Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 20 (19.5.1916)
- Date
- 1916-05-19
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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■!9J«lli«l 3*NK» OoBqdfaag. 'fm Ans feindlichen und neutralen Lindern. Bmtafl, den 19. Rai |9t6. s Br. 20 L»»ia«-. Frech eihebt tn JlalifniilUMU (An Haupt in England, und «an sieht täglich «ehr ein, daß da» Bündnis mit Rußtanh nicht den bisherigen englischen Freiheitlgeist' nach Rußland verpflanzt«, sondern umgekehrt der rulfische Keift der Bedrückung und Verleumdung gegen die Junen sich in England drrit zu machen beginnt. Hicrnan einig« Beispiele, Tb« Iore. «tor Re'iew, eine englische HoudeiezNlung, bemertt, wir müssen Italien non der vasallcnschaft de» deutschen Eapitatiimu« desötten und ergänz, e» dahin, daß unter deutsche« Eapiiaiismn« .Jüdischer Eapitaliim»«' gemeint ist. —? Der jetzt »itl gepriesene Herr Hughe«, der australische Premierminister, hält eine Rede in dem ,Eity Carlton £IubJ, in ner der Satz vorkom«: .Dieser Krieg hat die kotenglocke einer Politik der Billigkeit' geläutet, die keinen Gedanken sür soziale» und industrielle» Sohlergehen der Arbeiter in sich trug, die Reichtum al» Krtßen aussaßte, kein Unterschied, od sich der Riichtnm in unseren Händen oder io denen von deutschen Juden besand. 3. Ein Ino« namen» Riemberg erklärt, daß ih« seine Religion an ldlen verbiete. Daraus die Frage der Richter : .Wer lötete Christus?' .Waren e» nicht deine Glanbeusaeuoffeu' k WaS soll man zu solchen, gelinde geiagt, Geschmacklosigkeiten sagen. 4. I« Canadijcheu Parla»ent machte ein Mitglied .Die schnrkischen Inden' sür jede Spekulation verantwortlich, der Premierminister hat ihn alleid.ug» widerlegt und die Juden in Schutz genommen, S. In Birmingham wurde ein berühmter, Pfadfiudersührer abgesetzt, weil fie die Mitarbeit eine» Inden nicht serner wünschen.' Da» ist nur eine kleine Blütenlese, die um viele Beispiele allwöchentlich vermehrt werden kann. — fatal ist di« Position.der englischen Juden in Bezng ns Rußland überhanpi. ES ist ihnen nnmdglich, länger ihre Ingen vor den ihnen täglich bekannt werdenden russischen Kreueln legen die Juden zu verschließen, aber die Buudesgenoffeuschast irbfttet chncn, sich in die innere» Angelegenheiten de» Freunde» ' «Ischen. Da leisten fie nun an equilibristischen Kunststücken « Ungeheuerlichste und bemühen sich da«, wa« Rußland an- ,ehl, ans Deutschland abzuwälzen. Und doch leuchtet überall >ie jüdische Seele, daS jüdische Gewiffeu und die jüdische Barmerzigke.t hervor, sodaß begründete Hoffnung vorhanden ist, aß die Verständigung Nicht lange wird auf sich walten affen. _ Zraulrrich Gin französischer Vrofessor Profeffor Viktor Basch, von der Sorbonne in Pari», der seit der Drehsuiaffäre ein Lorkämpser sür die Rechte der unterdrückten Juden ist, hält sich gegenwärtig im Austrage der sranztfischc» Regierung in Amerika auf, wahrscheinlich, u« die dortigen Juden in enlcutesreunblichem Sinne zu beeinsinffen. Au« einer Unterredung, die er dem Vertreter de« .AmericanHcbrew' gewährte, ist Folgende« zu entnehmen: .Die jüdisch« Frage ist ein tiefere« Problem, al« e« oberflächlich scheint und ihre Lösung hängt von vielen Faktoren ad, die sich der Eontrolle der amerikanischen Judenheit entziehen; deshalb kann jede tffenlliche Acußcrnug, die die politische und diplomtischc Lage nicht in Rechnung zieht, unverbesserlichen kchadrn zusügcn. De« halb ist «ö auch ein Fehler, jetzt Rußland anzugreifen, da« sein beste« Blut verspritzt, um die Siviiisation und die Ideal«, von Freiheit vor Zerstörung zu retten. (Ist da« jüdisch? Wie Iveltverloren muß dieser Proseffor («in:) .... Beim ersten Gedanken scheint e«, daß eine russische Niederlage den Juden Europa« zum Vorteil gereichen würde. Diese Anffoffung ist nicht« al« da» Kind eine« Rachegeiste«, de« Wunsche« zu strafen, ohne Berücksichtigung seiner Wirkung, Rußland» Niederlage wäre ein Schlag ans den unglücklichen Juden de« Osten«, ein Sieg de« Junkertum«, Militarismus, Pogrom» und Autisemilitmut. In Deutschland existiert kein phyfiiche« Ghetto, aber ein mora- Iffchei da« unzeiftiitar ist; denn jeder Bauer, jeder Proseffor, jeder Offizier und jeder Soldat ist davon überzeugt, daß die semitisch« Raffe eine niedrigere ist und hei Mischung mst letzterer eine Gefahr sür den deutschen Senin« der Kultur bedeute. Ich hade jahrelang in Deutschland studiert und bin jetzt Proseffor der deutschen Philosophie und hatte daher reichlich Gelegenheit, diese Frage zu studieren. Ander« in Rußland. Da« russische Volk denkt nicht so, nur die Regierungöbürokratie. Sie ist schuld au den Pogrom», wird aber bol» aulgewirtschaftct haben und daun werden di« Juden dort befreit', (Man möchte über die Naivität diese» Herrn lachen, wenn sie nicht im Anblick der unsäglichen Leiden der russischen Juden zum Weinen wäre). Frage de« Juterwiewcr«: .Wa« können «Ir Juden >un tun, nm SIcichberechtignng unserer unterdrückten russischen flrüder zu erlangen?' An t w or l ,E« ist die Pflicht der englischen und frondsischen Juden schon »ährend de« Kriege« einen Druck aus hre Regierungen au»zuübcn, um Rußland zu einer liberaleren ßattung gegen die Inden zu bewegen. Rach dem Kriege, und «I» bi« Vereinigten Staaten al« da« mächtigste und einflußreichste neutrckie Land zu den Friedei-overhandlungep nicht zngelaffen »erde», müffen Frankreich, England und Kasten für die Juden iprechdu, wie sie e« 137« aus de» Berliner Songreß getan haben tmit welch«« Erfolg?). Wenn Rrulrale zugeloffen weide», dann «erden die «. St. Gelegenheit haben, für die Juden einzutreten und dabei durch obige Staaten unterstützt weiden. In jedem Fall« wird die jüdisch« Frage des »er Kriedarskonjerenz, die früher »der später ko««en wird, Beachiurig finden. E« ist aber nötig, daß di« Juden der verschiedenen Länder sich jetzt darauf »orberesteu, ihre Forderungen der Weltsriedentkonserenz zu unterbreiten. E» erfordert die desten Gehirne der Juden, diese« Dokument auszuarbttteu. Der erst« praktisch« Schritt wird sein, eine Vertreterschaff i» jedem Landezu wählen, der zweite, die schärfsten Geister! zur Verfaffung de« Dokument ausznsinden. Die körpeqchast darf keine schwerfällige sein, höchsten« 3—lv Personen in jedem Lande, desouder» aber in Rußland, .(wenn di« Behörden r« nicht hindern); denn seine Sach« haben wir zu vertreten, de« halb muß e« auch erNäreu, wa« e» verlaugt.' Wn» Hrevkn» Kotz». Der Sohn de« Verbannten von der Tkufeltlosel, Ariilleneleutnant Pete» Drehiu«, ist wegen seiner ilapserkeii vor Verdun im Dage«desehi gelobt worden. Besonl er« am 23., 27. und 28. Februar, aber auch i« März, hat er al« Beodachtungtoffizier tm heftigsten feindlichen Feuer die Verbindung mit seiner Batterie auftechierhalten und ihr eigene« wirffaiie« Feuer gesichert. Sustav« Hervö, der in der Bietaire (vom -.) den Wortlaut de» Tagesbefehls wönlich abdruckt, bemerkt dazu: .Weich« Freude mag da«, nach jo viel Bitterkeiten, für den Vater Alfted Drehfu« bedeuten?' Dem kann man sich nur anschsteßen; denn niemand in der Weit wird dem vom französischen Milttariimn« so furchtbar «ißhandelien jüdischen Offizier die späte Anerkennnng mißgönnen wollen. S«»S«it». Zuffardernn« zur Keransiaktnng e ine» llkrogr»»». Rach einer Aukarefter Meldung berichtet die in Jaffy erscheinen»« .Opinid', daß dort in den Postwagen karren mit dar Aufforderrrng zur Veranstaltung eine» Program« gegen die Juden verdreiiet »erde». .Opini«' sordert die Regierung auf, den Umtrieben ein Ende zu machen, wa« um so lerchirr sei, all die Leitung der rumänischen Anttsemiteu ihren Sitz in Jaffh habe, Sußlaud. Gin >ikf«rnk »er rnssisitzen Aremdoikü«, an zßiksan. Gtocktz^». 9. Mai. Die Liga der Fremddtlker Rußland« hat heut« folgende« Telegramm an den Präsidenten Wilson gesandt: An dfn Präsidenten der Bereinigten Staat» von Amerika Mr. Woodro» Wilson, Washington. I Herr Präsident j dringender Rot wenden wir nn> an Sie, Helft Präsident, inen Vorkämpfer fm^Humaniiäi und Gercchtigkest, d Eie an alle Menschenfreund«, um Ei« «iffen zu eich schwere« Schicksal unsere Volk«- und Slanben«- durch Rußland« Verschulden erftagen müssen. — vft m< durch Sie, Herr President, auch an. Rußland« ft, denn wir »iffen, daß auch fie in ihr« Frtthttt«- ihrem Rechtigefühl unsere Leiden unrrftllglich finden Wtr Angehörige der sremdstämmigen Rationen und Religiou«- gemeinschasten Rußland klagen die russisch« R«ierung vor der gesamten zivilisierten Welt an und rufen »»Hilft: um Schutz vor Beluichtung! (ES folgen dann die Hilferufe der einzelnen Fremdvblker, der der Juden lautet) : Wir Anden Roßland« sind geknechtet wft kein andere« Ball der Sr«. Wir werden geistig und körperlich dem Sftchtu« überlasse». Wir werden a ms Besuch der Schulen und Universttüken gehindert. Zusammengepfercht in Ansiedlungtrahou«, gab mm uni steigender Verarmung und Verelendung prei«.! In barbarischen Pogrom» ließ man den Pöbel (eine bestialischen In. sttnfte an un« austoben. Durch den Krieg sind Hunderttausend« von uns in die Fremd« gehetzt «orden und viele Lausend« find dabei elend umgekommen. Unser« Wohnstätten sind au«, gepünder«, und täglich verkommen unser« Volksgenossen im entsetzlichen Elend. Dann folgt: Ei» ftevelt Rußland an un«, seinen eigenen Untertanen. E« hat jegliche« national« Lebe» unterdrückt, e« hat unsere lebendigen Kulturen vergiftet. Eitteulasigkett und BestechidUtti hat Rußland an dft Stelle der Zucht und Ehrlichkett gesetzt, anderdgÄubige Religionen versolgt, Aufschwung und Mldnngtdrang uiiterdröckt und dft Berdnmmung seiner eigeaen Untertanen aagestrebt. Jetzt ater, während unsere Brüter für Rußland bluten uili sterben <die Finländer find davon befreit), jetzt hat die »be I d>ß russische Regierung ihrer Beamtenschaft villiae Freihei um ihr« Zersttrnng»mnl an unseren Sohnstätten > Wft beklagen un« nicht über dft durch dft Krieg« hervargernsenen Schäden. Aber mir bettageo un« al losen Zerstörungen, die au» reiner Luft am Raub un» auf direkten Befehl verübt worden sind. Mr an» über dft gemeinen Berdächstgnngen eigener l über dai.Siukerkerv, verschleppen, verstoßen in Hun und Rot. Wft beklngeu und über da« Hinsiechen und Tausender von Uafchuidigen, von Greisen, Frauen und Wft haben nicht »«rgeffen, daß Millionen unserer genoffen sich noch in russischen Händen befinden, l der Mund verschioffen ist und sie bi« fürchterlichster still dulden müffen. Sir kennen auch die Sewohff! russischen Regierung, an wehrlosen verwandten und anaehöriaen Rache zu nehmen, wenn sie ihren Haß nicht kühlen kann, di« die Wahrheil sagen. Mr können heut nicht« für die Unseren inn. Gott Ader «ft «iffen auch, daß niemand von den Un den Versprechungen der russischen Regierung Glaub Rft werben unsere Nachkommen da« Marthitnm ner Rußland Iber un» gebracht hat. Rußland hat ihm zur Pflege anoeNranl waren, gekuwhtet und und seine Macht dazu mißbraucht, um seine < tauen zu martern und unseren Wohlstand aus hinan« zu vernichten, SvhatRnßlandselbft un» von sich Und e« wird auch später dft verfolgnng nnserer genoffen forstetzrn und nicht ruhen, bi» da« Ziel der Fremdoöllrr al« Rationen, erreicht ist. Darum rufen mir: Helft un«! Schützt un« nichtung I ^.iga der Meemtzoöille» Wntztawds. Kouut SiMacn«, Samnli Sari», Baron j der siiopp, Sylvia vrödrich, Lettich« Gruppe in de Lüauische« Somit« in Bern, Dr. I. Saulh«, >. gegeben, ai «znloffen. lotzeeattonen dft sinnffnd Mord beklagen llsiteetanen, Eiend Sterben Kindern. Stamme«, ihnen Lnaleu, Heft der Stammetan drum ' chütze sie! neu mehr n schenkt, ffeu, das Ikcr, dft vsrwahriost llnterirrattonen einer en >s Eft irr stosteul Stamme«. ffittiottnn, vor ver- Zn ui ein», S. Kairo«, Michel Lempicks, Mftglied der Vnm i. Sierosöewfki, 8. Dawidsohu, U>r. S. Zabludomfkl, .. “ *i«ii Waclaw Dmptr» ulRachi» »aelan ch au die gemandt an den Vertreter unterersehnt, d« en Douzow, Uftainösche Gruppe in der Schweiz, Kosh Ibrahim, Michel de Tseretheii. Dft verirrter der meitrnsfischeu Vevtlkerun Laftowsft und Joseph Soiowftj in MIna ha den A.iga de, zftmntzntzitzer ßsintziand» lu .Stockhola . und sie gebeten, dem Appel, den die Liga o» 9. M li Präsidenten WiÜan gerichtet hat auch, ihre Romen ab de« werßruffischen Volke«, da« ebenso wft dft and« brückten Völker Vefteiung von »er ruffischen Knechtscho t hinzuznfügen. | _ Soksthastn Btonn^ni Ibtr <üt Mch« rtotö«i- . ^chützB (ä JiiWItln- Der ,Jewi«h Advoeate' derichlet in seiner vom 9. März Über den Empfang einer jüdischen ' durch den votschaster Herrn Henry Morgenthan in Die Depntatton bestand an» den Herren Dr. Schmarft W. S > n «I i u, |Dr. Ben-Zion Mosstnsohu und E. W Epstein und suchte den Botschafter auf, um ihm HUfthiligkett zst Gunsten der pallsttuensifcheu Jul Dane aulzuiprecheu. Herr Morgenthan trifte der Deputotftn mit, seiner II«derZeugung dft paitstinenstfqen Juden keine Schwierigkeiten izu erwarten branchten und zi— die freundliche Unterstützung der »Nomanischen neu dürften. Der .Jewish Adomat«' beeichftt in der mer über Nur RÄe, dft Herr Morgenthan am .... der Jahresversammlnng «er Rem-isiork Eöncation» a «haften hat. Er behandelte autfkhrlich dft jümschi sotto n in Palästina nn» deren Znkunftlau «sichten der Utberzeuauug »nidruck, daß in Palästina »ft vieler Milltoney Juden zwar ln' absehbarer möglich sein weche, sodaß dft wirttchaftlich« Notlage btr durch dft jüdische Kolonisation Palästina« allein nt werden kann, »aß jedmh Palästina sehr wohl zu einem höchst entwickelter jüdischer Industrie werden könne,' nationale Sphäre jüdischen Etustaffe« in »er ao schaffen würde ijn» daß jüdisch« Kunst unk Lttteratur ihrer höchsten Bitte gelangen können'. Nummer chepnlotion 1 lew-N»rk. Levi». 8« wi n>. für feine il« ihr« *1 auf rech- Rnm» Gu, aus Alliance Kolonttnd gab > ifiediün, Zft nW Inden Eentrn» .ein« «Nt bar» zu gleisi » > f Ist t>» gaun Brnrik. Mewporll. Am II. März fand »ft Ei um «iner nener» Synagoa« in Newyork statt, Sinai-Tempets. Den Einwechnngiakt dollzoa Dr. Levy von Pittibrmg. — Der llnterstütznnasfonb für dft Juden ergab big Ente Februar dft Sn»»« von Dollar«. Ein wettere« Anwachsen de« Fond« erwarftte einer allgemeine» Purtmsammlnug am 19.3, deren noch nicht bttanüt ist. «ihn» , e« Rem- Seonhar» b drängten 3 löllsro' nan von Resultat Var letzt« Set». j vo» Schal»« Asch, pad dem Jiddischen »an Geh. Kanststottairai Prof. Dr. v. Her». Sita«. I Drei Tage haben sie gcwattet, gemeint, Gott werde ttn Sünder tun und die schreckliche Verfügung werde verschwinden: ie haben nicht« gelon und bis znr letzten Minute gewartet. ZwN Tage, nachdem der Radbiner gehäugt wordeu war, mite der Kommandanl den Semciudevorsteher Berechja und 2fer Ehaffid kommen lasten und ihnen gesagt: nach drtt Tagen lürfe sich kein Jude mehr in der Stadt. befinden. Da« verlanden sie nicht; denn sie konnten sich nicht vorstellen, daß dft suben einer ganzen Stadl mit Seibern und Kindern, mit ttaukru und Allen, dft nicht mehr imstande waren allein zu eben, dft Stadt verlaffen sollten. Wohin follft man auch eben? Und wa« würde mtt ihren Häusern werden, mit ihrer mtt »er Syua^e, de» «ehrhanfe, dem Friedhofe und allem aiidern? Eft dachten, man wolle sie nur erschrecken, und sie «men auch erschrocken. Mü klopfende» Herzen «arteft da« Städtchen ans ffe. Eine Anzahl Männer stand vruuneri aus de« Marktplatz«. .Juden, e« steht nicht gut l' ries ein« von tiefen, all er dft beiden mit flatternden Ricken und zitlernten Stirnlocken laufen sdh. befiehlt un« zu gehen,' sprach der Kemttudevorstehtt voll Schreck«, ki«?!' t Seid und Kindern, mit Kranken und Alten, hinanl l Rach trfi Tagen soll keiner mehr hier sein.' Leute schwiegen; mtt gesenkten Köpfen gingen sie anoeinander, un» sch« nach einer Mtunre wntzft dft ganze Stadt »an de» Unglück. Keiner aber glanbft, daß ««ernst gemeint stt; allestieiten dafür, man wolle sie nur «eschrock». Sft hatten daß »ergleichen im Innern »on M wo Inten nftht wohnen ddfin: von dott schickt i weg, welche »mthin kommen. Aber ihr Städtchen, fett Uqeitrn wohnen und einen uralt«» Friedhof Hab« manerten .Stübchen' ans den Settern aller »gntm (chaffidffchen Wmtterrabbi»), wohin unzählige Inden kommen — dessen Einwohner iollte man am Tage »ultteiten? Und was wurde werden mtt und Läden, mtt der Synagoge und dem Lehrhans«, Gräbern der Eltern und dä Waaderrabbi«? sinmn nicht an «sammenznpackeu. Wa« sollen, Bettzeug, Wäscht Kleider? Wen» da» Wertvollfte, mtt den Häusern, znrückbiftb«? So liefen sie nnr dachten nach, mutz man d» könne. dft Gooiiiioimiotlsftibt zumSonvernem sahen , sie nicht; denn dann mir eine Erianbni» nöttzz, hfttten sie nicht. entschloß.mmrsich M einem mtt den dft er-