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Jüdische Volkszeitung · 1914-10-23 · 43 (23.10.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
43 (23.10.1914)
Date
1914-10-23
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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r ÄMtÄ, Patriotismus und Kriegsfürsorge. vrerl«, de» ». »ttoMr jyjh. Kr. 4> ✓ NUitir-Gottersinch. ** Eunzlau erscheinend, schreibt aihrrrRr. ». 4. d. m. »och Israelhat fich am allgemeine» ^„^g°st,bk,cU^t. & ist -Ich, «ha- Zntneffe -» sehe», wie die Rabbiner der Ledeutong de» Tagegerecht bemüht gewesen find. I» allgemeine, haben fie ""b babei> wie fich« so mancher evangelische Seistllche, ,, d« Psalmen «griffen. Da lesen wir aU Sesang oder Red«, texw an« den Synagogen Ps. 144, 1—8; 118,1—16, wieder, bou Ps. 180, dann wieder Ps. z 4; Ps. 94, 11; Ps. 120. Ferner aber auch Joel 2,8. Besonder» angemessen erscheint die «rlnnerung an 1. «ose 20, 1-1. Zn einer Predigt sagt der Rabbiner Dr. Munk: .Gleich dem Erzvater Jakob sei der Kaiser^ In den »lieg gezogen, indem er sein Heer wohlausgerüstet habe, die Hand zum letzten Male dargereicht habe znm Meden». «ratz, indem er nunmehr sein Volk zum «edel berufe, unsererseit» durch ernste Einkehr, durch sittlich« Verjüngung der gdtt. "che, Gnade, dem Hiwmeltgescheuk de» striche«, den Weg zu bahnen. Dann wird da» Vaterland die Saat tapfererer Pstichtersüllung mit Jubel ernten.' f. Vase». Die hiesige» Synagogen waren an den hohen Festtage» von jüdischen Soldaten unserer Garnison stark beacht. Die Mannschaften erhielte» reservierte Plätze angewiesen, min jüdischer Unteroffizier, welcher verwundet und hier ans Urlaub war, erweckte groß« Teilnahme. Aetlßran». <j>rei Peifiklche.) Wir lesen in einem Bericht ,Alls der Garnisougemeinde' in dem .Evangelischen Ge- »einbedlLtt für Heilbronn': .Aber noch eine gottetdienstlich« Feier ist zu erwähnen: Der Fahneneid der ne» Eingcrückten, letzthin am Donnerttag, de» 20. August. Di«»mal war» vor» Mittag. Zn Fettden«zeiten findet di« Eidesleistung in de» Kirche» der verschiedenen Ronsesfionen statt; dleseümal standen Evaagelisch«, Katholiken und Zdraeliten gemeinsam zur Eide», leifiung in weitem »iereck im ikasernenhöf, und die Miittärgeistlichen aller drei Konfeffioae» auf dem große», mst Pflanze» und Waffen geschmückten Feldaliar. Wir hatten »ereiubart, daß der Bertreter der Minderheit die religiöse »»Iprache halte, »nd so sprach denn Rabbiner Kahn über die Heiligkeit de« Eide» und im Anschluß an alttestamentarlich« Worte »nd Vorbilder über die Größe und den Ernst dieser unserer Zeit. Me Vertreter der christlichen Kirchen sprachen »»«Eingang«. und da» Schlnßgebet. .Soll ist gegenwärtig'und .Großer Gott, wir lobe» dich' umrahmten die Feier, die «iedernm unter Mitwirkung der Feunwehrkapelle stattsand. Eine markige Ansprache de« Kommandeur» schloß da» Ganze ab. Wie schwinden doch so viele Unterschied« »nd Gegensätze dahin in große», schweren Zeiten I Al« wir drei Geistliche im Taiar gemeinsam zu der Feier hinau»snhren »nd dann am Schluß nebeneinander an dem Mtar standen, da ging gewiß durch viele Herze» eine Ahnung davon, daß .ein Ziel erglänzt dem Pilgerlause' und .ein Vater waltet über Allen.' Mt tfu »tlfttrisch «tedergetzaktener Jnktsemiriim»,! Die seit einiger Zeit nur n»ch »dchenllich erscheinende ,Staat»birgerzeitung' de» Herr» stebiu» bringt an der Spitze ihrer »u«gabe v. 4. Okt. d. I. folgend« Erklärung, di« un» I» Original vorliegt: .Infolge Eingreifen» de» Oberkommando» in den Marken erklärt die .ktaattdürgttzeilung', daß sie Im Hinblick auf die patriotische Haltung der gesamten Bevblkerung von nun ab ihre» Ehara kirr als aotisemstische» Blatt aufgibt, »nd zwar nicht uur für den Krieg, sonder» anch für de» Frieden. Die,Staai»bürgerzeilung' wird in Zukunft lediglich bemüht sei», den Jntereffen des deutschen Handwerk» zu diene» und für die gesunde Entwickelung der deutschen Mittelstand», bewegung zu wirken. Der Verlag.' Unsere Behtrden verdienen ja unbestrittenen Dank für ihre Bemühungen, die so mühsam errungene Einheit unsere« Volke« ln so schwerer Zest nicht freventlich filren zu lasten. Wir versprechen un» nur davon nicht viel für die Dauer, llud wie e» im .gemitllichen' Sachsen au«fiehl, ersehe» unsere Leser a. a. St. r mil steine» Burgfriede». Eine grundsätzlich« »dsige sonst von alle» Parteien aufgenommene Parole de» Burgfrieden» erteilt Herr Theodor Fritsch, der Heraulgeber der antisemitischen Halbmonatischrist .Hammer'. Einen am I. Oktober verdffentlichte» scharfen Artikel läßt er in den Sätzen »»»klingen: .Ein Burgfriede» ist unmäglich, solauge ein« Be,dlkerun,«gruppe, durch desoudere Gesetze verbunden, ihre Jntereffen denen der Allgemeinheit stet« feindllch gegeuüberstelt und immer nur ihre Sondervorteile sucht. E« in der .ewige Fremdling' unter un«, der den Burgfriede» gefährdet: undller war e» auch, der i» Frttdeuszot die Parteien und Stände am heftigsten gegen einander verhetzte, um im allgemeinen Unfriedens die Herrschtft an fich zu reißen. Da» wollen wir doch nicht vergeffe». vor diese» Gefahren muß gerade in diesem Augenbücke besonder» gewarut werde», da unser arglose» Volk im Begeisterungtransche über seine kriegerische» Erfolge fich leicht ln neue» listig gesponnenen Retzen fangen lasten dürste. 4n wie vornehmer »nd «ahrheittlttdeuder Weise dieser gegen de» .ewigen Fremdling' — der Schulter an Schulter «U den rassereinsten .Teutonen' kämpft und blutet! — von dem .Hammer' geführt wird, dasür spricht nachstehend« Roilz in derselben Rümmer de« Blatte«: .Semitische Kriegl-Tapserkeit. — Da die Kiuder Jsiaei« fich so sehr ihre» Kriegtechrr» rühme», sollte man darans achte», wo fie eigentlich ihr« Tapferkeit betätige»!. Mir scheint — am liebsten weit vom Schuß. Da« Proviant-Amt ist fast «»llig von HedrLern besetzt. Da aadererfeü» auch die Getreidenub Viehtndler hiesiger Gegend fast aulschlicßlich Semiten fiad, f» werde, fie gute Geschäfte müeiiander mache». Ich glaube, daß di« Herren Ermile» auch in «deren Gege»den meist in Kanzleien, k» der Krankenpflege »sw. »»tagebrelcht find. In den verl»stliste» fa» ich »Eher »»ch kein« jüdische» R»me».' (Dentschiand, Deutschland über alle« wirb auch über diese Wahrheit«« »»» Kriegshetzer siegen.) 1. A. Nürnberg. 9. Oktober. I, miserer Zeitung wurde schon dara»s hingewiese», daß trotzdem i» der jetzigen große» »»d schweren Zeit alle Streitigkeiten und Gehässigkeiten im po-' litifche» und im Zeitunaskampk ruhen, die in Leipzig erscheinende antisemitische Zeitschrift »Der Hammer' gerade den Krieg dazu benutzt, »m, di« jüdische» Mitbürger, welche fowohl im Feld« wie tu der Heimat überall i» der opferwilligste» Weise am Posten fi»d, in der gemeinste» Weise zn beschimpfen. Me Zeitschrift .Der Hammer' hat di« Taffach», daß in Rürnberg lech» hochangesehe»«, hervorragend« Juristen von seile» de» Oberbürgermeister» znr «hrenamUiche» Leitung von Krieasfürorgeämtern antgewähU wurden, znm Geaenftind der nttdngsten Angriffe benutzt »nd dabei behauptet, daß dtt bffentliche Wohllätiakeit in Rürn der» zum jüdischen Monopol a»«geftatttt würde, und daß sowohl bei der sttdtffchen Krttgsfürsorae wie am Proviantamt jüdisch« Lieferanten besonder» berücksichtigt würden. In der Sitzung de» Stadlmaglftrat« VIM 6. Oftober hat Herr Oberbürgermeister M. Geßler diese hdchst unnoblen Angriffe ganz energisch zurückgewiese». Er hat erftär», daß die Kricgssürsdrge in kurzer Zett 160000 Gesuche in der zufriedenstellendsten Weise erledigt hat, »nd daß dies« groß« Arbeit nur durch die hiugebenden Leistungen der »»«schüffe und deren vorfitzenden möglich war. Herr Magistrats»! nnd Landtag», abgeordneter Häverlein schloß fich de» Aussühmuge» de» Herr» Oberbürgermeister« an. Er sprach einerseit« gleichzeitig da» lebhafte Bedauem darüber au», daß eine Zeilschrift angeficht« per gegenwärftgen verhäliniff« und Umstände es nicht verschmäht hat, mit derartige» Anwürse» auf der Bildfläeh« zu erscheinen. Er kdnue hierfür »ur da» Gefühl der alleitiesften Verachtung zum Ausdruck bringe». > Kaiserokaoter». 9. Oftober. Der hiesige Tierplchtinspektor Rudut hat in einer amUlche» Bekanntmachung mitgeteilt, den Händlern fei jeglicher Handel mit Schlachtvieh bi» aus weitere» untersagt. Dann heißt et weiter : ,D»rch diese Maßnahme sollt« vor allem einem planlose» Ankauf und der Preiltreiderei besonder« unter den jüdischen Hä»dler» »orgebengt werden.' wie aogerusene Regierung der Pfalz hat daraus folgenden Bescheid erteilt: .Wir haben da» unzulässige Vorgehen de« Königlichen Tinschutzinspektor« Rabat in Kaiserslautern beanstandet und dem Genannte» erbffnet, daß wir erwarten, daß künftighin derartige Ungehdrigkeitey unterlaffe» werde».' I Werk!,. Kommerzienrat v. Wolff, in Firma Pelzwaren, bau« H. Wolff, Berlin, hat der fünften Eskadron de« zweite» Gaide-Ulanenregimenl« Berlin ein Liebesgaben gescheut gemacht, beffen Umfang beinah« zwei Eilenbahnwaggon» füllte.! Werk», 9. Oftoder. Ans Antrag einer sehr erhebliche» »zahl von verei»«milgliedern fand am 8. d. M. eine anßer- >rdentliche Mltgliederverfammlung de« Verein» der Beamten jüdischen Gemeind« zu Berlin statt, in der Beschluß gefaßt :de» sollte über Maßaahmeu zu Gunsten der Mitglieder, welch« Felde stehe», sowie über sonstige Hüfsaktione» Kt legt«. Der iraus ankomme, den im Feld« stehende» Mstgli isen, daß mau ihrer daheim i» Lieb« gedenkt. E» wird« »gemäß beschlossen, jedem Angestellten der Gemeind«, der m dem Feldzuge teiluimmt, auf Verrius-Koste» eia Pakt mit Sollsache» und sonstigen Raturalie» iw Gesamtwette von je {] 0 Matt zu senden. E« wurde ferner »»tragtgemtß die Befreiung der znr Fahne einberuseneu Mitglieder de» Verein« wo» de» vereintbeittilge» währen» der Däner de« Feldzüge» beschloffeu. Die vom Vorstand für da» Rote Kreuz »ad die jAngehörigen einberufener Sehrmtnnn bewilligte» je 100 Matt mrden nachttäglich genehmigt, ferner wurde beschissen der ftkgthils«. Kommission dtt Jüdische» Gemeinde ebenfallt 100 Matt z, gewähren. Dem Vorstand« wurde »och ausae- ,ebe», Fürsorge-Befttebunae» für die Witwe» von Gemeinde- >eamten in dtt Wege zu leite». Damit schloß die .Bersammiung. Merk», 14. Oktober. Aus eine Vorstellung, dtt Hett iabbiun S». S. Munk i» Berlin an da« Genttalkommiffariat lr dtt miiilänsche Iugendvorbertttunaiu der Provinz Branteubarg stete, hat deffe» Leiter, «enttil dtt Insantertt von Wach«, "at, daß jüdisch« Echiltt dtt darauf Anspruch erheben, von lleb ungen an den Sabbaten u»d Feiettagm best eit waden. Genttalkommiffattat bttont dabei, e» ttge großen Wett iraaf, daß den jüdischen Schüler» da» Recht dtt Teilnahme der militärischen Lorbereituug nicht verkürzt «ttde. MerN». Im Verein für jüdische «eschichie »nd Littratnr fand am Don»tt<tag den 11. Oktober, abend» 8'/, Uhr, st» lberlichtsaale dtt Philharmontt, Banburgtt Ettaße 22/28, ei» iottrag de» Prof. Dr. Lndwig Stein statt üb« ,Me deutschen >den und der Ktteg». <vir bringe» den Vortrag a. ». St.) Ari«g»»»»dig1 1914. ,De»ffchIi»d« und Israel» Lttd,' gehalten am Reujayrtseste <22.9.) 1671 von Dr. D. öeimdtrser, fiabbi,« und Pred. zu Hamburg. Dtt Ertrag dtt Predigt, ie fich dnrch reichen Wanstn», wie patriottsche» Schwung an»- irt, soll de» .rote» Kreuz' «d da .KrttglhUf»' zufließea. sti» ^ttg<»g»««»tr«»»»»rt best»»« sich u»ta da Leist», Ändtagt«baeord»tta Amltgerichwral»Dr. Liepm,,,- :lott»b»ra bereit» in de» vn» «» besetzten Suwalkigebttt. Etippackolonne besteht au« 11 »ntomobtlen und hat »Hadem »ich eine» milittrischen Begttttn. Maistadt chL., 16. Oktoba. Um bei dem gänzlich mangeladen Absatz tnfolge de» Kriege« dtt httfige Fränkische Lttnenwarensnbrik »icht vollständig stillznlege», habe» dtt Besttztt im Zntaeffe da mehreren tanse»» Arbemr dtt halbtägige Arbeitsleit bei ’/, de» Tage lohne« eingesthrt. Mach dies« Maßnahme zwar die atizfiche ArbeitslosHett vahbidert, dennoch ist ata 4 teilweise »nta dtt Irbetterde»d!kru»g ein Rotstand ttagefteten. Um diese» mdalichst z» ste»a», hat da MUbefitza da brik, Dr. Knr« Fränlel, dttgweuwättig al«Offijttr Feld« steht, de» Betrag ,o» 10 000 Marl zn Unterstütz»»- aiQcMcfcs. f. V»te», 11. Oftoda. Oberstleutnant Dellhof, Komche»r de» Ersatzbataüion« Insnutertt-Regiment Gras Kirchj (1. RttbaschlqÄch«») Rr. 46 ttchütte »» de» Jnhaba da d-*»ttq,ittttn-Ha»»i»»g Hat, Ar»» Michel hiastlbst «ich» stehende« Dankschreide,: Ew. Hochwohlgedare» sagt da» die«, seittg« Batatlo» für dtt liebe»«würdige Uelxise»d»ng da beide» Schlagbecken herzlichste» D«»k; dtt Freude da j»»ge» Mufika über dtt wertvolle Lttbesgabc ist groß, bereichen fie doch u»sere Baiaillonskapelle um ei» gerade für dtt Milsttrmufik s» wichtige» Znstniment. — Dtt edtt Spende, E». Hochwohlaedoren, wird die junge, dankerfüllte Mannschaft zur aeuea Schaffen»- kraft -»rege» »nd dadurch auch zu neuem Gewinn »ns dem Gebttte da miliänsche» Ausbildung führe». Mit dem An«, druck vorzüglich« Hochachtung, us«. (Untaschrist). — Dtt Provinzialverein vom Roten Kreuz vaaistalltte hin eile» Poftkattenlag, da einen »ennenswetten Bettag estidrachtt. Da Knistverlaa vou Harn Themel hat dem Rote» Kre»z in opfafrendiga Wttse vtttt Tausend« von Kü»stlerp»stkatten gespendtt. Dtt Poftkattea bttnge, Krieg«bUdn au« den asten Schlachte» de» gegenwärtige» Kriege». Des Ergebnis der Sammlung wttd zur A»fchaffn»g von wollenn Uiterkleidung für uisere Truppen im Feld« bestimmt. — So bewähre» fich die Bewohn« jüdischen Glandeu» von Anfang an beim Einsammelu vou Spenden zu Zwecken de» Krieges. — 5»IdatrA-5irforg« f. Hkase». Dtt Vereidigung da Krieatfteiwilligen jüdischen Man»schafte« vom 28. geld-Artilcrie-Reaiment fand am zweite» Suftotfeiertage in da Synagoge II (Brüdergemeinde), statt. Eingcleitet wurde die Fein durch den Gesang Psalm 98 vom Eynagogen-Ehor. E» solgtt dtt Ansprache de« RaddAer« Proseffor Dr. Bloch. Redner erwühntt, wtt »nta besondere» verhättniffe» anläßlich des Kriegei da Eintritt in das Hea geschieht, und nmohnte dtt j»»ge» Krieg« z« trenn Pflicht» erfüllung. Obakanlor Lllttnthal trug stimmnaglv»! Psalm 91 vor. Mit de» Gebete für Kaisa und Reich und de» Gesänge ,Bj<xU» >fU4 rnobi' endete die religibft Fein. — Hanzig, 9. Oftoda. Uns« Rabbi»«, Herr Dr. Kaelttr, ist oon dtt Mllitärbehdrd« mit da Lazarell-Seelsorg, am hiesigen Festnngliazantt »nd 98 Hilsslazarette, betra»! worbe». Dnrch dtt Fürsorge find all« jüdische» verwundete», dtt »icht am Gottesdienste i» den Synagogen lest nehmen kv»nte» — auch die Kriegsgefangene» — mit Gebttbücha» verf«he» worden. Außndem wurde» uusne venvundtte» Krieg« an de» Festtage» dnrch besondae Liebesgabe» erfreut. Die in de» Gotteshäusern erschiene»«: jüdische» Mannschaft«», etwa 100, wurden an den Festtagen durch ein« vom Raddiaat getrvffene Organisation in gamsttt» gastlich »«rpflegt. Mm, 9. Oktoba. Dtt ifraelittsch« Gemeind« i» btt Festung »nd Garnisonsstadl Ul» »erfolgt mit besonderem Intereste den mächtigen Kitt, und alle«, wa« a mst sich bringt für »n« In»«» und jette»« dtt Inden. Eine vorlüafige Ansammenstellung all« bi«ha «inbernfenen und antgerücktt» Mst. " Man» i davon fi»b > o >«,,n«>N, [«altiaacn <m» Anlaß »l“** “L“*.1. •»?•*«*? «»*8» «> ' » Milgliedern zu desind natürlich a»ch nicht alle oerschont gebittden von den Gefahre» de« Kriege«; vttr bi« fünf Soldaten habe» schon mehr »da »inda schwere Verwundungen erlitten, »da auch die Anakunn»g i»d Ehre» für Mut »ad selbst! ofe Hürgade find ihnen znttst aernorbe»; gestern erfuhren wtt, daß zwei »nsaa Söhne da« Eiserne Kreuz nhalten hade». _ Kamchüst. Werft» gn Ergänzung uns. Btt icht» üb« den Besuch da Kaiserin Im .Jsr. Krankenhau»' »eilt dtt ,Iüd. Preffe' noch folgende« mst: Da vorfitze»de de« Kuratorium«, Har Moritz Knolttr, dem Hosmarfchall auch dtt aus dem Hose stehend« Übhütte, welch« a mit greßem Jntereffe bettachtett. Dtt Hofdame der Kaisai» ließ sich dtt Bedenlnng da Mesusau« und auch da al« Abzeichen von de» Schwester» de» Jsraelittschen Krankrnheim« gettagene» Broschen erklären. »lwloneitz, 9. Oftob«. »nch unser« Gemeinde host eine lebhafte Tätigkeit zugunsten d« Krtt»»sürs«rge enffalttt. Da israeistffche Franenvereiu war da erste all« httrort« bestehende» Vereine, dn dem Rote» Kren» eine» veiirag übenvtt«^, und zwar in dn Höh« von 100 Mark. Dtt Gemeind« al« solche spendtte zu dem gleich«» Zwecke K» Wort, der Jungsrauenverei, 10 Mark. Für de» »atioaalen Fraucndttnfi zeichntten da Vorstand da Synago^ sowtt da Kraukenpstto«. und da Wohllätigkeitsvacin je 100 Mark au »orläuflge Gab«, da Frauenverri» wiederum wmtchft 10 Mark. Auch sonst habe» unsere »emeindemitglttbtt sich »»ich vielfach« und zu» Ztü Hohe Spenden wtt a»ch durch Lttbe««be» »ulgezeichnet. Da Frauenverei» unsern Filialgemeinde Birkattal »pserle sei»»m^» Vaeinivcimbgen ans dem Altar de« vattrlande«. U,sa Rndbin« M. Halpersohu gehött de» »»«schüffe, sämtticha nationale» Fürsorgeoraa»isati«»e» am Platz« a», «ach ist ihm dtt Salsa,e I, den Lazarette» de« Orte» snwtt da Umgebung vom BezirMommard» iderttage» »ade». Mehrer« Krieg«- gölte«die»st« saute» bereit« statt. 3fmi 90. chetartota« feiertam 1«. IO. Fra» Cdintc Davids»» in Wilmersdorf. Dtt alletnstehe»»« «ch sehr rüstige Dam«, dtt fich bereit« währen» btt strich« 1864, 1866 und 1870.71 für u»fere tapfere» Soldat«» betütigtt, ist Ostprenßiu. Auch Icht lässt fie fich durch ihr hohe« Aittr »ich, davo, abhalte», noch Pnlswärma »nd Stridapfe für »nstte Krieg« z» stricke». tzwät». Am »ü Septbr. finr» firn» Elffe H-rinm» ne», per,. 84 3„ : Btrf. » gnüaMRM Gemtln« Ehnfina». Sa Brnn KUWtt W Ihr ei» ei» »ew hillsderette» mW »ach M-hltttchteN »ch »»Nazeich. «w«1 Mtmlie». trjiSm 8r. »ch. «-» st. De. tat* g*a»a 70 8. »ch. ö st-t. «la^HrMUU, ««tttwitz. Weck», gen 9u»«-OI«aMaKt De. ftacjet hnt »ach den L»d l-wa Gnttt» ginn «n,»Ii,e Alnezek «wen schwen» Gerlnfi rrlitee». Da» tdenribni» knn» »nter znhkeicha veieUchnn« da Mma Btt» Irtraf ftto. U-dee SaM Mt «aiweben-, ma»e» M»t Aachenfe no hntte». — gr», Ganlw« Attest w» Innnjlhette GitfiMniw M« ist. wänenn-rewe» in Brün». ■»•« chee» edle» -eezen» NN» chme zeifii»», M»ch fie »Noe»ei»e werchrn« bet tznch mW »ttMe! Ehe» iß»q«a «ench 1 cheenHdenknI

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