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Jüdische Volkszeitung · 1916-05-12 · 19 (12.5.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
19 (12.5.1916)
Date
1916-05-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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3IMWK voidMmy. i > \>m i ly--?- -- Aus feindlichen und neutralen ^Ländern. Brol«, toi U- BW W6 ttt.V ft* e*(lil4n J.ktn*it»t ftr ft*(U*» Di« raglffch« 'Rcginuag tchnn ,*rt« Bis Hk »och Xoftn*, ua da« araig «iglaxdfrnindlich« Rußland ffir sich ju gtinaatn aak ti frfaea politisch»» und »iiiftbastlichni Pläaen gnikigi za «ach»» Um drsoadrr« d»a russisch»» Erzraakliaatrea, die die schliwaften Eaglaadseiud« iu Rußland dUdeu, göasiig st» England zu st,amen, Hai. wie die .Seaischiua' erstihn, die «agllsche R<- gieronz deschloffea, sämtlich» rus-schru Jude», di« sich zu Beginn de« Knege» oa« Rußlaad auch England flbchtrlkn an Rußland autzuliefer», damit fie in daß .gloereiche Heer' de« Zaren ein, gereiht werden. E« handelt sich auch um die russischen Juden, die per drm Iriege sich durch stusmauderung au« Rußiaud der 1 MiliLrpflicki »üdzageu hatte». Da« rrattionäre Llatr bespricht ia asfeufichtiichrr Freud« diesen fteuudschafilichen 8kl England». 8» stellt de» rüiklran«parti»rlen Juden haeuig Adaehmlichleiten iu Aussicht, sie kdnatrn jedensail« sicher' s«iu, daß da« russische Blilittrgeseßduch iu sein«, schtrffteu Paragraphen eine beiandere Antleguag erhalte» mürbe, ,da diese« auch durch de» augenblicklich herrschenden Kriegtzuftand gedaten erscheine'. Dast die ausgelieferten Inden , iu die erfteu Reihe» all direkte« Ranaaertfuller verwendet amrdeu, dürfte kau« eine« Zweiftl unterliegen. Wahrscheinlich «erfillt auch ihr Lermdgeu der Raafitkatian. Da« eugNsche Ariegamiuisterriu» Hersügte, daß all« Studenten de« Landauer Rabbiue riemiaar« sowie die Besucher der Landauer und Rauchester Jeschiwath pan de« Rililärdienst« zu defteien seien. fiue ueue jüdisch« chrgnailatia» iu fug lau» Die .Rananale Union für jüdisch« Rechte', eine neu begründete jütische OrgaaisaNan in Sngluad, hiel, am 12. Rürz in Landau ein Rasseameeling ad, aus welchem der Larsißende der Union, der bekannte englilch.jüdische Jauknalift, Herr Lucien Ssls, und Herr Israel Zangwil da« Programm dieser Organisation earwickelien. Di« Union erstreb! die Gleichberechtigung für di« Juden in aste» Lindern, »ad Hai außerdem ei» besondere« Programm für Paitftiaa ausgeftesti. indem sie für Palästina außer' «er Gleichberechtigung Erleichieruag der Einwanderung und Kalauisatiau, sowie für die dortige» jüdische» Koloujen munizipal« PriaUegiea veriaagr, di« eine Reaaiffance de« jüdischen Lebea« und der jüdischen Raltur in PalLftrna gewährleiste». Di« Union hasst, »aß sich alle großen jüdischen Organisatianeu Eaglaud« auf diese« Programm einigen werden. Di« jüdische Presse England», an der Sp,ß« der .Iewish Ehrauiele', steht der neue» Gründung vorläufig skeptisch gegenüber; der .Iewish Ehrauiele' demtuaeil im besonderen die UnAarheit de« Berhältuisse« der neuen Union zu« Eaajaini Aommittee, da« eigentlich seiaerseit« die Ausgaben zu erfülle» hätte, di« da« Programm der Unis» bilde» lallen. Ein Führir der englische» Ziauiste», Dir. Herben Beut»ich, der La,, sitzend« de« Order af Aacient Maccabaean«, berühne in einem Barirage, de» er auf einem «sfeutlichen Meeting in Cardiff »der da» lhemst .Der ZianUmus, seine Arbeit und seiae Ziele' hielt, di, Gründung der neuen Union, der er Bympatdicn entgegeabringe, und deren Versprechen zur Rita,bei, er Mit Freuden begrüße. Allerding« linne sich die Zranrftische Organijarioa aus kein« Aendernng ihre« in Basel sestgelegten Programme eirlaff n und sich niemal» zufriede» gebe», bevar diese« ascht in seinem ganzen Umsangr realisiert »arden sei. Kmüreich ' ‘ 9« der frauzüsischea Zrure» teidrdert Oberst Camille Baruch Levy zu» Brigabe-Seneral. z»m OberftleMuant er. nanat: ©otoiDonwtKf M. s. Levy; zu Bataillo»s<t.efs Kapltoins Block (42V. Zaf.-Reg.) u. Naquet Laroque (Sohn des Generals): zu Escadronchefs die Hauptleute Ul »er (118. Art.-Reg.) u. Hauser v. Generalftad. 1 Geßertzca ia Wari»: Grneiolarzt Fulee Aaron. im -Her von t -66 Jahre«. Lohn de« ehemaligen Großrabbiners von Eiraßburg. wchla,-. . Gi»e »e»e Zaleitze Nach Petersburger Berichte« werden durch die neuesten russischen versuche, in Amerika elne.Sckatzscheiaauleihe von NX) Milliouev Dollar avfznnehmen. al« aussichtslos bezeichnet. Die ia Petnsbarg anmesevdeu Delegrrrte» - des amerikanischen Konsortiums stellen uicht bloß sehr hohe ^Zinseabediaguogen. sondern fordern auch eia formelles Berspreche« der Negierung, die russische Zudengesetzgebung -u Ludern, da sonst die Unterbringung von russischen Staateauleihe« in den Vereinigten Staaten auf unüdermiudliche Schwierigkeiten st-ß«. I - JacobH. Schiff hat seine Beteiligung a» der vor» geschlagenen russische» Anleihe abgelehat. Hk»kro»ßt»»»ag. Die heranaaheaden Opern lassen ia Rußland dt« übliche» antisemitischen Ritualmordmärchen wieder aufüben. Nicht weniger «I* vierzehn russische Städte werden namhaft gewacht, wo die jüdische Bevölkerung unter begründeter Ppgromfurchr zitten oder wo Pogrourversuche bereits »nkzeniert worden sind. Za elf rassische, Großstädten^ darunter ia Kiew. Odessa und Kischiue«, bat die jüdische Gemeind« unter Beistigung von Erlaffen und Aufrufen der dortige» Schwarz, huaderiorganisatione» das zentrale Polizeidepartemntt um Schutz. . ' wagregelu flehentlrch gebeten. Der neue Deparlewentchcf General - Klimowitsch hat es für richtig befaaden. die Hilseraie einfach i ' nicht zu beautworten. Zn <i«w hat de, berüchtigte Doppeladler- ' Verein eine» gedruckte» Aufruf veröffentlicht.'dessen Schlußsatz lautet: .Die Juden habe» auseren Zareu „d uutere christliche < Arwee u» SUberlinge »errate», uud ihre Osterdrode werde» a»ch dieswal Christeablat enthalten. Seid auf der H»i. Jede rechtzeitige Unichädlichwcchuag eines jüdischen Verräters rettet ein ionst der giansawe« Vernichtung prnsgegebenes Bataillon. Lvd den verräterischen Iudäern!' Ja Riga rottete» sich a» 20. März auf der Suworowpraße vor eine« jüdische» Lrawladev Hunderte von Persone» aus der Hefe der Bevölkerung zusawweu, da eine Bauernfrau plötzlich zu schreie» begann, ihr Ltzchwrche» hätte diese» Lade» betrete» »ad wäre seitde» verschwunden. Be»achbane Juden, die sal en. wie der Mob unter Leittwg von g»t gekleidete« Herren sich bereits anschtckre. de» Arawladea za zerttüwwer». telckovierten an den Gouverneur uud wurde» vo» ih» a» de» Poltzeiweister verwie en. der richtig gaaze zwei SchutzwLaaer entsandte, die aber die & iter des beginnende» Pogroms ehrerbietig begrüßte» uud i» Ruhe verhartten. Slückticherweise schlug die Mittagsstunde und e« erschiene» große Arbeitergruppen, die den bedrohten Laden umlingelte» und die kreischende Bäuerin »ach ihrem Hei« begleitne«. wo sie da- »erichwundene Töchterleia ruhig schlafend vorfa»»en. Sie brachte» es a»f de» Pogroarplatz «ad widerwillig ging ber Mob au-einavder. Zn Eharkow begann a« 28. Mürz auf!der äußerst belebten Suwystraße vor eine« jüdischen Geschättstodeu eia Eteuerbeawter mit Hofralsabzeichen o» hellen Tage zu schreien, in diese» Lade» hätten sich soeben drei Babdiuer begebe», von denen einer unter dem Mantel ein wie ei» verschnürtes Kind aussehendes Paket getragen habe. Schon begannen sich Pogrowlente zufammenzurotten, als eine größere Anzahl vorübergehender Stadente» in de» Laden drangen und dort neben de« lüdischen Besitzer und drei jungen Berkäuferiunen lediglich ein Dutzend christlicher Damen als Einkäuferinnen vorfandeu. Sie bewächtigten sich nunmehr des alarmierenden Hofrates und schbppteu ihn zur Polizei, wo sie seine Brrhaftung verlangten. Der Polizeichef «rklLtte jedoch, der Hofrat habe nur seinen patriotischen Sinn bekundet und stehe übrigens in Die»ste» der polttrfchen Polizei. Mau sieh«, Rußland kämpft auch im Z»«ra für die Kultur. Dax Theodor Behrmann. z^ogrowgefaßr t» Moola». Sin Pogrom große» Eitils ift nach einer Meldung der »Birichewijo Dijdowosti^ aus Moskau gegen die dortigen Pole». Juden und die übrige wohlhabende Bevölkerungen geplant. Der Etadtkowwandant erließ daraufhin zu» Beruhigung der veoölkernng eine Verfügung, i» der er ankuodigte, daß die Polizeibehörden ausreichende Maß»ah«en getroffen haben, um alle Ausschreitungen »ab Unruhen >w Keiwe zu ersticken. Ai» rnsstiche» ^staNurtzild Wir lese« ia der »Zeitung der tv. Armee": "vs war im Zahre 1880: Sitzt da ein Dreiblatt, bestehend aus dem Ooerstleutnan, S.. dem Major 8. und ßem Kapitän (Hauptmänn) Hmirao« in der Wohnnng des Majors bei« Kartenspiel. Der Oberstleutnant uud der Kapitän waren die Leidttagenden. Der Major gewann säst immer, , Smiraow hatte sei» väterliches Erde und de. Unterschlagungen des kommenden Jahres, die er erst machen wollte, »nd die er im Voraus berechnet hotte, läugst verspielt. Dazu hatte er von de« Wuchercr^Srul einige Tausend Rubel zu eine« unglaublich hohen Zinsfuß gepumpt. Dennoch spielte er weiter. Die Wechsel waren läugst fällig. L.ul wagtt nicht, klagbar zu werden, da er die wohlbekannten Soldatensäufte der Swirnowscheu Kompagnie fürchtete. Ec suchte mit Swiruow mündlich zu verhandeln; doch Smirnow ging dem Manichäer geschickt au» de>ä Wege. Der Luuche hatte strenge Weisung, Srul an die Lust zu setzen, wenn er sich zeigen sollte. Srul dachte nach, wie er mit Smirnow zusommmenkommea könnte. Er gab drm Feldwedel, der sich allabendlich zn« Rapporlerstatten bei de« Kapitän meldete. S Rudel und bat um Hilfe. Der Feldwebel strich das Gelb schmunzelnd ein und bestellte den Srul iu die Wohnung des MajorS. wo an einem Abend Kauen gedroschen wurden. Srul war zur Stelle. Der F^idwebel tlvt an den Kaitentisch uvd erstattete laut tzlewohnheit kurzen Rappon. .Ehoroicho" (gut) antwortete der Kapitän, der mit halbem Ohr hingehört hatte. ,Ev. Kohlgeboren". fuhr der Feldwtbel fort, .der Jude srul möchte Ew. Voh geboren sprechen". .Stör mich u»cht. Durak (Dumwerjahn). Hang' ihn auf!" avlwoneie getrizl Smirnow. Mit einem .Zu Befehl. Ew. Wohlgebvren" entfernte sich der Keldivebel. .Komm mit, S»ul" sprach der Feldwebel beim Hinauslreten. »heule kannst du den Kapitän nicht sprechen". Ahnungslos schreitet Srul neben dem Feldwebel bis zur Kaserne und klagt über die Uneh»l»chke»t des hohen Herrn Kapitäns. Schon unll er sich verabschieden, da fordert ihn der Feldwebel auf. in den Hof der Kaserne mitzukommen. Der Jude ahnt nichts Böses und geht mit. Auf den Befehl des Feldwebels packen ihn drei starke Soldaten' und schleppen ihn iu einen Stall. Bald ist ein Strick zur Stelle. Nach zwei Mirtukeu baumelt Srul an eine« Querbalken. Lorher hat der Felbweb^ »tt eine« schnellen Kunstgriff Eruls Brieftasche an sich gebracht. Die brn Soldaten grrnien tierisch über das gelungene Stücklein. Rach zwei Stunden findet sich der Feldwebel bei hem noch immer a« Kanentisch fitzenden Kapitän ein uud meldet: »Em. Dvhlgedoren. melde gehorsamst, daß Sr»! hängt". Die Kartenspieler »erden aufmerksam. »Was sagst du V fragte der Kapitän. Der Feldwebel wiederholt die Meldung. Ernüchtert springen die Herren auf und eilen in de» Stall der Kaserne. Sntt baumelt wirklich. Er wird schnell heruatergeholt, Wiederbelebungsversuche «erden augesteüt, aber Srul ist längst zu den Vätern versammelt. — Das Kriegsgericht spricht eruige Wochen darauf das Urteil. Es lautet: Der» Kapitän u»d der Major werben freigesprocheu. Der Feldwebel wir» wegen Ausführung eines törichten Befehles zu ei»er Kirchenbuß« verurteil. Der Oberst wird degradier:, weil er es ged'utdel hat, daß in seine» Beisein von einem untergebenen Offizier eia geietzwrörrger Befehl erteilt worden ist. AKr die Pkeichserechstg»»ß. Zn jüngster Zeit fanden in Rußland drei Mchnge Kongreffe statt, ein Kongreß des kriegsindustriellen Komitees, ein Kongreß des Städteverbandes und nn solcher des Semstwo-Berbandes. Sämtllche Tagungen spräche, sich i» rh.en Beschlüsse» eutichieden zugunsten der jüdtschen sAlrichderechtigiug aus. 5ch»ei). PI« rnwänifche» A^aetite» Vir erhalten vo» ,Berr» der in der Schweiz niedergelassenen rumänische» Zfraeiitea" eine Resolutio», der wir folgendes entnehmen. Die ResolutLon stellt fest, daß seit de» Zaßre 1870, iu de» sich Rnmäaien formell verpflichtete, die Ade» i» Rnmäaien nicht als Fremde zn detrachw», »nd ihnen gegenüber die Handhabung einer freundlichen Poliük versprach, so daß »au langsam zur »oll ständigen Gleichberechtigung ber Faden gelangen sollte, gemäß de« >rt .44 des Berliner Vertrages, mehr als zweihundert Gesetz« angenommen morden find, die. angeweudet aus die Zuden unter de« Vonvaode. daß sie Fremde wären, sie immer stätker in ihre» Lebeusmözlichkerten bedrücken, sie in materielles uud moralisches Elend versetzen und sie zur Auswaudernng zwingen — und das trotz alle» Beroeiseo des Patriotismus und ttotz der Aufopferung, die die Fade» i« rumänischen Befreiungskriege tnriM« Felvzng gegen Bulgarien »Zaßre 1018 an den Tag gelegt haben. ES werden erwähnt die .nnwürdigc Behandlung der Jude» i« Heere, vo fie verdächtigt und als e« inferiores Element betrachtet werden, das Gesetz betreffend die Fremdcakonlrolle, welches darauf hinaus will, die Jude« offiziell einfür allemal zu Landesfremden zu stempeln, die Schwierigkeiten, welche den Zuden vorsätzlich bei der Ausstellung von ReisepÜffen gemacht werden, die Austteibungen der »»gehörigen der eiaderufenen jüdischen Soldaten". Die in der Schweiz niedergelaffeuen rumänischen Zsrae- Uten, die sich am 3. April iu Genf versammelten, haben nun geschloffen, einen Verein, ähnlich de« vor einiger Zett in Paris gedüdeten, zu gründen, und ein aus in den verschiedene» Städten der Schweiz avsäffigen Mitglieder» zusammeugesetztes AktioaSkoaitee zu wählen, welches i» Genf seine» Sitz habe» soll. Dieses SktioaSkomtiee will durch alle möglichen Mittel zugunsten seiner i« Rumänien leidenden Vlaubensgenoffen - wirken. _ Amerika Iloofeoett »af de« jüdische» Ittfoßasar i» Mow UorÜ. Der Jüdische Hilfsbasar in New Port war bestimmt, die Sammlungen für die infolge de- Krieges notleidenden "Juden ta Osteuropa zu unterstütze», die dernts drei Millionen Dollars eingebracht haben. Auf demselben erschien auch Roosevelt und hielt eine Rede in der er dem Zweck« des Basars seine Anerkennung zollte. Er erzählte, ein Mann, der vor einigen Tagen aus Europa zurückgekehrt iei. habe ihm erzögt, er könne sich des Schaudernnicht erwehren, wenn er die Straßen ratlang gehe uud ihn überall die Zeichen des Vergnügens »nd der Prospemät begrüßten. Ihm wolle es scheinen, als ob die Amerikaner überhaupt nicht an jene dächten, die jetzt so in Not seien. Roosevelt belobte dann die Faden, daß sie ihren europäischen Slaubev-genoffen mehr Teilnahme zeigten. Keine Nation dürfe mit Recht erwane», daß fie sich aroßen Glückes und <int6 rmmer aaschwcllenden Reichtumes auf unbeschränkte Zert erfreuen könne, ohne dafür Rechnung ablrgen zu »üffen. Auch dos amerikanische Volk muffe feine Prosperität mit jmen teilen, die in Not feien, wenn eS fein eigenes Recht darauf behaupten wolle. Nach dieser Rede, die mit unendlichem Beifall ausgenommen wardc. «achte Roosevelt einen Rundgang durch die Säle und stieß dabei auf einen fünfzehnjährige» Zangen, der seine Wut dadurch erregte, daß er ein kleines deutsrhes Fähnchen au der Brust geheftet trug. Roosevelt vergaß sich soweit, ihn darod zur Rede zu stellen, obgleich ihn das doch nicht das Mindeste angiag. Herrisch fuhr er ihn an: .Ich denke, daß dieser Platz eia neutialer Boden ist", worauf der Zunge die tteffende Antwort a^b: .Der Platz schon, aber nicht ich." Erzürnt drehte Roosevelt sich um und ging weiter. Aar Atttschritt der ameriüauischf» -adea aa de» Hk «pst. Zu der von den amerikanischen Zuden an de» Papst gerichteten Bittschrift, die um slta« Bermitilung zum Schutz gegen die au den Fuven iu »gewlffen Kriegsgebieten" verübten Grausamkeiten uachsuchte. 'Dagl. Nr. 17) bemerkt der Pariser Eclair: .Das vorher der Genehmigung der amerikanischen Regierung unterdrertete Schriftstück ist erst adgesondt worden, nachdem Staatssekretär Lanfiog erklärt hatte, dagege» keine Einwände politischer oder nationaler An zu haben. Das Kabinett des Herrn Wilson und der Präsident selbst haben damit ia weite« Maß« ihre Berantwonlichkeit dafür eingesetzt. Daher di« außergewöhnliche Bedeutung einer Kundgebung, die Frage der Menschlichkeit uud ihre zu sehr verkannten Rechte über konfessionelle Streitiqkeiien hinweg unter die Aegid« der ehrwürdigsten religiösen Autorität zu stellen". Die Auffaffuug, die aus dieser Aeußeruug des französischen Blattes spricht, geht also dahin, daß, wenn die amettka- Nischen Juden vom Papst, wie fie in ibrer Bittschrift ausführe», die hohe moralische Unterstützung ihrer Klagen nachsuche» und erwarten, die seine Würde und sein Ansehen als Oberhaupt der katholische» Kirche ihnen geben könnten, doch die eigentliche völkerrechtliche Beruntwortlichkeit, sich ihrer Klagen anzuvehmen. oo« Kabinett Wilson übernomme» ist, inbe« es dieft Klage seiner amenkanlschen Bürger über die völkerrechtswidrig an ihren Glaubentgeuoffen begangenen Grausamkeiten amtllch guthieß. DaS wird, olio Präsident Wilsor jetzt weiter in dieser Sache tunk Palättta. pit Uachllemoaisttzak« ia Aassa. Der Unterricht au der Schule »ürd in normaler Weise fortgesetzt. Es wirken augenblicklich 18 Lehrer an der Schule. Die! Schülerzahl beträgt 178, die auf neun Klaffe» vertettt ist. Ein Kindergarten, der der Schule angegltedett ist. ist in der Schülerzahl nicht einbegriffen. Am vergangene» Sommer dtteiÜaten sich Lehrer und Schüler an der Bekämpfung der Heuschrecke»- plage. Für »»bemittelte Schüler ist ein Mittagstisch eingerichtet, de» 22 Schüler besuchen. Such ftr die Kleidung mußte vo» der Schule in vielen Fälle» gesorgt werden. Spenden zu Gaaste» der Echitte sind zu richten aa Herrn Moritz S. Wolfs. Postscheckkonto Rr. 7801 Hamburg. KtadtVerwaHaagswatzlea ta -er»fale». Zn Aerufalem werden gegenwänig die Slaotverwaltungswähle» vorbereuet. Rn Stelle der fünf austttteadeu Mitglieder der Verwaltung werben fünf neue gewähtt. Seitens der Zuden wurde» als Kaudidaten die Heere» Joseph Eljas char. Zzchak Adaß Israel Porath »ad Zaako» Walero ausgestellt.

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