einzige; der lltaffeneinwand hält nicht Stich, gibt es doch dlonta Juden und krummnasige, schwarze Gennanen. Sa» den Juden vom Deutschen unterscheidet, muß also etwa« Geistige« sein, e« ist d« Rhythmus. die ästhetischen Merkmale an tar Grfnze de« Körperlichen nnd Geistigen, Unterschiede in Gesten, Bewegung und Donsall, e« ist die besondere Art zu sprechen, dstr jüdische Witz, die jüdische Dialektik, also rein geistige llntekschiede. Die Juden sind schon feü Jahrtausenden Menschen niit speziellen Fähigkeiten für Abstraktion; sie find eben .studierte Menschen* und zwar hauptsächlich Theologen und haben! daher die Fähigkeit, mit Begriffen zu »perieren und mit Problemen nwzugehen, die für antar« geartete Hirne schwindelerregend ist. Das langsame sichhineinardeiien de« Deutschen ist dem Juden sremd. Die tanische Luttui ist von urwüchsigen Menschen geschaffen, die Bauern und Handwerker zn nahen Vorjahren hatten und ist ihr deshalb die urwüchsige Frisch geblieben, die tan Juden abgeht, die mit bei Fähigkeü zu »«gleichen auf die Well gekommen find. Dar»« haben auch die tts Bnhältni» zu tan Dingen ot» die; Umstande erhellen sich die wesentlichen deutsche» »nt jüdischen Geist, sie bestehe! und Rhythm u». Der jüdische Philipe Behendigkeit de« W'tzes, während der Der stumpf ist. Aus d« geistigen Beweglichfeit der Inden hat man die iinämliche Folgerung gezogen, baß sie nur praftisch und rationalistisch sind und deshalb kein« Beziehungen zum ideal gesinnten Deutschtum baden können^! Gegen einen im schlechten Brune praktischen Sinn bei tan Inden spiechen jedoch die dreüaujendjährigen Leiden, die sie uw einer Idee willen getingen haben, denn da« ist so sabelhast unrationell nnd so nupraftisch, daß aus diesen Porwurf gar nicht eingegangen werden muß. Die Idee war den jüdischen Ge- »«aiionen w>chiig-t als Wohlfahrt, Macht und Glanz. Zwischen der .praftischeu* Gesinnung tar Juden unt tar .idealistischen* tar Dentschen besteh, also kein trennender tluterschied, sondern lediglich Unterscheidungen, die da« Zusammenkommen zwar «< schweren, ab« nie Möglichkeiten! ein« inneren Ge. meinschast nicht au»schallen. — Was den! Inhalt tar s i d j. sich e n Geschichte aatmachl. ist auch da» Wesen der deutschen Geschichte: d« Kamps sät eine Idee Die posttiven Zusammenhänge zwischen tar detzlschen nn» jüdischen Geschichte I affen sich in drei Sätzen zusmnmensaßen: 1. die Deutschen haben iw Mittelalter die ganze «rast ihr« Ration der Id« der »nftichtung de« GottesreicheS in »er Gestalt ta« HeilitaU Römischen Reiche« Deutsch« Natipn geopfert. 2. Als die Weltwende kam und die alte Idee nicht auoreichie, schuf Denlschlan» die neue Religion, die Reformation. taten Kämpfe auf tan Schlachtfeldern Deutschland» eoszesachten wurden. 3. Die Deutschen haben als Volk ohne Gtaat und Rang in einer Art politischen Tinspora »er Welt eine neue Geistesknttur geschenkt. — Ein Suchen nach meiieren Gemeinsanckriten erübrigt sich Diese« letzte Beispiel, daß ein Volk, weichest sich in politischer Auslösung befiatat, von Innen heraus Großes schasst, hat nur ein Gegenstück — in tar jüdischen Geschichte. In dies« tiefsten nationalen Vereinigung, die ganze Ledenskast ein« Nalton in die Dienste ei,« Id« zn stell«, liegt" die ganze Größe tar Gemeinsamkeft zwischen Deutschsin« und Jatantu». Au« jetar Epoche der deutschen Geschichte! gibt es praktilche Belege für die Verwandtschaft des dentschen mft dem jüdischen Geiste. Mit tar Reformation begann die Wechselwirkung deida Kulturen auseinand«. In keinem Bolle hat der Rhythmus und tar Gehalt tar Bibel soviel Widerhall gesunden wie bei den Dentschen, dfttat doch die Bibelübersetzung Luther« die Grundlage tar neuhochdeutschvi Sprache. Schon Herder hat die Bidet als Quelle für die deutsche Poesie entdeckt und Goethe, die Quelle tar heutigen dortft ien Kultur, Ist in sein« größten Dichtung ans« tiefste durch sie beeinflußt. Die Zusammenhänge zwischen ta» Buch Hiol nnd dem Prolog im Himmel sind ebenso unverkennbar, wie die zwisthen de» s Dreigosaug tar Engel und tar Erzthlnn, von «in« Bision . ani dem Horeb. Bon wettere» bestiom irntan Einfluß »ns | Goethe war ein and«« jüdisch« Geist s piuoza. Auch aus t L e s s i n , hat tar jüdisehe Geist durch - KentaUsohn nnv«- i kennbar ei» ge wirft. AU femne« Beispi I für Me Wechsel-; Wirkungen und zahllosen geipgen Verbindu»t en pvischen Deutsch-N tu» nn» Judentum soll Remdrnndt »ngesllhrt werden, > ». ff? tar aU Inbegriff dentschen Wesen« litt. Auf tar Höhe fcM Leben« suchte dies« die enge Gemeinschaft mft den Inden; « erwarb ein Han» im Amsterdam« Ghetto und, von wenigen Porträt« nnd den Bildern sein« Familie abgesehen, gatten seine weiterschtvernden künstlerischen Daten nur noch Inten. Sein Drang, die Welt anszultsen und mtt Gottswchk nnd Schtiiheftsehnsncht zn dnechdringeo, fand kein stärkere« Mittel sich auszudrücken »1« da« jüdische Modell, an de» « zeigt, was innerlichste« deutsche« Wesen ist. Ein stärkere« Gemeinschastsbeispiei kann nicht «dacht w«den. — Ein Goahewort soll noch an. geführt »«tan, das tar Dicht« 1908 zur Zeft tar größten Erniedrigung Deutschland« zu Riem« äußerte: .Die Dentschen können ebensowenig zn Grunde gehn, wie btt Inden, west sie Jndividnen sind.* In diesem Wotte liegt da« Ätzte beschloffen, was über die geistige Gemeinschaft der Inden und Denjßhen zu sagen war, Goethe, dem der jüdische Rhychmn« verhaßt mar, betont »ier, daß Juden unt Dentsche Individuen sind, also Menschen, die ihr Dasein an« tan tiefsten Quellen tar Hingabe an eine nnst«diiche Jtae speisen. Ja diese»! Sinne hot tar größte Dentsche eine Seelennnd Gchicksaisgeuremschaft zwischen Deutschen und Juden anerkannt. — Wir find in Deuichlan» nicht zufällig zn Hanse, sondern wir leben unt« Menschen, mft denen wir nicht nur durch tnß«- liche Dinge, wie Bürg«rechte und anderes, sond«n durch inuriichste Gemeinsamkeiten verbunden find. Alle Unterschiede nn» Mißverständniffe können uns nicht irre machen, daß wir zulammengehtren und mit tan deftenKrtsten de« dentschen Geiste« unlösbar verbunden sind. — Die geistvollen Ausführungen wurden mft großem Jntereffe ansgenommen. Men Zwigdor. D« bekannte hebräische Schriststellir nnd Verleg« «. Kchakllowitz (Ben Swiador) kann auf eine 2öjährige schöpferische und segensreiche Tätigknt auf dem Gebiete tar hebräischen Literatur zurückblicken. Ungeachtet all« Schwi«!gkeilen nnd Hintamiffe, aus die « »ährend sein« rast, losen Tätigkeit stoßen mußte, gelang e« ihm fein Vorhaben zn «zielen, die hebräische Literatur tyeri und brett zu sirtarn. Ohne jegliche HUse schuf er die hebräische Bibttothek. den hebräischen Bücherschatz, d« unser größte« «aitnrgnt der letzten Jahrzehnte »arftevl. Er gehört zu den Schöps«» der neuen Epoche der hebr. Lit«atur. Sein literarisch« Geist und seine organisatorische Kraft steuerten gieiehzeitig der Eat. Wicklung de« großen Werke« bei. kein Hervorrrtten stet« war schristftell«isch« nnd v«legerisch« Natur; « fttgt dah« diesen Doppeicharaft«. D« eigentliche Jubilar ist &,»’ hebräische Literatur. Der Judiiäumi-Ausschuß beschließt, am Samstag, den 9. Dezember um 7 Uhr abend« in Warschau >m großen Saale de« Gymnasiums Dr. Hurwicz, Rymarska Nr. 12, eine issentiiche Feier zu tarauftaften. Am die Fei« tar hebräischen Literatnr. die unt« den furchtbaren Wirkungen de« Kriege« in ihr« Eutwicktnng unterbrochen wurde, durch eine Dal zu begehen, soll hier ein Fond ans den Namen de« In, diiar« begründet w«tan. «AAft. Hin jüdischer -ompositionsaben». ». «roßmann ist der Name eines jungen jüdischen «ompouisten. der sich am Montag im Kliunworth-Scharwenkasaal eine» größeren Publikum mit ein« Reihe jüdischer Kompositionen vorstellte. Grvß. mann» Melodien Hallen eine durchau» originelle Note, besontars die tyttsehen Partien find »orzüglich gelungen. Ein Znck«- monnsches Ghettoiied wirfte geradezu votkniedmäßig; die Me. lobte wurde vom Publikum jo beifällig ausgenommen, daß tar Läng« sie soso« «ied«h»ien mußte. Borzügiiche Stimmung gaben ein ,H e r d ft 1 i e d* zu Worten von Abraham Reisen und ,B e I o 1 a m* von viaftt wietar. Du Lied« sang Leo «ollanin als tamfen« Interpret jüdisch« Melodie«,. Sein Lorirag war warm und seelenvoll wie immer. Eine Bariatton ütar da« Volkslied ,Ois» Pripetsehek brennt n Feiere!* gab dem Cellisten FelixRobertMentelsohn Geiegenheft. sein detauiende« Können zn zeigen; ein Liedchen für Cell». Erinnerung mußte tar Künstler wietarholen; ein chasfidisch« Danz war voll sprühenden Lebens. Der Abend brachte ta» Küuftl« reich, n Beifall dem Stag« »tat soviel Ovationen, daß erst tar Eaatschinß ihnen ern Ende machen konnte. heiter«. Amei Mächtige. In unseren Gesongenenlagnu wir» den Jnsaffen »ft Selegenhett gegeben, idren birgettichen Beruf auszuüben. Tischt«. Maurer, Buchbinder nnd viele andere nurden nach ihren Fähigkeiten und Kenntnissen beschäftigt. So ist es auch einem kleinen jüdischen Barbi« an« dem tüfften Russisch-Polen erlaubt, ferne Kunst ans zu üben. Mitunter kommen ibm sogar die Mannschaften unt Ofstzttre tar Wach, kommandos unt« die Häata. Wie alle Barlliere ist « setze gesprächig nnd frent sich, wenn ein Kunde ihn ein« Anrede würdigt. Da fragte neulich ein« tar dentschen Herren, den « rin,eiste: .Sagen Sie mal, d« --Zar ist dvch eigenftich ein gut« Mann. Sein »nfrns an die Inden mar dvch sieh« ehrlich gemeint?- D« Barbier hiett mit Einseifen inne, jag die Schultern in die Höhe und jagte: ,D« Zar ist ein sehr ein aut« Mann, atar, sehen Eie, iieda He«, « hat nebttch in Rußland so viel zu sagen, wie — na, wie ich hi« im Gefangenenlager * Mft »Uten »»se« Zkrennta die .Ackdischo Mokllezeitnng* ttzernll in fötalen nn» auf tan Ma߻߻si„, in ^esetzaKen, Zofen, tzasttzllta». ZpRschlmsta». Vereine» nnd ft vertanen, «ß ta jtota- MMtz

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