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Jüdische Volkszeitung · 1916-11-16 · 45 (16.11.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
45 (16.11.1916)
Date
1916-11-16
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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3ttH» Pdhyttw» Bmtaa, in (4üwcaltr W4. Br. <6 |h»i|m)Wir |tai4i Ith. 71. Cigug. Snunttag ln 1. November 1916. Kbg. $MUUm, (l#j.4<«0: - ■ 3V Scifaffung gorttet 9bligtnlfrnlnt. (Hött! hött! Huf*.) Bern« gmn, Mc Snfiffng gestattet «g nicht. dah jemand Inner Religion halber schlechter oehaodelt wird, als andere Staalsbürgei gehandelt z, »erde» Pflegen. Dl« Fülle. nf die sich der früher« ftellvertretnd« Kriegs- »intster dernft, deziehe» sich »af die «rdrterung der Frag«, »h Aadaa Gfflzier »erden ktnne». Die Herren, die de» ^if« länger nngehtren. erinnern sich I» dar»», welch heftig« alte» gerat« «ir über diele Frag« hier geführt habe», »,d der Herr Abgeordntt« Gothein »ar e«, der de» Kriegs- Minister i»»cr damit qntlte, einmal eine Statifttk nrznlegn, ans der »an ersehen könue: wieviel Andn sind inDnlschland Offizier geworden! Der Kriegsnnnifter hat sich damals gewunden »nt gedreht, Bewegungen gemacht mit der Bär, der «s einer hei he» Watt« ficht nn» tanze, fol: (Heiterkeit link») er erklärt«: Jawohl. fl« ktnne» Offiziere „erden; »der fl« „erden eten nicht Offiziere. (Heiterkesk^Iinks.) Sr setzte anteinander: Inden ktnne» Offiziere «erde»; »der die Offlzfirkorps «ählen eben kein« Inden, vnd dagegen ist das Krieasmimsteiinm machtlas. Herr ». Heeringen maßt« sogar «netze», daß in dieser Znrücksetznag ein« Berletznna der Ber. fafillng »nd der genährt eisteten staatsdirgerliche» Gleichberechtig»»» lieM. ... Der »eist der Metertzetnng zeigt flch hegte schon wieber in einzelne» »nfähen. Wir wird »itgeteilt, bei et«» sehr sndatn Hnsarenregiment tritt ein Arzt ei», and man «ar fiachlbar erschrocken, als man seststelt«, der Wan» sei And«. St» jüdischer Arzt bei einem fendale» Hnsarenregimeat! Mit dem Wann« an ei»em lisch« zn sitzen, ist für manche» der Offiziere eine reine Onal, «nd nn, fand der Kommandenr snigende» Ans «eg Gr sagte ihm, verehrter Davor, dnrch ihre Bernssppichten müssen fle sehr onregebnlhig effe». Sie ktnne» nicht erwarten, dah »ir mit de» Essen »« »ach Ihnen richten. Es Ist besser, Sie versorge» sich »aderwett, »nd damit loarcn die Offiziere befreit van der Onal, mit einem jüdischen >rzte an eine» lisch« «sie» z» müssen. 1 73. Sitzung. Freitag de» 3. November 1918. Oberst n. Wein der, mit »ahnehmnng der Geschäfte ei«» Departemntsdirettors i» Kriegsminifterinm bennstragt, stestvertrrteider Bevollmächtigter znm Bnadesrat für das Königreich Weihen : Meine Herren, ich habe ans die Pnnve, di« der Herr Abgeordnete StLiklen hier »«gebracht hat, schon in der Kommission geavtworlet »nd vermeide «ine Wiederholnag. ... Ach dennh« die Gelegenheit, mt ich da» von habe, »m . hier ei»«» Zweifel »nfznkiärn, der dnrch eine Verfügung des Kliegsnrütiftrrium« cnlstande» ist. Vom Kriegsmintsterin« ist et« verfüg»,« ergangen, »ach der di« Zahl »nd die ver- «endnna der Andn t» de» ßtmtt festgestellt werden soüte. Dies« Bersügnng Hot »« den Zweck gehabt, statistisches Wate, rial z» sammeln, ond Vorwürfe, die gegen di« Kid«, erhoben warben sind, diesseits prüfen z» könnt» Intisemitisch« >bflchte» find dnich diese Verfügung selbstverständlich in keiner Weise versolgt »«de». Di« versügnng ist ergangen, bevor die Sach« hier lm Plennm angeregt worden ist. >dg. Herne (Defian) (Soz-Dem.) . . . Nicht ander« steht es mit der Wetzandüeng »er Amte». Die Zentralste!!« — das Krfigsminiflerinm — verflchen fortdauernd ihre best« Ubflcht auch in dieser Wziehnag. Da» Kriegtministerinm läßt verkanten, dah der stniiscmiiismns im Heer« ihm znwider sei, dah es nnr nicht imstande sei, seiner Herr z» werden »s». »der et sängt die Sache, wenn das seine ernsthafte Ibflcht ist, so »geschickt an wie mir irgend mtglich. Heute ist schon von dieser «ne» AndenzthtNng ,m Heere die Red« gewesen. Sie der»hl ans einem Erlaß de« Kriegtmiaisterinms vom ll. Oktober 1916. Der Herr Vertreter des Kriegsministeriums hat nn» gesagt, das sei geschehe», gerade am dn »»tifemitischen Treibenie» «ntgegnzntreren. Gnt gemeint, aber bitte, wie lantet der Sriah k — Fortgesetzt laufe» beim Kriegsmiaisterin» »nt der Be- »tlkernna Klagen darüber ei», dah eine nnverhäitaismthiq «oh« Zahl wehrpfllchtiger Sngehtriger des israelitische» landen» vom Heeres dien sie befreit sei oder flch von diese« »ater alle» »nr «tglichen Vorwänden drück«. Dann geht et weiter, et solle» flch anch viel« ans ungeföhrliche Posten z» bringen »iffen, and deswegen solle eine Etavstik darüber anfgenomme» werde» znr Prüfung »nd eventnellen Widerlegung dieser Whanptnng. GH kan» ja sei» — ich will et nicht bezweifeln —, dah di« Atsicht gnt gewesen ist. >der ich bitte zunächst einwal »m die Beantwortung der Frage: was soll den» bei einer . solchen Statistik Heraaskommen? Wir »iffe». dah der Msch« teil unserer Vevtlkernng im Durchschnitt dem nichtjüdischn körperlich nicht gewachsen ist »nd nicht gewachsen sei» kann. St find körperliche Unterschied« »oihaodeo, di« an» »er Raffe mid «nt der Geschichte erklärlich sind. Sin Jahrtausend Ghetto geht an eine» Volke nicht spnrlos »«über. Sine jahrtansendlange Absperrung von jeder itrperllchen Arbeit, eine fort- »LhreNd« Anspiündernng, eine Verurteilung zn Jahrzehnten, ja manchmal zn Jahrhunderten fortdauernden Hungern» erträgt stderhanpt »nr eine Raffe von solcher Vitalität wie diese, oder mit dies« nicht, »bne körperlich Schoden zn leiden, der nnn «nch nicht Mieder » einige, Jahrzehnten ansgeglichen werden konnte. Sv ist ganz anögeschloffe», dah der WirchschnUt dieser Raff« mit pommeriche» Banen »der mV «derbatzerischen Holz- «üfion, was di« Kt rperträfte nn» die Ges nndheit betrifft, ton. t«ri«n kann. Darnm mir» die Statistik natürlich nzweifel. hast ergeh«», dah t» verhtllni« zn der iibeigen, der nicht, füdstche» Vntlkerimg» »ntrr de» Inden flch weniger Kriegt- «nmndnngtföhige «finde» als nnter de» ädrige», nn» bei de» »lt »- r., ,l« «,deltsverwe» dnngtsühig »«zeichneten wird Ich ohne meimret ergehn, »ah man weniger von den Anden ST»n XiuMtan, d««m Inshtbn «■ Gräben dei» Ban von Wüstn »nd Strahn fiatn wird als in den vnreant, wo fle ein« ihae» gewohntere IrdetI liefern, für die fl« dranchdar find, »thrrnd fl« Hacke nn» Spatn nicht fsthrn könne». Uetrigens kenne ich nnzthllge schwächlich«, kränkliche Anden, die dranhrn schwere Srbeit als »rbeittsoldatn leiste» n»d fle mit Hingabe »nd lnfopfernng leisten, »rbeit, die znm Teil wett über ihre Kräfte geht. — »so eine solche Statistik kann, »nch wnn fl« »och so sorgfältig' ansgefielt wird, oon vornherebt gar kein klaret Bild geben. Uder weiter: ha: man flch denn im Kriegs minister: uw nicht N« gewacht, wie ei» solches Schriftstück ans das Heer wirken wnhk Da« geht doch hinan», nnd jeder Kompagnfischrriter bekommt es m die Hände, nnd die Folge wird sei», dah jeder And« von seine» Kameraden, jeder jüdffche vorgesetzte von seinen Untergebenen von vornherein als der Feigheit verdächtig angesehen wird. (Sehr richtig! dei de» Sozialdemovalen.) Wie soll denn das ans ungebildete und ohnehin vielleicht amisemitisch infizierte Leut« nnter den Mannschaften wirke» 7 >ns dies« Art macht man freilich jüdisch« Vorgesetzte »« der Mannschaft unmöglich, wen» man einen solchen Erlah hinantgehen läht. Ohnehin ist ja leider Gottes der Gntisenutioma» i« Heer nicht ansgeftorbn trotz aller Bemühnnae» des Kriegsminiftenamt. Alt der Krieg begann, find di« Anden hinansgezogen wie jed« Deutsche, haben ihre Schuldigkeit getan iw Dinst« de« Vaterlandes; haben fle mit Finden getan trotz alle«, was fle erlebt hatten, trotzdem man fle in beschimpfender Weise von dieser Stelle ans als .Fiemdkörper' dezeichnel hatte, und trotz allem, was fle leisten nnd tnn, läßt man fle ihr Judentum in einer nnaodlen Weise fühlen. Mit welcher Begeisterung find die jungen Anden von der Schulbank, von der Akademie, an» de», vnrean hinansgezogen nnd anch viel« ältere — ich erinnere nnr an vnsern nnveigehlichn Freund Di. Frank! Aber leider — es ist nicht zn bestreiten —, vielleicht abgesehen von dn ersten Äonaten des Kriege«, macht flch an nnzähllaen Plätzen, — nh sage nicht i« ganzen Herr« — an unzähligen Plätzen bei Kameraden' »nd vorgesetztn im Dienste nnd anher dem Dienste der alte erbärmliche Anttsemitismni wieder breit. Denn erbärmlich ist es, wenn man in einer Zest höchster Erhebung, in einer Zest, die die Znfammenfaffnng aller Kräfte erforden, wo jeder nnr an Slaheit, gegenseitige Treue dealen sollte, wn» da «in Mistämpfer einen andere» Mitkämpfer wegen seines Glanbns oder seiner Nase »ihachiet oder gar deschstnpft. Das ist ein ttanriger Beweis einer verkehrten Erziehung im Volk nnd leider anch im Heere. Ss ist nnvereinbar mit de« wahren Shrgefnhl vornehm denkender Menschen. Darnm ist anch so sehr zu beklagen, — die Tatsache steht fest —, dah der Metsrdernnß »er Inden zn Gfstzinn av unzähligen Stellen alle möglichen Schwierigkeiten gemacht »erdn. Da wirst nicht jedem Tüchtigen fiele Bahn geschaffen, sondern »ach der Konfeffioa gefiagt. S« ist merkwürdig: da» geht an» von denselben Kreise», die so viel wert auf Rellgiofltät lege». Diese find nun ganz befiiedigt, wnn ei, Jude ans einmal des äuhern Erfolge« einer veftrdernng wegen oder anderer Annehmlichkesten wegen sei« Religion bedenkenlos beiseste wstft. Dan» ist er ans einmal znm Offizier geeignet. Ist das das Ehrgefühl, das man von ein«« Offizier fordert? Ist da s der fistliche Ernst, ans dn das dntsche voll sich immer soviel zugute tut 7 Das Kriegsminifterinm ist mit feinn guten Absichten auch hier machtlos. Ich weih, daß es gute Adflchtn hat. Ich selber habe ei»n soichn Fall erlebt. Gestatten Eie mir. — es ist eine kurze Sache — davon z» „den. Ei waren hier drei junge Barsche», Freunde, die von der Schulbank mit dem Abitürin. tnezamn hinansgingen bei Kriegsausbruch. Eie zogen flngnd ans znm Sturm. Der erste fiel in den ersten Minuten de» erstn Gefecht«, die zwei anderen worden verwundet. Sie wurde» ansgeheilt, kamen zu einem Offizierknrsni. Es waren beit« tüchtige junge Leute. Nach kurzem wurde der Jude wieder abbernfin, der Nichtjnde, genau so all, genauso tüchtig, blieh, dabei. Er wurde Offizier nnd ist jetzt auch längst ge. fallen. Ich war nicht im Zweifel, dah bei dem andern An. tffemititmns mstspstltr. Ach habe, mich an die znstindige Sstlle gewandt und die Sache dorr zur Sprache gebracht. Dn» ich kannte dn jnngn Maua so gnt wie meine eignn Kinder. Er war ein tüchtiger, hervorragender Nensch, treu nnd brav. Die zuständige Stelle muh festgeftellt haben, sah nicht etwa der junge Mann flch etwa» hatte zuschulden kommen lasse». Dn» man teilte mir amstich mit, dah er bestimmt wäre, zu einem andern Offizieronsbildungskurse kommandiert zn werde». Darüber ist ei» Aahr vergangen Er ist nie zn einem Offizieiantdüdiingsknife kommandiert worden, sondern blieb Unteroffizier nnd tat seinn Dienst. Echliehlich hat er onch sein Grab in Feint rsland gefirndn. Dieser junge Wann war aber nicht' verbittert; er lat seinen Dienst bis zum letzte» Tage findig, und seine »rohe, starke Hoffnung war, »ach de» Krieg« an diesem Dntschlaad, dem sein« ganze Liebe galt, milbann zu dürfen,.damit Recht »nd Wahrheit, Kraft nnd Schtnheü darin waltn sollten. Er war einer der Besten. Das ist ein» der vieln Gräber, ans die wir Kränze legen, eine mm den vieln Hoffnungen, um die wir trauern Darüber Ist weiter nichts zu sagn. Aber zu sagn ist dies: Sorgn wir dafür, dah nicht die lleberlebndn schließlich die Tote» de- »eiten, well fle lm Dinfte des Gaterlande» ein rasche« Ende gesunden habe», «ätzend wir hier einen ndloln Kampf mü Kleinlichkeit »nd Falschhell zn fllhrn habe». . . (Bravo linkt). Abg. Dr. Haa» (Kaiisrvhe) (Fvrischr. vp.j: . . . Nun möchte ich anch »och etwas zu der letzten Verfügung de« Krieg«. Ministeriums vom 11. Oktober d. I. sagn, durch die da« sagn» sei, Sriah hat in den weitestn Kreisn der deutsch«, Audn and wohl onch weit darüber hinan« lebhaftes Befiemdn erregt. (Sehr richtig! linksy. Dieser Sriah hat So fremden erregt auch anherhalb der Kreste der dntschn Jadn, ntmlich dort, wo man der Meinung ist, dah wir fitzt in dieser Sät di« innere Sin heit nnd die inner« Geschloffnhell noch dringend notwndig brauchen. (Sehr richtig! links.) Dieser Ersah hat überall dort Befiemdn erregt, wo man »«fit, daß es dringend notwndig ist, dah wir i» diesem schwern Kampfi alle Vollsfiäfte einheitlich nnd geschloffn znsommnfoffn. (Bravo! Half.) Es ist , von seiten des Krieasmiittfteriuw» hnte erklärt »ordn, »ah der Erlaß nicht btse gemeint war, dah da» Kriegsministerium flch lediglich das statistische Material »erschaffn wollt«, um Vorwürfe, die erhoben «ordn stad, aachznprüsen, und um diesn Vorwürfen, «nn fle ungerechftertigt find, entgegnlletn zu können. Ich nehme di« lohal« Erklärnna des Kriegsminifterinm» loyal an. Ater, meine Herrn, ungeschickt ist der Erlah des Kriegsministerinnl«, ungeschickt ans verschied enn Gründen. Dt« hohen Herrn verzeihn, wnn ich da« in aller Bescheidnhell sag«: milfttttsch ist der Erlah gmndverfehlt. Was brancht der Evldat an der Front? Er braucht seine Ehre, nnd man darf ihm nicht in der Weise, wie es da, wenn »nch gewiß nnabflchtlich, geschehen ist, seine Ehre nehmn. Stellen Sie flch eimnal vor: in welcher Lage befindet flch der jüdisch« Soldat, »nch der Soldat vorn im Gchützengrabn, wenn nun der Kompagnieschreiber di« Verfügung ln die Hand bekommt, die nicht so genau gelesen wird, wie es vielleicht wünschenswert wäret Eie hinterläht dn Eindruck: .Der Jude »rückt flch.' Wie empflndet da« der jüdisch« Kamerad? Meine Herren, der Erlah ist anch geeignet, die »ntorllät jüdischer Vorgesetzter zn nntergradn. (Sehr richtig! links.) Ich mache kein Hehl daran«: Mir wäre es als Kompagnieführer mcht angenehm gewesen, wen, dieser Erlaß in di« Hände »eines Kompagniefeldwebels gekommen wäre. Ich meine, daran hätte das Kriegsministerium »nch denkea »ästen. Ich habe ein« Fülle von Briefen in diesn Tagen erbaltn voller Klagn über dn Erlaß, und es find Briefe darunter— die Träne, lüuin einem ins Buge kommen. Es geht dnrch alle diese Briese hindurch: Nun find wfi gezeichnet. Da« ist ein Wott, da» flch oft wiederholt. Einig« schreidn: ,Nna hat man nn» »sstziell, nachdem wir seil Beginn des Krieges draußen stehn, z, Soldatn zweiter Klaffe gemacht!* Einer, der in der erstn Hülste des Monats August I9U flch das Eiserne Kreuz er- »ordn hat — und da» Eiserne Kreuz «ns der ersten Hälfte de« Monats August 191s bedeutet viel —, ein Mann, der mehrfach oenvundct «ar und der jetzt als Verwundeter in fignd einem vnrean sitzt, schreibt, «fi ihn di« göersüanng fiänk«. Er sagt aber anch, daß die Statistll sehr merkwürdig gemacht «erd«. Er »erd« alt Schreiber geprüft nnd nicht als der Mann, ter monatelaug dranheu staud, der vor de» Feiud« dreimal verwundet »ordn ist. (Hört! hört! lluks). Und noch eiue«, weine H«>rn l Hätte man, bevor ei, solcher Erlaß hinansgegebn wurde, nicht doch auch ein kleiu wenig daran devkn dürsn, dah es auch jüdische Eltern gibt, di« ihre Sühne beklagen? Gibt es in Flandern, in Frankreich, i» Wien und weiter i» Osten nicht anch Gräber jüdischer Soldaten 7 Wie empfindet es der Vater und die Mutter, wie empfindet es die Frau, die ihren Mimn »ettorn hat, wn, fi» jetzt, nachdem fle gen und willig da» Beste hergegeben hatin, was fle besahea, von dem Erlaß hörn, der eben doch als ein Erlaß gegn die Ehre der dntschn Audn »mpfundn werden kann 7 Noch aus eiuem andern Knude bedauere ich den Erlah: Es bleib« nus doch nach dem Krieg« so nundinh viel gemei» same Arbeit übrig. Sie könuen — anch Sie rechts I in ei» »elnen Fragen stehn, wie immer El« w»In; aber darüber find »fi nn« all« miteinauder Aar: Arbeit bleib« auch nach de» Kriege genug für das deutsche Volk, (sehr wahr! links) und es wfid von uns alln mtteiuauder viel, viel gemeinsame Arbeit geleistet «erdn müffn. Wfi «rtragn es jetzt »d wir erttageu es nach dem Kriege nicht, dah man das dntsche Golk mtt oller Gewalt «nseiuanderreihn und gegnsettig vsr» Kriegsmipifteiinm eine Fätzkung der jüdischn Aotdatn an dn «rschiednn Stelln »er Armee »»geordnet hat. Ach will dazu sprechn, weil ich Jude bin, nnd »eil ich nicht wünschen würde, dah der Eludrnck ntpeht, als ob ich »bfichtlich in dieser Frage geschwiegn hätte. Dn, ich Hab« es immer für meine Pflicht gehaltn, offen und srei zn beknnen, was ich diu, not nicht zn »erheimlichn, welcher Glandnsgemeinschaft ich ngehkre. (Brav« I rechts.) Da will ich de» Kriegsminifterinm Hetzen will. Nach ans ein« wurde schon von anderer Gell, hinge, wiesen. Wie «fikn diese Dinge im neutralen Auslände 7 Wfi »»In keiun ollzngrohn Wert daraus iegn, was man im Ansland« oon uns sagt; oewih nicht. Ader wfi hadn d«h Mt Hoffnung, dah die Zell nach dem Kriege uns ei, Stück Weltpolllik ermöglicht, au», mein Herrn,! «eltpoiittk ist nicht »dalich oh« aattoaal« nnd religiös« Toiernzt (Sehr richtig! Itan.) Amts,Gm, wo «migtv mg dm «etw .aufm »»grann-I

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