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Jüdische Volkszeitung · 1914-10-02 · 40 (2.10.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
40 (2.10.1914)
Date
1914-10-02
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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3BM|dK volkM»« M. Vom Kriegsschauplatz. Bmhm, »«• 2. «tt»d« veftcrrrich-ll»-«». J>«s pi»HUriw» fix *«0(1» in Bi<» vaöffrvLchl in der Sngclpnffc folgenden tufnif, »er ed »erdient, auch i» Reiche bcherzigi p, werden. Dieser Anftns Inulei nnier andere«: .Der Laos de« Kriege« Hai e« mit sich gedracht, »aß ein De« Galizien» »nd der Bukowina, wenn nach vorüdagehend, »o» Feinde desetzi ist. Die beiden Greuzlända mußlen den erste» Ansturm auohaltru. Die Rückwirkung dieser kriegerischen Sreigni sse tritt dcreil» in Oesterreich« Hauptstadt in schmerzliche Ere scheiuung. Sie» ist überfüllt »on Flüchtlingen au« Gaiijie» und »er Bukowina, die jLh ihr Hei« verlassen mußten. Die einen, «eil ihnen Feindägewalt Han« und Hof Verheert hatte, die anderen de» natürlichen Drange folg«»», sich der Herrschaft de« »rinde» zu „»ziehen, ihre Faonliev in Sicherheit zu »ringen vor den Greueln de» Kriege«. Unter Zurücklaffuna von Ha» und Gut kommen die Unglücklichen, vielfach aller Mittel bar, auch nur da» dürftige Dasein zu friste», hter im Zentrum de« Staate« Schuß suchend, non ite» Hilfe hoffend. Diese Hofsunng darf nicht getäuscht weiden, wer flüchte» wußte in de« Kriege« Rot, der leidet >« Interesse der Gesamtheit, und Pflicht der Gesamtheit ist et, ihm zu helfen. E» ergeht an die Bürger Oesterreich-Ungarn« der Ruf: Lasset in werktätiger Hilfe für eure Mitbürger, die, no« Feinde bedräugt, gesiüchlet sind, dieselbe Solidarität oller Böller, aller Glaubenotekrnntniffe, aller Stäube zu« Autdruck kommen, »er in dieser schweren Zeit die herrliche, kriegerische Begeisterung no» Volk und Heer entsprang.' Ergänzend fei bemerkt, daß die meiste» Ftüchliuge Juden find und der grdßtr Teil unter ihnen, die auch in Frftden«zeiten mit bitterster Rot zu ktmpsen habe», in grdßter Armut ledt. Zudem wollen sie, die rituell lede», während »er Feiertage in solchen Gemeinden untergedracht »erden, wo israelitisch« Knltnögemeinden bestehe», wo sich Ihne» die Möglichkeit bietet, ihre reiigitsen Bedürfnisse zu befriedige». Diesen Aermste» der Armen wendet sich jetzt da« Mitgefühl der gesamten Monarchie zn, ohne Unterschied der Religion und Konfession, der übrigen« feit An«bruch de« Kriege« nirgend« hernortritt. — Aaisa Jean, Aoser ließ ans Rechnung feiner Prinalfchatulle für die In Russisch- Polen dillozirte» dort zuständige» Truppen jütischer Konfession 10000 Stück große Gebetmtutel (JolU), 10 000 Stück kleine »ebetmäntei und 10000 weiß, letliene Kittel samt dazu gehörigen Mütze» an fertigen. Diese Ritualstücke sollten nor den jüdischen hohen Feiertagen zur Berleilnng gelangen, da« hat in den Kreisen der russisch-polnisch jüdischen Bevllkrrrmg große Begeisterung für unsere Monarchie hervorgerufen. ' MMUeisch« Jstrsarg« für Solbaten und Gefangen« Wndapefl. Die jetzige Kriea«Iaae geht auch »u. den Tencheln nicht spurlos norüder. Ueberal sieht man »asienhaft Soldaten, und in einzelnen Gattedhäufern wurden für sie besonder- Gotte«di«»sle nemnftaltet. Auch für die st» Äezter Gefangenenlager (nächst Eßtagow) bei russischen Inden märten GotteOrenstc abgehalten. Die Heereünerwalinnghatz» diesem Zwecke B o r - beter, Rabbiner und Gebetbücher beigestellt, während die Eßtergoma israelitisch« Religionägemeiude den Gefangenen eine große Anzahl oo» Gebetmäntein schenkte. Die Gotteldienfte, die unter freiem Himmel stattsanbeu, boten einen ergreifenden Anblick. Dre.schwermütigen Melodien der Gebete rührten die Gefangenen zu tränen, und oft härte man nicht« wie laute« weinen »nd Schluchzen. Erst alt die Reujahrtposaune ertünle, bemächtigte sich der Seele dieser armen, unterdrückten Leute ein Gefühl der Erleichterung und Beruhigung. Die Gottesdienste wurden am Berföhnunaslage wiederholt. In Folge sftlterneatioa der Sßteraomer Religionsgemeinte und der ifr, Landeskanzlei hat die Herre«vcrwaltuvg verstgl, d,ß a« «be>d de« a,gen Tage«* de« Eoldate,. diege» saftet haben, .Barche«/ The« und Cigaret» t e n nerabreicht werben sollen. In de» Bubapester Spittlern wurden für die verwundeten ifr. Soldaten ebtnsall« Gottetbienfte »eranstaltet. In tiefer Andacht beteten die zuweift i» Rekonvaleszenz befindlichen Krieger, die nach ihrer ntlligen Genesung wieder auf« Schlachtfeld ziehen «erde». Zu den Bubapester rempeln und Filialgotlethtnser» sah man übrigen« heute eine überaut groß« Anzahl non Solbate», Die Ofner Religiontgemeinbe sorgt« für die rituelle Bewirtung der tiraesttischen Mannschaft. Zn w i t n ließ die Heere»ne» walwng für die ifr. Soldaten besondere Gebetbücher drucken, in »eichen auch Gebete für den Krieglfall enthalten waren. — Damit für die Kentztrmczber Gefangenen Gottetbienfte neronstaltet «erden künnen, mußt» da« Honvüdministerium und da« Krftg«»inisterinm um Erlaubni«angegangen werden. Der Prä f i de» I der ifr. Landetkanzlei Dr.Moritz Mezei undBizepräfibeut .De. Franz Mezeh, sowie die wiener ist. Knltutgemeiude unternahmen die ndtigeu Schrille, die no»Erfolg begleitet waren. Die Zeitdauer für je einen Gottesdienst wurde mit 2 Stunde» bemrffeu. Bon allen Seite» wnrden für diese Gottelditnste Gebetbücher und Eeremonialgegensttud« gesendet, »uchbatuug. Knl.tu«. und ll»tereicht« minifterium I chi ckte 1 ö Gebet» Sch ei;vl«l«r»urte an« Spenden beschafft. — Auch für die in Szatmtr befindlichen, etwa »000 galizischen Fl ü chlling e werden Fe st gotte». bien fte nerauftaltet. »nag. (Weiotte Aapserüeit) Da bekannte Prager Schriftsteller Gzon Erwin Kisch, da al» Resanekorporal st» Jusanlerieregiment Rr. ll im Feite steht, hat ei» Diplom a> halten, in dem ihm Armeekonrmandant G. b. I. Llborstt» Frank für .tapfere«, mntige« »nd beispielgebend«« Verhalte» nor dem Feind«' di« belodeud, »»ertennnug »»«spricht. Nndäpaß. Auf »em Feld« kämpfen dw jüdischen Krieg« hervorragend. Da erste Dekoriate für Xufcrtni not dem Feinte, Ist da Jude Kobor. Da aste, der eine rnsstsche Standarte aoberte und mit Einsetzung seine« Leben« feflhielt, ist gleichfall« Jude. Eharakteriftrsch ist da Fall Gytngyi Rach hartem Kampf, da ein fiepeiche« Ente gefunden, wurde ter no» fünf feindlichen Angeln fchwa naletzte Fähnrich Gyöngyi int Pesta Lazarett trarrlportiert. lalt« und Tefilin die ihn stet« begleiteten, sind auch jetzt die einzigen Requisiten, die a nicht misten möchte Masseneten» da galizischen Aktchtttn«, Wien, 2Z. Septemba. Da« Elend wächst mü jedem Tage, da sich dl« flüchtenden galizischen Familie» au« Lemberg und Umgegend imma »ehren. Ein hla zum Teil an» de» Flüchttingen bestehende« Hilsdlomitee, an dcffcn Spitze Abg. Dr. n. Löwenpein st.h«, leistet mit Hilfe ter Gemeind« und da philantropifchen Baein« da« Menschenmögliche znr Linderung der Rot. tzzernowitz. Die Rüsten terben den bi»haigeu »ürga. meista non Czeruowitz, Dr. Salomvn weiselb estge r, und mehrae hochgestellte Persönlichkeiten al» Geiseln nach Kiew gebracht. »n seine Stelle «urte da Russe Barancer zum Bürg», lneifta ernaaut. zraoireich. Mla» stkordan in Word«»»» getanen Der Zionistensühra Max Rorda», da non dem Auodruch de« Kriege« in Pari« überrascht wurde, befindet sich mit ungefähr hundert Deutschen und Oester reich „n tu Bordeaux all Kriegsgefaugena, wo a angeblich eine besonder« gute Behandlung eisährt. Lngla«-. Hie Londoner .Ulm«,' greift die jüdische Hresse »». Die London« , Time«', die fett kurzem eine höchst unfteundliche Stellung gegen die Juden eingenommen hat, richtete in da norigen Woche einen heftigen Angriff auf die jüdische Preff« Rew-Kork«, weil dies« in ter gegenwärtigen Krifi« Sympathien für Deutschland zeigte. In den letzten Monaten hat die Time« eine Reihe nn» Artikeln gebracht, in denen die Stellung Rußland« zur Judenftage verteidigt wird. Gleichzeitig wurde sehr wohl beobachtet, daß di« .Time«' eine große Anzahl Inserate da ruffijchen Regierung brachte, für die zweifello« beträchtliche Summen onfgewendet worden find. Sin «eitera Kommentar dazu ist überflüssig. TSrtki. An» Halüüln» z» Jlntz noch Aonsiontinopekzum denlfcheu Heere. Dr. Elia» Anerbachau« Haifa in Palästina ist »ft eiua Anzahl teutscher Juden nach Anordnung da deutschen Mobilmachung zu Fuß non dort aufgebrocheu und hat nach 20ltligen Eilmärschen durch da» unwirtliche Taurusgebirge Kouftantiuopel erreicht. Er steht jetzt al« Oberarzt in da Bayrischen Arm« im Felde gegen Frankreich, >«rrita. Hie £«tta■« da omattonftchen Andep Da ,Jewi»h Exponent' no» 21. August 1914 schreibt: Ha /Urieg und die Antensroge. Der Krieg wird natürlich für die Zuteufrage in Europa non ganz besondaa Bedeutung fein. Biele Jude» an« den kriegführenden Länder» dienen selbstverständlich i» den Armee» neben ihren Landsleuten. Rußland, da» ihnen die einfachsten Rechte nerrneigert, besitzt nicht»destoweniga die Kühnheit, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Eine in den Tagetzeitungen veröffe itlichte Schätzung besagt, daß etwa 2S0000 Inden in da russische» Armee und iba 50000 in anderen Haren dienen. Die russischen Zahle» sind übertrieben, die der andaen Mächte werden sich wohl noch ahöhen. Da Krieg wird zweifello« üba die Frage dr« Gleichgewichte» da Mich« in Europa entscheiden nun gleichfalls bestimmen, welchen weg die Entwicklung da Zivilisation gehen wird, wenn die Tripleenlent« einen entscheidenden Sieg aringeu wird, so wird die« alle« andae bewirken, all eine Eindämmung da russische» Autdehnung nach de« Osten und nach dem größten Teil non Zentraleurnpa. Diejenigen, die sich in dem Gedanken einer solchen Möglichkeit sonnen, migen ihre» Wahn hegen, bi« «an sie daoon heilt. Aba es steht noch garnicht fest, daß die Triplenteutt siegen wird; im Gegen- I teil, e« ist garnicht nnwahrscheinlich, daß da Kamps nnent-; schieden hielten wird. Ja beiten Füllen würde da» Lo« da . russischen Inden weita so hart bleiben wie bisher, und selbst die geringen Milderungen, die man ihnen jetzt zugefteht, werden j widerrufe» Waden, und die Hooligan« und Reaktionäre waten I die Dinge nach ihra Methode regeln. I Andererseits würde die entscheidend« Riedalage Rußland« j da« baldige Ende de« jetzigen Regime« »nd dieErrichtiuug eina Re- | gieruugssorm zurFolge habe», die UbaalenJdeen weil zngünglicha i wäre, all irgend ein Regi»ung»system, testen sich da» russisch« ' Volk bi«ha zu erftenen gehabt hat. Die« würde notwendigerweise zur Befreiung da Jute» non da Knechtschaft führe», in da sie di» jetzt geschmachta haben. Die Riederlaoe Rußland» würde natürlich Unheil für England und Krankreich mit sich bringen, ada diesa Umstand würde keinen Einslnß ans die Jndenfrage haben, abgesehen danon, daß dir Schwächung de» Einflüße« de« englischen Hantel« zweifellos zu eina größeren Beschränkung der Einwanderung führen wird. Die Stellung ter Inden in England ist gesichat: sie sind so patriotisch wie irgend ein audaa Teft da Beoilkanng, und sie waten da Kahne ihre» Lande« folgen, wie imma e« kommt, und so niete non ihnen! auch imma da« Bündni» »ft Rußland mißbilligen waten. | Deutschland« .Platz a» da Sonne' würde dnrch eine s Riederlage verloren gehen, während ein Sieg den Kaiser und sei» Land an bft Spitze da jenropäischeu Rationen bringen würde. Denstchland scheint zu fühle», daß e« eine» Kampf für sein« Existenz »ntficht, und z» welchen Anstrengung«» e« unta solche» Umstünden fähig ist, hat e« i» den Besteiung»kriegen gegen Rapoieon nor 100 Jahre» gezeigt. Sein« Antstenftten geben nor, die eigentlichen Patrioten zu sein, und ein Sieg de« Kalsa« würde zweisello« ihre Anmaßung »och na stärken. Indessen wird norausfichüich da Kasta keina Politik z». stimmen, die eine Beschränkung da jüdische» Rechte zu» Ziel hat, den» ulemaut weiß besser al« a, wie imma da« Ente de« Kriege« sein wird, die geschäftliche und industrielle Tüchtig feit ter jüdische» Bevölkerung zu schätze», die zur Wieda« erchtuug de« Lande« erforderlich stk. Ein Sieg Rußland« würde wohl Denstchland eine« Teftet, seine« polnstchen Besitze» baaude» und würde zweifello« ei» große« Stück Galizien« non da Doppelmonarchle abreißen. Die zahlreich« jüdisch« Bevölkerung diese« Lande« würde bei diesem Wechsel da Hauptlcidttagcnte sei». Die Bahültuiffe in Galizien find keineswegs ideal, aber sie sind ungemein bester, al« sie irgendwie im Falle eine« msfischen Siege« sein würden. Die« ist eine Skizze da Lage, wie fie sich zur Zeit darstellt. E« ist nicht gut, wenn die Juden i» diesem Kampfe al» Juden Partei ergreifen. E« ist im Gegenteil zu wünsche», daß die Juten uusae« Lande« treu und ehrllch die Reuttaliläiterkläruug befolgen, die Peäfident wlisou abgegeben hat. Ein Land gibt ei, da« alle Juden außerhalb sein« Grenzen naabscheuen und verwünschen; aba selbst unter diese» Gefichlipuuft sollen den Juden unsae« Lande«, die Pflichten der amerikanischen Bürgerschaft höher stehen, eine« Lande«, da« sich sehr wohl dazu entschließen kann, eine Politik de« wachsamen Abwarten« einzunehmen und die Zukuust enstcheiden zu laffen. Fqnsende »»» Anden mit großen Mittel» wollten in Rew Nork ei» Regiment Freiwilliger zur Hllfe Denstchland» gegen Rußland senden, i» Erinnerung an alle«, wa« die Juden dort litte», au« Dankbarkeü gegen Oestcaeich »nd Denstchland. ES wurde aba vabotcn, da die Bürga dadurch die Reutraliltt verletzen würden. Me» Port. (Erfolge jüdischer Emlgranteukiuder in amerikanischen Lehranstalten). Sämtliche amerftanischeu Blütta widme» jetzt den Ergebniffen de« soeben banteten Schuljahre« ausführliche Artikel. In allen diesen Artikeln wird je nach da Parteiftellung aus die inlaeffante Erscheinung hingewiesen, daß in allen Hochschulen die Prase und Stipendien auf Grund eine» geistigen Setlkampfc« von Juten, und zwar von jüdischen Emigrantenkindern, errungen wurden. Selbst in dem Boston« berühmten Harvard-College sind von den zehn Preisen, welche die Uaiverfitüt zu vergeben halft, acht von jüdischen Hörer» gewonnen worden, die vor nicht allzulanger Zeit mit ihren Elften aut Rußland eingewandat find. Dft intereffanteste Erscheinung jedoch ist sicherlich die Tatsache, daß selbst in dem Wettkampf um die Preise für dft besten Redna in englischer Sprache an vaschftdenen Univeifitäten solche jüdische Sludenlen den Sieg davontrugen, welch« kau« fünf Jahre in Amaika leben, Herta»» »er orieutaNfche» Jude» i» Ikewporü. Bor kurzem fand in Rewyork die Jahretkonferenz de« Verbände« da orientalischen Inte» in Amerika statt. Dem Berichte ist zu entnehmen, daß gegeuwürstg ungefähr 1L.000 inAmerika lebend« orftntalische Juten dem Verbände augehireu. Jataeffaut ist, daß nicht alle dftse Jude», dft au« Spanien stammen, spauiolisch sprechen. In dem Berbaud« sind au» diesem Graute alle im Orient üblichen Sprache»griechisch, arabisch, rnmänisch und sprniolisch sowft verschiedene andere Dialefte vertreten. Daran« «geben sich für dft Berbandsleitnug nicht geringe Schwierigkeiten. Ta vaband erhält ein« Anzahl Lalmud-Thoraschuftu »nd legt da« größt« Gewicht darans, seine Mitglieder so rasch alt möglich zu amerikanisieren und ihnen vor allem die K«,m. ui« da englischen Sprache teizubringen. Der Berdand beschloß schließlich den hervorragenden Gelehrten Rabbi Abraham Galante al» Shacham Baschi da in Amerika lebenden orientaliichen Juten nach Rewyoik zu bausen. fll» jüdischer Atrzermeisia In Montreal. J» Montreal (Kanada) wurde kürzlich, wie dft .Rewyork Time«' berichtet, da« jüdische Milglied de» städstschen Muuzipiumt Blumevthal zum Bürgermeister gewühlt. Dies« Wahl ist deshalb von tesonbera Bedeutung, weil bekanntlich da hauptsächlich aus Frankreich eingewanderte katholisch« Klau» in Kanada zum Teile mit Ersolg eine anstscmiüsch« Propaganda inauguriat hat. palSftilla. An» dem englischen Aonsnlar-Zöerichl iter Aernsake». vor kurzem ist der Bericht de« Konsul« in Jerusalem Mr. Mc Gregor über den Handel de« Konsnlarbezirkt Jerusalem imZahrr 1918 veröffentlicht worden. Danach zählt die Stadt gegenwättig eine Bevölkerung von etwa 05000 Pestouen, darunter 70000 Juten. Der Baichl führt aus, daß eine große Anzahl da Jude» Einwandaa au« Rußkdud find, di« sich so vorzüglich de» verhtltniffen de« Laote« angepaßl habe», »aß sie fast den ganzen Handel de« Lande« in ihren Händen hätten. Trotz da Au«wandauug viel« Juden zeige diese Bevölkaungtschicht eine konstante Steigerung. Die Olivenholz- Industrie sei fast ausschließlich in den Händen da Zudar. Trotz da dnrch die Balkankriege havorgaufcne» finanzftlle» Krisis habe sich da Verbrauch de« Lande« in Anbetracht da wachsenden jüdischen Bevölkerung auf gleicha Höhe gehaften. Da brftische Bizekonsul Hough berichtet über Jaffa, daß diese Stadt eine Bevölkerung von zirka L0000 Kipsen zähle, dft durch die jüdische Einwanderung dauernd zunimmt. In Ermangelung ein« valüßlicheu Statistik schätzt man, daß sich die Bevölkerung zur Hälft« au« Moslem« und zur Hälfte an« Inden und Shftsten in uugesthr gleicha Anzahl znsammenschl. Bemakentwat sei, daß sich die Inden Jaffa« durchau« von den Juden Jerusalem» unterscheiden. Dft Jaffaa Juden feien inteligent und detrftbsam. Mau könne wohl sagen, daß dft jübischen Bezirke Jaffa« dft einzigen Stadteile find, die eine Zivilisation ähnlich da da europäischen Sttdft zeigen. Die Landbcvöikernng de« Innern besteh« haupffichlich an« Muselmanen. Sie erfahre anscheinend keine Steigernng, andererfeit« nehme dft Zahl dev Bevdlkauu, in-den jüdischen Soionftu und damit ihre AcheitGeisinugen bedentend zu. di« wefenllich zum Geteihen *' <piftrikte» beigetragen. I Mir bitten nnsa« geehrten Lesa, sich bei Ein- I I ktusen auf dft jüdischeMoGozeitnng'zn beziehen. D

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