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Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände · 1929-07-01 · 2 (7.1929) · p. Seite 4

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Journal
Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände
Volume
2 (1929). Bestand UB Ffm
Issue
2 (7.1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Mitteilungen des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände Lrzielumgsberaluugsslelleu für Litern; nur gelegentlich worden sio vitn .Indien, aufgesucht, teils aus eigenem Antrieb, teils wegen einer Personalunion zwischen Beraterin und Sehtilpflegoriu (.lud. Kinderhil fe). Hiei' spielt das Herumsprechen eines einmal erteilten guten Haies eine Holle, die jede weitere Propaganda überflüssig macht. Diese beiden Beratungssieilen beraten nach der Methode der Individualpsyeliologie, die m. F. auch für die JB. fruchtbar gemacht werden könnte und Hol He. - Auch diese Aufzählung beansprucht nicht, vollständig zu sein. Nun zum Schluß noch einige Angaben, wie wir uns die Arheil der „Jüdischen Jugendboraliing Hamburg'' gedacht haben. ■ Wir haben i-inen Beraler aus der .lugend, der einmal in der Woche (zunächst) in einer Privatwohnung zu sprechen isl. Ihm zur Keile stellt ein Bernlorkreis (Arzt, Aorzlin, Sozinlbeamtin, Bechlsanwall, Lehrer, Kaufmann. Uabbi'iier, Berufsberaterin, Pädagog.-Psychologe). Je nach Lage der Hinge kann er den Hatsuehenden an einen dieser Beraler weitervermitteln. Außerdem existiert eine (leseliä Rsstol lo, die ibrerseils Sprechstunden abhält, und ein Verzeichnis der Berater für solche, die gleich zu einem Spezialberalor gehen wollen, bereithält. Das Jugendamt der (lemeinde ist im Boralerkrois nicht vertreten (wie überhaupt im Beraterkreis nur Personen, keine Inslil.itüonen vertreten sind), damit es nicht die Mil.veranl.worl.iing für Kai seh läge aus dem Boraferkreise zu tragen braucht, die es selbst nicht, billigen würde, lhi.mil ist die unbedingt, notwendige enge Zusammenarbeit mit dorn Jugendamt keineswegs ausgeschaltet. — Von den Methoden der Beratung gilt dasselbe wie für die .IBKlen der privaten .IB. Kbenso für die Propaganda, mit der wir jetzt beginnen werden, um dann an die Beratung selbst heranzugehen. EINE SCHULKLASSE IN SEESEN von ELSE COHN, Lehrerin an der Mädchenmittelschule der Jüd. Gemeinde Berlin Ks war im vergangenen Herbst während einer Deiilsclislunde. Line Schülerin hälfe gerade einen Bericht über ihren Keriena.iifenlhall in einer aHorlümliehou kleinen Stadt gegeben, au den sich ein lebhaftes Klassongespräeh über die Eigenart des Kleinsl.adllebons anschloß. Dabei zeigtesich, daß kaum ein Kind aus eigener Lrfnhriing sprechen konnte; über die Hälfte der Klasse war noch niemals „verreist" gewesen, und nur wonige der 12 -l.'S.iührigen Schülerinnen der 5. Klasse unserer Mittelschule kannten aus eigener Lrfabrung ein Dorf oder eine kleine Stadl. Da. mußte nun nach Mögliehkeil, erklärt und geschildert werden, und aus der Kinder Sehnsucht mich Weisen, Kernsein dem heimatlichen Häusermeer, Kennenlernen einer anderen, nicht großslädlischen Umgebung erwuchs mir der Plan, einmal gemeinsam mit der ganzen Klasse eine Heise zu unternehmen, und er fand bei den Kindern begeisterten Anklang. Als Heiseziel sollte ein landschaftlich reizvoll gelegener Ort gefunden werden, dessen günstige Unferkiinfls- und Verpflegt! ngsvorhäl In isse einen gesunden, anregenden und frohen Aufenthalt gewährleisten konnten. Die etwa, zweiwöchige Heise wurde für den März geplant, als.Abschluß dos laufenden Schuljahres. Da. sio noch in die Schulzeit fiel, sollten die Kinder auch unterwegs in täglichem Unterricht den für diese Zeitspanne noch vorgesehenen Lehrstoff durcharbeiten, natürlich unter besonderer Berücksichtigung der durch die Heise gegebenen natiir- und kultiirkundlioheu Anregungen. Mit; Hilfe unserer Sohulpl'lcgerin, deren Hat ich wegen ihrer Kenntnis aller für uns in Betracht kommenden Heime zuerst einholte, entschieden wir uns 4

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