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Jüdische Volkszeitung · 1915-12-17 · 53 (17.12.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
53 (17.12.1915)
Date
1915-12-17
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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gesorgt habe. Er lieh sich 10 der bekanntesten Lehrer i» sein Hau» tommra, sprach »it ihnen und gab jede« Gekfgenßeit, sich über mannigfache tragen zu äußern. Bei dnse» Zusammensein fanden zunächst nur 3 der Lehrer da» Gefallen de» Kauf« mann». Jo einer weiteren Pr, fvug wählte er den Vesten von den Drei«» als Lehrer für seine Kinder au», noch ehe jemand »»ßte. daß er den Unterricht seiner Kinder beginnen lassen wollte. Dann fragte er den auSqewählten Lehrer nach dem Preise für den Unterricht, und al« er die Summe erfahren, erklärte er dem Lehrer die doppelte Summe zahlen zu wollen Ich vor nicht weniger erstaunt al» wohl der Lehrer seiner Zeit erstaunt gewesen, und erläuternd setzte der Kaufmann mir bin?» : .Ter Lehrer sollte merken, daß eS mir eine ernste Sache «ft m den Unterricht mcrmr Kinder.' Schulgebäude u»d Einrichtung der Schurstuden sind schlicht »nd »ft durstig. Tu ist Mangel an Licht und Lust. Mangel a» alle«, wa» wir deute al« notwendige Forderungen de» Unterricht« ausstrlle«. aber lo oft ich in eine Schulstube trat, »b in der großen Stadt »dir i» kleinen Städtchen: ein heiliger Ernst um Lihrer u> d Schüler wehte mir entgegen. Die Sprache de» Unterricht» ist verschieben. Ich hörte Unterweisungen in Jargon und Hebiästch und haue eine aufrichtige Freude, al» ich ein Kind von h fahren auf die Krage de« Lehrer« drdlische Geschichte im biblischen Hebräisch in wörtlicher Zitierung der biblischen Schriftmorte erzählen hörte. Ader religiöse Kächer find nicht etwa die einzigen Lehrfächer. Echreiden. Lesen.Rechnen. Geographie, ja auch Handfertigkeit wird unterrichtet. Die deuk'che Sprache zu unterrichten, war >in den letzten Jahren von der russischen Regierung verboten, dafür waren alle Schulen ge* zwungeu. täglich «ne Stunde rufirjch geben zu lassen. E« Kaste wohl nicht lange gedauert, io wäre dre Zeit gekommen, in der wir Deutschen un« in deu besetzten Gebieten nicht »ehr in denk« scher Sprache noch diese» oder jene» hätte» erkundigen können Di« Lehrziele de« Unterrichte« entspreche» etwa unterer deutschen Volk»« oder Mittelschule. Wer weitere Studien de« treiben will, »uß in de» staatlichen höheren Lehranstalten einzntreten versuche», wa» ja. wie gesagt, die Juden infolge der beschränkten Prozentnorm nicht leichtwird. Tie'Untrrwersung der Mädche» au« de« ciusachen Volke liegt sehr r« argen.- die notdürftigste Unterweisung wird ihnen z»teil. dann wachsen sie heran ohne Wissen und ohne Berus, ein Mißstand, der zu de« .tauerlichen FolgeerscheinUngeu führt. Tie Mädchen au« wohlhabende» Häusern dagegen besuchen Mädchengymnafien oder Konservatorien, finden aber anchhier. daß die russische Regierung, die alle Wege velfpent. da» Elend der unterworfenen Bevölkerung wünscht Roch de« Einrvcken der Deutschen haben jüdische Frauen und Mädchen in den Lazoretteu al» Pflegerinnen und in den VohljahrtSemrichiungen al» Helferinnen fich glänzend bewährt. Tie letzte Stufe de« Unterricht» bildet der Talmud. Vom 12. Lrbenrjahre an riwo beginnen die Kinder der jüdischen Schule domit und bilden fich in diesem Gebiete fort bi» an« Lebensende. Die Kinder, die in die höheren staatliche» Schulen zu kommen Gelegenheit haben, schlage« freilich einen andern Leben», weg ein. Kleidung. Sprache, Sillen vvd religiöse lleberzeugn». gen ändern fich. und der Unterschied zwischen de» erwachsenen Intellektuellen »nd dem Vochur oder Kastenjudeu ist eben so groß wie der Unterschied zwischen eine« deutschen Juden und dem Kastanjuten. Große wirtschaftliche Kräfte gehen durch die tat- «udischc Arbeit der Mänrer derJudenheit verloren, aber auch hier suhlt »an heilige sittliche Kraft, und al« ich in Wilua rn der .Schul', in der der -Wilnoer Gaon zu beten und zu Inneu pflegte, die ehrwürdigen Greise ringsum über den Tal» «r d gebeugt r-ud westveroefien in den Lehren de« Judentums und uv Meivungeo der Werten »erlenkt sah. fühlte ich mit diese» Ilten den ganzen Reicht««, der rhr Leben erfüllt,'. Ich labe auch die Ettern rni» gewonnea. daß nicht stder Talninkheftiffeuc in Rr firsch.PeUn glaubt, von ben.stiL.l Tätig, keil und von der Sorge für seine Familie oder gar von der Srrge für fir».»n eigtiicu Lrbensuukrdalt eulduud,» zu sein. Mil dem Talmutstudium iu engst,r Berührnng steht der Plnßüiner da« heißt der religiöse Rabbiner. Tiefer Rabbiner mr ß wem. er da« Insehen seiner Gemeind« gewinnen will, alle Gewervde-Mitglieder au talwudilchem Wißen und-SSarsfinn ndertresten. und jede Gemeinde hängt »u Stolz nud Bewvude lurg an ihrem ,R«v', wenn fie die Uederzeuqnug hat. daß er ern großer .Lombon' ist. Reden de« religiösen Rabbiner steht der weltliche oder Kronsraddiner, der die standesamtliche Ve/waliung der Gemeinde und den Verkehr mit der Regierung in Händen hat. Dreier bezieht, während die übrigen Gemeinde» Beamten oft in unwürdiger Veile au»privaten oder Gemc.nde bezahlt werden, ein stvatliche» Gehalt, da« eiucn Teil der von den'Juden an den Staat zn zahlenden Gebühren darstell:. Die Stellung de» Krotr»-Rabbiner« ist nicht to doch geachtet wie die Stellung de» religiösen Rabbiner». Immer aber fand »ch eme vollkommen Ehrerdietnng vor dem Rabbiner nicht nur wegdii der felbstverleugnevben tatmudischen Studien, foudern auch »egen der aufopfernden Lebensführung. Ich e:» zähle ki.iz uu< Begebenheit nnd darf mir wohl jede« erläuternde Von e,lpcren. In einem Städtchen au der Grenze zwischen de« Gouvernement Kowno und Knrland mar ver.zion Feldmanu Rabbiner. Ein zunger Mann, geachtet wegen feiner überragenden Kennlurfie. Il» Anfang Mai der Ausweisungsbefehl für sänn. l:che Juden im Gouvernement Kowno erging, mußte auch seine Gemeinde wandern. Ille» raffte in Angst die Halhftligkenen zusammen. um möglichst schnell mit Wagen und Pferden in Sicheihut zu kommen, da gab der Rabbiner bekannt, daß jeder, der m rüstigen Jahre» steht und einen Nage« besteige, sotilge nicht die Thorarolle». die Frauen und Kruder, die Ilten und Kranken geborgen feien, vom religiösen Bann betroffen werde. Die Gemeinde g eborcht und faß alle Kranken und Gebrechlichen können außer den Tborarellev ans die Wagen weggebracht »erde». Da schickt die Gemeinde Rigo dem geachteten Rabbiner Wtzgen und Pferde, baß er fich selber rette und nach Riga komme. Sieben Wagen mir Pferde» mnrdev ihm von fieden Gönnern geschickt Der Rabbiner läßt die letzte» Krauen und Kinder die Wagen besteigen, lei'et die Flucht der Gemeinde di« zu« letzte» Augenblicke, geht ohne Effen nnd Trinken einen A ag und eine Rächt und wieder einen Tag z» Fuß »ach Riga. (llmlsetz»»» f*l»t). Bus dr« »itMtiAdrn. Znr Mkpr»le»1a»te»w«ßt der H,n»goge»ge»ei,de -öt». Bei der am 13. und 14 Der mber erfolgten W«hl von 3 Repräsentanten und zwei Stellvertretern in der 2. Iljt» haben die Kandidaten der konservativen Partei. Jakob Dav d nvd Simon Lach», je 3# Stimmen. Dr. Albert tlirödel .47 alc- Repräsentanten. Iuliu» Hirsch 37 un'- Salomvn Simon Stimmen al« Stellvertreter rrhalten. Die Zahl der Wad berechtigten betrug 3380. Gewählt haben M. Die abiolrl Mehrheit beträgt 20. Die Genannten find somit g-wählr. Elle». In der Repräsentanten-Lahl am 10. 12. wurde» wieder, bezm neuaewöhlr in der 3. Abteilung: Lehrer M. Ibraha«. H. Auerbach. H. Kann, uts Stellvertreter: D. Salm. Tr Rau; in der *2 Abt. E. Marx. Max Mayer: al« äicUp. Dr. E Levy. Jol Paßmann : in der 1. Abt.: Mos. (5»smamr. R Samson: al» Stellv.: Hnnr. Hirschtand, Lndw Hirschland. Die Nahfeu ftandru im Zeiche i t:* Burgfriedens. Gegenkandidaten waren nicht nufqeirellt Lomönr» Da» Hteprälentantenkossegium der Deutsch Joraetitischen Gemeinde hielt im Gemeindeamt. K-nser Wilhelmstr-.. eine Sitzung unter Vorsitz de« -Herrn Jo> Llpmann ab. Ter Borfitzende gab Kenntni-t von einem Schreiben de« Gemeindevorstandeö, wguach laut ihm vom Verband der Deut scheu Juden gewordener Rachnckt ab I. *. 1915 den Feld rabbioern. gleich den Geistlichen der übrigen lloafeinonen rin e Aufwandsentschädigung vom Reiche gezahlt wird, io daß bst bisher von den Gemeinden zu diesem Zwecke bewilligten Beiträge hinfällig geworden find. Dadurch ist die langzewidn'chtc Gleichstellung der Rabbiner mit deu Geistlichen der anderen Bekenutniffe durch Reichsgesetz auch mr die Feldseelsorge ausdrücklich anerkannt worde.i. Ein Antrag de« Gemeindevorstande» auf Bewilligung eine« eiumalrqe» Beitrages von 4000 M. au die I-r. höhere Mädchenschule (Lyzeum) wurde ohne Debatte einstimmig genehmigt. Die Abrechnung der Gemeinde für l‘U4 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 26rtut)0 M. abctr Voranschlag »st um '26000 M. üdcrschritlcn. der Fedlb trug beläuft fich oys 34'»80 M. Ta« Armenweien erforocrle 88 600 M.. das Schulwesen 50 «KK> M., das Begrabn"weien 13000 M Die Abrechnung wurde emer au« den Herren Lasker. Marhiafon und Albt. Wolfs bestehenden Kommission zur Prüfung überwiesen. Den H.ruptgegenstand der Sitzung bildete der vom Gemcindevorstand vocqelegte Entwurf de» Hausbaltungsplane« für!0I6. diese« Punkt der Tagesordnung erscheinen die H. Alfred Levy uu) Heinr. L-'vy als Kommissare de» Vorstands. Letzterer weist daraus hin. daß der Entwurf auch diesmal von der durch den Krieg heroorgernfeum größeres Inanspruchnahme der Gemeinde, nameiullch de» Armeuwesene und des mit ihm verbundenen Wohlfahnsweseu», beherrscht werde. Wenn der Voranschlag 1016 nur den verhältnismäßig geringen Fehlbetrag von aOO«M M. auf- »eise, so nihre die» in erster Lime daher, daß der Vorstand mit de« vom Kollegium im vorigen Jahre bewilligten Steueraufschlag von ° e innerbakb der versafinogsmaßige«! Be: ftimmung. wonach die Gemeindesteuer I */, de» Ernrommeus nicht übersteigen darf, ganz gut ausgekommen fei. Der Vorstand werde fich auch diesmal »ou dem Grundsätze leiten lasten, daß die zahlungsfähigen Krerie so viel wie möglich heran^ezogen werden, während Sie mittleren Krm'e und alle K-ieqsteilnehmer auf ihren Antrag von der Steuer befreit werden. E» wurde in die Beratung dcr Poüt-onen eiuqetreken. Unter de» Ausgaben erforden da» Arwen- und Wohlfahrtswe'eu rund 190000 M., das Armenwefeu allein 6.'» >>O0 M Das Sieheu beim und dre Dobstahttsstüne der Deulich-.Xsracti uchen Ge meinde erhält eine Zuwendung von 7.',00 M.. das Pauil.icn- .t'Mt <Mädchrn»aiikuhaus *27‘»0 M, Beihilfe von j loOO M. die Thelkfienstistulig zur Unterstützung turdednr''igkl I-raelilcn und der .Verein zur Sperrung hilfsbedürftiger rSr.'Ki.rder'. Die zweithöchste >u«gade erfordert da« Schuln.-.d V-ldungerveieu mit 00 75O M-, allem ötc ^Vv. löchtcrichule 61600 M.. die Talmud-Tvra-Real'chule '25l»O0 M. Beim!rt,-l Beerüigun.zeu erscheint zum I. Male der Poiren .Psteqe der Krieaergrüber', Gedenkstein I. Rate 2.'»00 M. Der Vorstand will dre k-antrnde Pflege der Gräber, rn welchen Teilnehmer an cem gegenwänigen Kriege zur l^tztcn Ruhe bestattet werden, eklenhaldee ul'crnetzmen vnd zu gegebener Zeit aut de« Platz, auf dem die Krieger bestattet werdrn. einen Gedenkstein für alle in dem Feldzuge verstorbenen hamdurgrjchen jüdiicheu Krieger enichlen. Inch die Ramen der Gefallene», die nicht auf dem Gemernderr.edhose bestattet find, sollen aus dem Gedenkstein verewigt werden. Der Titel wurde ohne Debatte einstimmig genehmigt. Beim Punkt Subventionen beanstandete Laster die Zuwendung von 2ö M an die Jsr. Allianz mit Riickficht auf die bekannten Vorgänge in Pari». Liffer betont, daß drei« Subvention dicht io» Ausland gehe, sondern der aus unbedingt znver» läifigen und angesehenen GlaubcnSgenost'en bestehenden Berliner Zweigoraanifatinn zufließe, welche ihre Stellung zur Pariser Zentrale »ou der erst »ach dem Kriege zu erw-rnenden Aufklärung abhängig macke Das Kollegium bewilligte den verlangten Bettag. Der mit eine» Fehlbetrag von L07L0M. abschließende Entwurf wurde dann m brr Generaldestimmung einstimmig genehmigt. Rabbiner. Kannnner. Am 7. Dezemdcr 1015 wurde Herrn Land, radb. Dr. Gronemaun anläßlich reine« 70. Geburtstage» vom Reprüseatanten-Kollegium sowie von den Mitgliedern der Synagogcngemeinde Hannover und anderen Gemeinden teS Landradbiuawdezirke» emeEhreugude überreicht Herr Landradbiner Dr. Gronemann hat nunmehr diese Summe zu nuer .Landradbiner S. Gronemanv-Lliftung bestimmt, die den Zweck haben soll. Persanen, welche das Kbrn in den Dienst uufrrcr heiligen Religion gestellt haben. :m Alter und dei Erkrau» langen cine Zufiuchrsstätlc zu ichastei-. ' Demgemäß find zu berücksichtigen: Rabbiner. ReligionSlehrer und Kultusbeamte au« der Lynagogengemeinde Hannover oder au« einer der Syngogrngemeinden der Provinz Hannover, wie auch nichtbeamtete Rabbiner und Gelehrte die wenigsten« ein Jahr in der Provinz Hannover gelebt haben, und deren Ingehrrige. Solange die Zinsen de« Stiftungskapttal» zur Unterhalt.,ng eine» Zimmer» im Alterversorgunashause (12 000 Mark) dauernd nicht ansreiche», sollen dieselben zur Unterhaltung eines Freibettes im Krankenhause versandt werden. Das Recht. Vorschläge für die Aufnahme zu machen, steht dem Stifter bezw. eiiem Mitglied de: Familie zu. .Bei der Beschlußsnstun^ über die Ausnahme in das Alterversorqunqshxas ist außerdem der zeitige Landradbiner vezw. der erste Rabbiner der früheren Tynaqogenqemeinde und der Vorsitzende de» jüdischeu L-d-.eroere,n^ der Provinz Hinnooer hinzuzlehra. ^Zäv. Presse.) Tragischer L«d der brannschweigischen Lanbe»raßbi»ett. Während ö.'l Beeediz.>ag des aui dem Lchlachtfelde gefallenen Kurt Elias ward.' am i7. o. Ä nachmittags der seü viele.: fahren seze.isreich wirk^ «de braunfchw.'iqische Lande»- rabbin-r Dr. Rüst a:st dem Frieddose der jüdischen Gemeinde in Brannichw ig oon einem Herzschlag? ereilt. Während er vor der aroß « Traaergemeinde. unter der fich auch der Flügeladjutant des Herzoge mir einer Kranzspende befand das Schlußgebet sprach fiel ver6t Z chre alte Geistliche plötzlich bewußtlo» zu Boden u >d starb unter den Händen zweier Aerzle, die fich zu'öllig unt.'l den Trauerzästen befa-rdrn. Dr. R. erfreute fich im H z'2t'.»!>r großer K"ischätzung Tnßech. *. i2. Eine erhebende Feier war e«, die heute um 7'». G >' d u r t » r a z e ihres verehrten Herrn Rabbiner D r. (5 u i K b a h. der zugleich ans eine 45 jährige Am.s» zeit in L >d ck z «rackbl'ckea konnte, oon der Gemeinde Lübeck zu seinen Ehre.» veranitttt l wurdc Zn der festlich erleuchteten Syna.ro.ze f:nv ein zn Ehren de» Zndilars veranltalttter Fest» gottesdienst statt, an dem iinvlidj: Mitglieder der Gemeinde ttilnabmc.'. Im Aufträge der Gemeinde feien? nach Adfingung des Psalares 12?» Herr Rabbiner Dr Emanael Earlebach-Kblu in formvoll nderer Rede die Tätigkeit des Zubilar». Mit einem durch Herrn Lehrer Golds tunidt-Lübeck vorgekragenen. eigens fur den la i verfaßten Mischcberach schloß die eindrucksvolle Feier. Es reittte sich nunmehr an die GratulalioaScour im Hause d^s Gefeierten, hixr hatte schon am Bormittag der Senat ein rn wunaei vollen Worten die Verdienste de- Jubilar« um Stadt und Gemeind 'eie.'.ides Schreiben durch eine offizielle Deputation abe,reichen I .ssm. Es sprach jetzt im Aufträge des Vorstände» der GemeinS; der Vorsteher Herr Edurrd ^oel. der de« Rabb ner für feine segensreich? Tätigkeit herzlichst dankte und als fitzlbureS Zeichen der Snerkennun; eine Urkunde über eine Raddiner Dr. Lalomon Errlebach-Ltiflung oon 6000 Mark nderercht.'. über d'e öerfetde nach fernem Gutdünken verfügen möge. Ldreff'.-n überreichten weiter der A'chloerein Lübeck durch seinen Vorütz.noen Herrn RechlSanwott Meyer, die Chewra kadrscha u > w B.-i der anschließenden FesteStasel gratulierten für d'.c .Freie V-.'reniraung für die ^ntereffen deö onhodoxen Ju0en:ams' H?,r Radvmer H o r o w i tz aus Jerusalem z. Zt. in F:a kfnr^ mr das Rrdb.ner'eminar und für den gefetzestreuen Raddineiveiband Herr Radbiner Dr. Hildesheimer- B?rliv. rnr die Aguda» Israel Herr Rabbiner Dr. Reuhaus- Cnronii, 'ür den großen Freundeskreis Herr Bankier W o Iff- Hamburg. Da» Mahl wurde gewürzt durch herrliche Thorawone. insbesondere durch die Enkelkinder de» Gefeierten aus Köln. HiMd.ite Dcpejchen und Bnefe liefen er» auS allen Teilen des Vaterlandes, u. a. vom HilfSverem der deutschen Jaden, uogr. Lehrerseminar Köln, von der höheren Jfr. Schule zu LcivZig und von vielen Gemeinden. Die Familie Earlebach selber degründere eilte Famrlienstistung zu Ehren des Jubilar» mit alljährlichem Familientag. Persönlich gralulicrten noch die Raddiner Dr Ld ontthal-Hamdurg und Dr. Bamberger-Dandsbek. Jur 2kahk eines Hßerrnßtiuers in Strntzßnreß t. $■ brachte d^e Straßv. Post die rntrreffante Mitteilung, daß gegenwärtig die Vorbereitungen zur Reuwahl eines Amtsnachfolger» für bcn veistoidenen Obcrrabdruer llhiy getroffen werden. Diese Rachtichi übe:Holle die in einzelnen Krerien verbreitete Ansicht, daß in Anvetlacht der einstweilen in guten Händen liegenden St.-ltoeitictung inn der Reuivahl dis nach dem Krreg gewartet werden »vllre .In zuständiger Stelle scheint mau vieler Ansicht nicht zu ie'n. Es dü".e deshalb angediacht sein, rechtzeitig bic bei iruheren G. > .t.aucrlen schon im Keim erst'ckten Wünsche nunmehr energliL :7Nime!d.n. nämlich, daß der Kreis f.:r die Auswahi Dv»riu''l-.n^is nicht in altgewohurcr und auch die. mal wwrer l'>-adsicbtiqtcr Leifeaus das Land Elfaß-Lothringen dvfchränkl btelvt, sondern auch aus AltbeutiLland ausgedehnt wnd um Kai.üidaten von dort zu hören. Es ist ja nicht ausgeschlossen. daß dann mancher, der dear asten System hartnäckig huldigte, ieine Änfichl ändert und einer zeitgemäßer» Handlung berstimmt. S«fin $in Fetegram« König Aertzinantzs) Der König von Bulgarien hat dem ehemaligen bulgarischen Großruvbinei Tr. M. Ehrenpreis tu Beantwortung seiner Glückwünsche anläßlich der Eroberung von Riich folgende Depesche gclandt: .Sofia. Palais. >0. Rooemd.r l9lö. Herrn Oberradbiner Dr. Eurenpret«, Stockholm. Der Ausdruck treuen Gedenken» sowie dre patriotiichen Worte und lebhafte Anteilnahme an den Gefchick.n Bulgariens au« weiter Ferne haben mich tref geiührt. Herzlichsten Dank und Gruß Ferdinand." Ztugarischer Tandes-Ftatßinerverein. Der Verein hielt im Plunkiaalc der Pester israelnischen Religion-zemnnbe s.'ine Generaioersammlung, in der aa Stelle des verblichenen K«maromer Raddiners Dr. Armin Schnitzler der Ragyka,>ziaer Rabbiner Dr. Eouard Reumann zum Präsidenten gewählt wurde. Zu Lizepräsisenlen wurde» die Rabbiner Julius Fischer, Dr. Simon Heoesi (Budapest- und Dr. Zukob Strinherz (Szekessehervai. zum Generaljchrlttführer Dc. Ludwig Beuetianer (Ujpest). zum Schriftführer Dr. Franz Lo-vy > Rarosoafahely), zum Kassier Dc. Bertholo Edelstein (Budapest) und zum K»ntrolleur Dr. Arnold Jtii« (Budapest) gewählt. Die General- Versammlung gedachte v.i erhebender Weise der zwanzigsten Jahreswende des Rezeptiousgeietzes und. richtete Huldigung», und Begrüßung»'>epeichen an den Kdaig, den Rmisterprastbeulen und an dc» Kultusminister. Sie befaßte fich tzieranfl mit den durch die Kriegslage notwendig gewordene» Berfügnngen.J mit UnterstützungSangelegenhenen v«., Sitweu und mit VeW Moidfizierung der Statuten fl Lehrer und Schule. W»rtß»r». Dik.ii'Lcli'isch« ÜktzrerdildungsaaftiU.■' durg) »ar iui iJiuljali'r IHU/I5 oon 28 Dic Zahl C.-c int Skstehk.! d«r tnftalt (51 Zal,« X v.M Lchikr beträgt jetzt 424. Viele eheWalige Sch jl Heide oder leiste» Heneltzienst.

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