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Jüdische Volkszeitung · 1914-09-04 · 36 (4.9.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
36 (4.9.1914)
Date
1914-09-04
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Sa» AaRläu» te» ^M»ewn*nt. Er aar zunächst für ÜraJnten««!, Mt fU) im tatet irentmt “<«'£*»? bitten. Der «ft« Otten wurde oo« dt» König l«iu« Sch»«> ftrtn. brr «rinjcffin Wilhelm »on Preußen, -» 28. August 1SU ibtTMbm; in Jahre 181« «nute ctae (oajc SW* Mn ptaan unb Jungftouen mit dstsem Orten dekmren «ri ter Einreichung ter voffchlagölifteu im Januar 181« nsttverst fich ter «im,, daß pori jüMsch« Frauen, die Medizinal, rtltn Hirsch in «tui,«der, und di« »nitin te« «nnk-rr« Hrri- «m in «uUn, schon te, ten «rften «orschll^n znrückg «stellt »orte« »nrrn. nn» hatte darüber »ochgedachi, »te wohl dst Möglichkeit u, vermeiden fri. daß dir »rrazsorm te«. Orten« tet »neu Anstoß «regen und dir Au«^ichuung au« diesem «rund« «on ihn«, abgelrhnl »rrte« »Lite. Drr «»mg befahl »ab«« daß bicfe teilten dir gnitenc Medaille te« «graurara •bmit'üte*« l.«l*ffc «» »ante te» Luisra-Orten» rrbiriten. «te rrchnrten ad« mit ,« ter Zahl ter Hunter, Jvhaberiunea. Drr Orden wurde «rviuert 1888 di» 186b, und zwar in Mti Adstiluugeu geteilt mit der Bestimmung. »aß er an solch« Frauen und Jungfrauen oerlieben »erden sollte, die sich in ter «lege ter «ranleu und in der Sar» für ner»m>»ete aatgn hrevorgeiau bitten, «r ist seilte», »dne daß die Veden keu »ieter -astralen, die Körrig Friedlich «ilßei» III. hegte, auch an einzelne Jüdinnen verliehen »orten. Menst». Der Verein fir jüdisch« Kraukerrpfl egerinuru Hai zunächst 8 seiner «chwestern für den Krst^teenst der vehürte mt verfäguag gestellt, »achte» in de» neuen «rankenhau« ter jüdische» «eüinnde in der Ezerzierstraße 30 Vellen -1« Lazarett dereilgeftellt sind, wird di« Pflege ter dort unter,edrachten verwundeten auch den «chwestern de« Verein« »te li«|«n. «ine grüße,« Zahl non jüdischen Hospitälern und «enesnng«bei»en sind jetzt ihrer eigenllichen Vestiwmnng entzogen und zu Lazaremn umgewautelt worden, in denen den doN bieder Itligen Schwestern de« veriiner Verein« fllr jüdisch« «ranken- Pflegerinnen gleichstrll« die Leitern, und Pflege der Insassen anvertraut ist. Statt,Mt. Ter Ist. Frauen verein hat e« sich zur flnsgabe gestellt, für di« »urigen «ä»pser nuiere« Vaterland« »üsche aller Art auzufertigra, da« Material hier» leidst zu beschaffen und da« Ergedni« seiner Tätigkeit de» Roten «renz zur Ver» füguug zu stellen, von ter großen Opferwilliaieit unserer Franen äderzengt, bitten »st fle alle, an de» Lieteäwerke teil, »nehmen. Aumeidnngra find zu richten an den vorftaud: dst Frauen Herrmanu «ut»ann. Oigastr. 121, D. ». «ulwann, «osernenflr. 1», Dr. Frldmann. Jügerstr. 12, Flora Harte»ger, Jägerstraße 4«. L. Joseph, «anouenweg 2, Ferd. Levi, Pauiinenstr «. Stephan Strauß, «chloßstr. 12. Aaabai|. Der Z»r. Humanitäre Fraueuoereiu harte sein« MUgl stter und Freund« nach de» Logenheim, (Hartungstraß») zu einer vesprechun, über dst in gegenwärtiger Lage zn erareisenden Maßnahmen ternfen. Dst vorfftzrate Frl. «idonie Werner erüffnel« dst sehr zahlreich besuchte Versammlung, zn der al» Vertreter de« Gemeiudevorflaude« Herr tzUsred Levv erschi— »st du» chstrmuia, dah dst »Asten der de» Ruse de« Vaterland«« freudig folgenden Soldaten in erster Linst n« da« Wohlergehen ihrer zurückdlerbenten Familie besorgt seien In daukradwerter Weise habe sich auch hier wst hn ganzen Reich dst Krieg«Hilfe gebildet, dst für dst zurückgeblieben« Familst sorgen »ole. Dst Hauptsache jedach bilde dst Klein, artest, und da ged« e« noch eine Füll« von Urteil. In erster Linie gelte ««, die auch in jüdischen Kreisen n» fich greifende Urteitlofigkeii zn telümpsen. Au, Linderung ter Rot habe ter Verein beschlossen, im Logenheim. Harterngstraße, eine Volk«, koche ter Deutsch-Israelitischen «rauinte zu errichten. 9t »eite dort in drr Zeit von 12 di« 2 llhr ein genau nach den Vorschriften der Krieg»hilft zuderrstete« «stlag«effen « Portion lü Pfg. kür Erwachsene und 10 Pfg. für Kinder veradsolgt inerten. Der llutnschstd ist nur der, daß dst Küche setbstverftä» d> lich streng rstuell geführt »erd« und der Ausficht btt Oderrabdinat» unterstell, sei. J» ädrigen »std jeder ohne Unterschied ter Konftsflon in dieser Küche, zu der fich am Montag noch une zweite in den Räumen der Hauähaltungiffchule, Karollneaftraße. gesellen werte, gespeist «erden, »st denn auch ter Verein zur Speisung HUf»dedürfliger israelstischer Kinder und die Knaten. und Mädchen horte beschlossen hätten in dieser schweren Zeit ftden Unterschied der Konlesfion fallen zn lasten und ihre Sohl, taten jedem sich Meldenden zuteil «erden zu lasten. Die Haupt, jach« die,de jedoch dst Schaffung Mn Krteitügelegenheit. . In der anschließenden Debatte wurde u. a. dst Errichtung einer Flick, und Rthftute, dst Schaffung einer Waschküche vurge schlagen. Frl. Werner gab schließlich den Beschluß de« vor. stände« bekannt, da« Kapüal de« Verein« sär dst Zwecke ter Kriegdhilft zu verwenden. List du Zinder der eiuaerüKtra ffieseruigen hol der ,Klub jüdischer Kranen und Mädchen' in Prag gleich in den ersten Lagen ter Mobilisierung eine > kl Ion eingeleitet; diäher wurden 321 Kinder mit Mittagessen versorgt, davon wurden 2V in Fomiiira ständig ausgenommen. Außerdem wurden au zahlreiche viliende. di« nicht mehr zur ständigen Versorgung angenommen werden konnten, einmalige Neste Unterstützungen und Marken für die volköküche verteilt. Hoffentlich wild dst ganze Kftion bald ester zentralen Organisatstn, deren Mangel sich tmpfindlich geltend macht, angeglieden werden Idnnen. In. zwffcheu »erden all« Familien, welche bereit wären, während der Dauer de« Kriege« ein oder mehrere Kstter »st Mittag«, kost zu delrileu, diingend gebeten, fich mit dem täglich Mn '/,11 bi« 12 llhr in jüdischen Verein «heim. Lange Gaffe «1, »mtterrnoen Komi,«« st« Einvernehmen zu setzen, von den bst der versorgten Kindern find lä jüdische, 306 christliche. Dst Möglichkeit einer Etweiternng «std von der Meldung neuer Hilfdtereiler adhäugen. — In ten Prager Stadttat wurde ein Gefach na. Erlaß btt vrückrnzelde« fidst out den Vororten täglich in dst Stadt zum Esten gehenden Kstter gerichtet. ~ Her Hfiefler Afr Araara verein hat unmittelbar nach ter Modrtmächung seste Volksküche erüffuet und da» Eärpffi Weiß Iliu-VLchnertneu heim zum Spitalzwecke der verrnundeleu de« Heere« der Regierung zur Verfügung gestellt. In der Volksküche de« Centn« erhält Jedermann ohne Unterschied der Kouftststn um 2» Heller ein Mittagessen. Der ludschuß hat » einer am 6. d. M. unter dem Vorsitz« ter vizepräsitentst Fritz v. Reumann flattgehablen Sitzung deschloffen, daß tüglich an 2Ü0 Personen unratgeitliche« Mittageffraauägffolgt werde, von welchen 100 dem hauptstädtischen Volkdhilsö-Burea» und Ib0 Portionen den Tagedkinter-Heimen zur Verfügung gestellt »std. Hin» Afldia flädtische Avutralleuriu Nu« Bartseid (Ungarn) wird berichtet: Mit Rückficht darauf, daß nahezu sämtlich« ftädttscheu Funkttonäre in den Krieg zsthen mußten, hat fich hier eine an« Frauen und Männern bestehende Bürger- »ehr gebildet. Dst meiften versehen den freiwillig üdernommenra Dienst anentgeitlich. Zu diesen gehört auch Frau Wilhelm Austerlitz, »eich« da« Verantwortung«»»!!« Amt einer städtischen Kontrolle»«» aus sich nahm. Di« Regierung hat diese Wahl tereit« beflättgt, und Frau Austerlitz veifieht ihren Dienst zur außervrdratlichra Zuftstdenheit der städtischen ve» »Slkerung. «chmrich-UllffiMl. I Aufra» and Kpead» »er AaraelMfchea -attaugemestd« st Wie» Die Jdraetstische Kustulgemestd« in Wien hat einen Ausruf erlaffeu, st de» tt heißt: Glanteuäbrüder I Unter dem glorreichen Szepter unsere« et ha denen Monarchen ist da« Besetz, welche« allen vürgern ohne Unterschied der Konfcsfiou und der Ratton dst gleichen Rechte esträumt und dst gleichen Pflichten auferlegt, zum »oerfchüttlichen Grundgesetz diese« Staate« ge» »orten. Unter de» Schutze diese« Gesetze« haben wir dst. Segt,nagen de« Frieden« genoffen und jederzeit mit unsere» ganzen Können teilgraommra an ter Arbeit, »eiche unser go> liebte« Vaterland zur Bitte, zur Macht emporgehobeu hat. In Hellen Scharen ziehen jetzt unsere Männer st den Krieg, um Schulter an Schulter mit den übrigen treuen Söhnen de« Reiche« den Sieg unserer Waffen zu erkämpfe». I» Jahre 1808 geruht« Seine Majestät die von der gesamten Judenschaft Oesterreich« ehrfurchtsvollft unterbreitete Huldigung mit foigenden herrlich schönen Watten ratgegenzu. nehmen. »Die Istaettttsche Bevölkerung hat immtt ein« staut«, und gesetzettteue flstfiunung, Ergebenheit für Mein Hau« und Anhänglichkeit au Meine Person bekundet. Ich schätz« auch ihren Familstnfinn und ihre Freude am Wohlstn.' Diese historischen Kaiftrwotte werden wir auch st dieftt Zeit der Prüfung rechtsenigen. Der voifland ter Wiener t«» raelittlchen Kultu«gemeinde »ibnet dem Hilf«werke zunächst 10.000 L, behält fich »eitere Leistungen zu dem Hilf«»erft, inädesondtte Maßnahmen »egen Pflege der verwundeten vor und weist dst Kaff« der Kuttuägemeind«, Wien, 1. B.ztrk, Sestenftettengaffe Rr. «, 1. Stock au, «eittäge entgegeuzu. nehmen. Kttn Jude unrd fich der patriotischen Pflicht entziehen. ‘ Iststgotteodirafl aab Zstflaerfammstag btt Wiener Zuttaogemeiad«. Anläßlich de« Seduttitage« de« Kaiser« fand im Leopoldstädter Tempel ein solenner Feftgoltesdienft statt, an welchem sämtlich« in Wien weilenden Mitglieder de« Kulst«. .Vorstände« mit de» Präfideutrn Dr. Alfred Stern und ein mehttausendküpfige« Publistm leilnahmen. Die Beamtenschaft der Kultuägemttnd« erschien unter Führung de« Ersten Sekretät« koiserl. Rote» Dr. Theodor Lieden und de» Eekrttär« Dr. Emil Adler. Die liberalen Sewestteräte sowie dst vezirttverneter der Leopoltzfjgdt Baren körporanv erschienen. 1)ao Korp«kom»ando entsendete ein« Deputatton von Offizieren und eine Abteilung iftaelittscher Mannschaft. Dst Feftpredigt hielt Radbster Doktor Grnuwaid. Die Feier schloß mit drr Abfinguug der votk«hpmne. Im Auschluffe an den Festgotte«, dienst fand eine öffentliche Festptenarfitzung de« Kultuövorstände« statt, in ter Präsident Dr. Stern eine Ansprache hielt, in ter tt ul a. audfühtte: Nicht allein für unsem Wieutt Vorstand, für unsne 200.000 Winitt Juden stehe und sptech« ich hitt; dem Empfinden, da« alle unsttc stauben», brüder in diese« weiten Reiche beseelt, gebe Ich Au«druck, in dem innigen, heißen Httzeutwunsche: Gott segne, tthalte, beschütze unstten «aistt Franz Joseph I. Unstte Söhne ziehen in diesen Ktt'eg mit ttböhter Begeifternug. Uv« ist e«, al« ob da« gütige Srschick unfnn großen Kais« dazu au»erseheu hätte, um in da« Land ter seit Jahrhundrtten «ährenden Bedrückung Freihest und Recht zu trag«,. Legeiftett bringen wir unserm hetßgeiiebten Kaiser, uns«m Vaterland«, denen wst mit Leib und Seele auhängen, unfern Drtbut an Gut und Blut. Opserfreudig legen wir unsere Habe aus den Altar ter Rächftenistbe, um dra verwundtten Heilung, den Zurückgeblstbeueu Drost und wittschastlichen Beistand zu bnnaen, und um beizuttagen, dah allen,- dst durch dra Krieg in Bedräugni» gttaten, Linderung in ter Rotlage ««de. Denn vatttland«Uede ist un« Tradi. tiou, Opfermut ist un« Gesetz, Tapferkeü vor dem Feinte ist un« Religion, llnstt» Herzen ater entquillt in diestt Stunde ter tiesinnige Wunsch, ter Allmächtig« nhaite und beschütze unstten geliebten Kaiser, er lasse ihn den Sieg seiner rühm, reichen Arm« schauen, « gewähre ihm die Httzeuäfteude, daß tt mit tet Fackel tet Sernhtigkeit in da« Land ter Finstnni« bin einleuchte nnd dott Freihttt und Recht zu Ehren dttuge. Uns« gelstbttt Katftr Franz Joseph l. tt lebe hoch! Heil unftt« vatettand, Sieg unsertt Arm«! Oiameitzaag ter ^paagoge ia Jllädkia, Au« Mödling wird un« geschrtedeu: Am Sonntag fand in Mödling die seittliche Einweihung dtt ueunbauten Synagoge statt, die mit ter Festr de« Gebuttotage« de« Kaisn« vttdunden war. Dtt vom Architekten Ignaz Reis« ttdaute und dank ter Bemühungen de« Dempeivorstaude« Belai geschmackvoll geschmückte Tempel war dicht gefüllt. S« waren uuitt anderen anwesend: Dtt Rödiinger Bürgermeisttt Tamnsfino, dtt Kommandant dtt »kademst mit vielen Osfi^tten, ter Lefttt ter Post, ter Dechant und ter evangelisch« Pastor von Mödling, ter vizepräfident ter Wstvtt israelitischrn Kultuögemeinde, L»ndr«schustat Dr. Gnstov Kohn und Rabbiner Dr. Feuchtwang au« Wstn. Letztttn hielt eine Rete, dst tiefen Eindruck machte. Anknüpsend au dra Oesterrrich-Ungarn ansgezwungenen Kneg riet Rabdintt Feuchtwang den Segen Gotte« aus uuftre Waffen h«ab und kouftatterst in tthebenden Worten di« Einmütigkeit, mit wrlchtt alle völktt ter Monarchie fich in Liede zu Thron und vaieilond üterdstteu. Rach ter Rete iulonsttte ter Ehor uustr Orgelbegleitung die volkohymus. fffairiotifchtt Gotteodstafl dt »ea Prag« Kpaugogea. Dtt dstejährige G«hnrt«tag de« Kaffer« steht die«mal i»Zeichen de« Kriege«. Und uustr diesem Geficht»punfte war da« «te» präge und ter Inhalt de» Fest,otte«dirafie« ein überau» weihe- Mller. Alle Dempel und Synagogen waren wst au den höchsten Fest, tagen überfüllt, au» alltt Augen sprach ter Ernst dtt “ ' — -o-i* Wmm Sißss uniertt i uvtt|uni, um« —„ r je, ater alle beseelte dst fest« Zuve-ficht auf den Sieg uuftr« en Sach« in dtt altehrwürdigen Hiütai synag »ge austaltete ter Vorstand dst Kaisers eie, g,,af»ifam. mit »e. Lage, guten__ _ verauftalttte ter Vorstand dst Kaisersestr ge,_ beten für den Sieg ter dftetteichischen und deuffchen Waffen. Odttrabbintt Dr. H. v r o d y hielt die Weihe- und Festpredigt. Auögehend vom Libcloeis«: .wenn auch viele und mäch. ttge völktt gegen dich auftreten und du allein bist, gedenke wa« Gott an Pharao getan, dran tein« Sache ist gerecht', besprach tt die Pflichten, die den Zuhörern al« Vürgern, Menschen und Juden in dies« schweren Zeit obliegen. Mit oft von Rührung erstickttt Sttmme fordette n all« auf, neben tem Bebet und ttt Rückkehr zu Gott die Rächstenliebe in höchstem Maße zu bttätigen. Seine vom Schluchzen dtt Frauen und auch Mänu« begleitete Rede klang inten Wunsch au», e« möge tem Frieden», kaistt, ter fich bi« zum Aeußerfteu gegen dst Kriegdaklärung grwehrt, bald beichstden sein, seinen um ihn gescharstn völkern den Frieden zu geben, ter Oesterreich stark und stolz und dst Bewohn« brüderlich greint sehen soll. Hieraus rezitierte « da» für den Bittgotte«dstnst in den Prager Synagogen von ihm in Nasfischrm Hebräisch »erfaßte tiefgründige sttleuvolle Gebet für den Sstg dtt »ftcrreichischen Arm«. — Auch in dtt Meisal. j y n a g o g e wohnte ein üterau» zahlreiche« Publckum tem G»tte«dienst bei. Um ter krieaerilchen Zeit auch äußerlich Rechnung zu tragen, war da« AlltthrUigfte mit einem au« einer Decke de« Herzog» oou Friedland httgestellten Vorhang de. deckt. Rachdem Oberkantor H«r I. B r e i u i g dra König«. Psalm zum Vortrag gebracht hatte, sprach dtt Feldprediger ». D. He« Profeffor Doktor K i 1 ch ein von patriottschem Geist erfüllte« Gebet, da« allgemeine Rührung hroorrief. Mtt der Abfinaung ter volk«hymue wurde dst Feltt beschlossen. — Dst Jsr. Ku!tu»gemeiude.Repräsentauz in Prag vttauftalttte am Vorabende delGeburtätagedde« Kaiser« in ter Klaudsyna. g o g e unttt Mitwirkung de« Odttrabbiner« Dr. Heinrich B r o d y einen festrlichra Goiittdienft. zkrag In ter Synagoge zu Zizkow sauten Freitag Abend und Samstag vormittag B>ttgottr«dienfte statt, bei denen Robb. Adele« Gotte« Segen für unser tapf«e« Heer und da« Wohl unsere« gelstdten Henscher« erflehte. Graz. Aus vttanlaffung de« Vorstände« ter Kultu«ge< meinte fand im Tewpei am 4. 8. vorm 11 Uhr eia feste, lichtt Gotleddienft für die in« Feld ziehenden ilr. Soldat«, statt. Laude«rabb. Dozent Dr. Herzog hstlt die Predigt. Beim täglichen Morgen, und Adendgotte«dieust werten Bittgotte«. dienst« für den Sieg ter i,ft«reich,scheu Waffen adgehalten. Mudupefl. Dtt Vorstand ter Religion «gemein de stellst tem k. ung. Landeäv«iteidigung«ministerium im israel. Spital huntett Betten für verwundete Soldaten und zwanzig Betten für vtt- »nutete Osslzitte zur Verfügung, während in dem gleichfall« in Verwaltung d« Kultuägemeinde stehenden .Adele Brodyscheu Kinderspilal' 36 Bttwuntete Ausnahme staden. - Für da« »Rote Kreuz' bewilligte ter Voland 4000 Kronen. Edeas» wurden bezüglich ter Unterstützung ter notleidenden Kamillen eingelücktn Rcftrvifteu entsprechende Beschlüffe gefaßt. D« ffr^Fraueuverein hat mit Rücksicht aus dst Rotlage vstltt Kamillen vttttu^stell? uerinnenheimi' dem Ministerium fir Spitaldzwecke zur v«- fügung. D« ist. Kerirakolonien-Verein hat defchloffea, da« au« 14 Zuamttn bestehende und oou einem großen Parst umgebene Gebäude in Diö«jend. in welchem bi«her schwächliche jüdisch« Schulkinder Budapest« fich «hott hatten, dtt Krieg«. ver»altung zur Vertagung zu stellen. E« haben da 200 v«> wandele Platz. p-e Gfratt fftzemra-Zadisch», eine ter ältesten jüdischen Körpttschasten Ungarn«, hat difftt Tage in ein« außerordent. licheu Sitzung uni« Bo,fitz de« Präfidenten Samuel Grüuwald den Beschluß gesaßt, au« ihrem Stammvmmögen 2Ü.000 Kronen au«zuscheiden und damit einen Kiieg«sürsorgesond zu schaffen, von diesem Fond wurden zunächst 4000 Kronen all Spende sür da« Rote Kreuz sowie für dst Z-ntralftelle zur Versorgung ter Familien eiugttückter Reservisten verweutei. während ter Rest sowie dst ciulausenden großen Spenden je nach Bedaff sür au« dtt Kriegösüfforge fich «gebende Zwecke verwendet wttden sollen. ffkairioilomu» ter galizffcheu Audeu. Zrallua. 20. August. Die »uftegung in Galizien spottet jedtt Beschreibung. Da« herzjttreißente Weinen der Mütter und Frauen au den Bahnhöfen, wo fic Abschied oou Söhnen und Gatten nehmen, wird laut itettöut von den degeifterstn patriotischen Auöbrüchen ter Adziehenden und Begleiteudeu. Die Begeisterung und Beteiligung ter jüdischen Jugend find ud« alle« Erwatten groß. D« ,Tvg' brinzt einen Ausruf im Jargon, der ungesähr so lautet: ,D« Kaiser ruft. Und seinem Ruft solgen alle Völker willig. Die Kriegsdegeifterung in gauz Oestttrelch-Ungain ist ein« gewaltige. Alle völktt wett, eifern, um ihren Patrionömu«, ihre Anhänglichkeit an Kais« und Batttlaud zu bekunden. Noch' bevor ein Schuß gefallen ist. hat schon Oestttreich damit einen gewaltigen moralischen Sieg «rangen. Die Hoffnung dtt Feinde aus innere Zettüt. tun, im Lande wurde getäuscht. Einig und mächtig steht Oestttreich da in d« Liebe und dem Patriotiömu» sein« Bilk«. In difftt ernsten Stunde duffen wir Juden nicht zurückstehetr! In diffem Ehorr darf uns«r Stimme nicht fehlen! Gut und Blut für Kais« und Vaterland! Bor all« Welt wollen wst beweisen, wst dankbar wst unserm alo«eich«n Monarchen find fir die Gleichberechtigung und den Schutz, den wir uugeschmälttt unttt seinem Zepstr genießen, sür die vielen Beweise von Gnade und Wohlwollen, die wir allezeit vom Throne «halten haben Ist doch Oestttreich dtt Staat in Europa, in tem zwei Millionen Juden ohne Bffchräukuug u ud Beo»»pjung leben können. Hi« find die Tore vor u»«.< •»- C*l-, K^, pst ein Auönahmegffetz gegen uu« «1 offen jdto. Kosel »Hirsch uud sozial gteichdttahtigt mit allene^>ll .* D« Aufras geht noch ferner auf Abrechnung mit dem Slawentum fich gest> .Auf denn! Folget höchst« Begeistttuug unsere« teueren ’. ter zu rin« WÄÄ 4^ Waffen! «st «ch»»

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