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Jüdische Volkszeitung · 1916-04-27 · 17 (27.4.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
17 (27.4.1916)
Date
1916-04-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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JlttlOx OoBQdftg» 0r. t7 Jüdische Frauenzeitung. 9min, kt 21. gyrfl W6. kd e Deutsch« jjtauenbanf" fcamralung 6fr Ort »gruppe »t hat. k e r, ba jüdisch» grau» babeitnft, apitt 6ie S«- Jett mehr bfunirinn» Jahr Inb toiefe leisten »ird, so- Jüdisch« 8e«M«tbtP». Der Vorstand de» Jüdische» Kmnenbnnd«» hielt a« 9. April eiue au« ga»zDentschlantrgnt besuchte Vorstand»- sitznng die 4. Jtriegttagung h> Baiin ab, ln der ein reichhaltige« Arbeitsprogramm bewältigt wurde, Au« demselben sei solgenbe« heroorgehobe»: Heber eine den Jüdischen Frauenbund schon seit der Tagung anläßlich de« 50j. Bestehen« de« Allge»einen Deutich«. Fronenoerein» beschäftigende Angelegenheit, dttSteIlnng » es Z übischen Krauend nd, de« i» »nnb Deutt scher Kranenoerein« betreffend, «erb «erhandelt and ein Gebreiben an die Buodesoorsiffrnde Fel. Dr, B t n » e r, beschlossen. Zum Punkt .Kriegsipe «ird berichtet, baß allein die Berlin «ehr al« 27 OOO M, gebri Herr Feibrabdiner Dr, Ttn zur Mitarbeit in Polen dringend Mbetung, daß der J.F.B, sich ich Mitarbeit bereit erklärt hat halb Geld und die Möglichkeit einer solchen «orhanden ist. Der I-F,B, berichtet über seine Mitarbeit itu > u<- IchnßsürKriegsftattstik. — DGHei»«nReu- Isenburg, ba« Hei» sür ,M « r «1 tr a n fe* au« ganz Deutschland, bebars bringend de« «ar»en Intereffe« und der Förbernug aller jüdischen Gemeinden und Organisationen au» ganz Deutschlaud, Sine Beamtinnenbroche al» Ahzeichen «ird beschlossen, ' , Zur Inangriffnahme de« Mil s«merk« In Ostpreußen »irb für den SO. Ipiki eine große Konferenz tu Königsbag festgesetzt, zu der Delegierte an« Münthen, BSmberg, Franksuri, Hamburg, Kassel und Berlin ko»»en «erden. Sine Delegiertenoersammlnn^diefnr den Herbst festgesetzt ist, «irb sich besonder» auch mit de» Be- »dlkemngsprobttm beschäftigen. * Merlin Der Jüdische Frauenbund »eranstaltete in de» Verwaltungsgebäude der Jüdischen 8e»einde eine Basammlung, die Frau Dr, Martha Frau kl-Berliu, mit eine» Hinwei« aus die großen Lehmierigleneu und' die erneuten großen Ausgaben, die die Ueberleitung der tkriegdarheü in die Friedensarbeit bringen ««de, etnlntne. Fr, Kräma-München gab dann in großen Zügen ein Bild »on den Ausgaben de» Jüdischen Frauenbundes, die sich kurz zusammensaffen lasten al» die soziale Fürsorge sür die an Geld und Erzwhnng und Geift ärmeren Glaubensdröda und al« die Pstege aller solcher Fragen, die für alle Inden oon gemeinsame» Intereffe find un» zur Gläiknng de« Gesamthtttegesühl« der Inden beitragen. Die Rttaenlcn schilderte «eher die Ärieg«urbeit de» Pan de» in Bayern, «« tie »Sertreterinntn de» Jüdischen Frauenbünde» ebenso mir die anderskonfesfionellen Frauen sich der Kommune zur Kriegsarbttt zur Verfügung gestellt und gleich chnen Eitz und Glimme de! den Beratungen haben, »eher die Tätigkeit de« Bunde« seit sein« Begründung im Jahre 1904 bestattete die Gchriftsührerin, Fr, Henriette May, Bericht, 183 Vereine mit 43 000 Frauen gehören dem Bande bi« jetzt an, D« Bund selbst ist dem Bund bentf4a Frauenoereine angeschloffen, sodaß « bei allen v«aust«ltuugen diese« Bunde« beteiligt und b« den Kongressen stimmberechtigt ist; auch zu dem Erfolg der jtrieg«fpenbe Deutscher Frauen dank konnte der Jüdische Frauenbund in großem Maße beitragen. Fr, Paula Meyer schilderte die Tätigkeit ber Drttgrupp« Berlin, die «ft seit drei Jahren besteht, bereu Mädchenheim in der Rosenthal« Etraje sich ab« ebenso wie die anderen aus die Fürsorge slle die Jugend gerichtete» Einrichtungen b« größten Beliebt, heit und guten Erfolge» rühmen dark. Zum Schluß legte die Borfitzende und Begründerin de» Bunde«, Fr, Berta Pappenh e i m-Frankfnrt a, M,, die Ziele de» Bunde«, ber die An. nähanna ber jüdischen Frau an die Frauenbewegung «olle — denn diese sei, ebenso wie da» Jndentnm e» sei, ein Teil der Menschheit«be«egung — dar. Da» .-«bische »tdcheusiitt S, V,' in Berlin hielt seine »ldenlliche Milgliederoersammlung ab. Anstelle de« Herrn Profestor« Eirel i tz, seit Begründung he« Verein« besten Borfitzender, der au» Gesundheitsrücksichten oon leine» Amte zmücktreten mußte, ist Herr Emil Pine n» all neu« Borfitzend« gewonnen worden. Die fielioerirttend« Bor fitzende, Frau Kommerzienrat Alfted Loewenberg, wurde ttnstrmmig wiedagewählt, D« Vattn hat während seine» nnnmehr 26jährigen Befteher,» oiel «nte« aewirki. Die Aufnahme d« Mädchen ist eine ndllig unentgeltliche, E» wird den Zöglingen «ährend der zweijährigen »u«bildung freie'Kost und Sagu gemübrt. Die einzige B«pfiichtung besteht lediglich darin, daß die Mädchen für die Dauer oon rmei Jahren nach beendet« Lehrzeit sich dem Dienstöotenstande widmen sollen. G» ««den Mädchen au» kleinen B«htltniffen nicht nur für den Baus, sondern sür da» Leben oorgebildet, in de» sie zu tüchtige» Hauefrauen «zogen ««den. E« «erd hindurch für sie die Möglichkeit, spät« ein eigene» Hei» gründen zu können, in oiel sich«« »u«sicht gestellt, al« den Mädchen and«« Berufe. A» l, April b„ I«, siedelte dje Anstalt in ihr neue» Hei», Eharlotlenburg, Leibnizslraße 103, üb«. Helle, luftige, besonder» gesunde Räume stehen do« zur terfügung. Die Ser. pflegnng d« Zöglinge ist eine streng rituelle; e« »«den geeignete Mädchen' au« ganz Deutschland anfgenommen, E» sind zurzeit noch einige Plätze frei. Ciu £«d, Out Mischt VoriS»pfrrt, tafyk« In de» bei Welte» bedeutendsten Berkehr«., Industrie- und feil einigen Jahren auch Jtnliurmiltelpunft Gädweftdeutsch, land«, in Mannheim, nimmt die größtenteil» oon nlttrsh« bodenständige Judenschaft eiue in jÄer Hinsicht heromragende Glellnng ein, ans geistigen Gebiete und ans de» der charit». tioen and soffalen Fürsorge aber geradezu bie führende. Und so fallen denn oon b«, antzecordeutlichen Erfolg«, nnermäd. lieh« Wirksamkeit auch den »an d« deutschen Franenbe»«nng «griffenen Feldern Frauen jüdisch« Abkunft zu. Drei solche an« den Reihen d« Lebenden seien hi« genannt, welche an b« Spitze der oerschiedenften Bestrebungen dies« >rl stehen: die Gattin de« allbekannten Parlamentarier« Emst Basiermann, Julie geborene Ladenburg. Allee Bentheim er, (ihr Ehemann ist Stadtoaordneten-Voesteher und b« Präse« b« israttitischenGemttnde, sowie Besitz« d« .Reuen Badischen Landeszeitnng^), Selma «olff.Jasf«, lSor Jahretsrist geschieden ist die Frau de» durch Wohltätigkeit hoch »«bienten Sroßhänd- I«» Emil Hirsch, di« Gründerin b« mnftngiltigen großen lkahnsehen Bolkslesehalle, Ihr Schwiegersohn, Profeffor B, p. Echultze-Gäwemitz in Freiburg, der Rationalökono» und Aba«, ordnete, sowie besonder» fein ein ständig« Gast ihre» all« edlen Kultur offenen Haufe«, Friebri ch Sauna nn, haben damal» dies« ieltenen Frau würdigend« Morte vor b« Oeffent. lichkeit gewidmtt Jetzt nun am 13. Dezanba 1915 ist zu Mannheim, ber Stätte ihre» Leben« und Wirken», eine weit«« stille rastlose Menschenfreundin im All« oon Sl Jahren nach längerem Leiben oon dannen gegangen, b««t xame schon durch di« oerdtenstlichen Handlungen sein« männlichen Dertret« den besten Klang besitzt: Frau Lise Lenel, die Gattin de« Mannheim« Rentn«» und früh««, Fabrikhefitzer« Alfred Lenel, eine» infolge glänzender gemeinnützig« Tätigkeit allgerühmten und hochgeschätzten Bürg«» de» an den Mrschiebensten Wohlfahrtsanrichtunae» so überreichen südweftdeutschen Bororte« nab damit Wahrer« alt« Familienüb«- liefemng, mit dem sie in langjährig« glücklich« Ehe innig MTbunben war. An dessen Seite sorgte bie edle taps«e Frau oorbilblich für die Mühseligen und Beladenen, hat so manch« Träne getrockn« und oft schwere» Leid in ein erträgliche« Dasein wandeln helfen. Sie stammle, sooiel wir wissen, au» Hannoo«, war eine geborene Leoy und entsproß i ein« äugt- (ebenen Familie, Ausgestaliet mit großen Vorzügen de» Geiste» und edl« Hazensbildnng, war sie neben d« Auibildnng ein« umfänglichen Wohltätttkttt auch allem Hohen und Schönen, ba» die Welt zu bitten hat, innig zugttan und im persönlichen Berlehr »on «n« bestrickenden Liedenewürdigkeit, Kein Wund« bah«, daß alle, die den Vorzug genoffen, die B«blichene zu kennen, ihren zu frühen, Heimgang aus» tiefste beklagen and die oon nn« hi« absichtlich größtenteil» im Wortlaut zu Grunde gelegten Rachrufe in die Mannheim« Preffe, die sämtlich christlichen Federn entstammen, oon höchste» Lobe gnadezu überfließen. So auch die Stimmen üb« ihren außerordentlichen Anteil an b« Fürsorge für Mannheimer Wohlfahristtnrichtuugrn oon manch« lei AN, Sn diesen letzten Bestrebungen hat di« Bnstorbene, mit d« eine wahrhaft oomehm gesinnte stet« hilf»b«eite Bürgerin ba Großstadt Mannheim in» Grab gesunken, jederzeit innigsten praktischen Anteil genommen, Al» am 13. Dezemb« die Feuerfiamme an sich nehmen sollte, was irdisch war an diesem reich gesegntten Dasein, da hatte sich um den Sarg, an de» zunächst Herr Stadttabbin« Dr, Steckttmach«, eine würdige Ansprache mit nachfolgendem Segen hielt, zunächst nur ttne große Schaar oon Freunden gesammelt, Männer und Frauen, denen die Verblichene nahe ge. standen, mtt denen sie tteue Freundschaft und innige Arbtttsgemeinschast MTbunben hatte. War sie doch mit den groß, zügigen Zielen de» Frauenoerttn» .Mannheim' — für den al» sein Beirat Ob«amtmann Eckhard tiefbewegt sprach — und deren Eifüllung ans innigft« v«banden, fd, daß dies« in ihr Jahrelang ihre eigentliche Führerin «blicken durfte Insbesondere hatte sie deffen Ableitung VII, diejenige für Heranbildung weiblicher Dienstboten, gegründet und Jahrelang al« Porsitz^ide tatkrästigst geleite,, man muß sagen mit wirklich liebevoller Fürsorge.. Fern« führtt sie den Vorsitz der »dtttlang VI de» 'Frauenoattns, nämlich Mr für die B »lk«küche, für die ihr lein Opftr ideell« oder maleriell« Art je za groß gewesen. In dies« Eigenschaft war et ihr oor einem Jahre Mrgbnnt, ihr Silberjubiläum in diesem Ehrenamt zn feiern. Au» diesem Anlaffe wurden ihr »tele Ehrungen jmteil; darunter auch solche oon dem bekanntlich für alle d«artige Bestrebungen überaus eingenommenen badischen lanbeshttrlichen Hause, dem Großh«zog nebst Gemahlin und Matt«, Drei must«hafle Volktküchen hat Frau Lenel geschaffen und ans die Hthe geführt. Auch sonst hat die Ent- Ichlaseue sich aus anderen chaiitattoen Gebieten heeoorragend bttättgt, so daß ihr Ableben allgernttnst« Trau« begegnet und «in hochehrende» Andenken der edelmütigen Frau allezett bewahrt bleibt. In diesem Sinne wurden ihr dann btt d« Bestattung «greifende «ahrhttttgttrene Gedächtuisworie ln die Gmft nachgemsen und oon oiel«, Anwesenden empfunden, wttche ihr« Güte unendlich »Itt Mrdanklen, Ab« nur ein Tttl de« Wesen» und Wirken» dieser innerlich so rttchen Fron wurde da geschildert. Es stauben auch genug solche dabtt, denen and«e Seiten ihr« Ar! bttond«» nahe waren. Da waren zahlreiche Frauen, denen sie Mitsttebende, ja Vorkämpserin in der Hebung ihre» Gttchlechte« war. Hat sie doch bie unaemttn ttfrige Abtttlnvg Mannhttm de» B«ttn» .Frauenbtldnng — Frauenstudium' im Jahre 1898 mttgegründtt und war di» zuletzt Ihr Vorstandämitglled, Den »ttschiebenen Seiten d«Franenbewegnng:den Btlbungsftagen, d« wttblichen Beruf»!ürsorge, den fozialen Fordemugen, ihnen allen schenkte sie ihre wärmste Anteilnahme. Und endlich schenkte sie treueste Hingabe de» Mannhttm« Verein»-, Verband, jene» gewaltigen Zusammenschluß »on üb« 70 FranenMrttnen zn gemeinsamen Auftreten und Vorgehen, Zn allen diesen «reifen wird Life Lenel« Pettönlichkttt und unermüdliche, ebenso degttsterie wie gemeffene nnrigenntMge philanthropische Wirksamkeit unvergessen bleiben, Ihr sanfte», echt ftanenhaste« Wesen pepaari mtt d« Entschiedenhttt, mit Mr sie den al» richttg erkannten Zielen zu strebte, hat ihr ttn seste» Denkmal in den Herzen ihr« Mttarbetteeinuen erricht«, So möge denn auch wett üb« Mannheim und Baben hinans ihr Rome in hohen Ehren genannt und ch« vielseitigen Verdienste al« hie ein« wahrhaft deutschen Fern, noch Gebühr gefriert werden! Ft v« pgß« israditffdK SraKtacrtii. In feine» Ütjätzrigen -nbittn» Fünsziz Jahre sind e« h«, daß ttnige hochhazige jüdische Frauen »on de» Bedürfni» durchdrungen, ttne Eheenschnld de« Judentum» abzntragen, btt Gründung eine» Frauen verein» beschlossen, d« sich btt Unterstützung ftanker und ernuaMunsthig« Frauen and btt Erziehung Mrlaffen« Waisenkind« zum Ziett steckte. Die Anregung ging oon Frau David B i s ch i tz au», deren Eis« e» zu danken ist, daß am 20. 3. 1866 die konstituierend«- Generaloersammlnng stattfinden konnte. Fr. Rikolau» Gottesmann wurde zur Präsidentin, Fr. Daoid Bilchitz zur Bizepräfidenttn gewählt. Die finanzielle Grundlage zum Mädchenwaisenhause bildete die Stiftung »on 10,000 G. ba Frau Marko» Pollak ged, Barbara Herz zur Erstehung ttne» Grundstücks (Damjanichgasse Rr, iS) und Gebäude», bas nach jllmgestaltnngea am 3. 10. 1867 für 19 Waffeomädchen «öffnet wurde. Die Ausgaben wurden aas Mitgliedsbeträgen, Sammlungen, Spenden und dem Erttägul» oon Effeftenlottatta und Wohttätiglrit»Veranstaltungen gedeckt. In d« 1869« Genaaloersammlung wurde die Errichtung d« Volksküche beichloffen, Ansang» wurden, oersuchdwttse, bie Mahlzttten ln Pttoattoohnungen verabreicht, am 20, II. 1870 wurde im eigenen Gebäude, Battroaaffe S, dir Bolk»> küche eröffn«, die l 883 nach Trommeigaffe 57 üderfiedtttt. Hier «hält Jed« ttn Rittaomahl, ohne Unterschied d« Konsesfion, sür den Preis »on 20 Heller, Mr trotz davielfach geänderten Vahältaiffe, bi» aas den heutigen Tag »erblieb. Heute werden in «a Volksküche täglich 1200 Personen gespeist, im Waisenhaus« (Iökaigaffe) 162 Räbchen erzogen, 1875 wurde bat Asyl der hal boerwaiften Rädchen ins Leben gerufen, dtt bl» dahia gegen eine entsprechende Unterstützung btt ihren Bawandten uaiergebrachi wurden, Dtt jüngste humanitäre Jnstitutton de» Sarin« ist da» Alice o, W e iß W öchn e ri n ne n Helm da» seine Entstehung brr hochherzigen Stiftung Manfred o. Weiß zu »erdauken ist. In dtt Anstalt «erden mittellose gebärend« Frauen, ohne Unieischied d« Religion, ausgenommen, die hi« völlig unentgeltlich Verpfiegnug und ärztlichen Beistand erhallen, Sttt Krieg«au»bruch werden zuerst dtt Frauen ba im Felde stehenden Soldaten derücksichttgi, D« Kr. Fianenoertt» war aber auch aus andern Gebieten bemüht, ber edttn Sache ba Menschenliebe zu dienen, Berttti in den «sten Wochen Irina Gründung beteiligte « sich an den Siuberungjba durch den 1866a Krieg heroorgerufenen Rot, anläßlich da Uebrrschwemmungskalaftrophen in Mitkolcz, Gydr und Szeged, bei Epidemtta und anderen unglücklichen Scergniffen stand d« Bertta den Hilfsbedürftigen mit Gttd, Sebentmittein, Kleidern,l Medikamenten rc, zur Seite. Da größte Wohltltter dc» Verein», Baron Montz Hirsch, nach besten Ableben seine hochsinnige Gemahlin haben durch ihre großangelegten Snstnnaen und reichen Spenden den Bau be» heutigen Rädchenwaisenhanfe», durch ttne ständige Iahre»- nntastützung dtt Anftechterhallung de» Rädchenasylt ermöglicht, 1873 wurde Fr Daoid B i s ch l tz Präsidentin, deren Nachfolgerin F>, »nlon H«z. Beider Namen find mit da Geschichte des Bärin«, deffen Aufblühen sie heeoorragend gefördert haben, eng »«knüpft. An da Spitze de» Sarin» steht jetzt Fr. Friedrich o. Neumann, al» Vizepräsidentinnen Fr, Anton », Deutsch a. Fr, Dr, Joseph R e i n i tz, al« Kassiererin Fr, Rudolf G e ß t y. An Geldunterftützangen hat der Sarin im Gründungsjahre 2513 Kronen, im Vorjahre 110,530 Kr,, sttt Bestehen zns. 2,817,127 Kr. an»geaeben. Da« Mädchenwaisenhaus und da» Mädchenasyl haben oish« 750 Räbchea oerlaffen, dtt für Erwabsbemfe azogen waren. Etwa 35 anß«- halh ba Anstalt wohnende Waisen wurden jährlich unttrstätzl Für die Waisen-Erzlehuog wurden bisher 2,7 >3, >50 Kr, »«- wendet. In da Volksküche wurden irn Gründungljahre 10,023, 1915 294,554, sttt Bestände zus, 5,634,977 Personen, daruuta 677,459 unentgeltlich, gttiätst. Die Erhaltung erheischte 1.590.830 Kr, Irn Wöchnainnenhttrn fanden 1915 849, sttt Bestand, sttt 3 Jahren, 3653 gebärende Mütter Aufnahme. Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 257,775 Kr, Für alle Anstalten hat der Verttn bish« 7.178,932 Kr, ausgegeben. Diese Zahlen liefern wohl einen beredten Beweis der umsaffenden, segensreichen Tätigkttt de« Pest« isr, Franen»«- oertta». Ans Anlaß des 50jährigen Jubiläums fand am 20, 3, Albend« 3 Uhr im Tempel in da Tadakgaffe ttn Dankgolte«- dlenft statt. Die Hallen de» Tempel» waren »on den Mttaiedem de« Darin», Gönnern uub Gästen dicht gefüllt. In Vertretung der Re g i«r u u g loarenS taa tssekrelär Leop, Badäß, Mi nisteria I r a tAttz,I4lso»t«zky, Sektionsrat Dr, Ladtsl, F ejs r «schienen, fern« Sürgamttft« Dr. E I e p h, B t r c z y, d, Vorstand da Pest« t»r. Knltusgemttnde ntttLn dwig Adler an d« Spitze, d,Ptäfi. d i u » de» Httligen Verttn», d, Vorstand da Altofner Kultn». gemttnde jDr. Joseph Stemj, Deputationen zahlreich« Wohltätigktttsoereine, f, de» vsna Maria Dorothea-Berttn«, gelttttt vom Gttstllchen Her», Hüttl, de» Konkoebia-Verttn», (Dr. Maz Oesterreich« u. Dr, Ladi«l, Tolnai), isr. Ferienkinderkoloattv, (Jos. Btödy u. Dr. Wtlh Gran«), Dtt Mitglied« de» jubilierenden Vattn» nahmen mit den Präsidentinnen Fr, Friedrich Reumann, Fe, De. JojehRetnitz^Fr. Anton », Deutsch »ollzählig am Gottesdienste teil, ba mit Gesang .Mn Tuuwa* durch den Tempelchor ttngelttttt wurde, Oberkantor Pons, Ad. Lazam« stimmte dann nattr Orgttbegleitnng ein Dankgebtt^n, Dtt Festrede hittl Rabb, De, Simon Heuesi, d« auf btt Geschichtt be» Paria» ttnen Rückblick wars, deffen wohttätigr« Wirken hervorhob und seine Anstalt«, alt danemde» Werk ba Rächstenlttbe prie». Gesang,Aduu Aule»' folgtt »m Obertuter Saott Kwartin, Den Schlnß bade» b« .UimnoZU', gchnngen o»a kleinen Waffen»

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