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Jüdische Volkszeitung · 1914-11-13 · 46 (13.11.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
46 (13.11.1914)
Date
1914-11-13
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Mische volkjeiwig. Pat v»AtfchIa»d nur ei« Herz, eia 51?,. »»««.»ak-Lst» »«» Pri« »initch'-. Melodie: ,Zch bin eia Pleutze"! Es braust er« Sturm durch all« Deutschen Lanl^e, Der Sturm er wächst schon zum Orkane au- Lom Hochgebirge biS zum Küstenraade Bo« Förstenschloffe biinkleinste Hau- Hün man den Ruf erschalle» : Die Feinde muffen fallen!* Blickt doch zum Rhein, seht bi« zur Weichsel hin Ganz Deutschland nur ein Herz, ein Sinn. Slavische Habgier und die wel'sche Tücke Die fanden sich zu eine» Schrecken-dun d. Der wie ein gifraer Hauch die Dell erdrücke; Es nagt der Reid am festen deutschen Grund Doch gegen Feindes Krallen, Doll'» wir die Fäuste, ballen. Blickt doch zum Rhein, seht di« zur Weichsel hin Ganz Deutschland nur ein Herz, ein Sinn Run wehe Euch, die Ihr im wilden Haffe Da- Schwert dem Deutschen in die Hand gedruckt; Welch Deutscher fürchtet wohl des Feindes Maffe Wenn er sein gutes, deutsches Schwert gezückt. Hört Ihr den Schlachtruf hallen Und deutsche Flinten knallen. Blickt doch zum Rhein, seht bis zur Weichsel hin Ganz Deutschland nur ein Herz, ein Sinn. ehr wolltet unser Lebensmark zerrütten. hr glaubtet Deutschland sei ein loses Band; Des Kaisers Ruf dringt nun in olle Hütten, Der Ruf zum Schwerte, zeigt ein einig' Land Ein Geist, ein Stolz in allen. Ein Kampf, ein Sieg von allen. Blickt doch zum Rhein, fehl bis zur Weichsel hin. Ganz Deutschland nur eia Herz, ein Sinn. v $flr „st« verwundete«. Pit JUIfcria >»?•!<■ f. 6. Xootmbtr. Die Prinzcffia Kugjift W ilhelm, weiche mit ihrer Schwiegermutter, unser Kaiserin, fast eine Woche lang hier weilte, besuchte auch die Rühstub« de« Rationalen Frauendienfte«, Aer war! durch die Borfitzendc Fra« Oberst Heinrich« die porstuud». damen, auch Frau Snerbach »orgestelli. Frau Auerbach, weh die Nähstube In« Leben geiufcn hat und dieselbe leitet, fni die Prinzessin durch die Räumlichkeiten und gad die nttihea ErNärungen, In den «deren Räumen, wo die Zuschiriderini und Näherinnen sich betätige», wurde» der Frau sPnuzel durch Frau Nundach auch die Helferinnen »orgeßellt.! HAMArnn erkinidtate sich mich W »etrieb und Trfctt sich sichtlich, als Frau Auerbach berichten konnte, daß in! dn Weiche 7000 bi« 8000 Linden und 2000 Hemden, auch ein Tausend Paar Strümpfe hin zur «rdeit oeNcilt und abgrlieftri wert festst«! für ^«inrett« Nu« dem Lareau dn .Freien knttnigung sür die Znlereffeu de» orthodoxen Judenltm« uni geschrieben: I Wir haben eine Sammelstclie guten j Lesestoffe« sür die Lazareite eingrrichlel Leimiltlung der vom .Bdlsenonei» deutscher Buchhäi schaffenen Zentralstelle geeignete jüdische Lektüre für windeten jüdische» Glauben« zur Bnlcilung bringen s Wunsch nach »ninhaliendn und crnftn Lektüre, die!. .. .. dem Berstande, sondern auch dem reiigitsen Gemüle iNnrcgujig und Stärkung gewährt, ist »nter den BerwnndNru häufig be> sondn« stark, und mancher, dn im Alllag«>eben nicht nach einem Luche jüdischen Inhalte« greisen mürbe, kann jetzt in einher Zeit auf diesem Wege Eindrücke in sich ausnehmen, die ihm kür sein ganze« Leben zum Segen gereichen werden. Lut diese» Grunde ist e» ein besoadn« verdienstliche« Wert, unserer Sammeistellt au« privatem Besitze möglichst zahlreiche tzebtindo, odn ungebundene, jedensall« adn «ui nhaitene Büchet jüdisch Inhalte« zu überweisen, die wir nach Ächtung ihrem Zwchke znsühren werden. Sendungen wolle «an an ko» Bureau .Freien vrreinigung für die Jniercffen de« orthodox«» Jüdintum«,' Frankfurt a. 9t., Schützenstraße M richten. Wen, 30. Oktober. Der Ehcsarzt de« hiesige» Mililtirspitale«. De. Siibermark, zog sich vor einiger Zeit bei der ton einem nerwuodetc» Soldaten oo,genommenen Operation, j glücklich »erlief, eine Infektion zu »nd mußte selbst ärztliche Hilfe in Nnspruch nehme». Während der sirorckheil De. Sildermork« Hot der Kaiser zweimal Erkundigungen!über da« Befinden de« Patienten eiuziehen laste» und auch bei srstwm Besuch« i« Resernespilai Nr. 2, der vor einigen Tagen str fand, wiederholt »ach Dr. Silbermark gestagt. Im ist Dr. Siibermark fast gänzlich hergestellt, und er tfr ärztlich« Tätigkeit bald wieder ausnehmr». übri, en rsle se ne Ot, frsttztsthe» Zrlrznwer», (Am Hlalentzeip» t) vettMer Brief : J R. Wen» btr Weilktteg sür alle bettoffinen Dilker rtne scharre Prüfung bedeutet, so driugt er dem russischen Juden wohl I a« surchtdarste Leib, Enffctzliche« Schicksal, in Not und Tob i in. ausziehei zu muffen mit de« Bewußtsein, daß dieselbe!iealerung, welche fie zwingt, sich sür sie hiazuopsern, Ihn«, taufe td> fache« Unrecht zugesügt, die Nngehdrige» ihre» StamMe« sch« mlo« gemordet, ihr Hab und Gut verwüstet, sie zu Miliouen i u« dem Stiefoaterland in die Fremde getrirdea hat. Und > > gezwungen z» sei», die mdrderischen Kugeln in da« Herz i e fettigen za senke», deren hilfreich« Hand die vertriebenen >ar oft daoor bewahrt hat, im Elend zu »ertoamen. Wie dc akbar klonen diejenige» Männer ihrem Eehäpfer fei», «rlch«, sin. '1 Der Dichter, von Berns Recttator, fte HI «et» 22». Jrrf.-iteH lld t» getkzuae gtgea A,«r» Net« Kamps« v« Lpck oerwnirket, Bretts« z, ferne , EU«» znr«ck«ekchr1, besinnet fich aber iftt »tevei fettem lUftnK»! (6*1. f. «dHwfUliti, Bett. ,z m za»,-,. iottsmus und Kricgsfürsarste. vrtilall, d«n fZ Novk«d«r dem sie nach Kiieg«rccht in Deutschland seftgrhalte» wurden, daoor bewahr! blieben, Ll cifrr in dem wahnsinnige» Kamps« zu werden. Da« Ware» meine Betrachtungen, ai« ich in der Herberge de« .Jüdischen Bolkoverein«' (Nuguststraße) und im Ruffenheim auf der Spanbauerftraße die jugendliche» Männer sah, welch« dort sestgehalien wurden. Sie selbst icheineu Donl denselben Empfindungen beseelt, und wenn sie ihre angenblick- Ilche Lage beklage», so ist tl die Trennung von den Lieben daheim, die duich die Geschtstestockung entsteh.odrnwirischafilichea Verluste oder die Unierdrechnng de« Sludinm«, die unfreie willige Untütigkeii, welche ihnen schmerzlich ist. Aber keiner beklagt e«, haß er nicht kämpfen darf für jene grausame Regiernng, welche ihnen da» Baieriand zu einem Land« der Knrchischasl wacht. Sie sind in der traurigen Loge, für den Sieg der fremden Waffe inten zu müssen, den» nur dieser gewährt die Möglichkeit, daß da« Dunkel der Bardani in ihre» Heimatiande sich lichtet und iiienschenmürdiger« Zustände geschaffen werben können. E« steht roch frisch in unscr Aller Gcbächlni», wie in dr» erste» Tage» nach der Kriegserklärung der südlichen Reisenden au« Rußland u. b Polen sich ein ratloser Schrecken bemüchiigte. Sie hatten bii unseren stelzten Heilung, lnunscren Bibern Erholung gesucht, hatten Geschäfte in Deutschland erledigt, hatten an unseren Unioeifitäten ihren Wissensdurst drfriedigt, denn ,da« Land der Barbaren' gewährte auch dem Fremde» die Menschenrechte, welche man ihnen in der Helmal vorealhält. Und nu« hatte di« frivole Gewiffeiilofigkeit de« Zaren und seiner Berater einen furchtbaren Brand entzündet! der ihnen, den unglücklichen Opfern, da« Frieden»Iand plötzlich zum Feindesland machte. Tausend« von Männern und Frauen wurden an der Rückreise gehindert und solange in Schutzhas! gebracht, bi« ei ratsam erschien, sie nach Hause zu befördern! Aber so milde öle Schutzhaft auch war, traten dort doch Unzutiügsichkeiten zu Tage, die der deutsche Jude seinen Siauden«- genoffen ersparen wollte. Mit Genehmigung der Sladlverwal. tung wurden in Berlin durch den »Jüdischen Bolksierei»' S Herbergen gegründet, welche die polnischen und russische» Reisenden gastlich ausnahmen. Dieselben befanden sich im Zoologischen Gatten, in den Ausstellungshallen, am Molkcnmarkt, in der Krauinickstraße, in der Epandaucr. und in der August. stiaße. Die letztere ist eine ständige Einrichtung de« .Jüdische» Bolk«verein«'. In der Heiderge stngnllftraße wurden auch in Friedenizelten durchreisende »oöländer für kürzere Zeit ausgenommen und erhieiten sür den drei« von i M. per Tag clg vollständige« Obdach und nahrhafte streng rituelle Lerpflegnng, ihr« Besucherzahl betrug im Laus« eine« Jahre« durchschu-lllich 10000 Personen. Während die äußere Einrichtung in der Epandauerstraße natnrgrmtß hier und da den Stempel de» im» provifienen, eilig hergerlchlele» trägt, ist die ständige Herberge in der stugnststr. ein zweckmäßig eingerichtete«, freundliche« Heim. Jetzt, da schon eia großer Teil der Reisenden nach Hans« geschickt worden ist, find »nr »och diese brtden Herbergen besetzt. E« befind«» sich in denselben zur Zeit 90 dienftfthia« Männer, st« liier »o» 17 Ml 45 Jahren,^»o Fronen »in 77 »luder Da« Helm aus der kpandanerstraße hat dl« jetzt gegen 385 Peijonea unentgeltlich ausgenommen, von denen manche 8 di« 7 Wochen im Heim weilten, Bo» den Frone» sind manch« auch freiwillig hicrgedliebe», well dle stugclegenheite», welche sie nach Dentschland führten, noch nicht erledigt sind. Die Gastsrenndlichkeit der Herberge war ihnen eine Eriüsung au« pei». lichfter Notlage, Denn odglrich diele Wohlhabend« darunter find, waren sie doch von dem »ugenblick der Ksilegterklürung an, da russische« Geld nirgend« angenommen wurde und die Bcibindung «st der Heimat abgeschnitten wae, bettelarm. Männer zwischen >7 und 45 weiden, sofern fie nicht krank oder krüppelhast find, seldstvetständlich während der ganzen Dauer de« Kriege« hicidehalten. Die Jnsaffea der Herberge» haben vollständig« Bew.gungtfreihest, kännen in der Stad« umhergehen und werden von der Polizei nicht desonder« be»nssichtigt, sondern haben sich nur der Hantordnnng de« stsy!« zu »ntcriveise». J» drr Frauenadtcilung sind di« Insaffen in mehreren Zimmem mit je 4 b!« t> Betten untergcdtacht, E« herrscht dort ein ,ege« und fröhliche« Leben. Bei der Zubrrcitung der Speise», die zwei Ehrendamcn beausstchtigen, wird auch vo» den I«. fasten fleißig geholfen. Die Brausfichtigung drr Klndce bringt Beschisligung und Kurzweil, stuch im Männersaal vertreibt man sich die Zeit recht gut. Hier fleht man junge Lente stt« Schachspiel »ertlef!, dort i» ein harmlose« Kattenspiel. Hier und da plaudernd« Gruppen. Dort hat man da» mit wolle«» Dicke» bedeckte Feldbett als Vbnioelongu« benutzt »nd pflegt in wohliger Bequemlichkest der Lektüre, Zritunaen sind natürlich der degrhrtrfte Lesestoff. Dort hinten fitzt ein älterer Mann, weltabgewandl über eine hebräische Bibel gebengi. J» einer andere» Ecke de« außerordentlich großen Raume» hat flch eiste größere Grupp« gebstdet. Hier spielt ein sugendlicher Main die Laute, ein anderer fingi dazu mit wohllautender Stimme eine traurig!äße Melodie. Ei ist ei» Jargonlied, da« den Wett edlen Menschentnm« und die Richtigkeit trdi'chen Besitze« ansdtümk. stli ich da» Heim diese« au» de» Kriege geborenen Friedendweite», oerließ, bedauerte ich, daß r« »nr 90, daß eü nicht tausend« unserer Gla»ben«drüder find, die wir davor bewahren tonnte», wider Willen die Rithe» unserer Frind« z» verstärken und ja bluten in einem für fie so gänzlich sinnlose» Kampfe. Und a>- gefichl» de« Gesehenen empfand ich mit besondere» Glücke ustd Stolze, daß ich Deutscher bi», stogehirig« eine« Bolke«, da« istt Kampfe so unwiderstehlich, da« de« Feind« so snrchldar ist, d»1 aber niemal« Hnmanltti und Gerechttgkeil vergißt und di« Unschuldigen nicht sür die Schuldige» leid.-a läßt. Eh. Ro thcr vo» ststsrr» Sksa»zk»kst. lDtste starte ist an feinen vreolauer Drüber geifchlet) Jt P*M, 92. September 1914. ■ Meme Lieben! Heute habe ich wieder mal Gelegenheit, Euch zu schreibe», Ihr werdet Euch »stlleicht schon gewundert habe», so lang« von mir nicht« gehört z» haben. Mir geht« aber jetzt sehe gut *), hatte eiste •) Liefe stäabia »leberkedemben Demerkunze» sin» tffrtbtz Diktat bei ftanzbf. genfer». steb. IJr. 46 leichte Lein undung, b-n jetzt bald u jeder herzesiellt. Ihr brancht mir nicht medr lchrerbea, o.r mich Eare Korr-Ipa.rdenz nicht «ehe erreicht "1, Hoffentlich gehl ed E rch auch gut. Ich di» gut aus. gehoden'l, u») wenn die Sach« zu Ende ist, sehe» wir-»»« be> flrmmt wieder. Wenn ich nicht mehr schocrbr, braucht Ihr Ench »ich! zu dcunruhigen'u Run die htrzlichftea Grüß« an Ule Euer Fritz. Uedermorge» hat Kutti Gedurr«lag, herzlichste Sritulotton. Soeben erfahre ich mein» stdreffe r Hospital St. Brncent Nr. 32, La France. Le Man«. «Ute F.i.rlaz.-. ,Iaze«»rtz«kitter einer nach dem I.-oe. \ Rußland« verschickten öeutschen Rerch«angehdrigen' veibffentlicht die frühere Schnloorfteherin Fri. Gertrud Pruste in der .Schief. Ztg.' In dkiselde» findet sich folgende Notiz »u« Warschau vo» 18. August!!>!«. .Sonntag. Nur die Juden haben die Läden aus. Ich kauf« »och die» »nd da«. Die Juden fir.d allcnlhalder, nett und llebe>r«wSrdlg zu un«. Sonst Ist die klimmnng gräßlich. Wer deutsch spnchl aus offener Straße, wird angcremptii und oerhihnt. S« »lmmclt von Mrlrltr und kirgednachttchlen.' Kchwerl», 24. Oktober, stuf dem jüdifchrn Firedhof wurde gestern drr französische Gefangene Paul G.orge« Drensusi in Anwesenheit einer milirärischen Abordnung dcslattn. Drehfuß stammt au» Pari«, wurde am 23. August d. J. durch einen Schuß bei Eharlerol am Fuß schwer oerwrrndei und lag n» hiesigen Reserorlazarett. An seinem Grade sprach der Lande«, raddincr, Herr Dr. Silberftei». 5«r »User« Affchtli»-« Grotz-Mstrdri». Um da« gewalrige Elend, da« die Krieg», not über un« brachte, einigermaßen zu llndern, beschloß die hirsige orthodoxe Gemeinde, aus Borschlag M Vorsteher« Alexander, D. Ulmann, «ine einmalige Kriea«fteucr ans sämilich« Mitglieder «»«zuschreiben. Der materielle Erfolg war riesig »ad mochte er möglich, daß «an außer dr» Familien oer in« Feld gezogenen jü» bischen Soldaten, auch noch sür die »iellauIendkbpsigeSchar der jüdischen Fiüchllinge Sorge tragen konate. Da« große onhodoxo jü-, drsche Spital — da» einzige UngaraS — wurde dem Roten Kreuz zur Berstigung gestellt, Z. B. >, Pie ist, Jiltnogemeia»« Hkotzrkitz in Mähre» »ilttt um Geldspenden »nd Gaben an Klerdn»g«stnckcn, Wäsch« und vor ollem «n Decke», um Mr 8000. gailzischen Flüchtlinge in Pohrlitz unterstützen z» kün»«». Spenden sl»t zu richte» an KnI» tn«oo,fteher Hermann Schnabl ln Pohrlitz (Poftsparkaffenkonlo Rr, 129788). Zübstche Zlktchtkinge t» -l»»»a» Dle jüdisch« Bevtlkerung und Gemeindeoerwaltung bietet alle« aus, um für di« zahllosen jüdischen Flüchtling« aal Belgien, denen c« a« Ritiaste» fehlt, zu sorge», Lord Roth, schiid Hai vorerst 800,000 MI. zur Linderung der erste» Not gespendet. Da di« »orhandenen Herbergen »nb Lstzl, sich »U westänü^a Lei» «wiese», stab geaß« Gebtaiichkeste» alt Obbaib für die Fltchkllag« tzergerichiet worbe», wo sie auch verpflegt werde». E» ist rührend. ,» sehen, «st auch dst ärmste» Juda» au« de« Ost-End stch an dem SicMwtt beteiligen. Da« Elend ist »nsagdar groß. paUfttM.' PU pakäüinenülche» A»»«, aal »er Jlrfof. Dst Mobilifierung im igrkischen Reiche »eckte nnstr de» Juden in Palästina ledhasle» Ech», und nur ein« geriage >». zahl machte von de» ioäkonsrechle Gebranch. Ganz besonder« habe» stch in dieser vezsthnng dst ottomanische» Juden Jen», solem« anogezeichnet, sie zogen, pattiollsche Lieder singend, znr Mlliltrkommandantur. Der Kommaudaat hielt eine »nsptach«, die er mit den Sotten schloß; .Ich freue mich außerordentlich. Euch hier zu sehen. Diese wackere prompte Anlworl aas de» Ras de» Sultaa« ist für mich ei» neuerlicher untrüglicher Beweis dafür, daß dst Jade» aasrichiige »nd rhrliche Frruade des valrriande« sind.' Der Gonvernenr stelle den sangen Leuten eine Mililär-Musikkaprlle znr Beifügung, unter deren Klüsen sie da», l» die Kaserne marschierten. Aüerding« hat der Krieg auch gleich seine ttaurigen Folge» gezeitigt, denn fast sämtlich« Familie», deren Ernthrer eingetückl sind, dlstben in größter Not zurüL, Dst Sorae für dies« Familien Sdernahm der »ereil« lest Stuführnng der Konstilutto» in drr Türkei in Jerusalem destfhknd« .«er,in zu, Unterftützaag jüd. Soldaten.' Ja solche» Zeiten tritt e« recht zniaae, «st schwach ei»« Aazahl der st, Palästina, ganz besonder» in Zernsast» drsteheaden wohIsahrUeinrichtuuge» fandiett sind. Eine Anzahl dieser Anstalte» muß insolge der eingetteleaea Krise ihre Tore sperre». Zn den KoloMen ist jede Bewegung wie erstorben. Der Krebst ist vollständig unterbrochen, sodaß der Berkehr zwischen de» einzelne» Stählen ganz eingestellt ist. Ganz besonder« petniich «mpstndet dst Koloast-Bevtlkerang die Foiae der Plttzlich hercingebrochenen »irtschastlichen Krise, da dnrch sie dst Au«führ»ng de« vor einiger Zeit gefaßte» Bo» Ichlnffe«, der RegieinNg eine» Militäraeropla» zur verfüg»»« zu stclen, der de» Name» ,J«rael' hält« führen solle», drr» zest »»«tgltch geworden ist. Die bereit« gesammelte Summe von 100,000 Franc» wurde durch Lertreter drr Kolonst» Mscha» Lezion und Jaffa drm Gouloerneur »»» Ierusale» überrelcht. Man nimmt a», daß bst für dr» Ban de« Leropla» ,I«r«l' nolwendlge Summe doch noch zustande komme» werde. Dst tranrige Lag« der palüßinensische» Jaden »ah« der amerikanische Boischaster Heuri Moraenthau Aalaffe, am bei de» amerikanische» Jaden n» rasche HUse z» iutervenicre». Sei»« Instroenti», hatte auch erfreuliche» Erfolg, den» dst zwei bekannteste» amerikanischen jüdische» Philanthropen Nathan Strauß »ad Jakob H. Schiff habe, de» Bolschasstr lei«. graphisch 250,000 Franc« »I« erste Unterstützung«^»»« über« wiese». Dst Summ« wird zunächst dazu verwende», den jüdische» Kolontstx» und Handwerker» vorschüffe zu gewährr». ") Dies» Send»»««» Sun nnr demDiu» b»de», d«b Ner »nalllck- - llch» Ktt-^Eestm,»»« von de» grnaznse» »ach Astik» mischleppt »m»e.

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