Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 49 (26.11.1915)
- Date
- 1915-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Ziidifche volkM»«. 3«m Chanukkafest 1915. Sin «trug an die jüdischen Soldaten im deutschen Heere dom »er»«»» »er »eatsche, Aude» zntzatl: lidnnetkelied. — Die »rast »er Senil«». — *»l Km I «och de, »oNodter «. c d » < >»ier nicht MI »»frtlmft,. — Ins iietdyoftbrie'en tznieer, - lAedel v»r der Schlacht ilhan»N«lIt- Neutttd rue) Hell ertönt der sromme Sang »nd da» L>e» ,u Kalte« Siig«, Ter den grimmen Kein» dezivang Und besreit sein Heilißtum. Bieder find »ir srod dereit, ,rg« zu «eihn die srestedzeit, Und erneut sei ihm heul Unserer Treue heiliger Eid! Au« Aegypten« LNaoerei . Und nu» Sabel» Trinenzeit, Ag« der Perser Tyrannei Hast du gnädig uns befreit. Du hast unser srlehn ertztrt Und der sreinde Trotz zerstört. — mmerdnr in Gefahr »tt der Iren« Helfer war. Deiner Kinder reine« Blut »rech »er,og der Syrer Schar Und entweiht' mit Freueiamt Deinen heiligen Altar — Bo». D» zniHeft selbst da« Schwert. .Da» die -ein»« adgewehn. Und geweiht ist die Zeit Durch der Makkabäer Streit. Gott, wenn einst ein neuer Feind Und mit neuer Not dedrnht. Du bist unsere feste Burg Und der Netter »or dem Tod, Bo» auch immer unser Teil. Herr, wir hoffe, auf Dein Heil. Bangen nicht, bi« Dein Licht Hell durch Nacht und Wolken bricht. Dr. «liege r-Hamdurg. Xt Kraft ter wolizni «» «addiner De. »nech geldgetstAcher det der »nnee. Unser GhannNafest. da« uo« oou de» »akkattern erzählt, sagt un«. dag der »eist mehr bedeutet al« die Zahl, et schert die Kraft, die in den Wenigen wohnt. Man könnte die gomze «Menschheit teilen und sondern: die eine, »ollen nur in der Menge sein, und in ihr allein ffihlen sie fich gedorgen. die andere, finden in ihrer Seele die Heftigkeit, und fi« können darum ihren Play bei den Wenigen haben. Seit e« ein Menschenleben gibt, find die« die beiden grogen Parteien aus Erde», und der Kamps .-wischen ihnen, da« ist der eigentliche Inhalt der Geschichte der Völker: zwischen ihnen wogt e« im Ausstieg und Niedergang. ViOweilen erhebt fich der Ansturm der Vielen, und ihm gegenüber will manchen ein Zagen rr< sassed. Dann ist immer die Zeit für die Predig» unsere« Ehaaukkascste« gekommen, für sein Kort der Gewißheit, dag zuletzt der Geist doch immer entscheidet und ihm daher die .jnkitnft gehören mutz. - -E» trage, wir denn auch heute in un« die starke . '.une,ficht, dag Deutschland in seinem Kampfe gegen die Aeinde n»g« umher fiegreich »leiden wird, und wir Z«raelite» im Lande, wir empfinden diese« Vertrauen besonder« innig und tief. DenU e» ist unsere Vergangenheit und unsere Gegenwart und noch für lange hi» die kommend« Zeit, dag wir die Wenigen find. .Ihr seid die Wenigen unter den Völkern', diese Sorte hat»! Mose» an den Anfang unsere« religiöse» Leben» gesetzt, und sie sind di« Richtung und ein Sinn unsere« Wege» gedliebrn. Wenn oo» »er Sendung I«racl« gesprochen wird, so steht gewitz »or un» die .Lehre der Wahrhett'. in ihr Hai 'Aerarl seine Daseinapfllcht und seine Daseinlkrast gewonnen. Aber ebenso sehr sollte an diese« andere daun immer gedacht «erden, dag e« vom Andeginn her unsere Aufgabe ist. gegenüber den Vielen zu stehen, und die Sedentung. die darin liegt, ist keine geiingere. Den» so lauge et ein Judentum gibt, ist bewiesen, dag die Ucberzeugnng fich nicht meistern »nd nicht zwinge» lögt durch die Mehrheit. Da wir da find, ist »argeta». dag die Idee doch stärker sein kann al« die Zahl. E» ist nickt immer ein leichte» L»«. das UN« damit zu. geteilt ist. Wo äugere Macht nicht ist, mutz die innere Kraft wach,». Wö nur wenige find, mutz im Lebe» eine« jede» da« Kennst«» standhalten, jeder ein Sauzer sein. So ist e« dp, un« allen gtsorden. als ein Ernste« und Sroge«: aber keine edlere Tapkirkeil kann fich bewähren, keine, die mehr für di« Zukunft kämpft. Sie hatte manchem unter un« di««eilen gefehlt. So manche find im Lause «er Zeiten zaghaft geworden »nd schließlich untreu und gingen oo, »»«fort; sie meinten, sicher un» getrost zu sein, nur wenn sie unter der Menge ständen; sie wollten einige v»u den Bielen sei». In diesen Monate» ist kriegerische« Heldeutum »fl bewiesen worden. Wir habe» alle erfahre», worin und wann e« fich zeigt. .Mufig sein, da« heißt: auch allein und einer oon wenigen sein können, aus seinem Posten a»«harre» und leinen Weg gehen, auch wenn nicht die Viele» vor ihm und neben und hinter ihm find. Wohl gibt e« auch «int Maffenlapserkeit; fie ergreift den einzelne», wenn er fich iumitte» der Menge fieht, und rngt ihn mit. und -r teilt, da er »nier allen den ander» ist, mii ihnen de» starken Sin». Er hat, wie ein distere« Wort «* sagt, bloß di« Herdennatur. Zu Chanukka. vk»Ia», tai 26. November MS. Die wahre Tapferkeit ist ei» Größeres. Hie besitzt erst tzer. welcher auch allein zu stehen vermag: nur er ist eine Persönlichkeit. Uaserern Vaterland« wird die Zukunst wichtige Aufgaben bringen. »nd eine jede von ihnen wird ganze Männer, Per» söalichteiten fordern. Sie hatten der vergangenen Zeit im Kreise mancher Pflicht gefehlt; es gab viel Zaghatte und Kleine im Lande. Zu jelte» wurde die bürgerliche Tapferkeit gefuBbcn. Daß fie nun aufwachse, bat ist ein Zukunftswori. das gu une spricht; denn nur durch fie wird auch der Frieden ein Lieg werden. Diese bürgerliche Tapferkeit, fie ist in ihrem Grunde und in ihre» Wesen keine andere als die. welche wir i« Kriege, in Drang und Not und Sturm. jetzt erfahren. Auch fie ist nichts anderes als die Kraft, fest zu bleiben, mag man auch allein oder dei den Wenigen nur sein. Hie ist' eine Tapferkeit des Gewissens, dieselbe, wie fie »or uns putzen als unsere geschichtliche Ausgabe, als das Gebot von jeher, steht. Erst in diesem finlichen Mut wird der Mensch, wie draußen so daheim, selbständig und in 'seiner Seele aufrecht, so daß er einer von den Freien ist und als einer mehr bedeuten kann als viele. Erst in der Tapferkeit wird der Mensch tapfer. Der Kampf für das Rechte und Gute läßt ihn innerlich sicherer und gerader werden; es ist, wie wenn von -er Kraft Gotteetwas in ihn einz-ge. Ein Dort eines unserer Weisen sagt eS: .Mache Gottes Willen zu dem deinen, so wird Gott deinen Dillen zu dem seinen machen. ‘ So ist es: Zn der Standhaftigkeit des Gewissenwird der Mensch seiner gewiß und in fich stark; er fühlt es: er steht auf Gottes Seite und in Svites Kraft. Solche Männer draucht das Vaterland, es braucht diese Tapferen, die in der Pflicht fich finden, im Kampfe cs erfahren, wer fie find, und solcher Männer bedarf ebenso unsere Glaubens, gemeinde, um ihretwillen und um der Gesamtheit willen. Nor wer sich treu bleibt, kann anderen treu sein, kann dem großen Ganzen das Seine leisten. Die erste Vaterlandsliebe ist die. ein Mensch zu sein, der aufrecht auf seinem Platze steht und den Mnt hat. dei den Wenigen zu sein, wenn es not lut. auch gegen die Bielen. Auch zur Liede gehört die Tapferkeit; fie erst gibt alle« die Kraft und den Wert. Für andere ist fie eine Eigenschaft, eine beste und höchste; für uns Juden ist fie noch «.'hr. für uns ist fie das Fundament unseres Wesens und Daseins. Wer fie nicht besitzt kann nicht ein Jude sein, kann nicht auswachsen auf diesem Boden, auf den die Vorsehung ihn gestellt har. Wenn einer inmitten der Mehrheit wohnt, so darf er vielleicht disweilen fich vergessen oder sich verlieren, denn er ist unter vielen einer. Der unter den Wenigen steht, muß immer ein Ganzer sein, einer, der den Mut zu fich und zu seiner Pflicht in der Seele trägt. Bon Feinden umringt, hat jetzt das deutsche Volk es so erfahren nnd bewiesen. Wir. die Kinder unserer Glaudensgemeinde t» Vaterland, wir wissen es so von e^egestern und ehetzem. Wir haben, im Kriege wie rät Frieden,. das Erbe der Makkabäer zu hüten. Wie sie, werden auch wir immer wieder es erleben, was das Prophelenwon unsere- Chanukkafestes kündet, dos Wort von der Kraft der Wenigen: .Nicht durch die Wenge und nicht durch die Macht, sondern durch meinen Geist, so spricht der Herr der Heerscharen*! Atz; z«ldpoflbri«ftA Sottstikb Sr»d«;'s. Den 25. September 1914. .... Ader »a» heißt Gefahr im Kriege! Gefahr wird zur Alltäglichkeit, zur Gewohnheit; man achtet fie nicht, wie man Wuader nicht beachtett. obwohl fie täglich uns umgeben. Gefahr?,De« Tod entrinnt. wer ihn verachtet; doch den Verzagten holt er ein!' Ich bin zudem noch Radfahrer! Da hott er mich^ficherlich nicht ein! Und seidst wenn? Ganz gewiß ge. höre ich nicht zu denen, die Phrasen machen, denen der Heldentod fürs Vaterland höchster Wunsch ist. Ein .Hetdenleben ist wahrlich vorzuziehen. Ader ich verachte den Tod. Er ist mir Pflicht, wie eo das Leben ist. Er umgibt mich in der Pflicht für mein Vaterland, in dem Kampfe, den uns russische Varbarei und französische Rachegedanken aufgezwungen haben. Där's ein Angriffskrieg, dann wäre dieses Gefühl der Freiwilligkeit nicht f» stark in mir; aber eS ist ein Krieg um unsere Existenz. Dir find verloren, wenn wir verlieren. Ader wir. wir werden gewinnen. Als wir zvm ersten Male im Schrapnellfeuer lagen, da dachte mancher an Weib und Kind, und doch lebte in allen Soldaten der Gedanke: .Wir müssen siegen!" und dieser Lille treibt fie vorwärts. . . . Den 10. Oktober 1914. Den Aubel hätten Sie gestern mit erleben müssen. als ich der Kompagnie au« dem Munde des Obersten die Nachricht bringen konnte: .Antwerpen hat kapituliert!* Ein dreifache- Hurra und das schöne Lied: »Haltet aus im Slurmgebraus'! Dir Leute schmückten die Wagen mit Vlumen; eine Ziehharmonika begleitete ihre Gesänge. Wie war das schön? Reservelieder erschollen, doch sicher zu früh. Aber Antwerpen, die Unbesiegbare, ist unser. Der Loldat denkt bloß an heute und morgen. Was gestern geschehen, das liegt weit hinter ihm. Die Erinnerung schleicht fich erst später ins Herz hinein und läßt zugleich als Wehmut und Beglückung fich offenbaren. Mit Wehmut denken wir unserer gefallenen Kameraden und unserer Verwundeten, mit Beglückung daran, wie wir unter ungeheuren Schwierig, keilen den Feind bezwangen. Die Kompagnie sammelt fich, schwärmt aus. Wo bleibt die 10. Kompagme und dieMaschinengewehradteilung? Sengst, liche Spannung. Es entsteht eine Lücke in der Schützenlinie. Ein furchtbares Granalfeuer. Krachend schlagen fie an der Aufmarschstraße zur Brücke ein. Zch maß zurück, die Kompagme zu suchen. Wieder über die Brücke. Bor der Brücke ein halbtoter Belgier, der nach Wasser lechzt. Zch möchte ihm helfen, muß aber weiter. Hunderte von Menschenleben hängen ') Seoiaaat Sens-r. Blatter kt ttrianmiia für fei*« *rrvHfc. Aas fetMn tzeldpoflvrikle«. jafaumragefrflt hi Tt. M. Spanier-Ha«. tatf, M. Gloqoo jr. tSlö iir. 4« von der Meldung ab. Ein Hanptmann hilft mir in «einer Not. Er nimmt die Meldung mit; ich gebe dem Verwundeten zu trinken. Er drückt mir die Hand. Ich weiter. durchras Schußfeld hindurch. Dik Kompagnie macht einen Umweg. Eie überschreitet die Brücke. Sie schwärmt ans. Zm Gestrüpp verliere ich fie. Der junge Hanptmann, der «eine Meldung mitnahm, fällt, von 5 Kugeln ins Herz getroffen; eine« Kameraden wird der Kopf von einem Granatsplitter abgeriffen. Schreien. Stöhnen, ringsumher. Im andern Moraen suche ich meine Kompagnie; vielleicht find Meldungen zu üverbringen. Zch komme am Major vorbei. Der hält mich zurück. Ich sei ein zu toller Draufgänger. Zch bleibe bei ihm (Schutzhaft). Aber ich Halts nicht aus. und da gibt er mir den Auftrag, festzuftellen. woher die Schüsse komme», hie unser Bataillon im Rücken treffen. Zch mache mitten imSchrappnell» und Granalfeuer einen Streifzug, habe bas Glück, 4 Belgier, darunter 1 Offizier, gefangen zu nehmen. (Endlich habe ich eine Kane!) Die Belgier hatten nicht gegeschaffen. Es waren unsere eigenen Jäger. Wie mar ich froh, dem Fener Einhalt bieten zu können. Die Meldung kommt zurück. Nun. bin ich beim Major ein .Allerweltskerl', ein .Teufelskerl' und was noch «ehr. Bonge Woche hatte er »ich ausgeschimpft. Da war ich in der Nscht mit dem Rade gefallen. Alles ist wieder gut. Zch bringe durchs Feuer Meldungen zum Oberst, bitte um Artillerie. Sie ist noch drüben. Wir sollen ja das Bauen einer festen Brücke erzwingen. Hätte ich nicht das Eiserne Kreuz schon gehabt, bann hätte ichs an diese« schrecklichen Tage bekommen. > Hinter der Ziegelei treffe ich Drückeberger, darunter einen besonderen .Freund', der mich im Anfang der Märsche einmal .schlapp' nannte. .Wer ist nun der Schlappe?' hanchte ich ihn an. .Vors Kriegsgericht müßte ich dich. Lnmp. stellen laffen, der sich versteckt, wenn seine Kameraden tm Feuer liegen.' Man wundert fich, daß nur Belgier gefangen und getötet find, obwohl doch auch Engländer vorhanden gewesen sein muffen. .Die machenwie die Juden, schicken andere vor und heimsen bonn die Erfolge ein." »Ich selbftArin ein Jude.' Schweigen. Entschuldigung. Nun darf ich ja aus meiner Bescheidenheit heraustreten, wenn ich Ihnen sage, was andere sagen. Die Kompagnie schätz: mich als ihren besten Soldaten. Dorum ichs verdient, das weiß ich nicht, ich tat nur «eine Pflicht, drückte mich nicht, machte dir gefährlichsten Patrouillen mit. Nicht, daß ich den Tob suchte, aber ich fürchte ihn nicht. Ich sehne da- Ende dieses schrecklichen Krieges herbei; aber ich möchte bis zum Ende in der Front stehen. Nach Ehren sehne ich mich nicht; Unteroffizier konnte ich schon «erden. Eber wozu? Der .Gefreite Sender' ist. so muß ich immer hören, der Liebling der Kompagnie, und das macht mich froh und glücklich. Mitten im Gefechte brachte ich den Leuten Postund nah« Postsachen ■it ans der Empfindung heraus, wie das die Leute anspornen maß. die nun, wie ich selbst, schon l*/# Tage gehungert, gefroren haben. Jetzt darf, ich auch fragen: .Liebe Fr«»be. hüb ichs recht gemacht?* Das Eiserne Kreuz trage ich «tt Srälz. wie ich auch die Rettungsmedaille mit Stolz gettagen hätte. 8. Novrmber 1914. .... Es liegen schwere Tage hinter uns. und so mancher liebe Kamerad hat daran glauben muffen. Doch was Hilsts. Mau muß fich hliuvegtrcsten über jede fich anschleichenbeTraurigkeit. Wir haben Krieg, und da kann nur ein Gedanke herrschen : unsere große Sache. Dem einzelnen bringt sie großes Lerd. das.Ganze will sich ein festes, dauerndes Glück erkämpfen. Und ich bin ftoh, da mirstreiten zu können. So sehr ich Gegner de? Krieges brn und durch den Krieg noch mehr geworben bin. io sehr bin ich lief überzeugt, daß unsere gerechten Fordernngen den Neidern adgerungen werden müffen. Mag es Blut kosten, ich opfere da» memige gern, und sollte ich »iederkehrev, bau, darf ich es mir ruhigem Gewiffen. Man fand mich niemals im Straßengraben. hinterm Stroh laufen. aberftetS in vorderster Linie und als Patrouille wohl häufig mitten im Feind. Das darf ich sagen, ohne unbescheiden zu sein. Das Eiserne Kreuz wurde mir darum auch alo erste« nach dem Hauptmann zuteil, obgleich ich nur gewöhnlicher Gefreiter war. Jetzt brn ich ja schon Unteroffizier geworden. und die höhere Charge ist nicht mehr fern, fie ist mir bereits vom Regimeurs-Adjuianten zugesagt. Mein Major hat — da er verwundet in Berlin weilt. — nur seinen dringenden Wunsch zurücklaflen können, mich weiter zu befördern. Am Sturm von Pervy^e habe ich ihm das Leben gerettet, ich soll dafür das Eiserne Kreuz 1. Klaffe erhalten, besonder-auch für mem Verhalten bei dem Sturm, wo ich. obwohl mich die Kugeln dicht umschwärmten, kalt blieb und ruhig «eine Befehle gab und an der Spitze mit dem Bajonett oorsturmte. fitbet vor 6er 5ch1«ch1. Aus .Verlorene Htkälker, Allerlei Getzichle'. Schön kommt der Morgen emporgestiegen. Sieh. Barer, «ich auf den Knien liegen. Hilf mir! Laß mir den Tag der Wehre Werden zum Tag der Ehte! Gott, mein Gott, ich rufe dich, Vater, beschütze mich? Hast du deschloffen, mit Strenge zu richten. Wolle den irdischen Leib mir vernichten, Doch die Seele, die Ehre bewahre; Ruhmbekränzt, tränenreich sei mir die Bahre. Sterben ist leicht — doch nicht leben kann ich. Wenn die Edre verblich! Aber willst du Gnade mir geben. Laß «kr dies schöne Erdenleben, Laß mich sein, als der Meinen Stützer, Den Guten ein Freund. den Armen ein Schützer Und noch fingen dir Lob und Preis Als zufriedener Greis. Ion Lehmann.