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Jüdische Volkszeitung · 1914-09-18 · 38 (18.9.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
38 (18.9.1914)
Date
1914-09-18
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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scheu Städte Groduo, Kowuo, vtlua, de» Sitze» großer Zadalgemeinschafte», de» Sitze» jüdischer Gelehrsamkeit, die seit Menschengedenke» hi»»u«tra,g überall barthiu, »» Misere Glaubeusgeaoffea »eilte». Uud «0 ifl t» cnMiten, daß tote,; da» Gouvauemeut K»«alkt so a«ch »eitere Gebiete, die vorzugsweise »o» Jude, beodlkert find, juutchst i» deutsche Gentalt kommen werde». Sie immer da» Eabsthicksal auch die Karte der östliche» Grenziänder jeiseitt nusere« Salerlaude» gestalte» mag. da» ein« steht fest: di« russische» Jude» würde» e» willkommen heiße», wen, e< sich dabei »ich« »» eia Pr», »lsorium, um einen Zustand vo» heute »lei» handelt. Dabet »erden sie t« gewiß verstehen, wenn sie al» Augehörtae de» ruifiscbeu Lardare»ftande< i» Deutschland natürlich auch al» Angehörige eines Staate« betrachte« werden »oste», mit de» wir im Kriege lebe». Der preußische K»Ilu»«inister hat bekanutlich dieser Tage eine Beringung gettossen, der zufolge Staatsaugehirlge jeuer Staate», mit denen wir i« Kriege ledea, vo» de» deutschen Ualnttchteanftailaz und Untversttüte» autgelchlossen find. Man wird e> ve,siegen, daß dieser Erlaß fich auch ans die rustischen »Inden rrstieekt. Kein Maisch wird darin etwa» finde», wenn \ wir unsric Lehianftaltr» Angehtrigc» feindlicher Staate» »er- ' schließen. Allein mit Recht ist dieser Tage in de« .vosfischen Zeitung' auf »inen Znsammenhang hingen»eien worden, »an - dem auch dir jüditche Preffe zuftimmend Kenutui» neh»en muß E« heißt in der .vosfifchen Zntung': .Man wird den Erlaß im allgemeinen gewiß billigen Idnnen; er muß aber in all den Füll,» zu Düite» sühieu, in denen e« Slaattaugehdrige» jetzt feindlichet Staaten trotz wiederholter Gesuch« nur deshalb nnmdglich gewesen ist. die Eigenschaft eine» dentschcn Staat«, dürgei« zu erlangen, weil sie jüdischer Knnfesfioa find. E« gibt deispicl»w<ise in zahlreiche» Städte» Preußen« auch österreichische S>aal»augehirtge (»ad wir «tchte» hinzusügeu auch rusfische-, die bi«her vergeblich ihre Einbürgeruug nachge. sucht hade» weil fie Juden find.' Ja der Tai ist e« kein Gehetmni«, daß i, all den Jahre» »or Sntbrnch de» Kriege«, zahlreiche Südländer un d auch rusfische Juden sich vergeblich bemühten, weil fie I» den waren, dl« deutsche Staat«zuge. gehürigkeit zu erlange». Ja wir »iffen, daß e« eine ganze »»zahl Glandeudgenoffe» russischer Staat«zugehtrigkeit gibt, die in ihre« ganzen Leben nicht rnsfische» Bode» detreie» Hoden. Sie find in Dcuftchlaud gedorcii, Hab.» kcnische Schulen besucht, fiud mit der deutsche» Kultur innerlich vollkvmmen »er. wachsen und eutdehreu doch die Zugehirigkeft zum deutsche» Reiche, »eil ihre Güter e» verabsäumt hatten in den Tagen, da die« möglich war, fich naturalifiereuj i» Mafien »ad so Russe» bluten. Sie neiden staot«rechllich »l«Südländer behandelt, ohne e» doch innerlich und de» Umständen nach zu seiin. Kik. «and »ird verlange», daß man Raturalisotionigesuchen'russischer Inden jetzt während der Kriegdzellen entspricht. Allein wenn ma» bedenkt, da» jetzt das Gouvernement Sowolki unter deutscher Perwaltung steht, so wird «an die Hoffnung hegen dürfen, daß «tu glücklich beendeter Krieg auch hreri» ganz von selbst eine» Wandel schaffen «ird. P. R. v«HSr»«». «tn» de» -riegomtnifiertn». (Petr, veerdiguag jütischer fiiürij] Tw m - a» 21. »uguft onTeT Krie^s»i»istena» «tt btt «me ge* »a»dt, d«h»v zu »irren, daß jüdisch« Soldaten, die i» deutschen Lazaietten ihre» Wunden erliegen, auf eine« jüdischen Fried« Hose »hre letzte Ruhestätte finden können und daraus hinge* »lesen, daß er fich to gleiche« Sinne an die jüd. Gemeinden gewandt habe. Unterm v. Eeptdr. hat das Krieg-Ministerium dcu Bescheid erteilt, daß die Möglichkeit der Beerdigung von Heere-ongehörigen jüdischen Blanden« auf jüdischen Kirchhöfen |nt die im Hetmaldgebiet Betstorbeneu insofern gegeben ist. als dre Vermattung der Reservelazarette »ach te» Bestimmungen der Flut<n«-Sanltätdorduuvg zu erfolgeu hat. Diese schreibt »« § lal.b dot«. daß die Bcrrdiguog verstorbener Soldaten jüd. Blaudr«» edlnso ftaitfinöet. »re dre der andere« Mililär* inche».. auf Wunsch abrr aus jüdischen LegräduispiLtzen ertolgru tot». Zn solchem Falle wrrd die Lmche bti zu de« bezuchl.-lc» Platze gebracht und doN der jüd. Gemeinde übergeben. Auf das Runbtchrcrden an.die Gemeinden find bereitverichlrdeue rnlnrstaure Füllt gemeldet worden, in denen Be* lcgcuheu geboten wurde, für anjnc vcrwuuteteu und hermge» gulgeuen Bn der die letzte Fürsorge zu üdeu. Der Keich»verein tzcr pentfche» Anden hat fich an das Lionigt. Hkrentzische StaatsminiAert»» «il de» Ersuchen Sewandt, dcu jüdischen unmittelbaren rnd mittelbaren Staats, camun und Anwärtern, ebenso wie ben Hilfsarbeitern «nb vorübergehend beschäftigten Hilfskräften, durch Dispensation vom Dienst die Möglichkeit zur Teilnahme am Gottesdienst an den «ohen Feiertagen zu gebe». Er hat fich weiter mit einer EiAgabe an hie MttUärßetzsetze gewandt, fowett es die militürtschtn Operationen zulasten. gestatten zu wollen, baß die jüdischen Soldaten im Feld« und in den Garnisonen Festaotte-dienfte veravftalteir oder an solchen teilaehmen. Bekannt, lich war ben jüdischen Feldzugsteilaehmern im Kriege wml870/71 die Möglichkeit gegeben. Festgottesdrenste zu veranstalten, resp. denselben betzuwohnen. Der Iom.Kippur.Festgottes. dienst vor Mctz ist weiten Kreise« bekannt geworden. Lo« Vizepräsidenten des Slaatsminifteriums ist bereit- Antwort eingeaa«ge,r dahingehend, daß das Gesuch des Reich-Vereins der DtUlscheu Juden den preußischen Herren Ressort-Ministern zweck« evtl, werterer Leranlafiurrg für ihren Geschäftsbereich zur Kenntnis gebracht sei. ettrrarijch«. Da« Ghetto oon Mewporü hat seine» hervorragendste» Jonrnaiifteu verlöte». Jakob Saphirstei», der Hera»«geba de« jüdische» Tngbiatte« .Morgeu-Jourual', ist im Aller van «I Jabte» o» de» Folgen einer Operation gestorben. Teil Jude» — beanspruchte» und beanspruche». Ei» Teil der Geflüchtete» ist jetzt bereit« über Rojenbanl »ach Denlschland beftrbat. Zcheoeninaen Jean Flfcher, der Leiter der Belgischen Zionistische» Ftdaatia», hat glevchsall« Hai« über Kaps flüchte» «iffen. Er befindet fich jetzt hier. vrltzir» JHc jiibtsch« fkfMotuf »»» zgekgiea. Die Zahl der Jude» in Belgien beläuft sich aus ruub 15.000 Seele». Sie aeuießeu »al« Gleichberechtigung mit de» übrige» Bewohner» de« Laube«. Der grüßte Teil vo» ihnen bat bi« zu dem Ktteg«a»«br»ch ia Autwape» gelebt, wo fie fich zumeist mit Dlamanteuschleiferet beschäftige». Die wenigsten von ihnen würbe» in Belgien selbst geboren. Ei» großer Teil stammt an» Rußland, »ob die Jade», die ihre» Sitz in Inttverpe» halte», stammen hauptsächlich au« Krakau oder a»« andere» gallzische» Ortschaften. Süßer der Kolonie der Diamauteaarbeiter in Sutwerpe» gibt e» eine andere Grupp«, zumeist rusfische Jude»,. welch« i» der Perleuindusllie beschäftigt fiud. Die eiubeimische» Jude» fiud vornehme Fabrikanten oder betreibe» Bankgeschäfte. Spure» jüdischer Snfiebluugen finde» fich in de» belgische» Srchive» bereit« im Jahre >844. Die vor dem Kriege bestandene geietzliche Organifattau'.da jüdischen Gemeiude» tu Belgien, »ft einem Zentralloufistoriu«, stamm« au« dem Jahre 1808. 9a Aeifptek »ekgieu. ia »er jiiblfchea «Schichte. Di« Lage Belgien« al« kleiner klaat zwischen zwei Großmächte», die eiuauder bekriegen, eriuuert stark au die Lag«, NI welcher Palästina fich befaud, al« e« noch oo» Jude» beherrscht wurde. Genau wie i, Belgie», so war e« auch ia Palästina. Boa der eine» Seite da» große Königreich Seghpten, von der auderen Kelle Babylon, und so oft diese beiden damaligen Kroßmüchte mit einander Krieg führten, stand da« Judenland »ar einem Dilemma und wußte nicht, wie e« recht töle, und zu wem e« halt«, sollte, au» Furcht, daß der Sieger dann an de» Jude» Rach« uehmen linnie- Ein großer Streit enlbraaut« au« einem solche» Snloff« zwischen de« jüdischen Ktaig Zidkijahu und dem Propheten Jeremias Wege» der Haltung der Juden zu Babylon. Jeremio» warnte de» König, sich Babylon gegenüber feindlich zu stellen. Der Kduig »«folgte jedoch diesen Rat nicht und die Folge daoou war der llniergang de« jüdische, Staate«. Holland. Amßt'rtz«». Reben den großen Sorgen, die der Krieg dem großen handeltreibenden jüdischen Mittelstand unseres Landes grdrachi hat — darunter besonders der Diamanten. Znonstrie — kommen noch die Hilfeleistungen. die die a»S Belgie« geflüchteten Deutschen und Oesterreicher — z»m großen L»rri1a Oia« jtbWe Zararüaaü. Der Berband der jüdischen Farmer i» Amerika deschloß »or Kurzem, eine eigene Bank zu gründe», weich« den Titel .Erste jüdische Kanuer-Leth- und Kpargesellschas»' führen wird. Diese jüdisch« Agrarbank wirb unter der Aussicht de« Baukbepartemeul« de« Staate« Rewyoik stehen »ab wirb al« eine Abteilung der staatliche» laudwirtichaftllchea Baut anzuseheu sei». Die Bauk wirb ihr« Tätigkest beglaaea. sobald zumludest SOOOO Dollar Aktienkapital gesichert sei» »erben. Diese Summe dürfte berell« belsamme» nb eiugqa^h ^da^vach^^^vmkÄ^^^er^g^ geuehmqle» Statute» nur jüdisch« Firmer »an Amerika Aktienbefißer der Sank sein kdnnen. Pie jt bische Weaäkleraag ia Zrgeattalea. Anläßlich der letzte, Parlamentlwahle» i» der argenftnischen Republik fiel der jüdische» Bevölkerung van »rgenlinie» eine wichtige politische Rolle zu, indem sie in Buenag-Ayre« und in den Sahlkreiie», zu welchen die jüdischen Kolonien gehören, den Ausgaug «er Wahlen stark beeinflußie». Im Jahre l89ö Hai die damalige Polkozählnng in Argcuiiuien in der ganzen Republik nicht mehr all C085 jüdische Seelen feftgestellt. Heute wird die Zahl der Juden bereit« mft rund 100.000 augeuomme». Davon wohnen 40.000 I» der Hauplftadt Buenot-Ayre«, 40.000 in den Kolonien und Dttsera und nngesähr 20.000 zeiftreut in den verschiedenen Städte». 0i Prozent oller dieser jüdischen Emigranten stammen au« Rußland and Rumänien. Bei den letzte» Vahle» hat e< die spanische Preffe, desouder« dm äuge» seheue Zeituug ,Li Naeion*. diesen Jude» übel verwerft, baß sie sich in ihren Wohiaufrufe» be» jüdischen Jargon« auftall der spanische» Sprach« bebieuieu. Obgleich — schrieb da» Blatt — der Patnoti»«u< dieser eingewandette» Juden, weiche argeniinlsche Etaaisbürger geworden find, nicht ang«z«eisett werde» dürfte und die weifte» von ihnen vielleicht verläßlichere Patrtaten find al« die eingeborene» Srgenttaier, so müffe ti all palitischer Fehler deirachitt werden, Lenleu, welche fich in den wichtigste» poiittschen Kundgebungen nicht der naftvnalea Sprache bedienen, ausgedehnte politisch« Rechte zu verleihen. Diese Sprach« de« sonst judenfteundllche» Blatte» hat seine Wirkung nicht versehll. In Buen»«-Ayre« wurde der an« Rußland stammende jüdisch« Advokai Dr. Enrico Dickmann auf iozialistilchem Programme za» Abgeordaeie, gewählt. Er ist der erste Jude, der i» eine» Parlamente der südamcrikaulscheu Republik ffßt Per fettzer« Gürger»etiler »o» Hl»». Eraefto Ralhan. hat eine» Bettchlerstaticr erftär«, daß er ia Sa, Franziaku alle Lotbereftuugcn für die Beleillguag Jtaüen« au der Wellausftellnng von Sa» Franzisk» gttrosse» habe und baß er End« de« Jahre« »ach Amenka zurückkommeu werde, um dann al« Kommissar Italien« während der ganze» Dauer der vellan». ftellung tu Sa» FrauzUko zu «erbletbe». Er fügte feiuer hiuzu: .Ma» will wich »i« Feind der katholische» Religion hlaftelleu, aber kein Mensch kan» »ehr Ehrsurcht »or der Religion habe» als ich, sei es nun die katholische, die proiestanttsche, die jüdische »der die mohammedanische. D«-?" din ich eia erklätter Feind solcher Partei«», die die Religio» al« Werkzeug oder al« Waffe gegen ihr« Gegner benutzen. Gegen solche Parteien habe ich immer gekämpft uud «erde ich immer kämpfe,'. .Met» Kampf gilt nur einer Partei, die gegen Italien gerichtet ist, in dem fie die wettiich« Herrichast de» Papste« wieder- Herstellen will, nicht aber be» katholische» Alanden Die Anhänger dieser Bestrebung verwechseln ia ihrem »ngekiLne» Denken Reitgivu »tt Polttik, fie «ollen die mittelnllrritcheu Zustände in Jialle» wiederherfielleu, dagegea kämpfe ich mll olle» Kräfte,'. (Md. Aerasake». Der Sultan hat für bi« Höhle Machpelah, in der bekanntlich da« erste Menschenpaor, Abraham, Jfaok »ab Jakob begrabe» liege», eine kostbare Decke gefcheuft- Da« Gescheuk wurde »on der Bevdlkeruag «tt großeu Ehreubezeuguxge» empfange». Bei dieser Gelegen heit wurde der Zutritt zur Höhle, der soust nur Mohammedanern gestattet ist, auch de» Jude» gemthtt. _ palW«. JM« ^aibatloa de» «echaillam» o«a Aaifa. Der «undgebuug Jakob Schiff« und sciacr Dcmisfion al« Kuratortumtmllaiied de« Technikum» vo» Haifa find die anderen amenka- » Ichen Mitglieder gefolgt. Ai« Grund hat Jakod Schiff den Spracheostrell augegede». Der Kampf der Zionisten um di« hebräisch« Sprache wild als» Palästina den Beriust de» jüdischen Technikum« kiudeiagen. Die Zionifte, werden wohl selbst nicht behanpte», daß der Komps diesen Erfolg w«ti war. Nachdem für den Vau l 200 000 M. bereit« verausgabt stad und 300 000 M. für deffe» Bollendung »och fehlen, soll da« Unternehmen dem Konknr« oersallea. Da« Fia«ko ist »aiüriich nicht de« Geldmangel, sondern deal Unfrieden zuzuschreiben. Die entscheidende Sitzung de« Kuratorium» saud vorige Woche i» Berlin statt, »nwesend waren alle deulsche Mitglieder; auch vetzmau» und Mozlia hatten fich eiugeftiude». Zur Deckung der sehlruden 800 000 M. «ird folgender Anttog eiugedrachi : Dr. Simon uud Paul Nathan geben 200 000 M. und Sisotzki-Mo«kau 100 000 R. Sisotzft fügt da» Amendement hiuzu daß ein ueuer Sekretär eingesetzt werde, er werde für die Kosten auftommen. veizmann unterstützt diesen Antrag nad führt an«, daß obgleich dieser Anttaz gege» die Stataten sei, er ttoßdem uonmgäagiich sei, weil dlkse« Imt selbständig sein müffe, noadhängig van den H.-rren Nathan uud Di. Simon. Da diese beiden fich durch diese» Aattag gckränft fühle», ist er bereit« vor der Abstimmung abgelehut. Wijotzki zieht bau» sein Versprechen, einen Beitrug von IOO OOO M. zu geben, zurück. Daraus erftätt H. Simon, daß aageficht« der Schniden, die auf dem Technikum Insten, der Konknr» unvermeidlich sei. In dieser Sitzung hat also die Liyuioniion de» Haifaer Technikum» iinttgcsnnden. Hkreinverteikua« »» jüdische ^»abartzeiter ia 7«0|Um. Bekonilich hoben fich mit Unterstütznug de» Jüdische» Nationaisoud« »ine grtßere Anzahl jüdischer Landarbeiter au» de» Jemen i» den jüdischen Kolonien Palüstina» niedergeiaffea. Der Jüdisch« Nniionalsoad» hat diese» Anfiedlera fteiac FamUieuhäuser und etwa» Gartenland zur Lersüguug gestellt. Ileberdte« hat die Lernätliung de« Naiionalsond« für die Instandhaltung der Jcmcuitcuhillscr und Gärten Prämien ansgesetzt. Heber die Ergedniffe in de» Kolonien Chedrrah und Rechodoth erstattet Herr Agrooo« Dr. Zagorodsky, der mit der Peciöoerteilnng betraut war, nachstehenden Bericht: 1. Ehederah. Zusammen mit dem Pcrtreter der Arbeiter, Herr» Freukel uud de« Koivuifte» Schn«rj»ü^gj JemeuiWMtt'!» lfifiuPiX," tojniBT «ftmdea - Rar« havtzr Mrs«« Payr Gältte» tm cißtamchm, Glma» -m>, , Die «eisten habe» nur Kartoffeln uud etwa« Zwiebel» gebmit. Daher habe» wir be» erste» Prei« ganz ausgeschloffeu. D« Jemeutt« Josef Kohen hat außer Kattoffel» auch To- - ^te», Fasalea, Labia gesät, er hat »ußerbem eine für Paiä» ftuia nene Psianze, Erdutffe jSrachi« hypoaea). angebaut. Der Bodrn ist zweckmäßig dearbeittt morden, Kohen hat de» zweiten Prei« vo» 20 Frc«. dckommeu. Josef Misrnchi hat außer den übliche» Gemüsepilanzen auch einig« Blumen angebcutt, e< ist bei ihm auch Geschmack z» bemerken. Ein Anfang von Bamnichnie ist edenfaü» vorhanden. Er Hai den dntlen Prei« »o» li Frc«. bekommen. 2. Rechoboih. Ich habe die Jemeniienfiedlung in Rechoboth desnchl, um die Preise für die Im besten Zustand gehaltene» Häuser and Gätten zu vetteilea. Ai« Preiiruhier Hab« ich mtt den Gättaer Gorodyzky nad »ab bea Lehr» Jas« gewählt. Wir habe» alle Häuser und Gätten desnchl und folgen de Preise »erteilt: 1. Der Jemenit« David den Zacharia hat eine» sehr schön grpslegten Gatten. Sein HäuSch,'» mit Garten macht schon de» Eindruck einer Billa in Miaintnr (mit Park.) Ruch außen hat e« Alleen und Kasnaiiaen, im Inner» Reihen von Mandeln, Feigen. Oaitte», Pflaume» und Wein gepfiaazt, alt Zwischeuknltnr verschiedene Sommcrgemüse, auch Geranium. Di« ganz« Fläch« ist zweckmäßig deardeiiei »ad die Parzelle mtt einem Drahtzauu umgeben. Er hat den erste» Preis (40 Frei.) erhallen. 2. Der Jemenit« Kapora ben Daoid Hai ebenso eine» Gatten mit Kasuarinen »»gepflanzt er hat auch einen gut gepflegte, Gemüsegatten mit Mandeln »ad Sei». In seine» Hase harschte peinlich« Eaaberkcit. cdeuso sieht nach sein Hän»- cheu au». Sr ahieit de» zweiten Preis (25 Frc«.). S. Da Jemenit« Meaasche ben Schalom Hai seine» Garten sehr rein gehauen, kein eiuzigei Unkraut wachen darin. Außer Mandeln und Wein Hai er auch einige »»da« Guvächst gepflanzt jBaaane, Rizinus. Feige). Die Sammagewächs« (Kürdisse, Melone», Tomaten) fiud alle in defta Ordnung. Wir gäbe» ihm den dritten Prei» von 20 Frc». 4. Da Jemeuite Abraham ben Josef hal zwar leinen Gemüsegarte» angelegt, hat aba seinen Weingarten sehr gut gepfiegl, dabei bat a seiuea Hof uud Hau« musterhaft rei» gehalteu. Wir habe» ihm den vierten Prei« (li Frc«.) gcgcben. Wir habc» in Rechoboih die Preis« höha bcmcffc», da hia die Siedlungen sowie die Leistnogen da Jemeatte» größer al» andalwo find. An» de» ooiftchcnde» Batch! werden die Sttftn »o» »rbetterfawilienhllusa» sowie di« Freunde de« Jüdische, Nattoualfoad» wvhi mit Geuugtauna ersehen, daß di« jemeuittsche» Jude» ei» übaan« «ettvolle« Bawelement für da« jüdische Kolouisationawak -» Palästina dllde» und der »» ihra lafiedla», geschaffene «rdeitaheimstättenfood« nie F Juden mrdient. Die Sttstung eine» Arbettafam »tt 1000 Frc«. und für grdtzire FamiUea i messen, «ährend da« Bau- ' ~ SotunialfsaM zur Bafügui

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