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Jüdische Volkszeitung · 1916-07-14 · 28 (14.7.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
28 (14.7.1916)
Date
1916-07-14
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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3>MWk PoBtyfaf- Bmta, »n H 3«fl W*. *fc 2t Caflrat. tHt «flWeu 9**« t» Kaplan» Dir in Oiglnib btgnnBrac .tftion, dir »aselbff mohneaden Bürga d«» Viernerbanöe« zu» Mllitärdimff ,n j»ngm, öaüßrt in satala Sri!« auch dir Indra. Daß fit Dienstpflicht m England erfüllen, »irr nicht unbiltg, doch fott tt tagtgtn gesetzliche Schmiaigktttm gedm. Damm ist tint Baaegnng i» Sangt, um dirsr Fremdlinge nach itzem nttprüngllcha, Läadan jnr Ettüüung ihm Dienstpflicht p> schnkm Das mag süraadae tunlich und gaecht fein; für dir jahirrichrn, in England mnhnmdrn msflschm Indm würde dirs ahn das größte.ll»- glück, da« stärkste Unrecht dedentrn, sie nach Rußland zurückznschickm, wo da« jiidenseindliche System der reairrrndrn Sn walten noch so unerträglich ist, Segen diese Maßregel, fchreibt da« Jewish Ehruuicle, müsse daher entschieden Front gemach! werden. E» sei dazu der richtige Moment, sind »och Lord Reoding, die jüdische» Minister Samuel und Montngu und andere jüdisch^ Parlamentsmitglieder Sngehtrige der neuen .National Union fnr Acwish Nighll Da« Blatt kommt dann neuerlich mtt seinem Vorschläge bezüglich der Biidnng eine« jüdischen Bataillon«, wo« die Aemstpflicht der msstschrn Truppen sehr vereinsichen würde. JHr ImaWgsmerßnng der russischen Anden in Onglan». Sie der Londoner Berichterstatter de« .Manchester Guardian' meidet, sagte der Eiotssttrüta de« Inneren Samuel im Unter- Hanse, daß russische Untertanen, die nicht in die drttische Irmre eintretm wollen, departiett werden würden, sali nicht ein Se> richUhas entscheidet, daß e« sich um politische Flüchtlinge hantelt. Der Bettchtastaiier demeekt daz«: Gl Handett sich darum, mffische Inden nach Rußland zarückznsmde», die au« dekaualeu Stünden Rußland netto ssm haben, aber nicht eigenttich all .politischeAiücht. baue' dezttchnet werden könnten. Er sägt die Ansicht eine« Russen hmzn, wonach ein solcher Echtttt eine sehr ungünstige Mekong aus die russischen Liberalen und Demokraten haben würde, die in Rußland die Hanpkftta »er euglisch-mstlschen Freundschaft find un» die all ihre sHaffnungen für die Ankunft Rußland« ans die Lerbetttnag des britischen Krtthettöfinne« sehen. Da« Ideal, da« sich die russischen Liberalen von England gemacht haben, würde ettchüttett. Eine soiche Eultäuschnng der banptsächlichsten politischen Freunde England« in Rußland würde für (in kräftige« Zusammenarbeiten beider Länder verhängnisvoll werden. El sei eine unangenehme vahrheft, üaß unter den rnstischen Konservativen und Reakttonüreu, die stch allein über ttne solche Maßregel srenen würden, eine ausgesprochen englandseindiiche Richtung besteht. Kartttsch. Aranztstsche Wünsch» «esüaklchHlntzlan»« Da« Jnbrläan, de« mssisch-sranztfllchm Bündnisse« gibt Hem« in der .«anire' Anlaß, wegen seiner früheren Gegnerschaft demütig Abbitte zu leisten. Roch Botten der Zustttnnmna zum Bündnis schließt er, ohne daß die Zensur den Pasta« beanstandet hättet »Diese fildeme Hochgen leidst ttoh der Schmerzen der gegenwättlgen Stunde, wie würde fie schön und ftendooll sein, wenn Bivioni und Thomu« von Rußland mit ttnem Hschgeftlgescheus zurückkämen, welche« in dem Versprechen einer allgemeinen Amnestie für alle unsere Freund« bestände, die str den Gefängnissen Eibitten« schmachten, und außerdem da« Versprechen einer weitgehenden Autonomie für du» wiedererstandene, zur Ration gewordene Polen lowr« da« Versprechen enthielte, daß die Inden in ganz Rußland bürgerliche und polittsche Sieichberechtranng erlangen würden, endlich, daß der Zar, gestützt aus die Duma, selbst bas neue Rußland, regieren werde uns den Wegen der Demokratte und de« Liberulilmu«!' WchlEA». ßstogrome in Hnllno und Ansl. .Rußkoje Slow«' berichtet von der Front, daß dis Rassen bald nach Einzug in Lust und Duino die .mffische Ordnung' wieder herftellten. Eine Anzahl .verdächtiger' Pasanm wurden verhaftet, E< kam sofort zu schweren Mißhandlungen der Juden. Eine Anzahl Juden ist verschleppt worden. Fkachstkünge zum Weil»Prozeß. Segen den berühmten russischen Echttftfteller »orolenko und gegen Iegrorow, den Redatteur de« .Rußkija Bjedomosti', wird nach Meldung de« »Rsetsth' da» Strasoettahren wegen ihrer AnNagen gegen da« mfische Inftizwesen im Prozeß Veld« wieder ausgenommen. Korolenko «berbstentlichte seinerleit« im Lttober ISlll in der .Rußkija Bjedomosti', einen schatten Angriff gegen die Reggiernng wegen der ungttetzüchen Zusammensetzung de« Schmnrgettcht«, da zu Geschwomen notorische Pogromverftchter gewählt wurden, die obendrein noch Aualphichtten wormd Die Weichobnma begann die Beratung eine« Kommiifion«- antroges ans Anshebnug der Beschränkung de« Recht« der Bauern und Bürger zur Bekleidung staatlicher und städischer Verwaltung«» ämter. Der Antrag bedeutet eine Efttschränknog der Vorrechte de« Adel« und der höheren Ständ». E« sind heftige «"«taten zu ermatten. Ebenso btt der Beratung eines von den Kadetten nngedrachten Adändemngsanttage«, die jüdischen Bauern und Händler mit den Christen gleichzustellen. vie Fprache »er jüdische» Wenskstomng Rußland«, die 6 Millionen Schien zählt, in seft l Jahre ul« mißfällig er» Nätt worden. Die Jaden find aller ihrer Ztttnngeu in ihrer Sprache beeonbt. Die jüdisch« Hut ansgehört zn «tttbeinen. Da« .Rowoje vremja' meint nun, e« wäre an oer Zttt, auch «ne Hetze gegen gttprochenen jüdischen Jargon in Szene zn ietzen. Eftl Mftardefta schlägt an dettttben. Stelle vor, die jüdische Bevölkerung sollte unmittelbar und vollständig ihre Muttersprache gegen die russische Umtauschen. Er begleitet seinen Rat mit der zynischen Bemerkung, die mssiche Regierung werde aller Wahrscheinlich nach den Inden durch Antsertigung ttne« entspechenden Spruchverdote« .Helsen'. ,Mottltmpier tür Krtthett um» Mecht'. Ich erstatte ans indfttttem Wege luxe tt> gleich betonen will, an« judeusreundlichen, aber uichchüdlschen Kreisens au« Petersburg solgpnb« Zuschrift mft der Bitte um Veröffentlichung Am vorigen Sonntag ist an» Kitt» an Seneral Bmffilow ein Telegramm adgeanngen, da« angeblich» von btt dortigen jüdischen Semttnte herrühren soll und in eintt Tonott, die man sonst nur von den schwärzesten Poaromlenten gewohnt ist, den mffischen Heerführer zu {rinn Offensive gegen die Feind« btt Knitter beglückwünscht. In den weitesten jüdischen Kreisen Kiew« »abricht man fich den Kops, wer wohl die paar jüdischen Rechtsanwälte und Sroßkousteute, die bitte« Telegramm unterzeichnet haben, bevollmächtigt haben mag, im Romen da Klewa jüdischen Semttnde zu sprechen. Gerade an« Kiew, wo »och hoilig-n Tuge« Souvernement und Polfttt jede Rocht Razfta« uns Inden vaanstalteu, und wo die Sttängniffe gegenwärtig etwa ÖOO Inden beherbergen, deren einzig« Schuld dann besteht, zu Geschäfts- oder Fumilienzwecken ans ttnen Tag dorthin gekommen zu fein; wo man auf den Schlachtfeldern verwundete Soldaten mosaischen Slauben« nur deshalb pa Schub abgesühtt hat, wttl fie nach Kiew?gekommen waren, um die dortigen llnivafitöttprosefforen wegen hra Bunden zu beftagen, sollten speichelleckerische und Hurra, patttottsche Slhckullinsch« an mffische Generäle gl« angebliche Knttnrttägkr <m» allerwenigsten erklingen. Und wie die Geschichte fich so manchesmal in blutigen Zrouieen gttällt, Hut au genau demselben Tffge, au dem Kiewer kleine, aber sehr prattische Serngroße in die Fnßtopen da schwärzesten Hundat zetteten find, da neue mffische Vizeminista de« Inneren Grus Bobttvsky in ttna öffentlichen Dumafitzung wäNlich erklän, ,e« läge im urttgensten Zntereffe der Juden, irgendwelche Sleichftellmigsgelüste zu unladrücken'. Diele rniniftaielle Auslastung, die mau uns dtt rechten Sttte, der Duma vielleicht nicht ganz mit Unrecht ai« ein amtliche« izoas ego gegen die russischen Juden und ttne Ausmistilemug für die Pogromleute ausgesaßt hatte, vaanlaßte den Grasen Bobttnsky, am folgenden Tage einem Petasburga Ztttungsrnanne gegenüba zu ettläreu, et habe bewußt den ruffischen Juden nie zuvor Böse« zusügeu wollen, wüste aber den mffischen Juden und dam christlichen Freunden dm wohlgemeinten Rat geben, wenigftm« in da jetzigen schwam Zttt die Frage da Gleichberechtigung da ruffischen Juden nicht anznregm. Und noch ttn«. Ist den llntazttchnem de« Kiewee Telegramm« an General Bruflilow so ganz und gor die Tutsuche unbttannt geblieben, daß Gmnal Haledin, die rechte Hand und da Intimus gerade de« Genaal« Bmffilow, vor dem Sturm uns Luck den in sttnem Ouartia vasummeltm drei kommanditrenden Gmaulen und mehreren Divifionärm den klaffischeu Befthl erteilt hat: .Die Judenbagage wird voran ins Feun gejagt' („hSiüoir gnatj wogonj wperedi“). linier dieser , Judenbagage' verstand Seine Exzellenz allerdings nicht Kiewer propitreiche Rechtsanwälte und kttegsgewinnüdersätligte Kiewer Armettittaunlm, sondern schon im Friede» holboerhungale, von Pogromen ausgemagelte jüdische Soldaten. Max Th. Behrmann. «T»tßi veröffentlicht rm.Lorriere l^MSera' vom 21. Mar einen Aufsatz über die Religion iiWpiea. Larer anderem ist darin folgende« enthalten: Protestanten i »chmen z>. die Juden nicht; fie nehmen sogar ab. den« fie ^aren 3L.617 im Jahr 1901. zehn Jahre (pater nur 34.324 . erlen. Ein TeÄ ist sicher zu den Religion-losen gewandert: >.in Teil hat vielleicht seinen Slande» nicht angegeben, aber »uh -och »ehr Juden in Italien geben. Darum v«. stecken fie fich? ES gibt Juden, die stch schämen. Juden zu sein. Ich hoffe, nicht der einzige zu sei«, der. obwohl durch tiefe Ueberzengnng dem »Lterluhen GHaubta entfremdet, wieder Aide wird, wenn eS fich darum handelt, fich kleinen Gefahren oder GenngschLtzung, die nie fehlt, evtgegenzustellen oder au die Seite der Bedrückten zu treten. Diese- »«sterbliche Bolk Hai fich durch die Verfolgungen selbst gerettet; au« diesen schöpfte et die Macht -er Erhaltung und der ewigen Jugmd.' A««Na. A»eriK« »nd die rnfstfche Andenfrnge dtowoje Dremja berichtet aus Rew Kork, dah über 500000 jüdische Wähler Amerikas beschlossen, dem Präsidenten Wilson und dem Kandidaten Hughes die Frage vorzulegen, was sie zur Liaderung der furchtbaren Lage der Juden in Nußlaud zn tu» dächten. Während Wilson bisher die Antwort schuldig blieb, anwortete Hughes, daß er die Aktion deehe«aligen Ptäfidenten Taft, Üe fich gegen die rulfischeu Judengesetze richtete, wieder aufnehmen werde, sobald er Präsident sei. Hughes erklärte. daß die Bereinigten Staaten h.-ute sehr wohl in der Lage seien. Rußland zur Milderung seiner Judengesetze zu de« »«gen. Amerika verfüge heute über einen nicht zu unterschätzen« de» Einfluß auf die kriegführenden Pannen. Es sollte dwsen Einfluß benutzen, um der Menschlichkeit wichtige Dienste zu ieffkn. Die jüdische« Vereine Amerikas beschlossen darauf, restlos für Lnghes zu stimmen. P» Keß»e» einer $mtf4-£»ttil*»rrim nach -entsch. Land spricht sich in folgeuve» Briefe au-, der u»S vou einem uuferer Leser zu» Addmck übergebe» wird. Biooklyu, R.A. den 20. April 1916. Lieber Großvater und liebe laute Lina! Für Euren liebe« guten Brief sage ich Euch meinen herzlichsten Lank. War gestern »il Dorothee zufa»»e« und war fie hocherfrent über Eure Kane. Die ich daraus «sehe, erwanet Ihr uns schon bald. Bizu unsrer Lbreffr vou hier kann aber noch eine Zeit vergehen. Per politische Himmel ist ja überhaupt jetzt ztanlich bew-ikt. und hoffen wir alle hier zuverfichtllch, baß da- Gewitter diesmal noch vorüdergeht. Die Handtuugsweije h« hiesigen Regierung ist zu schändlich, um fie überhaupt einer Kttttk zu würdigen. Das Beste ist. »au verhält fich still und »artet ad. Das »eiste ist hier ja doch nur Cchraerei und Mchtigtun. Ader die Hauptsache ist, wie geht es Ench? Seid Ihr gesund? Unsere klekne Dollh *) brennt vor Ungeduld nach ') Dorsch» Ehrlich. E»wlt»cht« des Ls«, »orch »ntortft, VeesUui. cwchftr SS. «t» Otze» i|nt Botrrt mi Kt i> vreslo» oäß. Gewet»d«'Ve»»te, frühere Losch» tu er R»bbt»er L. whttich Echriftt. dott zu gelangen. Hat fie Euch auch geschrieben, wie fleißig fie hier auf de» großen Wohltätigkeits-Bazar geholfen hat? Eine goldene Berdienst.Brosche hat fie auch darfür dekonnne»! Seit ich hier in -rew-Kork bin, find wir sehr häufig zufanunen, «alc» uns dann schon immer in de» lenchteasten Karde», «ie es ja junge Mädchen so gerne tun, unsere Heimfahrt an-. Dorot^i liebt unsere deutsche Hei«at und hofft »it allen hiesigen Deutschen, daß Hindenburgs Vahlspruch .Durchhalten* wahr wird. Wen» ich erst wieder die heimatliche Erbe unter de» Küßen habe, werde ich wohl für geraume Zeit vom Laude der .unbegrenzten* Möglichkeiten genug haben! — Die- Land hat dem Namen wohl uoch nie in der Weltgeschichte soviel Ehre oder vielmehr soviel llnehre gemacht. . Laßt unhoffe«, daß wir uns uns bald Wiedersehen, und der Kn^e der Völker nicht «ehr fern ist. Nehmt eiustweileu Beide die allerherz. lichsteu Grüße und den innige» Wunsch .Auf Wiedersehen' Eurer Nichte und Enkelin. Anui (Sündermau n) (aus Bremen). PaISfli»a. Badereise» »ach BaNßina. Die BundesdrSderschast mit der Türkei rückt uns auch die reichen Naturschätze dieses Landes näher; die Pflege der türkischen Sprache hat bei uns einen außerordentliche» Aüfsch»n»g ge. oommen, und wean erst die wirtschaftlichen Bezieh»ngeue»g gen»g geknüpft find, daun wird man vielleicht auch dara» denken, zu dem gastfreundlichen Türkenvolke Badereisen z» unternehmen. Daß fich in der Türkei Heilquellen allerersten Ranaes vorfiuden. darauf macht Dr. A. Friedmaan i» eine« Aufsatz der .Naturwiffenschastlichen Wochenschrift^ aufmerksam, in de» er die berühmten Thermalbäder Palä sti o a s auf Grund seiner eingehenden chemischen und physikalischen Uatersnchnu-en dieser Quellen behandelt. Die H e i l q u e l l e u P a l ü st i n a s, die fich seit uralter Zeit eines hohen Rufes erfreuen, liegen größtenteils in dem vulkanische» Iortzaa-Gebiet, und da- Iatereffe an ihnen wird noch durch ihre ungewöhnliche Lage — etwa 200 Meter unter dem Meeresspiegel — und durch die Höhe der Temperatur gesteigert. Plinius weiß bereits von dem SalzgrhaU der Quellen von Liberias zu erzähleu, und die arabische» Schriftsteller staunen über diese Naturwunder, die im Sinter so heiß bleiben wie im Sommer. So berichtet der Araber EdrifiS. vie Quellen von Liberias seien so heiß, daß «an Eier darin kochen könne, und bietet da«it die erste genauereTaaperatur. angabe. Auch im späterea Mittelalter dttuge» immer wieder 'staunende Berichte über diele Thermen ins Abendland; genauer beschäftigt fich mit den Quellen von Liberiader Arzt Ludwig August Frankl, der diese Bäder «it denen von Krapiua in Kroatien vergleicht und von dem Erfolg über, rafcht ist. den Gichtkranke und Rheumatiker bei« Gebrauch dieser Waffer haben. Spärlicher find die Nachrichten über die Bäder von GadaraundElHammi, die neben jenen von Liberias die wichtigsten Heilquellen in Palästina find. Das Lob dieser Quelle» war in der Antike noch größer als davon Ttdenas. unb' ihre wundervolle Lage wird noch heute jede« Hejucher dieser wildromantischen Gegend unvergeßlich sein. .Selbst bte Verwüstung und Berlaffenheit, die sich hier im Jarmuktal ganz besonders breit machen, haben diesen herrlichen Flecke» Erbe seiner Schönheit nicht berauben können. Die trauernden Ueber» reste eines groß angelegten Theaters, sowie emige geknickte Säulen zerstörter.Hallen laffea erkennen, daß Gadarra zu den ersten Badeplätzen zählte/ Eine einwandfreie wiffkischaflliche Untersuchung dieser berühmten Th.rmcn, die für die wirtschaftliche Erschließung des Landes won hoher Bedeutung sei» könnten war, vor den Arvett« Friedmanvs noch nicht durchgefühn. Zu den Quellen von Tiderias, die um westlichen Ufer des Tiderias^ees. eine halbe Stunde von der berühmten, zu Ehren des Tiberius gegründete» Stadt llegcn, strömen noch heate von allen Teilen Palästina- Badegäste zusammen, um hier ihre Gesundheit wiederzuerlangen. Mao hat dieQnelleu deöfteren mit denen v»a Wiesbaden und Aachen verglichen; fie werden vorzugsweise gegen schmerzhafte Geschwülste. Rheumatismus und Gicht gebraucht. Urber die Temperatur und die Zusammensetzung des Wasserfind früher nur ungenaue Angaben gemacht worden. Es ergab fich. daß die Temperatur de« noch heute i» Gebrauch stehenden .Alten Bades^ 58.7 Grad E., die de- .Neuen Bades^ 61.5 Grad E. und einer unbenutzten offenen Quelle 61,9 Grad C beträgt. In seiner Zusannnm» setznag entspricht das Thermalwaffer einer Lösung, die i« Liter 32,298 Gramm Salz enthält, unter »velche» Chlor und Natrium neben Sulfat und Hydrocarbonatiouen vorherrschen. Besonders bedeutsam ist der hohe Salzgehalt und die Akadloaktivität der Quellen. Die Thermen v o » E l H a » w t. die den zur Zeit der Römer viel besuchten Qbellen von Gadara entspreche», eutspnageu am Achten Ufer de- Jarmukfluffes und find von Haifa aus in 3'/» Stunde« mit der Siseudahn zu erreichen. Besonders die Eingeborenen kommen auallen Teilen des Landes zur Kur nach El Ham«i, und vor alle« sacht die des KiudersegenS entbehrende «aßische Fra« hier Hilfe. Dir Temperatur des DafferS ist in de« verschiedenen Qoellea der. schieden. 48.75—25 Grad C. Auch hi« ist der Salz«tznÜ ein sehr hoher. Jedenfalls rechtfertigen diese türkischen Büder ihre» do^n Ruf. den fie seit uralter Zeit besitzen, voüanfdei den wiffenschasttichen Analysen, die vom Standpunkt dcsChe«Eers und Balnralogea augestellt wurde«. ' SchWei). -chweizerifitzer Aioniflenver-nnd. »er». 1.6. Die henbe hier tagende, aus all« Teile» der Schweiz besuchte Delegierte»- versa»«luug des Schweizerische, ZivuHeuverdandcs wrim den Bericht des abtretenden Präsidenten, Dr. Arnstein (Base!) über die ad gelaufen« Gefchäfttperiode ent»«», da ein »»wachsen de» -»uisttschen Gedankens in alle» Länsern koastatiert. LU »ena Bvrvrt wnrde Zürich destinunr, »it llirdaktem Lw. PEnAU als Präsident.

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