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Jüdische Volkszeitung · 1914-09-25 · 39 (25.9.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
39 (25.9.1914)
Date
1914-09-25
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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ZIdirch« volkrztttmttr. 39. Eroft. von Knkrrfl Ff«h». Rur aidjt an gcsteru denken — DaS wacht das Herz nur schwer; Laß dir den Becher schenken Und trink thn tapfer leer. Was liegt an deinem Leben Da stündlich um -ich h.r. Zhr strömend Herzblut geben Die Tausend oder mehr. Wer hat kein Glück begraben? Wo steht da- Haugefeit, Um deffen First die Raden Richt krächzen böse Zeit? Wo Gott ein Volk willführen Gewalt ig durch die Flut, Da zeichnet er die Türen Auch heute noch mit Blut. Knftlort. Knsfifche SSmUntit §e,e, dt, Anden. w. H^rag, 22. September. Verläßliche Rachrichten aus Galizien stimmen darin überein, daß die Ruffeu überall in Galizien, wo fic Ortschaften besetzen, mit systematischer Bruta» lität gegen die jüdischen Einwohner vergehen, die rulhenische Lauerndevülkeruna gegen die Hiden aufhetzen und jüdische- Eigentum souie das Eigentum der zumeist geflüchteten polnischen Gutsbesitzer den ruthlnischen Bauern überaatwoiten. Die von den Ruffea an jüdischenEinwohoern verübten Gewalttätigkeiten nehmen immer größeren Umfnng an. wodurch der Aufruf des Zaren ,An meine lieben Juden* eine sehr «erkwindige Deleuchwng erhält. Fkstntsche Inden helfe» d^üflhe» Satdaten und mtitn dafttr — Durch die Straßen devon den Deutschen verlaffenen Stäbchens Lada« galoppieren Kosaken. Sie schleppen 3 Juden mit. Der eine in langem Atlasrock, die anderen in Unterkleidern. Sie find blaß und bcteu. Hinter ihnen, von den Kosaken mit Ragaijkas angetrieben, ein ganzer Haufen von Juden. .Wohin fuhrt «an die Leute?" fragt man. .Sie sollen gehängt werden. Die anderen wurden gezwungen, der Exekution beizuwohnea.* Was haben sie ver. -rochen?* .Sie haben der deutschen Armee Dienste erwiesen." Zn dem Dorf Przytyk. unweit Radom, liefern Händler Hafer für Kosakenpferde. Die Kosaken werfen den Hafer den Pferden vor. Bald liegen 50 Pferde tot auf dem Boden. Der Hafer war vergiftet. Der Kommandant läßt die Kosaken gegen da- Dorf los. Die «eisten Häuser wurden in Brand gesteckt. Fast die ganze jüdisch« Bevölkerung wurde niedergehauen. Warfcha» ist jetzt voll von Lazaretten. DoS bekannte.Hotel de Ro«e*. Eigentum der reiche» Gebr. Przeworski. dient als Spital speziell für jüdische Soldaten. Dir russischen Beimundet», welche im .Mazdowskl-Spttal" lagen, waren mit der Behandlung so unzufrieden, daß sie davonliefen und sich nach ihren Heimatsstädten begaben. ES handcltc sich zumeist um Leute, die in Ostpreußen ihre Wunden dovongetragen hatten #f«nt offe»»Wrt,f <m tze«A«re» richtet der ifraelitifche Prediger Wolff in Tempelbura. Er knüpft au den Aufruf an, htllNikjtltr ua6 ii ftta Kriegt! früherer Stile» von Dr rhroenhan (Nachdruck verboten) Durch den jetzigen Krieg ist in letzter Zeit die allgemeine Susmerksamkeil wiederholt aus die segen-reiche LLIigkeil de« .Rote« »rcuze«' gelenkt worden, welche» seine Dienste der ininnaiioualen ktteg-üankenpslege widmet. Diese Etnrichl ung wurde dekannttich erst om 22lc» August >864 zu Sens ge. schaffen. Vorher worden zwar auch schon inlcrnationalc Ver- «läge zur Verbesserung de« Lose« der verwundete» Krieger geschloffen, ober meist nicht gehalten. Pom Alierlum bi« in'« früh« Mittelalter gehirre e« sogar beinahe znr Regel, daß die verwundeten Gefangenen gcldiel oder verstümmelt wurden. Aber auch von ihren eigenen Militärärzten mutzten die kranken Krieger oft Furchtbare« erleiden, nicht nur weil die Chirurgie damals aus einem niedrige» Standpunkte sich befand, sondern weil die Aeldchirurgen meist die untüchtigste» Vertreter ihre« stände« waren, Die Feldchirurgeu gingen zum größte» Teil au< den Barbieren und Ladern hervor, rinr« Gewerbe, welche« erst Karl der Fünsie i. I, 1548 für .ehrlich' erklirte, srcilich mit so geringem Erfolge, daß Rudols ll diese Maßregel IS77 wiederholen mußte. Doch war der Weg zur Lefferuug bereit« .äuge, bahnt, seil die Wundärzte ein .Meisterstück' z» mache» hatten, wie e« z. 8. ein Nürnberger RatSerlaß vorschreibt, später mußten die aagehenden Feldchirurgeu dar eine» Aerziekolleginm sogar eine Prüfung abirgrn «nd bei den zünftigen Meister« einige kalben, Pslafter u»d Wundtränke dereilen. Wir lhr Wiffen war auch ihre stelluug u»d ihr Ansehen gering. Noch t. I. 1416 »ie« die Wiener Fakultät einen Feldchirurgen, brr sich znr Doktorwürde meldete, all unoerschämten Menschen zurück; und eine charakteristische Au«- zeichonng wurde dem berühmle» Ambroise Paree <IS09—1S90) in Pari« zu Teil, welchen der Kirrig zu seine» Leibchirurgen und Kammerdiener ernannte. Im Mittttaltet wurden die Wundärzte, ebenso wie die Edldnerjcharen selbst, nur sür die Dauer de« Kriege« »»geworben, und die damalige Bezeichnung .Feldscheerer' »eist darauf hiu, daß sie die Doppelkuuft de» Ban- und Haarschneite»« einerseil« und der Wundbehandlung und de« Operieren« mibererseit« autübe» nrnßten. Meist wurden vor einem Kriege »ii bekannte» »nd derühmten Uuternehwerchtturgen Beiträge abgeschlossen, wonach diese da« gesamte «iltiärärztliche Personal für dir Kriegtdauer gegen eine beftiwmle Sesamisumnu »der gegen einen festgesetzten sold für jede» Usfifte»ten z» stell» hatte«, so erhielt i. I 1417 der Chirurg Td»m. Marestide für eine» Feldzug etwa 800 M. festen Gehalt für sich »sb 400 K. fär jede» (k* „Meine lieben Juden!" vrrrl«. 3« 23. S«plt«d«7 >9sh den der Zar au .feine liebe» Inden' gerichtet hatte, »nd er- Srtert scharf di« Behandlung, die die Jaden in Rußland erfahre» haden. Daran fügt er folgend« Bemerkungen- .Majestät! C« gibt rinrNemefi«, e« gibt eineVergeltung. Dort ob«» lebt ein Gott der Lied« und der Gerechtigkeit, der da ahndet die Ki»de der Bäler di« in« dritte »nd viert« Selchlechi, dort öden lebt ei» Galt, den mir i» unser» Gebete, nenne»'.einen G»tt, der »Ie Wodltaien der Menschen vergilt', Dott stnd auch Ihre Wohltnten, die Kle a» Ihre» tre»este» llntettane» veiüdt, angeschrieben, viele Russische Armeekorp« haden unsere deutsche» sthoe schon vernichtet; — noch wenig« Woche», und unser herrliche« Heer steht vielleicht vor.den Toren Ihrer Hauptstadt. Fürchten sie nicht«! Unsere Heersührer und der getingfte dentsche soldot, der I» Fttedertt- ,eilen die schase hütet, st« schonen die wehttolen Feinde, »nd keine Hand wird sich erheb«, gegen eine» Gesalbten, sie haden nur den .Herr» der Heerscharen' zu sülchte», der kein Verbreche» ungeahndet läßt. Mit heißen Eegen»wünschen von Millionen Mensche» zog »nser gelietter Kaiser »nd Herr gegen die schare, seiner Feind«, mit Shrfncht sehen »ttr auch tu Friedendzttchen zu ihm ans. Ci, Herrscher, der i» Frieden«, zetten seiue Landetkinder »o» Bestien zerstttschen läßt »nd in de» Krieg halt verhuugerte, schlecht bewasfnete Koldaten schickt, ei» solcher Herrscher »ad s«i,e Hets»r«h«Ifer, st« stnd in DieSsetti und Zeaseit« — »erstncht, vo» ihren eigen«, Lande«, lindern verflucht!' Pie Nete» Hube» de» Aare» »ie die neue liberal« Iudnrpolitrk de« Zaren autficht, zeigt ein Uka«, den der Zar dieser Tage erlassen hat, »nd der im .Rußkose EI»»»' verdffentiicht wird. Der Uka» lautet: .Da die im seindlichen Ausland studierend« russtlch« Jugend durch den »u»drnch de« Kriege» zum Teil hart dttrvffe, ward«, will ich allergnädigft gestatte«, daß sich die au« dem Ausland kommenden studierenden Inden a»«nahm«weise zwei Monate <!l> in Pettograd (Petersburg) aushallen dürfen, soweit e« die dnung ihrer Angelegenheiten erfordert,' Man steht, die Freiheiten, die den Inden unter den Drncke er Verhällniffe versprochen wurde», find schon setz« etwa« bechränkr, Mttrrnlur, (,Wet»e kleüe, Audnr.') Um die Gemüter Gebildeten zu beruhigen, hat der rusftfch« Minister der olkSausklärung n. a. die Verfügung getroffen, daß diejenigen tndenten, die gemäß dem >893 erlaffeneo Untrersilülsgcsctz am Hochschulbesuch oulgeschloffen find, »om Oktober d. I. lieber die Univerfität besvchen dürfen. Die vek»n»tmachnng chlicßt jedoch mtt de» saß: »Diese neue Verordnung deziehi Ich lediglich auf nichtjüdffch« ktudente»'. Bezeichnend für die Liebe' zu de» Inden ist ferner nachstehende« vorkommni«, a« in der Zeitung .Rjeffch' zur BerdffenNichuna gelangt», »eich beim >u«bruch de« Kriege« wurden die gebildeten »nd udiercnden Frauen aufgttordert, sich al« Krankenpsteaerinne» I den Kliniken und beim Rote, kreuz zu weide». Der Bescheid betreff« ihrer »nnadwe sollte ihaerr Hinterdrei» -»gehen, °i«e jüdisch« Studentin nchme »ach wocheulange« vergebliche» ' rrten endlich die Anfrage au da« ObuchouxKraukenhuu« »ad lell die uuzweideutige >»5»«««! '.Wir stnd dereil« »ersorgt, tnb jüdisch« Pflegerinnen «erden überhaupt »icht gebraucht.' per Gut »er Pchtrusse», Meter,»»»«, 7, Geptember. Rach Meldungen de« „Peter«, arger Birsendlatte«' wird in russisch«, Retchsdumakrttlru sol- (ende« er^ähtt^ Ui miitktbar nach »er Kriegserklärnoa schritt der berüchtigte Judeusreffer und Pvgrvmhäuptting Puttschkewiftch in Odeffa, wo er sich damal» gerad« bckand, an der Spitze einer patri»ttsch demonstrierenden Lolklareng.'. venretcr derR> präieutaate» der jüdische» vrudtt-runr, da«- Bild de« Zaren und eine Tdorarolle ttagcnd, kamen ihn.-» enlgcqe», Purischkewitsch uthertr sich ihnen, küßte ste und die Thora-Rolle, stieg auf sei»« Cstrude »nd hittr eine Ansvrache: .Alle«, wo« ich di« jetzt über die Inden gesprvche» »nd gedacht habe, ist Unwahrheit und Jirlum. Ich »eh»« alle meine Worte znrück. In diesen große, diftoiische» Tagen Hab« ich »ich davon überz, »gl, daß die Inden ebenso Irene russtsch« Untertanen stnd, wie wir selbst, <f» gibt weder Juden noch Raffen nehr. C« gibt «nr ein grnße« »nd uulttidare' russtsche« Volk,' Od «1 «»hl eine» Inden in Rußland gibt, der diese Liedetwertung eine« Manne«, an deffen Händen da« vlnt u». zähiiger Inden klebt, sür echt oinwi und glaubt, daß an« dem Pogranr^anlnIwIrNichet» sudeasrenndltcher Paula«geworden sei? Derjüdlsttz« strzt Dr. Rath«»« in smolensk wandte sich an den Ualerrtchtsministcr «It folgenden, Gesuch: .Mein so», hat dn« Examen znr I. Klaffe M smotendter Krongnwnastnm» bestand«», die Tochter — znr I. klaffe de« Mädcheugunnast»»« de« Marienreffort«. Ich bade am Krieg« i» der Mandschnrei leilgennmmen und mir stnd allerhäckift der stanislnu«- und der Annennrdcn mit sch «erlern mrllehe» worden. Bin sch», drei Jahre Arzt »n der dritten hdhere» Clementarschnle ohne Gehall nnd dt» jetzt wieder»» zum attiven Dienst «interufen, Srfnche st» delhald, «einen Kinder, di« Aufnahme in die kchnlen ohne >»W««dnng der Prozenlnorm nnd der Losung zu gestatte»,' Da« Gesnch ist adschlägig deschieten worden, |a läge »»< »er fnlbuHM de» Zoten u die Jude» in Rnsstsch-Palen wurde in Berlin ei» Kurs»« für Krieg«, zahnärzke eingerichtet. Der Leiter dieser llrdunzen, Prvseffnr Dr. schrveder, stellte eine Dame »vr. etuc rasstsche Jüdin, der bei einem Pogrnn Oder- »,d llnterkiesrr »allständig zerschnffen waren, sodaß ihr »nr unter grthter Mühe einige stüssti« Nahrung durch eine stldenre Rthr« eingefidßr »erden konnle. Nun ist die »ermfte in »er Bettiner Klinik »älltg gebeilt nnd ste knnn wiedereffe», trinke» »nd sprechen, wie je i« tefsere. Tagen, dank der deutsche» Heilkunft. .Meine Hem»', s» schloß Pro. teffor schrveder di« Darlegung de« schwierige» und inlereffanten Fallt«, .ich habe Ihne» hier ein Opfer de« Poarom« »argrsührt, da« drulltcher al» lausend Sorte die henchlertsche Phrale de« Zarenmantfefte« deleuchlei und nor »Ken die An de, Wvhliaien darlcat, wie ste de» Jude» in Rußland deschiede» gewelea nnd wie sie e« in aller Zukunft dletde» werdeu, sal« jetzt uichl eudlich die stund« der Befreiuug schlügt,' pt« ^og, In M«sttz»n »rief eine» Zotnnrzte». Ai« ich an 23. u. Mi». Wastchu» verließ, herrscht« duseldft .vollständig« Ruhe, Anfang August kan tt tu Warschau zu auttsenittsche» Unruhen, di« in« de» Ruffen tnizenieN wurde». Iu der Bvrstudi Ptaga' Wurden einige Jude» gelötet und zahlreiche jüdisch« Geschäft« geplüaden. Die Exzess« daueNeu jedach uur einige Tag« »ad scheiten«» »» dem gqunden Gin» der pvtuischr, Badllernua, di« stch »», de» tuszeuieNe» Cxzeffe» vollkamMc» fern hielt. Dageae» nahmen in kklerntewier und Biall« di« auttsemtttsche» llarupe» einen größere» Uns»»» »u. J» Kkteruieatte», da» zirka 2000 Einwohner zählt, wurden einig« hundert Inden »au rnsstscheu Soldaten, die sich in größerer Anzahl dott desanden, crmnrdet, i.Sttne liede» Jnde»!') i hülfen; außerdem für sein« eigrne Lerktstignng täglich I Mk. O Psg., für die jede« Gehülfen 60 Psg., fit di« damalige jril eine lehr hohe Bezahlung. Zn» Vergleiche sei hier erwührtt, >oß Schiller al« Regimenttmediku« in Württemberg 30 Mk. iO Psg. Manailgage bezog. Dieser Gehalt bildere »der in Dfiltlalitr uichl die ttnzige Ciunahm« der Wuudärzi», da ste »>ch PISuderuug«anittIe hatte». Bo» diese» mußte» ste aller- >ing« den dritte» Teil an de» Ktnist ubiieseru: ederrs» »<m esundenen Edelsteine,, Gold »ud Silber, wen» diese mehr ul« etwa 20 M. wert waren. In den »an einem Feldhauptman» gewordene» Laudlknechreer-n, den Vorläufer, der stehe»den und Rochfolger» der! tittelalierliche» Huld siciwilligen Milizheere, war die Militär, i rztliche Tätigkeit besser geregelt. Jeder .Haus«»' (3000 — 0000 Mau») Jon« «tuen studierte» Arzt Mi» Osfizierlrang > »d einen hdhere» Wundarzt, Der letztere staub an der spitz« ler Feldscheerrr und ihrer .Knecht«' (Afflstenien). Für den Urzneidedars und die Pflege der Bennnndeü» zahlten die! ondkknechte besonder«, »nd onßerden erhielt der Feidfcheer „» j tdem den sogenannte» seisengrnsche», den» er war auch Fells heerer. Die Kranlenpslege befand stch aber in schlechte» Händen, t en» ste wurde von de» in sehr schlechtem Rufe stehende« i . Troßweider»' besorgt. Während de« 17te» Jahrhundert« dlied der militärische sa»i< i I iiidirnft zwischen regelrecht studierte« Medizinern ond zünftig | (ebildeten Felbscheereiu geteilt. Die Zahl der erster«, »nr jei koch sehr gering. Prinz Eugen, .der edle Rttter' hatte nnr : Ire, dei seine» Truppen, »ud der groß« Kurfürst nur erneu I e uf je 3000 Mann. Uedrige»« standen selbst unter dem großen j i lursürstrn der Medikn« »nd die Frldscheerer unter der Di«. \ «plinargewalt de« Kommandeur» »od Ingnr unter de» stock, ' ffse, Anwendung sowohl nach Ort lRücke», Gesäß) wie nach rt und Weise fspleßrntnrlanfe» u. dgl,) von Jene» äuge, tdnet wurde. E< kan» daher Niemande» Wnnder nehme», daß di« »l>;rmei»e» Kanilät«»»ftände der Heerr damai» wahrhaft ginnen, egend waren. Nach den schlachte» ginge» dt« Berwnntete» d Krnnke» schon allein an« Mangel an Lebentmtttelu affenhost ans die elendste Leise zu Grunde. Erst Napoleon führte eine planmäßige Neguisttton«verpfleg»», ei». Wie die Heilkünstler, so desand fichsauch die krieglchirrwgisch« etiknnft i» Mittelalter ans einer niedrige» stick«. Nawentlich Aberglaube trieb hier sei» Affeuspitt. Alle Ereigniffe NN» attone» waren ahhtnnig vam Lanf der Gestirne. Besouder» ans dem Gebiet« der Blntstillmr, ««de» die sstckomften Dinar angewandt; den» Blut war immer .ein de< sl vderrr Saft.' Die aedriUulhUchste» .Gtilnnglmittei' wareni tz edrannte» Lehren, Mieß i», d- «va«) »0» de» Tntnrkllpse», 3 rächend litt, Schwein«, »nd Eseläkoi) Mnmia, d. h. die an» den dalsawierie» Leiche» ttdpselnd« Flöffiakett, iunettich »nd änßeriich angewandt, Hnsenhanr, Froschafche s, Der Feldchirnrg Han» ». Gertdarf, «eicher »NN stch sttdst fogte: .Biel hoher Künste steck ich »oll' hat i« Ihre i»40 fnläe»- »e Lorsch,ist«, zur Blntstillnng gegeben: .Nimmt da« Blut in einer Wund« überhand, daun zlnd« Banmmolle an, mtt einem Lichtlein tttpffe dn« in di« Adertet«: wisch« heißen Pech, Cnpreffenwu«, lebenden Kalk mit Eierftar, schlage e« wohl, und lege e« wü Werg ans di« vnnd«. JA di« Wunde klein, dann zettaß schwnrze« Pech in ttne Nutztchaie, stürze Mefeibe über di« vunde, s» mnh es »it GewaU stehe». Sind diele Adern da, s« lege Baumwolle daraus, eutzüude Mefeibe wü ckne» glühende» Ecke», s» »icht «ie Baumwolle in di« Ader» »ud verstopft dn« Blut'. Um bei« Zunähe» derWuude» da« schnelle Adsaule» der Fäde, zu »erPnder», »erfuhr »an «uf fehr etgeutümliche Att »ud Weise. .Ich had« oftmaltn dadtt gestanden', sagte der derühwte »rzl Parazelsu», wie die Feidscheercr sudttle schnsterdräht» wü de» saudorste» «der »hae ditteiden hlodurchzoge». Nun schau ein»«! ttner, »a« sür Verstau» in de» Kätzigr» Volk ist!' Außer der Blrttstilluug war sür de» Wuudärzi i» Kttege da» Eunerne» der ttugedrungeaeu Geschoss« eine schwierige Aus» gab«. Da wa» weder dir ulttge» keuuluiffe »och Instrumente desat, »w »uf uoUirlihe» Wege ttue regelrecht« Enckernnng der Grichaffe zu dewirkm, so lpielt« seldftnersttadltch wieder der Aderglaud« ttar große Nolle. Zunächst nadn mau di« g«. heiwyr Kräfte der edle» Gesteine, »er Zeichen nnd Wärter zu Hälse, .denn durch solch« Kräfte werde» die Hakenpsetle »nd die verfallenen Büchseuluaei» au-gezageu,' Auheide» waren grdräuchllch: zerschntttene Eidechse» »nd gerdstete Krrdje, .de», wie der Kredo hinter stch kreucht, als» geht auch der Pseil an« der Lunde znrück.' Hierwil „d «tl de» nnderru Salden wurden nun ater krtnelwrg» die Wnade selbst, Innder» vielmehr die Waffe, »elche di« Wnnd« hervardracht, bestriche». Kann« wn», wie e« dach »ft t» Kriege geschah, »er Waffe »ich» habhaft «erde», so wurde nnr tt« »it de» Bütte de« Ber» wnndtte» denetztrr stecke, »awü nerdundcn. Ja, später wurde wn» anch diese« wühsawe» Gebrauche« «derdrüffig »nd degnsgte sich damtt, ei» wenig Blnt de« Verwundete» in Fett aufz». bewahren Gerade dies« Methode war oder für die Httlnna sehr vorteilhaft. Den, wäheeu» ,« |Me Waffen nft smgf&tägfte »ft der satte »eschniett wurde»,, sptti« w»> die Wnnd« täglich nnr wtt Wasser aber Wttn an« »nd bedeckte ste jede«»»! »nr »tt eine» gewtt»«» Lüchtei», d. d. wtt ttne» reine», »icht »tt der »nrttne» Schwiere bestrichene». Do« tiefe, aber uadekannte Geheiwni« dieser ganzer ARmdhehaadlang lag »ffrndar darin, doh dtt »er «insnchen, reinliche», »aturaewtßttt Behandtuu« die Woben besser heilte», al« dtt der sonst ütziich«» Amnnitzog »mr Pßnsder» nnd Golden,

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