Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 41 (11.10.1916)
- Date
- 1916-10-11
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M kr Wltanw, *'/• Me MSgHefcR, ngefuMe «»derer tm—en de» SejMI vit de» Söhne, Pi «rer •eM&hrflfciR. Der |hB». Ufetyiftf Budiir. teile drei. Me »e»«krade. «raea» de» MMvfel der HandeUkamwer» t» Rgöz. Lieg» iß widmete F^rSdes. Geiehdsef-Otrlttz eine» he etlichen KaAnf- Dan» gelogie eia Bei. leittschreide» de» fr. Begier»»»»»««. Siekl Geh. Oderregiernaa«. rai» Frßr» ». Sc Herr. Thotz-kurzen darf |xr Verlcfaag, der seiner herrliche» Anterlnahwr an de» »iel zn frhhe» Heimgänge diese» norlreffliche» Manne« Außdrnck gad, dessen ehrenwerte, sympaihische Perftnllchkeil and Hesse» große »erdieaste »« Handel and Wandel seiner Heimat ih» stet» in daukberrer Erinaernng blesden würde». Kr der Shnagoge. deren Innere» a»s Kosten der Stadt »an der Parknerwaltnng mit Blume» and andere» legenden Gewächse» sti»»»»g«»all «nsgefchmäckr war. war »or deren »Itar der schwarznerhangene Sarg, »an brennenden Kerze» »»geben, anfgebahrt. De» Draaergotte»- dienst wohnte» Vertreter der ftaaüiche» »nt der sttdtischen Behdrden, der Körperschaften and Vereine, denen »er «erst, an gehttt hatte bei: Oderdtiaernwifier EharbonMer »tt de» Magistrat und der Sl»dw.-Versa»»l»»g, die Handei1k»»»er. Geh. glegiernnglrat Kreplin, Beglernngdrat ». Schnlz-vau»- wann. Geh. Znstizrat vitzmau», Bchldir. Mann. st. Bankdirettor Meyer, Landschastldire StbeiHer n. ». ,. »ach Gesang de»stautoe» Sommerfeld hielt Badb. Dr. Neritz die ttesergrMfende stranerrede, l» der er die menschlichen Borzöge ind Tugenden de» Dahingeschiedene» in rühmende» »orten schuderte. »«Gesang de»Synagogenchor» folgte der Vartrag de» Frnchterllebensche» Liede»: ,8» ist bestimmt in Gotte» 8Ut* durch Me Sagnerstngerr» Fr. Frieda Langendorf-Verlln. eine Verwandte de» Verstorbene». Unter Gele» eine« zahlreiche» Tranergesolge» wurde der Sarg »ach de» isr. Fried- Hofe überfüh«, wo die Beerdigmrg unter dem Üblichen ötttnal stattsand. Kattawitz, Durch da» am 8. d. M. erfolgte Hiuscheide» de» Seisensabrikanie» David Ezwicklißer verliert die Gemeinde eine« ihrer ülteste» und bewährtesten Müglieder. wie ihm die Gemeinde-Behörde» Nachrufen, hat er seit 188» al» Repräsentant seltftlo« seine Arbeitskraft in de» Dienst der Gemeinde gestellt »ad »Ü regem Eifer and Interesse ihr Gedeihe» und ihre Entwickln»- gestrtert. — Herr Stadrat wiener hat sei» Amt all Vorsitzender de« Vorstände» niedergelegt. An seine Stelle wurde Herr Jnsttzrat Badete», der bisherige 2. Vorsitzende, gewählt. Hin Gedenit,« dar Essener Gemeinde. Der I. in Hnttrop gnegene Essenrr ZodeoUrchtzof war überhaupt der luteste Friedhof der Stadt Este» außerhalb der Bingmauer. Am -2. Oktober find es 150 Jahre her. daß »tt Genehmigung der Fürst-Aebttssin »er staafvertrag detr. die Ansage de« «egräbnilplaßet-sür die Essenilr »ndSteeleschenInde» imHonescheiderSiepe, — unterjeichoei von de» damalige» Beamten, de« Kanzletdttektar Coey und de, Hofrltten Brockhost »ud Bieste» — abgeschloste» wurde. Iw Mittelalter besaßen die Jude» Esten» nicht einmal ei» Stückchen Land, um ihre Tote» destattea >n könne». Sie mußte» ihr» Abgeschiedene» anderen Jndengemeinde» ja führe». Dir erste Mitteilung über die Beisetzung eine« Jude» ans sttdttsche» Gebiet rührt an» dem Jahre 1827.»»» betrifft den Inden 'Simon pi Sieht (Steele). Später diltete Me Zndenschast zu Este». Steele, werden, Borbeck »ad Mülheim eine» Syaagogen- Bezirk. Der erste seit >788 dennMe Judenkirchhof im Haie- ■ scheidet Siepe», nahe der jetzigen Schwanenduschstraße, wurde 1887 »erlaffe», lag dann mit sttne» zerstreuten nnd »erwittene» Grabsteinen jahrzehntelan» dort in verwahrlostem Zustande, bi« er i« Jahre 1908 durch eine lebende Hecke eine neue Einfassung erhielt. Der zweite Friedhof an »er Lazarettnnd Hoffnungstraße. nahe der damallge» Ockwühle, der >8 Jahre später eine, von her Firm» Fried. Erntztz ueschenkie, standetwa» Vergrößert wurde, war Men tat) de» Jahre» 1884 Ml belegt. Sei« 1885 bestattet die ilraeilttsche Gemeinde Ewe Tote» ans dem Seperoch Friedhof, »er neben dem städtische» Medhos Ile«. AI« erster fand dntt der nm die Jndangemeinde Io hochoerdiente Simon Httschlau» seine Ruhestätte. Um die Kräftigung und Gesnndnng »er israelttischeu Gemeinte, sowohl »ach innen wie nach außen, habe» sich in de» letzten Jahrzehntm sehr verdient gemacht Männer, wie Mose« Blumenseid, Simon Hirschland. Emannel Bnrg, Isaak Hirschland und Moritz Be«. ItettartfilKs. Hö»ig«t«rg i. Wr, Der Brivatdozeut für Gynökologi u. Geburtshilfe Dr. Ernst Sach« wurde zum Profeffor ernannt. Mertletze» der Charakter nl« kais. Geh. MeMzrualrnt d. a,-o. Prof. i. b. »ed. Fak, d. st, Silh. llniverf. kttaßbnrg Dr. Lahn. Aale. De. med. et. phil. Arnold Iaph », Privatdozent für Zoologie an der llniversttöt. erhielt de, TUel Profeffor; er ficht fett Krteggdegin» al» Stabsarzt im Felde. Wo» »er Aalstr-WUtzekm-Gesessschakt. Der staifer hat Me uew Senat der staiser-wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wffenschaften deschloffene Aufnahme von 8 neuen Mtt> gliedern destätigt. Unter ihnen destnden stch: Geh. stommerzienrat Georg Arnhold in Dresden, Ingenieur und Fabrikbesitzer Richard Gradenwitz in Berliu-Gruuewald, stommerzienrat und bulgarischer stonsul Jakob Mandelban» in Verliu-Dahlem. stommerzienratJaequesMühs« m in Berlin. De» 70. sßetnttatag beging Geheimrot Moste außerhalb Berlin» io stiller Zurückgezogenheit, Trotzdem wurde» ihm zahlreiche Ehrungen au« weite» streifen zuteil. Viele Mitglieder de» Berliner Magistrat«, der Stadtoerorneteu- Versammlung, Beamte der ftädttschen Verwaltungen. Verwandte, Freunde nnd Bekannte, Verehrer und Schüler de« Jubttar« gedachten de« Tage«. Im Heim liefe» zahlreiche Briefe. Depeschen und Blumengewinde ein. Der Magistrat sandle ein herzliche« Glückwunschschreiben. Werk». Im Atter von 88 Jahren starb der Bentter, frühere Inhaber eine« väschegefchäst« Michael David Fe ilche nseid. Hitzigste. 9. Beben seinen zahlreiche» Wohltätigkeit«, destrednogen gehttte er dem sturatorinm de« Lehrllngshttm» Pankow seit seinem Bestehe» an, ebenso dem Berel» znr Förderung de« jüdischen Handwerk» und j.stünpler seit Jahren, Wosen Am 2, Oktober seierte die Firma M. Ben dir da« 50jährige Geschästejudiläum. Die staulmannschatt übekmitleise ihre Glückwünsche. Die Firma hat die Entwicklung unserer Beleuchtung von der Oellampe b>« aus da« heutige moderne Gasglüdlicht durchgemacht. Gemse». Liedergewähit wurde auf Me Amtidauer von 6 Jachten Etadttat Türk. Mersetzt wurde am I. >0. Eisendahu-Begieruugsbaumeister Sehn von der Hauvtwerkstatt Oel» »ach Eder»wal«e, Budapest. Unter großer Lheilnabme wurde der geweszne Generaldttettor der Ungarisch - sranzösischen verficheruagtgeselschast Loui« Fuchs vom Leichenhause de« Bdkoskereßtarer isr. Friedhöfe« au« zu Grade getragen. Zur Lichenseier hatten fich nebst de» Familienmitgliedern eingefunden: Geheimrath Graf Eugen starnteouyi, Eiabsorzt De. Aladar stevst« an der Spitze de« Aerztekorp« der Budapefter Freiwilligen Bettungigesellschast, Gmeraldttektor Magnatenhans- Mitglied Wilhelm Ormädi »ad die Direktoren Adolf Balabün und Theodor Gergeiy seiten« der Ungarischen Allgemeinen Affe- Da. ßlrthar ». Sarßä, dir Fischl, Jnlin« Set» nutz Georg «ich i» «ettratn», »er llugarrschFra^ößsch.-n Verstcherungstgefttlschaft. Direktor Franz Vas«, Me Generaldirektoren Hofrath. Jakob Poär nnd Moriz Bibäry. Direktor Ignaz Tredtts^nnd Meie Inte«. Du« UngarlänMsche Jouruolisteu-Peuslonsinstitnt war durch den Generalsekretär Gustav Lenkey vertrete», die Mitglieder de« Budapefter Journalistenvereln« waren unter Fsthenng de» Prästdenten Hofrat Mar Märku« erschiene». Die Trauerzeremonie wurde durch die Trauergestnge, die der Tempelchor „ter Leitung de« Oberkautor» Lazaru« rzrkntiertr, eingeleitet. Babbiner Dr. Simon H eo e Ii hielt sodann eine ergreifende Leichenrede; »amen« ter Journalisten und der Freunde M verblichene» sprach Hofrat Mar Märku«, 5a»wt»vachrichtt». MertsAt: Walter Kalifch-Berlia «. Lilly Ep«ht>Ha«- Karg; Alfred Meyer c*nd. gerrn. i. F. ». Er«a Retage»yet»- Han»sver: Larl Keraer.Berlin ». Niee veno. ged. Levy«Kraukf«rt a. M.; Arthur Schloh.Trter m. Hede ®anl* Sdtti»gen. I» Berlin: Gustav Moack ». Sophie Lavta, Sernhard Mdnzer «. Jettchen Lachvtzki; Juli»- Aurntker, z. Zt. 1. H. ». Margarete Hart»ich. Walter Preiß «. N»y Galt»»v-ki.Wilmersdorf; RegierungS-Sauführer Kurt Wolff. Ltn. d. Land«, m. Else Slank-Kdl»; Hugo Ding. derz. Wie». ». To«t Ve»- jamtn-H-tel-Aiefidenz. Ja Berlin: Dr. Benno Bochner ». Paula Wolpert; Dr. ^ar. Theodor Alexander «. AUee Fnchs-Wannsee ). At. Iiiterboa II. Ges»»»: EtnSoh »: Arthur Wilde. (Aaeoby) Landsbirg a. W.; Hans Kirschner (Guraffa)-B«then O.8.; Gustav Thiergart sNotke)-Friedenau; Karl Blu», (Beermann>Eharlottenburg. Zn Berlin: Kritz Kachügal, (Kosch): Heinrich Oppenheim z. Zt. i. F. (Sahn); Philipp Kränket (Kohn); Eine To chter: Hattog Krank (Gnthmann. z. At. de» Haag); Hermann Schönland, (Hordoa)-DilmerSdorf; Martin Lietor (Eandelo«sky)'Ktnig-berg i. Pr.; Otto W. Eüher (Elsbach)-Maanhei«. Z n B e r l i n : 0r. msä. B. Graden* »itz (Smaauel); Alex Schveitzer. (Roelle); Dr. Arthnr Stet»» selb (Dresel). Geßarse»: Rodert Slkisch. 72 Z.-Leipzig: Eugen Petsrr. 38 I.'Minche,; Karl Rothschild. Bad Kreuznach; Klara Falkenstnv. ged. Heilbronn 49 I.-Stettia; (beerdigt i Berlin); «. Neindaum. 80 J.-Dvhernfurth; Pauliue Türk ge»^ Grünberg. 78 I.-Wreschen; Drna Reichhardt ged. Kotz. Sondershauseu; Ida Bottstein ged. Müller. 66 J.-Hamoura; Vax Kalischer. 69 J.-Wilmertdorf; Kr. Fanny Brenner aeo. Beckmann. Leipzig; Klara Reumann ged. Groß. 26 Z.-Schlochau; Moritz Schalk, 70 I.-Hambarg; Hermann Saalmaon, 7l A- Stettin. Sora 8rvn, ged. Lewinberg. 64 Z.-Köslt»; David Czwiklitzer. 78 J.-Kattowitz; Fr. Sophie Korf grd. Gin-derg. 62 J.-Charlottendurg: Stadtr. Anton Eochaczewlki. 67 I.- Liegaitz; Julie Rawttscher ged. Lindenhet», Krrnzburg O /S-; Afidor Heymann-Gaesen. Z» Berlin: Marcus Anger« lhal, 71 Malwine Breslauer ged. Herzfeld, 66 A; Fr. Charlotte Warschauer ged. Tiefenthal. S9 I.; Lieschen Marens; Max Zapha. 75 Z.; Josef Soldstein. 63 A.; Maria Timendorfer ged. Reinert ver«. ge«. Hiller; Simon Frarnkel o. Grätz 76 I.; Leopold Goldschmidt. 7« Z.; Simon Keßler. 62 I.; Kr. Henriette Götz ged. Leminstei», 79 Z.; Kr. Caroltue Frankenste». Gersov Faerder, 60 I.; Fr. Dorothea Hey- »ann ged. Freund, 6b I.; Sally Baden, 62 I.; Ar. Saohie Bernhard, 66 I.; Hermann Raden. 47 I.; Max Rehfeld, 6s I.; Jenny Sternfeld, ged. Gollenberg. 72 I; Lajos Arpabi, 72 I.; Carl Eimke, 64 I. Ausland. Mit Geneenl Mvnntzch beschäftigt stch jetzt auch da« .Verl. Tngedl.' und schreldt unter terSpitzmurke, .Her eiste MMsche G-neenk in »er «ngAstß«» ^»ee Die e^lische Armee hat insvlge der Bestrdernng de« Obersten Inh» Mvnash zu» Generolmnsnr ihre» erste» jüdische» General. .Manchester GnniMa»' sngt: E« hat »»hl sch« mehr Graerale jüdischer Hertnnst gegeben, aber kein Jude, »er Inte gedliede» «nr, ist »vch General gewesen. (Die Angabe de« .Manchester Guardian' trifft z». soweit sie Engtavi betrifft. Der erste jsttstche General, den e« «herhald Engl»«»« gad, ist an« de» Jahre 1812 bekannt, nnd er ftnnb l»I« gegen England tt» Felde: e« war »er amerikanische Britzadegeneral Jnsetzf VInam steld, loch der Kammandant des Hasen« non Rew-Hmii» jener Zeit, Solonel Aatha» Metzer«, war ei» Jude, Ja den amerikanischen Sezesfivnskrregen <I8«I bi« 1884) kämpfte» ans beide» Seite» etwa 800« Jnlüm; unter ihnen 858 Offiziere, non denen nenn de» Generalsrang erwarben. Später gnd tt da»», di« in die qegenmärttgr «rieg«tzett. zahlreiche jüdische Generale: in Hpstand, Italien, (Oeftenelch-Anguen, uuch Bayer» hatte seinen Kürnffieee^tzeneral. England ist demnach wir seinem jüd, General etwa« spät gekowwen). Die Redokripn ) Hie Anden I» rnsstjlche» Gstllnp»ti«»»ge«irt Sch», vor dem Dnrchtrnch von »veiice und Timro», der die in wenigen Siche» dnrchznsiheende Rtuwnng de« „n de» Bnffe» desetzle» Teil« »«, Galizte» erzwang, »achte stch in der rnffstche» svelschetttliche, Presse eine lrbhasie Bewegung gegen die Venoaltuia de» Okkupittioohgebittll gelten», Me dorthin die schliwwstrn Mißbräuche der rustnihe» Vnrenu. krntte üderttnge» hnlte. Auch j, englischen Zeünnge» dewertte WIN den Srderhnl dieser Klage», die »nr z» begründet Walen. Dte Räumnvg Galizienl rnttzaa dann diesen Ertrterunge, den Bode» »er nawitteldare» pvlttischeu AVn»ltttt, ffe wurden ater »vch ttnige Zrtt smttgesllhrt. Gewiß ist e» kebr Znfall, daß »ach der adetwaliße» Besetzung einiger Teile OstgaiiMenI in diese» Sa» wer nicht »ehr Gras Bnbrttrlkl, der m Lemderg al« Slalthattri dr« Zaren wtttschasteir, in sein srührre« Ami eingesetzt Worte. Mo» schien in Ptteridnrg entschlvffen zn setti, die Mißstände der ersten Okknpottou zu vermeiden und tre liberalen Blätter mochle, kein Hehl an» ihrer Befriedigung darüber, «eil sie vor den westlichen verbündeie, Rußland« gerne die Rolle dl« Kulwittiger» spielen michre». Sie es nun aber während der zweite» Leietzuug in Galizien nnler lafftscher Herrschaft outfieht, geht au« naew Berichte de« russischen Sewstwobunde« Hervar, dessen Hilftwerk in größtem Ettl organistert ist und dessen amtliche Mitteilungen, dir jede polttische Polemik vermeiden, sich von jeher durch strenge Sachlichkett »»«gezeichnet haben, Sir enlnehmen diesem Berichte folgende Sinzelheüen über die Lage der Indra im ruffstchen Okknpalionsgeblete, »u« denen auch scharfe Lichier aus die dnrt herrschende, algemettien Zustände fallen. Die «atrrttle Lage der Inden, sowohl der ansäffige» wie der au« ihren frühere» Sohnfitzen »ertriebenen, hat sich sehr nerschlechtert. Der Hantel ist von jüdische» allmählich in andere Hände idergegnnge», die Steuerlasten find bedrückend, oor alle« aber hat da« unbetiagle verbot der Bewegung«- freihett, da« Me Inden verhindert, ihre Laren in Handel». städie» einpckansei, den jüMschen Handel ruiniett, säu« dieser Bemcrkno, g h> hervor, »aß Me Lervrdnaugen Lobriaiki«, wonach kein gattzischer Jude seinen Wohnort oeriaffe» darf, noch jetzt >n Kraft find,) Alle jüdischen Teehäuser wurden geschloffen nnd die Eröffnung neuer »erbnieu, wodurch ei» bedeutender Gewerbezweig vernichtet wurde. Die Lage der Handwerker ist jämmerlich. I, einer Stadt »eedoten die Militärbehörden den Inden den Handel mit Brot, wett ste fich (Weigert hatte», am Sadbal! Handel zu treiben. Der Semstwodnnd unterhält überall ta Galizien Speise, hallen, deren Leiter und »ngeftelllr »der den Mililärbehtrde» unterstehen. Da fie fich den Inden gegenüber »ste» feindlich »erhalte», dleihe, die Inden, auch wenn fie da« Reell zur Benttzuog dieser Svhlsahrtlettrnchtnigen hätten, ihnen sei». Die Speiiehale» »üeftn nämlich »nr M, tee »rheitäuusähigen Bevtlkernng benützt werde». Tatsächlich »ende» fich »der nur solche Inden in fie, die »»«itteldir vvr de» verhungern st-he». Der Bericht fügt hei, daß gegenwirttg deatfichtigl sei <vn» wem, wer» nicht gesagt). Me Speisehalle» gnuz z» schließe» nnd de» uvtleidenderr Greisen nnd Kindern dafür eine lägliche Geidnnterstützung »an 15 di« 18 Kopeken z» gewöhee». Die Juden werden zwar überall zur arbettlsühige» Bevtlkeruug gezählt, die keine Unterstützung erhäll, iettsächllch find fie aber von den weifte» Arbeiten »nlgeschlvste», Mn» zwttegt fie, wie ter Bericht bewerft, »ach nne oor ohne Rückficht »ns Alter, Stand und Gesundhett zn Arbeiten ans de» Landstraßen, Eisenbahnen, zur Straßen- und Kloakeurenrigrurg; aber dirse Arbeiten »erde» nicht bezahlt. Bei solche» Arbeiten, für die ei» Lohn gewährt wird, lehnt man Me maffenhast fich ondielendrn Jude» ei»sach ab. Der Semstwoduad hat <u einige» Olten Ardeittftelle» für Frauen errichtet, in denen auch Jüdinnen beschäftigt werden, doch droht wegen Mangeln« an Rohstoffen die Echließnng der Serlstätten, Alle dem Sewstwobund zergehenden Berichte bestättgen, daß die Juden keine Arbeit scheuen, um ihr Leben zn oerdiene». Der Bunt ist oder ,ani Gründen rein örtlicher Matur' (d, h, wegen de« »uttsemin«mu« der ansäffige» pvlnischen und ukrainllche» Bevöikernng) nicht in der Lage, de» Jude» Arbttt z» verschaffen. 8»»S»ie», An« Pnminie» Kurz oor Anidruch^ de« Kriege« d war im ganzen Lande die Judenhetze ans« höchste gesteigert worden. Im Heere und »or dem Gericht, tt, Versammlungen nnd in den Zeitungen ,ah UN» htrtt man nicht« andere« als endlose Beschuldigungen gegen Me Juden, »erbundeu mü offene, Drohungen schlimmster Kone. Kommandierende Offiziere scheuten fich nicht, de» jSMjche» Soldaten oor verfnmmelier Front miizuteilen. daß fie al» erste« Kanvaenfrttter gegen ihre .Freunde', die Denttche» nnd Oefterreicher. gebrauch« werde» / ' würden, sobald der Krieg gekommen sein werde. Mn offizieller Befehl der «drrstrn Heereslettnng nntrrsagt laut »er in Budorest erschrrneodr» .Jnftattrea' die Verwendung von Inden (ooo .Richtrnmänen') in der Kangiri oder in de» Magazinen, da die echten öinwtne» diese Sieben geweffenhafter erfülle». / Mr litte» «Niere Arennde di« .Jädiiche V«»»- zettnng' tierall in Latale» nnd «ns da» Wnüntzife», in ^efetzatle», Hafe», Gnsttzlfa». HpeESllnser», Merri»«» und ^»ge» z» »erlange», m# ta Wade jxit* U>s