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Jüdische Volkszeitung · 1916-05-19 · 20 (19.5.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
20 (19.5.1916)
Date
1916-05-19
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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MMf* v-WMu-. M. 20 Polm unter deutscher Verwalt Brak«, Om 1». Mai M-. - Der Ahnen «trbig. I» fduem enge», niedren Siödei i Ein Bau» des Lebens, der dich D»fitzldrr R»bdi ln>»m>>eckltr>, > schützet. Zu seiner Rechten lausch! der! Die e»ge Quelle. die »ich ladt. «ocher,! DieKraukehdtt,Gebeugte stützet. Was ihm der weise Meister lehrt! Die dich begleite» bi» an» Grad. ’ ' treu deine» Bott, treu den Sosvll er heuleAdichied nehmen: Geboten. Lun Stätt», die ihm lieb und \ Da« ist da« Gut. de» höchsten traut. Berk, Den seinen Orten gilt sein > Rig dich der Gaffe Schaar Sehne», Die er im Geist so »st «-schaut. Dn willst nun so«, da junger Pilger. In fernes undekanutc» Land, Gleich Deinen Väter» »illft ou «andern. Auch sie had'uRuheuiegckauut. Rscht Goto und Güter stab dein eigcii, Ein Diadem doch, es ist dein. Da« treu dir bleibt, in Freud und Leiden. Last stet« es dein Begleiter sein. verspanen Rur unverzagt! wie'» uusrr Glauben lehrt. So zieh' denn hin ürft Gotte» Segen. Gedenk der Wolle di« ich dich gelehrt! So du iha suchst aus deine» Kegen. Sei Dir «in»ilde»Los bescher,!. Da drückt der Bacher seines , Reister« Rechte: .Hab'stetenDank.dnRaibimeiu. Wie b» «ich» lehrtest, will ich » halte». So »erb ich »einer Ahnen würdig sein'! Kenn»»» | 3>. i« geloe. Die stStzttsche SelbstverwaltAAg i» warfcha» »ad die )»0e» r. iMrirk n> Marsch«» ) Der M a i 1818 wird in der neuzeitlichen Geschichte ter polnische» Judeuschast denkwürdig bleiben. >u diese» Tnge hat die deutsche Eioiloerwaliung eine Verordnung «lasten, laut welch« die Hauptstadt Polen» von nun ab in de» 'wesentlichsten Angelegenheiten von der Veoilkeruug selbst verwaltet wird. Ken» die neue Einnchtung in der ganzen Bevölkerung bas Gesühl »ou «roher Genugtuung hervorgerusen hat, so haben wir Juoeu besondere» Gruud zur Freude,- denn wir wurden sowohl als Bürger wie als Jude» befriedigt: Di« neue Selbstverwaltung koaunt »vr alle» au Stelle b« Killturhrerschatt der russtscheu Bürokratie, welche viele Jahrzehnt« di« Stabt Warschau »u«gebeu!« hat, und die jüdische Brvtlkeiuug in vielfachem Rahe. Zugleich erseht sie auch da» sogen. .Bürgerkornilec', welche«, als von d« Bevölkerung nicht gewühlt, ihre» Zutraueg« sich kau» erfreuen kouute. zu. »al seine wirkliche Tätigkeit Anlaß zu viele» kklagen gegeben w>t, die in der polnische« und in dn jüdischen Preffe zum Ausdruck geko»mcn find. Besoadn« wir Jaden, hatten gnechtcn Grund UN» zu beklagen, den» wir wurden im Bülgr>io»iire so gut wie garnicht »eiircte» und durch seine Tätigkeit ewpstndlich deemlrüchligt. Letzten'Ende« berührt« es uns am peiulichfteu. daß als neündings das Bürgerko«il« genötigt war,, sich umzugeftallen »nd zum Zwecke vo» Wahlen de» Pia» eine« Stadtrat» auszuarberten, e« mit seine» Kahlprojekt so »ani- »eriert hat, um durch verschiedene kkniffe den Juden tatsüchlich die Möglichkeit zu entziehe», ihr« »eNreter ia d« Stadtverwallung zu haben. ... Eden deshalb können wir uns kreneu, daß die Abfichten dn polnische» chauvinistische» Rüdelisührer »nestelt wurden. Die neue Wahlordnung, — d«eu Gruudriffe wir »utzugtweise unten ansübre», — «hebt keinen Anspiuch darauf, ein letzte« Ko» zu sei» : dies gibt die awtlich« Meldung selbst zu. Ader wrnn wir die Siadtverwaltungeu »er ganzen kulturelleg Welt untersuchen sollten, würde» wir uns überzeugen, daß wohl nirgend» das lerne dewokralstch« Prinzip zum Ausdruck kommt. Dazu leben wir jetzt in ein« Ausuahwszeit, in klriegszeit unter Okkupatiou. Unter solchen Umstünde» mäste» wir umlou.rhr die feüiichrsttlichen »ud duldsamen Grundlagen schützen, aus denen fich die neue Stadtverwaltung ausbaut. Rach der neue» Wahlordnung nehmen an de» Wahlen alle Schichte» d« Gesellschaft teil. Ohu.e Rückfich» aus »ermdgen »ubBiibung. geschweige denn ausReligiou oder.Ration. Für un« Jude» ist dabei »o» größt« Wichtigkeit, daß mau un« keine Forderung stellt, lese- und schrcibekuädig gerade i« der polnischen Sprache zu sein, wie da« Bürgerkomit« ,» seinem Projest deabfichtigt hat, dadurch wir in unser« »atroualr» Ehre gedemiliat. ei», getchrünkl und bei der Durchiühruna waunigsaltigen Chikaueu preisgegeben »ordeu wtren. Jetzt ist es sogar, um in der 3. Jntelligniz-Aurie zu stimme», nicht erforderlich, gerade in der posttisch«! Sprache gebildet zu sein. Dir Forderung, die polnische Sprach« in Kort and Schrift zu beherrtcheu, ist »vr uöii, zur Erlangung be« passiven Wahlrecht«, d. h. um al« Mitglied de« Stadtrat» gewühlt zu «erde», was ganz »c,stündlich ist. Den» nachdem dipolnische Sprache als Amtssprache -»erkannt wurde, muß »au dieser Sprache mtchti, sein, um. sich in derselbe» öffentlich vrrstündigeu zu.können. E» wird »der nicht gefordert. wie wiederum da« »ürgcrkomitee geplau, hat, der Besitz »ou Mitleljchul- Bildung, um Stadtverordneter z, »erden, was besonder» für die Jude« einer Beschränkung gleichka», denn gerade die Jude» - gehindert« die russische Regierung am rücksichwloieften. Schul, bildung zu erwerben. Da« größte Zoigestündui« für die Juden ist jedoch Art. 4, der proportionell« Wahle» feftsetzt. F^ eine nationale Mi», »erheit, wie wir es find (und insbesondere bei der Behandlung der Juden i» Polen) ist die Berhültuisrvahl die unumgtug. lichfte Bedingung, um unsere Vertreter durchsetz«, zu können u>» um nicht, trotz aller theoretisch«, Gleichstellung i, der Präzis durch die Mehrheit »berstimmt, allenthalben bopkoviert zu «erde». Da« Projekt des BürgerkomUee« mißachtet et« diese, «ruudsatz gefliffeutlich, um cbe» »vier schdne» Rcdeusarte» die prinzipiell« .Gleichberechtigung' in einen leeren Schein umzuwanbelu. 8» ist kam» dn Jahr verflösse», seitdem die russisch« Re< gier»»» der Vevölteru», Polen« »ach laug«» Hoffnungen uud Enttäuschungen. als Unterpfand der .allslawischen Verbrüderung' endlich die städtisch« Seldftverrvaltung verheiß«, hat, — nämlich al« sie schon unter ihrer Herrschaft nahezu keine einzige Stadt mehr hatte, in der sie diese verfptteie Liebesgabe verwirkliche» konnte. Abgesehe» davon, daß es auch au sich »ur eine Kurrikatu» einer Stadtverwaltung war. wurden iu ihr die Jude» besonders beeinträchtigt. In den betreffenden Bestimmunge, wurde, wni Jude», mit brutalem Ehuismus al» miuderwertige Bürger ge. stempelt, denen man nur einen durstigen Brocken in Form einer 10*/a Kurie hinaervorfen hat. Die« war, uebendei gesagt, noch du großer Forischrilt, speziell sür Polen, de»» in den rusjsichen Sladtperwaltungc» genießen die Juden überhaupt kein Wahlrecht. Ueberdie« waren die Jude» statu!mäßig »off alle« städtischen Aemtcrn »ollständig ausgeschioffc». Jetzt find wir »ollkommen gidchderechligt und erhaltest in de» neue» deutschen Bestimmungen die erforderlichen Garautierst um »usere Rechte ia der Tal auiüben zu Ituneu. Jetzt ist so. mit au uns die Rdh«. die Kahlen derart durchznfllhreu, daß wir in dner so wichtigen Einrichtung, wie es die Verwaltung einer Stadt ist, »elche. die zahlreichste jüdische Gemeinde Europa« beherbergt, wirklich« and treue Vertreter des jüdischen Volk« besitzen. i-nts-p»», HKrhlord»»», fit de» Stadtrot »er ^»»»-rtznuptüadt Morsch»» lauszugswdse.) ■ Artikel I. Da« aktioe Wahlrecht zur Stadion. ordnNenoersammlung ist a» folgend« Vorauifeßuugeu geknipst: I. Staatsangehörigkeit im Königreich Polen. 2. Voll, endete« 25. Lebensjahr. 3 Männlich«« Geschlecht. . . 4. U*. unterbrochener Wohnsitz inGroßwa,schau sesttveuiafteu« 2 Jahre». 5. Besitz eine« gültigen Paffe« im sinne der Verordnung vom 15. Sepi. 1335 ideutscher Paß) . , . Artikel 2. Da« passive Wahlrecht ist außer de» Lorausletzuugen de« Art. > an folgende Nachweise gekaüpst: l. Vollendung des 30. Lebensjahre«. 3. Bürgerliche U«> bescholtenheit. 4. Beherrschung der polnischen Sprache In Wort und Schrift. Die Zugehörigkeit zu dem die Wahl »ornehmenden Wähl». Krise ist nicht LoranSsetzaug des pasfioeu Wahlrechts. Art. 3 Die Wähler »erden in 8 Kurie» eingeteilt, ent denen jede 15 Stadtverordnete zu wählen hat. f. Die I. Kurie umfaßt die Hausbesitzer und Grundbesitzer.- 2. Die 2 Kurie umfaßt die größeren Handel»- u»d Jndustrieuuteruehmuuge». AI« solche gelten alle U»tdnshmuugeu. di« zur Gewerbeprientftruer in den Klasse» I—IV uud zur Haudritpateutsteuer tu den Kloffeu I— III vrrouichgi find. 3. Die 3. Wahlkueie umfaßt die gelehrten Berufe. 4. Die 4. Kurie »mfaßl Kiein>»"uftrie. Handwerk und kleine Unternehmungen ohne Rücksicht daraus, ob due Patentsteller entrichtet wird. 5. Die 5. Kurie umfaßt Wähler, die zur Wohufieurr veranlagt find. 8. Die 8. Kurie Umsatz! alle dir. jenigeu Wähler, tie in den Kurie» I bis 5 nicht wahlberechligt find. Die Wahle» »erden nach den Gruudsätzcn der B c thtlluiiwahl in den duzelneo Wählerkurie» vorgeuvmmou. . . . Sämtliche Wühler haben i n ihren Kurien bas gleiche StimmenrechI. Die Wahl ist geheim. Die veoölker»ng «ongretzpslenr. Unter diesem Titel schreiht Fianz Tschauder jeil einiger Zeit Ul der »Schles. Zig.' Die letzte Soniitags-Audgabe bringt auch «inru Anilei »der die Juden, wie wir anerkennen, mit Objektivität. Wir geben deshalb die Auifibrungc» wieder. Die erste» Juden sind iu Pole» früher dngewanderl old die Deutschen uud kamen vom Schwarzen Meere her. Den Haupestrom »rächte allerdiug« erst das 14. Jahrhundert. Lar de» Lersolgunge» christliche Fanatiker flohen damals Schaken »an Juden aus Deutschland nach dem Wdchselland«. wo Kt»ig Kasimir der Große ihnen derdtwillig Aufnahme gewährte. Der Zuzug aut dem Weste» hielt auch >» den solgenhen Jahrhunderien an. Ebeus« kamen Eiuwanderer ans Rußland, das den Jude» fest, jeher mit Mißtraue» begegnete. Die wirtschffsi. licheu Berhältniffe im Polcnrdche. besonders die Unterdrückung der Bürger durch den Adel, bereiteten dem Judentum einen günstigen Nährboden. Erft nach den Teilungen hörte die «andernng »ns. Unter der russischen Herrschaft bot weder wirtschaftlich« Stellung der Jude» »och di« aus sie bezügli Soudergesetzgetung sü> eie zur bürgerlichen Freiheit em: gestiegenen Volksgenossen jeuseit» der Westgrenze etwa« I lockendes. Die seitherige Zunahme ist ausschließlich de» st« Geburtenüberschuß zuzuschreiben. Ans die einzelnen kandesl^ile - sind die Juden gleichmäßiger verteilt als die deutsche». ' schwächste» vertreten find sic im Gouveruement Kal,sch <g Preß.), j^am stärksten i» den Gouvernement« Warschau (Iß Klotz) und Petrika» (16 Proz ), wo die bddeu Großstädte ihre Auhäufstug! begünstigen. Die Laudeshauptstadt zählt 300000, Lodz 150000 . Juden. >u vielen Etüdle» Hilden sie sogar die Mehrzahl ha Bürgerschaft. Eie stab zwar überwiegeud Siübtedewohuer. j aber auch iu deu Flecke, uud Dörfer» immer noch stärker peri riete» alt a» den BreuupuuNen des Lrrkehrs iu Deutfchlünd.! Ihr« Hauptbeschüstiguug ist der Handel. Durch ihre Hflnde . geht der Ltwe»a»ldl des Umsatzes der Banken uud de« Grotz- Handels, den Kidohaadel beherrsche» sie nahezu ausschließlich. Sie fahren »ou Dorf zu Darf, kaufen da» Gettdd«. da« Vieh »ad di« soustigru Erzeugniffe auf uud vrrrechve» de» «nid aus gewährte Vorschiffe »der gelieferte Ware,. Der sttdiische» Hemsfrau drstlgen sie Gestugeh Wüd. Gemüse. Bukt«, Eker tung. i, die Küche. Dabn verstehen sie es mdsterhaft, jede unmiNelbare Verbindung zwischen dn ländlichen Urspruugüstelle und dem städtischen Vndrauchn zu »erhindern. Im Gegensatz zu deu Judeu i» Deutschland find die in Polen auch t» anderen Erwerdszweige» tätig. Sie besitze» schöne Grvßgllter uud de- «iiischaste» Bauerufiellen, leite» Fabriken uud find uls gewöhnliche Arbeiter tätig, mühen fich iu der Werkstälte uud im Fruchtweseu. Auf dem Laude haben sie meist den Schank, de» Kram, die Schlächlad, die Mühle, die Molkerei, die Gärtuerd tnue. Eine kleine Minderheit entsaftet arlftokrastsche» Glanz, aber die große Mehrzahl lebt i» Dürstigkdl. Nnsiedtig stehen bst polnischen Juden unter ihren Slaubeusgeuoffen l» Europa im allgemdoru kulturell an letzter Stelle. Im Verkehr untereiuander bedienen sie fich gern des .Jiddisch' oder »Jargon«'. Seine Grundlage ist da« MUIelhochdeutsch. da« die Fiüchüiuge des Mftttlolter« au« der früheren Heimat mitoebracht haben, und das i» Laufe der Jahrhunderte durch Ausdrücke uus dem Hebrrischeu uud Poluischeu entstelli wurde. Wie die elhutsche Einheit de» Bewohnern Koogrrßpolen» nicht eignet, so geht rhuen auch die religiöse ab. 75i Promille sind nach de« Staube vom l. Januar 1905 römisch-katholisch. 52 Promille griechisch-orthodox i,rechtgläubig') olwi uutert, 52 Promille protestantisch. 145 Promille israelilisch. Gskowo, de» 5. Mat. Ja vergangener Woche war es unserem Rabbiner Dr. Reuhaus baut der talkäfligen Unterstützung seilen« der deuischen Glaubendgeooffen möglich, die 4. Sendung von gebrauchte» Kleidungsstücken nach Polen zu senden. Wiederum waren «4 5000 kg, welch« diese« Mal nach Lodz gingen, während die didherigen für Koiisch bestiwmt waren. Die Kleidungsstücke giage» direft a» den Herrn Polizeiprüsidente, von Oppen in Lodz, der dieser Tage de» Empfang der Kleidungsstücke unserem Rabbiner mit Dank defiütigte. Wiakpstvt. Vor wenigen Jahren bestanden in unserer Stadt etwa 100 Ehederschnlsa. ia denen speziell »der säst nur jüdischrr Religionsunterricht und hebräische Spenchc umerrichtet wurde. Unter dem Begriff Schule ist aber keine eigentliche Schule noch deutschem Begriff z, veestehrn. sondern lediglich dn Pnvatunterrichl. Die Lehrpersonen hatten keine besondere Bordilduug und auch keine Prüsuug zur Ausübung des Lehramte« abgelegt. In einer Schule erhielten etwa 10 Schüler i» Alter di« zu 10 Jahren Nuterrichi. Für denselben wußte» die Eltern dne Gebühr an den Lehrer entrichten. Dal Unterrichtslokoi befand sich sür gewthalich in der Wohnung des Lehrers. Einen Einfluß oder dne besoudere Aussicht über die >rl der Schulen hotte die rusfisch« Regierung nicht, weshalb dl« Lehrer auch kdn Gehalt erhielten sondern nur »o» den gezahlte» Schulgeldern ihr Dasein fristeten. Doß unter solche» Umstüudeu sich viele Mißstüude iu da« wichtige Gebiet ie« Schulwesen» dngeschlichen hatten, kounle mau voraussehe». Um die Lag« auf de« Schulgediet zu heben, hat der Herr Lerwaltuu,«chef dne Bekauutmachung erlassen, nach wrichrr all« Cheberschulen der Stadt bis zum 15. Mai d. I. wegen der Flecksiebergefahr geschloffen worden find. In diesem Zeitpnnfte müssen die Echairüume und Lehrerwohnungen einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Bände. Fußboden sowie Tische und Bänke der Schulräume müsse» i» den saubersten Zustand gebracht wrrden. Ferner müsse» die Schulräume dnen besonderen Eingang Hoden, der nicht, wie es vielfach »er Fall war. durch die Wohuuug de« Lehrer» führen darf. Die Schulbänke sind so auszustellen. daß das Licht stet« «ou der linke» Sdte kommt. Auch der häufig sehleude Spuckuaps muß in jedem Zimmer uusgrstellt weiden. Die Zahl »er Schüler wird nach der Größe de« Zimmer« festgesetzt werden, wobei sür jedes Kind mindestens 2 Kubikmeter Luftraum verlangt werden. Hat z. B. du Zimmer einen Flächeuiuholt von 20 Quadratmetern bei dner Höhe »an wenigstens 2 Metern, so köauen hier höchsten» 20 Schüler untergedracht werde». Von desonderer Wichtigkeit ist du dejonderer Abort, auf deffeu guten Zustand und Reinhaltung größte Sorgfalt zu verwende» ist. Wi» notwendig diese Maßnahme ist. zdgt der Umstand, daß fich Krankheitsstll« bei Kindern gejrigt habe», deren Ursprung auf die schlechte Instandhaltung nnzeluer Schulen zurückzuführeii ist. Alle Unternehmer von Lhederjchnlen sollen nicht denken, daß ihnen der Verdienst in Münze dadarch entzogen werden soll, sonder» diese Maßnahme in gesundhdtlicher Hinsicht vo» weiltragender Bedeutung ist. Rachdsm in sämtlichen Räume» der Chederschnlen dne Eäuderung »orgeiwmmen worden ist, werden diese nebst den Wohlgingen der Lehrer In der Zeit vom 4. di« 10. Mai dner Befichtigung unterzogen, die dann über oollstündige Auflösung »der Weitersührurg der detr Schule bestimmt. tzlialptoll. Der Kousuaverdu,Samuel-Haut', der etwa 240 Mitglieder zählt, hat in der Zdt vom I. Fedruar di« 30. April d. I. unter die «wen Mftglieder »es Vereine» 734,07 Mark verteilt Der Brftag ist durch verschiedene «er- »lenste de« Bereiu» eingegaugen. Jm* zsiakpflo» Sehr geehrter Herr Dr.! Di« Feierlage habe ich G. s. D. gut »erbracht. Z» br» beide» Seder-Abeude» waren wir etwa 40 südffche Kameraden, und ich war von Feldrabbtner Dr. Levh mft der Adhaftong betraut worden. Wir haben die Haggodoh Wort für Wort gesagt, haben nichts »usaelafsen und »ach dem Diu alles gemacht. Als Gäste der Biaihstoker Gemeind« haben wir nicht »ldn »I« 4 Festtage Abend und Mittag gespeist, sonbem auch, auf meine Beranlaffung hi», wurde de» Reflektanten Gelegmhdt gegebe». am Ehoihamoed jede» Mittag »hue jede Vergütung reichlich und streng koscher zu rffrn. Damen der jüdischeu.Geselschast Hoden fich in den Dienst der guten Sache gestellt uud sowohl gekocht alt auch »» allen tage» die Bedieuuug bei Tisch gemacht. Ei» Verdienst, »icht hoch genug zu veranschlagen bei de» hoho« Preisen, die hier herrschen. Für die schnelle Srlediauug memer Bitte «Mpfauge» Sie «riueu hefte» Druck. Sir haben d««ft du« m»ß« roa gct»». W. G.

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