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Jüdische Volkszeitung · 1914-09-25 · 39 (25.9.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
39 (25.9.1914)
Date
1914-09-25
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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vr. 59 Vom Kriegsschauplatz. ZMsch« volkzettmig.vreslaA. -e« 25. 5epte«ber |<M- Sesterreich-ll»gar». | Z»N»a $Hf, Ut Aektz »Mi S«ch»»«t i »ioein Bursche auS ins Feld — schlicht und unbekannt — I Stolz! sein Name wird geuannt heut' i« ganzen Laad. > Trans und dran, Kam rodenFolgt! rief er hochgemut. Än den Feind in Kampfesmut stürmt das heiße Blut. Traut und dre.»! Die Feindesschar liegt schon überaant —! ^Jtcöc-r finfi Vr Kommandant von des Barschen Hand. Trank und trän. Kam'raden k Letzt hundert Ruffen! dort In der Lrchtr ng! Suf sein Dort sprengt das Hauflei» fort. Trc'siig gegen, hundert! Hc! tstebt ihr euch? — Roch nicht? - Feuer!? so? Die Schar ersticht grimmig Wicht um Wicht! Zehn enlst'ehn. — Dort auf der HLH. vier Gefchüb« noch!! Traut uui' dran. Kam'rate»! Hoch! Stürmt das Mauseloch! Von den F.ankin — in der Front sie den Feind bedroh'« — Kcr. er ist dem Stretch entfloh'« — herrlich war der Lohn!! Höckucr Preis der Tapferkeit ihm verheißen ist — Und der Held de» Tage», wißt! war nur Jafaatrift! Zog hinan» iu» Schlacbtgefilo. arm und u«detannl — stolz fein Name wird genannt jetzt im ganzen Land! — Teich em. >. Reichert. Dr Kotzia»Kfchte»aly. sLn»dt»-»«tztz,»rdne1er «dH^r»> Kde»t der^Lemtzerger Kk»»s«te»L«»»er lest Die Mitteitang, daß D». Asckkeuary ,n der Schlacht gefallen sei, hat sich erfroUicheinerie nickt bestätigt. Wie wir von verläßlicher Leite ersah.<n. befindet er sich wohl, erst vor wenigen Tagen sind von ihm nach Wren drsriedigende Nachrichten ringen osten. chelrükeur jüdische Hffiztere Dr. D:'vtd Hefcheles. Advokat i» Lemberg; Friedrich Raubirsä^k aus Kuttenderg; Hugo Lulc au» Auwal; Leo Klein au« Prag; Oskar Ltuger und Kaden Kurt Hoffmonn au- Wien. Ter G op'ndustnelle, Leutnant Egon Goldschmidt, ist der Aucfnhrung eines Befehls eine« Automodituufall erl.g.o. Zug. Land. Julius Lwckharbt, Fähnrich im k. u. k. Jvfaalertc-Regtment Rr. 9S, ist in der Schlacht de» Kraenik gefallen. Sa»xtma»» Marli» HUrrger hat den Heldentod « der Schlucht bei Lchadatz gefunden. Er war ein Loh« des im Lzatmarcr Lomitatseinerzcitbekanateu undbeliedten Gut-Pächters der Siu, .^(ffu^nyischea Güter. Der alte Burger gehörte zu de:' m Ungarn so häufigen Lulturorthodoxen. Er gab seinen Söhne!. uuo Töchtern, eine moderne Erziehung, ließ sie ober glriaz.rtlg von erucm Mclamed unterrichten. Sl» feine beiden L.hnr tinanwucksen. ia.ickle cr ne sogar aus die berühmte Hun« iwser Jeschtbad. Der älteste Lohn. Major 8 » d w i g Burger, b'evlc denn Mituar al» der Barer starb, und er nah« die Sorge um oie <vb»iiUe auf sich. Er erzog seine 4 Schwestern . und auch je,neu jüngeren den eben aus dem Felde der Ehre gefoUrncn Bruder Mur:,r. Drescr wrdmete sich erst der techni.ck,« Laufd^. n. und als er dann zum Militär kam. blieb er auch d.ider. Lei.« s.lkenen Fähigkeiten, seine Ger.ialstät und fi«» tUSg plügle« geruht für d'e Krregswiffeujchaften^wurde.r bald utui.nt utu auch gewürdigt. Er wurde nach kurzer Zeit .11 dar me»njame K r i e g S m i n r ft e r i u » berufen, wo ,r rusch Karrure machte, so daher iy de» letzten 10 Iah. nn'au die £pi btt Preßdepartements gestellt wt'u\. Nur die Eingnrxihte» wist,-«, welche Wichtigkeit dieser aifuu- El kungstreis besitzt, stls wir den Feldzug gegen Lerbi,!» eriffneien. hüll es Hauplmauil Burger nicht »ehr iu lcii tm Amte uu«. Er erklärte immerfort, baß cr auch alsprakuicher Luldal leincit P atz ausküüea werke. Vergebens hielten »bn rin-, guten Freunde von dies,m Vorhaben ab. umsonst de» »«Mi fich ni »ern Mrmf: r. rhu znrückzudalier'. er klammene fich an nrnen Vorsatz. rn den Krieg zu ziehen. Bei Lchada tz kampfre er rnuer in Erster» i r der rvront. Er provozierte ge»! raeezn d.n Tod. oen idm daun eine feindliche Kugel brachte. Run ruh! ,r ^ort in, gemeinsamen Grabe bei Lchadatz. -1e,t»»»t H»L«r Simger crn Lohn de» >dvok. Tr. Mor. L. ,« Rcurm fand den Tod in der Lchlacht. Er machte sich i« h.'iiflfhn Ärrrfierj.feuer nahe au Seit Gegner beran, «nd es ge« lang ihm. litten 'crndlichen Zünder unserer nächsten Batterie zu übergeben, del hie» durch dre Distanz und die Stellung der semoliven Arnll-.rie ermitteln konnte. Rur deshalb gelang es uns. rach so kurzem Kampfe die feindliche Srtiüerie zum Lchweagn: zu vrrngen. Er fcfnO aber kurz darauf den Helden» rod. Ein Volltreffer drang auf ihn ein 'und tötete ihn. — > W.e eine am-7. o.- M. eingelangte Karte fernes selbftverwun« betti Kou pagnükommandonte« mitteilte, n»ar der junge Offizier § bereite für feiu glänzende« Berhalten zur Allerhöchsten Aus» j jciämuttjvoraeschiagen worden. > Der Ko» »es FrtiLeriete»t,«it» Erdettzi. (Wählend des Gespräches mir Erzherzog Zofefj. - Läh-end de« Artilleriekampfes bei Lzadatz am 20. August | erscheint tu der Fiuerliuie bei einer Batterie des Feldhaobitz» regrmen!» Erzberzog Joseph und beginnt ein fnondschastliches Gesprächs mit t»m Rcferveleutnant Paul ErdÄyi; ringsherum sauler. Lchrappnell« Da explodiert in der uumitteldaren Näh« der Batterie ein Geschoß. Leutnant E. sieht mit unfiiherem > Blick um fich und blicht zusammen. Der Anglückliche wurde j von einem Volltreffer getroffen. Am Rande der rragbahre faß > bald darauf neben de« Gchwervernmndeten Erzherzog Joseph,! de« zu» Schlachtenlod geweihten die Hand drückend: .Das Spiel ist ans. Kaiserliche Hohai' llspelte E. »och. Er wurde i ins Hospital Reusatz überführt, wo der Held am 23. August seiner schweren Verletzung erlag. Die arme Mutter konnte den Verlust des Sohnes nicht überlÄeu und in zwei frische» Gräbern finde» nun ewige Buhe Mutter »nd Sohn. i |tf$sri4 Are», Hftck. Wie in dieser schweren Zeit Freuden > und Schmerzen in jäher Aufeinanderfolge abwechseln können, beweisen zwei Briefe, die eine angesehene Wiener Familie vom fernen Schlachlfelde bekommen hat. Der erste Brief ist vom Sohne, dem Fähnrich Fredy Pick, geschrieben. Es heißt darin: .Ich schreibe jetzt eine Stelle aus dem hentigen Regimentskom» mandobefehl ab, die «ich betrifft und Euch sicher freuen wird: .Der Herr Fähnrich Pick, Kommandant der Maschinenge. wehrabteilung zugeteilt . hat fich anläßlich der Aufstelluuz und Beschirmung der Maschinengewehrabteilung durch seine außerordentliche Amdstiou und unermüdlichen Fleiß große Verdienste erworben. Für diese Bemühungen im Rame». des Allerhöchsten Dienstespreche ich de« Herrn Fähnrich Pick »eine auszeich. nende Anerkennung wie «eine» Dank aus. Seine Arbeit, seinen Erfer. seinen Fleiß werden große Erfolge belohnen.* — Das war nach langer Zeit ein sehr schöner Tag für mich. Ich bin aber auch stolz auf meine Abteilung. Ohne die tatkräftige Hilfe und Unterstützung «eines Bataiüonskvmmandantrn wäre ich natürlich nicht so rasch fettig geworden. Ueberhaupl find alle ^rre» sehr lieb. Ich bin der jüngste. Mir gefällt derKliea ganz gut. man sieht da erst, was der Mensch leisten kann. Gestern habe ich mir das erstemal nach vielen Jahren die Haare ganz «egschneiden laffen. ES geht mir recht gut. macht Euch nur keine Sorge«, es wird alles gut ende«. Es küßt Euch Fredy.' — Und w,n:ge Tage nach oiesem zuversichtlichen jugendfrohen Briefe gelangte ein-weites Schreiben in Lien an, aber nicht mehr vom Sohne, sondern von deffen Major, der in soldatisch schöne« warmen Dotten vom Heldentode des Jünglingerzählte. Der Brief lautet: »Euer Hochwohlgeboren! In einer so ernsten Zeit helfen auch noch so gut gemeinte Tcostesworte nicht. So will ich denn EuF Hochwohlgeboren lediglich nachstehende Tatsachen «itteileri. Fähnrich Pick ist am 30. August, gegen 6 Uhr nachmittags alsHeld gefallen. Er ständanmeinerSeiteund hat fich in aufopferndster und mustergültiger Weise derart hervor« ragend ausgrzcichuet. daß seine Beförderung zum Offizier und eine a. h. Auszeichnung wohl zu erwarten gewesen wären. Ich habe diesen settca-topfercn jungen Mann bewundert, und das ganze Bataillon war stolz auf ihn, der fich als erster im Regiment innerhalb neun Lagen seiner Wirksamkeit bereits eine Belobung i» Regimentskommandobefehl erworben harte. Fähnrich Pick erhielt einen Schuß dnrch- Herz und hat überdies zwei weitere Verletzungen, anscheinend v^n Gchrapnellstücken her« rührend. Wir haben ihn zur letzten Ruhe geführt. Das Heldengrab bUibt dauernd bezeichnet. Wenn etwas Sie trösten kann, so fei 4s He Bersichernag» daß Soda einen raschen, vielbeueibete« Lvldateatod gefunden hat. nnd daß feine Kämeroden, die den bescheidenen jungen Mann herzlichst liebten, ihm zeitlebens das ehrendste Andenken bewahren werden. Die Ber« ficheruag inmgsten Mitgefühls! Weitere Auskünfte werde ich. wen» möglich persönlich geben.' De» Letdenkod fürs Vaterland siel Dr. Fr i tz R oien- , zweig aas Prerau in der Schlacht bei Krasuik. Pndnpest Die Mensa des Ungarischen israelitischen Landes- Kulturvereins hielt am 4. d. M. unter de« Borfitze des Barons Bela Dirhtay und der Fron Dr. Armin Reu man eine Sitzung, in welcher beschloffen wurde, die Mensa für Univerfitätöhörer und Hochschnler schon am 15. d. M zu eröffnen, und die Speisen mit Rücksicht auf den Krieg vollkommen gratis zu oerabreichen. Gesuche find au den Generalsekretär Dr. Ernst Weiller <VM, Bez.. Iözstfring 28) bis 12. d. zu richten. Es können bloß die Gesuche solcher Studenten derücksichligk werden, die ohne jede Stütze dastehen und sehr hilfsbedürftig find. Mnge»dvtk. Von der hiesigen Irschiwa wurden 24 Va« churiu» zu» Dienste bei« Roten Kreuz abkommandurt. Für ihre Koscherverpflkguog wurde Sorge getragen. chede»K»r-. Die hiesige jüdische Familie Unger schickte 9 Löhne in den Krieg. Ei» t«»tere» Müdche». Mit einem Verwundetentranepon aus der Lemberger Schlacht wurde auch crn zwölfjähriges Mädchen namens He noch nach Dien gebracht. Ihm war das eine Bei» durch einen Schrapnellschuß zerschmetten worden. Ihr Zustand verschlimmerte fich unterwegs so sehr, daß ihr noch während der Eisenbohnfahrt das Bein amputiert uvrden mußte. Dos Mädchen hatte während der fünftägigen Schlacht in größte« Kugelregen den io Lchwarmlinie liegenden Soloaten ununterbrochen Laster gebrockt, dis sie der Schuh trat. Der Kaiser schenkte der tapferen Rosa Henoch eine goldene Halskette. 3ttf»dfeJUfl kür jüdische HtzermNiidete. DieCenkialöirckion des ungar. Rothen Kreuz-Vereine hat an jene rpitöler. in welchen vermnndete Soldaten isr. Glaubens untergebrocht find, das Ersuchen gerichtet cs zu . ermöglichen, anlüfi'.ich der nahenden hohen jüdischen Feiertage diese Soldaten rituell zu verköstige». Die einzelnen Kultusgemeinden dabe» c« übernommen, die verwundeten israelitischen Soltaten mir rituell-r Kost z» versehen, wobei fie fick strenge an die Borschriften ber Aerzte halte» werden. Pie Itüchtttnge an» chtkijic,. Jltt*f*t»tfl, 9. September. Die Kriegsereiqnifie an der golizisch-rusfischen Grenze bringen Tausende ihrer Habe beraubten galizischen Juden flüchtend nach Mähren. Die Regierung ist in weitgehendem Maße bemüht, die Lage dieser Lermsten der Armen zu erleichtern. Baracken werben für die Obdach« losen errichtet und die Regierung sorgt für die notsürstigstea { Lebe»sbedürf»iffe nach Möglichkeit. Für die koschere Verpflegung , ist gesorgt. Denrroch herrscht unbeschreibliches Elend unter den > viele» Tause»d«n, die bereits aogelaogt und noch weiier avifien! find. Die kleine RikoÜbvrger ^meinde von 120 Mitgliedern; leistet das Aeußerste. ist jedoch dringend auf Hilfe von außen l angewiesen. Es wäre sehe erwünscht, baß die großen jüdischen ■ Organisationen kräftig eiugreife». ' AküchtNnge ««* tzöiNjie« erzählen Entsetzliches vom Hausen der eindnagenden Kosakenhordea. Sie sengen und morden wie die Tartaren. Ja Sogal fanden die Bandaleu heftigen Widerstand von dortigen jüdischen Frauen, die mit den »affen die Heiligkeit ihrer Ehre und das Leben ihrer Familien verteidigten. Nur der inzwischen eingetroffenen HusareveSkadron ist es zu danken, daß ein größeres Blutbad verhmdett und die in der Synagoge eiugesperrten jüdischen Bürger dem Leben erhalten dlirden. % 3- ®- El. 38ir», 11. September. Der Einbruch des russischen Her re« in Ostgalrzien hat natürlich die arme jüdische Bevölkerung des Landes am furchtbarsten gettoffen. Zehntausende find mit Hinterlaffung von Hab und Gut. kaum notdürftig mit Kleidung und geringem Zehrpfenaig ausgenlstet, auf die Wanderschaft gegangen, um rrgenvwo in der Monarchie, wo fie einen Anhaltspunkt bei Verwandten oder in größeren G.meinden zu finden hoffen. Unterschlupf zu suchen. Ein Teil ist nach Lchlesie» und Mähren gewandert, wo die mittlerct, Gememvcu kaum imstande sind die Ankömmlinge zu ernähren. Der größte Teil, und dieser mag sich nach Zehntausende beziffern, difindet fich in Wien. Der »Hilssvereiu für die jüdische Bevölkerung Galiziens' hat 50000 Kr. für den ersten Ansturm zur Vertagung gestellt und auch der .Verband der östlichen Juden' in Eien hat eine Hrlfsaktion eiugeleilet. Es liegt auf der Hand, daß es die Pflicht des LtaateS ist. hier vor allem mit derselben Energie cinzutreten, wie cs Deutschland für feine oftpreußischen Flüchtlinge getan hat. Auch oie jüdischen Kreise Viens tun ihre Pflicht, dem entsetzlichen Elend, das sich da entfaltet, unter Aufbletuag aller Kräfte ciitgegenzutreten. Schweiz. Zürich. Veranlaßt durch Len Krieg, ist eine .Jüdische Suppenauftalt' Ecke Btckerunl Engtlstraße eröffnet worden. — Die rusfiichc Gcjandschaft in Bern zeigt einen bemerkenswerten Umschwung. Frühec hat sie nie etwas für ruifische Untertanen getan, m den letzten Wochen aber hat fie an 400,000 Fres. verausgabt, davon die Hälfte an Iudeu zue Rückreise nach Rußland und zu Unterstützungen. Pie chi»f»tzr »««chsroßim»»d^»ro»i» ist durch den Krieg nhcdUch erlchwert. Der .Bererrr zur Förderung des geletzeStreuen Judentums in der Schweiz' ll .l aus Italien einige hundert Exemplare bezogen. Er wird fie den Händlern, die sich an ihn gewandt haben, ohne Preisaufschlag zu kam men laffen, mrt der Bedingung, dag diese sie ihren Kunden mit mäßtgem Nutzen adgeden. Zrankretch. Das ZisniüischeSentrolönrenu hat trotzalst i Bemühungen den Aufentyall Max RordauS mcht kestft.'llen könnrir. DäBtBUUt. AoPe»tzage» 1. September. Seil Anfang August strömte aus Deutschiaud ein große Anzahl russi'cher Glaubcusgenoffen hierher, die an den deutschen Kurplätzen weilten mtd über Dänemark nach Rußla.td zuröckreisea wollen. Die dänrschje Regierung, die fich iu der Oet (bar wohlwollendsten Weise der! Flüchtlinge annahm, erklärte sich jedoch außerstande, fie vorläufig nach Rußland zurückzmxpedrcren. Als nun am 6. August mtt einem von der deutschen Reguruug zur Bersüguag gestellren Extrazug die russische Kaistrin-Vitwe hier eintras, um übSr Lchmedea nach Peteredurg zu reisen, wandte sich die jüdische Gemeinde an den hiesigen russische-» Gesa lbten mit der Bitte!zu gestatten, daß ein Teil unr'ercr Glaubensgenossen den Kais<rslchea Extra- ^zug mirbeoutze. Zur eigenen Ueberraschang der hikffgen Kreise wurde den. Gesuche stattgegeben, und die Kai'erin-Wikwe trat ihre Reff« in Begleitung von 500 .lieben Juden' an. Wozu man fich in s chwereu Zeiten nicht alles catschlteßl! England. nt tt, V'Utbtln bei i>(Af4<a A»t<» Grey ans de» Spure» de» Zaren. I« Hinblick auf die Biettelmillion Juden, die in den russischen Armeen kämpfen, sollen viele engirsche Juden sich freiwillig zum Ktiegsdienst gemekdet haben. Da von deutscher Leite mit Recht betont wird, daß ein rujfischer Lreg die Emanzrpation der ^rdcu in Rußland hindern müsse, hat Israel Zangwill, der Präsident des englischen jüdischen Freiwilligenkotps, von Grey die Erlaubnis erbeten zn der Erklä'uag. daß in England für die Emaozchation der russischen Inden eine starte Strömung herrsche. Grey hat diese billige Versicherung um so lieber abgegeben, als er sich dadurch reiche Kreffe Eng. lartds günstig strrumt. währeud er zur Etulüfung seine.' englischen Wortes aus russischem Boden wohl schwerlich wird gezwungen werden können. /ard Hlothfchitd »tzer die Mersprech»nge» de» Aare». Lord Rothschild rn London wuroe dcrragt. was er von den Beriprcchungen der russische,: Regierung zu gnnsten der Iuoeu halte. Er antwortete mit nachdrücklicher Entschiedenheit, daß den Bersprechungcrr des Zaren von Rußland kein Mensch in der Welt irgead-velchen Glauben deimrßt. S»erika. vie -rs,«»,»ss« t>» ii ist qar. "ich! z» sagc». Ml! wklchrw dcr Deutsche «uüer über, slbüitet wir«! Zcichnungeu und «usiLtze üdeldielcu fich darin! Lehr ersreuiichlst dieser Müsse,ihetze gegenüber der mannhafte Snmpi der deulschumerikanischen Presse, oot allem de« ,S. f). »Herald' und der Etaalkzettuog'. ihren intt die jüdische Presse. s° die. Sahrheil' und dcr .Int. Borwfittf sehr energisch zur keile, llederhaupi ist ei eine Krcute, zu sehe», wie fich ganz allgemein da« jüdisch Element — Nenchoik ha, weit.üder eine Million Zude» sehr krLslig für die Deutschen cinseht. wie sich überall werkrätige Hilisbereitschaft reigl. Daneden find t» die Irländer, die ganz offen in Bersammlurge» und in der L:.ff: .(Irish Sorld)- für Deuts-dland und gegen England Partei nehme».

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