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Jüdische Volkszeitung · 1914-08-21 · 34 (21.8.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
34 (21.8.1914)
Date
1914-08-21
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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)L-ische volkrzettuAg Oftrrr«Blis« 3<4esftcf La,»a» «n die jüdifchn, $•(»«!< i! Als im Jahre 1789 zum nstcnmale jüdisch« Soldaten in Prag aufgehoben wurden, begab sich der damalige Odern b» biner, der berühmte R. Iecheskel Landau, zu ihnen in die 1>- ferne, übergab einem jeden von ihnen — cs waren 2S Ma ,n — ein Bündel Zizith, ein paar Tefillin. ein Gebetbuch u,d vier Gulden in barem Geld und hielt an sie eine ergreifende Ansprache, die auch auf die anvtsenden andersgläubigen L lbaten und die Vorgesetzten einen liefen Eindruck machte. E ie ist bereits verschiedentlich — mehr oder minder vollständig — veröffentlicht: taste in manchen Eii zelhuten, wenn auch natürl ch vieles unter den gänzlich veränderten Verhältnissen unanwer d» bar ist, auch heute nicht ohne Interesse ist, verdient st« wo >l. in biefcn Tagen allgemeiner Beteiligung jüdischer Männer in den kriegerisch,n Bewegungen neuerding» bekannt zu verdcn. Sie lautet nach ba von Kao.elhar vor einigen Jahren ersch e« neuen Biographie Landau» folgendermaßen: »Meine Brüder, die ihr immer meine Brüder wart,?s noch jetzt seid und es immer fein weidet, solange ibr srorrm und rechtschaffen handelt! Gott und unser aliergnüdigster Kai er will, daß ihr zum Heeresdienst geuommen werden sollt, Lchikc euch daher m eurer Schicksal, folgt ohne Murren, gehorcht eur n Vorgesetzten. seid treu au» Pflicht ur.d geduldig au» Gehorsa n, vergesset aber nicht eure Religion. Schämt euch nicht Zud n zu fein. Betet Gott täglich bei eurem Aufstehen an — denn Gottesdienst geht vor allem — der Kaiser selbst und alle fei re Diener, die da hier gegenwärtigen (dabei machte der Rcdrer eineHöslichkeitsverbeugung gegen die anwesenden Offiziere) u id die nicht gegenwärtigen, beten täglich ihren Schöpfer an. Schäi ,l euch dieser Zeichen der jüdischen Religion nicht (hierbei übergad er ihnen die obgenannten Ritualien). Wenn ihr Zeit Hab n werdet, so betet alle», was ein jeder Jude, wie ihr wißt, u beten schuldig ist, habt ihr aber nicht so viel Zeit übrig. » betet wenigstens den Abschnitt: Sch'ma Iisroel. Auch den Sa» bat werdet ihr nach Borschrift beobachten können (die Anspra« )e ist in Friedenszeiten gehalten); denn, wie ich gehört habe, wi d euch an diesem Tage Arbeirsruhe gewährt werden; schmieret eure Wagen stets am Freitag vor Sonnenuntergang und tu r, was ihr könnt, schon um Freitag. Berdindet euch mit eur n christlichen Kameraden und gewinnt ihre Zuneigung, daun werden fie eure Obliege,,heilen am Sabbat bisweilen übernrhm ,i und dafür tuet ihr am Sonntag ihren Dienst; denn fie fi iS gotteSfürchtige Menschen nnd fromme Christen, die ihren Rul ctag nach Möglichkeit halten. Haltet euch fern von verboten n Speisen, soweit und solange ihr eermöglicht. Euer Kaiser hat in seiner Gnade besohlen, daß ihr nicht gezwungen werd n sollt. Fleisch zu efien; nähret euch mit Eiern, Butter und Mil h und dergleichen Sperren, dis ihr an Orte kommt, wo Jud n! wohnen und ihr zu diesen mit Erlaubnis euer Dorgesetzt n gehen könnt. Wenn einer von euch erkrankt, bemühe er fi«;. fich mit Tee zu begnügen, bis er genötigt ist, Suppe zu genießen. Kurz, seid gottesfürchlig. sündigt nicht unv wendet euch nicht von dem angestammte» Bäterglauben ab. Am üdrtae» seid immer gottestreu i« Herzen, weichet ntc st von dem Glauben eurer Väter und folgetdiesemunseremallergaädi \* sten Landessürsten mit gutem Willen und rastloser Tängkec. Erwerbt euch und unserer Ration Dank und Ehre, damit ma r sehe, daß auch unsere Natron ihren Landessürsten und ih « Obrigkeit liebt und im Falle der Not ihr Leben auszuopfein d reit ist. Ich hoffe, daß wir durch euch, wenn ihr euch ehrli h und treu, wie es jedem Untertanen zustehl, aufführt, noch jen r Vorurteile werden entledigt werden, die.uns zum Teil no h drücken. Und welchen Ruhm und welche Ehre werdet ihr al » dann nicht davontragen der allen rechtschaffenen Menschen o gut wie bei euren Mitbürgern. Und hiermit will ich euch no h meinen aus eigenem Herzen emporsteigenden Legen ausspreche will auf euch jene Psalmverse anwendcn. die aus urrsere jetz - gen Umstände paffen: .Nicht wöge dir Böses widerfahren urd Plage wöge deinem Zelte nicht nahen. Denn seine Eng l entbietet er dir. dich zu behüten aus allen deinen Degen. Ai f Händen werden fie dich tragen, daß nichr an einen stein de> , Fuß stoße. Ueber Schakal und Raiter wirst du treten, wir t zertreten jungen Leu und Drachen.' Mit dem Prilstersegen schloß der ehrwürdige Rabbi seire Ansprache; Tränen entströmten seinen Augen. Biele der Arwesenden warfen sich gleichfalls tief gerührt ihm zu Füßen ui d umfaßten feine Kuiee. bis er auf Drängen feiner Freunde fi h entfernte, während die anwesenden Bürger den Soldaten no h viele Liebesgaben reichten._ Grft«rreich-ll«-arn. 1 A» «»sere Der Kaiser ruft seine Völker zu den Waffen! Kais r | Franz Josef, der weiseste, friedlichste und gerechteste Herrsche n defien lange, ruhmreiche Regierung von der Sorge um den ' Frieden und das Wohlergehen aller feiner Völker, jedes eir zelnen feiner Untertanen auegeküllt ist, hat dem feindlichen Rachbar den Krieg erklärt. Jeder Oesterreicher, jeder treuer Untertan unseres geliebte it Monarchen, jeder Bürger dieses mächtigen Reiches folgt diese, Ruse, bereit, Gut und Blut für Kaiser und Vaterland p opfern. Glaubenobrüder! Unter dem glorreichen Szepter unser, s erhabener: Monarchen ist da-Gesetz, welches allen Bürgern ohr e Unterschied der Koofeffion und der Ration die gleichen Rech e einräuml und die gleichen Pflichten auferlkgl. zum une - schüttcrlichen Grundgesetze dieses Staates geworden. Unter der r , Schutze dieses Gesetzes haben wir die Segnungen des Frieders j geooffen und jederzeit mit unserem ganzen Können teilgenomme r! an der Arbeit, welche unser geliebtes Vaterland zur Blüte uro j zur Macht emporgehoben har.! In Hellen Scharen ziehe» jfftt unsere Männer in der s Krieg, um Schulter an Schulter mit den übrigen treuen Sühne c I de« Reiche» den Sieg unserer Waffen zu erkämpfen; mit B>-! geisterung stellen sich unsere Frauen und Töchter in der Samariterdienst; in traditioneller Opfersreubigkeit trägt jeder! Jude rm Reiche zu der so dringend gewordenen allgemeine i , Hilfsaktion mit alle» feine» Kräften bei. ' Vom Kriegsschauplatz. Brtskni. de» 2, August |9(4. Im Jahre 1908 geruhte Leine Majestät die von der ge» , samten Jrrdenschalt Oesterreichs ehrfurchtsvoll «nterdreitete Huldigung mit folgenden herrlich.schönen Worten eatgeqenzunehmen:! »Die israelitische Bevölkerung hat immer eine staats, uud esktzkSlreue Gesinnung. Ergebenheit lür Mein Haus und Ani Ünglichkeit an Meine Perion bekundet. Ich schätze auch ihren Familiensinn und ihre Freude am Wohliun." Dieses historische Kaisenvort werden wir auch in dieser Zeit > der Prüfung rechtfertigen. Der Vorstand der Wiener israelitischen Kultu-gemeiade widmet dem Histswerke zunächst 10.000 Kr., dedält sich weitere Leistungen zu de« Hilfswerke, insbesondere Maßnahmen wegen Pflege der Verwundet«» vor und werst die Kaffen der s Kultusgemeinde (Wien, l-, Geitenst-ttengaffe 4, 1. Stocks-an. Beiträge entgegenzunehmen. Kein Jude wird sich der patriotischen Pflicht eniztedei'k Wien. 29. Juli 1914 Per Hssorssand der israetitifche» Z»N«rße«ei,d, Mi«: Dr Emil Adler, Sekretär. Dr. Alfred Stern. Präsident. Mürfarge für die Wer»»»d,te». Das Präsidium der israelitischen Aulrusgemeinde Wien hat folgendes Telegramm au das KriegSminifteriu« gerichtet: »Das Präsidium der israelitischen Kultusgemeiade Wien stellt dem k. u. k. Kriegsmlmsterium in seine« in Wien. 18. Bezirk, Gürtel Rr. 97 und 99. befindlichen Krankenhaus ein. >. hundert Mannschaflsbetteu und zehn OffiziersdeMn zur Pflege von Verwundeten zur Verfügung. Die Verpflegung, Wartung, und ärztliche Behandlung wird unenlgelilich deigestellt. Nebstdem! erbietet sich das Kaiserin Elisabeth-Institut für isroelirisch« | Krankenpflegerinnen, mehrere Pflegerinnen für den Kriegsschau- . platz zur Verfügung zu stellen. Außerdem werden im Lprtal | der israelitischen Kultusgemeinde von den Adterlungsvorständen Prof. Dr. Zuckerkand! und Dr. Fletschmann über die erste Hilfe und Pflege Verwundeter unentgeltliche Kurse geholte». Das gefertr^e Präsidium bittet namens der israelitischen Kultus« gemeinde Wien, vorstehendes Anerbieten als Zeichen seiner patriotischen Empfindungen entgegennehmen zu wollen.' Me«. Kür dle AÜtber der ckt»ser»fe»e»! Zamill,» dl, ßerettssnd. ein «de» mehrere Kt»der »«» Ei»ser»fe»e« tzagtich »»,»1,ettNch z, tzsüsfliae». malle» ihre Adresse ei»fe»de» »»: Da» Nassinat für de» 11.. HU »,d XX Mczirü Min». II.. Aerdi»»»dssratze 23. Flltnele Aass bitte öes»,»er» z«; Hrartftn. Mien Der Vorstand de- Verbandes der türkischen I»- I raelitcu (Gephardim) Hai dem Roten Kreuz einen Betrag von 2000 K. gewidmet. Der rumänische Generalkonsul Paul S chi ff Edler v. Suvert, der in seiner Billa in der Sieveringerftraße 10 verwundete und ln Rekonvaleszenz befindliche Offiziere aasnehmen und verpflegen wird, hat fich persönlich dem Rote» Kreuz zur Verfügung gestellt und wurde der Verwaltung des in derHegelgaffezur Auffüllung gelangendenRotenKreuz-Spitales zugeteiU. Derartige Dieustkrtstunge, »rm Persdultchtttw», M» mit Lenvaltungsagenden vettraut find und sich selbstlos de« edlen Zwecke zur Verfügung stellen wollcn. find sehr erwünscht. Der jüdische MoasfperfetzaLe-Werr', ,Ki»tz«it' ln Wien, der täglich IL00 Menschen mit Mittagessen (Suppe, Fleisch und Beilage. Gemüse. Mehlspeise, Vrot für 84 h.) versorgt nnd Tausenden umsonst verabreicht, hat deschloffen, drr billigen Preise auch in der'Kriegszeit beizubehasten. auch den Familien der eiuderufenev Soldaten Mittag- und Abeildeffen stzr den billigen Preis zu geben. Der Zsserei» zur chrricht»»ß »»» Mokllsüüche» »ach 'fr s Ht't»» in Wien, der für 28—24 k. M'Nag verabreich». Hai > 1000 Freimarken für eine vollständige Mahlzert an Hil^de» dürftige ohne Unterschied der Konsesfion ausgegeben. Die erste» Spnrde» für Kriegszwecke i» Heßerretch. l Rach dem Aufruf des roten Kreuz-Vereines barten, wie bereits gemeldet, die Diener Vergwerksbefitzer Vrüder Guttmann 100000 \ Kronen und Baron Ludwig Rothschild 100000 Kronen gs-! spendet. Run haben in Budapest Witwe Eduard Krausz 10000 Kronen und die Großindustriellen August und Emil Lederer \ 20000 Krouen gespendet. Mte» Herr und Frau Lojko, k. u. k. Hoflieferant. \ baden einen Teil ihres Besitzes .Herrenhos' in Eich^aden für 40 im Feldzüge verwundete Offiziere und 120 Mann dem f. u. k Kriegsminifter zur Verfügung gestellt. NüchM,,« in Btlgiti JUrft«. I» dk»?iä»mn> dc« Grundstück« Eaft Piccadlly j-tzt .Deutsche Balkiiand" nml, in »er 4. Ekage d«s Skilknflug!lk ia i» am H Hug mittag durch d>. jüdifch« Srmriadk klar Spriiuag »oa 100 galililchen »ad uagarilchkn Diamaalraichleifmi stall Sir find iatalgc bt« XrirgM aal aalwnprn, dann Hauplfitz. dn iatrraaiiotialcn Siamantn* idjIriftrri, aatgroicfni ntaitxn und mußten binnnt 24 etunbin di. SludI oeilafftn. ttie hade» beute aachi in b.r 4. Klaff. 6.4 «arlesaal« Paisdarnn vahahds a»i «iroh gdchiasni und w»rd.a rnillaga »oa dn [übtfdxn G.mdadc in Odhat gnwmmra. Das öst.-uag Kdasaial ddahl sich mit «rr S.ilnreiie drr Aiächliiag.; mann did« erfolgf» mir«, strhk nach a». Di. jutfl.otdtn.n brflagfn sich stdrr di« Hdr!., mir dn ft. »oa d.a drlgüchm Orgaanr lt.haad.lt word.a stad, Dar»d.r g.ht t,as nach salg.adn Bntcht z» t Am Ar.itag nachmittag »ad adnids am t »ad um H Uhr, find fi. g«ft>mm«n. Die Äkdrzadl aon ihnfa find di. Famllirn jüdisch.! Diamaatschi.tf.r, di. »dn Laddar hi.r warlnr, UM da»» üdn Odnbng »ach Krakau befördert zu wrrdea. Lus n»,rn i» dn fiUt des Saale« g.ichtcht.tra Strohlager, auf Tisch» unb BLnk.u halt.» di. Araa.» »ad Kiudn gnchlas», di. jetzt mit müd.» Lug» d» Liutntmde» , auj.be» 8i. nzLhl», daß fie Hals üdn Kops Lutwnv»! »ertaffe» mußt.a. Nicht dumat die Schränk, zu schließ», war ihu.a »och möglich, Rur das lla»Id«hriichstk Hab.» fie noch! schnell z»samm»gnasfl. Reit.» »na Büffd fitzt dar Utne ' Fra» mit sin Mädch» »ad einem Kall de» Sie find in Lal. werpru geboren and, dad» ate da. andere Hdmal gdanat y abn da ihr Barer öfinrdchischn Untntau mar »llfiea fie aaa > M. 3* all. auch «na fern» Salizi.a, Die Mutln will llder die 8e» daadiuag bald) die belgisch. ffi|»«a«nsnataltang nicht F tgen. Aber die Kinder bezeugen, daß wtldr Zdfiö»ag«szea» dem lufdtach ooraagegaugea find. Die «»Ischen Orschäste, di' brutto,l„ Laldbäuiet NN dn Sdtetke find «dnaUnt morb«. >m ktieuftag adra», in der stuadl dn fiidcholaazlnrede, gab e« nunt gtoßlt, Tuaia», D»Ische »ad Oesterrncher warben Illltich ltagrgriisea Dn Mtitwoch brachte da» Starm aas di« Schauer dir Battque Ralioaaie, Mia zahlt« den Laswaaderna aar ktdae Tertc ihre» Kathadea« aus, 100 Frsac« aus 1200, vo« ruffl|d> paltiif(t}«K SriegSchaLpiatz. a. Kafisch Ich schrndr Zfiaen, »ÜI>r»d die Kugeln am mich ptl-ts'a und der Bob» vom Donner der Keschoffe er. zuteil, Oder iw finde Beruhigaag, wenn sch mdn Hnz aasschäilea kaatt, 8a« »ad» tvrr nicht alle» durchgemachl diese tvcaigea Tage, Meta Haar ist gedtdcht in einer Schreck»«. Rächt Än tr»ten wir aa>>, als »ie Raffea abrückte», wie jubetrea wir, a!s die Deutschen narttcki a. Wir had» fie mit Spnse und Trunk emptangett und ihnen zagejudeit, als aninn isrteite: a satt ull 0er Lagst und Qaat. dir wir unterunser» Peiniger», durchzumache» harr». Da« war »ich! bloß das Ötditbl, da» die Jttde» in der Stadl drinlte, die Pole» «ach!» uichl audn», Ader wir «achlea, »ad uns» Btirgermnftn, du Kliff., glaubte»»« zu lenke», 9r hatte fich an uns Zudea rdch» woUrn, daß nir den d»»ch» Soldat» ir»ndtich »tgeg»Iam» mit ßtsrtschttagr t, oa lieg er das »däagai« öffnen, iie befahl den Peidrechera, »eich,- er überall in den Hliaseru an« hiatro b» Hdasern alo Spione verstkcki halle, aus dtt d»lsch» Soldat» za schieß». Wir halle» dnoou keine Lhnuug, wir suhre» »acht» an« «euAclteneiichncktlMpor, alswir die Schüsse hörte». Schlaf fand» wir srditch auch so »tcht, ub r der Schreck lähmte unsere Otliedn, De» Bürgermeister leas jnue ocrbirnle Srrase, der deutsche Oberst Uetz ihn n'chtrße» Dana legte n nuserer Stadt eine Koutridutioa »oa 20t»t0!stadct aut. Da» Schlimmste ab» traf uns, alt n 24 dn ungesehensten Männer uusner Stadl seftuehmea ließ »ad uns beoeutetc, duß für jeden hin erschossene» deuijchea 'Soldaten einer bieter chrisrt» nschofieu würde. .Unter« tzLnkc habe» die» V,ut nicht vngoff»', dürfe» wir auorusca mit aasercr Tora«, De, Odern ließ oie 24 nach Pose» aus die Festung schick». Unter ihnen ist nach an|n Zwkile, Raddiuer, Sott erhalle Ihn unb schütze ihn! Traurig fiehl es jetzt dn UN« aus, rtnödel liegt jetzt aajne Sradi da, da Schlachtjrt» bedeckt mit Lai» nad Ruin». 400 Jaden find bei den Straßenkömpl» in den Hönsera gefallen als Opfer des verdrechnischea Ltt»tat«'de« Bürgermeister«, den sda sakinM Schicksal erdti hat. Die Zad»ftad> rm Zaarru ist vollständig bemotien. Wo« fiiehen lonnie ist geflohen, Wehe uns, die wir noch lebenI (Dn Brief ist an« dem Hedriijchea lldnjetzt. Za d» letzt» Rachrichlea taff» wir als Srgäaznag da» Orrgiaal-Bedcht ans Posen folgen). i, Ualr<l«»»ugnL La sngaqgtnn Btxht «arh« hier 24 Unsela ailk cläer Anzahl aabnn sünnit auch da Rad» diaer au, Kaiisch nageUesett, Die aasgnegte Menge glandte, die Liagedracht» htain dem Slcrnwerk »an dn» Salve atederfdtiegen zu jehea. Dem war nicht so. Oh die Mäaan später nach Kuttsch oder sonst wohin deiöroni Word» find, konnte man nicht erfahr», Herr Radd, Dr, Sitdndrrg hin trat lür d» gesaag» giuomwertia Raddtaer au« Kaiisch nu, uud c« gelang. Ihm bei der Seiängaieoeiwaitung kojchere» Esten, Talliß and Tefillta und eia Sein zu oeradjojgca. So edel handetl nur So« »»tsche Botk selbst in Znt» des Krieg»« gegen sdudtiche Odangncl — b. (|»IU4an. Ob dtein Brief fie nretcheu wird, «nß ich nicht, die Sensur ist streng, knarr darf den Post» ohne «ueroei« pasfier», »dn was ich schreib«, darf jeder lesen. Dean es ist aar rühmUch für Unsere brave» Soldaica, und nach die Bürger der Stadt, Pot» utto Zadea, sptdea keine an» tühmUchr «olle. Sie trag» kdae Schal« na dea Erngatffra, die fich hin zutrugea. Was haben fie fich d»a üd«,Han»! rühren dürs» unter dn rasfttchen Kaute. .Hände hoch' war der ständige Zains j-de» rasfisch» Soloatea oder Slrajaik an fie. Sie haben wirklich an» tannftem Herzensdrange aufgtatnut von dn rusfiich» Schreckepsherrschast nad echte »esühte »n Freud« gezngi, als unsere tapsnea Trapp» «tarückl». lldn snitich wo,» fie damit die Raff» noch nicht las, »eg» Ü00 Kosak» hatte ma» zurückgelaffea in on Stadl ohne Montur, in dea Häuse» oersteck, meist in dn Vorstadt vor dem Pnainnn-Klostn, wo die Malta dooka von dem Bn.' breche,-Mönch Mococh befiohtea war. Diesen Kerl hau» die Raff» vor ihtem Abzüge mit dem ganz» Bei drechn-Sefiadel au» dem Kerker ,a Petr,kau sreigelaffeu, »ff»dar um diese vn» ruchte «eiellschait aus uusere Soldaten toszntaff». Sie n. i tuaea dn leustilche« Mauainn, fie raudieu den polaischen Ztrden ihre Röcke uud steckten fich in ihre Ktdder, um »usnn Trupp» lurzutöuscheu, daß a polnische Jaden sei», welche die Untat» ausüdea. Unser Kommandeur harte eine seine Sitiernug, er Iraalc dem Frieden in dn Stadt nicht nud legte die Soldat» »acht« nicht tu du Bürgerquartine, tonde» ließ ieiue ganze Trupp« aus dem freien Platze vor Mn Paulaner- Kloftrr nach!« Biwak deiieh». Da« war Weste Boistchl, Venn nacht« geg» >/,t t Uhr brach dn Spektakel Io«, Eiae Bvmde platzt« als Signal sir die in dea Hänsern um den Platz hnnm antdltta maafint» Kolak» unb Berdrocher, Run begann die Lchteßnd, welche 7 unjerer Braven «0« üebra kastele und 30 verwandele, Dn Oberst ließ sasari llppett dtasea und »n« Bataillon mir gdälltem Bajonilt die Häaser ftßrm». Etwa 000 dieln vandl,» wurden hnansgehoti uad aul dea Kloftnplatz geschleppt. Da« Excmpel ward« gemacht. Zwd dn Bestien wnrdeu an dn Ktopnmauer tasort erschoss», du andern „nln Bedeckung nach Reiße aas die Festa« geschickt, Pol» und Zud» d,wiesen babri ihre ehrenhafte SajUnung, fi« war» dem Kommandaalca dehiljlich, die vrrtzrethn za stell» und ihre HLnsn oon dem gemein» Gefiudel zu ssudn». Der Kommandail hat die« auodrücklüh anerkaaul. Polen tad Jnd» wallen aichls wir dem Gdichln georda habon.

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