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Jüdische Volkszeitung · 1915-12-10 · 51 (10.12.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
51 (10.12.1915)
Date
1915-12-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Aried» de, £#«frf &#■*». Ein katholischer, eia israelitischer und na protestanttschei Geistlicher lFeldgeistlicher Dr. »ufhaaser, Felkraddiner Dr. Italiener und Stadtpfarrer Baum) haben kürzlich, zwei i« Felde, einer ia der Heimat, nach nr em Liege übrr religiöse Toleranz gepreoigt. auknüpfend an dos Vibelwort: .Tara« fdet euch Gerechtigkeit und erntet Liebe; pflüget na Neue». weil d Zeit ist. den Herrn zu fache» bi» daß er komme und regne über euch Gerechtigkeit!* Diese Predigten sind in der Rovemberuunkwer der ,Süddeutsche» Monatshefte'' erschienen. Alle drei kommen darin übern», daß echt« Toleranz eiger.« religiöse Neberzevgung zu verstehen und zu achte» wisse. Zeiten der Eot überbröckten in der Familie Gegensätze; was oder von ihr gilt, gelte ederso vom Staate. Der Ernst der Lage Hab« unser deutsche« Bewußtsein zu starker (? ahnt in dem gemeinsame!- allgemeinen Bekenntnis zum Staat, in opferbnnler Vaterlandsliebe und ungebrochene» Villen zu» Si.ge verschmolzen. Alle« religiöse Mißtraue» seidahingeschwunlden und au« gegcnseüigcr Kenvwi» gegenseitige« Berstehe» ,nd Schien erwachsen Nun aber komme e< darauf an, die« festzuflelle». .Vir/ so sagt der eine Prediger, .denen da« uv« verdiente ftli.tf, als Sieger heimzukehren, beschiedeu sein soll, wollen a» tieft oi heiligen geistige» Kriedenstempel innerer Eintracht mitbanen helfen zu« immerwährenden Gedächtnis der gi open einenden Zeit, zum ehrendste» Denkmal unserer ge. salleae» Brüder.' 3tf der Synagoge B (Brüdergemeindefand die Vvrvnnkigung jvdttchzr Rrtrute» de» FußartlUeiie-Regiwents Nr. - statt. Nach deendeum Gesang de« Synagogevchor« hielt Gemeiuderadb. Prof. Dr. Bloch die Ansprache, iu welcher er die Heillghattuag de« Kahncneioes bervorhob, ermahnte die Mann« Ichaflea zur Treue und zum Gehorsam gegen den obersten Kriegs» Herrn und erteilte hierauf den Kohaalmsegea. Mit eine« ent» sprechenden Psalmgelang schloß die militärische Feier, der auch mel Publikum beiwohnte. J>«i»§»r§ Um den jüdischen Soldaten Gelegenheit zu gemeinsamer Frier de» Ehaauka-Feftezu geben, veranstaltete die Synagogen'Gememde am Sonntag, ö. 12. 4*/, Uhr »ach» mittag« ciatn besonderen Gottesdienst, an den sich ein gesellige« Beisammensein im Gemeinöezimmer (Zunkemsiraße 2) auschloß. Alle jüdischen Heercsangehöngen wawn hierzu eingrladea. StfanatKiffirforgt. Stendnt (Geerdißnng eine». -rieß»geka»ge»e».) Am hiesige» Lager befand sich der Kriegsgefangene Slfoa» Rakiaowitsch au» Pari«. Beim Kommando ferne« franzöfischea Kameraden, die dem Toten da« letzte Geleit gaben, befand sich auch ein katholischer Geistlicher. der die Erlaubi« erbat uad erhielt, am Grade sprechen zu dürfe». .Dorr unten liegt unser treuer Kamerad, der svr das schöne Frankreich gestorben ist/ mar der S«an der w.hmuttgcn Wone. dre der christliche Geist, liche seinem jüdischen Landsmann am Grabe aachrief. De» Wunsch de« Gememdtvoestcher«. die Trauerrede zu halten, war Herr Rabbiner Dr. Jucobus, Magdeburg, gern aachgekommen. Soziale Kirsorg«. Hkose». Am 'il. Januar werden auden Zinsen der t Eduard und Amalie Ephrar m-Lnftnag folgende Unterstützungen gemährt: ») an 2 Handwerker jr 100 M.; d)aa eine Witwe zu Mietsbeiträgen je SO M. — Die UnterstLtzrmgen erfolgen ohne Unterschied der Konfession an achtbare uad bedürftige Personen, welche »och keine öffentliche Lrmenuvterstützuvg empfangen haben. Hkose». Zur Weihnacht-beschernag verschämter Arme hat Fabrikbes. Siegfried Lessen dem Oberbürgermeister Dr.Wilm» 200 M. übermiesen. pn jüdische Kinder» »terstntznngsnerei» zu Ztertin l.Jlkvv'). Geschäftsstelle Engelufer 2. besten Vorstandsmitglieder sämtlich Im Felde find, konnte auch zu dem diesjährigen Ehanukafefte Kindern von 40 Kriegerfraue» und Witwen Hilft leiste». Weitere Hilfe tut »ot! Spenden werde» erbeten. Postscheckkonto 21285. llitt« tartfdltr Verwaltung Neck einem vonrege vo» Dr. K i e g e r. Kamtznrg Z« Jüdische» GemeiaichaftSheim ivrach am 27. ll.vr. Riegerüder Gotteskämpfer. Nachdem der Redner einleitend die Kämpfe de« Judentum« u« sein Daftinsrecht und sei»e kraftvolle Selbstbehauptung im Streit kür seine Ideen dargeftellt. schilderte er da« jahrhundertelange Ringen der polnischen Jaden gegen die Maßregel» der russische» Regierung, da- Judentum i» Polen wirtschaftlich n»d sittlich zu vernichten. Die Eroberung Polen« durch Deutschland hat dieser Bereiendungspolitik ei» imenoartel schnelle« Ende bereitet. E« war eine der erste» Segen «wirknngen dieser Erobomng. daß die deutsche Regierung die boshafte» AuSnolynebeftimmungen aushob. mit denen die russische Regierung die Aechtuvg und Vernichtung des polnischen Judentum« erstrebt hatte. E» ist selbstverständlich, daß die Juden Pole»« ia diese« langen Snkämpftn gegen die russischen Maßnahmen schwere Schädigungen an Leib und Seele er. litte» haben. E» war stetda« tragische Schicksal der Juden, daß sie sich im Kampfe gegen die Entrecht«! behaupteten, ober i» Kampfe ernste, nur langsam verheilende Wunden erhielten. Aber wie sie sich nach -er Befreiung au« Druck und Schmach durch die bürgerliche Gleichstellung allen Verleumdern und Lästerern zuw Trotz von der langen Eatrechtung schnell erholte» und sich bald rüstig an allen Fortschritten beteiligen konnte», so haben sie überall den lähmenden Druck der Sklaverei leicht überstaade» und tatkräftig an der vorwärts» entwicklnng ihre« Vaterland«- «itgearbeitet. Da« Gleiche ist auch von den polnischen Juden zu erwarten, die sich an« dem Zusammenbruch ihrer staatsrechtlichen und Wirtschaft' liche« Selbständigkeit doch eine große Reihe idealer Werte gereitet haben, welche die Gewäbr bieten, daß sie unter gesunden Lebe>«bedingu»gea wertvolle Mitarbeiter am Aufbau ihre» bi», her so unglücklichen Vaterlandes sei» werden. Gewiß hat da« russische System das polnische Judentum nicht nur Wirtschaft» lich schwer geschädigt, sondern auch seine sittliche »ad seelische Gesundheit ernstlich gefährdet. Ihr scheue« Wesen, ihre ver» ängstigte Halt»ug gegenüber ihr.r Umgebung, ihre Gewandt» heit, sich der Ausbeutung durch ihre Ausfager zu entziehen, sind au« ihrer Abwehrstellung »nd auihren unnatürlichen Lebensbedingungeo zu erklären — und zu verzeihe». Der Kern ihre- Wesen« ist trotzdem gesund geblieben. Dafür tengt ihr außerordeutlicher Lildungseiser. ihr Streben nach westlich« Kultur, ihre starke Religiosität, ihre allen Anfechtungen zum Trotz uuerschüktertc Glaube-,streue. Die Furcht vor der .Gefahr' eine» Zustrom» von polnischen Juden nach dem Westen ist deshalb durchaus unberechtigt und unbegründet. Die deutschen ^uden haben seit vielen Jahrzehnten solche Zuwavderer in sich ausgenommen, deren Kinder und Enkel heute in ihre« neuen Vaterlande. in Gemeinde und Stadt oft eine führende Stellung einnehmen. Besonders unberechtigt aber ist e«. den Juden Polen« au« idrer verwahrlosten Spräche, dem Juden-Deutsch oder .Jiddisch' einen Vorwurf zu machen. Es liegt fast so etwa« wie eine Fügung de« Geschickedarin, daß sie sich ihre deutsche Sprache, wenn diese auch inzwischen allerlei slawische« und hebräische» Sprachgut in sich ausgenommen. bis zu der Zeit bewahrten, in der sie durch ihre Kenntnis de« Deutschen Wegbereiter de« Deutschtums und Dolmetscher für die deutschen Heere werden konnten. Während die Ausland-deutschen sonst last ausnahmslos ihre Muttersprache und ihre deutsche Art leider nur allzu schnell preiSgegebrn haben, haben die verachtete» polnischen Jude» sich ihre deutsche Mundart getreulich bewahrt und find so die g.-eigneren Pioniere -ftr neuen Verhältnisse ge» worden. DaS deuttche Judentum eiwarttt. daß ihm nach dem Kriege die volle Gleichberechtigung werde, die ihm allerding« durch die Verkaffuvg g'währlei'tet. aber auf dem Verwaltung«» wege vielfach vorenthaitea worden ist. Es hofft, daß der gr«ße Friede «ach dem Kriege durch den kouft'sionellen und wirt» fchaftlichea Frieden seine Krönung erfahren wird. Marsche» (-«bische Pollistüchen ) Der Vize»General» gouverneur von Warschau, von Flügel, »tattere in Begleitung des Herrn Joel Wegmeister medrereu hiesigen jüdischen BolkS» küchen einen Besuch ab. Der hohe Biautte wurde von den Leitern herzlich begrüßt. Er ließ sich auch an manchen Stelle» eine Kostprobe reichen und sprach übwr-ll feine hohe Befriedigung über die zweckmäßige Einrichtung und musterhafte Ordnung auS. In Zkarscha« ist die neue polnische Universität eröffnet worden. Es herrscht dort vollständige Hochschulfreiheit. Für die Hörer gibt es keine Autnahmebeichränkung nach Glauben oder Abstammung. Damit schwindet die bisher bestandene Prozentnorm für die Aufnahme jüdischer Studenten. IAarscha». Vor einiger Zeit hat sich die amerikanische Rcqftiung an ihren Konsul in Warschau mit der Anfrage gewendet, welche Summe erforderlich wäre um der Not der heimloiea Juden in Warschau cnt^genzutrrten. Ja seiner Erwiderung nannf der Konftrl eie Halde Million Dollar al« rür diesen Zweck pnentbthrlich. Einige Woben danach erhielt der Konsul von dem amerikanisch-jüdischen Fürsorgekomitee 100 000 Dollar als erste Rate z igeseubcl. Der Konsul benachrichtigte safori den Vorsitzenden d.-r Kulluslürforgekommii'fion Herrn Natanson. Wlozkawek Hier entwickeln die jüdischen Einwohner eine rege Orgaaisationställgkeit. Es wurden daselbst in der jüngsten Zeit ein jüdisches BollsbauS. eine neue Arbeite» bücherei mit 6000 Bändcn. ein Turnverein und verschiedene jüdische Bildungskurft eröffnet. «knglonü England «,» die russische -,de»srage Dem New' Aorkcr Jüdische« Tagedlait wird ans London falge»drr Bericht :elegrapdftrt: .Lord Rodert Eecrl, Unterstaatssekretär rar Ministerium o<s Aei ßrreu. empfing dieser Tage den Redakteur der russischen Zeitung tvazetta Kopejka. S. Gorosezki. dem er t« Laase emer längeren Uazerredung über die rnisijche Juden, frage nachstehende Arkläraig gab: ,Dkc evzlische Regierung har immer mit der Forderung einer völligen Emanzipation »er rassischen Inden sympathisiert, allein die Jndeusrage ist ein.- innere Angelegenheit de« rassischen Reiche«, ia die wir. die Vcrvüaderen Rußlands, uas nicht eia» mischen dürfen und wollen. Die Verbunoeteu respektieren sich gegeujeiug und wir werden uns deshalb mit jeoer Art der Löjung dieser Frage durch die ruistjchc Regierung .zufrreden geben müsse,.' England, da« sich stet« alS Hon aller Freiyeitea. aller Zsoilisanon und Kultur oaft'pielt. England, da« für die Neinen. ichwachen, unterdrückten St» .ten, Völker und Rasten in den Kiieg gezogen sein will. England, dessen Staatsmänner in allen Parlamentsreden die Menschenrechte un großen M-mde führen, England, dch'en Regierung so und >o oft au« . Zdea:iS«us' g.-g.-u Koogogrenel. Armeniergreue! Poleaunterdrl'lckang uiw. feierlich protestien hat, England gibt sich mit jeder Lö nag der Zadensrage m Rußland zufrieden! Man maß sich dabei eriaaern, auf welche Wri'e bisher da« amtliche Rußland die Jaöenftage zu .lösen' verfocht har: Die Erklärung England» bedeute: daan . »e sympathetttche Duldung vo» Mord, Liand, Totschlag, Gewalt» tat Bcraubuv., Plünderung uao jeglicher erdeaklrchea Un» gerechtrgkeit. Soweit ist also England: Rußland« Gesinnung«, kumpai. durch dick und dünn. 8a» nur die englischen Juden in hohen Stellungen, die Roidichilo. Monrague. Saffoen. uad die Hnnbertkausende armer Juden in Whitechapel dazu sagen werden? In jüdisch-engNsche» Kreisen beschäftigt man sich wieder r:.ehr mit dem Projekte, ia Mesopotamien eine st.oriche Ko'onie zu gründen, vrionder» Hermann Landau st jetzt in der Öeffent» lrchkeit bemüht, Stimmung zu machen für De* Projekt oaß England Mesopotamien erobere und den Juüru da« Laad mit autonomer Berwattung zuveise. «Zond»». In London raad vorige Woche eine große Ver» samnttung. unter Vorsitz vo: Lespold de Rochschild, statt, zu» gunsten der Jude» in Ruß and. Zahlreiche Anwesende zeigten ihr Interesse und bedeute,.de Redner kamen zu« Wone. Der Ehiefrabbi Dr. Herz tchUdene die Lage der rnsfitche» Juden, und tzedauene. daß »an erst jetzt beginne, die Rot derselben zu erfahren. Dabei sei da« Leid schon ein alte«, ein fast un» erträgliche» für die zahlreichen Lettriebenen. Am «greis«adsteu waren die Won« de» Dr. Gaper, der viel deutvcher die Verhältnisse i« Rußland schildert« und oab«i die Aensur der Greste Aus feindlichen Ländern. herv^rhob. die nicht gestattet, daß man sich deutlich über die armeu Juden in Rußland au-spreche. »Unser Mund ist ver» schloffen', rief n au«, und olle verstanden, wohin die« zielte. .Dir sind dafür da. um für die Freiheit unserer Brüder zu wirke», und protestieren dage.qen. daß sie lebendig schmachten in den Gräbern.' Da« war kür London eine starke Rede. M. Leopold de Rothschild und Liaude Montefiore waren der Meinung, daß solche Reden »ich! gehalten werden dr 'len, aber die Versammlung war anderer Meinung und »ar hingeriffen von der offenen Stellungnchme Dr. Gaster«. Auch Israel Zangwill sprach in ähnlicher Weife wie Dr. Gaster. Claude Montefiore dagegen erzählte der Versammlung, daß den russische» Juden ei» Hoffnungsstrahl winke, ihre Lage sei schon besser geworden — aber die Versammlung war anderer Meinung, sie glaubte es ihm uicht. Ja. venn Dr. Hafter Rothschild« Ein» fluß 1*8 Rothschild Gaster» Mut hätte, wie viel wäre da für dir jüdischen Dulder in Rußland gewonnen! Jjtwfttld). y«r1s Die Leil»n> th .Idianct ifr. Universelle' h», da e« mcht gut möglich war eine Sammlung zu veraustalten. 100.000 Fr. für die ruffiicke» Juden bewilligt, welche dem Komitee i» Petersburg zugftellt wurde». Ebenso wurden die jüdischen Flüchtlinge in mexandrien (Egypten) und Kreta unterstützt. Die Lage der jude, in Tripolis ist infolge de» Ruckzuges der italienischen Truppen sehr uuficher geworden. Heute befinden sich ans dem Inner» de« Lande« i» der Stadt Tripolis viel« jüdische Flüchtlinge. Die Alliance bat dnrch den Direktor der dortigen rchnle eine Summe für die notwendige Ledensmittelanlchamng hingeschickt. — Z>ie InotreiHnnge» dir Anbe» au» de» Gebieteri res Minsker Gouvernement» wrd wieder fortgesetzt. Diese Be» fehle^kamen so pötzlich. daß die Flüchtling« keine Zeit hatte». ven. I» jüdischen Krisen hoben g^oße Unruhe hervorgerufen. — In ftraeur eingesetzt worden. Die jüdi. grüßte, fuhr er gleich hon au nnd > Pattiotea. sie behalten da» Klein» j Teuerung, ganz ähnliche Vorwürfe, Treffe tägllch verzapft. — An der Ider jüdische Gelehrte Schirmanteski zum Pnoatkozenten für westeuropäische Literatnr ernannt worden. — E« ist bekannt genucht worben, daß die Post jede Sendung zur Leiterbefbrderuug al ehnt, wenn sie die Vezeichnung Petersburg statt Petrigra sühn. — Eine Kommission, be» sirheud au« Re§irru»g«veN ttrrn »nd Advokaten hat beschloffen. de» Jufttzminifter vorrnschagen. eine Prvzeuttrorm eiazuführrn für jüd. Advokamr. I» dr» Lohnuagstzediet der Jndrn! ihr Notwendigste» mitzunehs die neuen Austreibungen Kischif.ew ist eiu neuer Goü sche Deputation, vie ihv sagte, die Juden seien Geld, sie seien schuld an l wie sie die aattsemitischr Pettograder Universität iftji sollen ir>%;ug,lassen werd-.n. außcryalb dcejeloe» 10°,. Dft liberaftn A^votater: haben dielen Beschluß abzelebnl. — Die iozialistiichen Arb7i;^.»Vetbüu-r yr-nrstiertTi do-egen, .aß die Regierung immer noch al» Grund ver iussi'ch.n NieSertagen de» »jüdische-: Verrat' bezeichne. D.r ProtAr mahnt die Arbeiter, oft Feinve des Volke» auf einer an-er:n Seite zu iachea. uo auch die wilkiichei Zerstöter des Ret:»« zu ftichk« seien. — Aus Moskau derichtel man.?<>ß zallU.'iche Damen ocr höheren Gesellschaft sich in einem Ae-norandum a.: den Kaiser wenden, damit dieser den Juden keine vollen bürgerlichen Rechte etteile. Moska« Avr^ Befehl dc» Hauptquartiers wurde für alle periodischen und täglichen j » d i j ch e n Z e r u » q e n. darunter die Petersburger.Volksnimmc' riitd da« .Petersburger Tageblatt', das Erscheinen verboten. D>c fiühcr vom Minister Tscherbaiow den ^udeu gegebenen Freiheiten und Zuqeftänduiffe sollen wieder aufgehoben werden. Den tiefsten Eindruck auf die Moskauer Gesellschaft hat die S ch l i e ß u »g d e r Zentralen der korporativen Komitee«, die nur ethische Zwecke verfolgen, l'ervorgeruftn. Diese Komitee» grhö.ten zwar iwr Opposition an und waren unzuftieden mit dem polttrschra Kurse, arbetr^ren jedoch sehr eifrig praktisch zugunsten der Ar.nea. Ihre Tätigkeit breitete sich von Tag zu Tag auS. so daß sie schließ ich für oft Wohlfahrt de» Lande« unenldehritch wurden. Sie heben vor alle« den Flüchllingen geholfen, das Problem der L t b c n mittelzutuhr baden üe »,'lbesserl und auch für die Versorgung der Armee mcl Munrli», gesorgt. Wie die schreibt, scheine das vom Minister de» Jaiern etlassene Zirkulär über die Erweiterung des Ansieüelu»aSrrtyon» der Juden verschiedenen Gouverneuren, noch nicht zu» qegangeu zu/ein. Das Blatt verzeichnet Fälle, wo die Souver- «eure sich bei rarem Verhalten gegenüber de» Juden auf da« Zirkular von!0J2 beziehe», wonach dir jugezogenen Juden alljährlich erne.i neuen Berecht'guagrfcheln vorzeigen müsse». Sieße» jüdische Wtatter oertzote». Die Maßregeln der Regierung gegen die jüdische Presse in Rußland werden fort» gesetzt. Neuerdings ist dem .Petrograder Tageblatt', der ^Volkssttmm'. dem .Tag', de« .Bortog'. .HUf' und zwei anderen jüdische» ragesblüttern da« Erscheinen untersagt worden. ^rze»,»k. (Her Wes»ch de» Zaren.) Es ist Tatsache, dag der Zar bei ferne« nur knrze» AufenlhaU ia Przemysl in der Mühle de« als österreichischer Ulanenoberleutnaut im Felde ftcü«ndk^, Zude^ Flank«! iiimn Sohasis -us,^ch!agkn halte, «ach dem Hofperfonol Nichten bicj« ,»a«z«ichauti,' M .Jul« FtSakkl' so bcBeatfa», haß c« nicht »rrgaß. sich eia LaSkakea mn-nu-hai-a. Sm Taqe nach d«i «bmsr Zaren waren nämlich sLmlUche Schmuckand «msachen, Tk^nchr nnd k»sibaren Liarichluaaszkarnsläadr »«rschwnnd». E« brrichtr, dir Lrstrrrrichisch« Wochrnschrift'.

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