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Jüdische Volkszeitung · 1916-01-21 · 3 (21.1.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
3 (21.1.1916)
Date
1916-01-21
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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freilich arg verdorbene deutsche Spruche. M .Ziddisch'. Hut. ein unverßletch!iche« Zeichen für die Stärke ihreftche, Empfinden-, die Iatzrhnntzerte überdauert hat. Dte der Persönlichkeiten liefert einen Meilen Beweis, ^tzrnndl, der größte. deutsche Künstler. mall Lu feinem ttttr oorwiegead nach jüoilchcn' Mvdelen. Lein Zeitgenosse ^jnüt Nachbar, Spinoza, der größte jüdische Denker, löst sich vom ^aWrtiiw un^ geht ganz in christlich»««' Geiste auf. Ste - wachsen ineinander, um zu ihrer höchsten BoLmWung zu ko«» n. letzte geschichtliche Idee des deutschen Volke«, der Friedens, «ich. ist eng Verbündet «it jener Kriedenskrasl de« jüdlscheu BoWks, die fie ihr Lhanukka.Feft nicht am Lage der Schlacht, sondern a« Tage der LiederhersteLuag. der Tempelweihe, als Knedenssest^ feiern lägt. Lo wird auch für die dent'chen Ächen der Festtag erst dann kommen. wenn durch deanchen Sech der Tr»pek der Menschheit gtreinigt sein wird. vo« L«t1se«ittr»»5. ' Aä, Könne, rt nicht taffen Seitdem, es den antisemi. tischen Organen dnrch die Zensur verwehrt ist. direkt gegen die' Juden zu Hetzen, muffe» fie versuchen, indirekt zum Ziel zu!knmmen. ' Sie glauben, ihre« Daseinszweck am besten dienen ' zn >können, wenn fie die Bestrafungen von Leuten «it jüdi- »chfn Namen veröff-rttichrv oder über bekannte Juden webr oder weniger wahre Nachnckte» unlrenndlicher Natur verbreiten. Mit welcher Gewifienchastrgkeit dabei zu Werke gegangen wird, dasbr ist eine Notiz i« »Ha« ater*, de« »wrffenschaftliche»' Otßan de« ANtisemit'ßmus, charakteristisch. Die Notiz begront nämlich mit Heu Worten: .Mal Nor da». der, um sich tz«! stanzöfischen Debrpsticht zu entziehen, »och immer in MtzdrS »eilt^. Unsere« Wissen» ist der in Budapest geborene Müx Nordou »och i»mer ungarischer Staatsangehöriger, alio üdechaupt nie der französischen Vtbipfiickt unterwmfen gewesen. Ub>t selbst wenn er sich.yitte in Frankreich naruralifiere» laff n — er ist 1849 geboren, also jetzt 67 Job« alt! Und tzchß auch in Frankreich 67jährige Männer nicht «chr. der Wehrpflicht unterliegen, könnte a« Ende selbst eia .wiffensckosl. iichch' antisemitische« Organ wissen (.Welt a. Nontag. Berlip'). chsrkltz. tEln vernrtetkter Hntijemit) Der königliche Nt «. D. Michael an« Moyo nrs im September, als sich der kriegtsrerwitzlge Sohn der i» Nebenhauje wohvendeu jüdisch> Familee auf Urlonb harmlos, mit dem Echeruscn vergnügte: »De Indenbande »enkt. fie ist schon am Jordan!J Bezeichnend . für die- Gesinnung de« Herrn ift.^baß er den jungen Kriegs« sUMAtpe» .bei snne« Negiments^Smandenr denunziette. um ißmi bei derE Besßrvernna hinberlich zu fern und ihn vom Ofß zterknrsus ausznschtreßen. In der Schöffengerichtofitzung lö. Dezember kennzeichneie »er Henreter des Klägers die jAefinannasart des ' Herrn Baural» ats Radauantrsemitis- Der Danrat wmde wegen Beleidigung zu IQO Mark Ge^ftrafr und Tragung der Koste» verurteilt. Der Bernneilte Widerklage erhoben, die «it IO Mark Geldstrafe als gefi ^wt betrachtet wurde._ StVtnlfefltitef d« 3io»Witchr» vrr»i>ig»»s für OortHMMft. VfnMiHtaa« mb ». Annnnt 191« z» Ixt Sitzung rptrrrr »,m GtschLfttfütztrndt» IiilfCiu« lie jtrcnnr ®r. artljnr $ n rt 111, Dt, Nttttd Jfl e e, Sr. Ha« I Xurt Blamenfel» att.eirrr>, fenirr «It #fflfll«6cr fr« Zti,UaIk»»tttt« Juftiztat Sr. Dior 8 * 11 n 11 i ■ t r, Dt. gliat «lud, Srnolb Bienet, Dt. >t»» Sm«lti, Za'.aatjl Hago Sch « chiei, Dt. Aull at Dicket. Ir. Wallet S > tin. Sertboil Aei» e I, ftiu :R«fcnluuat,®r. lheadar Zl» cifti, It. *o«lf Ktte bemann. Sr SbildetI Sachs. S. Sch»ckea. Mai Wallfteiaet. Dt. Egon R * (e n b r r j , Leapald La Dt. Dt. Ie> I d » », Georg K a r 14 f i. Durch Boftmachten waren oertrere» die Mftglieber de« Zenralkowilees Felii R o 11 u 11 f: I b , Tr. Willi «ielo e. Stthur Pelz. z. k. Goitein, Dt. Jrriin« Mose«, . Eduard Lesz^asky, Xechlsanwall Dr Max S I. >sch" Der Porfitzende Herr Dt. H a »I k e, etiftae» die Litzung von litlaß« 10 Uhr wir einet Gedenkrede ani die während des' Kitz ze« gefallenen Mirglrebet, sowie aus den »ttftarhenet. P,äsldeii«, der Otganisario» Dani» volsssohn und das veiftatlene Mitglied de« ZenrtolkoiniXes Pt. . Karl Jetemia« »»« etftailele s»da»n ein sehr au»sührllichx« lllleierai öder die Lagi der zioniftischk» Geia«lotg«nrlati»n. die Lage IN Po- IckMia uuo die Pläne de» Engere» >rlio»«>Eowrlec» für die Znkunst. >» «k» Beiichl knüpk» sich eine sehr uwiangreiche Deddlie. an der sich anch da« Pirlglied de« E.ä.C.. .Herr Dr. I « c» d s» » . deleiligle. Die. Debatte, ichloß wir der Sb. ßimnung »der s»lgead« Resalntione», ‘ «xl4< In Grschtits. The »de Ausschuß oorlegle I I. Dat Aenttalkawnee erklürN suh mir der oom ' Engere« Ikti ins-Kowiiee defalglei. Poiilik einnnftaoden nnd spricht benr Engten »klione.Lomrree fern »olle« verdauen an«. i ll. Da« ZerXtalkouiite sotten, daß alle deurschru Zionisten ire zioarftische kätiukeir allein auf die Polirrk de« Engere» ett nrt>Ko«itee« einftelle» nnd »erwirk jede zionistische S»nbndkliin. 1 2. Da« Zentrallowilee nNärt fich »ii der käligkeir de« . Geschtkssöhriuden >u«schnffe« eilirxrsianden und sorden alle «entschen Zionrsten aus. de» Geschästessthrenden >u»sch»ß M »Int Rttsten z» «rterstntze». > Der I.'SnIrog wurde mit 21 Strumen hei <1 Slunmenttaltirngr» angenowwe», Zwei »et »«egeleare» vollmach,tn kinrile» nicht au«geübt werden, ho er» Pirrglied iwmrr nur ck« nndere« Mitglied »ertrelen kann. Ein Mitglied war bei der Itstimmrrng nicht wehr zngegen. Der 2. Sntrag wurde einstiwwrg angenimmen. jDer i. Snlrag wurde aut dewselden GtiwmiervtUnr» der erste Sntrag arrgenowwnr.!s>re Sitznng «andie fich dann eiaige» Einzelaufgaden »er Aschen Dneinrgnrr, für Denftchland selbst zrl. ia«dcio»dere ^endardeir nnd der .Jüdstche» llinndschau'. Der Redet .Jüdisch«» Rundschau' wnrde der Dank de» Zen. »Min« au«gesprochen. Die Sitznng schloß ödend« um Milch« SraantaMb. Nerli». i« Jahre 1916. Die Ortsgruppe!^ rlin des Jüdischen Frau^abvndeS hielt am 6. Januar in dea Räumen des zweiten Berwsrltuiiqsgedäudes der Jüdischen Geckeinde Berlin, Rosenftr.2/4 eine KriegSveriammlung ah. , Die beiden Lorntzenden. Frau Ziddh Wrogsky und Frau Henriette Mangaben einen aussühflichen 'Bericht über die während der Kriegszeit geleistete Arbejt. die fich einmeits auf die Fortführnng der Jugendpflege im K>l u bhei» -es Bundes, Rosenttzalerstr. 40,41 erstreckte. ä»d«erfeits aber neue Tätigkeittgcbiete ausgenommen hat- Die*^ike>tttuie von dem Den einer vertieften Jugendfürsorg e gerade in den Zeiten, in denen die erwerbstätige weibliche Zugend /unter ourtschaskticher u>» sozialer Not leiden mußte, harte eine vermehrte persönliche Beratung untz Anleitung zur Folge gehabt. Im Lischkuß darin-war auch die Fürsorge' kür außerhalb de« Madchenklubs stehende, ih Not geratene junge Mädchen übernommen worden. | Ern Wohnheim qit JO Betten hatte den Klubräumen aagegliedert werden können. Die Mitarbeit an der Sozialen Krankenhaus» f » r s or g e ist pit den zuständigen Stellen beschloffe» worden. Eme intensive- Tätigkeit erforderte die R i tarbrit im R'iar ionalen Frauendienst Berlin, dem von Kriegs» beginn an die Mohnräume des Vädchenklntzs als Büro zur Verfügung gestellt wnrde» nnd in dem eine Reihe von Mitgliedern de« Züdischv» Frauenbundes zum Teil in lebender Stellung seit 18 Monaten tätig ist. Die ousklärende Mitarbeit in der E r n L h r u ng «frage wurde durch 2 größere Bers«m»lu»gen in Verbindung mit der Kliegehilfekommiifiou der.Züd. Gemeinde >bt. f. Frauen, und Zngendfürsdrgc und ln einem Erbrteruagsabend in den Klub» räumen geleistet. Der Frauenbund wurde ferner zur Mitarbeit an dar statistischen Zusammenstellung de« Büro« der Statistik der Juden zur Feststellung der jüdischen Kriegsteilnehmer auf. gefordert, ebenso ist der Ortsgruppe Berlin vo« Hauptvorlstand de« Jüdischen Frauenbundes eine Statistik über die Ktiegs» orbeil der jüdischen Frau iibenragen worden. Die Koste« und Leitung eines der 28 L d e n d h e l m e in Grnß»Berlin find »ou Ser Ortsgruppe übernommen worden; inkenfive Milerdeit im H au» di e> ftalu S s ch u ß und für die K r i< g e s p e n d e Deutscher F r a u e'u S a n k 1915 ist i« Gange. Zur Lösung all dieser Ausgaben bedarf es aber'einer weit größere» Anzahl von Kräften als die Zahl der Mi:arbeileritlnen. über die derZ.F.B. zur. Zeit verfügt. Es. wurde dirum au die Anwkstntrn die dringende Bitte gerichtet, fich in! noch glößercn Umtange an den zu leistenden Aufgaben zu beteiligen und vor allen Dingen rn rhrin Kreisen für die Meldung neuer jüdischer Frauen zurMitarbe^tzu werden, wobei zu deionen rst. daß im J.F.B.die h t t» schiebenften religiösen Rich tungen vertreten sind, sofern fie'dem Judentum Interesse entgegenoringen. I« Schlußwort gab die Barfitzeude einen Ausbkick i Zukunft der jüdischen Fra», deren Mitarbeit mal nicht odgewitsen oder nur geduldet, sondern überal mit großer Frnrde begrüßt wurde. Der feste Halt, den fi: dadurch bekommen bat, soll in ihr die Verpflichtung zu neuen Ausgaben erwecken, die aus eine VeNieiung der inneren Kultur hinwirke» und fie nuf diese Weise befähigen sollen. Zuk» nilswerte non Bedeutung zu schaffen für die Zeit nach dem Kücge. Die Veriammtmig folgte mit sichtlichem Intereste öen Ausführunge» und nkläNe fich zur Mitarbeit bereit. Meldungen sind an dieB » r fi tz e n d.e. FrauWrouSky B a» b a r o j l a st r. 60 zu richten. die dies- Lur den S««tisdrn. Zrgenan Vou ruchloser Hand find auf dem hiesigen j ü di s che n F r i e d h o se eine Anzahl Grabsteine und eiserne Gitter zer l r » m « e r t worden. Für die Erwilvelunz der Tater ist jetten« der Behörde eine B^tohnung auSgesetzl worden. Win«. 'Zontitviernng de» Vorstandes der Wiener Fnttnsgeweinde.) Am 6. » M. fand die statutarische Kon» stiwierung de« Vorstände' der Wiener Israelitischen Kultus- .gemeinde statt. Znlp Präsidenten wurde der bisherige Präs. Dr. Alfred Ster» wiedergewählt. An Stell« des oerft. I. Bizepräs. Dr. Gvstan Kohn wurde der disbenge 2. Vize» prtt. Hofrat Dr. Ben ja m in Ra p papo rt und zum I. Vizepras. das Mitglied des Bertreterkolleginms Hof- und Gerichtsodnokatz.Dr. Leopold Kohn gewählt. Bei der hierauf vorgenommenen Mahl von 8 Migiieaern in das Vertreterkollegin»wnrden gewählt: die LorstaudswitgliederSal» Cohn. Kot. B. Eifle r. (neng). kaif. Mat Sigm. Kau der«. Dr. Wilh. Pappte« hei». Hof.- ur.tz Gerichtsadvokat l.neu'). üni»verfität»pröf. Dr. Josef P » l I a t. Ev. H ch w a r z, f. k. Kommerzienrat Leop. Simon, neu). Dt. Mark. S p itz er Hoi- und Genchtsadnokal.! ZNO Angarn. Nus einer große, Anzahl kleiner onhodoxer Kullusgewemdeu kommen Melbustgen oarüder, daß die KultuOganemden infolge der Einrückung/ der der de» Landstut«- mufterMgea geeignet befundenen Geme^ndemitglieder zum Teil öffentliche Gollesdieaste kau» «ehr «bhaken ksaneu. Aus einer okthoboxen Knvusgeweinde. welche nicht einmal zu den kleinen gehön, und zwar aus Nagtzbaoya. kam »er Bericht, daß diese Gemeinde vor dem Kriege tOO ste'.terznblende Mtglieder zähste, von denen ungefähr 150 als Reservisten unb als geeignet befundene Landsturmmänner bereits eingerückt sind, während 33 am 15. Dezember einrückdcn. Kottern. Ein neuer .Herein »er Mntmm »»« JU(tu*fMBtai $4b£«M‘ rfi in« Gde» gerujen worden. Der Lorslan» wrrd zunächst durch die Kollege» Spandau-Myslowitz. Löd-Beuihen nnd Fnlkensteia-Lavrnhntte vertreten. Als Schrifrsührer waltet Kantor' Ucko-Lipine.' Die l. Geoeralversammlung findet am 23. d. M. statt. Rabbiter. Zte«»«». Eine» schoeren, nnetietzlichea Verlust ßai uusett Gemeinde erlitten r S»nnaß«nd. in stllhet Morgenstunde, ging nach kurze« schweren Leiden ihr 2. Rabbiner, Herr Dr. Lea pf» l d Stein, nach zwölfjähriger, reich gesegneter Wirksamkeit, erst i» 42. Lebensjahre, in der Vollkraft seines Schaffens und Streben-, hei» tief betrauen non de» Seinen, voa alles, die ihm nahe stancen. die das Glück seiner Freund, oder Bekannt- Schaft hatten. ,Wer Liebe sät. wird Liebe ernten!* Dies Wort ist so recht für^en Entschlafenen geprägt, und die a« Dienstag. ». l8. d.. staitgehabte Beerdigung zeugte von der grohen Verehrung. von der 4p>chschttzung, die er fich zu erwerben gewußt hat. Die weite Sdrechh^ille faßte die Leidtragenden nicht, und der alte Friedhol -bürste feit lange« nicht eine derartige Versammlung in fich gesehen haben. Nach tiefempfuadeaen DoNeü der Trauer, aber auch des Tröste« unseres ersten Rabbiner«. Herrn Radb. Dr. Mater, sprachen noch namens «er Gemeiilde deren Vorstand Herr Kommerzienrat Max Elb, .der das Leben und Wirken des Verblichenen schilderte, seiner Verdienste um die Gemeinde, ihren Religinnsunterricht. ihre Bibliothek, ihren Literari'chen Verein usw. gedachte, ihm Dank u.td Anerkennung zollte. Beide Herren Redner fühtten aus. «re »er Verstorbene weit über seine Kräfte, unermüdlich, rastlos tätig war. wie er ein Freund aller Kreise, der Armea und Kranke» war. wie er fich mit hingebender Liebe jetzt während der Kriegszeit die Pflege bes Gottesdienstes in den Gefangenenlaga». in den Lazaretten, dir er oft und gern besuchte, zur hehren Aufgahe stellte. In warmen Donen sprachen noch namens der Studiengenosien sein Zugendsteund, Herr Rabb. Dr. Baron - L o tbe rg. vamens des Freimaurerinstitutes, besten i<r. Schüler das letzte Geleite gaben, Pros. Dr. Sch ill i » g. namens der Fraternitasloge Dr. Glaub cr, und die Schulbehörde oertrat Oderichulrat Dr. P r i t tzel. Der gesaaue Vorstand und die Vertreter unlerer ReligtonSgemeinde. Schtzler und Schülerinnen der ifr., Religio.rsschu'.r. Vertreter der Nachbargemeinden Ehemnitz und Bautzen begleiteten den Entschlafenen auf seinem letzt.n Gange. Dr. Stein war ein von wahrer Frömmigkeit und edlem, lautern Charakter Beseelter, vadti von allzeit freundlichem, heileren iBtfctt, leutselig und hilfsbereit. Ein^ftilleS Glück, Frieden und Liebe «ohnlcn in »einem Hause und begleiteten ihn auf seinen Wegen; seine Aone käme i von Herzen und mußten drum auch den W?g zum.Herzen finden. Möge cr sanft in Gotte« heil'gem Frieden ruhen!! Au; der Zuftizoerwaltung. Z» Fßerk«»»e»ßkricht»rt1e»; D. L»g.-Ki1e Samuel Vernhe>«er Nüraber^ und Tr. »irre» lly'mann Nugaburg Personalien. Eine Eßtnntz de« Znlt»»» fit Ht«felk«t Asenel. Per einigen Monaten wurde Proseffor Israel, der bekannte.Berliner Chirurg, nach Koastantinopel berufen, um an Sultan Mahmed eine Gallensteinoperotion »orzunehmen. Die schwierige Operation gelang aus« beste, und der 65jährige Patient wurde vollständig wiederhergestellt. Jetzt hat der Sultan seine» Danke für dte Genesung einen desoaderen Ausdruck gegeben, indem er Proststor Zsrael sein BtldaiS mit eigeatzäadiger Unterschrift überjauöte. Um die Ehrung doppelt eindrucksvoll zu gestalten, beauf'ragte der Sultan einen Zonbrskurier mit der Uederreichung des Bildes, die gestern in feierlicher Weis« staitiand. Dabei konnte der Kurier im Aufträge »es Sultans Proscstor Zsrael mitteüen daß der Beherrscher der Osmancn seine »ollständsge Wiederherstellung als eia wahres Wunder betrachte, unv baß er nicht müde werde, die uuauetöschliche Dankbarkeit zu deionen, die erseinem Arzte gegenüber hege. V«rN». >» 15. Dezember w»ren lb Jttjie »errUfTen, (eitlen Hr j>.iuptlud}l3tl|er.Hufta* Simon in den Dienst unserer cheweinle ge. treten »«r. »u8 Viesen Anlassw^rle an dem genannten Lage im Hause Lranienburgerlmsr- 19 eine einfache jeier o-ranstattet. Herr C*lt degtück»ünschte ren Jubilar namea» oe« Äem indeoirftandes nnd überreichte ih« eine Ehrengiile. Vou ler BcalNt uschafr. welche gteichfal« em Ehrengescheut üderdrachte, sprach Hauptbuchhalter Sollst ein. Der Iudttar linkte ia bewegten WoNen für die Ehrupgen. Zgertt». Auf len Sege uou Keiedennu nach seiner Wohnung in ler Knesedeck»rahe 84 wurde an t7. t. der?2iahntze Rentier «eo 8 ö w i n s » h n von Tobe ereiu. An Savigntzplatz wurler »oa hestigen Unnohll.iä de'illen Wan brachte ihn nach ler UnfallftEtiin in per Eauerftraß- - Dort vermochte s-bich ler »rzt nur nich len infolge Herj'chiage« einarteetenen Toi sest,»stellen. ,er Aelur ler »erLner ^chachfrennbe. »er Bankier Satonon vatenlw Marx hi (5horlottevburg. ist tn hoyen Alrer oaa 8l Zähren gesterben. In seinem gastfreien Hanse trafen fich in den Jahren Zwischen ISSO uni 1810. gelegentlich auch später, l'e ftfirfften Spieler Deutsch' UnM, u « tnCrrfie«, Dmrelne. Mayet. und manche berühmte Partie ist doN cespieU »ollen. Er iclift war ein Imoteur »en bedeMeuler Spietstärte vnl hat npch biß tu leine allerletzten hedensjihre dem Schnchspiel DtetMitz. Duich den Tod teil Herrn Snl» fröhlich t)3t auch unsere we«eir»de! einen schweren DeNnft erlitten, tür die er all Reprisen» lant. nie ermüpenp« Arbeittireudigfelt, regen Fleiß ual warmherzige 8,eie zum Julenlum herätigt har. WronLe. Der StnilnUeste nnl veigeoxdnete Herr Her«. Mottet hier beging in voll, r körperlt her IfLstigkeit uul gelst'gkk 8rtsche feinen 7 0. Oeburttraz. Die große Veteili-ung der Vevelterun, nn ler neier zengte von der großen Uelieblheir uni Wenschitznua, leren ftch «attek rrfreut. Der »orschußoerein, de« er seit 40 Zähren al« vor. stanl». unv ausfichtsratsmitgiied an^ehört. überreichte ,hm durch eine Abordnung' rine fillerne Schale. Die Stolt ehtte den Jubilar in Aaer. kennun, seiner Vrrlienste. lie er sich in stiner 40jLhrigen Tätigkeit nt« Staltoerorlneter und MngistratSmilgtiel um lie Slnd: erwirben hat, indem fie ihn zu ihrem Ehrenbürger ernannte. Wer »er Weerlignn, le» Patte» »em Pebe ereM MterNem. t«. Januar Ein Telesfall von erschütternder Tragik ereignete sich gestern m hiesiger Gemeinde. Der Hanbeltmnna Angnft Hirsch von hier, per am legten Mittwoch gelegentlich einen geschästl-chen .Auftrag», len er alb amn.ch destekter Semmisfiinsr für den Aukaal von Kaniffeln in Lahlhei« besorgte, i» Bahnhof rakotge mnes Herzschrags plötzlich tu zu Bi len stürzte. saNie gestern nachmittag beerligr Merlen. Der zu liefe« Zweck aus Mainz hier eingetrosfene Oberraddiner Pres Dr. ^aatstil wetzte eben iamUten -der zahlreich erschienenen Heid- Nagenden mit ler rcltgiöjen kraiirrseier beginnen, als dte Frau les s» jäh vom Toi ereilten Lertzordeuen plötzlich mit einem kurzen Lasichrei lebten zu Boden sank. Die Aufregung nnl der Schwerz am den s» nsermattet ihr entrissenen Gatten hatte ihr selbst das Herz gebrechen. Se find lena beide auch i» lobe vereint gelliedea. Der üderano tragische Fall ries unter der Trauerv.-rsammluorg elu« unbeschreiblich: Aufregung hervor, so laß per Tnßliche dte reltgckse seirr abbrechea mußte. Den HinkcrdUebenen. -der tu voller Hebeoskrett s» jäh vo« Ted: ereilte« Gotten menlet fich die aLgemeine Teilnahme zu Perfarb. Hier starb am 18- Za». Herr Smi Meyer, Znh. b JhoinitNil ii« «ttksmpfer der Kriege I8«4/s«. 1870471,?s Z. alt.

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