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Jüdische Volkszeitung · 1914-11-13 · 46 (13.11.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
46 (13.11.1914)
Date
1914-11-13
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Vom Kriegsschauplatz. Jüdisch« voikjtU»»-._Bmto, de» |S. November i-sch. Nr. 4b Krßerreich-Uigar». A»szeichU»»Ge». ^OldeR« HapferKettSRüesaile Sid». S -»y. -ihurlch b. Inf.« A«at. s. alt. t^ntRfter Atzalf. Ad»«, b. Stabe erhielt f. s. Lapserk Pkimie v. Lv Kr^ Vater Samuel 8>-D»«itz. «detrr nach t Söhne u. i €d«irpnf. t Aelke hat; » tltefte Hewr 8., väterdirckt., »urde pst Zadren hir$ d. verte, hv«- r. prachkv. Bi'n'poptl mit ». Striae n. ]t. 3mtial e* tu Vrtlant. ». Kaiser auSaejeich«. , Tx. Cito (filier, Li»! .Ar.Ksrpa'at, A. H. b. jivatst. verbiad- ,3»r(a',U ffilen. i W<uM A u ft a. Prjemy»!, Feld«, d. IS. 8an»«.-Zaf..Regt. d. b. e. Gefecht v. f. Äo«p. adtzdrensr ».. ober «Et befand. Tnpferk «. Entfthlosseuheit feine« v. Ltellnnß z» Strittig narführte. ] -Ulme iapfertrfUuufralfe 1. Klaff« De. Clbnt Schönhaf, Aötnrich b St. (erb. t OiJfcöB i. ftRiftreR) b. j. Senta, b St. befetb. [ Karl Reib rr er, Athunch b. St. - Abraham Feei«aBa. Karparal I SaB»«..Zaf Regt IS f. Mat b ffoptafrit b. CwerBR i. Krjak 1 Vaul ver «ann a O>mütz, Kabelt. »Bl-r-etchy. b. Kraftnlk, z. natziirtch befökd. -IkSerne Da»lerleitO»ebaiLe 1. JU 8e»p. Ä«Ibe«, Ref.Fihar.. Ortmter f> ®r. fanfoeretB#, b dH. Z R. Ztr l; er verftaod el, bei «balegene» irtndl. Lnt.-Aener durch Stühe, Bef»aaraheil a. perf. Bei« Iptd seine» Zug j fabrrn b. d. fchsa enchöp'te Munnschaft z. Verdi. in d. Lchwarmllnie;u Detail. ttinalb (8 at titeln, Patrsuilevfuhlrr b. Aelbiiferbat. 12. Zsf. U 11 bi a i n, Zuglführer. Rubin 9R « b b I, IWr. 1 Zfidsr Erster, ,. Zt. »er». t. Splint b. varmherz Vrüder. ' Kail L < i jl k o p l. Art.Ref.Zn-fShrer a. b. srrb. Krtrgbschauplatz. j t*njb tun, Zuglsühirr b. Saadtzur«-ZRf^Rr^tS Sv. b. sich frei« »i»g i afllr, Dienste wettete, obmaht tr zu AdbbleafteR nicht klasstfizkrt «ai. Ala Radfahrer rrhirit rr d. Befehl. d. Gefechtstrain f. Regln. ans b. Elritze ju lnchen. tl< er v. »ff. Zif. a. d. Zivil. angesch. rr« »teilte er trotz erlittener verWuab. b. Feuer. chalb. Werbie»GlreNz a. WaAbe b. tzaP<rrKd1a»rbaiKr Dr. Sa«. Seltner, Afi.-Arzt pinUrverbiemlUUni) m. b. -rie<abrlsea1iaR Msritz Mansch, Major b. lt. Hauditzenregis. Lahn b. verft., um b. Sembrrger Lultua« gkir hochverkieat. vorft. Tr. M. chatb JPerbteRiUrcBj « b. Armee a. Wanbe b. Uapferlrits»«. balKr. Ir. «eb. vet. 6,-m. Brüll, MililtruRtertirrarzt b St. b. HujareRregl. t. WerbteUstmebaiLe «oritz Üerafrlb, Sei tu. b. N. t« Aelbfaa»« nimeat. 28. Ir Alfred Arieb, Ste-tl. Arzt t S. UUnen 91e|L Wettrberl i Cberard: b. lfi..»rjt Dr. Zalob «a tz v. 77. Ins.. Ke§t., j. JtadetieR: b Stef .Korporal Veop. Stuger, j. Oberleutnant: b. Iruti. Schey p. »oromia J>U Kks»<» m« Dv»,sk fi« »otscher jRfnitnis. Bri 6<r hcldoimLtign, Bcilodigung Przimykl« znchocl« sich auch >NilIm«Iruto»nI Otto lUimn durch (fine bejonbcie Tapserkril a«<. SU BuNcrieroBunanbbiit olrt er die auf da« Kort aißütnenben Soffen zu »iederhollen Main, ad und erwarb sich dadurch di« Snnknruung und vrlodung (einer Largnetztru.. ,S. ch Maschlneningenrnrr bei den deuljchen Moionoerke» in Ober-Ur(el (SaffauX Seine Elin» leben in Wien, der Barer Dr. Earl ».. ist ein renom- ■iertee Arzt. «in JNaaerafßtier I» Zu(a»»e»han,e «ir der deidenraNIigen «nlerditzu», «an Pr^»M baden die vnichie »o> Krieatschauplatze in rnhmendn »eise bet Heldentat eine« Klie»er«(stzier« gedacht, der untn Lebensgefahr trotz der heftigen Befchietznnz durch die nrlftfcheu Belagernagttrrrvpen mit wich, »ge, Sachrichten in der Kestung landete undhieraus zum Hauptquarrier aus demselben Wege unter neuerlichen Gefahren zurückkehrte. Dieser Kliegerosflzier war der jüdische Oderleutnant Sladar Taussig. Hege» die Kerbe». Der Budapesrer Fabrik»»^ Srmand B e r e» h i hat am >0. Lage bei der ,n der Sühe oo» Krnnanje Mirie September durchgesuhne» Schlacht a>« Kommandant dn zweiten Kompagnie de« t7. Landsturmregimente« den Heldentod gefunden. Er war S^ ^lahre alt, Üaudftunnminner. »an seine« Bataillon io«gerisse». in den ungangbaren Wäldern der Dngohdhe. befehligte er. Plötzlich umzingelte ei» starker Feind die Neine Gruppe, welche (edoch, dem sicheren Tode in« Auge blickend, 'sich nicht ergab, sondein eine Stunde lang durch heftige« Feuern den Serbe» grotze Berlufte oerursachte. Bon den 22 tapferen Soldaten gelang e« auf solche Weile 19 Mann, darunter zwei Berwundete, sich nach Sückzug de« Feinde« zu rette». Al« erste» non den vier gefallenen Helden ttaf die feindliche Kugel natürlich da« Herz de« Kommaudante». de» die Gewehre der umfaffenden Truppe zuerst aus« Ziel nahmen. Sndor F a n I l, ei» Budapefter Kaufmann, war zu Beginn de« Kriege« al» einfacher Znfanterift eingeräcki. Gleich am Anfang de« serbischen Feldzüge» hat er sich bei Schadatz au«, gezelchnel und seiner Kompagnie durch seine Tapferkeit und Opfermut so grotze Treuste geleistet, dag er noch auf dem Kampfplätze vom Znsanieriste» zum Zugführer beförden wurde und eer Trvisionär Erzherzog Aases dem junge» Helden die Tapser» keitsmedaille t. Klaffe persönlich au die Brust befiele. F. hat mehr at» 100 Verwundete inmitten de« heiligste» Feuer« au» der Feuerlinie gerettet und aus der Schabatzer Brücke Heldenmüttgd Bewelie feiner Kaltblütigkeit und feiner kameradschaftlichen Liebe geliefert. Autereffani ist. datz fein Bater Moritz F. auch al« Soldat bei »er dosniichen Lkkupation mit gekochte» hat. jetzt kämpfen? Sdbne und fein Schwiegersohn für da« Vaterland ^e»I»«»l |tf» chokdüei» Am Felde, lö. Oktober >91«. HochgrehNer Hm kvkror! E» sei mir geftallet. ln Ihrem gefch. vrelgeleieien Blatte von Pen Heldentaten eine« jüdischen Leutnant« zu berichten, der seit Beginn de« Feldzüge« auf dem südlichen Kriegsschauplätze tutzerft tapfer gekämpft hat, bi» er durch einen Schutz - i» de» Oberschenkel kampfunfähig geworden ist. Bor einige» Tagen befand sich derselbe in eine« hiesige» Spital m» ich ih» desucht und mich längere Zeit »n ihm »nlerhalte» habe. Im Laufe de« Gespräche« zeigte mir der Verwundete de» .Bester Lloyd' »om 12. b. M. »orrn sein Name O. Goldstein. Leutnant im Sappeurdataiüon Sr. >3. unter denjenigen genannt ist, welche .die »lleihdchfte belobende Snerkeunngg in Würdigung de« dapseren Verhalten« »or dem Feinde (aip'nnrn lanäraj erhalte» ha den'. Da» hat der Gentzunie.'der in Zinil Ingenieur in Prag-Zizko» ist, erst im Spital durch die Zeitung erfahren. Auf meine Frage, welchem Umstande er diese Au»zeichnung zuznschreibe» habe, erzählte mir Leutnaut Goldstein folgende«: ,>m 18. August bei der Borhut eingeteilt, wurde ich in der Sacht vor Zavlaka von den Serden überfallen. Mit einem Zug von nur 50 Man» habe ich Zavlaka gestürmt, die Serden »ertrieden »nd drei Stunden ^lang gehalten, bi« zum Eiulressen von Verstärkungen. Aber,' fügte mein Leutnant hiuzu, .ich bi» auf diese Tat weniger stolz al« auf eine andere, wenn ich auch hlefnr keine Auszeichnung erhalten würde. Bei de» Arbeite» an der Driuabefeftigung bemerkte ich am serdilche» Ufer drei öfterreichisehe Infanteristen, die, da sie Nichtschwimmer waren, nicht herüderkoaute». Hinter ihnen waren ganze feindliche Abteilungen. Ich versuchte, die Arme» zuerst schwimmend herüberzudringe», und al« da» nicht ging, improvisierte ich mit noch zwei Sappeuren ein Sotglied (Flog) und holte sie »nn im grttzlen feindlichen Feuer herüber. Der Hauptmann beglückwünschte mich zu dieser Lat uud hat mich auch zur Dekorierung vorgeschlagen. Die zwei Maan erhielten die silberne Tapserkeit»medaille.' Leutnant Goldstein ist nicht nur ei» tapferer, sonder» auch ei» edler Soldat, darum habe ich diesen Fall besonder« verzeichnet. Dr. Michael Halberstam. Feldrabbiner de« 5. Armee-Etoppenkommando«, Felspostamt dl. Her Keldent«» eines Arzte». Der Stabsarzt de« gemeinsamen Heere« Dr. Artur L a n g f e l d e r fiel aus dem russischen Kriegsschauplätze seinem edlen Berufe und seiner aufopfernden Menschenliebe zum Opfer. Er war gerade dabei, einem russischen Verwundeten einen Berband anzulegen, als ihn, der im Kugelregen seine Wicht erfüllte, ein Echrapnellsplitter am Kopse traf und er sofort tot »iedersank. Mit dem 43jährige» Stabsarzt, der eben an seinem Gebuit«tage den Heldentod fand, ist eine selten-edle Seele inS Grab gefunken, de» die Soldaten wegen seiner väterlichen Güte förmlich vergötterten. Auch da« Judentum verliert in ihm, der ein religiöser. g»tte«fürchttgerJude war. ein wertvolle« Mitglied. Ertväh»eu«werl ist, daß an seinem Grabe, da ein Sabdiner nicht zur stelle war, ein griechisch-katholischer Feldgeistlicher ein herzbewegende« Gebet »errichtete. Seine» Verlust beklagen eine Witwe, drei unmündige Lichter und ein überau« großer Krei« von Verwandten und Berehreru. Wlederanterstanden. Der tapfere Feldwebel Z u l i u « Seif, dessen Tod schon gemeldet worden war, ist nach einer neuerlichen Mittellung nicht gefalle», er ist allerdings schwer verwundet, in russischer Gefangenschaft. Kietze» Artileriele»i»«»t». M»d«peß. Sämtliche 9 männlichen Mitglieder der dekannten Familie Mautner stehen im Kampfe. Jn»gesamt 7 Söhne »nd r Echmiegersöhne der beide» Brüder Adolf uud Paul Mautner kömpfeu a*f »Nt nördliche» »nd südliche» Krieg»-- schanplätzen. lluter de» 9 Soldaten sind siebe» ArtMerielätnant«. Unter ihnen ist der Advokat Dr. Desider Mautner, Dr. Tidor Mautner, ferner der bekannte akademische Maler Leo Kober, ein Schwiegersohn de« Ad. Mautner. 5 von ihnen staudea bereit« aus beiden Kriegsschauplätzen, schlugen sich sotvohl im Säte» ali auch im Norden. Sie nahmen am S»faage de« serbischen Feldzuge« teil, dan» an der ersten Offensive in Galizie» und jetzt an de» Kämpfe» beim Uzsoker Pah. Bisher ist keiner von ihnen verwundet worden. Hi» dekdentzatter jüdischer Zzirgermeitzer. chzer»«»itz. Die Geschichte der Jude» im Weltkriege wird dem tapferen Berhalten des jüdrfeh-nationalen Bürgermeisters der Landeshauplstadr Tzernowitz ein eigeue« Blatt widme». Seiner Aufgabe, der Stadt nicht nur im Frieden, sonbern auch in Krieg und Not vorzuftehen vollauf bewußt, verharne Bürgermeister Dr. Salo Weiffelderger. auch als die Suffe» von der Stadt bereit» Besitz ergriffen halten, auf seinem Posten. Sein mutige» und mannhafte« Wesen fltßte selbst dem Feinde Sespekt ein — er weigene sich z. B.. den Befehl auf Eoi'eruung des Doppeladlers vom Salhause au»zusühre» — und wendete eia böse« Schicksal von der Stadt ab. Dr. Weiffelderger wurde später nach dem Innern Sußlands abgeichoden and desindei sich zurzeit in Kiew. cheneralmojor Keiurich Rkrich ffdler non äre»ützei» ist, wie bereit« gemeldet, am 14. 10. im 67. Lebensjahre in Wir» al» treuer Zude gestorben. Geboren in Lemberg als Sohn de« 1695 verstorbenen Stadsarzre« Dr. Ignaz lllriL. wurde er am I. 5. I>65 an der k. k. Pionier-SLnlksnrpaaoie in Tulln zum 53. Inl.-Segr. au-gemusten und om I. Mar >666 znm Leutnant eraannl. Ja die'em Segimenr. dem z:± sein Vater al» Segimenrsarzt zugetei» war. maLte er de» Feldzug gegen Italien und den letzte» Teil gegen Preußen »■» dann al» Oberleutnant die Okkupation in Bosnien nur Herzegowina. Nov. 1881 zum Hanpiman» befördert, erbielr er Ar: 1692 ,in Anerkennung der mehrjährige», deionder« einigen und erfolgreiche» Truppendienstleistuug all llnierabieilnagtkommandani' da« Wluäioerdienftkreuz. Mai 1693 erfolgte «eine Ernennung zum Major. Zull 1896 wurde ihm der Adeltstanb »i< dem Ehrenworte .Edler' »nd dem Prädckate .Trenkheim' verliehe», nach fast llljähriger Dienstzeit i« selben Segimeute wurde er znm Iof.-Seg. Sr. 29 versetzt. Mai 1697 zum Oderstleutnan: Nov. >900 zum Oberst befdrden. 1902 zum Kommaudante» de« Znf.-Segt. Nr.(72. 1906 znm Kammandante» der 69. Zuf.-Brigadr. I Soo. ZUM Generalmajor eruan«. August 1909 Irnr er auf eigene« Aninche» in den Sudestand. 1906 erdielt er de» Kronenorde» 3. Kl. Außerdem wae er Besitzer mehrerer tmdländiicker Orden. ». a. de« prenß. Solen Adlerordeus 2. Kl. Da« Leicherbegängui« saad am 16. Lkr aus der ksr. Ibt. de« Wiener Zentralsriedhofe« statt, wo auch sei» Bntrr uud ria Bruder, ei» Generalstabsarzt drstatirr sind. Die Wiener jüd. Gemeiude batte ihm ei» Ehreugrab eiugeräuwt. vöe ietzllin »e, Ln liare» Mat»«, j.iw Au« Szadatka wird dem .Egheuidtzzea' berichtet: Bo» serbische» Kriegtscha»platze znrückgiketzele. hier untergedrachte Husaren erzählen die folgende ergitzliche Geschichte: Sathau Löw, von dem die Sede ist. ist Husar in einem süduugarische» Segimeni. Er ist der Sahn de« Lorbeler« eine« oberuugarische» kleinen Dorfe«. Nathan Liw ist in seinem bürgerliche» Berufe Kaufmanu uud hat schon in den ersten Tagen die Aufmerksamkeit dadurch auf sichfgetenkt, daß er aafaag« an« der, Menage nicht« effen wollte und erst, all er einsah, daß er keine »u«ficht aus rituelle Kost habe, fügte er sich in fein Schicksal, Nathan Löw war aber auch sonst streng religiös. Er betete dreimal täglich, unter strenger Beobachtung der religiösen Vorschriften. An jedem'.Morgen legte er seine Gebetriemen au und »errichtete so draußen im Lager sein Gcbet' Die Husaren ließen uatürlich diese Sondcrdarkeiten de« Nathan Löw nicht ohne Bemerkung. .Nathan..Nathan,',hänselten sie ihn, .da» nützt garnicht». Die Kugel schaut sich niemal» den an, den sie treffen will.' Löw jedoch ließ sich jedoch^nicht stören und betete weiter. Bei L... ging erzdeinahe.bi» zu,de»0eiadlichen Aufstellungen vor, um betrr. zu können. »Kaum^hatien ihn die Serben erblickt, al« auch schon die scedrschea Kanonen erliatea »nd die Schrapnelle geflogen kamen. Ein,:zwer Huiaren wurden verletzt, die anderen »eikrochea^fichjhinIer ihre^Deckangeu, Nathan jedoch betet weiter unerschütirilich. Die Soldaten wollten ihn in den Schntzgraben zerieu, Liw jedoch rühne.fich flicht und sprach laut: .Solange diese heiligen Gebnriemen die Tesrllin auf meinem Leibe flad, ist Bott mit mir, hat keine Kugel Macht über mich,' Und tatsächlich Hai Nathan sein Morgengebet inmitten de« Schrapnellfeueis dr«'zu Ende verrichtet. Er vermochte jedoch die Äedeieiemen nicht ganz, vom Arme abznwickeln, denn r« wurde plötzlich,Sturm' kommandiert. Nathan sprang aus« Pferd. Uederall.war er,vorne und mähtegsozusagen^die Serben nieder. In wenigen Slnndrn hatten sie eine Kaoallerieölvifion fast voll, stäudrg oemrchlet. A!« sie nachher aaSmhtea. fand Nathan erst Zeit, leine Gebeiriemen oollstäudig.adzuwickeln. Da brach aber eine förmliche Sedellion nu«, die Husaren wallten ihm die Gedetriemen wegnehmen, denn es verbreitete sich die Legende, daß derjenige, aus deffen Körper solche,Zndenriemen' find, von der Kugel verschont «erde. Die Husnren wollten wenigsten« jeder eia kierae« Stückchen davon habe». Schweiz. Mer». Sin unglücklicher Zufall hal gewollt, daß einer unserer Glaubenlgenoffrn, Herr eand. jur. Jnie» Gortschel au« Delsdrrg, im Dienste der Armee sein Leben lasten mußte. Mit militärischen Ehren ist er Donnrrilag, den IS. Oklober, ans dem israelitische» Friedhofe iu Ber« beerdigt worden. Sin außergewöhnlich zahlreiche» Publikam umiageNe den BahnhofSpiatz uud die aagrenzeudeu Straßen, al« der Zug, welcher den taten Soldaten oon DeUderg überführte, im Bahnhof Bern eiuiraf, so daß die Zugänge miitlärisch adgesperr! werde» mußte». Ei» imposanter Trauerzng begleitete Me Leiche, angeführt durch eine MiUtärmufil, »ach dem Friedhöfe. MKjotarrn ein» S»>b»e,» >>,««, dm». Ka»»>»»d«- eiue» Leutnani«, die Blumeuwageu, der Leicheumagen, Wkortiert van Soldaten au« dem Zuge de» toten Korporal«,zz die zahlreiche Lrauerfamilie, der Sektor uad Senat der Univerfiltt Bern, gefolgt von vielen Profeffore», die Siudenieuoerbiuduug Helvetia mit ihre» umflorten Bannern,. die Aktiven der Ber. bürdung vorerst und bau» die allen Herren. Ihne» schlaffe» sich die zahlreich erfchieaenea Mitglied-r der Berner israelitische, KuiruSgemerabe an. Den Abschluß bildete eine miiiiärffche E«. körte. Sechl zahlreich wäre» die Osfiziere im Tranergeleite verirrten nab viele Freunde der trauernden Eller» folgten der Bahre. Aus dem Friedhose sprachen Kaolor Messiuger (Bern) in eindrucksvoller, ergreifender Sede za der Lrauerverfammlung. Prof. Dr. Bnrki, der derzeitige Rektor der llniverfitäl Bern, lobte die Zalelligenz. die Tapferkeit und die allgemeine Be. tiebiheit, deren flch der gesallene Eta de et in allen Kreisen der Uniorrfiiäi ersreutr. Herzliche und wanne AbschiediwoNe sprach im Same» der Derbrudung Helvetia ihrem toten Eouleurbruder Herr eand. jur. Gasner. Als er die rote Mütze uad da« Eon. lenrbaad aus die Bahre niederlegte, da wischte manch' einer sich eine Träne vom Gesichte. Ein Zug Infanterie postiene sich zu Seilen der Kameradmgrust; die Gewehre kreuzten sich — — — Feuer! Die Ehrensalve galt.al« letzter Gruß., , Zürich. Seil einigen Wochen weilt hier, von Deutschland kommen». Ober-Nadbiun Kuck an» Jaffa, der sowohl all bedeurender Talmudgelehrirr wir auch al« tiefer jüdischer Denker zu den größten Autoritäten der Gegenwart gezählt wird. Oder-Sadbrner Kuck, deffeu segensreiche« Wirken .für da« paläffinenffiche Judentum allgemein bekannt und geschätzt .wird, war als SFerenl über .Palästina" zu dem im Eiul geplanten Azupus-Jilroel Kongreß in Frankfurt a. M. berufen, der jedoch rn'olge der h:reiazebroch-nen Kriegsereigniffe nicht abgehallen »o.-be. Briefe und Telegramme, die Ober-Rabbiner Kuck au« Paüänina erbälr, zeugen von der gewalttgen Rot unserer Brüder IN Erez Israel, j di! ebeasall« ria Opser .de« Kriege« ue»«ide» siad. Zürich Drr aui dem Beilis-Prozeffbekannte Journalist Bra-'u! Bratkowski, der mir eigenen Mitteln, eine Unlersuchnug in der Affäre Bette« gesührl und die Wahrheit enthüllt hat, wu-de »erhi'lei. Palästina. A«»sLLe« Aul.der Gegend des Jaffa« TorS nahtjein Neioeeer Trupp. Tie Leute kommen im Eoldatenschritt heran» «arschierr. wir einem. Fez «nd weiße« Turnerkostüm bekleidet. Die Araber glauben, es sei deutsches Militär. Der Führer der Gruppe hält eine Ansprache an den Pascha, die dieser salutierend anhött. ^woraus er zu ihrer Ehrung die türkische Hymne spielen läßt. Die Menge betrachtet die Neine Schar mit wachsendem Erstaunen. -.Die alten Juden aber erkennen t» ihr z» ihrer Lerwuoderung die Legion des jüdisch-natio» aalen TuruvereiusMakkadi, der eine Freiwillige» schar organiffen uud ihre Dienste.dem Sultan aagedoten yat. Die kleine Schar zieht Kerests morgen ins Feld . .

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