Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 41 (11.10.1916)
- Date
- 1916-10-11
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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3IMM< Mbjdtai. 9tt0m, W ||. m. fctge. in* um«*»*)• «UN ftcha sie I» schäfte» Schmucke Nach »tela Pia, asb Mich» (MMbd ba Mt Friedens .Sukkeh" ttnlcnbt so» Blnmorgrü». Barn auch burch fpitra Hadstes Wallen Dal Laub beraubte sch»», Jm ftl»»e» Eifer nicht erkalten Hecht sieben reichlich Lohn. Des liebe» Feste« Freubakltoge Durchzieh» im Wanneschanrr Et» jede« Herz, wenn'» »och so enge Loa Leib nnb tiefer Iraner. Die Hütte liegt da halben Frtrben Und lächeft »nid »n» zn: .Kommt her. Ihr stobt bei mir hieniede» Zufriebenheil mb Rnhl" O, milder Strahl bei Ebulichkeit Senk »n« in'« Herz hinein Nur einen Tropfen Seligkeit Loa Glück und Sonnenschein. Sieb, baß »tr in der Hütte staden. Wie wir im ganzen Jahr Lein bleiben solle» aller Eünben Und tun was gut uub wahr. Sieb uns Gelegenheit zu zeigen. Daß Glück unb Gold nab Glanz Uns nimmer kann bo» dir abneigen, Daß wir dir bienen ganz. Unb solltest Du uni je entrücken Im ikamps de« Lebenslaus, So steige schnell oor unseren Blicken Dai Bild der Hätte aus. >«I Uns« Dargestellt für die reifere Jugend, von Dr. Max veermann, »gl. ». veztrkerabdtuer. VI. -eiligrmgomiitel de» Aoraelite». Die finnbilblichen Handlungen, die ans boa der Thora vorgeschriebe» werden, nennt ber gewshuliche Sprachgebrauch Ceremonie» unb zwar mit Unrecht. Ceremonien finb ja äußerlich« Formen, und bi« religiösen Satzungen, die man fälschltcherweise so bezeichnet, stnb gebankentiese, gottgewollte Tatäußerungeu. Mit jedem Lebentmoment. mit jebem Akemzog, aus ba Höh« des Glücks unb in ber Ties« ber Erniebrt- «nng, in trnater Stille des Hanse», wie aus bem lärmenden Warft« bes Lebens, unter Fefttagslieber» unb beim Lärmen ber Maschinen, im Fetertagsaewaabe wie in ber Urbeitsblnse soll ber Jnb« eingebenk bleiben seiner hohen Sendung unb seine» Mn Gott ihm übertragenen Pttesterveruses. Je eilender und lärmender stch ba« Lebe» gestaltet, um so dringlicher bedarf er jener getreuen Freunde und Sendboten, die ihn überall hinbegleiten unb überall gemahnen an di« heiligen Pflichte», die es zu ersüllen gllt. Bei de» Tage» Unbruch, wenn der Sonne Etrahlenflulen chn vom Lager erwecke», soll ber Israelit nicht zuerst an bes Tages Sorgen »ad Lergailgea denken, sondern hintreten oor seinen Go«, um im frommen Gebet Grift unb Gemüt für ein Gott gefälliges Lebe» zn »eihe» und zu heftige». Ans Geheiß Gotte» soll a btt Ta phlüin um Haupt und >rm winiseu — Denkzeiche» an de» Auszug au» Egypten. Loa ber Liebe Gottes »olle» sie erzähle», wie er aus Nacht und Rot, aut Druck unb Knechtschaft Israel zur Freiheit geführt, wie er immerdar in Geschichte nnb Gteuschalebe» stch alt all-liebenben unb erlssenber Gäter bewähtt hat. ,Klange nicht", so spreche» die Tephilli» za dir, du arme« Herz, »erttane auf Go«, er wirb auch dich in seiner Liebe teile» unb mit dir sei» ans bem Wege, de» du gehest." Doch nicht nur eine trostreiche Verheißung, auch ckue tief ernste Mahnung wollen die Tephilli» dir mitgebea. Du windest die Tephilli» dir um'» Haupt, bamft nur edles unb gutes deine Gedanke» sinnen, uub windest die Tephili» dir um den Irm, aus baß du ausführst all' die guten unb edle» Barsätze, die beirre, Geist bewege,. Gegenüber bem Herze, soll da» Gehäuse ber Arm-TephMia stch befinden, aus baß Hand »ob Her, i» schöne» Einklang seien. Und wie lies nab stnnig stnb bl« Worte, mft denen dich die Tephillin mit jebem Morgen neu deinem Later im Himmel angeloben: „Ich gelob« dich mir an, für ewig, uub ich gelob« dich mir au d> Recht nnb Gerechtigkeit, in Liebe unb Barmherzigkeit, ich gelobe dich mir an in Treue, aus baß du erkenneft den Herrn." Man braucht nicht grab« »»» heioorrageuber psychologischer Begabang zu sei», »m zu wisse», baß jene, welch« die Anregung ber Tepbilltn verschmähen, wett bauon enisernt fUb, stch solch frommen Gedanke, hiazngebeu, wie st» die Tephilli» mit vor die Seele führen. So gewiß der Mensch hinttbe» ans Körper »ab Seele besteht, so bedarf er ber Form, den Gebaike» stch zu vergegenwärtigen. Es ist »nmtalich den Gedanken zu retten, «« die Form geschwunden. Gewiß ist es religiöseEnfgabe, stch in de» hehre» Ein» berMizwoth zn votttft», »ber immer kau» bi« Allsübnngspflicht M» »»serer subjektive» Auslegung abhtnge», llab bct auch nicht in eiues ber Gottes geböte tiefer eingebrnngen wäre uub »uch nicht de» gewaltigen Ein» ein» einzigen jeper von Gott gOMllte» katänßernngeu ttkanut hätte, st« aber dennoch übt, »«trag«» und erfüllt von trara Pflichtbewnßlsein, M» bem Gebaute», Gottes Wille »nb Gotte« Wort ansznführe», er hm wahrlich bimst de» Anforbernnge» de« Gottesgesetzei Genüge geleistet. Vs Kinder nuferes httnmüsch«. Later« noch »ns sei» Wttl« als Lopfttchtnagsarnad genug sein» wen, es unsere» Lastende a Krnst gebeicht, tu die Tiefe de« Gesetze« hinabznsta. M». <Stth» die Einleit»», z» Hirsch'« «horeb.f — Damtt die Tephillüigebinke» ' ' . r .. . _ . »mH während bei Tages »»« in Ertmrrmg l lNia Gedtchtsamwlrmg. »etche «tat möera > tö^fttwo mw^dm da »eich»- drmht werbe», tri»» wir b»s «chmsäbe-v»»»», die FiPith, »rba Krmphoth Es ist ei» heftige« G«wa»b, »nb mag bi« fromme Sage gelten, baß matz ihm nie ata .. Le seien auch z» Schaustben, Mlb ihr sollt sie anseh«» eueb aller Gebote Gotte« »nb sie ihm unb nicht »»Heren ere» Herzen nutz eueren ll nge, »ach, bene» ihr »achge» pflegt, »ns baß ihr gebttcktt »I» meiner Gebode »ab werbet eure» Gatte." Ursprünglich war ber Zi bi»» — die Farbe bet Meere« »nb die Farbe elt. Tief »ab wett wie das Wem soll des Jade» Liebe zu seinem Gotte, und sei» Her, «»füllt M, jener Treue, ihr Symbol im «olkaelose» Himmel hm. Halte ist ber >ith Fmbe weiß, des Lebe»« Heftignag prägt stch »us i» da Unschuld und Rein Heft de« Wandet«. Was Tephilli» »ad Ztzzfth bem Mensche» predige», bar»» gemahnt ihn »och et» dritte« Zeichen. Die Mesnsah »n ber Tpr, die Psoftentnschrift mtt ber Aufschrift „Schabbas", »I- Mlichtiga. Gott ist da Herr n»d Hüta des jüdische» Hmeso«, durch sein von wirb es gewechl »nb geschützt, durch de» Ginuba au ihn ein Asyl für die Elende», ein Arflrechtsort für die Dürftige», «o bi, Mesusah-Inschrist bi« Tür zieN, b» ruft bst Lttbe: „jeba Dürftig« komm« »nb esse, teber Hungrige komme »ab stnb« Labung"; ba schlägt bas Herz für jcbct Menschen Not in «armem Mitgefühl, ba werbe» die stille» Tpgenbe» btt jüdische» Nächstenliebe ans'« Treueste geübt. _ ltzotsetz»»» BdigMft zstrs«-S J>i« WerittüstGtig»»» reklgisser Mrdenüe» lei »erfichea», für -»gestellt«. Aranüftert ». M, 8. Oft. Ltttfach'hatte es stch als schwere Härte erwiesen, baß orthodox gesinnte An gestellte, btt sich einem Heilverfahren i» einem, nichlrttuelle» Sanatorium unterziehen sollten, vom Dtrektorim» der ReichsverstchernngsaNftalt damtt »or btt Wahl gestellt wurste», entweba anf die ihnen gesetzlich gewährleistete» Lastcheruntzsvortttle za nazichte» ober sich etaa schwere» religiöse» Lersehttrng sch»lbig zu mache». Ei» rituell geführte« Sanatorium steht bä Reichs- »rpstcherungsanstalt bis ha »tmltch »ich» zur Lafigmg. Neuabtug» hm das Direktorium nunmehr, wie uns ans btt» Bür» da .Freie» Bereinigung für btt Interiffe» bes orthodoxe» Judentums" mttgeteüt wirb, btmkeuswerta Weise etbe milbae Praxi« eintrrte» lasse». Gs hat eiaa Lerstcherte, aus ihre, Antrag .ausnahmsweise" statt da Saualorinmsbehanblung einen augemeffenr» Zuschuß zu de» Koste» «i»e» vor, ihr selöftänbig bnrchznführeube, Hetlverfahrens in - eine» Badeorte bewillig«, wobei natürlich für ärztliche touirole gesagt wirb. Nachdem sockft die Möglichkett ubl »esalich« ZulMfiMetr dieses Entgegenkommens erwiese» ist, darf ma» hoffe», baß in Zrckaust ttr alle» ähnliche» Fälle» biesa gaechtt Aetweg zur Bawetdung von Gewtfsensbruck beschrttte» PU Ueichoskeifchtart» Frans kurt «. H_ «. Oft, Die oa I. R^tchsfleischkarte bring! bekanntlich btt Fre karte iusofer», als ans Reise» überall Ftttsi bet Kartt entnommen wadeu kan». i Uaberührt bleibt jedoch „und für sich bas «echt btr Gttnttnbeverwaltunge», in ihrem Legiek« Vs« Ftttschoerieilnng zu regeln und stch gegen Störunge» diesa^Regelnng durch Lerbott der Flttsch-Einfuyr und Ausfuhr »ach und au« bem Komm»nalbezirk zu schützen. s Denjenigen rituell geführte» jüdische» Hanshaltnuge», btt a^ ihrem Wohnorte kein Koscherfletsch Hab« ksnue» »nb a»t Bez»a von auswtrtsimma «»aewtese» waren, ist Ms« durch btt Rchchsfleischkatte »och nicht geholfe». llnttr diese» Ilmsttibe, ist mit grotza Befriedigu»g etter soeste» agaugene Lerfüguug der preußstche» Lanbeosteischsttlle pi begrüße», durch welche btt Prv»i»>i»I lLßtzir>I> Fttischsttttt» angewiesen Wabe», de» berechtigte» Wülsche» rtttall geführter Hishallunge», bi« ihr Fleisch mangels etgemer ritueller Schacht ' 'stungen am Ort« immer von auswärts bezog«» h«bä>, »ng z» trägem Diese Haushaltttngar müstockstch an de, vrtt, von bem st« ihr Fleftch zu begehe» wünsche», i» KutsbeilDe» eintra^» laste» und scheide» beim Fttischbezng an chve» Wohnortt »■«. Dtp Ueberwttsnng muß »atürtich btt da znMnöige» ProvinziM <LhzirkI1-Gtelle ansbricklich deantraM werbe», wöbet »ns btt Gersügung da La»besflttschftelle vom SO. Septem da A.J. 138/18 Oqug |s urdx» ift Hoffentlich »adcn in de» anbae» Bundesstaate» ähnliche «ersügungen a^he». _ VersäGumgot«, »ab HloGsopsls^ Eine Anklage, btt 8. IO. Mt ba 1. Straften»»«« bM Berliner Landgerichts ibdt Baba solltt. verfiel aus megrwöhstlicha Bera»!aff»»g Lertaguug. Es w«r 3'/, llhr attoorde», «he ber Termin in j biesa Sache, btt da es stch »» s An^ftag» hanbettt, 3 Rechesauwältt pa Bett« fta»be», her»M»m. Da a» ba eine ba Angeklagte», baß a »erhondtnwgsnnfWig Oktoba ettmesüßrtt jügigttft baFlttsch. > ans die Abschnitt« fci.| »»b zwar ans fMgentzem Gambe: Er . ' Oge nicht« genoffe» »nb stch« oü«!' sromma uiMtÜetbar ik bau m» ft Bftr — ihm (tbi«tt, btt nächste, 14 ^mbe, snichts^wt stch ge llnttr biesa llmstä»da ltt a »nßersta»be, der dm, «dar stch doch länga HGgichatza Prozeßsoche folga p> kö»ueu. Dtt Strasinmma »erschloß stch diesem Grunde »icht »nd arwgtt ttifoljsttzeffa dtt BerhoMn», llgghgßg EAvhaJv »hm bah r PfTflKI Ml tat! Gedürstt^s, je 1000 gatna i mb sür r ISO i seda« öOsähtt»» >»r,ch Gtr»»ß . dich ch °» S! nf tt» - mttgetttlt» t «tdKchl Jnhr, warmes «rfim Frü «1 eine» Mmmmatelbr»»»» für ba I bü d« mch da Zttt otsp nchab, stifta. Ei,« httGsllla t ill. » 7 ».a sehr ahlreich httnchtt stmle, Gebakftta für bä heimgigongaa Gttfta mb Wohltlttr ttr sttt üü Jochra beftchahq Itzkit^chwFl» t»,s chenWetsenmäbche» Er,iehnngs-A»statt" s»»b t» tzm ttt 8 Jchmtz wm — a Mt Mtt erbaute» Hans« «■ Eotthepark statt, Topfgewächs«, stmrttch GschmÜckt, « btt »Uba da fttaba M »Ms, ward« btt Fettr b»rch tt» Prätnbinm. — . stmmf «hm:«. 108, 13—17, .Der «nfi ' Meich Mm br, Mt dtt vtnme MNM Sb» «affe trug »tt tittem «ttfühl tt» «btt Mr. - Da Lmsttzab», Hea Mmaff« lltzamr, bankw ' lr btt »nattiltt Aneiüm»»», da Lttsttmga settatztza Mt dlttba, dtt! tost ba stnrmbewegtt» Zeit, M ba sebommm n üßlbch tat imatt übermäßig trensprocht wirb, tammch btt s »nstaü »ttt Mittel» mttrstützt. — Dam l ftit ifomiH bft Ummmmomi erwthewe gmz l es od a« btt ll wm»» . f _L:. |M» UWD W« .Was ist ba Masch" aata schttffa stch m «ttttag«. mm iMMII H. ffftiMTlM I B^slinÄLLLs^L de» «obbisch. »nb Otuchogchtt «Mtt mbete btt «niste mb wittbaolle Feier. — Di tan» btt Mum ba AiistMt ««»stchmb. Ofüztö^«tt»ia>a L» nfaällMMl Dk. ty« mham AcfflMflMi pt «etsahLa _ V*SZ ba'„ ti mkm ftmifMiaMi Mm iMl tst vhjkff imm VcftMM ca4 twqcha «khWHMchMAi M 9ft MuVfVCMBK UUII|Unp> W| Elsa Mt «orabenta tat Fttttü M selta» war M» tan Gowdebemitglttter» «oft »»rba btt llchlüllsttta vellstünbig kemtt ch«» dtt Frata MM Gestcht ttbttsa, wUttt (UHMd tM Mm MCtMftn kttma. Rech Schlch ta» Mtal wewtza btt »ochtt «, '/,» »ht |» chra »chtttsstätte lüktsHrr Mltlüäogoäüabittist fmb i» de» LosöheumMch ' .. tat Armeerabbioers im Pnstogeseel i, dm Nike_ ba Datgetttsbleist »tt Grebtstt »m s Ah - iMaTK .btt löhemnMvG Mta ta» 8. 1( oMbttaaTt*. Willi für M ‘ i, ba »bered begmm a früh »m 8 llhr, btt Fett IMIV T l|l Mi MMMPMfL »nltMgmttibt Ha. 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